Hallo Ihr,
Hallo Friedrich,
Jesus hat damit die Schrift erlöst!
Die Erlösung von der Schrift, also dem
Gesetz ist er hier bis zur letzten
Konsequenz gegangen. Da er uns von der
Schrift erlöst hat, indem wir das Gesetz
nichtmehr erfüllen müssen, ist aber die
Schuld noch nicht erlöst? oder doch!
Was heißt, ‚die Schrift erlöst‘, bzw. ‚von der Schrift erlöst‘ ?
Es geht doch darum, dass wir vom Tod als Folge unserer Schuld und Auflehnung gegen Gott und sein Gebot erlöst sind. Und diese Erlösung geschieht durch die Vollstreckung des Urteils, das uns gegolten hätte, an Jesus Christus.
Davon dass wir das Gesetz nicht mehr erfüllen müssen kann keine Rede sein. Jesus selbst sagt, ‚Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, zu erfüllen…‘ (Mt 5,17 ff)
Der anscheinede Zwiespalt ist der in der
Bergpredig vollzogene Schuldenerlass.
Wo ist in der Bergpredigt von ‚vollzogenem Schuldenerlass‘ die Rede ?
Vielmehr macht mir gerade die Bergpredigt bewußt, wie sehr/oft ich beim Versuch Jesu nachzufolgen bzw. seinen Willen zu tun schuldig werde. Da werde ich dann richtig froh, darüber, dass Jesus für meine Schuld gestorben ist.
…Aber das ist
kein Grund die Grundlage des Glaubens an
Jesus Christus ‚über Bord zu werfen‘ und
den Glauben an Jesu auf seine Predigten
und Taten zu reduzieren.
Das will auch keiner.
Aber so hört es sich für mich an. Bitte korrigiere mich, wenn ich da was falsch verstanden habe.
Auch
wenn die Bibel heilig ist, so muß man
meines Glaubens versuchen, dem Herrn
hinterher zu trapsen. Die Entscheidung ob
dieser oder jener Artikel im NT
Jesuskomform ist oder ein Miracel, bleibt
jedem im einklang mit dem Herrn selbst
überlassen.
Damit begibst du Dich auf ziemlich duennes Eis. Es besteht sehr schnell die Gefahr, die Bibel zu einem Selbestbedienungsladen zu machen, aus dem sich jeder das heraus nimmt was Ihm passt. Wohl gemerkt, das will ich Dir hier NICHT unterstellen.
Für mich ist die Bibel Gottes Wort und es steht mir nicht zu, sie in ‚Jesuskonforme‘ Teile und sonstiges zu zerpflücken. Sondern ich bemühe mich sie als Ganzes zu sehen und zu verstehen, was zugegebenermassen nicht immer einfach ist. Aber mit dem ‚alten‘ Grundsatz: Die Bibel mit der Bibel zu erklären, kommt man dann doch zum Ziel. Man muss dabei wie gesagt das Ganze im Auge behalten und nicht nur einzelne Verse, sonst kommt man sozusagen ‚in Teufels Küche‘.
Man muß sich einfach von Paulus
trennen.
Es wird in der Bibel ja auch vom Wolf im
Schafspelz berichtet. Paulus war ein
Wolf.
NEIN,
- siehe oben.
- Beachte doch mal das Zeugnis, das Gott selbst von Paulus gibt. Apg 9 vorallem Vers 15.
…
So ist die allgemeine Auffassung, dem ich
aber meine Gegenrede stelle. Es ist
einzig und allein der erfüllung und die
freiheit von dem Gesetz, das mit dem
Kreuzestot seine Volbringung
dokumentiert.
s.o.
Nur für Paulus wurde ein
Menschenopfer notwendig. Doch der Herr
Zebraort sagt doch durch Jesaja: „Was
soll ich mit euren Opfern… sie sind mir
zuwieder.“
Hier redet Gott von verlogen und heuchlerisch dargebrachten Opfern.
Jesu Opfertod am Kreuz macht dann in der Folge tatsächlich Opfer überflüssig, da er selbst als Lamm Gottes die Sünde gesühnt hat.
Das handeln nach Paulus ist
Gotteslästerung!
Ich handle nicht nach Paulus, sondern versuche nach Gottes Willen zu leben/handeln, und dies im Glauben und Vertrauen auf Jesu Tod und Auferstehung und dem damit verbundenen Angebot der Vegebung.
Paulus ist lediglich ein Zeuge für Gottes Gnade und ein Lehrer darin, was es heißen kann bzw. wie es aussehen kann nach Gottes Wille zu leben.
,doch es geschiet
unbewust, da der Christ es so glaubt wie
Du es sagst. Vergebe Gott uns alle.
Ich glaube das, weil es so in Gottes Wort steht, und weil ich Gottes Liebe und Beistand immer wieder erfahren durfte.
Viel Grüße
Gerd
P.S Leider sind wir nun völlig von Darius’ Ausgangsfrage weggekommen aber ich kann Friedrichs Worte einfach nicht unwiedersprochen stehen lassen.