Ist eine Weltanschauung wichtig?

Hallo,

Nun, aber beim Nachdenken baut er ja auch auf Erfahrungen auf.

nein, nicht wenn es um dinge geht, die vor der erfahrung
liegen. zb. die frage „was können wir wahrnehmen“ und tausende
andere fragen.

Naja, da bin ich zumindest teilweise glaub ich anderer Meinung :wink:
Meiner Meinung nach basiert auch all das in bestimmter Weise auf erlerntem und erlebtem, welches wir nur auf eine Fragestellung anwenden, die für uns „neu“ ist.
Aber vielleicht ist das jetzt auch eher eine Glaubens- oder Ansichtssache…

es wird jetzt aber offtopic. das hat mit religion und ethik
nichts mehr zu tun.

…was uns zwar irgendwie wieder etwas näher zum Thema des Bretts führt, aber eben auch nicht so richtig *g*

mfg
deconstruct

Meiner Meinung nach basiert auch all das in bestimmter Weise
auf erlerntem und erlebtem, welches wir nur auf eine
Fragestellung anwenden, die für uns „neu“ ist.

Aber vielleicht ist das jetzt auch eher eine Glaubens- oder
Ansichtssache…

ja ist es. die entscheidung für oder gegen den empirismus ist exakt so eine frage, die nicht auf erfahrung beruhen kann :smile:

gruß
datafox

Hi,

Aber vielleicht ist das jetzt auch eher eine Glaubens- oder
Ansichtssache…

ja ist es. die entscheidung für oder gegen den empirismus ist
exakt so eine frage, die nicht auf erfahrung beruhen
kann :smile:

Hihi, den Spruch muss ich mir glaub ich merken :wink:

mfg
deconstruct

Nein
Hi,

Aber du hast doch selbst sicher eine Vorstellung, ob es einen
Gott gibt oder nicht. Und damit hast du ja auch eine
„Weltanschauung“, so wie du sie oben beschrieben hast, oder
nicht?

Ich brauche keine Götter und ich lasse in der Regel anderen Menschen ihre Götter. Die Gottesfrage taucht bei mir prinzipiell nicht auf.
Gruss,

Hi,

Ebenfalls Hi,

Ich brauche keine Götter und ich lasse in der Regel anderen
Menschen ihre Götter. Die Gottesfrage taucht bei mir
prinzipiell nicht auf.

Das ist bereits eine Weltanschauung.

Gruss,

Gruß
M.

Hallo,

Aber du hast doch selbst sicher eine Vorstellung, ob es einen
Gott gibt oder nicht. Und damit hast du ja auch eine
„Weltanschauung“, so wie du sie oben beschrieben hast, oder
nicht?

Ich brauche keine Götter

Das ist aber auch eine Vorstellung von Gott, wenn du sagst, dass du keinen brauchst. Und damit hat auch dein Weltbild eine Vorstellung über das, was ein Gott ist und wofür er zuständig ist.

mfg
deconstruct

Hallo Eckhard,

Ist ja viel einfacher, als selbst nachzudenken. Und so
praktisch: man kann hinterher sagen: „Naja, ich hab halt dran
geglaubt/ ich habe nur Befehlen gehorcht.“

Konstruiere doch mal Deine WA.

Grüße

Rai-Fa

Jeder Mensch hat eine Weltanschauung.

ja, aber nicht jeder hat eine durchdachtes weltbild, also eine
persönliche philosophische sicht der welt und nicht nur eine
aneinanderreihung ausgesuchter meinungsfragmente, die sich oft
auch noch widersprechen.

Das wäre eine Grundsatzfrage: Gehörten nur wissenschaftlich fundierte Aspekte in eine WA?

der poster ist hier im falschen brett. in „philosophie“ wäre
er besser aufgehoben.

Wissenschftlich gesehen, ja.

nein, ein mensch braucht kein durchdachtes weltbild. die
meisten kommen gut ohne aus.

Brauchst Du eines?

gruß
datafox

Guten Abend Gollum

Hallo Rai-Fa!

Oder sich seiner Unwichtigkeit bewußt werden, merken, daß man
um die Wahrheit zu erfahren zu klein und unwichtig ist.

Steh bitte aufrech Mensch!

?

Dabei
sollte aber immer der Weg wichtiger sein als das Ziel.

Entschuldige bitte, aber das halte ich für
Blödsinn einen Irrtum. Wenn ich nach der
Wahrheit suche, dann ist nur das Finden, nicht aber das Suchen
danach das Ziel.

Die
„Freiheit des anders Denkenden“ ist diesmal durchaus mit
Höflichkeit und Toleranz zu empfehlen. Eitelkeit, Hochmut und
Rechthaberei behindern auf den Weg zur Wahrheit.

Das Problem ist nur, daß sich viele schon am Ziel glauben und
deshalb mit Hochmut und Rechthaberei argumentieren.

Genau deshalb sollte der Weg dahin wichtiger sein.

Wie bitte? Es ist also Deiner Meinung nach wichtiger nach der Wahrheit zu suchen als sie zu finden? Reine Beschäftigungstherapie oder was?

Schon die Einzelteile sind interrasant und das Kumulative
wirkt Erkenntnis erweiternd.

Eine Annäherung an die Wahrheit vermittelt aber noch nicht die
Wahrheit, nicht einmal eine hohe Wahrscheinlichkeit.

Ich wäre mit der Annäherung schon erfreut.

Warum? Wenn, dann ist nur die Wahrheit an sich interessant, weil Teilwahrheiten vermitteln uns verschiedenste Gurus, Priester aller Religionen und sonstige „Weltverbesserer“ zuhauf. Das Problem dabei ist, daß alle diese immer noch Fragen offen lassen.

Eben nicht, vielleicht ist Gott längst tot oder der Teufel und
Gott sind eins, niemand weiß das, viele glauben dies und das
und viele glauben, weil sie der Wahrheit schon ein Stück näher
seien (nicht: sind), haben sie das Recht über andere, die
ihrer Meinung nach der Wahrheit noch nicht so nahe sind,
bestimmen zu können, ihnen vorschreiben zu können, wie sie zu
leben haben.

Wer ist denn so dreist und verbietet dir Mensch?

Tut mir leid, ich verstehe den Satz nicht.

Wo kommt dein Haß her?

Ich hasse nicht, ich beobachte und analysiere, ganz trocken.

durchschaubares Bild einer Weltanschauung.

Durchschaubar? Oh nein, wir sind Staubkörner und halten uns
für zu wichtig. Sieh in den Nachthimmel, jeder Stern ist (war)
eine Sonne, vielleicht sogar ein Sonnensystem, was glaubst Du,
geht dem Universum ab, wenn unser Sonnensystem nicht mehr
existiert?
Jeder sollte sich seiner Minderwertigkeit bewußt sein und sich
nicht für den Inhaber der Wahrheit halten.
Vielleicht ist ein Huhn oder eine Grille der Wahrheit näher
als wir.
Du Mensch bist doch nicht Minderwertig!!!

Im Vergleich zu all dem, was es im Universum noch gibt, sind wir das sehrwohl, auch wenn es manche anders sehen (was vielleicht die Ursache vieler Probleme ist).

Ist nicht Wahrheit letztlich die Proposition und kumulative
Erfahrung ALLER?

Aller Menschen? Aller Wesen? Aller Materie? Alles
transzendentem?

Und wieder sind Menschen gemeint.

Dann sollten wir allen Menschen erst einmal zuhören. Aber ob das zur Wahrheit führt, lasse ich einmal dahingestellt. Es nähert sich vielleicht an die Wahrheit an, aber woher wir kommen, wohin wir gehen, wozu wir da sind und weitere Fragen dieser Art werden sie Dir auch nicht beantworten können, bloß Vermutungen dazu anstellen.

Rai-Fa

Gollum

Hallo, Rai-Fa,
auf diese Frage antworte ich der Einfachheit halber mal wieder mit einem kleinen Gedicht von Eugen Roth:

Vorschlag

Ein Mensch, der es zwar täglich sieht,
Was alles auf der Welt geschieht,
Und ders erfuhr durch eigne Qual,
Die Erde sei ein Jammertal,
Möcht doch, der ganzen Welt zum Spott,
So herrlich leben wie ein Gott.
Doch meist ist dann die Sache die:
Er stirbt noch schlechter als ein Vieh.
Er sollte nur die Kunst erwerben,
Als Mensch zu leben und zu sterben.

Gruß
Eckard

Das ist aber auch eine Vorstellung von Gott, wenn du sagst,
dass du keinen brauchst. Und damit hat auch dein Weltbild eine
Vorstellung über das, was ein Gott ist und wofür er zuständig
ist.

Das mag sein. Dennoch ist eine Vorstellung von Gott nicht wirklich nötig. Letztendlich beruht jede Aussage über Gott auf Spekulationen an die man dann glaubt. Was liegt da näher als sich damit abzufinden, dass Aussagen über einen eventuellen Gott mit unserem Wissen eben nicht gemacht werden können.

mfg
SAN

Hallo Rai.Fa,

Von Freunden werde ich gefragt ob es denn wichtig sei, eine
Weltanschauung zu haben. Sie führe doch nur zu nie endenden
Streit und mitunter zu härtesten Auseinandersetzungen.

„Weltanschauung“ ist ein Begriff aus der
nationalsozialistischen Ideologie. Wenn
man sich dieses furchtbare Wort mal so
intoniert, wie es Adolf Hitler getan hat,
sollte klar werden, dass „Anschauung“ eigent-
lich etwas sehr unphilosophisches ist :wink:

Ausserdem: Alfred Rosenberg, Reichsleiter der NSDAP
für Weltanschauung und Aussenpolitik: 1933-1945.

Was ist eure Meinung dazu.
Meine Antwort hierzu ist eindeutig: Ja! Man sollte versuchen
die Teile des großen, schwierigen mehrdimensionalen Puzzle
zusammenzusetzen.

Mit der „Weltanschauung“ eng verbunden ist der
„richtige weltanschauliche kategorische Imperativ“,
welcher besagt: „Handle immer genau so, dass der Führer,
wenn er davon Kenntniss hätte, es für gut befinden würde“.

Maßgebend dabei ist natürlich der freie Wille und die Lust am
Zusammensetzen, die Ausdauer und die Freude am Finden. Dabei
sollte aber immer der Weg wichtiger sein als das Ziel. Die
„Freiheit des anders Denkenden“ ist diesmal durchaus mit
Höflichkeit und Toleranz zu empfehlen. Eitelkeit, Hochmut und
Rechthaberei behindern auf den Weg zur Wahrheit.

Bei der „Weltanschauung“ ist vor allem der Rassenstandpunkt
wichtig. Übrigens: im real existierenden Sozialismus wurde
das zum „Klassenstandpunkt“ modifiziert. Die „Weltanschauung“
blieb erhalten.

Ist nicht Wahrheit letztlich die Proposition und kumulative
Erfahrung ALLER?

Wahrheit ist das, was in einem Zeitalter als wahr gilt.

Nicht gegeneinander löst man die schwierigen Probleme dieser
Welt, nur gemeinsam, mit oben genannten ethischen Regeln.

Die Empfindung, dass die Probleme „der Welt“ schwierig
sind, setzt zwei Dinge voraus.

  1. man hat ein „Bild von der Welt“ wie sie scheinbar ist,
  2. man nimmt an, dass man die „Weltstruktur“ durchschaut
    hat und daher eine eigene Einwirkung über Kausalität zu
    einer „Verbesserung“ hinführt.

Grüße

CMБ

Anmerkung: Klemperer
Dazu noch eine Anmerkung:

Klemperer schrieb dazu in LTI:
(entnommen aus http://mitglied.lycos.de/wienpoet/LTI.html)

...
- Ein "Staatsakt" wurde zu seltenen Anlässen, denen man historische 
Bedeutung beimaß, begangen. Nun gab es fast täglich einen "Staatsakt". 
Jeder größere Auftritt Hitlers, jedes Begräbnis eines Nazibonzen usw. 
wurde zum "Staatsakt" erklärt. Aber, so notierte Klemperer: "Vor dem 
häufigen Gebrauch von Staatsakt ebenso zu warnen ist überflüssig, da 
wir ja keinen Staat mehr haben."
Positiv besetzte Worte wie "Intelligenz" oder "Objektivität" wurden 
getilgt oder Worte wie "Demokratie" verhöhnt. <u>Das Wort "Philosophie" <br>wurde durch "Weltanschauung" ersetzt</u>. Während Philosophie logisches, 
wissenschaftliches Denken und dessen Schlussfolgerungen daraus bedeutet, 
ist "Weltanschauung" etwas ganz anderes, sie beruht nämlich auf Glauben 
bzw. einer Überzeugung aus einem Glauben an eine Sache.
Ein weiteres Wort des Nazijargons war "organisieren" bzw. "Organisation". 
Das Wort entstammt aus dem griechischen Wort "orgao", das heißt "keimen" 
oder "schwellen". "Organisch" meint also etwas natürlich Gewachsenes. 
Aber nun waren Organisationen keine aus bestimmten Gründen oder 
Notwendigkeiten heraus entstandene Gemeinschaften, sondern Zwangs-
vereinigungen. "Organisieren" bedeutete nun, etwas aus "Zwang oder 
Zwangssituation heraus beschaffen oder herstellen". Verblüfft notierte 
Klemperer, als Lebens- und Genussmittel immer schwieriger zu beschaffen 
waren: "Aber wer hat denn erst gestern gesagt: ´Ich muss mir ein bißchen 
Tabak organisieren?´ Ich fürchte, das bin ich selbst gewesen."
...

Grüße

CMБ

Hallo, SM,

Von Freunden werde ich gefragt ob es denn wichtig sei, eine
Weltanschauung zu haben. Sie führe doch nur zu nie endenden
Streit und mitunter zu härtesten Auseinandersetzungen.

„Weltanschauung“ ist ein Begriff aus der
nationalsozialistischen Ideologie. Wenn
man sich dieses furchtbare Wort mal so
intoniert, wie es Adolf Hitler getan hat,
sollte klar werden, dass „Anschauung“ eigent-
lich etwas sehr unphilosophisches ist :wink:

Ich greife zu Kirchners „Wörterbuch der philosophischen
Grundbegriffe“ (1886)
„Weltanschauung = heisst die Gesamtansicht, die jemand von Gott, Welt
und Menschen hat. Das theoretische Ziel der Philosophie ist, uns eine
Weltanschauung zu geben.“

Ich greife zu unserem braven politically-correct „Schüler-DUDEN
Philosophie“ (1985) und lese nicht einmal dort so grimmige Worte, wie
Du sie anlässlich einer harmlosen Frage gegen einst weit verbreitete
und mit Nachdruck gelebte, heute aber verpönte Weltanschauungen
schleuderst.

Zur „harmlosen Frage“:
Sag’ Deinen Freunden, dass sie nolens volens eine Weltanschauung
haben , auch wenn sie (aus Konfliktscheu ?) lieber keine haben
wollten. Weitergedacht ist die Frage freilich nicht mehr harmlos.

Grüsse
Nescio

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Ok, gebe mich geschlagen. owt.
.

Hallo Nescio,

„Weltanschauung“ ist ein Begriff aus der
nationalsozialistischen Ideologie.

Ich greife zu Kirchners „Wörterbuch der philosophischen
Grundbegriffe“ (1886)
„Weltanschauung = heisst die Gesamtansicht, die jemand von
Gott, Welt und Menschen hat. Das theoretische Ziel der
Philosophie ist, uns eine Weltanschauung zu geben.“

Unter den Nazis wurde das Wort „Weltanschauung“ gleich-
bedeutend mit „Gesinnung“, während es vorher entfernt
Philosophie meinte. Gesinnung wurde unter dem Begriff
„Weltanschauung“ institutionalisiert.

Daher muss ich schmunzeln, wenn heute wieder
„Weltanschauung“ mit einem Geschmack von
„Gesinnung“ Verwendung findet.

Deshalb auch meine harsche Reaktion. Vielen Leuten
ist (imh) vielleicht nicht klar, was „Weltanschauung“
in Nationalsozialismus und im „real existierenden“
Sozialismus bedeutete :wink:

Grüße

CMБ

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Unter den Nazis wurde das Wort „Weltanschauung“ gleich-
bedeutend mit „Gesinnung“

„unter den nazis“ wurden so manche dinge gedreht und gewendet wie es denen gepaßt hat. zb. wurde aus einem altindischen glückssysmbol das hakenkreuz. aber den indern ist das wurscht:

http://www.digicamfotos.de/index3.htm?http://www.dig…

ebenso ist es wurscht, wie die das wort „weltanschauung“ gebraucht haben.
eine derartige definitionsmacht bin ich nicht bereit ihnen zu geben.

gruß
datafox

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Hallo,

„Weltanschauung“ ist ein Begriff aus der
nationalsozialistischen Ideologie.

Natürlich hatten die Nazis auch eine Weltanschauung und da eine Weltanschauung für die Menschen das grundlegendste ist, war es auch für die Nazis wichtig und taucht deshalb in ihrer Ideologie (was ja nichts anderes ist als eine Weltanschauung) auf.
Aber der Begriff an sich ist für jede andere Kultur oder Denkrichtung mindestens genauso wichtig. Das gemeinsame Weltbild ist ja schließlich das Fundament, auf dem eine Gesellschaft aufbaut. Schon in der Antike hatte man ein „Imago Mundi“.

Wenn
man sich dieses furchtbare Wort mal so

Nur weil Hitler das Wort mal in den Mund genommen hat, ist es noch lange nicht furchtbar…

intoniert, wie es Adolf Hitler getan hat,
sollte klar werden, dass „Anschauung“ eigent-
lich etwas sehr unphilosophisches ist :wink:

…geschweige denn unphilosophisch :wink:

Mit der „Weltanschauung“ eng verbunden ist der
„richtige weltanschauliche kategorische Imperativ“,
welcher besagt: „Handle immer genau so, dass der Führer,
wenn er davon Kenntniss hätte, es für gut befinden würde“.

Tja, von Kant klauen, was anderes konnten die Nazis auch nicht *g*

Ist nicht Wahrheit letztlich die Proposition und kumulative
Erfahrung ALLER?

Wahrheit ist das, was in einem Zeitalter als wahr gilt.

Das heißt aber nicht, dass dies wirklich wahr ist. Somit beschreibst du mit deinem Begriff eher die zeitgenössische Meinung, und nicht die Wahrheit.

mfg
deconstruct

Hallo Nescio,

„Weltanschauung“ ist ein Begriff aus der
nationalsozialistischen Ideologie.

Ich greife zu Kirchners „Wörterbuch der philosophischen
Grundbegriffe“ (1886)
„Weltanschauung = heisst die Gesamtansicht, die jemand von
Gott, Welt und Menschen hat. Das theoretische Ziel der
Philosophie ist, uns eine Weltanschauung zu geben.“

Unter den Nazis wurde das Wort „Weltanschauung“ gleich-
bedeutend mit „Gesinnung“, während es vorher entfernt
Philosophie meinte. Gesinnung wurde unter dem Begriff
„Weltanschauung“ institutionalisiert.

Also vorher meinte das Wort Weltanschauung exakt das gleiche, wie es das Wort heute tut. Dass das Wort bei den Nazis was anderes bedeutet haben mag - was ich ja nicht mal glaube, weil die Gesinnung ja ein Teil der Weltanschauung ist - tut nun wirklich nichts zur Sache, schließlich liefen ziemlich viele Dinge ziemlich stark verkehrt…

Daher muss ich schmunzeln, wenn heute wieder
„Weltanschauung“ mit einem Geschmack von
„Gesinnung“ Verwendung findet.

Wieso „wieder“? Es bedeutet heute dasselbe wie immer.

Deshalb auch meine harsche Reaktion. Vielen Leuten
ist (imh) vielleicht nicht klar, was „Weltanschauung“
in Nationalsozialismus und im „real existierenden“
Sozialismus bedeutete :wink:

Mal abgesehen davon, dass man ihn aus verständlichen Gründen in den Mittelpunkt rückte, weil man sonst den Menschen das neue „Weltbild“ nicht aufzwingen hätte können:
Was unterscheidet denn den Begriff Weltanschauung unter den Nazis vom heutigen Begriff? Mir fällt nämlich spontan nichts ein…

mfg
deconstruct

Hallo,

Das ist aber auch eine Vorstellung von Gott, wenn du sagst,
dass du keinen brauchst. Und damit hat auch dein Weltbild eine
Vorstellung über das, was ein Gott ist und wofür er zuständig
ist.

Das mag sein.

Klar, und nur darum gings :wink:

Dennoch ist eine Vorstellung von Gott nicht
wirklich nötig. Letztendlich beruht jede Aussage über Gott auf
Spekulationen an die man dann glaubt.

Richtig, aber das hat ja nichts damit zu tun, dass zumindest jede Aussage über Gott Teil der Weltanschauung ist. Das trifft auch auf Agnostiker zu :wink:

mfg
deconstruct