Ist Gott ein Gott?

Wenn ich mir die Diskussion über Satan durchlese, stelle ich immer wieder fest, dass Gott der Zeit unterworfen ist.
Also ist er doch kein Gott!?
Es geht auch durch die ganze Bibel wie ein roter Faden: Gott weiß nicht, was in der Zukunft geschieht.
Also, ist er überhaupt ein Gott?
Grüße
Raimund

zukunft

Gott
weiß nicht, was in der Zukunft geschieht.

natuerlich nicht. wuesste er die zukunft genau in allen
einzelheiten, stuende ja alles schon fest (determinismus). dies
ist mit dem freien willen der menschen nicht vereinbar. dieser
wiederum ist notwendig fuer das, was gott mensch nennt: ein
ethisches wesen.

Wie bitte ???
Schon mal die Offenbarung gelesen?

So jetzt seid ihr wieder dran, ich weiß ihr werde mich jetzt fertig machen wollen, ja sogar steinigen wenn ihr könntet.

Gruß

Markus

P.S. Der Glauben ist frei, aber ist schon krass woran ihr glaubt. Ihr setzt euch kritisch mit Wahrsagen auseinander, aber diese Auseinandersetzung mit der Bibel laßt Ihr wohl sein.

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Kann ja wohl nicht sein.

Falls es ihn überhaupt gibt, ist er allwissend. Und dann kennt er auch die Zukunft. Ob er sie uns verrät, ist eine andere Frage.

Außerdem kannst Du Gott nicht wissenschaftlich kommen. Denn wenn er alles geschaffen hat, dann hat er auch die wissenschaftlichen Regeln erfunden und ist ihnen auch nicht unterworfen.

Gernot Geyer

Auf alle Fälle kann Gott nicht ein Gott sein.

Wenn, dann ist es der Gott überhaupt. Und dann steht er über allem in einer Dimension, die wir gar nicht begreifen können.

Und in diesem Falle… Warum kommt eigentlich keiner der ganzen Bibelkundigen auf die naheliegende Idee, daß wir eventuell gar nicht alles, was er uns sagt begreifen und verstehen können? Er ist schließlich unfaßbar groß und der Mensch im Vergleich dazu unfaßbar klein. Und eventuell kam es dabei damals schon zu Mißverständnissen, denn die Bibel wurde ja wohl von Menschen geschrieben.

Ich denke mal, die ganzen Kleingläubigen, die stur am geschriebenen Wort hängen, weil sie sonst nicht wissen, was sie glauben sollen, sehen das viel zu eng. Er ist nämlich viel größer und allumfassender.

Gernot Geyer

Hallo, Markus,
warum steinigen: wie biblisch!
Nur, weil einmal eine Zukunftsprognose gestellt wird, ist er doch nicht zukunftswissend. Das geht schon im pararadis los. Eigentlich sogar schon in der Schöpfung. die ganze Bibel ist auf Zzeitliches Denken ausgelegt. Klar, kannst Du jetzt sagen, der mensch versteht es ja icht anderes. Ok, stimmt. Doch Gott passieren so unendlich viele Fehler, dass er kein gott sein kann. Sodom und Gomorra hätten nicht sein müssen. Stell Dir diese vielen Toten vor. Wenn er die Zukunft kennt, dann sah er belustigt zu, wie tausende ins Unglück sich stürzten und verbrannten. Schöner Gott der Liebe!
Oder sollte Hawkin (schreibt man den englischen Wissenschaftler so?) recht haben und es gibt gibt mehrere Paralelwelten, mit mehreren möglichen Zukünften? Das würde allerdings einiges erklären. Vielleicht auch, dass es mehrere „lieber Gott“ gibt. z.B. den Unterschied zwischen dem Gott des alten Testamentes und dem des neuen?
Grüße
Raimund

Hallo Raimund,

Gott hat aus meiner Sicht keine Fehler gemacht. Er hat den Menschen den freien Geist gelassen, das er tun und lassen kann was er will. Im übrigen steht nirgend geschrieben, das wir von einem Lieben Gott sprechen. Die Kriege und Toten sind ein Produkt der Menschen und damit dafür verantwortlich. Die Quittung dafür bekommen die Menschen aber. Dies wiederum steht auch geschrieben. Ich habe schon oft solche Diskussionen geführt, einen Menschen von der Bibel zu überzeugen ist schier unmöglich. Deshalb unternehmen ich solche Versuche auch gar nicht mehr. Jeder soll machen was er will, aber bitte dem Gläubigen Menschen akzeptieren. Ich habe irgendwann mal damit begonnen, mich für die Bibel zu interessieren. Ich habe nicht wie andere, die Bibel von vorne gelesen, sondern ich habe mit der Offenbarung angefangen. Diese zu verstehen und auf die geschichtlichen Entwicklungen zu spiegeln haben mich Jahre gekostet. Das Ergebnis war, das die Bibel recht hat. Du siehst, ich kann auch gar nicht Jahre meines Wissens in dieses Forum schreiben, unmöglich. Trotzdem schalte ich mich manchmal wieder in diese Diskussionen ein, weil ich glaube, das es die Pflicht eines Christen ist, zumindest den „Andersdenckenden“ auf die Worte der Schrift hinzuweisen.

Lieben Gruß

Markus

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hallo, Markus, na, da bin ich etwas anderer Meinung.
Doch ich akzeptiere natürlich jede andere Meinung.
Grüße
Raimund

Gott ist ein einziger, einiger! Er lebt und wirkt!
Lieber Gernot Geyer,

hast Recht darin, Er ist DER Gott überhaupt. Und auch Deine Charakterisierung, daß Er in einer Dimension steht, die wir noch!!! nicht ganz!!! begreifen können, ist richtig.

Aber, dieser Gott klebt nicht in der Unendlichkeit, festgepappt am Firnament, unnahbar und weit wech!
Dieser Gott will unser aller!!! Vater sein, Er liebt Seine Geschöpfe, deren höchste Form in materieller Gestaltung wir Menschen sind. Er will Seine Geschöpfe immer weiter veredeln, aufpfropfen und weiter-erziehen, hin zu Ihm Selber hin. Nämlich hin in die Ewigkeit, Seine göttliche Ewigkeit, die die Form des Materiellen nicht hat und nicht bekommen wird! Nur die geistige Form, in uns höchsten Geschöpfen angelegt als Seele in materiellem Körperkleid, die ist berufen, von Ihm in Sein Reich zu kommen. Eines Tages, wenn diese Seele die Lektionen in der materiellen diesirdischen Welt gelernt haben wird. Einige brauchen etwas länger, andere schneller. Gut Ding braucht Weile, sagt Er selber sinngemäß an verschiedenen Bibelstellen sogar.

Dieser Gott ist außerdem daran interessiert, daß man Ihn selber direkt anspricht - nicht über einen Mittelsmann, wie Moses einer war, weil die Juden damals sich das nicht getrauten und Moses ihren Sprecher sein ließen, sondern direkt. Im Gebet, in der inneren Anrufung und im Zwie!!!gespräch.
Wie läßt Er sogar in der Thora, also im sogenannten alten Testament klar, präzise und unverwechsel- oder umdeutbar klagend über Seine Küken sagen, die nicht unter Seine Fittiche sich schützend begeben wollen:

5.Moses 10, 16 So beschneidet nun die Vorhaut eures Herzens und seid forthin nicht halsstarrig!

genau wie es der anerkannte Prophet Jeremia ähnlich wiederholte:

Jeremia 4, 4 Beschneidet euch dem HERRN und beseitigt die Vorhaut eurer Herzen, ihr Männer von Juda und ihr Einwohner von Jerusalem, damit mein Zorn nicht ausbreche wie ein Feuer, das niemand löschen kann, um eurer schlechten Handlungen willen!

Nun, wer wagte da, zu widersprechen?!! Deutlicher geht es nimmer.
Und der Hinweis darauf, daß es nicht um ein zu errichtendes materielles Reich Gottes, schon wieder!!! mal, geht, sondern
um ein geistiges, seelisches Reich Gottes, welches hienieden
auf Erden schon in uns selber!!! im Herzen, im eigenen nämlich,
begründet und sogar begonnen werden soll, kann und wird, der
ist dadurch für jeden Gutwilligen sicher nachvollziehbar.

Das aber bedeutet ein Ende für alle Vordenker, Stellvertreter Gottes, oder Gelehrte, die Gottes Wort auslegen. Gott Selber geht es darum, daß jeder, auch der schlichteste Mensch in seinem eigenen Herzen Zugang zu Ihm, zu Gott, erhält, erwirbt und ausbaut. Wobei Er dem armen Seelchen kräftig hilft. Den von sich aus sich Weise dünkenden - denen braucht Er ja nicht zu helfen, denn die helfen sich bekanntlich selber! Die brauchen Ihn gar nicht. Und so sind die Armen letztendlich eben doch oft genug die geistlich Reicheren, trotz weniger gewandter Ausdrucksweise und völlig ungeschulter Rhetorik und weltlicher Belesenheit.
Und genau das ist auch Sein, Gottes, geistiger, geistlicher, seelischer Sinn. Wie übrigens in der Bibel eindeutig herauslesbar, wenn man sie auf diesen, vielleicht bisher unbekannten, Aspekt hin untersucht. Voraussetzung ist halt nur: ein offener, gottesfürchtiger und dabei zugleich!!! demütiger Geist. Ohne Demut vor Gott keinerlei geistige Erkenntnis!

Und in diesem Falle… Warum kommt eigentlich keiner der
ganzen Bibelkundigen auf die naheliegende Idee, daß wir
eventuell gar nicht alles, was er uns sagt begreifen und
verstehen können? Er ist schließlich unfaßbar groß und der
Mensch im Vergleich dazu unfaßbar klein. Und eventuell kam es
dabei damals schon zu Mißverständnissen, denn die Bibel wurde
ja wohl von Menschen geschrieben.

Er ist tatsächlich unfaßbar!!! groß. Aber Er läßt den Seinen, also allen!!! Menschen, die sich wirklich um Ihn bemühen, egal ob IQ von 84 oder von 160, die rechte Erkenntnis Gottes zufallen, quasi per ZUFALL. Und somit werden auch dem Schlichten Gleichnisse Gottes verstehbar, ohne daß er je Exegese oder sonstige Studien oder Klausuren betrieben hätte, allein aus der Gnade Gottes, der den Seinen Zufall-ig das jeweils Rechte zufallen läßt. Und andere ackern und ackern - und begreifen es nie - quasi eine versiegelt gebliebene Geheimbotschaft, deren Vorhandensein sie wohl erahnen, aber nicht deuten können. Weil ihnen eben die rechte!!! Gnade dazu fehlt. Ohne Verbindung mit dem Ewigen, mit Gott, unsrem gemeinsamen Vater also - keine Inspiration. Außer der bekannten, der vom Lichtbringer her …

Ich denke mal, die ganzen Kleingläubigen, die stur am
geschriebenen Wort hängen, weil sie sonst nicht wissen, was
sie glauben sollen, sehen das viel zu eng. Er ist nämlich viel
größer und allumfassender.

Gernot Geyer

Lieber Gernot, hast Recht damit. Nur, leider werden diese Kleingläubigen nicht von den Anderen aufgeklärt, belehrt, geschult und an die Hand genommen, je nach Sichtweise!!!,
sondern nur über sie gelästert, sie verächtlich gemacht,
oder sie werden be-nutzt, zum Melken, zum Abzocken und

  • und das vor allem - um über sie zu herrschen und sie
    zu beherrschen. Ängste ihnen machend. Ablässe verkaufend.
    Vordenker inthronisierend. Widerlich. Und das in vielen
    Religionen, weltweit. - Das ist nicht Gottes!
    Aber, Er läßt auch das zu, weil Er uns die Freiheit läßt.
    Und uns weiter sehen könnenden Menschen die Verantwortung
    dafür, den um Hilfe bittenden - den Weg zur Erlösung aufzu-
    zeigen, zu benennen - und Hilfe zur Selbsthilfe zu geben.

Wer diese nicht will - bitte schön, der hat was besseres!

Wenn dem aber irgendwann mal sein BESSERES doch zu öde werden
sollte, zu eingleisig, zu schmalspurig, zu wenig gnadenhaft oder
barmherzig - und wenn der weiterfragen sollte.
Dann sollte unsere Hand da sein. Jederzeit. Aber nur dann.
Denn von Aufdrängen - von Aufdrängen hat Gott nie gesprochen.
Was nicht von innen, vom Seelischen her kommt, ist sowieso
noch nicht das Rechte. Also ist Zeit erforderlich, viel Zeit.

Dein Norbert.

Übrigens: Gott lebt, wirkt, bewirkt - auch in diesem Brett hier …

Zukunft ist vorherbestimmt und auch nicht zugleich
Lieber Gernot,

Deine Antwort trifft genau den Punkt und ist der Wahrheit am nächsten.

Falls es ihn überhaupt gibt, ist er allwissend. Und dann kennt
er auch die Zukunft. Ob er sie uns verrät, ist eine andere
Frage.

Gott kennt unsere Zukunft. Sowohl total! Als auch individuell.
Aber: Gott sieht in Sich selber viele Zukunfte von uns, je nachdem wir uns jeweils entscheiden. Und das ist Gottes Freude auch dabei! Deswegen verbirgt Gott in Seiner Zukunftssehe manchmal Seine göttliche Zukunftsgesamtsehe in Sich Selber - um der völligen Freiheit des Menschleins, die Er ihm gewährt und zugesichert hat, Platz zu geben. Dabei greift er aber durch Gestaltung von Imponderabilien, Zufällen und Begegnungen ab und zu an Schlüsselstellen dennoch in den individuellen Ablauf ein, um wiederum frei!!! entscheiden zu lassen, wie es weitergehen soll. Gott macht an dieser neuen freien Entscheidung seines Geschöpfes Mensch fest, welche neuen individuellen Zufälle künftig notwendig werden könnten, um ihm, dem zu ziehenden, zu erziehenden Mensch hin zu Seiner Ewigkeit, doch in Richtung Seines Status, nämlich göttlichen Status, hin zu führen.
Wer das nicht will, wer sich verweigert - das wird, da zugesagt, von Gott aus auch respektiert. Er hat ja alle Zeit der Welt. Wir, die Geschöpfe eben nicht. Manche brauchen immer etwas länger. (Zu der Sorte Mensch gehöre ich selbstverfreilich auch, die etwas sehr viel länger brauchen, bis der Groschen gefallen ist. Nu, und jetzt stiefele ich im Galopp hinterher - und werde es auch schaffen, wie Er mich hat bereits wissen lassen. Soviel zu Zukunft und determinierter Zukunft!)

Dein Norbert.

Lieber Raimund Brendle,

in Antwort auf den armen, steinigungsbereiten, Markus schreibst Du u.a.:

Doch Gott

passieren so unendlich viele Fehler, dass er kein gott sein
kann. Sodom und Gomorra hätten nicht sein müssen. Stell Dir
diese vielen Toten vor. Wenn er die Zukunft kennt, dann sah er
belustigt zu, wie tausende ins Unglück sich stürzten und
verbrannten. Schöner Gott der Liebe!

Diese Fragen habe ich selber natürlich ähnlich auch an Gott gestellt. Und als Antwort fielen mir von Ihm entsprechende Texte zu. Er, Gott, läßt uns die volle Freiheit! Auch dazu, Mist zu bauen, Unfug anzustellen, Sodom und Gomorra staatlicherseits zu installieren, wie jetzt in der BRD vorbereitet wird. (Wann wird es gar zur Pflicht? - Kleiner Scherz zwischendurch.)
Er kennt die Zukunft, hat Warnungen losgeschickt, nicht nur die zwei Engel, sondern viel mehr Warnungen. Und insfern dienen die Katastrophen à la Sodom und Gomorra zur Erbauung, besser: zur Unterrichtung und zum Nachdenken anderer Geschöpfe Gottes.
Die einen denken nach, und bekehren sich von ihren Irrtümern. Die anderen werden wild und schlagen in ihrem versteiften! Wahn dazu nur noch um sich. Die Seinen, die weiß der Herr, unser aller Gott, schon damals sicher zu beschützen. Wer aber ein verschmitztes, blinzelndes, trübes Auge zu den von Gott nicht gern gesehenen Dingen zurückwirft, Lot läßt grüßen!, der kriegt halt seine Quittung dafür.

Gott ist nicht bloß gerecht, Er ist vor allem auch voller Erbarmung den Seinen gegenüber - vorausgesetzt, daß sich Seine Mischpoke auch an Ihn und Seine Vorgaben hält. Das geht aus der gesamten Bibel hervor. Vom AT bis zum NT, letzte Seite. Lückenlos. Gnade, Barmherzigkeit und Erlösung - sind göttliche Werte, und das scheinbar verlorene Leben, das ist und bleibt auch im Tod in Gottes Hand. Und Er allein - Er hat auch für die Toten Seine Wohlgeweisten Wege. - Sonst wäre Er nicht Gott. Nicht weise. Nicht barmherzig. Und schon gar nicht voller Liebe und Einfühlsamkeit, nicht zuletzt deswegen, weil Er selber ja aus freien Stücken diesen Weg selber gegangen ist - um uns alle von der Sünde dadurch zu erlösen, wenn wir das denn annehmen.
Dein Norbert.

PS
Der von Dir erwähnte mehrfach stark Behinderte Hawkins hat leider die Gottformel immer noch nicht rausgetüftelt.
Hier aber ist sie - in vier oder in drei Buchstaben: G, O, T, T oder eben G, O, D.

Daraus setzt sich die gesamte Schöpfung zusammen, ähnlich wie bei der DNS die 4 Lebensbausteine, die materielles-dingliches Leben ermöglichen.

Ein sehr sinnloses Unterfangen, diese Frage ausgerechnet hier zu posten… das Philosophie-Brett wäre besser geeignet gewesen! Denn Eines ist klar: die Gläubigen antworten dir mit „Ja“ und die Zweifler mit „Nein“.
Jemanden von seiner religiösen Meinung abzubringen ist wohl sehr schwierig, weil sich niemand gerne eingesteht, dass er sich geirrt hat!
Ich würde gerne sagen können: Das ist „wahr“ und das ist „falsch“… aber das kann ich nicht; und ihr werdet das sicher auch nicht können!
Grundsätzlich will ich die Existenz eines höheren Wesens (Gott) nicht bestreiten, aber ich bin mir nicht sicher; und ich bin mir auch nicht sicher, ob dieses Wesen, falls es existiert, auch wirklich das verkörpert, was manche von euch so leidenschaftlich hier dargestellt haben!?
Tatsache ist, dass wir Menschen NICHTS wissen, gar nichts. Unser Glaube und damit unser Gottesbild basiert auf Vermutungen. Daran kann auch die Bibel nichts ändern, die so oft zitiert wird und die, jemand richtig angemerkt hat, auch nur von Menschen stammt. Letztlich gibt es auch noch andere Werke, die den selben Anspruch erheben, nämlich von Gott zu sein.
Jemand hat ganz nett geschrieben, dass Gott unser aller Gott (Vater) sein möchte… (diese Spruch stammt nicht von Gott, sondern angeblich von Jesus, soweit ich weiss)… wenn das stimmt und wir diesen „Willen Gottes“ sogar schon erkannt haben, warum schaffen wir es dann nicht, in einen Dialog einzutreten mit anderen Menschen/Religionen… warum wird immer noch der Anspruch erhoben: „Ich habe den richtigen Glauben, weil … und du nicht! Du verlorenes Schaf!“
Ist das etwa auch im Sinne eines Gottes?
An Gott soll keine Kritik geübt werden, aber an den Menschen, die in seinem Namen glauben und meinen, sie wüßten seine wahren Absichten… ich finde das anmaßend!
Und ich finde es beschämend, dass Menschen nach ihrem Glauben oder Nicht-Glauben abgeurteilt werden… nur weil jemand nicht an diesen bestimmten Gott glaube, heißt das zugleich, dass er ein schlechter Mensch ist???
Es gibt scharze (böse) Schafe auch unter den Gläubigen… und sonst überall auf der Welt, oder nicht?
Und wenn manch christlich Gläubiger das nächste Mal die Bibel in die Hand nimmt, dann soll er daran denken, dass die Geschichten, die dort festgehalten sind, sich auf einen jüdischen Hintergrund beziehen und nur bedingt mit dem Christentum in Zusammenhang stehen… statt also mit Bibelzitaten um sich zu werfen, die durch zahlreiche Übersetzungen oft verfälscht wurden, wäre es sinnvoller mal in sich zu gehen, um Gott (oder was auch immer) dort suchen, wo er sich am wahrscheinlichsten aufhalten wird: im eigenen Herzen!
Das sollte auch für alle anders Religiösen gelten!

Liebe Grüße,
Cesmy

Hallo! Ich möchte mich auch mal in die Diskussion einmischen.

Vorab: Am hilfreichsten finde ich die Bemerkung von Gernot:

„Warum kommt eigentlich keiner der ganzen Bibelkundigen auf die naheliegende Idee, daß wir eventuell gar nicht alles, was er uns sagt begreifen und verstehen können? Er ist schließlich unfaßbar groß und der Mensch im Vergleich dazu unfaßbar klein.“

Im übrigen möchte ich an Raimunds Erwähnung von Hawkings Parallelwelten anknüpfen.

Ich lese gerade das Buch „Die Physik der Unsterblichkeit“ von Frank J. Tipler. (Hat es vielleicht jemand gelesen und möchte einen Kommentar dazu abgeben? Ist für Physiker geeignet)

Ich stimme nicht mit allem, was dort steht, überein, aber es sind einige interessante Gedankenansätze drin.
Z.B. die Sache mit den Parallelwelten.
Nach einer Interpretationsmöglichkeit der Quantentheorie (die wohl auch Stephen Hawking vertritt) wird jeder mögliche Einzelzustand der Gesamtwellenfunktion in einer parallelen Welt realisiert. D.h. jede logisch mögliche Welt existiert. Und nach Tipler laufen alle auf einen bestimmten Punkt am Ende der Zeit - er nennt ihn Omegapunkt und identifiziert ihn mit Gott - zu.
Dieser Punkt bestimmt rückwärts - als Randbedingung - auch die Ereignisse (in allen Welten) vor ihm und ist insofern auch in den Zeiten vor ihm enthalten.

Nach Tipler löst sich dann der Widerspruch zwischen Allwissenheit und freiem Willen in folgender Weise:
Jedes mögliche Ereignis ist sozusagen eine Untermenge von Gott und daher ihm bekannt. Andererseits besteht für den Einzelfall die Möglichkeit, unter verschiedenen Zuständen zu wählen (in eine andere Welt zu wechseln).
Außerdem kann man Gott nicht für das Böse in der Welt verantwortlich machen, weil er „nichts dafür kann“, dass auch das Böse logisch möglich ist und auch Gott der Logik unterworfen ist (was kein Widerspruch ist).

Soweit Tipler. Ich wollte es einfach mal zur Diskussion stellen.

Klio.

kurz: eine gute Erklärung! o.T.

Schon mal die Offenbarung gelesen?

ehm nein!

So jetzt seid ihr wieder dran, ich weiß ihr werde mich jetzt
fertig machen wollen, ja sogar steinigen wenn ihr könntet.

wer ihr?

P.S. Der Glauben ist frei

die frage nach der allwissenheit gottes ist eine philosophische und keine glaubensfrage.

unscharfe zukunft

Gott kennt unsere Zukunft. Sowohl total! Als auch individuell.
Aber: Gott sieht in Sich selber viele Zukunfte von uns, je
nachdem wir uns jeweils entscheiden.

genau richtig! der physiker nennt das unschaerfe.

dass ich dir einmal zustimme, haette ich nicht gedacht, norbert!

nebenbei…

ich glaube, das es die
Pflicht eines Christen ist, zumindest den „Andersdenckenden“
auf die Worte der Schrift hinzuweisen.

ich glaube, es ist die pflicht jedes menschen, einen andersdenkenden in frieden zu lassen, ausser er bedroht einen.

Hallo

Mit den normalen Vorstellungen erscheint es tatsächlich so als würde entweder die Allwissenheit Gottes gelten oder der freie Wille des Menschen nicht möglich sein.

Glücklicherweise kommt einem hier die moderne Naturwissenschaft zur Hilfe, so daß es möglich ist, daß Gott - in einem gewissen Sinn - allwissend ist und damit Gott ist und gleichzeitig der Mensch die volle Freiheit über sein Leben behält.

Auf der elementarsten Ebene ist das Universum nämlich vom Zufall beherrscht, das heisst daß zwar Reaktionen und Möglichkeiten eingrenzbar sind, aber es kann immer nur mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit gesagt werden, was nun tatsächlich eintrifft. In diesem Sinn ist Gott allwissend, denn er kann die Wahrscheinlichkeitsentwicklung des gesamten Universums bis ins letzte Detail übersehen, welche Entscheidung aber einzelne Elementarteilchen oder Menschen in einer konkreten Situation nun tatsächlich treffen, hängt von den einzelnen Menschen - oder auch mal von Gott - ab. (Ein eigenes Thema: Ich persönlich würde sogar so weit gehen zu sagen, daß die Ursache des Zufalls ist, daß Gott sich im Detail einfach nicht festgelegt hat, wohl aber in den groben Zügen. Das Ergebnis nennen wir Naturgesetze)

In der Bibel kommt dieses Modell tatsächlich auch vor. In Mt 24, 26 sagt Jesus zum Verrat von Jesus: „Der Menschensohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht, doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird“ Übersetzt heisst dies, daß zwar feststand, daß Jesus verraten und an das kreuz geschlagen würde, es stand aber nicht fest, wer ihn letztlich verraten würde. In diesem Sinne war alles vorherbestimmt und doch hatten die Beteiligten - insbesondere Judas - die volle Entscheidungsfreiheit.

Gruß
Thomas

Falls es ihn überhaupt gibt, ist er allwissend. Und dann kennt
er auch die Zukunft.

das hiesse, dass das universum, das er geschaffen hat,
deterministisch wie ein uhrwerk ist. alles stuende beim urknall
fest, inklusive der suenden und guten taten, die seine geschoepfe
tun. wozu dann der ganze gebotsquatsch und die belohnung mit dem
ewigen leben?

Außerdem kannst Du Gott nicht wissenschaftlich kommen. Denn
wenn er alles geschaffen hat, dann hat er auch die
wissenschaftlichen Regeln erfunden und ist ihnen auch nicht
unterworfen.

aber der logik ist er unterworfen. du kannst keine unlogischen
dinge von gott verlangen.

aber der logik ist er unterworfen. du kannst keine unlogischen
dinge von gott verlangen.

Oh doch, das kann ich. Sein Wille ist unergründlich oder so… Woher willst Du denn wissen, daß unsere Logik das Gelbe vom Ei ist? Indem Du sie mit ihr selber begründest? Das wäre dann wirklich unlogisch. Also kannst Du auch nicht behaupten, daß unsere Logik immer und überall gelten muß.

Gott ist (immer angenommen es gibt ihn) viel größer, als wir uns vorstellen können. Den kannst Du nicht mit Logik begreifen und seine Handlungen vorherahnen geht schon gar nicht.

Gernot Geyer