Und streiten braucht man darüber auch nicht, solange jeder
diese kosmopolitische Formel der Toleranz beachtet. Oder?
Was toleriert man und was nicht?
Die Toleranzen zur „Freiheit des Andersdenkenden“ haben bestimmt auch Grenzen, z.B wenn es zu radikahl wird. Aber da sind wir schon wieder bei Regeln und Gesetzen.
Ich persönlich kann auf „Weltanschauung“, wie es gemeinhin
verstanden wird, gut verzichten, also z.B, ob es Götter gibt,
deren Rollen, der Sinn des Lebens, usw.
Gruss,
Dann bist Du bestimmt wegen Moral und Ethik hier im Forum. Aber diese Werte sind von den Religionen mit geprägt wurden.
„Weltanschauung“ ist ein Begriff aus der
nationalsozialistischen Ideologie.
Jetzt wird die Verwirrung ja noch größer.
Hitler hat das Wort erfunden?
Begriff Weltanschauung schon ab 1800, zumindest nach Encarta Lex.
Wennman sich dieses furchtbare Wort mal so
intoniert, wie es Adolf Hitler getan hat,
sollte klar werden, dass „Anschauung“ eigent-
lich etwas sehr unphilosophisches ist
Der „Philosoph!“ Plato beschäftigt sich schon mit Weltanschauungsfragen.
Kriton, Phaidon, Timaios
„Handle immer genau so, dass der Führer,
wenn er davon Kenntniss hätte, es für gut befinden würde“.
Erkenntnis und Sinneswahrnehmung sind nicht gleichzusetzen habe ich hier schon gelernt.
Siehe auch Plato bei Theaitetos.
Wahrheit ist das, was in einem Zeitalter als wahr gilt.
Naturwissenschaftlich haut das aber auch nicht immer hin.
Nicht gegeneinander löst man die schwierigen Probleme dieser
Welt, nur gemeinsam, mit oben genannten ethischen Regeln.
Die Empfindung, dass die Probleme „der Welt“ schwierig
sind, setzt zwei Dinge voraus.
Empfindet man nur die Probleme? Empfindungen täuschen gewaltig.
man hat ein „Bild von der Welt“ wie sie scheinbar ist,
man nimmt an, dass man die „Weltstruktur“ durchschaut
hat und daher eine eigene Einwirkung über Kausalität zu
einer „Verbesserung“ hinführt.
Ja, ich habe sie nicht durchschaut, trotzdem ne Menge Gründe um zu Verbessern.
Rai-Fa
„unter den nazis“ wurden so manche dinge gedreht und gewendet
wie es denen gepaßt hat. zb. wurde aus einem altindischen
glückssysmbol das hakenkreuz. aber den indern ist das wurscht: http://www.digicamfotos.de/index3.htm?http://www.dig…
OK. Hübsches Foto. Ich finde das Hakenkreuz allerdings
nicht sehr ästhetisch. Die Sigrunen sagen mir mehr zu
ebenso ist es wurscht, wie die das wort „weltanschauung“
gebraucht haben. eine derartige definitionsmacht bin ich
nicht bereit ihnen zu geben.
Da gebe ich Dir nicht gleich recht. „Weltanschauung“
sagt imho nichts aus, was wir nicht mit „Philosophie“
und „Glauben“ ausdrücken können. Und da nun alle tota-
litären deutschen Systeme das Wort „Weltanschauung“ für
eine „parteiische Gesinnungsphilosophie“ verwendet haben,
gehe ich davon aus, dass es diese Bedeutung immer noch
besitzt.
Oder kürzer: Die „Nazi-Welt“ und die „Nazi-Sprache“ haben
eine heute noch wirkende enorme „Definitionsmacht“. Das nicht
zu erkennen halte ich für nicht dienlich.
Unter den Nazis wurde das Wort „Weltanschauung“ gleich-
bedeutend mit „Gesinnung“, während es vorher entfernt
Philosophie meinte. Gesinnung wurde unter dem Begriff
„Weltanschauung“ institutionalisiert.
Also vorher meinte das Wort Weltanschauung exakt das gleiche,
wie es das Wort heute tut. Dass das Wort bei den Nazis was
anderes bedeutet haben mag - was ich ja nicht mal glaube, weil
die Gesinnung ja ein Teil der Weltanschauung ist - tut nun
wirklich nichts zur Sache, schließlich liefen ziemlich viele
Dinge ziemlich stark verkehrt…
Kann es sein, dass Dir nicht klar ist, dass Adolf Hitler
einer der bekanntesten Menschen auf der Welt ist und dass
das Nazi-Reich mit seiner Sprache und seinen Schätzungen auch
heute noch einen dominanten Einfluss auf die gegenwärtige
Sprache hat?
Dein „tut nun wirklich nichts zur Sache“ halte ich, wenn auch
nicht für „weltfremd“, so zumindest doch für „Wunschdenken“.
Kann es sein, dass Dir nicht klar ist, dass Adolf Hitler
einer der bekanntesten Menschen auf der Welt ist und dass
Doch.
das Nazi-Reich mit seiner Sprache und seinen Schätzungen auch
heute noch einen dominanten Einfluss auf die gegenwärtige
Sprache hat?
Naja, bei uns vielleicht, und selbst hier nur begrenzt. Den Begriff „Weltanschauung“ werden dir nicht viele Deutsche mit Adolf Hitler assoziieren.
Dein „tut nun wirklich nichts zur Sache“ halte ich, wenn auch
nicht für „weltfremd“, so zumindest doch für „Wunschdenken“.
Es hat mit dem Begriff „Weltanschauung“ nunmal nichts zu tun. Die Nazis hatten eine Weltanschauung und es gibt noch viele andere berühmte Menschen und Bewegungen, die eine Weltanschauung hatten. Dein Text reduzierte das ganze aber so stark auf den Nationalsozialismus, dass es mit dem eigentlichen Thema nichts mehr zu tun hatte.
Da gebe ich Dir nicht gleich recht. „Weltanschauung“
sagt imho nichts aus, was wir nicht mit „Philosophie“
und „Glauben“ ausdrücken können. Und da nun alle tota-
litären deutschen Systeme das Wort „Weltanschauung“ für
eine „parteiische Gesinnungsphilosophie“ verwendet haben,
gehe ich davon aus, dass es diese Bedeutung immer noch
besitzt.
Was ist der Unterschied zwischen einer „parteiischen Gesinnungsphilosophie“ und einer „stink normalen“ Weltanschauung. Die „Gesinnungsphilosophie“ der Nazis ist eine Weltanschauung. Du kannst auch gerne sagen, sie ist die Philosophie der Nazis, oder eben ein anderes Synonym benutzen, aber was ändert das?
Oder kürzer: Die „Nazi-Welt“ und die „Nazi-Sprache“
haben
eine heute noch wirkende enorme „Definitionsmacht“. Das nicht
zu erkennen halte ich für nicht dienlich.
Man sollte es aber auch nicht überbewerten. Und es ging hier um die Weltanschauung an sich, die Nazis verstanden unter Weltanschauung auch nichts anderes als wir heute. Oder wo soll hier der Unterschied liegen?
Und v.a. tut es nichts zur Sache, wenn es darum geht, was eine Weltanschauung miteinschließt und ob sie wichtig ist.
danke! Aber meine Eltern hatten da mehr Troja im Kopf, als Byzanz .
Und streiten braucht man darüber auch nicht, solange jeder
diese kosmopolitische Formel der Toleranz beachtet. Oder?
Was toleriert man und was nicht?
Die Toleranzen zur „Freiheit des Andersdenkenden“ haben
bestimmt auch Grenzen, z.B wenn es zu radikahl wird. Aber da
sind wir schon wieder bei Regeln und Gesetzen.
Ach weisste, wenn die radikalen Meinungen sich um sich selbst austoben würden, dann wärs ja gut. Aber nein, da muss missioniert werden, da müssen andere „überzeugt“ werden, da wird dann ne Grenze übersehen und überannt, alles wegen dem absolutistischen Anspruch das nur der EINE das allseeligmachende Seelenheil kennt…
Wenn diejenigen die Toleranz (Wasser) predigen, diese auch leben würden (und nicht nach der Predigt dann Wein süppeln), dann wäre einiges einfacher.