Ja zur Gentechnik

Hallo, Jolanda

Hast Du Dir auch schon einmal Gedanken darüber gemacht, warum
es Krankheiten gibt. Auch wenn man eine Krankheit besiegt,
indem man Impfungen oder Medikament dagegen gefunden hat, so
gibt es doch immer wieder neue Krankheiten.

Hier ist eigentlich ein Mediziner gefragt. Aber meines Wissens gibt es keine neuen Krankheiten! Sind alle schon da!
Nur war die „natürliche Selektion“ der Grund, dass z.B. Diabetes sehr selten war. Ein heutiger Diabetiker kann uralt werden. Vor 200 Jahren???
HIV? Uralt! Krebs? Uralt! Wie sagte man früher? Den haben die Würmer zerfressen!
Deine Argumentation erinnert mich an ein Flugblatt, das von irgendeiner Sekte verteilt wurde, als das erste mal groß von AIDS berichtet wurde: „Das ist die Strafe Gottes, weil die Schwulen sich so gegen ihn versündigen!“
Da hätte Gott viel zu tun, wenn er sich wegen so einer Lapalie einmischen müsste!

hallo, Jolanda:

Da
hilft die Penizillinspritze nicht, wenn der Mensch
anschliessend weiterhin ‚unhygienisch‘ (nicht körperlich
gemeint, sondern geistige Hygiene) weiterlebt.

Also öfters in die Kirche geht? Möglichst noch der Kirche kräftige Spenden gibt?

Die verantwortlichen Personen kennen
den Sinn unseres Daseins gar nicht.

Kennst Du ihn?

In erster Linie geht es
sowieso nur um Profit und Macht - und nicht um Nächstenliebe.

Da gebe ich Dir Recht!
Trotzdem haben wir alle dadurch Vorteile!
Auch den Pfaffen geht es um ihre ureigensten Vorteile! Trotzdem haben viele davon auch Vorteile: Seelenfrieden, Bekämpfung der Angst, was nach dem Tode kommt, usw.
Es hat fast niemand jemals etwas getan, ohne einen Vorteil daraus zu schöpfen!
Grüße
Raimund

Jolanda

Hallo Raimund

Also öfters in die Kirche geht? Möglichst noch der Kirche
kräftige Spenden gibt?

Was hat das mit de Kirche zu tun??? Für mich hat geistige Hygiene mit Ethik zu tun, die unabhängig von irgendeiner Religion ist.

Die verantwortlichen Personen kennen
den Sinn unseres Daseins gar nicht.

Kennst Du ihn?

Ich bin ja auch nicht diejenige, die die Schöpfung verändern will. Ich meine nur, für solch grosse weitreichende Entscheidungen müsste man schon einen Ueberblick haben. Ein Hilfsarbeiter kann auch nicht einfach über die Firma entscheiden, wenn er sich gar nicht auskennt.

Jolanda

Ein
Hilfsarbeiter kann auch nicht einfach über die Firma
entscheiden, wenn er sich gar nicht auskennt.

hat zwar mit unserem Thema nichts zu tun, doch passt´s so schön ´rein: das versucht er ja mit gesetzlicher Unterstützung: Mitbestimmung nennt man das!
Grüße
Raimund

Ein
Hilfsarbeiter kann auch nicht einfach über die Firma
entscheiden, wenn er sich gar nicht auskennt.

hat zwar mit unserem Thema nichts zu tun, doch passt´s so
schön ´rein: das versucht er ja mit gesetzlicher
Unterstützung: Mitbestimmung nennt man das!

Ja, du sagst es, das machen wir auch, wir bestimmen unser Leben selbst. Nur wissen es die meisten nicht, sonst würden sie öfters anders entscheiden. So können sie einfach über den Chef, ihre Eltern oder ihre Kindheit schimpfen und denen die Schuld geben, wenn sie Probleme haben.
Mitbestimmung heisst: sich informieren, sich das nötige Wissen aneignen, Verantwortung übernehmen.
Dieses Wissen fehlt, das haben wir ganz einfach nicht.

Jolanda

Mitbestimmung

hat zwar mit unserem Thema nichts zu tun, doch passt´s so
schön ´rein: das versucht er ja mit gesetzlicher
Unterstützung: Mitbestimmung nennt man das!
Grüße
Raimund

hat natürlich mit dem Thema nichts zu tun, aber…

So richten die Gewerkschafter unsere Wirtschaft zugrunde.

Gruss Harald

Hallo Rainer,

Ich bin nicht dagegen, dass man aus der Natur schöpft und
lernt und Krankheiten zu heilen versucht. Doch ob jemand
geheilt wird oder nicht, das bestimmt nicht das Mittel. Die
gleiche Arznei kann jemandem helfen, einem anderen nicht.
Das Ziel ist nicht, die Krankheit zu heilen, sondern das, was
dazu geführt hat, das was im Innern des Menschen krank ist. Da
hilft die Penizillinspritze nicht, wenn der Mensch
anschliessend weiterhin ‚unhygienisch‘ (nicht körperlich
gemeint, sondern geistige Hygiene) weiterlebt.
Mit der Gentechnik versucht man nun aber, die Gene, das Erbgut
zu manipulieren. Dies ist gegen die Natur und wird sich
entsprechend auswirken. Die verantwortlichen Personen kennen
den Sinn unseres Daseins gar nicht. In erster Linie geht es
sowieso nur um Profit und Macht - und nicht um Nächstenliebe.

Hi Jolanda
das sehe ich anders, es würde ja voraussetzen, daß die Natur perfekt ist und keiner Änderung bedarf.
Das ist aber nicht der Fall, sonst gäbe es keine Behinderten und keine Erbkrankheiten, Mucoviscidose oder Down Syndrom sind ein Todesurteil, die meisten Betroffenen werden nicht mal 20 Jahre alt.
Ich denke schon, daß es wichtig ist, hier zu helfen.
Gruß
Rainer

Ach Jolanda !

Was ist den bitteschön alles gegen die Natur ?
Wenn man es genau nimmt, ist alles, was Menschen tun gegen die Natur.
Die Natur kennt das Feuer nicht als Werkzeug --> Benutzung von Feuer ist gegen die Natur.
Die Natur benutzt keine Räder --> Die Erfindung des Rades ist gegen die Natur…

Diese Liste lässt sich BELIEBIG fortsetzen, mit völlig banalen Dingen, die aber alle gegen die Natur sind.

NICHT gegen die Natur wäre : Auf dem Baum sitzen, Bananen, Blätter und Nüsse essen, ab und zu die Weibchen in seinem Rudel poppen ( oder von der weiblichen Seite : ab und zu vom Leittier gepoppt werden ), sich vermehren und irgendwann vom Löwen gefressen werden, weil man zu alt ist, vor ihm wegzurennen.
DAS wäre nicht gegen die Natur. Das wäre VÖLLIG natürlich.
Nun - Tun wir das ? NEIN ! Warum nicht ? Weil es Mist wäre ! Wolltest Du so leben ? Also ich nicht !
Sicherlich hat die Technik und im speziellen auch die Gentechnik Vor- und Nachteile. Aber das ist bei ALLEM so. Nicht nur bei der Gentechnik.
Schon der erste Faustkeil ich vermutlich auf zwei Arten benutzt worden :

  1. Als Werkzeug
  2. Um anderen den Schädel einzuschlagen.

Was man mit den Erkenntnissen anfängt - das ist immer eine Frage des Menschen, der handelt. Keine Waffe töten. Es ist immer der Mensch, der sie in der Hand hält, der sich für oder gegen töten entscheidet. Für oder gegen Gewalt. Für oder gegen Recht oder Unrecht.
Wenn man Gentechnik verantwortungsbewusst einsetzt, um zu heilen, dann ist Gentechnik gut.
Wenn man damit Supersoldaten und Killerkrankheiten züchtet, dann ist sie schlecht. So ist das mit allen Dingen in der Welt.
Jeder Mensch für sich entscheidet, auf welcher Seite er stehen will. Und ich denke auch, Jeder für sich muss sich für die Dinge, die er tut irgendwann verantworten.
Im Übrigen : Man KANN die Weiterentwicklung der Gentechnik nicht verhindern. Nur verlangsamen. Denke ans Mittelalter : Wer forschte kam im Zweifelsfall auf den Scheiterhaufen. Trotzdem wurde geforscht. Man kann den Menschen sagen, dass Gentechnik schlecht und böse ist. Trotzdem werden Sie es tun. Man sagt den Menschen auch, dass Stehlen, Betrügen, erpressen, verletzen und morden böse ist. Trotzdem tun sie es.

Gruss,
Jürgen

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Spar Dir polemische Phrasen
Schon lange verschwende ich keine Zeit mehr, bei wer-weiss-was die politischen Bretter zu besuchen, weil sich dort fast ausschließlich Leute aufhalten, deren verbohrte Dogmen zu Hause keiner hören will und die sie deshalb bei wer-weiss-was mit all ihrer persönlichen Unzufriedenheit zum Besten geben wollen.

Warum schreitet hier kein Moderator ein, wenn diese Typen wie der Zauner Harald jetzt auch andere Bretter mit ihren dogmatischen Ergüssen „verseuchen“ und das Niveau des bislang sehr interessanten Meinungsaustauschs über dieses aus ethischer Sicht sehr wichtige Thema ad absurdum führen?

Raúl Rivaldo

Autsch!

Warum schreitet hier kein Moderator ein, wenn diese Typen wie
der Zauner Harald jetzt auch andere Bretter mit ihren
dogmatischen Ergüssen „verseuchen“ und das Niveau des bislang
sehr interessanten Meinungsaustauschs über dieses aus
ethischer Sicht sehr wichtige Thema ad absurdum führen?

Raúl Rivaldo

Hi Raúl,

schau doch mal nach, wer Moderator dieses Brettes ist!

Gruß
Michael

Den Teufel…
…mit dem Belzebub austreiben…oder wie war das? :wink:

Feiertagsgrüße,
Raúl

Hi,

Cool, schon heute produzieren wir mehr Lebensmittel, als wir
in der ersten Welt verbrauchen, und dennoch sterben auf der
ganzen Welt Menschen an Unterernährung. Glaubst du wirklich,
der Mensch kann die Nahrungsmittel besser verteilen, wenn
durch Genforschung noch mehr übrig sind?

gegenfrage: Angenommen, man könnte alle Menschen versorgen. Wie sollten die Lebensmittel hergestellt werden, die auf der Erde benötigt werden? Leider muß die Nahrungsmittelproduktion ebenfalls exponentiell ansteigen, um mit dem Bevölkerungswachstum mitzuhalten. Zeige doch die alternative auf, mit der das gehen soll.

Mal nebenbei: Genforschung heißt nicht nur neue tiere a la schiege herzustellen. Genforschung heißt auch, den molekularen ursprung vieler krankheiten zu begreifen.
Oder hat sichelzellanämie etwas mit geistiger unreinheit zu tun?
Cheers Rossi

Auf der Palme
Liebe Jolanda,
wenn ich mir Dein Posting so durchlese, finde ich mich auf einer Palme wieder.

Hast Du Dir auch schon einmal Gedanken darüber gemacht, warum
es Krankheiten gibt. Auch wenn man eine Krankheit besiegt,
indem man Impfungen oder Medikament dagegen gefunden hat, so
gibt es doch immer wieder neue Krankheiten. Antibiotika und
Impfstoffe schwächen sogar unsere Imunsystem.
Die Krankheit ist nicht unser Feind. Sie ist zum Beispiel ein
Zeichen, dass in unserem Leben Energien falsch angewendet
werden.
Auf der körperlichen Ebene kommen diese Signale als
letztes Mittel, weil wir sie vorher übersehen oder überhört
haben.
Es wird immer Krankheiten geben, solange wir sie brauchen, um
bewusster zu werden.

So so, Krankheiten als Strafe Gottes? Aus Deinen Aussagen folgt also, dass ein Mitbürger mit Downsyndrom seine Energien falsch angewendet hat, mithin also selbst schuld an seinem Schicksal ist?
Denk bitte nach, bevor Du Dinge schreibst, die Deine Mitbürger diffamieren können.

*Empört*
Rossi

°Rechtschreibungsverbesserte Version 2 des Postings°

tach

gegenfrage: Angenommen, man könnte alle Menschen versorgen.
Wie sollten die Lebensmittel hergestellt werden, die auf der
Erde benötigt werden? Leider muß die Nahrungsmittelproduktion
ebenfalls exponentiell ansteigen, um mit dem
Bevölkerungswachstum mitzuhalten. Zeige doch die alternative
auf, mit der das gehen soll.

mit konventionellen meliorationsmassnahmen.
die desertifikation in weiten teilen afrikas und südamerikas ist hausgemacht, verursacht durch jahrzehntelange fehlwirtschaft, überweidung und herbeiführen irreperabler schäden durch brandrodung und versalzung.
die schäden wohlgemerkt, haben wir menschen. das leben findet immer einen weg.

Mal nebenbei: Genforschung heißt nicht nur neue tiere a la
schiege herzustellen. Genforschung heißt auch, den molekularen
ursprung vieler krankheiten zu begreifen.

und meiner meinung nach sollte sie sich darauf beschränken.
also frage ich dich: wo ziehst du die grenze? meiner meinung nach sollten zumindest säugetiere, insekten, vögel und amphibien von gentechnischen veränderungen verschont bleiben.
da man auch einzelne bakterien verändern kann, sollte man sich darauf beschränken.
wie gesagt, mir geht es ums verändern, nicht ums erforschen. ich hab ja auch nichts dagegen, dass weiter nach der kernfusion geforscht wird.

Oder hat sichelzellanämie etwas mit geistiger unreinheit zu
tun?

natürlich nicht, das wäre ja absurd.

bis dann

Hallo,

gegenfrage: Angenommen, man könnte alle Menschen versorgen.
Wie sollten die Lebensmittel hergestellt werden, die auf der
Erde benötigt werden? Leider muß die Nahrungsmittelproduktion
ebenfalls exponentiell ansteigen, um mit dem
Bevölkerungswachstum mitzuhalten. Zeige doch die alternative
auf, mit der das gehen soll.

So, jetzt bin ich mal ganz frech: Wenn wir das Verteilungsproblem auf der Erde gelöst haben, haben wir auch genügend Lebensmittel um die Menschen satt zu machen! Für mich ist das Verteilungsproblem die größere Hürde den Welthunger zu bekämpfen.

Mal nebenbei: Genforschung heißt nicht nur neue tiere a la
schiege herzustellen. Genforschung heißt auch, den molekularen
ursprung vieler krankheiten zu begreifen.
Oder hat sichelzellanämie etwas mit geistiger unreinheit zu
tun?
Cheers Rossi

Nein natürlich nicht. Wenn ich noch recht weiß, war Einstein an der Erforschung der Kernspaltung beteiligt. Als er gesehen hat, was die Machthaber daraus machten wurde ihm ganz anders. Und genau vor dem habe ich Angst, daß irgendwer hergeht und die tollen Forschungsergebisse dazu benutzt, Menschen zu schaden und nicht kranken zu helfen.

Grüße Wolfgang

Lieber Lars,

mit konventionellen meliorationsmassnahmen.
die desertifikation in weiten teilen afrikas und südamerikas
ist hausgemacht, verursacht durch jahrzehntelange
fehlwirtschaft, überweidung und herbeiführen irreperabler
schäden durch brandrodung und versalzung.
die schäden wohlgemerkt, haben wir menschen. Da hast du im Ansatz Recht, der Rückweg zu blühenden Landschaften ist aber schwer bis unmöglich (= nicht finanzierbar). Wie ich gerade Wolfgang geantwortet habe sehe ich in der Gentechnik kein Allheilmittel, sondern sie wird ein notwendiges Werkzeug sein, um diese Probleme zu lösen.
das leben findet immer einen weg.

Allerdings sollten wir Menschen darauf achten, dass wir mit an Bord sind, wenn das Leben seinen Weg findet.

Mal nebenbei: Genforschung heißt nicht nur neue tiere a la
schiege herzustellen. Genforschung heißt auch, den molekularen
ursprung vieler krankheiten zu begreifen.

und meiner meinung nach sollte sie sich darauf beschränken.
also frage ich dich: wo ziehst du die grenze? meiner meinung
nach sollten zumindest säugetiere, insekten, vögel und
amphibien von gentechnischen veränderungen verschont bleiben.
da man auch einzelne bakterien verändern kann, sollte man sich
darauf beschränken.

Ich sehe keine Möglichkeit das für alle Zukunft abzugrenzen.

wie gesagt, mir geht es ums verändern, nicht ums erforschen.
ich hab ja auch nichts dagegen, dass weiter nach der
kernfusion geforscht wird.

Forschung ist nie zweckfrei. Hinter einem Forschungsprojekt steht immer die Erwartung, die Ergebnisse auch umzusetzen. Als Steuerzahler würdest du das ja auch von Projekten erwarten, die über Steuermittel finanziert werden.

Noch ein Gedanke: Hast du dir schon einmal klargemacht, wieviel genetische Information Tag für Tag verloren geht, weil eine Spezies für immer ausstirbt? Hast du dir einmal überlegt, wieviele Pflanzen in deinem (?) Garten wachsen, die es vor 100 Jahren in Mitteleuropa noch gar nicht gab? Tulpen gibt es übrigens auch noch nicht so lange in Europa. Woher also diese riesen Angst vor genmanipulierten Pflanzen? Natürlich muß man vorsichtig sein, wenn man neue Arten ins Freiland bringt. Viel größere Gefahr für unsere Flora geht IMO immer noch von eingeschleppten Pflanzen aus Asien oder Südamerika aus.

Grüße Rossi

polemische Phrasen ??

Warum schreitet hier kein Moderator ein, wenn diese Typen wie
der Zauner Harald jetzt auch andere Bretter mit ihren
dogmatischen Ergüssen „verseuchen“ und das Niveau des bislang
sehr interessanten Meinungsaustauschs über dieses aus
ethischer Sicht sehr wichtige Thema ad absurdum führen?

Raúl Rivaldo

Hallo Raúl,

könntest Du Deinen Vorwurf etwas konkretisieren?

Gegen welche „dogmatischen Ergüsse“ sollte hier der Moderator einschreiten?

Gruss Harald

Lieber Wolfgang,

So, jetzt bin ich mal ganz frech: Wenn wir das
Verteilungsproblem auf der Erde gelöst haben, haben wir auch
genügend Lebensmittel um die Menschen satt zu machen! Für mich
ist das Verteilungsproblem die größere Hürde den Welthunger zu
bekämpfen.

Schon richtig. Nur glaube ich nicht, dass kommende Generationen sich den Luxus leisten können, auf effizienzsteigernde Maßnahmen (wie eben Gentechnik), zu verzichten. Unter Umständen müssen Getreidesorten so verändert werden, dass sie unter den speziellen Umweltbedingungen eines dürren Landstriches noch zuverlässig (!) Erträge liefern. Wohlgemerkt, ich sehe im Einsatz der Gentechnik kein Wundermittel, sondern vielmehr eine notwendige Maßnahme.
Übrigens ist die Hauptschwierigkeit IMO gar nicht mal das Transportproblem, sondern vielmehr Kriege und innere Unruhen, die den Aufbau einer funktionierenden Volkswirtschaft verhindern.

Nein natürlich nicht. Wenn ich noch recht weiß, war Einstein
an der Erforschung der Kernspaltung beteiligt. Als er gesehen
hat, was die Machthaber daraus machten wurde ihm ganz anders.
Und genau vor dem habe ich Angst, daß irgendwer hergeht und
die tollen Forschungsergebisse dazu benutzt, Menschen zu
schaden und nicht kranken zu helfen.

Übrigens hat Einstein nicht arglos an der Kernspaltung geforscht, sondern war an einem militärischen Programm zur Entwicklung der Atombombe beteiligt. Er wußte von Anfang an, dass er an einer Waffe bastelt. Da seine Auftraggeber Militärs waren kann ich seine Überrsaschung auch nicht nachvollziehen. Von daher, bitte schere nicht militärische Rüstungsprojekte und Grundlagenforschung über einen Kamm. Außerdem, jede Technik kann mißbraucht werden. Wann wurde der erste Faustkeil für einen Mord verwendet?
Um dich zu „beruhigen“: Biologische Kampfstoffe gibt es schon lange (z.B. Anthrax, also Milzbrand). Meines Wissens kam es in der Geschichte bereits sehr früh vor, das Belagerer ihre Pest/Cholera/was-weiss-ich-toten Tiere oder Menschen in belagerte Städte schleuderten, um dort eine entsprechende Epedemie auszulösen. Ähnlich die berüchtigten Pockendecken für die indianische Bevölkerung in Nordamerika.
Heute sind insgesamt sind mehr Waffen auf diesem Planeten eigelagert als notwendig wären, um die gesamte Weltbevölkerung ich-weiss-nicht-wie-oft auszulöschen. Da sind ein ein paar neuartige Waffen auch nicht existenzbedrohender als die bereits bestehenden Arsenale. Toter als tot geht nicht, oder?

Grüße Rossi

PS.: Ich habe diese Antwort gelöscht und überarbeitet.

Hallo

Da hast du im Ansatz Recht, der Rückweg zu blühenden :Landschaften ist aber schwer bis unmöglich (= nicht :finanzierbar). Wie ich gerade Wolfgang geantwortet habe sehe :ich in der Gentechnik kein Allheilmittel, sondern sie wird ein :notwendiges Werkzeug sein, um diese Probleme zu lösen.

Ich sehe eher, dass sich wir Menschen mal wieder eine Hoffnung auf die Zukunft macht, anstatt die Aufgaben der Gegenwart zu lösen.
Warum nicht viel Geld investieren um diese zerstörerischen MAssnahmen zumindest zu stoppen?
Gentechnik kann höchstens das Hintertürchen, besser noch, der Notausgang der Problematik sein.

das leben findet immer einen weg.

Allerdings sollten wir Menschen darauf achten, dass wir mit an
Bord sind, wenn das Leben seinen Weg findet.

ja. Und darum sollten wir nicht versuchen besser zu sein als die Natur.

und meiner meinung nach sollte sie sich darauf beschränken.
also frage ich dich: wo ziehst du die grenze? meiner meinung
nach sollten zumindest säugetiere, insekten, vögel und
amphibien von gentechnischen veränderungen verschont bleiben.
da man auch einzelne bakterien verändern kann, sollte man sich
darauf beschränken.

Ich sehe keine Möglichkeit das für alle Zukunft abzugrenzen.

eben. Erst die Maus mit dem Ohr auf dem Rücken, dann das Zief oder Schiege oder wie man es nennen will, und demnächst der Mensch mit Kiemen?

wie gesagt, mir geht es ums verändern, nicht ums erforschen.
ich hab ja auch nichts dagegen, dass weiter nach der
kernfusion geforscht wird.

Forschung ist nie zweckfrei. Hinter einem Forschungsprojekt
steht immer die Erwartung, die Ergebnisse auch umzusetzen. Als
Steuerzahler würdest du das ja auch von Projekten erwarten,
die über Steuermittel finanziert werden.

kommt drauf an, WAS der Zweck ist.

Noch ein Gedanke: Hast du dir schon einmal klargemacht,
wieviel genetische Information Tag für Tag verloren geht, weil
eine Spezies für immer ausstirbt? Hast du dir einmal überlegt,
wieviele Pflanzen in deinem (?) Garten wachsen, die es vor 100
Jahren in Mitteleuropa noch gar nicht gab? Tulpen gibt es
übrigens auch noch nicht so lange in Europa. Woher also diese
riesen Angst vor genmanipulierten Pflanzen?

sorry, da seh ich jetzt den Zusammenang nicht?

Natürlich muß man
vorsichtig sein, wenn man neue Arten ins Freiland bringt. Viel
größere Gefahr für unsere Flora geht IMO immer noch von
eingeschleppten Pflanzen aus Asien oder Südamerika aus.

Ja, und für die Asiatische Flor von unseren Pflanzen, bzw. deren Tierwelt durch unsere… aber was wolltest du damit sagen?

ciao

Hi

Ja, und für die Asiatische Flor von unseren Pflanzen, bzw.
deren Tierwelt durch unsere… aber was wolltest du damit
sagen?

Ganz einfach: Die Probleme, mit denen die Gesellschaft durch die Gentechnik konfrontiert wird, sind nicht neu. Deshalb überrascht mich diese manchmal irrational erscheinende Angst vor der Gentechnik: Nur keine gentechnisch veränderten Pflanzen ins Freiland lassen - aber da war doch im letzten Australienurlaub so ein hübsches Gräslein…
Verstehst du jetzt, was ich meine?

Mich erschreckt, dass in unserer Gesellschaft jede neue Technologie entweder als Segensbringer oder als apokalyptischer Reiter gesehen wird. Eine Technologie wertneutral einfach als Werkzeug zu sehen, scheint dagegen unmöglich zu sein.
Grüße Rossi