Hallo!
Vor einem Jahr wurde mir wegen Brustkrebs der Wächter und ein paar Lymphdrüsen entfernt, die aber nicht befallen waren, also intakt. Deshalb wurde mir empfohlen keine Blutanalyse auf dem Arm machen zu lassen. Meine Frage: Wie lange muss man sich daran halten? Ich habe nämlich Schwierigkeiten mit dem Handgelenk (Sprunggelenk) und möchte fragen, ob man das operieren darf, oder nicht?
Vielen Dank für ihre Antwort!
Hallo,
ich kenne mich zwar mit Brustkrebs aus, aber dort hört mein Wissen auf. Hoffentlich können Dir andere helfen.
Gute Besserung,
Ivo.
Hallo,
erst mal gut, dass die Lymphknoten nicht befallen waren!
Zu der Frage: Sie ist sehr speziell und ich bin dafür glaub ich nicht kompetent genug, aber ich versuchs:
Wenn die Lymphknoten entfernt wurden, ist der Lymphabfluss gestört, das heißt es kann zu einem Lymphödem des Armes kommen, das zwar nicht unbedingt lebensgefährlich ist, aber sehr sehr lästig.
Wenn an dem Arm manipuliert wird (z.Bsp. OP) steigt die Gefahr für ein Lymphödem (siehe Wikipedia: Lymphödem).
Ich würde mich in diesem Fall sowohl mit dem behandelnden Orthopäden, als auch einer guten, auf Lymphdrainagen (besonders nach Lymphknotenentfernung) spezialisierten Physiotherapeutin unterhalten.
Wie lange man sich daran halten muss: Meines Wissens nach wachsen entfernte Lymphknoten nicht nach, aber ich bin mir nicht sicher. Es werden nur andere Lymphwege verstärkt genutzt. Das hieße, dass man vielleicht etwas warten könnte (einige Jahre), aber einen Zeitpunkt gibt es sicher nicht.
Zusammenfassend, wenn die Schwierigkeiten am Handgelenk (das Sprunggelenk ist eigentlich am Fuß), sehr groß sind, würde ich mich eventuell 1 Jahr nach der Lymphknotenentfernung operieren lassen, aber von Anfang an, eventuell schon vor der OP eine geeignete Physiotherapeutin in die Behandlung mit einbeziehen. Es ist nur fraglich, wie die Krankenkasse mal wieder dazu steht
.
Alles Gute.
Eine Operation sollte problemlos möglich sein. Blutabnahmen nach der Entfernung von Lyphdrüsen sind normalerweise nur in den ersten Wochen nach der Operation nicht zu empfehlen.
Wenden Sie sich aber auf jeden Fall an Ihren behandelnden Arzt und besprechen Sie die Situation noch einmal mit ihm.
vielen Dank für die schnelle Antwort.
vielen Dank für die schnelle Antwort. .
Hallo, deine Frage solltest du möglichst vielen Ärzten stellen. Ich glaube, die Therapeuten in den Rehakliniken sind auf diese Dinge spezialisiert. Mir haben die Vorträge zu diesem Thema in der Rehaklinik in Masserberg (Thüringen) sehr viel gebracht. Ruf doch einfach mal dort oder in anderen onkologischen Kliniken an und frag dich durch. Da kannst du bestimmt einiges erfahren.
Bei meinem Hausarzt muss ich so etwas nicht fragen, denn dort habe ich den Eindruck, dass er die Lymphdrüsen nicht wirklich ernst nimmt. Also, bei mir wurde vor 8 Jahren die Brust entfernt und sämtliche Lymphknoten auf dieser Seite. Sie waren auch nicht befallen. Glücklicherweise habe ich in all den Jahren keinerlei Probleme durch die fehlenden Lymphdrüsen bekommen. Ich weiß aber, dass wir davor nie sicher sein werden. Seit der Krebs-OP lasse ich mich auf der betroffenen Seite nicht mehr pieksen, also keine Impfungen, keine Blutabnahme und auch kein Messen des Blutdrucks. Zu einer OP am Sprunggelenk (bzw. an dem Arm) kann ich aus eigener Erfahrung nichts sagen. Ich denke, wenn das Sprunggelenk operiert werden *muss* , weil du z. B. Dinge einfach ungewollt fallen lässt (bei meiner Tochter war das so), *muss* operiert werden.
Ich kenne eine Frau (auch Brustkrebspatientin), die sich bei einem Sturz mit dem Fahrrad einen komplizierten Armbruch zuzog. Sie musste mehrmals operiert werden und die Knochen wurden sogar verschraubt. Sie hatte Glück, es staute sich nichts. Aber jeder Körper reagiert anders…
Viel Glück bei deinen Recherchen und natürlich auch für die eventuelle OP!
lg B.
Herzlich gerne. Ist der Brustkrebs bei Ihnen denn nun besiegt?
Ja nach einem Jahr war die Mammographie und Ultraschall in Ordnung, hoffen wir, dass es so bleibt!
vielen Dank für die ausführliche Antwort, wenn die op nicht unbedingt sein muss, versuche ich es noch auszuhalten, im Moment nur nachts Schmerzen und Bewegungsschwierigkeiten in der Hand!
vielen Dank für die schnelle Antwort
Hallo,
mir wurde auch wegen Brustkrebs der Wächter und 7 Lymphknoten entfernt, aber den Tipp, an diesem Arm keine Blutanalyse mehr machen zu lassen habe ich weder vom operierenden Chirurgen, noch vom Brustzentrum oder vom Onkologen, noch von der Gynäkologin, der Pysiotherapeutin, dem Strahlungs-Doc erhalten- und ich war eine aufmerksame, ständig bohrend-nachfragende Patientin.
Sicher, dass das mit der Entfernung einiger Lymphknoten in Zusammenhang stehen soll?
Ich würde nochmal dort nachfragen, wo dieser für mich unlogische Tipp herkam. Denn meiner Meinung nach stellt eine Entfernung einiger Lymphknoten keine Veränderung des Blutbilds dar oder eine Belastung für den operierten Bereich.
Hallo Vicky,
wenn Lymphknoten entfernt wurden, dann ist das eigentliche Problem der Lymphabfluss. Die Lymphbahnen sind teilweise zerstört (bei einer mehr - bei anderen weniger), deshalb haben auch einige Frauen kein, ein leichtes oder schwere Lymphödeme in den Bereichen. Andere Lymphbahnen übernehmen den Part dann… oder leider auch nicht. Viele müssen auch zeitlebens einen Armstrumpf tragen oder/und zur Lymphdrainage gehen. Ob Du das nun auch hast, weiss ich nicht. Auf jeden Fall kann durch Blutdruck messen, Blutabnahme oder kleinste Verletzungen ein Lymphödem entstehen, weil das System dort „zusammenbricht“. Das kann keiner voraussagen.
Du solltest auf jeden Fall mit Deinem Brust-Operateur oder Deinem Gynäkologen sprechen, bevor Du diesen Schritt wagst. Ein reiner Chirurg oder Orthopäde ist meiner Meinung nicht der richtige Ansprechpartner in der Frage ob/oder wann operiert werden kann.
Alles Liebe
Mona
Vielen Dank für deine Antwort!
Habe bis jetzt nur mit Orthopäd gesprochen!
Hallo!
Doch, da bin ich mir ganz sicher, siehe meine anderen Antworten, die ich bekommen habe
mfG
Hallo Vicky,
generell hat eine Operation am Handgelenk nichts mit den Lympfdrüsen zu tun, ist also möglich. Das mit der Blutannalyse an (diesem!) Arm ist nur eine Empfehlung, sonst nichts.
Was ich allerdings nicht verstehe ist, warum du sagst, der Wächter + „einige“ Lympfdrüsen seien entfernt worden. Wenn der Wächter nach klinischer Untersuchung (nicht auf Sicht bei der OP) NEGATIV war, müssen keine Lympfdrüsen entfernt werden. Wenn der Wächter aber positiv war, müssen alle entfernt werden, nicht „ein paar“. Ich hoffe, ich habe da etwas falsch verstanden… Die Chemo hast du doch abgeschlosen oder? Sonst geht das mit der Handgelenk-OP logischerweise noch nicht… Du kannst dich gerne an mich persönlich wenden, meine mail ist [email protected]
Vielen Dank für deine Antwort. Bist du Arzt? Also bei mir wurde im voraus gesagt, dass man den Wächter und einige Lymphdrüsen entfernen würde und danach wurde kontrolliert?!?! Chemo war nicht nötig!
Hallo, nein ich bin kein Arzt, aber nach einem Todesfall nach Brustkrebs in meiner Familie wurde bei meiner Frau wurde 3 Jahren Brustkrebs festgestellt und seitdem beschäftige ich mich mit nichts anderem. Ich kann dir sagen, dass nichts falscher ist, als sich in diesem Punkt auf einen „Hausarzt“ zu verlassen. Krebs-Therapien werden üblicherweise nach internationalen Richtlinien standardgemäss durchgeführt, deren Verzicht auf Handlungsspielraum für den behandelnden Arzt (mit Absicht) die Verantwortung für den Arzt enthebeln. Im Fall von Brustkrebs sind es die „Basel-Richtlinien“, die jeder Arzt befolgt, wenn du dich nicht selbst um die Sache bemühst. Wenn du dich richtig schlau machst (auf wissentschaftlichem Niveau, NICHT im Internet-Forum), wirst du sehen, dass die Richtlinien zwar nicht „falsch“ sind, aber immer 2 Jahre veraltet und fast nie die „im Einzelfall BESTmögliche Behandlung“ ist. Bei meiner Frau z.B. wusste ein angeblicher Brustkrebs-Spezialist einer Privatklinik in Barcelona nichts davon, dass (ganz in der Nähe) eine Studie eines neuen sehr guten Medikaments durchgeführt wurde, bei dem sie teilnehmen konnte und ihre Heilungs-Chancen verbessern konnte.
Um es abzukürzen und dich nicht zu langsweilen: Ob eine moderne Chemo-Therapie bei Nicht-Befall des Wächters „nicht nötig“ ist, kann nur dann vertretbar sein, wenn du z.B. (was ich nicht weiss) älter als 55 bist UND dein Tumor UNTER 2cm Durchmesser hatte UND er den „Grad 1“ aufwies (Grad geht von 1-3, wobei Grad die Teilgeschwindigkeit, also Gefährlichkeit der Vermehrung bedeutet). Ich nehme fast an, man hat die nicht richtig erklÄrt, dass VOR Entfernung deines Tumors, dieser Krebszellen über den ganzen Körper verteilt hat, zwar vernehmlich über Lympfdrüsen (in deinem Fall negativ), aber eben auch über das Blut. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese irgendwann Metastasen bilden könnten (bis zu 10 Jahren), kann zwar je nach deinem Alter, Grad und anderen Faktoren bei ca 10% liegen, dieses Risiko würde aber durch eine Chemotherapie auf ca 6% gesenkt. Dieses einfach auszuschliessen nach dem Motto „nicht nötig“ wäre in Augen vieler Spezialisten nur dann vertretbar, wenn du z.B. andere gesundheitliche Probleme hättest, die eine Chemotherapie unvertretbar machten.
Also ohne dich beunruhigen zu wollen (deine Heilungs-Chancen sind bei Nichtbefall des Wächters exzellent!), ich würde unbeding eine 2. Meinung einholen… Alles Gute (wenn du noch Fragen hast, kein Problem)
Hallo!
das trifft alles auf mich zu
älter als 55 bist UND dein Tumor UNTER 2cm Durchmesser hatte UND er den „Grad 1“ aufwies
Hatte noch mal Glück, bei der Mammographie, die von 2 ärzten kontrolliert wurde, hat der eine Arzt OK gesagt und der andere den Tumor festgestellt, war also noch wirklich im Anfangsstadium.
Danke für dein Bemühen und alles Gute!
OK, das sieht dann ganz anders aus… das Risiko einer Weiterentwicklung im Körper „umherwirrender“ schlafender Zellen ist dann in der Tat vernichtend gering und macht eine Chemo nicht angebracht. Entschuldige, wenn ich dich umsonst nervös gemacht habe. (In dem von mir erwähnten Fall in der Familie, meinte der bahandelnde Brustkrebs-Spezialist in Aachen auch, es sei keine Chemo nötig, da der Wächter -damals noch auf Sichtprobe!- negativ war. Zwei Jahre später verstarb die (40jährige) Frau an Leber-Methastasen)
Viel Glück weiterhin und alles Gute…