Jehova - bloß ein Kunstwort? (Achtung: lang)

Liebe Experten,

eines möchte ich vorausschicken: Ich selbst gehöre keiner Religion an und bin auch ungebildet in diesen Themen. Ich habe nur vor langer Zeit mal einen Thread zum Thema Zeugen Jehovas gelesen, der (für den Laien) sehr fundiert klang und den ich heute wiedergefunden habe.

Hier ist er:

* „Jehova“ ist ein absolutes Schwachsinnswort. In alttestamentarischer Zeit galt der Eigenname Gottes als heilig und durfte nicht ausgesprochen werden („Jahwaeh“). Nun ist das Hebräische eine Schrift, die normalerweise nur die Konsonanten schreibt - bei Jahwaeh demnach JHWH. Diese vier Buchstaben stehen zwar hundertfach im hebräischen AT, jedoch fehlt die Vokalisation „aa - aeae“, welche in Gestalt von kleinen grafischen Zeichen ober- und unterhalb der Konsonanten durch eine Gruppe penibler Textsystematiker in grauer Vorzeit schon eingefügt worden war. Der Grund: Wegen der „Unaussprechlichkeit“ des Gottes-Eigennamens wollte man gewissermaßen erzwingen, daß an jeder Stelle mit JHWH die allgemeinere Form „Adonaj“ („Herr“) zu lesen sei. Da der Konsonantenbestand des hebräischen „Urtextes“ jedoch ebenfalls als heilig und unantastbar galt, ersann man als Lösung eine Mischform aus den Konsonanten von Jahwaeh und den Vokalen von Adonaj - ein Kunstwort, das da auf diese Weise entstand. Zwar scheinen die Vokale von Adonaj (a-o-a) nicht gänzlich mit denen von Jehova übereinzustimmen - das aber liegt an einer Sonderform von Vokalen, die das Althebräische kennt; dieser Vokal wird in Abhängigkeit vom vorangegangenen Konsonanten einmal als kurzes „a“, einmal als kurzes „e“ ausgesprochen. So wird also aus grammatikalischen Gründen ein (kurzes) „e“ aus dem (kurzen) „a“.

„Jehova“ ist also weder das, was eigentlich im Text steht noch das, was die besagten alten Textsystematiker gerne an diesen Stellen ausgesprochen gehabt haben wollten. Es ist Nonsens!

Diese Tatsachen habe ich den regelmäßig an meiner Haustür erscheinenden „Zeugen Jehovas“ vorgetragen, was sie richtig aggressiv, hartnäckig, verletzt und beleidigt gemacht hat. Konsequenterweise schickten sie mir von Mal zu Mal andere Leute, die einen zunehmend höheren Grad exegetischer oder linguistischer Kenntnisse mitbrachten. Schließlich konnten sie das ja nicht „auf sich sitzen lassen“, daß ihr schönes Auserwähltseins-Gebäude schon bei der Namensgebung einen „Bug“ hat… ;o) *

Zitat Ende. Wie gesagt: Mich als Laien interessiert Eure Meinung dazu, vor allem, da ich weiß, dass es hier im Forum auch Zeugen Jehovas gibt.

-) Grüße aus Leipzig.

Jens

Hallo Jens,

Mich als Laien interessiert Eure
Meinung dazu, vor allem, da ich weiß, dass es hier im Forum
auch Zeugen Jehovas gibt.

Hier bin ich schon. :wink:
Zunächst einmal wurde dieses Thema hier schon einmal behandelt.
http://wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchive.fp…

In
alttestamentarischer Zeit galt der Eigenname Gottes als heilig
und durfte nicht ausgesprochen werden („Jahwaeh“).

In den Zeiten von Moses bis 8/7tes Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung wurde der Namen durchaus ausgesprochen. Wann die Israeliten aufhörten den Namen auszusprechen ist nicht bekannt.
(Joel 2:32)

…welche in Gestalt von kleinen grafischen Zeichen ober- und unterhalb der Konsonanten durch eine Gruppe penibler Textsystematiker in grauer Vorzeit schon eingefügt worden war…

Mit grauer Vorzeit meinst du wahrscheinlich die zweiten Hälfte des ersten Jahrtausends.

„Jehova“ ist also weder das, was eigentlich im Text steht noch
das, was die besagten alten Textsystematiker gerne an diesen
Stellen ausgesprochen gehabt haben wollten. Es ist Nonsens!

Stimmt. Der erste Frage ist nun folgende:
Wie wird der Namen Gottes korrekt ausgeprochen?

Den Namen „Jahwaeh“, den du verwendest, ist die die bevorzugte Version der Gelehrten, aber nicht die Einzige. Der Namen Gottes wurde höchstwahrscheinlich nicht Jehova ausgesprochen. Aber wie er wirklich ausgesprochen wurde, weiss heute kein Mensch mehr.

Falls jemand anderer Meinung ist, lasse ich mich gerne belehren.
Ich habe mich durchaus mit unterschiedlichen Leute auseinandergesetzt. Bisher hat mir Niemand den zweifelsfreien Beweis dargelegt, dass der Namen Gottes mit Jahwaeh ausgesprochen wird. Im Gegenteil, ich habe die unterschiedlisten Varianten gesehen.
Besonders bemerkenswert ist es, wenn hier im Forum hebräische Begriffe verwendet werden und jeder Teilnehmer eine andere Schreibweise präsentiert. Und da sind die Vokale dabei.

Die zweite Frage lautet nun:
Wo ist dein Problem mit der Verwendung des Namens Jehova?

Vor einigen Jahren hat man die Stadt Peking verschwinden lassen. Stattdessen gibt es nun Beijing. Glaubst du wirklich, dass damit der Namen genauso ausgesprochen wird, wie es Nordchinese tun würde?
Der Namen Jehova ist die traditionelle Form des Gottesnamen. Deswegen wird sie von J.Z. beibehalten und verwendet.

Ich persönlich glaube, dass mir Gott die falsche Aussprache seines Namens verzeiht, solange ich den Namen anrufe und IHN nicht zu einen namenlosen Ding ohne Persönlichkeit degradiere.

Schließlich konnten sie
das ja nicht „auf sich sitzen lassen“, daß ihr schönes
Auserwähltseins-Gebäude schon bei der Namensgebung einen „Bug“
hat… ;o) *

Ich nehme an, dass dir meine Glaubensbrüder dir auch eine Broschüre angeboten haben „Der GÖTTLICHE NAME, der für immer bleiben wird“. Hättest du einen Blick reingeworfen, hättest du auch nachlesen können, dass die Entstehung der Vokalisationsform Jehova J.Z. sehr wohl bekannt ist und warum J.Z. sie dennoch verwenden.

Gruß
Carlos

exakt (o.w.T.)
.

ja! falsche leseweise aufgrund nichtwissens
hallo!

Nun ist das
Hebräische eine Schrift, die normalerweise nur die Konsonanten
schreibt

nicht nur normalerweise, IMMER. die vokalzeichen wurden im mittelalter erfunden, um den bibeltext eindeutig festzuhalten. heute benutzt man die auch nur in kinderbüchern, wörterbüchern und bibeln, als hilfsmittel, um doppelbedeutungen auszuschließen.

Es ist Nonsens!

korrekt. auf diesen nonsens kommt einer, der eine hebräische bibel aufschlägt und drinnen liest, ohne den hintergrund zu kennen, den du erklärt hast. der irrtum kam wahrscheinlich auf, als sich christen an die jüdischen originaltexte heranwagten („vergriffen haben“ möchte ich jetzt besser nicht sagen).

grüße
lehitraot.

Bitte: mehr Verständigungsbereitschaft
Hallo!

korrekt. auf diesen nonsens kommt einer, der eine hebräische
bibel aufschlägt und drinnen liest, ohne den hintergrund zu
kennen, den du erklärt hast.

Ja, ist korrekt. Aber der Fehler ist jedenfalls in meiner Bibel nicht mehr vorhanden. Da steht „JAHWE“. Selbst Christen sind lernfähig (bin Christ und sag das, ohne beleidigend zu werden).

der irrtum kam wahrscheinlich
auf, als sich christen an die jüdischen originaltexte
heranwagten („vergriffen haben“ möchte ich jetzt besser nicht
sagen).

Da schwingt mir eine gewisse Ablehnung aller Christen mit. Die möchte ich als Christ zurückweisen. Zwischen Juden und Christen sollte mehr Verständigungsbereitschaft bestehen und weniger Differenzen. Schließlich ist es der gleiche Gott, an den wir glauben.

Grüße,

Oliver

der irrtum kam wahrscheinlich
auf, als sich christen an die jüdischen originaltexte
heranwagten („vergriffen haben“ möchte ich jetzt besser nicht
sagen).

Da schwingt mir eine gewisse Ablehnung aller Christen mit. Die
möchte ich als Christ zurückweisen. Zwischen Juden und
Christen sollte mehr Verständigungsbereitschaft bestehen und
weniger Differenzen. Schließlich ist es der gleiche Gott, an
den wir glauben.

Es ist doch unglaublich.
Kaum nimmt jemand, der sich als Atheist „bekennt“ die Worte „Christ“ und „vergriffen“ in den Mund dann schwingt dort gleich eine gewisse Ablehnung aller Christen mit.

Es ist ja wohl mittlerweile bewiesen, dass sich die Übersetzer der Alttestamentarischen Schriften, teils aus Unwissen, teils aus Berechnung, in der richtigen Übersetzung der Worte „vergriffen“ haben. Und dies gleich mehrfach in den geschichtlich je aufeinanderfolgenden Übersetzungen.

Es SOLLTE vielleicht mehr Verständigungsbereitschaft zwischen den Religionen geben. (Vielleicht käme man dann zu dem Schluss dass es besser wäre alle Religionen aufzulösen, weil sie sowieso alle gleich sind. Aber das nur nebenbei. Und natürlich durchaus als Provokation gedacht.:wink: Es gibt sie aber nicht und das ist wohl schon immer so gewesen und wird wohl immer so sein.
Im übrigen ist mit den Juden in „ihrem Land“ Israel momentan anscheinend sowieso schlecht zu reden.

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schön wär’s, aber wie?
Hallo Oliver

Schließlich ist es der gleiche Gott, an den wir glauben.:

…und darum hat man sich, zur höheren Ehre des jeweiligen Gottes, die Köpfe eingeschlagen!?
Die Ausgangslage ist doch so, dass keine Religion der Bücher den Gott der anderen anerkennen k a n n.
der jüdische Gott wird noch erwartet
der christliche Gott soll uns bereits auf Erden beglückt haben
der islamische Gott hat im Paradies Lauerstellung bezogen

Diese drei Vorstellungen lassen sich nicht auf einen Gott reduzieren, ausser du riskierst Kopf und Kragen - bei allen drei.

Gruss
Mäni

Hallo!

Es ist doch unglaublich.
Kaum nimmt jemand, der sich als Atheist „bekennt“ die Worte
„Christ“ und „vergriffen“ in den Mund dann schwingt dort
gleich eine gewisse Ablehnung aller Christen mit.

Es war eine Israelin, an die ich schrieb, nicht der Ursprungsposter.

Es ist ja wohl mittlerweile bewiesen, dass sich die Übersetzer
der Alttestamentarischen Schriften, teils aus Unwissen, teils
aus Berechnung, in der richtigen Übersetzung der Worte
„vergriffen“ haben. Und dies gleich mehrfach in den
geschichtlich je aufeinanderfolgenden Übersetzungen.

Dazu schrieb ich: Das ist korrekt.

Es SOLLTE vielleicht mehr Verständigungsbereitschaft zwischen
den Religionen geben. (Vielleicht käme man dann zu dem Schluss
dass es besser wäre alle Religionen aufzulösen, weil sie
sowieso alle gleich sind. Aber das nur nebenbei. Und natürlich
durchaus als Provokation gedacht.:wink:

Nur weil man Atheist ist, heißt es nicht, daß man Recht hat.

Es gibt sie aber nicht
und das ist wohl schon immer so gewesen und wird wohl immer so
sein.

Ziemlich pessimistisch. Ich möchte Frieden zwischen den Menschen. Wenn Du Dich mit den ewigen Streitigkeiten zufrieden gibst, halte ich es nicht

Im übrigen ist mit den Juden in „ihrem Land“ Israel momentan
anscheinend sowieso schlecht zu reden.

Das ist kein Grund, nicht mit ihnen zu reden. Außerdem darf ich darauf hinweisen, daß in Israel nicht nur Juden leben und nichtjüdische Israeliten Israel auch als ihr Land betrachten können.

Gruß,

Oliver

Hallo scriptor!

Schließlich ist es der gleiche Gott, an den wir glauben.:

…und darum hat man sich, zur höheren Ehre des jeweiligen
Gottes, die Köpfe eingeschlagen!?

Ich weigere mich, jeden Religionsanhänger pauschal als scheinheilig hinzustellen.

Die Ausgangslage ist doch so, dass keine Religion der Bücher
den Gott der anderen anerkennen k a n n.

Ach ja? Der Gott Abrahams ist der Gott der Juden, Christen und Moslems.

der jüdische Gott wird noch erwartet

Verwechslung: Die Juden erkennen nicht an, daß Christus der erwartete Messias ist.

der christliche Gott soll uns bereits auf Erden beglückt haben

Richtig.

der islamische Gott hat im Paradies Lauerstellung bezogen

Weiß ich nicht.

Diese drei Vorstellungen lassen sich nicht auf einen Gott
reduzieren, ausser du riskierst Kopf und Kragen - bei allen
drei.

Kann sein, daß ich Kopf und Kragen riskiere. Macht aber nichts. Der Gott Abrahams ist der Gott der Juden, der Christen und der Moslems. Wird Dir jeder aufgeschlossene Anhänger dieser Religionen bestätigen können. Worin sich die Religionen nicht einig sind, sind viele Dinge: Was sind die heiligen Schriften, was ist Gottes Botschaft, ist der Messias schon gekommen oder nicht, ist Mohammed Gottes wichtigster Prophet usw. Ich bin mir der Unterschiede sehr wohl bewußt, dennoch ist es der gleiche Gott. Und der ist bestimmt „sauer“, wie seine Kinder sich angeblich um seinetwillen die Köpfe einschlagen.

Für mehr Toleranz (kommt von lat. tolerare: ertragen). Ich ertrage also die Meinungen und den Glauben anderer (auch von Atheisten).

Gruß,

Oliver

Hallo!!

Es ist ja wohl mittlerweile bewiesen, dass sich die Übersetzer
der Alttestamentarischen Schriften, teils aus Unwissen, teils
aus Berechnung, in der richtigen Übersetzung der Worte
„vergriffen“ haben. Und dies gleich mehrfach in den
geschichtlich je aufeinanderfolgenden Übersetzungen.

Hier hätte ich von Dir aber gerne Beispiele und Quellen-Nachweise. Wovon sprichst Du? Von der Septuaginta? Von den Übersetzungen aus dem Griechischen ins Lateinische? Von der Entstehung des christlichen Kanon? Von den Übersetzungen ins Gotische, ins Deutsche, ins Englische , …???

Es SOLLTE vielleicht mehr Verständigungsbereitschaft zwischen
den Religionen geben.

Richtig! - Die Gründe dafür hat Oliver ja bereits angeführt.

Im übrigen ist mit den Juden in „ihrem Land“ Israel momentan
anscheinend sowieso schlecht zu reden.

Das kann sich wohl kaum auf die Religionsausübung oder die Diskussion über theologische Grundsatzfragen beziehen. - Du wirfst aber Religion und Politik in einen Topf. Zugegeben: einige (orthodoxe) Juden tun das auch - aber eben nur einige. Es sind ja auch nur einige Moslems Anhänger von Bin Laden oder ähnlich fanatischen Führern. - Würdest Du auch sagen, daß man mit Moslems in „ihren“ arabischen Ländern schlecht reden kann??

Ohne Dich angreifen zu wollen: Aber in der Diskussion um den Namen JAHWES (und darum ging es doch wohl ursprünglich …) habe ich Postings mit mehr Substanz gelesen. Deinen Beitrag kann ich nur als unqualifiierten Rundumschlag mit leicht rassistischen Tendenzen abtun …

Nichts für ungut …
Dennoch schöne Grüße

Fr.-Chr.

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Hallo Oliver

Ich weigere mich, jeden Religionsanhänger pauschal als
scheinheilig hinzustellen.

Ich auch. Mir stösst nur auf, wenn Religion demonstriert wird.
Wie z.B. die C-Parteien. Schwarze Gesinnung, schwarze Kassen, schwarze Seelen. Dafür haben sie die Beichte, halleluja!

Ach ja? Der Gott Abrahams ist der Gott der Juden, Christen und
Moslems.

Abraham war Polytheist, bzw. Animist. Aus durchschaubaren Zweckmässigkeitsgründen wurde er von den Juden und Mohammed zum Monotheisten umfunktioniert.
Kennst du einen Juden oder Mohammedaner, der mit der Trinität etwas am Hut hat? Also kann der Christengott nicht ihr Gott sein.

Verwechslung: Die Juden erkennen nicht an, daß Christus der
erwartete Messias ist.

Jesus war als aramäischer Wanderrabbi, der das Gedankengut der Essener transportierte, für die rechtgläubigen (Vorschlag als neues Unwort des Jahres!) Juden ein Ketzer. Ketzerei in weit geringerem Ausmass bestrafte „seine“ Religion mit dem Scheiterhaufen.

der christliche Gott soll uns bereits auf Erden beglückt haben

Richtig.

Bist du sicher? Als der sog. alles liebende Gott hätte er die verdammte Pflicht und Schuldigkeit gehabt, alle Völker zu beglücken. Da er an selektiver Wahrnehmung zu kranken scheint, bescherte er uns dafür eine endlose Abfolge von Glaubenskriegen.
Um nochmals Epikur zu zitieren: „Will Gott das Böse nicht beseitigen, ist er nicht gut. Kann er es nicht, ist er nicht allmächtig.“

Der Gott Abrahams ist der Gott der Juden, der Christen
und der Moslems.

Kann es nicht sein. Siehe oben! Auch von der „Wirkungsweise“
und dem Erwartungsdruck her.

:Wird Dir jeder aufgeschlossene Anhänger

dieser Religionen bestätigen können.

Diese aufgeschlossenen Angänger wurde ich gerne kennen lernen.
Kennst du einen Juden oder Mohammedaner, der mit der Trinität etwas anfangen kann? Wenigstens haben die von solchen Konstruktionen Abstand genommen.

Für mehr Toleranz (kommt von lat. tolerare: ertragen). Ich
ertrage also die Meinungen und den Glauben anderer (auch von
Atheisten).

Da bin ich wohl einer, oder? Fehlanzeige!
Wie wärs mit tolerantia? Nur so, von wegen Substantiv! *g*

Interessant: Die Atheisten glauben, dass sie nichts glauben. Also doch glauben.

Gruss
Mäni + schönes WE

PS: Kennst du das Buch „Sex und Folter in der Kirche, 2000 Jahre Folter im Namen Gottes“ von Horst Herrmann? ISBN 3-572-10010-0 Buch anschauen.
Herrmann war Prof. für Theologie an der Uni Münster. Dies bis zum Entzug der kirchlichen Lehrerlaubnis.

Carlos,

danke erstmal für Deine fundierte Antwort.

Nochmals: Der von mir gepostete Text ist nicht von mir verfasst. Dazu fehlt mir die Fachkenntnis. Ich werde mich auch hüten, mit Dir eine Diskussion anzufangen. Ich wollte nur mal die Meinung von Experten einholen.

Allerdings überzeugen mich Deine Ausführungen. Die Konsonanten JHWH kann man mit Vokalen füllen und aussprechen, wie man will. Warum nicht auch als Jehova? Und wer weiß schon, wie der Begriff ursprünglich ausgespochen wurde? Keiner.

Ich interessiere mich ein wenig für die ganze Problematik, weil ich im Zivildienst einen *abtrünnigen* ZJ kennengelernt habe, der ein gutes Verhältnis zu seinen Eltern hatte, obwohl die ihn quasi schon für tot hielten. Diesen Widerspruch habe ich bis heute nicht ganz begriffen.

-) Gruss, Jens Mildner

Bitte, bitte, liebe Mitstreiter…
Mir als Atheisten steht es nicht zu, hier im Forum eine Form von Glaubenskrieg auszulösen. Davon hat es in der Geschichte schon zu viele gegeben. Der Thread sollte auch nicht provozieren, ich wollte nur mal die genannten Fakten überprüfen.

Also bitte mäßigt Eure Postings und entlastet mich von dieser Bürde…

;o)) Jens

P.S.: Ich finde es immer wieder beeindruckend, wieviel Energie und Hirnschmalz in religiöse Themen gesteckt wird. Ich meine gut, es hat sehr viel mit Weltgeschichte zu tun. Aber mir fehlen für die ganze Sache einfach Zeit und Ziel…

der jüdische Gott wird noch erwartet

du meinst der messias wird erwartet. dieser ist im gegensatz zum christentum weder mit gott identisch noch mit ihm verwandt!

hallo!

(„vergriffen haben“ möchte ich jetzt besser nicht
sagen).

Da schwingt mir eine gewisse Ablehnung aller Christen mit.

tja was glaubst du, was es erst für eine ablehnung aller juden bedeutet, wenn christliche leute angetrabt kommen, jüdische schriften herreißen und dann den juden erklären wie sie das zu lesen und interpretieren haben…

grüße
lehitraot.

Die Konsonanten
JHWH kann man mit Vokalen füllen und aussprechen, wie man
will.

eben nicht. man sagt adonai im gebet, haschem wenn man den text nur liest. so handhaben das übrigens auch viele christliche theologen, aus respekt vor dem ursprung des textes.

Warum nicht auch als Jehova?

weil das blödsinn ist. hat das ursprungsposting ja schön erklärt. wer es nicht weiß und einfach losliest, buchstabe für buchstabe, sagt jehova. das ist so, wie wenn einer bei „MwST“ statt „mehrwertsteuer“ „MMWWSSSTT“ liest, weil er nicht gelernt hat, daß das eine abkürzung ist, die man eben nicht so ausspricht wie man sie schreibt. einfach nur peinlich, sonst nichts.

grüße
lehitraot.

Nicht mehr Auge um Auge
Hallo!

tja was glaubst du, was es erst für eine ablehnung aller juden
bedeutet, wenn christliche leute angetrabt kommen, jüdische
schriften herreißen und dann den juden erklären wie sie das zu
lesen und interpretieren haben…

Aber muß es ewig so weiter gehen mit diesem „Krieg“. Davon will ich nichts wissen. Ich möchte, daß jeder seine Religion in Frieden ausüben kann. Diese ewigen Zwiste bringen überhaupt nichts außer Leid. Warum immer diese Schuldzuweisungen! Weil der das gemacht hat, muß der andere jetzt zurückschlagen? Nein! Auge um Auge, Zahn um Zahn kann nicht die Zukunft sein.

Grüße,

Oliver

Nur ein paar Anmerkungen
Hallo scriptor!

Für mehr Toleranz (kommt von lat. tolerare: ertragen). Ich
ertrage also die Meinungen und den Glauben anderer (auch von
Atheisten).

Da bin ich wohl einer, oder? Fehlanzeige!
Wie wärs mit tolerantia? Nur so, von wegen Substantiv! *g*

Ich habe Dich nicht als Atheisten bezeichnet.
Mit tolerantia stimmt´s so, aber auch mit tolerare. Kein Grund fürs *g*, oder bist Du wieder in Sachen „Arroganz durch Besserwisserei“ (einer Deiner Artikel) unterwegs?

Im übrigen respektiere ich Deinen Standpunkt und stimme Dir in vielen Dingen zu. Nur die „Radikalität“, mit der Du Deine Thesen vertrittst (?), heiße ich nicht gut. Wie Du nicht müde wirst zu betonen, hat es davon schon zu viel in der Geschichte der Religionen gegeben.

Ach, das mit dem C kann schon sein. Ich bin aber ein Liberaler.

Interessant: Die Atheisten glauben, dass sie nichts glauben.
Also doch glauben.

Manche von denen haben sogar hier im Religions-Brett die Wiedereinführung der Inquisition gefordert. Sie stehen also in bester Tradition der Dinge, die sie angeblich ablehnen. Also wieder nichts mit Toleranz.

Gruß und schönes Wochenende,

Oliver

Gruss
Mäni + schönes WE

Hallo Oliver

Mit tolerantia stimmt´s so, aber auch mit tolerare. Kein Grund
fürs *g*, oder bist Du wieder in Sachen „Arroganz durch
Besserwisserei“ (einer Deiner Artikel) unterwegs?

Mit dem Unterschied, dass ich ein ? gesetzt habe. Das gibt dieser Aussage eine ganz andere Qualität. "g* tue ich gerne, da fröhliches und friedliches Naturell, das auch über sich lachen kann.

Im übrigen respektiere ich Deinen Standpunkt und stimme Dir in
vielen Dingen zu. Nur die „Radikalität“, mit der Du Deine
Thesen vertrittst (?), heiße ich nicht gut. Wie Du nicht müde
wirst zu betonen, hat es davon schon zu viel in der Geschichte
der Religionen gegeben.

Was bei dir als Radikalität ankommt, kann auch Provokation sein. Provokationen sollen und können die Diskussion fördern. Leider fruchten bei massiv indoktrinierten Leuten Provokationen wenig.
Thesen beinhalten immer Provokation.

Ach, das mit dem C kann schon sein. Ich bin aber ein

Liberaler.

Liberal übersetztst du aber nicht mit Freigeist, oder?

Manche von denen haben sogar hier im Religions-Brett die
Wiedereinführung der Inquisition gefordert. Sie stehen also in
bester Tradition der Dinge, die sie angeblich ablehnen. Also
wieder nichts mit Toleranz.

Toleranz wird nur zu oft zur Erreichung eines konträren Zieles geübt. Im übrigen verweise ich auf einen hervorragenden Beitrag von Metapher, der sich mit dem Agnostizismus und Atheismus auseinandersetzt.

Gruss
Mäni

… möglichst tief in die mottenkiste christlichen antijudaismus zu greifen:

Auge um Auge, Zahn um Zahn kann nicht die Zukunft sein.

genau so wie es im jüdischen alten testament steht, nicht wahr? komisch, warum wird dann „Liebe deinen nächsten wie dich selbst“ immer als jesuszitat gehandelt? das steht nämlich in wirklichkeit im selben buch, dem „alten testament“ !

über das auge-zahn-zitat schreibe ich nichts mehr. zu oft wurde das immer und immer wieder erklärt. such mal im archiv danach.

grüße
lehitraot.