Ist Trinkgeld gerechtfertigt?

Tja, so ist das mit dem Glauben. Nur bist du da im Irrtum.

Dann ist es DEINE Fehlerkultur, die miserabel sind. Wobei interessant ist, dass du Kunden als „fremde Personen“ bezeichnest. Kunden sind die, die dir den Kühlschrank füllen und die deine Miete bezahlen. Das, was du ihnen verkaufst, egal ob Schnitzel oder Jeans, muss den Kunden gefallen, nicht dir. Wie du das tust, ebenso. Insofern ist es reichlich dämlich, die Ansicht zu vertreten, dass es scheißegal ist, was der Kunde denkt.

Sei dir sicher, dass die Unternehmen, die wirklich nach dem schauen, was der Kunde denkt, kurz- mittel- und langfristig besser aufgestellt sind. Diejenigen, die auf die Nase fallen, haben den Schritt sehr häufig ignoriert.

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Wahrscheinlich hast du Recht, meine Erfahrungen beruhen sich im privaten Umfeld und nicht in B2C

Doch. Lies die Überschrift. Genau darum geht es die ganze Zeit.

Warum? Auch daraus kannst du als Wirt lernen. Aber das war gar nicht das Thema.

Eben, dass die KI kein Hirn und keine Emotionen hat ist dir aber noch nicht aufgefallen?

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Reicht mir, dass es offensichtlich um Herdendenken geht.
Dann spiel nach den Regeln und Aus die Maus und jammer nicht hier rum darüber, dass Trinkgeld eigentlich doof sei.

Und wir reden hier nicht von

denn wenn es dort wirklich eine Beleidigung ist, wird es ja kaum von Herzen gegeben werden können.
:woman_shrugging:

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Die KI ist strunzdumm … Und es wäre mir peinlich mich nach den Empfehlungen einer strunzdummen KI zu richten (ich richte mich ja auch nicht nach den Empfehlungen strunzdummer Menschen :woman_shrugging:t3:)

Wenn der Service super war und ich es mir leisten kann, gibt es auch mal deutlich mehr als 10% - war er schlecht, gibt es keinen einzigen Cent :woman_shrugging:t3:

Außerdem gebe ich quer durchs Gemüsebeet Trinkgeld bzw runde großzügig auf, wenn sich jemand besonders Mühe gegeben hat oder besonders freundlich/hilfsbereit war - völlig egal ob an der Tanke, an der Supermarktkasse, auf den Gemüsemarkt, in der Autowerkstatt. Unsere Paketboten bekommen das ganze Jahr über mal etwas. Alle Handwerker, die bei uns arbeiten müssen, bekommen etwas (unsere Elektriker für die PV Anlage und die Maler fürs ganze Haus haben jeden zweiten Tag von uns Pizza, Yufka, etc zu Mittag bekommen und Kaffee & Antialkoholische Getränke standen eh immer da)

Ich entscheide, was mit meinem Geld passiert, wer es bekommt und wieviel - da interessieren mich anderer Leute Meinungen null und die KI schon gar nicht :woman_shrugging:t3:

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Nein, das ist nicht so. Wenn du anders aggierst als viele deiner Gruppe, kann das durchaus auch zu Anerkennung führen.
Außerdem sind gerade die Menschen in Deutschland extrem verschieden. Man suche such eine Gruppe, die nicht aus ängstlichen Herdentieren besteht.

Für mich fängt das Menschsein da an, wo man nach seinem Gewissen handelt, auch wenn es nicht ganz leicht ist. Das sind Menschen, die ich bewundere. Alles davor sind nur hohle Puppen.

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Immer wieder interessant zu lesen, wenn die Antworten einem nicht passen wie gegen KI geredet wird. Millionen nutzen es, auch für komplexe Aufgaben wie im Job. KI ist die Zukunft da wird die nächste Zeit Billionen (!!!) investiert, aber wehe passt die Antwort einem nicht :smile:

Die Gruppe ist dein Unternehmen wo du arbeitest, deine Sportverein, deine Familie - kannst du das ohne Probleme wechseln?

Bei Entscheidungen, die nicht auf Statistik beruhen, sondern auf einer Gefühlsentscheidung, die in einem komplexen Gesamtzusammenhang aus Umgebungsvariablen (Sympathie, Erfahrungswerte, finanzieller Status, Wetter, Räumlichkeiten, etc) beruhen, ist die KI völlig ungeeignet als Entscheidungshilfe.

Zumal KI nicht selten völligen Unsinn behauptet, wie ich bei fachlichen Themen schon oft festgestellt habe. Man kann sie als Formulierungshilfe nutzen oder als GrammatikCheck.

Es ist eine Ansammlung von viel, viel Wissen und statistischen Daten, ABER sie macht auch eine Menge Müll daraus, weil sie häufig Verknüpfungen erstellt, die nicht existieren

Ohne eigenes Wissen und ohne Korrektur wird der ungeprüft übernommen, weswegen der Unsinn immer mehr wird, je mehr ahnungslose Menschen, die nichtmal einen sinnvollen Quote formulieren können, die KI nutzen :woman_shrugging:t3:

Trinkgeld ja/nein ist eine der Fragen, die so eine KI nicht sinnvoll beantworten kann - und jemand der weiß wie KI funktioniert, weiss das auch. Sie wird einfach irgendeinen statistischen Durchschnittswert vorschlagen - der in der aktuellen Situation aber häufig völliger Quatsch ist :woman_shrugging:t3:

Dass du das nicht verstehst ist allerdings dein persönliches Problem

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KI erzählt halt auch viel Mist und je billiger die KI genutzt werden kann, desto wahrscheinlich wird das mit dem Mist auch. Ich habe unsere bezahlte KI gestern ein VBA-Script schreiben lassen. Selbst die 14. Fassung war noch fehlerhaft (wobei man fairerweise sagen muss, dass es immer andere Fehler waren und wir es im Debugging-Editor fast bis zum Ende des Script geschafft hätten).

ja, aber sowas simples wieviel Trinkgeld Kellner verdienen wird KI keine Probleme haben.
Oder dann müsste man ganzen Internet nicht vertrauen :slight_smile:

Warum ist durchnittlicher Wert in aktuellen Situation Quatsch?
Ich wollte genau den durchnittlicher Wert haben - womit sollte ich sonst besser arbeiten? (klar gibt es exremitäten nach oben und nach unten, wie überall)

Weil du nichts verstanden hast :woman_shrugging:t3: aber noch einfacher kann ich es nicht ausdrücken.

Ich wollte genau den durchnittlicher Wert haben - womit sollte ich sonst besser arbeiten

Ich habe nur rudimentär Ahnung von Statistik - aber mir würde da ganz viel einfallen, womit du besser arbeiten könntest.

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und damit liegst Du exakt richtig: „ganzen Internet“ ist auch keine vertrauenswürdige Quelle.

Man kann dort aber vertrauenswürdige Quellen finden. Für die Beurteilung einer Quelle gelten dabei immer die selben Regeln, egal ob sie auf Papier gedruckt, auf Pergament gemalt, in Stein gehauen, auf Vinyl gepresst oder online veröffentlicht ist.

Solche Plappermaschinen wie Tschättschi-Pitie sammeln irrsinnig schnell Egalwas, ohne beurteilen zu können, was sie da haben und was sie damit tun. Dabei darf schon auch mal der Name eines Autors oder einer Fachzeitschrift frei erfunden sein.

Es liegt unverändert (wie genau genommen bereits seit Deiner Geburt) an Dir, zu beurteilen, wem Du was abnimmst. Wenn Du bisher noch keine Methode dafür entwickelt hast, wird es allerhöchste Zeit!

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Lieber rick,

wenn Du keine Lust hast, Trinkgeld zu geben, dann lass es bleiben. Aber versuche nicht, Dich als Geizkragen mit Scheinargumenten zu exkulpieren.

Wenn zum Beispiel der Rewe-Bote mir die Lebensmittel in den neunten Stock bringt, dann hat er sich die fünf € Trinkgeld verdient. In Lokalen sind bei freundlichen Bedienungen 10 bis 15 Prozent angebracht.

In den Semesterferien habe früher ich als Paketzusteller gejobt, Pro ausgeliefertem Paket mussten wir 0,30 DM kassieren. Manche Kunden zahlten mit einer 50-Pfennig-Münze und ich durfte den Rest behalten. Das war nicht viel Geld, aber es war eine kleine Anerkennung,

Gruß

consilio

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Ich sehe das ehrlich gesagt etwas pragmatisch. Für mich ist Trinkgeld kein Muss, sondern eine freiwillige Anerkennung, wenn ich mich gut betreut fühle oder merke, dass sich jemand wirklich Mühe gegeben hat. Dann gebe ich gern etwas – nicht, weil ich mich verpflichtet fühle, sondern weil ich Wertschätzung zeigen möchte.

Was ich allerdings auch schwierig finde, sind diese Situationen, in denen Trinkgeld quasi erwartet oder schon voreingestellt ist, vor allem mit sehr hohen Prozentsätzen. Das setzt einen unnötig unter Druck und nimmt dem Ganzen ein bisschen den freiwilligen Charakter.

Gleichzeitig sollte man nicht vergessen, dass viele Menschen in Serviceberufen körperlich anstrengende Arbeit leisten und oft zu Zeiten arbeiten, wenn andere frei haben. Da finde ich es persönlich fair, bei gutem Service ein paar Euro extra zu geben.

Am Ende ist es für mich eine Frage des Gefühls und der Situation:
Guter Service → gern Trinkgeld.
Neutraler Service → meist aufrunden.
Schlechter Service → dann eben nicht.

Und ich finde, genau diese Entscheidungsfreiheit sollte auch so bleiben.

Es gibt ja einige Fixunkte: in der Gastronomie sind die Gehälter eher niedrig, d.h. das Trinkgeld ist ein wesentlicher Bestandteil des Einkommens der Mitarbeiter. Nun kann man sich - völlig zurecht - auf den Standpunkt stellen, dass es nicht das Problem der Kunden sein kann, das Gehalt um den Teil aufzustocken, den der Arbeitgeber eigentlich bezahlen müsste, damit die Mitarbeiter auch ohne Trinkgeld gut über die Runden kommen.

Natürlich weiß man auch nicht in jedem Einzelfall, ob der Mitarbeiter nur den Mindestlohn bekommt oder der Arbeitgeber darüber hinaus bezahlt. Man weiß auch nicht, welches Umlageverfahren in dem jeweiligen Betrieb gilt, d.h. ob alles in einen Topf geht, der anteilig an die Mitarbeiter ausgezahlt wird oder ob jeder Mitarbeiter das Trinkgeld, das er einsackt, behalten kann oder ob der Chef alles einkassiert und dafür höhere Gehälter zahlt.

Am Ende kann es im Grunde nur ein Fazit geben: jeder Gast muss für sich entscheiden, welche Rolle er in dem Spiel übernimmt. Über eines muss man sich aber in jedem Fall im Klaren sein: wenn man die Berechnungslage für das eigene Trinkgeld nicht offenlegt (also nichts sagt), dann weiß der Mitarbeiter auch nicht, ob er kein Trinkgeld bekommen hat,

  • weil der Gast mit dem Service unzufrieden war,
  • weil der Gast ein Zeichen gegen die Trinkgeldprozentsatzvorgaben auf dem Zahlungsterminal setzen wollte,
  • weil er das Prinzip der Verlagerung der Gehaltszahlung vom Inhaber auf den Kunden ablehnt oder
  • weil der Gast einfach nur ein Geizkragen oder gar ein Arschloch ist.

Es gibt immer wieder Gedächtniswunder, die komplexe Bestellungen mit Sonderwünschen und Abweichungen von der Karte richtig servieren und auch korrekt bei den einzelnen Gästen abkassieren. Das wird honoriert.
Im benachbarten Ausland, aber mitunter auch hier, ist das nicht immer der Fall. Manchmal wird erwartet, dass man das nach einem lustigen Abend selbst auseinanderklabüsert und die Gesamtsumme bezahlt. Bei der Berechnungsgrundlage „Gesamtbetrag“ sind dann m. E. auch Abzüge beim Trinkgeld gerechtfertigt.

Erstens ist es in anderen Ländern völlig normal, dass nach einem Essen mit Freunden oder Verwandten einer alles bezahlt und weder die Fachkraft noch die Teilnehmer damit ihre Zeit vertrödeln, drei Cola und einen Kaffee gegen zwei Gläser Wein aufzurechnen. Zweitens: was hat Deine wunderbare Geschichte mit dem zu tun, was ich geschrieben habe? Und drittens: wann wirst Du Menschen mit Migrationshintergrund ins Spiel bringen?