Ja zur Gentechnik

Hallo Daniel

wieso ist aber genau das benutzen und entwickeln der
gentechnik ein eingriff in das werk gottes (so es einen geben
sollte) wäre es nicht genauso denkbar, daß gott gerade sehr
viel gefallen daran hat, sein werk zu vervollständigen und mit
ihm zu tun und zu lassen was er will, indem er uns menschen
halt die gentechnik benutzen läßt?

Die Gene sind ja eben gerade das, was wir brauchen, um das Werk zu vervollständigen. Eben das versuche ich die ganze Zeit zu sagen, dass die Krankheiten oder Behinderungen für uns notwendig sind, um uns weiterzuentwickeln. Nicht der Körper muss vollkommen werden, sondern die Seele.
Ist den hier niemand, der das auch so sieht? Ich dachte, ich wäre hier im Forum ‚Religion und Ethik‘. Wo sind denn hier die Gläubigen?

Jolanda

Die Gene sind ja eben gerade das, was wir brauchen, um das
Werk zu vervollständigen. Eben das versuche ich die ganze Zeit
zu sagen, dass die Krankheiten oder Behinderungen für uns
notwendig sind, um uns weiterzuentwickeln. Nicht der Körper
muss vollkommen werden, sondern die Seele.

JAA! aber die seele (oder wie immer man das nennen möchte), warum soll sie durch krankheit o.ä. vervollkommnet werden! dies wäre absolut einseitig! und - meines erachtens noch viel wichtiger - unbewust! eine sollche vervollkommnung kann aber auf keinen fall unbewust erfolgen! um eine einheit aus körper und geist herzustellen ist imho es nötig sich bewußt diesem ziel zu nähern zu begreifen, was man will und den weg schritt für schritt zu gehen (der auch über mehrere leben gehen kann). eine krankheit wäre dann nur ein hindernis, daß zwar überwunden werden kann und muß, aber der weg würde auch ohne die krankheit gegangen werden.

Ist den hier niemand, der das auch so sieht? Ich dachte, ich
wäre hier im Forum ‚Religion und Ethik‘. Wo sind denn hier die
Gläubigen?

Heyhey…wir sind alle gläubige! keiner von uns ist frei davon. doch nicht immer glaubt der mensch an das selbe zu glauben! :o)

liebe grüße
Daniel

Gott?
Hallo lars,
daß der mensch nicht gott ist, ist mir klar! auch hat der mensch nicht das recht, gott zu spielen. meine frage ist aber, ist es denn das? ist das was wir jetzt tun, nämlich herausfinden, wie der mensch funktioniert und nach welchen gesetzen er „zusammengebaut“ ist nicht einfach eine weitere stufe in er evolution. Die fortentwicklung der menschheit vom anfang an wurde immer schneller! wir haben millionen von jahren gebraucht, um vom wasser auf das land zu kommen! hier mal ne milion jahre um aus der kurzen eine lange flosse werden zu lassen da mal ne milion, um die schlupfhaut über den augen wegzubekommen …


aber in den letzten 50 jahren sind die menschen ca. 30 cm größer geworden (zumindest in europa, amerika und asien)

Meines erachtens (lacht mich aus oder nicht) ist das fortkommen einer rasse (tier oder mensch) vorbestimmt. und wenn sich die natur so ein zweibeiniges tier ausdenkt, daß in steinbauten, die sie labor nennen, herausfindet, wie die natur funktioniert und anfängt ihr erbgut zu verändern, dann um gottes willen warum sollte das keine evolution sein? Auch die evolution ist nicht perfekt. man denke nur daran, daß sie z.B. den fehlversuch neanderthaler wieder eingestellt hat! aber genau das ist das prinzip nach dem es funktioniert und so wird sich das ganze auch mit der gentechnik entwickeln!

Daniel

Hallo,

weil das völlig unbedeutend ist. Der Anteil vollversiegelter
Fläche an der Gesamtlandesfläche in Deutschland liegt im
unteren einstelligen Prozentbereich (H.-P. Blume: Handbuch des
Bodenschutzes, 2. Aufl. 1992, Kap. 2.2)
Und weil die gesamte potentielle landwirtschaftliche
Anbaufläche in D im Vergleich zu anderen Ländern global
gesehen winzig ist

Mag sein, daß in D die Anbaufläche im Vergleich mit anderen Ländern winzig ist. Aber warum versuchen dann in anderen Ländern Menschen verzweifelt aus Prärie oder Urwald hochwertiges Ackerland zu machen und in Deutschlad wird hochwertiges Ackerland vernichtet, indem man Fabriken und Häuser darauf baut? Und jetzt komm nicht damit, daß es keine andere Fläche gibt.

Nebenbei ist lohnende Landwirtschaft in D kein Flächenproblem,
sondern schlicht und ergreifend fast nicht mehr wirtschaftlich
zu betreiben.

Das ist ein anderes Thema!

Also, das stimmt so nicht. Wenn die Versiegelung die einzige
Maßnahme war, wird sich ein entsiegelter Boden ganz fix wieder
„erholen“, im Sinne von seine ursprüngliche Eignung als
Pflanzenstandort wieder bekommen. Oder was verstehst Du unter
„erholen“?

Klar wachsen da auch mal wieder Blumen. Aber ich spreche von hochwertigem Ackerboden, und der geht nun mal zum Teufel! Man kann nicht jeden Boden zu Ackerland machen.

Grüße Wolfgang

Hallo,

Hier möchte ich einwerfen, dass zwar Hoffnung in Sicht ist,
aber diese Arbeiten sollten genauso wie jede andere
wissenschaftliche Arbeit gesehen werden. Man ist unterwegs. Zu
hohe Hoffnungen (neudeutsch Hypes) gibt und gab es oft,
genauso oft wie die anschließende Ernüchterung gab und geben
wird. Leider schlägt diese Ernüchterung oft genug in eine
Technikfeindlichkeit um.

Weshalb schlägt sich eine Ernüchterung in eine Technikfeindlichkeit um??

Ich weiß nur noch, daß Einstein mit anderen Wissenschaftlern
dem amerikanischen Präsi einen Brief geschrieben haben, in dem
sie um den Verzicht für den A-Bombeneinsatz gebeten haben.

Das ist richtig. Aber du vergisst ein früheres Schreiben, in
dem zum Bau derselben aufgefordert wurde.

Nein, nicht vergessen, sonder nicht wissen!

Garantieren kann das keiner. Aber, z.B. die Mobilität hat auch
negative Auswirkungen auf die Umwelt. Und trotzdem erscheint
es unserer Gesellschaft wertvoller, die Mobilität aufrecht zu
erhalten, als auf jeglichen Straßen/Schienen/Luft-Verkehr zu
verzichten. Hier gilt es abzuwägen, wieviel Verkehr
verträglich ist. Genauso ist es bei der Gentechnik. Man muß
sich die Frage stellen, wo der Nutzen überwiegt, wo nciht.
Genauso wie bei der Verkehrspolitik ist es auch bei der
Gentechnik, daß unterschiedliche Standpunkte existieren, daß
eine öffentliche Diskussion stattfindet. Das ist auch gut so.
Aber ein Totalverbot für Gentechnik scheint mir deutlich zu
weit gegriffen.

Ein Totalverbot wird es sicherlich nicht geben, und darauf bin ich auch nicht aus. Aber wenn ich nur an das Tankerunglück vor der franz. Küste denke, bei dem sich die Firmen (für die die Fracht bestimmt war) nach Tagen immer noch nicht sicher sind, ob das Schiff jetzt giftige Chemikalien geladen hat oder nicht, dann kommt mir das so vor, als ob die Menschheit noch nicht den Kinderschuhen entwachsen ist. Un dann sollen wir die Verantwortung für die Ergebnisse der Genforschung übernehmen?? Ich weiß nicht.

Daß eines klar wird: auch ich hätte nichts dagegen, wenn
verschiedene Krankheiten durch die Genforschung ausgerottet
bzw. geheilt werden könnten.

Ehrlich gesagt, halte ich die Gentechnik in der Medizin für
ein ethisch wesentlich schwierigeres Thema, als Gentechnik
beim Ackerbau.
Man kann heute sehr viele Erbkrankheiten, aber auch z.B.
Virusinfektionen mit Methoden der Gentechnik sehr sicher
diagnostizieren. Nur was tun wenn der Befund da ist? Was tun
mit einem ungeborenen Kind, dessen Erbinformation eine spätere
schwere Krankheit erwarten läßt?
Was tun, wenn das werdende Kind nicht voll den Erwartungen der
Eltern entspricht? Wo liegen hier die Grenzen zwischen
machbaren und vertretbarem?

Die verschwimmen!

Doch wenn wir damit unbekannt
Risiken eingehen, frage ich mich, welchen Sinn das haben soll.

Kolumbus ging unbekannte Risiken ein, Cook ebenso wie Marco
Polo. Wer Neuland entdecken will und damit auch neue Wege
öffnen will, muß unbekannte Risiken eingehen. Das gilt für
einzelne Entdecker genauso, wie für eine Gesellschaft als
ganzes. Zu große risikoscheu bedeutet in einer sich wandelnden
Welt nicht nur Stagnation, sondern Rückschritt. Unsere Aufgabe
ist es daher, verantwortungsvoll vorwärts zu gehen.

Klar, aber daß das Risiko von Kolumbus, Cook oder sonstwem größtenteils sein eigenes bzw. das seiner Begleiter war. Bei der Gentechnik verteilt sich das Risiko auf alle Menschen!

Wolfgang

Lieber Daniel,

Jetzt bringst Du mich dann auf die Palme.

um eine einheit aus körper
und geist herzustellen ist imho es nötig sich bewußt diesem
ziel zu nähern zu begreifen, was man will und den weg schritt
für schritt zu gehen (der auch über mehrere leben gehen kann).
eine krankheit wäre dann nur ein hindernis, daß zwar
überwunden werden kann und muß, aber der weg würde auch ohne
die krankheit gegangen werden.

Also um die Einheit von Körper und Seele zu erlangen, wird die Krankheit einfach mit Knopfdruck (Genmanimpulation) ausgeschaltet. Meinst Du das im Ernst?

Liebe Grüsse

Jolanda

Hi

Doch wenn wir damit unbekannt
Risiken eingehen, frage ich mich, welchen Sinn das haben soll.

Kolumbus ging unbekannte Risiken ein, Cook ebenso wie Marco
Polo. Wer Neuland entdecken will und damit auch neue Wege
öffnen will, muß unbekannte Risiken eingehen. Das gilt für
einzelne Entdecker genauso, wie für eine Gesellschaft als
ganzes. Zu große risikoscheu bedeutet in einer sich wandelnden
Welt nicht nur Stagnation, sondern Rückschritt. Unsere Aufgabe
ist es daher, verantwortungsvoll vorwärts zu gehen.

Klar, aber daß das Risiko von Kolumbus, Cook oder sonstwem
größtenteils sein eigenes bzw. das seiner Begleiter war. Bei
der Gentechnik verteilt sich das Risiko auf alle Menschen!

Genauso, wie sich die Folgen von Stilstand und Stagnation auf alle Menschen verteilen. Im Moment kann man zwar eine nicht unbekannte Persönlichkeit bei der erfolgreichen Anwendung der Strategie „Aussitzen“ bewundern, doch eine Gesellschaft als ganzes kann es sich nicht leisten, die Hände in den Schoß zu legen.
Ich denke, man muß jeden Schritt abwägen, aber die Entscheidung für immer stehen zu bleiben, finde ich falsch.
Grüße Rossi

hm… ich glaube, an diesem punnkt beginnen wir, uns im kreis zu bewegen…

Bist du dir so sicher, dass ein von Menschenhand verändertes
Lebewesen so viele Vorteile in der Evolution hat? Wenn das
Ergebnis so durchschlagend sein sollte, warum hat dann die
Natur den Kaktus nicht mit der entsprechenden
Kältebeständigkeit ausgestattet? (Ich meine das im
übertragenen Sinne). Oder anders ausgedrückt: Warum sollte ein
Lebewesen, dass durch Jahrmillionen durch die Evolution
optimiert wurde, einem künstlich veränderten Lebewesen
unterlegen sein?

in diesem falle hattest du mich nicht richtig verstanden. es geht mir ja grade darum, dass diese evolutionär geschaffenen lebewesen gut genug sind und man sie überhaupt nicht erst verändern sollte. unterlegenheit oder überlegenheit spielt bei meinen überlegungen gar keine rolle.
vielleicht sollten wir menschen erstmal weiter lernen, wie das leben bzw. der kreislauf des lebens funktioniert, bevor wir darin noch schlimmer eingreifen als wir es ohnehin schon tun.

mit der übertrieben panikmache seitens der medien magst du ein stück weit recht haben.
inhaltlich sind unsere positionen wahrscheinlich zu konträr. egal, war trotzdem ganz gut, das mal durchzudiskutieren.

ciao
ach ja, schau mal bei greenpeace.de oder greenpeace.org rein, ist echt ganz interessant. (auch für gentechnik-befürworter)

Hallo Jolanda,

Also um die Einheit von Körper und Seele zu erlangen, wird die
Krankheit einfach mit Knopfdruck (Genmanimpulation)
ausgeschaltet. Meinst Du das im Ernst?

sofort runter von der palme *g*
nein, natürlich meine ich nicht, daß die krankeit ausgeschaltet werden sollte oder muß um die einheit von körper und seele herzustellen, ich sagte nur, daß die krankheit nicht notwendige voraussetzung dafür ist! das ist ein wesentlicher unterschied und ich möchte das ganz klar genau so wie ich es sage ausdrücken!

Liebe Grüsse
Daniel

Hallo lars,
daß der mensch nicht gott ist, ist mir klar!

Und wer ist dann Gott, wenn dir so klar ist, dass der Mensch nicht Gott ist?

Der Engel