Hallo!
Das ist alles Käse, v.a. die Industrie will mit Strom versorgt
werden und die können nciht einfach mal das Licht ausmachen
oder das Rad nehmen.
Ich sagte ja auch nur, daß man zunächst bei sich selber
anfangen sollte.
Dieser Effekt wäre recht gering.
Bei mir z.B. gibt es kaum Potential zum Stromsparen. Zumeist Energiesparlampen, das Licht wird beiu Verlassen des Raumes ausgemacht, stromsparende, moderne Geräte werden eingesetzt, u.s.w.
So handeln auch die meisten leute, die ich kenne.
Das Problem ist die Indutrie und die Infrastruktur (Straßenbeleuchtung u.s.w.) Hier kann auch nur bedingt gespart werden.
Somit ist es einfach Unfug zu behaupten, man können alle AKWs abschalten und den bedarf durch alternative Energien decken.
Der Bedarf wied dann eben durch AKWs im Ausland gedeckt.
Ja, einverstanden. Damit decken wir dann 15-20% des Bedarfes.
Und der Rest kommt aus der Steckdose…?
Mathias, in 100 Jahren gibt es weder Erdöl, noch Kohle, noch
Uran - wir werden also wohl oder übel in einem absehbaren
Zeitraum unseren Bedarf regenerativ decken müssen. Volle 100%!
Das ist unwahr.
Uran wird es auch in 200 Jahren noch geben, es sind bei weitem noch nicht alle Vorräte entdeckt.
Erdöl zu verheizen, das man dringend für die Kunststoffproduktion braucht, ist zwar dumm, aber eben üblich. Kohl kann man ja von mir aus nutzen, solange noch welche vorhanden ist.
Generell wird sich die moderne Industriegesellschaft an einen steigenden anzahl von AKWs an der Stromerzeugung gewöhnen müssen.
Was dann nach dem Uran kommt, werden die Leute sehen, die dann leben.
So ist das eben.
Aktuell wird in der Umwelttechnologie noch zu wenig getan, die aktuellen Vorstöße wie das EON-Gezeitenkraftwerk (nette Imagewerbung, wann kommt die Strompreiserhöhung…?) können nur wenige Prozent des Bedarfs decken.
Das ist Fakt, auch wenn ich selbst natürlich auch lieber ausschließlich H2O KWs sehen würde.
Wenn sie in ein paar Jahren mit CO2 Ansorptionsanlagen
ausgestattet werden schon. Siehe hierzu CASTOR Projekt der EU
(CO2 Capture and Storage).
Was passiert mit den Filtern?
Wieviel wird wirklich gefiltert?
Nix Filter! Selektive Absorption in ein Lösemittel, Desorption
und Verbringung in ehemalige Erdgaslagerstätten. Macht die KWh
ca. 20% teurer.
Dann doch lieber AKW…
Im Ernst: es will dann wohl niemand bezahlen.
Ich würde es tun, meine Stromrechnung merke ich überhaupt nicht.
Wo würdest Du denn bitte in Deutschland 20, 30 oder 50 neue
Reaktoren hinstellen?
Deutschland bräuchte m.W. 10 neue Reaktoren. Wir haben genug
Brachland im Osten und Norden dafür.
17 Reaktoren erzeugen im Augenblick 25% unseres Stroms. Was
erreichen wir durch 10 weitere Meiler?
Die Rechnung geht nicht auf, neue AKW liefern deutlich mehr Strom als alte.
Keineswegs. Skandinavien hat stapelweise Seen und Meer.
Wir haben 4% regenerative Energien. Das war´s. Du schreibst es
doch selbst.
Wo willst Du denn noch Wasserkraftwerke mit interessanter
Kapazität bauen?
Regenerative Quellen umfassen Solarenergie,
Oh ja. Mal die Gesamtumweltbilanz angesehen? Mal gehört, was Silizium ist?
Biomasse,
Potential?
Windkraft, Gezeiten, Geothermie und natürlich auch
Wasserkraft. Die Etablierung dieser Techniken kann natürlich
nicht unilateral erfolgen.
Wie hoch ist das gesamte Potential dieser Technologien auf, sagen wir, 20 Jahre gerechnet. Wieviel wirklich gesicherter Anteil am Strombedarf kann abgedeckt werden?
Warum bringst Du hier kein Konzept, welches zumindest mal 50%
des Bedrfes decken kann?
Glaubst Du, man spart sich in D auf 4% runter? Das kann nur
klappen, wenn die SED zusammen mit den Grünen an die Regierung
kommt…
Vielleicht sollte man einfach mal das Brett vorm Kopf
abschrauben. Dein Approach geht noch 20 Jahre gut, danach sind
wir im Arsch.
Mein Apporach ist somit etwas realistischer als der Deine, fürchte ich…
In den 80ern hiess es schon mal, dass in 20 Jahren alles zuende wäre. Und? Es gibt noch genug Öl für locker 50 Jahre, die Luft in Deutschland ist sauberer als damals.
Wir müssen uns damit abfinden, dass der Strombedarf steigt,
nicht fällt.
Korrekt!
Und?
Wo ist Dein Konzept?
Oder aber die Steuern auf Energie so massiv verteuern, dass
Industrie und Bevölkerung massiv sparen müssen. Die Industrie
wird dann abwandern, die Bevölkerung frieren.
Spätestens wenn die Primärquellen erlöschen wirst Du sehen
wohin uns diese Denke bringen wird. Dann kannst Du weiterhin
der Wirtschaft in den Allerwertesten kriechen, daß hilft dann
auch nicht mehr. Aber es ist offensichtlich so verdammt
wichtig noch 40, 50 Jahre Profit aus dieser kranken Scheiße
rauszuziehen und/oder sich den Zugang zu Energie mit
Waffengewalt zu sichern, dann gehts noch ein paar Jährchen
länger.
Was ist Deine Alternative?
Es ist leicht, laut herumzumosern.
Wo ist Dein Konzept?
Und was ist Dein Konzept für danach? Wenn es kein Uran mehr
gibt und wir alles Öl und Gas dieser Erde verfeuert haben um
uns die Ärsche zu wärmen? Dann beissen wir getrost ins Gras
und überlassen alles folgende unseren Enkeln.
Es ist für mich im Nebel, was in 200 Jahren nach unserer heutigen Prognmose passiert. Es war ja noch nicht einmal vor 20 Jahren, als bereits das High-Tech Zeitalter angebrochen war, möglich, eine vernünftige Prognose für 15-20 Jahre zu stellen.
Ich selbst habe kein Konzept für die Energieversorgung in 200 Jahren.
Ich weiß nur, dass wir die Zeit, bis die ganze Welt mit Solarzellen und H2o KWs versorgt werden kann, mit AKWs überbrücken werden. Entweder mit sicheren Meilern, die wir selbst betreiben, oder mit vorgeschobenem Öko-Aktivismus und AKWs, die andere betrieben und auf deren Sicherheit wir keinen Einfluß haben. Das ist Fakt.
Somit ist die aktuelle deutsche Energiepolitik solange unsinnig, wie Deutschland nicht signifikanten EInfluß auf die Stromerzeugung in (zumindest) allen Industrieländern ausüben kann.
Grüße,
Mathias