Hab ich was anderes gesagt?
Du hast suggeriert, dass ein Trinkgeldabzug bei einer Gastronomiefachkraft zumindest gerechtfertigt ist, die nicht bei allen Gästen einzeln abkassiert. Was übrigens nicht einmal zwingend ihre eigene Idee ist, sondern oftmals vom Inhaber vorgegeben wird. Der verdient nämlich nicht nur nichts an zehn Einzelrechnungen, sondern bezahlt dafür, dass er rumsteht, anstatt Bestellungen aufzunehmen oder auszuliefern.
Sorry, aber in meiner Heimat ist es nach wie vor üblich, dem Stammpostboten und den Leuten der Müllabfuhr vor Weihnachten was zu schenken. Vielleicht nicht unbedingt Geld, weil sie das vielleicht nicht annehmen dürften oder versteuern müssten. Aber sie freuen sich immer über eine kleine Aufmerksamkeit. Und die verdienen sie auch, wenn sie wissen, wo sie ein Päckchen notfalls unterstellen können oder die Biotonne leeren, obwohl ein paar Äste über den Rand rausragen. Verpflichtet wären sie dazu nicht, was du schnell erkennst, wenn die Stammleute Mal ein paar Wochen in Urlaub sind.
Aber ich werde den Teufel tun, Trinkgeld im Restaurant nach us-vorbild zu vergeben.
Es wird zart aufgerundet. Und ja, das geht auch bei Kartenzahlung, indem ich den Betrag einfach selbst ändere. Sollte mich dann jemand auf einen Prozentbetrag hinweisen, kriegt er gar nichts. Bin doch kein Ami!
Mist, schon wieder auf einen alten Post reagiert.
Aber das ändert nichts an meiner Aussage. Leute, die regelmäßig Leistungen für mich erbringen, haben sich eine Anerkennung verdient.
Trinkgeld w.o.a.