Jaja, die Sozis wieder

Jetzt gehen schon wieder Gerüchte von den Sozis rum, dass sie Steuern auf alle Aktiengewinne eintreiben wollen. Na hoffentlich bewirkt das eine enorme Kapitalflucht. Die Regierung, die 60% der Bevölkerung nicht wollte, schafft in zwei Perioden dass, was Kohl vergeblich in 4 versucht hatte. Irgendwann geht’s nicht mehr. Aber vielleicht will man ja auch nur das Volk testen, wie weit man gehen kann.
Diese Regierung ist fehl am Platz. Man hat wohl aus 40 Jahren DDR nicht gelernt, dass Sozialismus nicht funktioniert (außer mit Gewalt).
Schon Kostolany sagte, angesichts der wirtschaftlichen Lage in Frankreich: „Die Sozialisten kommen, machen Pleite. Die Sozialisten gehen, aber die Pleite bleibt.“

Nur weiter so, Herr Schröder. Die dritte Welt ruft.

Jaja, die Bunten wieder

Jetzt gehen schon wieder Gerüchte von den Sozis rum, dass sie
Steuern auf alle Aktiengewinne eintreiben wollen.

Nicht zu vergessen:
Erhöhung der MwSt auf Trinkwasser und Tierfutter, also in Zukunft Standardsatz und nicht mehr der ermäßigte
Abschaffung Eigenheimzulage
Abschaffung Ehegattensplitting
Erhöhung des Rentenbeitrages bei „Besserverdienende“

Und - tadaaa - ein sinnvoller Vorschlag ist dabei:
Reduzierung der Reduzierung der Ökosteuer für Energiefressende Industrien

Netter Artikel dazu aus der RP:
http://www.rheinische-post.rp-online.de/zeitung-2002…

Und noch was schönes zu unserem „Landesvater“ und zukünftigen Obermacker im Schröder´schen Kabinett:
http://www.rheinische-post.rp-online.de/zeitung-2002…

Witzig nur, daß ich bisher mit niemandem gesprochen habe, der wirklich rot gewählt hat. Naja, wer es auch immer war: Nun seht Ihr, was Ihr davon habt.

Gruß
Christian

Jetzt gehen schon wieder Gerüchte von den Sozis rum, dass sie
Steuern auf alle Aktiengewinne eintreiben wollen.

Kannst du mir einen Grund nennen, warum Einnahmen aus Aktiengewinnen (ich nehme mal an du meinst den Verkauf von Aktien mit Gewinn nach Ablauf der Spekulationsfrist) im Gegensatz zu Einnahmen aus allem möglichen anderen Bereichen (nicht selbständige Arbeit, Mieteinnahmen, selbständige Arbeit etc.) nicht besteuert werden sollten ?

Kannst du das vielleicht mal den Leuten erklären, die monatlich von ihrem Bruttolohn Lohnsteuer abgezogen bekommen ?

Gruss
Marion

Naja - Doppelbesteuerung?
Huhu!

Kannst du mir einen Grund nennen, warum Einnahmen aus
Aktiengewinnen (ich nehme mal an du meinst den Verkauf von
Aktien mit Gewinn nach Ablauf der Spekulationsfrist) im
Gegensatz zu Einnahmen aus allem möglichen anderen Bereichen
(nicht selbständige Arbeit, Mieteinnahmen, selbständige Arbeit
etc.) nicht besteuert werden sollten ?

Man muss ja erst mal das Kapital erwirtschaften, um sich Aktien zulegen zu können. Und dieses Kapital ist in der Regel schon mal besteuert worden, oder?
Das gilt natürlich auch für Mieteinnahmen, „normale“ Kapitalerträge, Erbschaften, Vermögen, etc. …

Kannst du das vielleicht mal den Leuten erklären, die
monatlich von ihrem Bruttolohn Lohnsteuer abgezogen bekommen ?

Sobald diese sich eine Aktie kaufen, schon!

Ich war zwar nicht gefragt, aber kann mal wieder meine Klappe nicht halten :wink:

Liebe Grüße
Guido

Man muss ja erst mal das Kapital erwirtschaften, um sich
Aktien zulegen zu können. Und dieses Kapital ist in der Regel
schon mal besteuert worden, oder?

He Guido: mit den Augen lesen und dem Hirn verstehen!

Es geht nicht um Steuern auf Aktien besitz sondern auf Veräußerungs gewinn. Und das ist ja wohl ein gewisser Unterschied.
Klar dass ich bereits versteuertes Geld für den Kauf verwende. Aber den Gewinn aus dem Wiederverkauf brauche ich nicht zu versteuern, nur den eventuellen Verkaufsverlust kann ich steuermindernd anrechnen?

Kopfschüttelnd
Eckard.

Hallo Guido,

Man muss ja erst mal das Kapital erwirtschaften, um sich
Aktien zulegen zu können. Und dieses Kapital ist in der Regel
schon mal besteuert worden, oder?
Das gilt natürlich auch für Mieteinnahmen, „normale“
Kapitalerträge, Erbschaften, Vermögen, etc. …

Ja und? Wenn ich mir als Unternehmer aus meinem versteuerten Gewinn eine Maschine kaufe, diese mit viel Glück nach ein paar Jahren zu einem höheren Preis verkaufe, als das Ding bilanztechnisch wert ist, dann habe ich auch zu versteuernde Einkünfte. Ich sehe also a priori nicht ein, warum das für Kapitalanlagen bei Privatleuten anders sein soll. Ausserdem können Verluste gegengerechnet werden, was damit zu einem halbwegs fairen System führt.

Wie Marion schon schrieb: Es gibt absolut keine plausible Erklärung, warum Einkünfte aus Kapitalanlagen (ob Rendite oder sonstige Gewinne) anders zu besteuern sind als Einkünfte aus Immobilienbesitz, selbständiger Arbeit oder unselbständiger Arbeit.

Grüße
Jürgen

Bitte Antwort bei J. Wilhelm lesen owt

Unklar ausgedrückt…
Hi Jürgen!

Wie Marion schon schrieb: Es gibt absolut keine plausible
Erklärung, warum Einkünfte aus Kapitalanlagen (ob Rendite oder
sonstige Gewinne) anders zu besteuern sind als Einkünfte aus
Immobilienbesitz, selbständiger Arbeit oder unselbständiger
Arbeit.

Das meinte ich ja auch nicht! Mir geht es nur darum, dass vielleicht generell mal darüber nachgedacht werden sollte, was besteuert werden sollte und was nicht!
Ebensowenig wie der Verkaufsgewinn besteuert werden sollte, sollte ein Verlust mindernd wirken! Das ist nur meine ganz persönliche Meinung!

Wenn Du Dir eine Maschine kaufst, dass kannst Du sie doch eh schon als Betriebsstoff (oder so ähnlich) absetzen…

Grüße
Guido

Hi Guido,

Das meinte ich ja auch nicht! Mir geht es nur darum, dass
vielleicht generell mal darüber nachgedacht werden sollte, was
besteuert werden sollte und was nicht!
Ebensowenig wie der Verkaufsgewinn besteuert werden sollte,
sollte ein Verlust mindernd wirken! Das ist nur meine ganz
persönliche Meinung!

Warum? Das ist doch das normalste von der Welt, dass Gewinne welcher Art auch immer als Einkommen zählen! Ich finde es deutlich schlimmer, dass einige Einkunftsarten nahezu unbelastet sind und andere sehr hoch belastet, wobei interessanterweise im allgemeinen die Einkunftsarten, die eher bei vermögenden auftreten zu den niedriger belasteten gehören…

Wenn Du Dir eine Maschine kaufst, dass kannst Du sie doch eh
schon als Betriebsstoff (oder so ähnlich) absetzen…

Nicht wirklich (ausser sie kostet unter 400EUR). Das einzige, was ich gewinnmindernd „absetzen“ kann ist der Wertverlust als Abschreibung…
Wie war das mit BWL?:smile:

Grüße
Jürgen

Huhu,

Wenn Du Dir eine Maschine kaufst, dass kannst Du sie doch eh
schon als Betriebsstoff (oder so ähnlich) absetzen…

Nicht wirklich (ausser sie kostet unter 400EUR). Das einzige,
was ich gewinnmindernd „absetzen“ kann ist der Wertverlust als
Abschreibung…

Sach ich doch *g*

Wie war das mit BWL?:smile:

Ähm…
Betriebe Weinen Leise?
Besser Wäre Leasing?
Bin Wahnsinniger Laie?

*menno* Ist schon so lange her…

Grüße
Guido

Man muss ja erst mal das Kapital erwirtschaften, um sich
Aktien zulegen zu können. Und dieses Kapital ist in der Regel
schon mal besteuert worden, oder?
Das gilt natürlich auch für Mieteinnahmen, „normale“
Kapitalerträge, Erbschaften, Vermögen, etc. …

Das hieße doch, daß wenn ich einmal hundert euro verdient habe und dann aus diesen Euro 100000 mache, daß ich dann aus den erwirtschafteten 99900 keine Steuern zahlen müßte.

Doppelbesteuerung heißt, daß die selbe Einnahme 2-mal besteuert wird. also du bezahlst in Belgien Steuern für deine 100Euro und in der BRD nochmal, anstatt einmal und die beiden teilen sich den Steuerertrag:

Kannst du das vielleicht mal den Leuten erklären, die
monatlich von ihrem Bruttolohn Lohnsteuer abgezogen bekommen ?

Sobald diese sich eine Aktie kaufen, schon!

Das wäre dann ein ganz neues Prinzip der Besteuerung nach Leistungsvermögen. Sehr sozial nach dem Motto: Der Hahn scheißt immer auf den großen Mist.

Ich war zwar nicht gefragt, aber kann mal wieder meine Klappe
nicht halten :wink:

du mußt deine Klappe nicht halten, nur mal weiterzudenken wäre hilfreich!

gruss
winkel

Nicht zu vergessen:
Erhöhung der MwSt auf Trinkwasser und Tierfutter, also in
Zukunft Standardsatz und nicht mehr der ermäßigte
Abschaffung Eigenheimzulage
Abschaffung Ehegattensplitting
Erhöhung des Rentenbeitrages bei „Besserverdienende“

Und - tadaaa - ein sinnvoller Vorschlag ist dabei:
Reduzierung der Reduzierung der Ökosteuer für Energiefressende
Industrien

Nicht zu vergessen, daß es in einer Demokratie dazugehört, Ideen zu suchen, sie zu diskutieren und dann in eine umsetzbare situation zu bringen.

Tu doch bitte nicht so, als sei das alles beschlossen, es sind bisher nur Gedanken.

Clement und Müntefering sind sich doch mittlerweile schon wieder einig, daß die „Veränderung“ des Ehegattensplitting mehr Konfusion und regelung bringt, als es an Erträgen in Aussicht stellt.

Witzig nur, daß ich bisher mit niemandem gesprochen habe, der
wirklich rot gewählt hat. Naja, wer es auch immer war: Nun
seht Ihr, was Ihr davon habt.

Noch haben wir nix davon, weil noch nix passiert ist. Aber auch du solltest sehen, daß es für jedes, ob Einnahmenvermehrung oder Ausgabenkürzung immer irgendjemand ein Argument hat, warum das nicht geht. also lassen wir alles so wie es ist?

Ich wäre, egal bei welcher Regierung, sowieso dafür, daß endlich mal jemand hingeht und einfach alles streicht und neu macht, weil durch diesen Paragraphendschungel sich nur Paradoxien ergeben.

gruss
winkel

Tu doch bitte nicht so, als sei das alles beschlossen, es sind
bisher nur Gedanken.

Allerdings sehr interessante Gedanken von Leuten, de sich vor der wahl ganz entschieden gegen Steuererhöhungen einsetzten.

Witzig auch, daß evtl. Neuverschuldung aus der Finanzierung der Hochwasserschäden bei der Ermittlung der Staatsverschuldung gem Stabilitätspakt außen vor geblieben wären. Nun schneidet man sich mit der groß angekündigten Standhaftigkeit gleich doppelt selbst.

Noch haben wir nix davon, weil noch nix passiert ist. Aber
auch du solltest sehen, daß es für jedes, ob
Einnahmenvermehrung oder Ausgabenkürzung immer irgendjemand
ein Argument hat, warum das nicht geht. also lassen wir alles
so wie es ist?

Das mal gerade nicht. Aber Einnahmenvermehrung funktioniert auch anders als mit Steuererhöhungen.

Ich wäre, egal bei welcher Regierung, sowieso dafür, daß
endlich mal jemand hingeht und einfach alles streicht und neu
macht, weil durch diesen Paragraphendschungel sich nur
Paradoxien ergeben.

Das kann ich so problemlos unterschreiben.

Gruß
Christian

Hallo,

was gibt es denn da sich zu ärgern. Ich zahle gerne Steuern auf Aktiengewinne, ich zahle gerne Vermögens- und Erbschaftssteuer, ich zahle auch gerne eine höhere Mineralölsteuer und hoffe es gibt auch künftig für Wasser 16 %. Ich bin für die Änderung des Familiensplitting, für höhere Beiträge beid er Rentenversicheurng oder geringere Renten, für mehr Beteiligung bei der Krankenkasse. Ich bin auch für die Abschaffung aller Subventionen, inkl. der Kohle, wenn mir garantiert wird, dass jeder einen Arbeitsplatz erhält und zwar den, den ihm das Arbeitsamt zuweist und wenn dann, wenn er ablehnt, kein Geld mehr bekommt, auch nicht vom Sozialamt. Es ist richtig, wenn wir die Leistungsträger der Gesellschaft schröpfen, denn die sind selbst schuld, wenn sie statt 40 Stunden in der Woche 80 mehr arbeiten und umgerechnet zuviel verdienen. Selbstverständlich bin ich dafür, den Unternehmern jeden Gewinn abzusprechen und dafür zu sorgen, dass sie nicht mehr wie die Angestellten verdienen, denn wenn sie im Unternehmen mit dem eigenen Vermögen haften, sind sie selber schuld, denn sie haben doch genaug Geld.

Ich bin für alles, was der Neiddiskussion hilft, wenn ich bei den Sozis bin, aber ich bin nun mal nicht bei den Linken.

Gruss Günter

PS. Eichel und Schröder im Wahlkampf: " Es gibt keine neuen Steuern und keine Steuererhöhungen".

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Jaja, und immer diese Leute, die zwischen „sozialistisch“ und „sozialdemokratisch“ nicht unterscheiden können…

Jana *mpf*

private Altervorsorge - Medaille mit zwei Seiten?

Das hieße doch, daß wenn ich einmal hundert euro verdient habe
und dann aus diesen Euro 100000 mache, daß ich dann aus den
erwirtschafteten 99900 keine Steuern zahlen müßte.

Mir war so, als wenn der scheidende Minister Riester irgendwie dafür gewesen wäre, daß man privat für die Altersvorsorge Geld anlegt. Mir war auch so, daß das die Lücke ausgleichen sollte, die durch das reduzierte Rentenniveau entstehen wird.

Da kann ich aber nicht nachvollziehen, warum man dann den Leuten, die Geld langfristig (z.B. für das Alter) anlegen, an die Karre fährt. Daß reine Zockerei besteuert werden soll, ist ja noch einzusehen. Daß derjenige, der langfristig Geld anlegt, auf die Erträge aus dem Verkauf der Papiere zwecks Verbrauch Steuern zahlen soll, ist genauso hirnrissig, wie der Gedanke den Ertragsanteil der Lebensversicherungen zu besteuern. Der Staat kann doch einerseits nicht hingehen und die Rentenleistungen reduzieren (obwohl die Beiträge ja unverändert erbracht werden müssen!) und andererseits die Alternativen schlechterstellen.

Mal ganz davon abgesehen, daß dann so Dinge wie Vermögenswirksame Leistungen, Arbeitnehmersparzulagen und Wohungsbauprämie auch keinen Sinn mehr machen, denn: Woher das Recht, Sparer überhaupt zu fördern?

du mußt deine Klappe nicht halten, nur mal weiterzudenken wäre
hilfreich!

Guter Ansatz!

Gruß
Christian

Gleiche Altersarmut für alle!

Jaja, und immer diese Leute, die zwischen „sozialistisch“ und
„sozialdemokratisch“ nicht unterscheiden können…

Sehe ich anders. Die derzeitigen Projekte laufen ganz klar in die Richtung, daß jeder bestraft wird, der in irgendeiner Weise finanziell besser darsteht, als ein definierter Zielkunde der bunten Regierung.

Nochmal: Wie kann ich die staatlich kontrollierte private Altersvorsorge propagieren (um Lücken in der Rentenkasse zu schließen, ohne daß Beiträge reduziert würden (bitte nicht mit Ökosteuer verwechseln)), wenn ich gleichzeitig jede andere Form der Altervorsorge durch Besteuerung unattraktiv mache?

Fragt sich
Christian

Hallo CHristian,

Mal ganz davon abgesehen, daß dann so Dinge wie
Vermögenswirksame Leistungen, Arbeitnehmersparzulagen und
Wohungsbauprämie auch keinen Sinn mehr machen, denn: Woher das
Recht, Sparer überhaupt zu fördern?

Im allgemeinen sicher richtig:smile:

In meinen Augen besteht doch nicht das Problem darin, dass manche Menschen hier in unserem Staat bezuschusst werden, sondern welche.

Wir reden bei Bezuschussung von Transfersleistungen. Es fliesst also Geld von einem Haushalt in den anderen. Es kann doch keinen Sinn machen, dass gut-finanzierte Haushalte Zuschüsse bekommen von schwachfinanzierten Haushalten. (Z.B. schlecht-bezahlter Single-Haushalt gegenüber ehegattengesplitteten Yuppie-Haushalt, bitte keine Neidvorwürfe, mir gehts persönlich gut genug:smile:)

Deshalb bin ich dafür, dass zunächst alle Einkunftsarten (inkl. Verlustberücksichtigung) zusammengezählt werden, also ein Haushaltseinkommen gebildet wird und dann(!) unter Berücksichtigung von sozialen Faktoren (Kinder, Pflege…) und der Vermögenssituation ein einheitlicher Steuersatz gebildet wird.
Und dann fällt halt z.B. eine Kapitalbildende Lebensversicherung eines Millionärs nicht mehr unter die Einkommenssteuerbefreiung, da er sie sicher nicht als Rentenersatz braucht!

Grüße
Jürgen

Hallo,

Deshalb bin ich dafür, dass zunächst alle Einkunftsarten
(inkl. Verlustberücksichtigung) zusammengezählt werden, also
ein Haushaltseinkommen gebildet wird und dann(!) unter
Berücksichtigung von sozialen Faktoren (Kinder, Pflege…) und
der Vermögenssituation ein einheitlicher Steuersatz gebildet
wird.

damit habe ich grundsätzlich kein Problem. Aber: Wenn jemand über 40 Jahre einen Kapitalstock aufbaut, um im Alter die Lücke zu schließen, die aufgrund der sinkenden Rentenleistung definitiv entsteht, kann es m.E. nicht richtig sein, daß daraus resultierende Erträge z.B. durch Verkäufe von Fonds, besteuert werden.

Genauso könnte man sagen, daß jemand, der beim Pfandleiher seinen Familienschmuck in Zahlung gibt, auf den Gewinn Steuern zahlen soll. Daß zwischen Anschaffung und Verkauf vielleicht 50 Jahre und 100% Inflation liegen, sollte man da freundlicherweise berücksichtigen und zwar in beiden Fällen.

Und dann fällt halt z.B. eine Kapitalbildende
Lebensversicherung eines Millionärs nicht mehr unter die
Einkommenssteuerbefreiung, da er sie sicher nicht als
Rentenersatz braucht!

Ich sehe das etwas anders: Der Millionär hat so oder so seinen Beitrag bereits geleistet. Entweder durch Erbschaft- oder Einkommensteuer oder wie auch immer. Außerdem braucht der im Alter keine Sozialhilfe, was ja auch eine Leistung ist.

Oder anders gesagt: Wenn man jetzt Einkünfte für die Altersvorsorge /aus der Altersvorsorge bestuert, braucht man sich später nicht wundern, wenn eigentlich Selbstversorger zum Sozialfall werden. Werden nicht alle oder viele sein, aber einige.

Gruß
Christian

Hallo Christian,

[] Aber: Wenn jemand
über 40 Jahre einen Kapitalstock aufbaut, um im Alter die
Lücke zu schließen, die aufgrund der sinkenden Rentenleistung
definitiv entsteht, kann es m.E. nicht richtig sein, daß
daraus resultierende Erträge z.B. durch Verkäufe von Fonds,
besteuert werden.

Genauso könnte man sagen, daß jemand, der beim Pfandleiher
seinen Familienschmuck in Zahlung gibt, auf den Gewinn Steuern
zahlen soll. Daß zwischen Anschaffung und Verkauf vielleicht
50 Jahre und 100% Inflation liegen, sollte man da
freundlicherweise berücksichtigen und zwar in beiden Fällen.

Das ist erstmal nur ein Problem der Gewinnfeststellung…

Ausserdem würde hier durch das Entsparen eine Einkommen nahe 0 (über die Feststellung des Haushaltseinkommens) entstehen, so dass hier wohl kaum gigantische Einkommenssteuern anfallen würden. (Im Gegensatz zu mancher Pauschalbesteuerung)
Der „Rentner“ wird ja wohl kaum alles auf einen Schlag verkloppen…

Ich sehe das etwas anders: Der Millionär hat so oder so seinen
Beitrag bereits geleistet. Entweder durch Erbschaft- oder
Einkommensteuer oder wie auch immer. Außerdem braucht der im
Alter keine Sozialhilfe, was ja auch eine Leistung ist.

Ein Millionär hat IMHO die Pflicht, mehr als der Durchschnitt für dieses Gemeinwesen zu tun, an dem er partizipiert. (Die starken Schultern stützen das Gemeinwesen, nicht die schwachen) Und er würde das nur solange müssen, solange er überdurchschnittlich vermögend/einkommend ist (s. Einkommensfeststellung)

Oder anders gesagt: Wenn man jetzt Einkünfte für die
Altersvorsorge /aus der Altersvorsorge bestuert, braucht man
sich später nicht wundern, wenn eigentlich Selbstversorger zum
Sozialfall werden. Werden nicht alle oder viele sein, aber
einige.

s.o.

Gruß
Jürgen

PS: Ich bin definitiv gegen eine Vermögensteuer. Diese besteuert nämlich bereits versteuertes Kapital und führt tatsächlich zu einer Verminderung der Kapitalbasis, was Diebstahl gleicht…