Jesus,der Moralapostel

wo begegnet mir in der Bibel Jesus als liebevoller Bruder,der
mir auf meinem Weg hilft,mich begleitet??Ich treffe nur den
Moralapostel,dazu noch abweisend zu seiner Mutter.Das finde
ich absolut nicht hilfreich,ich komme mir eher unfähig
vor,jemals bedingungslose Liebe zu erreichen.

Hallo Mechthild

Das ist eine ganz interessante Frage. Was hat Dich bewogen diese Frage zu stellen? Mit welchen Sätzen der Bibel hattest Du das Gefühl, dass Jesus Dich zensiert?

Du hast auf keinem der ganzen Zuschriften geantwortet. Es ist wohl nicht das für und wider mancher Bibeltexte. Es steckt viel Resignation in deinen Zeilen. Machst Du dafür Jesus verantwortlich?

Bleib an deinen Fragen, das Laben hat so viele Wunder parat.

Veronika

morgen!

Ich fürchte, dass die Leute, die andere mit sich in den Tod
reissen, wirklich glauben auch etwas für die Menschheit zu
tun…

ja, das ist zu befürchten… was Jesus davon unterscheidet, ist allerdings, dass er nicht davon ausgegangen ist, dass es notwendig ist, diejenigen, die seine „Erlösung“ nicht annehmen wollen, umzubringen. Das macht ihn doch irgendwie sympathischer als einen Selbstmordattentäter :wink:
Aber ich denke, dass der Konflikt so nicht aufzulösen ist, denn für die, die Jesus im wörtlichen Sinn als „Gottes Sohn“ verstehen, ist sein Tod eben notwendig, und für die, für die er (nur) ein besonders charismatischer Mensch war, für die ist sein Tod einfach sinnlos.

Wer recht hat, verrate ich nicht :wink:

schönen Tag!
Sonja

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Hallo Harald

Wofür war es nötig, zwei Schwerter zu besitzen?
Wo Jesus doch dann dem Petrus den Gebrauch derselben
untersagt.

Das eben ist das Thema: die AMBIVALENZ bei Jesus.
ODER ABER: Die im Nachhinein von den Geschichtsschreibern in Jesus hinein projizierte Ambivalenz, die sie selber besaßen.
Gruß,
Branden

Fällt mir gerdae ein
Hallo,

ausgeschlafen ist der Mensch offenbar am Klügsten.

Wir wissen ja nicht allzu viel über die Geschichte. Wir haben nur die Berichte im Neuen Testament - und die wiedersprechen sich mitunter sogar. Ist auch kein Wunder, es sind schließlich Erlebnisberichte, die später aufgezeichnet wurden und das menschliche Gedächtnis ist mitunter etwas fehlerhaft.

Damit sind wir bei vielen Dingen auf Auslegungen und Vermutungen angewiesen. Also wie wäre es mit folgender Deutung:

Es ist ja wenig darüber bekannt, wie weit und genau Jesus die Zukunft sehen konnte. Ich habe einigen Grund zu der Annahme, daß sein Wissen da nicht allumfassend war und daß er nur teile sah - eventuell in Folge von Visionen oder Eingebungen seines Vaters (der war ja immerhin Gottvater persönlich, da kann man schon erwarten, daß er das drauf hat). Zumindest sollte man das in diesem Falle mal annehmen, finde ich, denn auch hier muß ja der Spruch gelten „Im Zweifelsfall zu Gunsten des Angeklagten.“
Jesus wußte also nicht exakt, wie alles ablaufen würde. Sicher war er im Vertrauen zu seinem Vater und das der ihn irgendwie erlösen würde. Nur das wann udn wie … das war noch nicht ganz klar.

Nun hatte er ja genaugenommen aber auch gar kein Verbrechen begngen, das eine Todesstrafe gerechtfertigt hätte. Im Gegenteil. Er hatte gesagt „Gebdt dem Kaiser, was des Kaisers ist.“ Seine Predigten forderten keinerlei Wiederstand gegen Rom. Und seine Vorstellungen vom Leben danach entsprachen zwar nicht der römischen Religion, aber die Römer erkannten ja grundsätzlich den Glauben der besetzten Völker an. Die hatten ja auch nichts dagegen, daß die Juden Juden blieben und nicht ihren Jupiter anbeteten.

Insofern war ja alles erst mal noch offen, eine verurteilung durch die Römer noch gar nicht sicher. Pontus Pilatus hätte ja auch (und das wäre nicht mal unwahrscheinlich) erklären können, daß er in religiösen Fragen nicht zuständig ist und erst mal in Rom nachfragen können bzw. Jesus nach Rom überstellen können. Oder er hätte schlichtweg das Ganze zu internen Querelen der Juden und sich für nicht zuständig erklären können.
Die Anklage beruhte ja darauf, das Jesus angeblich sich als König der Juden bezeichnet habe. Die jüdische Oberschicht mußte das Ganze auf die politische Schiene schieben und ihn als Gegener Roms darstellen, sonst hättem die Römer nicht eingegriffen - aber das entsprach ja nicht den Tatsachen.

Es war also weder das Urteil vorher klar noch die Frage des väterlichen Eingreifens - damit bestand zum Weglaufen absolut kein Grund. Die spätere Diskussion mit Pontus Pilatus läßt diesen Schluß durchaus zu. Und der wusch seine Hände tatsächlich in Unschuld - ihm war völlig jklar, daß er auf Druck der jüdischen Oberschicht einen eigentlich Unschuldigen veruteilen mußte.

Tja… erst wurde es also erst, als Jesus schon im Kerker daß. Da war er aber nun dann drin und damit, auf Gefangene aufzupassen und diese zu kreuzigen, hatten dieRömer einige Übung. Das war Routine für die - da war abhauen gar nicht so einfach.
Und der Hokuspokus… na ja. Gottvater (der wußte ja nun echt, was passieren würde) hatte sehr genaue Vorstellungen über die Errettung. Und die shen nun eine Flucht absolut nicht vor. Also wird er seinem Sohn da auch nicht geholfen haben und ohne Gottes Hilfe gibt es nun mal keine Wunder.

So gesehen hätte jesus gar keine andere Wahl gehabt, als brav aufs Kreuz zu steigen.

Gernot Geyer

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wo begegnet mir in der Bibel Jesus als liebevoller Bruder,der
mir auf meinem Weg hilft,mich begleitet??Ich treffe nur den
Moralapostel,dazu noch abweisend zu seiner Mutter.Das finde
ich absolut nicht hilfreich,ich komme mir eher unfähig
vor,jemals bedingungslose Liebe zu erreichen.

Hallo Mechthild

Das ist eine ganz interessante Frage. Was hat Dich bewogen
diese Frage zu stellen? Mit welchen Sätzen der Bibel hattest
Du das Gefühl, dass Jesus Dich zensiert?

Du hast auf keinem der ganzen Zuschriften geantwortet. Es ist
wohl nicht das für und wider mancher Bibeltexte. Es steckt
viel Resignation in deinen Zeilen. Machst Du dafür Jesus
verantwortlich?

Hallo Veronika,

ja,diese Diskussion um die Bibelstellen berührt mich und meine Frage nicht.
Ich habe den Eindruck,man muss auf irgend eine Art Außenseiter sein,um von Jesus wahrgenommen zu werden.Ich bekomme leider so gar keinen Bezug zu Jesus,da Jesus als Mensch irgendwie zu kurz kommt.Vielleicht liegt es aber auch daran,dass Männer die Evangelien verfasst haben,da steht der erhobene Zeigefinger im Vordergrund.Mich interessiert aber der Mensch viel mehr und irgendwie bin ich traurig,dass mir der Zugang fehlt.Vielleicht liegt es aber auch an meiner vita,ich beneide (im positiven Sinn)jene,die IHN von Herzen lieben können.
Danke für Deine Zeilen,Frauen sehen wohl doch schneller den Kern der Sache. Mechthild

Bleib an deinen Fragen, das Laben hat so viele Wunder parat.

Veronika

Hi Herbie,

Ich finde es interessant, das man für seine Überzeugung(en)
sterben wollen muss, damit sie akzeptiert werden.

Habe ich nicht gesagt. Ich sage nur, dass eine Überzeugung für mich erst dann eine Überzeugung ist, wenn man vollumfänglich davon überzeugt ist (ergo also auch dafür in den Tod gehen würde). Der Rest wären meiner Ansicht nach Meinung, Tendenzen und Dafürhalten.

Was ist so
verwerflich daran, wenn man seine Überzeugungen auf eine Art
und Weise verwirklichen will, die einem nicht das Leben kosten
muss?

Gar nichts. Aber wenn’s drauf ankommt plötzlich andere Überzeugungen anzunehmen halte ich nicht für „überzeugend“ :wink:.

Ist der politische Weg dermassen verwerflich?

Nein. Wer hat das denn gesagt? Der politische Weg hat in diesem Fall allerdings zum Tode geführt. Zudem muss festgestellt sein, dass man „seinen Arsch“ in den wenigsten Fällen durch Widerruf retten können wird. Hast Du mal 1984 von George Orwell gelesen? Da geht’s um ein solches Thema. Das läuft dann ungefähr so: Der Andersdenkende wird unter Druck gesetzt (evt. gefoltert, etc.), widerruft dann in aller Öffentlichkeit und wird nach einiger Zeit trotzdem umgebracht.

Nein, tut er nicht.

Doch, das tut er.

Immer einmal mehr „Nein, tut er nicht“ wie du „Doch, das tut
er“ schreiben kannst *g*.

Mist! Du hast gewonnen :wink:

Wenn Du zum Beispiel einen Killer engagierst, der Dich töten
soll, dann ist das für mich passiver Selbstmord.

Das finde ich auch. Jesus hat allerdings keine Mörder engagiert, sondern wurde angezeigt und von einem Rechtssystem zum Tode verurteilt. Jesus hat Judas ja nicht beauftragt, zu melden wo er an dem Abend sei, sondern eben andersrum. Die Leute, denen Jesus nicht in den Kram passte, haben Judas engagiert.

Ist
jetzt klar was ich meine?

Nicht ganz. Worauf willst Du denn hinaus? Du verurteilst immernoch jeden, der sich dem Gesetz nicht entgegenstellt (da man nie weiß, wie ein Gericht urteilen wird) als potentiellen Selbstmörder.

Wenn er nicht in der Lage ist, dann ist die Frage doch gar
nicht gegeben, oder? Wenn er aber in der Lage wäre und es
nicht täte, dann ist das passiver Selbstmord.

Nun, ein Bergsteiger, dessen Arm in einer Felsspalte eingeklemmt ist und der eine Hacke dabei hat, ist immer in der Lage, seinen Arm abzuhacken um nicht zu verdursten.
Nur ob er’s macht? Würdest Du das machen?

Und so drehten sie sich im Kreise :wink:
Widerlege meine Argumente. Was soll ich den anderes machen als
zu interpretieren, wenn die Fakten nunmal nicht da sind?

Ich bringe Dein Argument nur die ganze Zeit, damit Du merkst, was für ein „Totschlagargument“ es ist. Du hast schließlich damit angefangen jegliche Interpretation als Spekulation zu bezeichnen :wink:

Und ich behaupte jetzt mal frei, dass das Drama der
Wiederauferstehung reine Propaganda seiner „Jünger“ war.

Na gut. Aber das ist ja dann nun wirklich reine Spekulation. Ich berufe mich auf die historischen Quellen (die Evangelien). Worauf berufst Du Dich? Beweise oder Indizien?

Geschickt gemacht, aber die Leute früher waren sowieso sehr
leichtgläubig.

Offenbar heute genauso wie früher :wink:

Nur eine Begrifflichkeit ist gut. Mir geht es auch um die
moralischen / ethischen Implikationen, die die Glorifizierung
eines Selbstmörders so mit sich bringt.

Wie gesagt. Die Leute glorifizieren niemand weil er gestorben ist, sondern weil er Wunder vollbracht, Wahrheiten gelehrt und letztlich wiederauferstanden ist (und somit den Tod besiegt hat).

Viele Grüsse,
Typhoon :smile:

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Hallo Mechthild

ja,diese Diskussion um die Bibelstellen berührt mich und meine
Frage nicht.

Dann sag’s doch. Erst die Frage stellen, dann nicht antworten und im Nachhinein sagen, alles sei blöd, hat noch nie eine Lösung gebracht.

Ich habe den Eindruck,man muss auf irgend eine Art Außenseiter
sein,um von Jesus wahrgenommen zu werden. Ich bekomme leider so
gar keinen Bezug zu Jesus,da Jesus als Mensch irgendwie zu
kurz kommt.

Liest Du in der Bibel oder sprichst Du von einem Jesus, der Dich gelehrt worden ist?

Vielleicht liegt es aber auch daran,dass Männer die
Evangelien verfasst haben,da steht der erhobene Zeigefinger im
Vordergrund.

Ich finde das gar nicht. Wie gesagt, Jesus war gütig und hat die Liebe als höchstes Gebot definiert. Wenn man all sein handeln anhand der Liebe beurteilt, wandelt man auf den Pfaden Jesu.

Mich interessiert aber der Mensch viel mehr und
irgendwie bin ich traurig,dass mir der Zugang fehlt.

Aber warum der Mensch? Sind es nicht seine Taten, die ihn definieren?

Vielleicht
liegt es aber auch an meiner vita,

Ist da was vorgefallen, was Deinen Zugang zu Christus blockiert?

ich beneide (im positiven
Sinn)jene,die IHN von Herzen lieben können.

Es ist Deine Entschiedung ihn zu lieben :smile:

Beste Grüße,
Typhoon :smile:

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Hallo Typhoon

habt Ihr denn nicht gemerkt,dass Ihr Eure eigene Diskussion geführt habt?Anfangs war ja auch noch etwas in Bezug auf meine Frage dabei.Tut mir leid,wenn ich früher hätte reagieren sollen,aber ich bin Neuling und kenne mich halt mit den Gepflogenheiten nicht aus.
Irgendwie war Eure Diskussion ja auch ganz interessant,wenn auch nicht als Beantwortung auf meine Frage. Gruß Mechthild

ja,diese Diskussion um die Bibelstellen berührt mich und meine
Frage nicht.

Dann sag’s doch. Erst die Frage stellen, dann nicht antworten
und im Nachhinein sagen, alles sei blöd, hat noch nie eine
Lösung gebracht.

Ich habe den Eindruck,man muss auf irgend eine Art Außenseiter
sein,um von Jesus wahrgenommen zu werden. Ich bekomme leider so
gar keinen Bezug zu Jesus,da Jesus als Mensch irgendwie zu
kurz kommt.

Liest Du in der Bibel oder sprichst Du von einem Jesus, der
Dich gelehrt worden ist?

Vielleicht liegt es aber auch daran,dass Männer die
Evangelien verfasst haben,da steht der erhobene Zeigefinger im
Vordergrund.

Ich finde das gar nicht. Wie gesagt, Jesus war gütig und hat
die Liebe als höchstes Gebot definiert. Wenn man all sein
handeln anhand der Liebe beurteilt, wandelt man auf den Pfaden
Jesu.

Mich interessiert aber der Mensch viel mehr und
irgendwie bin ich traurig,dass mir der Zugang fehlt.

Aber warum der Mensch? Sind es nicht seine Taten, die ihn
definieren?

Vielleicht
liegt es aber auch an meiner vita,

Ist da was vorgefallen, was Deinen Zugang zu Christus
blockiert?

ich beneide (im positiven
Sinn)jene,die IHN von Herzen lieben können.

Es ist Deine Entschiedung ihn zu lieben :smile:

Beste Grüße,
Typhoon :smile:

Hallo Typhoon

Dein Satz:

Dann sag’s doch. Erst die Frage stellen, dann nicht antworten
und im Nachhinein sagen, alles sei blöd, hat noch nie eine
Lösung gebracht.

finde ich eine Zumutung.Auch ich hatte den Eindruck, dass es Euch wichtig war zu diskutieren. Niemand fragte Mechthild, ob sie mit dem Gesagten etwas anfangen kann.

Liest Du in der Bibel oder sprichst Du von einem Jesus, der
Dich gelehrt worden ist?

Mischt es sich nicht ständig? Sind es nicht immer nur einzelne Worte/Sätze die einen erreichen? Mechthild erwähnte das Wort „Mutter“ und ich denke, dass sie Matthäus 12 -48 meint.Jesus lässt seiner Mutter sagen: Wer ist meine Mutter? Wenn Mechthild Mutter ist, liest und empfindet sie diesen Satz sicher ganz anders als Du.

Wie gesagt, Jesus war gütig und hat
die Liebe als höchstes Gebot definiert. Wenn man all sein
handeln anhand der Liebe beurteilt, wandelt man auf den Pfaden
Jesu.

Deine Jesusbeziehung ist nicht die von Mechthild. Darf ich Dich fragen, wie es sich anfühlt, dieses Wandeln auf den Pfaden Jesu? Wie offen bist Du für Menschen die dies nicht können?

Aber warum der Mensch? Sind es nicht seine Taten, die ihn
definieren?

Es ist auch eine Tat Jesus, seine Mutter nicht als seine Mutter zu sehen.

Ist da was vorgefallen, was Deinen Zugang zu Christus
blockiert?

Jesusbeziehung ist nicht Christusbeziehung und darüber schreibt Mechthild nichts. Ich selber kann durchaus etwas anfangen mit Christus, habe aber meine inneren Kämpfe mit dem Jesus.

Es ist Deine Entschiedung ihn zu lieben

Mechthilds Zeilen habe ich eher so verstanden, dass sie sich sehnt seine Liebe zu spüren. Zuerst seine, das scheint mir so ein Punkt zu sein.

Eventuell habe ich etwas in Mechthilds Zeilen hineingelegt was sie nicht so gemeint hat. Ich habe geantwortet weil ich ähnlich Fragen habe und mich Gleiches beschäftigt. Gerne würde ich mich mit Dir weiter austauschen.

Okay, auf jeden Fall haben mir deine Zeilen gut getan.

Gruss Veronika

Hi Veronika,

Dein Satz:

Dann sag’s doch. Erst die Frage stellen, dann nicht antworten
und im Nachhinein sagen, alles sei blöd, hat noch nie eine
Lösung gebracht.

finde ich eine Zumutung.

Das ist Deine Ansicht. Ich empfinde ihn nicht als eine Zumutung, sondern als ein Faktum.

Auch ich hatte den Eindruck, dass es
Euch wichtig war zu diskutieren.

Deshalb sind wir ja in einem Diskussionsforum. Außerdem untergliedern sich die Diskussionfäden hier (bei wer-weiss-was) immer recht übersichtlich, sodass eine Diskussion, die sich in eine bestimmte Richtung entwickelt den restlichen Ablauf nicht tangiert.

Niemand fragte Mechthild, ob
sie mit dem Gesagten etwas anfangen kann.

Es ist wohl nicht die Aufgabe des Posters anschließend nochmal nachzufragen, oder? Wenn der Fragende etwas nicht versteht, meldet er sich für gewöhnlich.

Mischt es sich nicht ständig?

Ganz und gar nicht. Mir wurde z.B. ein Jesus auf Ausmalebildchen gelehrt, der einen Bart hatte und mit einem andächtigen Gesicht und nem Kranz aufm Kopp am Kreuz hing. Als ich in der Bibel gelesen habe, trat ein ganz anderer Jesus zu Tage.

Sind es nicht immer nur einzelne
Worte/Sätze die einen erreichen?

Naja, also ich mach mir immer eine Art „Gesamtbild“. Und ich (persönlich) finde es unwichtig, was in Nebensätzen geschrieben steht. Für mich zählen da in erster Linie die klaren Aussagen, wie zum Beispiel die Definition der Liebe als höchstes Gebot. Wenn ich das weiß, kann ich doch erahnen, dass alle Gebote/ Regeln oder Handlungen, die der Liebe (also dem höchsten Gebot Gottes) widersprechen, nicht dem Willen Gottes entsprechen.

Mechthild erwähnte das Wort
„Mutter“ und ich denke, dass sie Matthäus 12 -48 meint.Jesus
lässt seiner Mutter sagen: Wer ist meine Mutter? Wenn
Mechthild Mutter ist, liest und empfindet sie diesen Satz
sicher ganz anders als Du.

Mit Sicherheit.

Deine Jesusbeziehung ist nicht die von Mechthild.

Woher weißt Du das?

Darf ich
Dich fragen, wie es sich anfühlt, dieses Wandeln auf den
Pfaden Jesu?

Habe ich denn überhaupt behauptet, dass ich auf seinen Pfaden wandel?

Wie offen bist Du für Menschen die dies nicht
können?

Jeder kann es- Wenn man all sein handeln an der Liebe orientiert - und damit mein ich nicht irgendso ein mystisches Ding, das sich in den Gedanken abspielt, sondern handfeste Liebe- z.B. zu Mitmenschen auf der Straße, zu „Feinden“, die man nicht leiden kann, etc. wird man es automatisch können.

Es ist auch eine Tat Jesus, seine Mutter nicht als seine
Mutter zu sehen.

Ja. Aber wie es die Mutter aufgefasst hat, weiß ich nicht (bin auch grad zu faul, zu lesen). Vielleicht wollte Jesus damit ja herausstellen, dass er „Allgemeingut“ ist und nicht in diesem irdischen Gefüge verharrt…

Jesusbeziehung ist nicht Christusbeziehung

Was ist denn da der Unterschied?

und darüber
schreibt Mechthild nichts.

Ich selber kann durchaus etwas
anfangen mit Christus, habe aber meine inneren Kämpfe mit dem
Jesus.

Das musst Du mir wirklich genauer erklären…- ich mache keine Unterschiede zwischen Jesus und dem Messias (zumindest wenn ich davon ausgehe, dass Jesus der Christus ist/ war).

Mechthilds Zeilen habe ich eher so verstanden, dass sie sich
sehnt seine Liebe zu spüren. Zuerst seine, das scheint mir so
ein Punkt zu sein.

Seine Liebe hat Christus uns ja durch seinen Gnadentod bereits gezeigt. Jetzt sind wir an der Reihe :wink:

Eventuell habe ich etwas in Mechthilds Zeilen hineingelegt was
sie nicht so gemeint hat. Ich habe geantwortet weil ich
ähnlich Fragen habe und mich Gleiches beschäftigt. Gerne würde
ich mich mit Dir weiter austauschen.

Ich auch sehr gerne.

Viele Grüße,
Typhoon :smile:

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Hallo Typhoon

Naja, also ich mach mir immer eine Art „Gesamtbild“. Und ich
(persönlich) finde es unwichtig, was in Nebensätzen
geschrieben steht. Für mich zählen da in erster Linie die
klaren Aussagen, wie zum Beispiel die Definition der Liebe als
höchstes Gebot. Wenn ich das weiß, kann ich doch erahnen, dass
alle Gebote/ Regeln oder Handlungen, die der Liebe (also dem
höchsten Gebot Gottes) widersprechen, nicht dem Willen Gottes
entsprechen.

Gesammtbild ist ja gut, aber das Wesentliche ist zwischen den Zeilen. Ich mache diese Erfahrung immer wieder in einer Bibliodramagruppe.
Die sogenannte Liebe-das höchste Gebot Gottes-. Mein Gott, das ist ja für uns Menschen so unerreichbar, dass wir von vornherein uns als Versager fühlen müssen. Es reicht nicht, die Zeilen zu lesen und zu kennen und immer wieder zu zitieren. Du musst sie kennengelernt haben diese Liebe, erfahren haben, sonst bleibt es nur ein Wort und schon haben wir Jesus als Moralapostel. Glaubst Du nicht?

Jesus ist für mich Gottes Sohn von dem das neue Testament erzählt. Christus ist für mich der auferstandene Jesus. Erst ab diesem Zeitpunkt

Gnadentod, das ist so ein Wort. Da werden Seminare angeboten zum Thema Opfertod. Da wird folgendes geschrieben: Da werden Menschen durch die Opfertheologie daran gewöhnt, dass wichtige Ziele Opfer erfordern. In dieser Gewöhnung und Selbstverständlichkeit liegt das Narkotisierende, weil die Frage garnicht mehr aufkommt, ob es überhaupt Ziele geben kann, für die Menschen geopfert werden dürfen. Heute interpretieren Befreiungstheologinnen die Kreuzigung Jesu als unausweichliche Konsequenz seines unerschütterlichen aber freiwilligen Einsatzes für Gott und seine/ ihre Gerechtigkeit. Wer den Willen des Vaters tue, gerate unweigerlich in die Konfrontation, den Kampf, das Leiden ans Kreuz.

In den theologischen Fakultäten wird zwischen den Zeilen gelesen. Das erfordert Austausch und Mut zu neuem Denken. Die Bibel kaut Dir kein Gefühl vor, das macht sie so spannend für mich.

War schön, Dir begegnet zu sein Veronika

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