Jehova - bloß ein Kunstwort? (Achtung: lang)

Hallo Lehitraot

du meinst der messias wird erwartet. dieser ist im gegensatz
zum christentum weder mit gott identisch noch mit ihm
verwandt!

Kann „Messias“ mit Heilbringer gleichgesetzt werden? Wenn ja, doch eine Art Gott. Wer ist Chef des Messias?

Gruss
Mäni

Hier hätte ich von Dir aber gerne Beispiele und
Quellen-Nachweise. Wovon sprichst Du? Von der Septuaginta? Von
den Übersetzungen aus dem Griechischen ins Lateinische? Von
der Entstehung des christlichen Kanon? Von den Übersetzungen
ins Gotische, ins Deutsche, ins Englische , …???

Ich denke Du kannst selber eine Suchmaschine benutzen. Aber das würde ja vielleicht vorraussetzen, dass du Dich einlesen musst und nicht alles vorgekaut bekommst.

Das kann sich wohl kaum auf die Religionsausübung oder die
Diskussion über theologische Grundsatzfragen beziehen. - Du
wirfst aber Religion und Politik in einen Topf. Zugegeben:
einige (orthodoxe) Juden tun das auch - aber eben nur einige.
Es sind ja auch nur einige Moslems Anhänger von Bin Laden oder
ähnlich fanatischen Führern. - Würdest Du auch sagen, daß man
mit Moslems in „ihren“ arabischen Ländern schlecht reden
kann??

Nicht ich werfe, sondern dort wird geworfen. Und zwar mit Selbstmordattentaten von der einen Seite und mit „Vergeltungsschlägen“ von der anderen. Es spielt keine Rolle wie viele Extremisten es gibt, denn eine kleine Menge reicht schon um „Großes zu bewirken“. Ich denke, dass es gar nicht sooo wenige sind, die sich orthodoxen oder extremen Sichtweisen hingeben. Sowohl im Islam als auch im Judentum.
Der 11. September hat ja leider gezeigt, wie wenig Personen nötig sind um die Welt „ins Chaos“ zu stürzen.
So wie ich hier vielleicht übertrieben habe, untertreibst Du.

Ohne Dich angreifen zu wollen: Aber in der Diskussion um den
Namen JAHWES (und darum ging es doch wohl ursprünglich …)
habe ich Postings mit mehr Substanz gelesen. Deinen Beitrag
kann ich nur als unqualifiierten Rundumschlag mit leicht
rassistischen Tendenzen abtun …
Nichts für ungut …
Dennoch schöne Grüße

Fr.-Chr.

Warum zur Hölle schreibst Du „Ohne Dich angreifen zu wollen:“ und greifst mich dann trotzdem an? Du hast mich doch in Deinem Satz nicht substanziell sondern direkt, persönlich angegriffen. „Nichts für ungut …“ Entweder Du greifst mich an und hältst es aus, dass ich Dir „was für ungut halte“ oder Du lässt es bleiben.

Grüße (aber keine schönen :wink:

Kann „Messias“ mit Heilbringer gleichgesetzt werden? Wenn ja,
doch eine Art Gott. Wer ist Chef des Messias?

hallo!

das sind alles christliche vorstellungen. der jüdische messias ist ein mensch. manche glauben, daß er nichtmal mensch, sondern eine art zustand ist, das messianische zeitalter. je nach ausrichtung des glaubens. aber ein „gott“ kann er nicht sein, weil es nur einen gibt und keinen zweiten daneben…

grüße
lehitraot.

Hallo Lehitraot

Also auch ein Konstrukt! Gibt es denn d e n jüdischen Gottesbegriff? Ist der Messias beauftragt? Wenn ja, von wem?
Irgendeine Fuktion in der Hierarchie wird er wohl haben.
Ich merke, dass ich hier eine riesige Bildungslücke habe. Kannst du mir Literatur empfehlen?

Gruss + Dank
Mäni

Liebe Lehi,

ich glaube, die wenigsten wissen, dass „Liebe Deinen Nächsten
wie Dich selbst“ aus dem sogenannten Alten Testament ( AT ),
also den Büchern Mose, ist !!! Leider :frowning:

" lehitraot " ( bzw. besser : " lehitkatev " )

Bis bald
Rolli

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Es wird keine Gelegenheit ausgelassen…
einem anderen Ignoranz vorzuwerfen.

… möglichst tief in die mottenkiste christlichen
antijudaismus zu greifen:

Fehlt nur noch, daß Du die Antisemitismus-Keule rausholst!

Auge um Auge, Zahn um Zahn kann nicht die Zukunft sein.

genau so wie es im jüdischen alten testament steht, nicht
wahr? komisch, warum wird dann „Liebe deinen nächsten wie dich
selbst“ immer als jesuszitat gehandelt? das steht nämlich in
wirklichkeit im selben buch, dem „alten testament“ !

über das auge-zahn-zitat schreibe ich nichts mehr. zu oft
wurde das immer und immer wieder erklärt. such mal im archiv
danach.

Brauche ich nicht, kenne mich aus. Mit solchen Leuten wie Dir möchte ich nichts zu tun haben.

Hallo lehitraot,

zunächst einmal: Gehst Du manchmal auch mit Atheisten aus? Auaaa. Du mußt doch nicht gleich mit dem Locher werfen…

;o)))

Nein, jetzt mal ernsthaft:

eben nicht. man sagt adonai im gebet, haschem wenn man den
text nur liest. so handhaben das übrigens auch viele
christliche theologen, aus respekt vor dem ursprung des
textes.

Carlos postete, dass der Eigenname Gottes früher auch mal ausgesprochen werden durfte. Ich gehe mal davon aus, dass das stimmt. Ich rede dann hier von Dialekten, die über viele Jahrhunderte entstanden. Und das Wort Jahwaeh ist sicher damals in einigen verschiedenen Aussprachen und Betonungen aufgetreten, so wie das heute mit vielen Wörtern auch der Fall ist (ich als Sachse muss es wissen :smile: ). Und vielleicht ist da auch durch irgendwelche Zufälle mal die Betonung herausgekommen, die später die Schreibweise Jehova nach sich zog.

Das ist alles, was ich meine, ziemlich naiv und völlig losgelöst von Sinn oder Unsinn des Wortes.

wer es nicht weiß und einfach losliest, buchstabe für
buchstabe, sagt jehova. das ist so, wie wenn einer bei „MwST“
statt „mehrwertsteuer“ „MMWWSSSTT“ liest, weil er nicht
gelernt hat, daß das eine abkürzung ist, die man eben nicht so
ausspricht wie man sie schreibt. einfach nur peinlich, sonst
nichts.

Schön, dass Du die Mehrwertsteuer ins Spiel bringst. Das ist nämlich etwas, womit ich mich auskenne. Allerdings wäre die Aussprache „EmweéSTe“, wenn man Deiner Argumentation folgt. :smile:

Gruß aus Leipzig und denk mal über mein Angebot von oben nach…

Ahhh… Die Schere nimmst Du aber zurück !!

;o))) Jens

Hallo Oliver

Aber muß es ewig so weiter gehen mit diesem „Krieg“. Davon
will ich nichts wissen. Ich möchte, daß jeder seine Religion
in Frieden ausüben kann. Diese ewigen Zwiste bringen überhaupt
nichts außer Leid. Warum immer diese Schuldzuweisungen! Weil
der das gemacht hat, muß der andere jetzt zurückschlagen?
Nein! Auge um Auge, Zahn um Zahn kann nicht die Zukunft sein.

Du lieferst uns hier ja das beste Beispiel dessen was Du bestreitest. Lehitaot hat festgestellt und sich dagegen verwahrt, daß Christen Juden erzählen, wie sie ihre Schriften zu interpretieren haben.

Du lieferst mit Deinem „Aug um Auge - Zahn um Zahn“ genau eine solche christliche Fehlinterpretation eines jüdischen Textes.
Da Du offensichtlich nichts darüber weißt kann ich nur Lehitraots Hinweis auf das Archiv unterstützen.

Aug um Auge … ist eine zivilrechtliche Schadensersatzregelung, die - nicht nur für damalige Zeiten - höchst fortschrittlich war.

Iris

… möglichst tief in die mottenkiste christlichen
antijudaismus zu greifen:

Fehlt nur noch, daß Du die Antisemitismus-Keule rausholst!

Wieso? Es geht doch hier um religiöse Themen und das Aug um Auge - Zitat, besser gesagt, die gängige christliche Interpretation, die Du gebracht hat, ist antijudaistisch

Mit Antisemitismus hat das noch nichts zu tun, obwohl der christliche Antijudaismus e i n e Wurzel des Antisemitismus war.

über das auge-zahn-zitat schreibe ich nichts mehr. zu oft
wurde das immer und immer wieder erklärt. such mal im archiv
danach.

Brauche ich nicht, kenne mich aus. Mit solchen Leuten wie Dir
möchte ich nichts zu tun haben.

Na ja - offensichtlich nicht, denn sonst würdest Du diesen Antijudaismus nicht noch munter wiederholen und dann beleidigt sein, wenn Dich jemand darauf hinweist.

Iris

Hier hätte ich von Dir aber gerne Beispiele und
Quellen-Nachweise. Wovon sprichst Du? Von der Septuaginta? Von
den Übersetzungen aus dem Griechischen ins Lateinische? Von
der Entstehung des christlichen Kanon? Von den Übersetzungen
ins Gotische, ins Deutsche, ins Englische , …???

Eine Jungfrau, ein junges Mädchen, der König Hiskia und die Jesaja-Texte

http://juden.judentum.org/judenmission/jesaja-2.htm

viel Spaß beim Lesen

Iris

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Re^5: was für fragen :smile:
hi scriptor,

langsam sollte ich dich auf tiefere quellen verweisen.

Also auch ein Konstrukt!

?

Gibt es denn d e n jüdischen
Gottesbegriff?

der klassische ist relativ einfach: ein einzigartiges, einzelnes wesen ohne teile, das sich außerhalb von raum und zeit befindet (ewig, ohne gestalt), schöpfer der welt, gott für alle menschen, nicht nur juden.

Ist der Messias beauftragt? Wenn ja, von wem?

komische frage… du meinst von gott selbst?

Kannst du mir Literatur empfehlen?

als einstieg bieten sich die deutschsprachigen seiten von http://www.hagalil.com sicher an. gib mal an die suche „messias“ oder „moschiach“ ein. da werden sie geholfen.

noch was allgemeines: verbindliche glaubensrichtlinien gibt es im gesamten judentum nicht, wohl in der orthodoxie, aber dann gibt es da noch liberale und sogar humanistische juden, die sich als atheisten definieren. es gibt nichts, das es nicht gibt!

grüße
lehitraot :smile:

1 „Gefällt mir“

Fehlt nur noch, daß Du die Antisemitismus-Keule rausholst!

ist längst heraußen und schwebt wie ein damoklesschwert über diesem unseligen thread :smile:

Brauche ich nicht, kenne mich aus.

dann ist ja alles gut.

Mit solchen Leuten wie Dir
möchte ich nichts zu tun haben.

auch gut.

herzlichen gruß
lehitraot.

hallo!

zunächst einmal: Gehst Du manchmal auch mit Atheisten aus?
Auaaa. Du mußt doch nicht gleich mit dem Locher werfen…

mein freund ist atheist. so what?

Carlos postete, dass der Eigenname Gottes früher auch mal
ausgesprochen werden durfte. Ich gehe mal davon aus, dass das
stimmt.

ja… erinnere mich da an was… der hohepriester im tempel sprach den namen aus. ich glaube an jom kippur. aber schlägt mich jetzt nicht, wenn ich das verwechsle!!!

Und vielleicht ist
da auch durch irgendwelche Zufälle mal die Betonung
herausgekommen, die später die Schreibweise Jehova nach sich
zog.

das ist ausgeschlossen, weil allegemein bekannt ist, warum die vokale „kurz a / o / a“ unter dem tetragrammaton stehen.

Schön, dass Du die Mehrwertsteuer ins Spiel bringst. Das ist
nämlich etwas, womit ich mich auskenne. Allerdings wäre die
Aussprache „EmweéSTe“, wenn man Deiner Argumentation folgt. :smile:

stell dir vor einer lernt deutsch lesen und sieht MWST. dann sagt er MMMMWWSSSTT. so ähnlich wie beim gottesnamen… so war das gemeint :smile:

Gruß aus Leipzig und denk mal über mein Angebot von oben
nach…

?? falsches brett!

ps: was für ne schere?

lehitraot.

Hallo Carlos,

Der Namen Jehova ist die traditionelle Form des Gottesnamen.
Deswegen wird sie von J.Z. beibehalten und verwendet.

müsste nicht korrekt Jehowah geschrieben werden?

Da der Name aus einer Verschmelzung von JHWH und Adonai entstanden sein soll, müsste es eigentlich JaHoWaHi heissen.

Ich persönlich glaube, dass mir Gott die falsche Aussprache
seines Namens verzeiht, solange ich den Namen anrufe und IHN
nicht zu einen namenlosen Ding ohne Persönlichkeit degradiere.

Das ist die beste und schönste Begründung, die ich je gehört habe.

Wenn man jetzt auch noch alle anderen Richtlinien („Du sollst den Namen deines Gottes nicht missbrauchen.“ „Dein Name werde geheiligt.“) beherzigt, hat Gott sicher mehr Freude, als wenn über die Buchstaben gestritten wird.

Gruss Harald

Hallo Harald,

schön von dir zu hören.

müsste nicht korrekt Jehowah geschrieben werden?

Die Frage habe ich mir auch schon einmal gestellt. Die genaue Antwort kenne ich nicht. Es soll etwas mit der Linguistik zu tun haben. Genauso wird häufig die Form Jahwe ohne h am Ende verwendet.

Wenn man jetzt auch noch alle anderen Richtlinien („Du sollst
den Namen deines Gottes nicht missbrauchen.“ „Dein Name werde
geheiligt.“) beherzigt, hat Gott sicher mehr Freude, als wenn
über die Buchstaben gestritten wird.

Warum der Name Gottes ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr ausgesprochen wurde, ist verständlich. Wenn man SEINEN Namen nicht ausspricht oder schreibt, kann man nicht mißbrauchen.
Man muss sich nur einmal die vergegenwärtigen, inwieweit früher bei Flüchen und Ausdrucken des Erschreckens religiöse Begriffe verwedet wurde (wie ist/war das denn in Österreich?).

Andererseits spielt der Name Gottes eine sehr wichtige Rolle (Jesaja 42:8, Johannes 17:6).

Meiner Meinung nach sollte die Konsequenz darin bestehen, den Namen Gottes mit Ehrfurcht im religiösen Kontext zu verwenden. Er muss sicht nicht auf einen religiösen Ritus beschränken. Wann immer der Namen verwendet wird, sollen die Menschen daran erinnert werden, dass es einen Gott gibt,
dass dieser Gott etwas für sie getan hat und weiterhin tut und dass sie ihm Rechenschaft schuldig sind.

Im alten Israel bezogen sich schließlich auch Personennamen und Städtenamen auf den Namen Gottes.
Eine Verwendung für profane Dinge, z.B. geistlose Aussprüche, kommt nicht in Frage, wenn man Ehrfurcht vor Gott empfindet.

Gruß
Carlos

hallo!

müsste es eigentlich JaHoWaHi heissen.

nein, wenn du hebräisch lesen könntest, wäre es sonnenklar, daß die vokale von adonai in kombination mit J-H-W-H tatsächlich den unsinn jehowa ergeben. ich kann dir ein gif schicken, wenn du das möchtest.

grüße
lehitraot.

christl. Lehre
hallo lehitraot,

genau so wie es im jüdischen alten testament steht, nicht
wahr? komisch, warum wird dann „Liebe deinen nächsten wie dich
selbst“ immer als jesuszitat gehandelt? das steht nämlich in
wirklichkeit im selben buch, dem „alten testament“ !

Du wirst fast alles, was als typisch christlich bezeichnet wird, auch in „unserem“ alten Testament finden.
Nicht umsonst soll dieser imaginäre Christus ein Essener gewesen sein. Und diese hatten (oder gibts die noch heute, so als kleine „Untergrundorganisation“?) sich schließlich als besonders gläubige Juden verstanden, die die negativen Auswüchse (z.B. Handel im Tempel)ändern wollten.
Grüße
Raimund

hallo Oliver,

Brauche ich nicht, kenne mich aus. Mit solchen Leuten wie Dir
möchte ich nichts zu tun haben.

was hat Dir lehitraot getan? Hatte sie eine eigene Meinung?
Eine andere als Du?
Dann müsste ich schon lange mal eine Briefbombe nach Isrtael geschickt haben!
Sie hat auch immer wieder auf mich ein.
Sei tollerant und lache darüber. Jeder hat nun mal einen anderen Blick.
Wenn Du ihre postings mal nachließt, wirst Du feststellen, dass sie eine recht friedliebende Zeitgenossin ist.
Grüße
Raimund

ja bitte! owT.
.

Hallo Carlos,

Warum der Name Gottes ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr
ausgesprochen wurde, ist verständlich. Wenn man SEINEN Namen
nicht ausspricht oder schreibt, kann man nicht mißbrauchen.

ja, das war gewiss der Grundgedanke.

Man muss sich nur einmal die vergegenwärtigen, inwieweit
früher bei Flüchen und Ausdrucken des Erschreckens religiöse
Begriffe verwedet wurde (wie ist/war das denn in Österreich?).

Bei uns war es genauso ;-(
Die Leute hatten mehr Angst, den Namen des Teufels zu verwenden, als den Namen Gottes auszusprechen. Nur ist ja vielen der Name Gottes unbekannt.

Andererseits spielt der Name Gottes eine sehr wichtige Rolle
(Jesaja 42:8, Johannes 17:6).

Nicht zu vergessen Joel 3,5: „Jeder, der den Namen des Ewigen anruft, soll gerettet werden.“

Meiner Meinung nach sollte die Konsequenz darin bestehen, den
Namen Gottes mit Ehrfurcht im religiösen Kontext zu verwenden.

Ganz Deiner Meinung

Gruss Harald