Bonjour,
Ihr wundert euch sicher, dass ich schon wieder mit dem Thema komme. Muss ein Referat drüber halten. Brauche Informationen zu Jeanne D’Arc (bekannt durch die Franz. Revolution) und Friedrich von Spee (auch bekannt als Pater Friedrich)!!! Wär super nett, wenn ihr mir noch mal was schreibt…
Meri et au revoir
Fynn
Komisch -
ich hatte Johanna von Domremy immer mit dem Hundertjährigen Krieg in Verbindung gebracht, nicht mit der Französischen Revolution.
Ich weiß nicht viel darüber, nur, dass sie erst im 20. Jh. heiliggesprochen wurde.
Eine ganz interessante literarische Umsetzung ist von Michel Tournier: „Gilles & Jeanne“.
Gruß, Claudia
Fr. von Spee
Hallo !
Das sagt Meyers Lexikon :
Spee, Friedrich von, Dichter, aus dem adligen, um 1670 ausgestorbenen Geschlecht der S. von Langenfeld, geb. 25. Febr. 1591 in Kaiserswerth, gest. 7. Aug. 1635 in Trier, wurde im Jesuitengymnasium zu Köln erzogen, trat 1610 in den Jesuitenorden und lehrte dann mehrere Jahre hindurch in den Jesuitenschulen zu Köln und Trier. 1621 wurde er Priester und Professor, wirkte 1624-26 als Prediger in Paderborn und wurde 1627 als Professor nach Würzburg geschickt, wo er zugleich die zum Tode verurteilten vermeintlichen Hexen und Zauberer auf dem letzten Gang zu begleiten hatte. Dort verfaßte er, wie es scheint, im Auftrage des Ordensprovinzials Baving, die anonym erschienene Schrift: »Cautio criminalis s. Liber de processu contra sagas« (Rinteln 1631 u. ö., auch ins Deutsche, Holländische und Französische übersetzt), worin er das leichtfertige und grausame Verfahren bei den Hexenprozessen mutvoll bekämpfte. 1628 wurde S. zur Durchführung der Gegenreformation nach Peine im Hildesheimischen gesendet. Ein Mordanfall fesselte ihn in Hildesheim längere Zeit aus Krankenbett. 1631 wurde er als Professor der Moraltheologie nach Köln zurückberufen, 1633-35 lehrte er in Trier. Seine 1629 in Falkenhagen vorbereitete, nach seinem Tod erschienene Sammlung geistlicher Lieder: »Trutz-Nachtigall« (Köln 1649, hrsg. vom Pater Nakatenus; kritische Ausgabe von Balke, Leipz. 1879, mit ausführlicher Einleitung), gehört nach Inhalt und Form zu den besten Leistungen der deutschen Literatur des 17. Jahrh. und atmet die milde, schlichte Frömmigkeit und Innigkeit des Dichters. Wenn auch manches Spielende und Süßliche unterläuft, so ist doch der Grundton im edelsten Sinne volkstümlich. Die Versbehandlung beruht nur zum Teil auf Opitz’ Grundsätzen: die chronologisch angeordnete Straßburger Handschrift zeigt, daß zehn Lieder vor 1621, also vor dem Erscheinen des »Buchs von der deutschen Poeterey« (1624; s. Opitz), verfaßt sind. Das in Prosa geschriebene »Güldene Tugendbuch« (Köln 1649 u. ö.; hrsg. von Hattler, Freiburg 1887), asketischen Inhalts, erschien gleichfalls erst nach seinem Tod. Es werden darin viele Gedichte der »Trutz-Nachtigall« zitiert, es enthält aber auch gegen 50 selbständige Gedichte, die an Wert hinter denen des Hauptwerkes nicht zurückstehen. Vgl. Diel, Friedrich v. S. (Freiburg 1872; 2. Aufl., bearbeitet von Duhr, 1901); Ebner, Friedrich v. S. und die Hexenprozesse seiner Zeit (Hamb. 1898); Jungbluth, Beiträge zu einer Beschreibung der Dichtersprache Friedrichs v. S. (Dissertation, Bonn 1907). Ein Trauerspiel »Friedrich v. S.« verfaßte J. Pape (Mainz 1857).
[Lexikon: Spee, S. 1 ff.Digitale Bibliothek Band 100: Meyers Großes Konversations-Lexikon, S. 186024 (vgl. Meyer Bd. 18, S. 702 ff.)]
mfgConrad
Hallo !
In der Revolution wäre sie geköpft worden. Jetzt wurde sie nur verbrannt.
Jeanne d’Arc (spr. schann’ dárk, auch Johanna d’Arc), die Jungfrau von Orléans, die Befreierin ihres Vaterlandes aus der Gewalt der Engländer, geb. 6. Jan. 1412 in Domremy, einem Dörfchen in der Champagne, an der Grenze von Lothringen, gest. 30. Mai 1431. Ihre Eltern waren fleißige, ehrbare Ackersleute. Ein gewisser Ernst und schwärmerische Religiosität erfüllten J. von frühester Jugend: seit ihrem 13. Jahre glaubte sie bei Beten und Fasten himmlische Stimmen zu vernehmen, die sie indes nur zum Gutsein und zur Frömmigkeit ermahnten. Seitdem burgundische Horden ihr Dörfchen verwüstet hatten, wendete ihre feurige Einbildungskraft sich kriegerischen Dingen zu; himmlische Stimmen forderten sie auf, mit Gottes Hilfe zur Errettung Frankreichs auszuziehen. 1428 erschien ihr als das nächste Ziel die Errettung des wichtigen, von den Engländern schwer bedrängten Orléans. Zwei Edelleute, die an ihre göttliche Sendung glaubten, geleiteten sie 23. Febr. 1429 an den Hof zu Chinon. Hier gelang es ihr nach vieler Mühe, die Höflinge und zumal den leichtfertigen Karl VII. selbst von der Wahrheit ihrer Sendung zu überzeugen. Der Dauphin vertraute ihr endlich ein kleines Heer an, mit dem sie in der Tat 29. April 1429 in Orléans eindrang. Man hielt sie seitdem für eine Abgesandte der Gottheit. Nur durch den unvergleichlichen Mut und das entschiedene Feldherrentalent der Jungfrau sowie die Begeisterung, die sie den Kriegern einzuflößen wußte, zwang sie die Engländer, 8. Mai die Belagerung von Orléans gänzlich aufzuheben und noch mehrere andre Plätze an der Loire zu räumen. Jargeau eroberte J. im Sturm, wobei der englische Befehlshaber, der Graf von Suffolk, selbst gefangen ward. Am 18. Juni schlug sie den Lord Talbot mit einem starken englischen Korps bei Patay. Schon zu Chinon hatte sie es als ihre zweite Hauptaufgabe bezeichnet, die Krönung Karls VII. in Reims zu bewirken. Dahin brach sie nun mit dem König auf; auf dem Wege öffneten alle Festungen ihre Tore, und 16. Juli zogen Karl VII. und seine Retterin in Reims ein, wo der König am nächsten Tage feierlich gesalbt und gekrönt wurde. Als einzige Belohnung erbat sie sich die Befreiung der Bewohner Domremys von allen Steuern. Außerdem wurden sie und ihre Familie in den Adelstand erhoben. Das war der Höhepunkt ihres Lebens und Wirkens. Ihr weiteres Ziel war nun, Frankreich gänzlich zu befreien. Aber sie war fortan auf die Hilfe und den Beirat der Heerführer angewiesen, die, und vor allen der König, sich neidisch auf ihren Ruhm und unfähig zeigten. Die Jungfrau, von den mißgünstigen Kriegsführern nicht genügend unterstützt, wurde bei dem Sturm auf Paris 8. Sept. am Schenkel schwer verwundet und mußte den Sturm aufgeben. Dieser erste Mißerfolg wurde für ihr Ansehen verhängnisvoll. Während Karl VII. abermals in seine gewöhnliche Trägheit und Ausschweifung versunken war, warf sich J., als sie hörte, daß Burgunder und Engländer Compiegne bedrängten, mit geringer Begleitung in die Feste, wagte einen Ausfall, wurde aber von der Besatzung absichtlich im Stiche gelassen und so von den Burgundern gefangen genommen (23. Mai 1430). Vier Monate brachte J. in vergleichsweise milder Gefangenschaft in dem Schloß Beaurevoir des Herrn von Ligny zu. Von seiten des französischen Königs wurde kein Versuch gemacht, sie, sei es durch Lösegeld, sei es durch Gewalt, zu befreien. Dagegen zwangen die Engländer den Herrn von Ligny, J. für 10,000 Livres ihnen auszuliefern. Nach Rouen gebracht (im Dezember 1430), ward sie hier der Zauberei und Ketzerei angeklagt; mit der Leitung des Prozesses wurde der Bischof von Beauvais, Peter Cauchon, beauftragt, ein gewissenloser, ehrgeiziger Mann, der durch die Engländer Erzbischof von Rouen zu werden hoffte. Die Anklageschrift stellte die abscheulichsten Verleumdungen wider sie auf; man beschuldigte sie der gröbsten Ausschweifungen und der Anbetung des Teufels und seiner Dämonen. J. antwortete mit Geistesgegenwart und klarem Verstand; indessen die Engländer und Cauchon hatten ihr Verderben beschlossen. Nach unsäglichen körperlichen und Gemütsleiden mußte sie 24. Mai 1431 ihr Urteil hören: lebendig verbrannt zu werden, wenn sie ihre Sünden nicht abschwöre. Die schreckliche Aussicht auf den Scheiterhausen erschütterte endlich diese heldenmütige Seele; sie unterzeichnete mit einem Kreuz eine kurze allgemeine Abschwörungsformel. Nun wurde sie begnadigt, d. h. zu ewigem Gefängnis bei Brot und Wasser. Man befahl ihr, der Abschwörung gemäß Frauenkleider anzulegen und zu behalten. Sie versprach es. Aber um sich vor den rohen Zudringlichkeiten ihrer Wächter zu retten, griff sie wieder zu der Männertracht. Sie nahm überhaupt ihre Abschwörung, als von der Furcht erpreßt, zurück. Dahin hatte man sie bringen wollen: sie war nun eine rückfällige Ketzerin, die nichts mehr retten konnte. Sie wurde auf dem Markt in Rouen zum Scheiterhaufen geführt, den die erst 19jährige mit Mut und festem Gottvertrauen bestieg. 1450 ließ Karl VII. ihren Prozeß einer Revision unterziehen, die nach sechsjährigen genauen Untersuchungen und Verhören mit der Erklärung ihrer Unschuld endigte; ihr Andenken wurde durch feierliche Prozession und Errichtung eines Denkmals auf der Stätte ihrer Hinrichtung geehrt. Im 19. Jahrhundert wurden ihr in Domremy, Orléans, Paris (3), Rouen, Compiègne, Chinon, Reims u. a. O. Standbilder errichtet. Ihre Heiligsprechung wurde in Rom zwar abgelehnt, doch sprach sie Leo XIII. 1894 »selig«. Ihr Leben und ihre Taten haben mehreren Dichtern, namentlich Chapelain, Southey, Lebrun, de Charmettes, Dumenil, Soumet u. a., Stoff zu poetischer Bearbeitung geliefert; die berüchtigtste ist Voltaires freches Machwerk »La pucelle d’Orléans«, die edelste Schillers Trauerspiel »Die Jungfrau von Orléans«.
[Lexikon: Jeanne d’Arc, S. 1 ff.Digitale Bibliothek Band 100: Meyers Großes Konversations-Lexikon, S. 93979 (vgl. Meyer Bd. 10, S. 215 ff.)]
mfgConrad
bonjour,
Die war aber in der Französischen Revolution!!!
Hat die Franzosen vor England gerettet, soweit ich weiß!!!
Au revoir! Fynn
Ps: Danke für den Tip. War echt hilfreich
[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]
Buon giorno!
Die war aber in der Französischen Revolution!!!
Die Französische Revolution begann bekanntlicherweise 1789.
Hat die Franzosen vor England gerettet, soweit ich weiß!!!
Das war zwischen 1428 und 1430. Sie lebte von 1412 bis 1431.
Na ja, sind ja nur rund 350 Jahre dazwischen.
Was ist das schon in Anbetracht der Ewigkeit 
Nix für ungut.
Arrivederci,
Hartmann.
Buon giorno!
Die Französische Revolution begann bekanntlicherweise 1789.
Hat die Franzosen vor England gerettet, soweit ich weiß!!!
Das war zwischen 1428 und 1430. Sie lebte von 1412 bis 1431.
Na ja, sind ja nur rund 350 Jahre dazwischen.
Was ist das schon in Anbetracht der EwigkeitNix für ungut.
Arrivederci,
Hartmann.
Bonjour,
Okay, überzeugt!!! SOOOOORRRRRYYYYYYYYYYY
Also, es war im hundertjährigem Krieg (13./14. Jahrhundert) 1428 hat sie frankreich vor den Engländern gerettet!!! Also noch mal sorry an alle die ich verwirrt habe. Ich habe keine Raum oder Zeitverkrümmung, weder das eine noch das andere, werder eine leichte, noch eine schwere
Keine sorge (sowieso nicht, oder???) bin nicht verärgert. Danke, dass du mich drauf hingewiesen hast!!!
Merci et au revoir
Fynn