Jesus,der Moralapostel

wo begegnet mir in der Bibel Jesus als liebevoller Bruder,der mir auf meinem Weg hilft,mich begleitet??Ich treffe nur den Moralapostel,dazu noch abweisend zu seiner Mutter.Das finde ich absolut nicht hilfreich,ich komme mir eher unfähig vor,jemals bedingungslose Liebe zu erreichen.

wo begegnet mir in der Bibel Jesus als liebevoller Bruder,der
mir auf meinem Weg hilft,mich begleitet

Hallo Mechthild,

ob man nun „glaubt“ oder nicht - bei Lektüre des NT geht die Frage an Dich zurück:

warum nicht dort, wo er
Blinde, Lahme, Taube heilt? (Ist das nicht irgendwie und irgendwo jeder von uns?)

warum nicht dort, wo er den Menschen und seine Bedürfnisse über das Gesetz stellt? (Das Ährensammeln am Sabbat: der Mensch ist nicht für den Sabbat da, sondern der Sabbat für den Menschen)

warum nicht dort, wo er Nächstenliebe nicht nur gegenüber denen fordert, die dazugehören? (Der armen Teufel, der erst unter die Räuber und dann unter die Priester fällt und dem erst geholfen wird, als einer von den Samaritern kommt, die ja nicht so recht dazugehören).

Gruß
H.

ich glaube, genau das ist das Problem
Hallo Hannes,

klar demonstrieren Deine Beispiele, was für ein toller Typ Jesus gewesen sein soll. Aber das ist es ja gerade:
Wenn ich nur kurz in der Nase popeln müsste und dann könnten Blinde wieder sehen, würde ich das vielleicht auch machen. Und wenn ich wüsste, dass Papa nur kurz mit dem Finger schnippsen muss und dann steh ich wieder von den Toten auf, naja, dann hätte ich vielleicht auch wesentlich weniger Probleme damit an ein Kreuz genagelt zu werden.
Tatsächlich aber wird hier mit unfairen Mitteln gearbeitet, Jesus verlangt nämlich von normalen Menschen fast die selben Sachen, die er (nur?) dank seiner Superkräfte und Connections gewuppt hat.
Da ist immer nur die Rede von dem, was man nicht darf, was alles schlimm ist und selbst wenn man ganz toll ist, kommt man trotzdem in die Hölle, weil: Stolz sein darf man auch nicht darauf, was man geleistet hat. Klar ist dabei: Wenn mir die Allmacht schon mit dem goldenen Löffel zugefüttert wurde, wäre ich auch nicht stolz auf meine Leistungen.
Insgesamt muss man sagen das Jesus doch voll der Loser ist: Hat die absolute Macht und lässt die Welt weiter in der Gosse vor sich hindümpeln. Also mein Held ist das nicht, da lese ich lieber andere Märchen.

Grüße,

Anwar

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wo begegnet mir in der Bibel Jesus als liebevoller Bruder,der
mir auf meinem Weg hilft,mich begleitet??Ich treffe nur den
Moralapostel,dazu noch abweisend zu seiner Mutter.Das finde
ich absolut nicht hilfreich,ich komme mir eher unfähig
vor,jemals bedingungslose Liebe zu erreichen.

Hallo Mechthild,
mE darfst Du die „bedingungslose Liebe“ (Textstelle?) aus der Bibel nicht wörtlich nehmen, das wäre furchtbar an der Realität vorbei und würde nach ein paar Jahren in die Klapse oder wegen „bedingungsloser Liebe“ zu einem Straftäter in den Knast führen!
Wenn man mit jahrtausenden Tradition aufräumen will, muss man ein „Moralapostel“ sein, wie sonst hätte man sonst die Aufmerksamkeit auf sich ziehen können? „Anders um jeden Preis“ könnte man das Marketingproblem von einem heutigen Messias beschreiben…
Aber soviele Kritikpunkte Jesus auch gehabt haben mag: die Botschaft zählt, egal wie sie überbracht (und vor allem überliefert) wird, oder?

Hallo,

na he - also ganz so denn doch nicht.

Du vergißt, daß Jesus auch und erster Linie als Mensch zu uns kam. Und als solcher hat er gefühlt und auch gelitten und auch die Schmerzen ertragen. Und als Mensch hatte er sicher auch Angst bvor dem Tode. Er war zwar Gottes Sohn - aber Mensch wie jeder andere auch. Und was genau nach der Kreuzigung passiert mit ihm - das wußte er da wohl aauch noch nicht. Er hatte nur sein Veetrauen und seinen Glauben diesebezüglich, daß er erlöst werden wird. Aber diese Gewißheit hat ja jeder Christ.

Und - es ging im nicht um Macht. Es ging ihm um Glauben. Und deshalb hat er auch keine Bekehrung erwzungen - außerdem war er dazu auch zu friedlich.
Vergiß mal, was die Kirche später gemacht hat aus der Sache. Denn grundsätzlich ist ja eine geradezu irrsinnige Geschichte, die allein schon ausreicht, an ihn zu glauben: Er wehrte sich nicht. Er starb für seinen Glauben und verzieh allen. Und wenn Du noch mehr Menschliebe suchtst als die, die da drin liegt - dann weiß ich echt nicht, wo Du die finden willst. weil es mehr gar nicht geben kann.
Und genau so waren ja die Urchsristen - sie wehrten sich nicht, als die in Rom den wilden Tieren vorgeworfen wurden. Sie verziehen ihren Peinigern und starben in ihrem Glauben. Und gerade das hat jaoffenbar einenso tiefen Einfruck hinterlassen, daß dieser Glaube so schnell sich durchsetzen Konnte - die Wirkung durch das geklebte Beispiel.

Nenne mir ne andere Religion, die von ihrem Urbild her so friedlich ist. Denn er Islam ist es ganz entschieden nicht.

Gernot Geyer

Hallo Anwar,

ich glaube Du hast die eigentliche Aussage der Menschwerdung nicht verstanden.
Jesus schnippt eben nicht „einfach mal so mit dem Finger“ und selbst Jesus hat
fürchterliche Angst vor dem Tod und ziemlich große „Probleme“ damit, „an ein
Kreuz genagelt zu werden“ - er ist eben nicht dieser Superhero, der strahlend
durch die Welt rennt.

Und die Menschen kommen in erster Linie nicht zu ihm wegen der Wunder, die er
wirkt (indem er den Glauben derjenigen stärkt, denen er hilft "Dein Glaube hat
Dir geholfen). Sie kommen zu ihm wegen seiner Ideen, die er predigt, er benutzt
also ausschließlich seine Worte und nicht etwa metaphysischen Hokuspokus, um die
Menschen zu faszinieren.

Jesus verlangt von den anderen Menschen nicht mehr und nicht weniger als so sehr
an Gott und die Heilsverkündung zu glauben wie er selber. Und nicht Jesus lässt
die Welt „in der Gosse dümpeln“ (übrigens jammerst Du hier auf ziemlich hohem
Niveau), wenn jemand dümpeln lässt ist es die Menschheit, die seine Worte nicht
verstanden hat - oder weiter: die die Lehre der Vernunft, gleich aus wessem Mund,
nicht verstanden hat.

So long
Christian

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Hallo Mechthild
Außer Anwar hat keiner hier bisher Deine Gefühle ernst genommen.
Die meisten fühlen sich bemüßigt, sofort Jesus zu verteidigen (als wenn er das nötig hätte).
Mir ist ebenfalls ein recht deutlicher Widerspruch aufgefallen, der sich bezüglich Jesus Charakterisierung durch das Neue GTestament zieht. Ich „trlöste“ mich aber zueilen damit, dass Papier geduldig ist und die Philister schon immer Geschichtsklitterung betrieben haben und daher Jesus vielleicht gar nichts für diese Widersprüche kann.
Derer gibt es vor allem viele in den ihm zugeschriebenen Aussagen:
Hier sagt er „Wer das Schwert nimmt, wird durch das Schwert umkommen“, dort fordert er seine Jünger auf: „Gürtet eure Schwerter!“.
Vieles gibt es in dieser Art. Man kann sich regelrecht „seinen“ Jesus heraussuchen.
Ob sich da nicht die theologischen Geschichtsschreiber und Moralapostel letztlich selbst ein Bein gestellt haben?
fragt sich
Branden

Wenn ich nur kurz in der Nase popeln müsste und dann könnten
Blinde wieder sehen, würde ich das vielleicht auch machen.

Hallo Anwar,

so, wie Du sie auffasst, hatte ich meine Antwort nicht gemeint.
Mechthild fragt doch nach dem hilfreichen Jesus.

Ich antwortete:
Gemäß dem NT - nach meinem ganz naiven Leser-Verständnis - ist er hilfreich, weil er Lahme, Blinde, Taube heilt
und weil jeder von uns irgendwie und irgendwo lahm, blind, taub ist (selbst noch nie erlebt?)
und überhaupt erst geheilt werden kann, wenn er erst einmal an seiner Lähmung, seiner Blindheit, seiner Taubheit leidet und Hilfe verlangt.
(Wer nicht leidet, geht ja nicht einmal zum Arzt. Wer leidet, sucht Hilfe: beim Arzt, beim Psychotherapeuten, durch Drogen, in der Esoterik, in einer Religion …)

Du verstehst: Ich bezog das auf Mechthilds Anliegen, nicht darauf, ob WIR Wunder tun können. (Das ist mir ziemlich egal, ich werd’s nie versuchen.)

Gruß
H.

Hallo,

nun, das Tolle ist ja, dass wir alle zu jederzeit immer Wunder tun und erleben können.

Schon Aristoteles beschreibt die drei Wege zum Erreichen der Glückseligkeit. Das qualitativ hochwertigste dabei ist die Nächstenliebe/ soziales Engagement. Ich hab’s schon oft selbst miterlebt. Wenn ich jemandem helfen kann (z.B. einem obdachlosen Alkoholiker, der mit vollgepissten Hosen im Winter bei -5°C auf der Parkbank sitzt und im Delirium schläft), bekomme ich ein unglaubliches Hochgefühl.

Nichts anderes tut Jesus („Gott ist Heil“). Ob er’s nun wirklich gemacht hat oder es im Nachhinein „mitreingenommen“ worden ist, weiß ich nicht (das ist dann der Glaubenspart)- darum geht’s ja auch gar nicht. Die Sache ist doch eher, das „Vorbild Jesus“.

Wenn man sich die ganze Sache mal anschaut, war Jesus doch der, der gegen die Regeln und Gesetze rebelliert hat…- der Mensch ist nicht für den Sabbat da, sondern der Sabbat für den Menschen? Dann ist der Mensch auch nicht für die Bibel da, sondern die Bibel für den Menschen… - Jesus war dagegen, sich an die strikten Gesetze zu halten und predigte das „Gesetz der Liebe“. Die restlichen Regeln kamen meines Erachtens zumeist durch Paulus und den Katechismus der katholischen Kirche (ja, der Katechismus hat logischerweise auch Einzug in die Schrift gehalten (z.B. bei der Auswahl der Schriften, sicherlich auch bei der Umformung „dieser und jener“ Textstellen).

Daran kann man sehr schön sehen, dass der Mensch es bis heute nicht verstanden hat - ja vielleicht sogar bis heute nicht verstehen kann, was Gott/ die göttliche Allmacht (spielt im Grunde ja keine Rolle, ob nun Jahwe oder der Humanismus (oder oder oder) Dein Gott ist).

Nach der Sintflut und nach Gottes Anwesenheit- machen die Menschen (und auch 99% der Christen) immernoch Regeln und Gesetze, statt Liebe walten zu lassen (so war ja bspw. der Grund der Hexenverbrennung das Gesetz/ die Regel und nicht die Liebe- demnach also ein Verstoß gegen die allerhöchste Regel). Der Haken an einem Gesetz ist immer, dass man es auch brechen kann- es also immer zwei Seiten der Medaille gibt.

Paulus beschreibt dies im siebenten Kapitel des Briefes an die Römer: Vers 6+7:

Jetzt aber sind wir von dem Gesetz losgemacht, da wir dem gestorben sind, worin wir festgehalten wurden, so daß wir in dem Neuen des Geistes dienen und nicht in dem Alten des Buchstabens. Was sollen wir nun sagen? Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber die Sünde hätt ich nicht erkannt als nur durch Gesetz. Denn auch von der Begierde hätte ich nichts gewußt, wenn nicht das Gesetz gesagt hätte: "Du sollst nicht begehren!"

In diesem Sinne,
Typhoon :smile:

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Hi Branden,

Joh 14:21 Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer aber mich liebt, wird von meinem Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbst ihm offenbaren.

Joh 15:10 Wenn ihr meine Gebote haltet, so werdet ihr in meiner Liebe bleiben, wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.

Joh 12:31 Das zweite ist dies: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!“ Größer als dieses ist kein anderes Gebot".

Joh 13:34 Ein neues Gebot gebe ich euch, daß ihr einander liebt, damit, wie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebt.

Liebe r Gruß,
Typhoon :smile:

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Hallo,

ich glaube Du hast die eigentliche Aussage der Menschwerdung
nicht verstanden.

Frage ist, ob man diese seltsame Dichotomie überhaupt verstehen kann.

Jesus schnippt eben nicht „einfach mal so mit dem Finger“ und
selbst Jesus hat fürchterliche Angst vor dem Tod und ziemlich große
„Probleme“ damit, „an ein Kreuz genagelt zu werden“ - er ist eben
nicht dieser Superhero, der strahlend durch die Welt rennt.

Nicht? Dann haben wir wohl nicht die selbe Bibel. Bei mir wimmelt’s nur so von Fingerschnippsen und Wunderwirken. Selbst der Tod ist keine große Hürde (Lazarus).

Und die Menschen kommen in erster Linie nicht zu ihm wegen der
Wunder, die er wirkt (indem er den Glauben derjenigen stärkt, denen
er hilft "Dein Glaube hat Dir geholfen). Sie kommen zu ihm wegen :seiner Ideen, die er predigt, er benutzt also ausschließlich seine :Worte und nicht etwa metaphysischen Hokuspokus, um die
Menschen zu faszinieren.

Wie echt jetzt? Das mit den Fischbrötchen hat er nicht aus PR-Gründen gemacht? Na komm, wir alle wissen, ein gutes Catering ist die halbe Miete. Kombiniert mit einer guten Präsentation wird dann auch was draus (gut, ein 2000 Jahres altes Familienunternehmer muss ihm erstmal jemand nachmachen).

Jesus verlangt von den anderen Menschen nicht mehr und nicht
weniger als so sehr
an Gott und die Heilsverkündung zu glauben wie er selber.

Mit dem Unterschied, dass Jesus WUSSTE (oder meinte zu wissen). Und alle anderen sollen’s GLAUBEN. Schon ein Unterschied, oder?

nicht Jesus lässt
die Welt „in der Gosse dümpeln“ (übrigens jammerst Du hier auf
ziemlich hohem Niveau), wenn jemand dümpeln lässt ist es die
Menschheit, die seine Worte nicht
verstanden hat - oder weiter: die die Lehre der Vernunft,
gleich aus wessem Mund, nicht verstanden hat.

Ziemlich hohes Niveau? Zu Zeiten Jesus war das Niveau, finde ich, nicht so schreklich hoch. Und überhaupt, wer hat denn die Menschen aus dem Paradies vertrieben? Und weswegen? Wegen Mundraubs. Na das ist ein toller Hecht.
Es bleibt doch dabei, Jesus hat die besseren Karten, wenn’s um die Religion geht. Verlangt aber den gleichen Einsatz (nämlich die Seele) von allen. Würdest Du mit so jemandem Karten spielen? (Falls ja, meld Dich doch einfach, meine Mail hast Du ja…)

Grüße,

Anwar

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Hallo Anwar,

wo siewhst Du einen Unterschied zwischen WISSEN und GLAUBEN?
Denn Glauben im Sinne von Religion ist ja nichts anderes als gefühlsmäßiges Wisssen.
Das Wort stimmt nicht - zugegeben - , weil es eigentlich vom lassischen Sinn her anders besetzt ist. Da heißt es, ich glaube, also weiß ich nicht sicher.
Aber im Zusammenhang mit Religion ist es Wissen (es gibt wohl nur kein besseres Wort dafür), allerdings ist es nicht gelerntes abstraktes sondern gefühltes Wissen. Ein Christ weiß, daß es Gott gibt und er weiß, das es so und nicht anders war und ist. Das kommt gefühlsmäßig aus jeder Faser seines Körpers und es ist deshlb auch sinnlos, ihm das gegenteil beweisen zu wollen. Weil er das nie glauben wird, da kannst Du argumentieren, wie Du willst.

Denn auch das macht den Glauben an jesus aus - da ist einfach kein Platz für Zweifel. „Ich glaube an Gott, den Vater den Allmächtigen …“ - da gibt es keine Fußnote mit ner kleinen Bemerkung nach dem Motto „und wenn nicht, dann…“.

Ich weiß nicht, ob Jesus nur mit dem Finger geschnippt hat. Eventuell war es ja die auch seine Liebe zu den Menschen, die ihm die Kaft gab, Wunder zu tun, um ihnen zu helfen. Ist letzlich auch egal. Fakt ist - er ist am kreuzu gestorben, weil er seinen Gkauben nicht verleugnen wollte.
Ein verwundbarer erlöser - zugegeben. Da ist nicht viel vom strahlenden Heros. Mir gefällt er. wenn Dir ein Rambo lieber gewesen wäre - dann kann ich es nicht ändern.

Gernot Geyer

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Hallo Typhon
Gut und schön, beantwortet aber weder Mechthilds Frage noch mein Postiung dazu. :wink:
Gruß,
Branden

Servus!

Jesus schnippt eben nicht „einfach mal so mit dem Finger“ und
selbst Jesus hat fürchterliche Angst vor dem Tod und ziemlich große
„Probleme“ damit, „an ein Kreuz genagelt zu werden“ - er ist eben
nicht dieser Superhero, der strahlend durch die Welt rennt.

Nicht? Dann haben wir wohl nicht die selbe Bibel. Bei mir
wimmelt’s nur so von Fingerschnippsen und Wunderwirken. Selbst
der Tod ist keine große Hürde (Lazarus).

Doch. Ihr habt dieselbe Bibel zu Hause. Du liest sie nur scheinbar wie einen Roman. Keines seiner Wunder hat Jesus mit Fingerschnippsen vollbracht (wobei die Wunderberichte eh größtenteils als Gleichnis daherkommen, d.h. sie sind nicht als historischer Bericht geschrieben worden!). Immer musste der, dem von Jesus geholfen wird, was dafür tun. Oft hatte er sich schon selber geholfen, indem er z.B. Jesus ansprach (ich denke da an den blinden Bettler am Strassenrand - die genaue Stelle fällt mir jetzt nicht ein. Gehört schon was dazu, als so jemand den gerad vorüberziehenden aktuellen „Guru“ anzureden, nicht etwa, um Geld zu erbetteln, auch nicht um spontane Heilung von Blindheit, sondern um Rettung der Seele. Und nur das wird von Jesus mit einem Wunder „honoriert“ - Ende der Botschaft des Evangelisten (!)).

VG
Christian

Hi Branden,

was ich damit sagen wollte ist, dass es durchaus möglich ist sich in einem bestimmten Rahmen den „eigenen Jesus“ rauszusuchen.
Allerdings gibt Jesus uns ja phänomenal klare Anweisungen/ Gebote, nämlich, dass die (Nächsten)Liebe das absolut wichtigste Gesetz ist („Halte ihm auch die andere Backe hin“, „Wer ohne Schuld ist, der werfe den ersten Stein“, …)- in dieser Hinsicht ist Jesus ziemlich kontinuierlich, wie ich finde.

Das ist Gedankengut von vor 2000 Jahren und hat bis heute Gültigkeit (und ist mittlerweile auch juristisch und philosophisch fundiert worden).
Wenn man will, könnte man sagen, dass Jesus (also Gott) der erste Humanist war.
Hoffe, das bringt Klarheit in mein Posting :wink:

Übrigens finde ich die Analogie zwischen Jesus und Luther sehr beeindruckend- da Jesus damals (nach meinem Dafürhalten) auch nur innerhalb der Religion reformieren wollte (ebenso wie Luther) und beide gegen eine Anwendung von „göttlichen Gesetzen“ zur Machterhaltung und „Optimierung“ des Finanzhaushaltes (Ablassbriefe, Hurerei, etc.) rebelliert hatten.

Liebe Grüße,
Typhoon

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Hi Anwar,

zäumen wir mal das Pferd von der anderen Seite auf: Jesus hat viele Wunder getan und verfügte offenbar über eine große Macht. Trotzdem hat er sie nur für gute Dinge angewandt (leckere Fischbrötchen für Arme, Beine, die wieder funktionieren und und und)
und nicht gegen seine Peiniger und Mörder.

Dies könnte eine Anleitung für uns alle sein und schon wäre die Welt wieder (fast) perfekt… :wink:

Beste Grüße,
Typhoon

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Hallo Anwar,

Tatsächlich aber wird hier mit unfairen Mitteln gearbeitet,
Jesus verlangt nämlich von normalen Menschen fast die selben
Sachen, die er (nur?) dank seiner Superkräfte und Connections
gewuppt hat.

das ist doch gar kein Problem.
Jesus hatte keine Superkräfte, sondern den Heiligen Geist.
Und der ist jedem Gläubigen versprochen. Somit haben wir die selben „Mittel“ zur Verfügung.

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und er wird noch größere als diese tun;“ (Joh.14,12)

Und es hat bei den Aposteln funktioniert:
"_Und es wurde ein Mann herbeigetragen, lahm von Mutterleibe; den setzte man täglich vor die Tür des Tempels, …

Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher! Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich wurden seine Füße und Knöchel fest, er sprang auf, konnte gehen und stehen und ging mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott._
" (Apg.3,2-8)

Und es funktioniert auch heute noch!

Gruss Harald

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Hi,

zäumen wir mal das Pferd von der anderen Seite auf: Jesus hat
viele Wunder getan und verfügte offenbar über eine große
Macht. Trotzdem hat er sie nur für gute Dinge angewandt

wer sagt das denn? Vielleicht hat das nur keiner aufgeschrieben, oder die Berichte darüber sind noch nicht gefunden worden, oder… Viel Stoff für nette Geschichten :wink:

und nicht gegen seine Peiniger und Mörder.

Meiner Meinung nach war das alles der am Besten inszenierte Selbstmord der Geschichte. Mal ehrlich: Wer nichts gegen seine Tötung unternimmt, obwohl er die Mittel dazu hat, der ist ein Selbstmörder. Und so einem rennt die ganze Christenheit hinterher (und verdammt so nebenbei die Selbsttötung, etwa damit das keiner mehr nachmachen kann?)…

Dies könnte eine Anleitung für uns alle sein und schon wäre
die Welt wieder (fast) perfekt… :wink:

Ansichtssache: Lauter Selbstmörder um mich rum würde mir nicht gerade gefallen :wink:

Grüsse,

Herb

Hi Typhoon

Allerdings gibt Jesus uns ja phänomenal klare Anweisungen/
Gebote, nämlich, dass die (Nächsten)Liebe das absolut
wichtigste Gesetz ist („Halte ihm auch die andere Backe hin“,

Nö, find ich garnicht. Aufforderungen wie „Gürtet eure Schwerter!“ stehen dem eindeutig entgegen.

Wenn man will, könnte man sagen, dass Jesus (also Gott) der
erste Humanist war.

Setzt Du Jesus mit Gott gleich?

Übrigens finde ich die Analogie zwischen Jesus und Luther sehr
beeindruckend-

Offengestanden, mit dem Antisemiten Luther möchte ich nun Jesus wirklich nicht vergleichen :wink:
Gruß,
Branden

Hi Branden,

Nö, find ich garnicht. Aufforderungen wie „Gürtet eure
Schwerter!“ stehen dem eindeutig entgegen.

Wo steht „Gürtet eure Schwerter“? Ich hab eben gesucht, es aber nicht gefunden.

Setzt Du Jesus mit Gott gleich?

Ja.

Offengestanden, mit dem Antisemiten Luther möchte ich nun
Jesus wirklich nicht vergleichen :wink:

Ich hab die beiden nicht in den Punkten des Antisemitismus verglichen, sondern in ihrer theologischen Auffassung zum Worte Gottes, dessen Umsetzung und der anschließenden ungewollten Abspaltung. :wink:

Beste Grüße,
Typhoon

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