Jesus - der Sohn Gottes

Hallo!

Ich weiss, dass diese Frage hier bereits häufig erörtert wurde. Ich möchte das Thema aber dennoch gern noch einmal anstossen, weil das Suchen im Archiv nicht so richtig den Kern meines Interesses finden konnte.

Viele Menschen, wie ich auch, bekennen, dass Jesus Christus der Sohn Gottes und Gott zugleich ist.

Warum wird vielerseits eigentlich behauptet, dass dem nicht so sei? Soweit ich weiss, wird z. B. - und nicht nur - durch die Zeugen Jehovas die Göttlichkeit Jesu in Abrede gestellt. Was steckt dahinter und was ist dran an dieser Theorie?

Grüsse
Tom

Hallo,

was da dran ist? Das bleibt Deinem persönlichen Glauben überlassen. Man kann glauben, daß er Gottes Sohn war oder es auch nicht glauben. Das ist schlichtweg eine Frage der Festigkeit Deiner Überzeugung.

Es gab schon früh auch im Christentum Strömungen, die Jesus allein als Menschen sahen. Die Arianer zum Beispiel und die waren zeitweise so viele, daß man da schon nicht mehr nur von Sekte sprechen konnte. Erst recht spät ist es der heutigen katholischen Kirche gelungen, diese Strömung zurückzudrängen.
Auch der Islam sieht Jesus zwar als größten Propheten der dunklen Zeit vor Mohammed - aber eindeutig als Mensch.

Das hat wohl schlichtweg damit zu tun, daß die Doppelgestalt als Mensch und Teil der Dreifaltigkeit wesentlich schwerer zu erfassen ist und rational weniger logisch erscheint als ein rein menschlicher Jesus.
Zudem darf man eins nicht vergessen: Die Lesart der katholischen Kirche war nicht immer die Gleiche wie heute. Im frühen Christentum war die Tatsache, daß Jesus Gewschwister hatte, allgemein bekannt. Die Geschichte von der unberührten Jungfrau stimmt so nicht - die ist nach den frühen Texten nicht haltbar. Und da steht dann natürlich mit doppelter Härte die Frage, wieso denn jemand wissen will, daß das mit jsus wirklich eine unbefleckte Empfängnis war und wieso das nun ausgerechnet anders gewesen sein muß als bei seinen Geschwistern, zumal das rein biologische Wissen zu aller Zeit ein deutig gegen das Wunder sprach…

Gernot Geyer

Hallo

Der Begriff ‚Sohn Gottes‘ ist fehlerhaft interpretiert worden.

Sri Aurobindo hat dazu folgendes gesagt:

„Jesus Christus war ein großer Denker, ein Mensch der anscheinend durch eigene Macht, obwohl dies nicht sicher ist, etwas vom göttlichen Wissen erlangt hatte; aber die Schreiber, die seine Reden aufzeichneten, waren zum größten Teil gewöhnliche Menschen von sehr beschränkter Bildung und Denkweise, und sie scheinen seine tiefsten Reden grob mißverstanden zu haben. Wenn zum Beispiel gesagt ist, „Ich und mein Vater sind eins“, - die tiefe Wahrheit ausdrückend, daß das menschliche Selbst und das göttliche Selbst identisch sind, stellten sie sich vor, daß er einen individuellen Anspruch Gott zu sein erhob; daher folgte die außergewöhnliche Legende der Jungfrau Maria und alles was sich daraus ergab. Nun kennen wir alle die Geschichte über das letzte Abendmahl und die bedeutungsvolle wunderbare Äußerung Jesu, da er das Brot brach und seinen Jüngern Wein einschenkte: „Dies ist mein Körper und dies ist mein Blut“ und den bemerkenswerten Ritus der Eucharistie und der Doktrin der Transubstantion, die die römisch-katholische Kirche auf ihr gegründet hat. „Verdorbenheit! Aberglaube! frevelhafter Unsinn!“ schreit der Protestant. „Nur eine anschauliche orientalische Metapher und nichts mehr.“ Wenn ja, war es sicher eine „unbedeutende, künstliche und alberne“ Metapher, oder „sogar eine schreckliche und abstoßende.“ Aber ich ziehe es vor zu glauben, daß die Worte Jesu immer eine Bedeutung und im allgemeinen eine wahre und schöne hatten.“

Den ganzen Text findest Du hier:
http://www.rolf-helmecke.privat.t-online.de/literatu…

gruß
rolf

Hallo Barkley,

ich frage mich, warum diese Art der Fragen in mir meist die Phantasie auslöst, dass hier durch die Hintertür - Nilpferd ick hör Dir trapsen - missionarische Impulse ausgelebt werden:

Ich weiss, dass diese Frage hier bereits häufig erörtert
wurde.

Genau deshalb! Siehe meine Einleitungsfrage.

Ich möchte das Thema aber dennoch gern noch einmal
anstossen, weil das Suchen im Archiv nicht so richtig den Kern
meines Interesses finden konnte.

Den Du aber nicht näher benennst, sondern im Diffusen beläst.

Viele Menschen, wie ich auch, bekennen, dass Jesus Christus
der Sohn Gottes und Gott zugleich ist.

Das bleibt ihnen unbenommen.

Warum wird vielerseits eigentlich behauptet, dass dem nicht so
sei?

Aha - Umkehr der „Beweis“-Last. Warum sollen diejenigen, die nicht an Jesus als-was-auch-immer glauben, irgendwas beweisen müssen? Meinem Eindruck nach ist Dir wichtig, dass andere Deine Einstellung teilen, dann bist Du in der „Beweis“-Last, aber bitte nicht hier. In der Netiquette ist klar festgelegt, dass Missionieren hier nicht erwünscht ist. Sicher findest Du andere Orte dafür - auch im Netz, wo es nichts gibt, was es nicht gibt.

Soweit ich weiss, wird z. B. - und nicht nur - durch die
Zeugen Jehovas die Göttlichkeit Jesu in Abrede gestellt. Was
steckt dahinter und was ist dran an dieser Theorie?

Ach - da gibt es ganze Bibliotheken voller Literatur. Deshalb fang ich - und schon gleich gar nicht um diese Nachtzeit - gar nicht damit an. Wer sucht, der findet auch zu diesem Thema genug im Netz.

Viele Grüße

Iris

Hallo,

auch nach knapp 2000 Jahren irrt die Mehrheit der christlichen Kirchen und Sekten immer noch sehr, wenn es um die Dreieinigkeit Gottes und um die Rolle von Jesus geht!

Da wird z. B. von Kirchen gelehrt: Gott würde in den drei Personen Vater, Sohn und Heiliger Geist bestehen!

Wäre das wahr, dann würde die Bibel irren, denn nach 1Mo 1,27: Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie einen Mann und ein Weib, die, was jeder selbst bei sich feststellen kann, jeweils in einer e i n z i g e n Person besteht!

Das bestätigt auch 2.Mose 33/21: Weiter sagte der HERR: Siehe, [hier] ist ein Platz bei mir, da sollst du dich auf den Felsen stellen. 33/22 Und es wird geschehen, wenn meine Herrlichkeit vorüberzieht, dann werde ich dich in die Felsenhöhle stellen und meine Hand schützend über dich halten, bis ich vorübergegangen bin. 33/23 Dann werde ich meine Hand wegnehmen, und du wirst mich von hinten sehen; aber mein Angesicht darf nicht gesehen werden.

Hätte Moses drei Personen gesehen, hätte er das als außergewöhnliche Sicht sicher niedergeschrieben!

Weitere Stellen:

Jesaija 9/5: Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter; und man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker G o t t , V a t e r d e r E w i g k e i t, Fürst des Friedens. 9/6 Groß ist die Herrschaft, und der Friede wird kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, es zu festigen und zu stützen durch Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies tun.

Johannes 14/9 Jesus spricht zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Und wie sagst du: Zeige uns den Vater? 14/10 Glaubst du nicht, daß ich in dem Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst; der Vater aber, der in mir bleibt, tut seine Werke.

Also, dass Gott in drei Personen besteht ist nach meiner Ansicht Quatsch!

Wie ist aber nun die Dreieinigkeit Gottes richtig zu verstehen?

Gott ist dreieinig. Ja! Aber diese Dreieinigkeit besteht nicht nebeneinander in drei Personen, was eine materialistische Sicht ist, sondern i n e i n a n d e r in EINER Person. Das Materielle und Geistige durchdringen sich!

Dabei ist der nichtmaterielle Vater das Göttliche an Gott,
der materielle Sohn ist das Menschliche an Gott
und der Heilige Geist ist die nichtmaterielle Willenskraft Gottes, mit der er alles regiert und leitet.

Denn Gott ist wahrer Gott und wahrer Mensch zugleich und hat uns nach seinem Bild geschaffen! Wir sind wirklich seine Kinder!!!

In der materiellen Person Jesus wohnt also der nichtmaterielle Vater mit dessen nichtmaterielle Willenskraft!

Jesus ist also alles in allem und die verschiedenen Lehren irren sehr, wenn sie die Gottheit Jesus ablehnen!

Doch, wir Menschen haben von Gott aus einen völlig freien Willen bekommen und können glauben was wir wollen, auch Unsinniges!

Herzliche Grüße
Helmut

Warum wird vielerseits eigentlich behauptet, dass dem nicht so
sei?

Wer behauptet muß beweisen und nicht umgekehrt. Ich halte die Aussage „XY ist der Sohn Gottes“ für eine recht starke Hypothese, für die man sehr starke Argumente braucht. Deswegen ist es intellektuell unredlich, von jenen, die sie nicht teilen, zu verlangen, das auch noch zu begründen.

Gruß
dataf0x

Hallo data,

Wer behauptet muß beweisen und nicht umgekehrt. Ich halte die
Aussage „XY ist der Sohn Gottes“ für eine recht starke
Hypothese, für die man sehr starke Argumente braucht. Deswegen
ist es intellektuell unredlich, von jenen, die sie nicht
teilen, zu verlangen, das auch noch zu begründen.

das sehe ich anders, weil beide Seiten (eine geht davon aus, die andere bestreitet es) zumindest in irgendeiner Weise an Jesus Christus oder an Jesus von Nazareth glauben.

Wenn jemand aufgrund der vorhandenen Evangelien und Briefe den Glauben gewonnen hat, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist, dann darf derjenige, der das - schließlich abseits der Evangelien - bestreitet, auch gerne mal untermauern und darlegen, welche stärkeren Quellen ihm denn aus jener Zeit zur Verfügung stehen.
Denn meiner Meinung nach ist es eher schlechter Stil, entgegen vorhandener Zeugnisse eine Gegendarstellung zu erheben, ohne dafür Belege liefern zu können, daß die eigenen Quellen stärker als, naja z. B., die vier Evangelien sind, in denen immerhin verschiedene Leute dasselbe behaupten, ohne sich teilweise zuvor jemals begegnet zu sein.

Gruß
tigger

1 „Gefällt mir“

Hallo tigger,
wirklich bestechende Beweisführung. Als bekennender Pastafari erlebe ich auch immer wieder, dass

beide Seiten (eine geht davon aus,
die andere bestreitet es) zumindest in irgendeiner Weise an

an das Fliegende Spaghettimonster glauben.

Wenn jemand aufgrund der

auf http://www.venganza.org/sighting/index.htm veröffentlichten Sichtungen des FSM

den Glauben gewonnen hat, dass

das Universum durch das fliegende Spaghettimonster erschaffen wurde

dann darf derjenige, der das […]
bestreitet, auch gerne mal untermauern und
darlegen, welche stärkeren Quellen ihm denn […] zur
Verfügung stehen.
Denn meiner Meinung nach ist es eher schlechter Stil, entgegen
vorhandener Zeugnisse eine Gegendarstellung zu erheben, ohne
dafür Belege liefern zu können, daß die eigenen Quellen
stärker als, naja z. B.,

http://www.venganza.org ist, wo im Forum

immerhin verschiedene Leute dasselbe behaupten, ohne
sich teilweise zuvor jemals begegnet zu sein.

Möge SEIN nudeliger Appendix euch berühren!
Ra-Men,
Ralf

2 „Gefällt mir“

Hallo Iris,

ich frage mich, warum diese Art der Fragen in mir meist die
Phantasie auslöst, dass hier durch die Hintertür - Nilpferd
ick hör Dir trapsen - missionarische Impulse ausgelebt werden:

ich frage mich eher, warum Du hier einem Fragenden gleich das Ausleben missionarischer Impulse unterstellst? Wenn gewisse Fragen bei Dir
gleich gewisse Phantasien auslösen, solltest Du Deine „Rache“ vielleicht
auch erstmal in Deiner Phantasie ausleben, um den Dir dann verbleibenden
Raum in der Öffentlichkeit dafür zu nutzen, Deinen Gegenüber kennen zu lernen
und daraus zu erforschen, was die Hintergründe seines Tuns sind.

Abseits davon, habe ich zudem die Phantasie, daß es ohnehin immer wieder
dieselben Leute und Gruppen sind, die auf die Frage nach dem Gott und Mensch Christus Jesus sehr, schon fast übertrieben empfindlich reagieren, was in vielen
Fällen schon fast fundamentalistisch wirkt, nämlich dann, wenn ein Glaubensgespräch in die Richtung eines persönlichen Gehackes getrieben wird, weil die eine Seite nicht das glaubt oder fragt, was die andere Seite gerne hätte.

Den Du aber nicht näher benennst, sondern im Diffusen beläst.

Im Gegensatz zu vielen anderen, scheinen Dich diese „Kleinigkeiten“ eher zu stören. Wenn Du darauf so gezielt eingehst, warum schießt Du dann schon allein an dem Versuch vorbei, wenigstens halbwegs eine hilfreiche Antwort zu geben? Persönliches Gehacke?

Warum wird vielerseits eigentlich behauptet, dass dem nicht so
sei?

Aha - Umkehr der „Beweis“-Last. Warum sollen diejenigen, die
nicht an Jesus als-was-auch-immer glauben, irgendwas beweisen
müssen?

Er fragt hier nicht nach einem Beweis, sondern nur, warum andere Menschen etwas anderes glauben. Was weiterhin von Dir folgt:

Meinem Eindruck nach ist Dir wichtig, dass andere
Deine Einstellung teilen, dann bist Du in der „Beweis“-Last,
aber bitte nicht hier. In der Netiquette ist klar festgelegt,
dass Missionieren hier nicht erwünscht ist. Sicher findest Du
andere Orte dafür - auch im Netz, wo es nichts gibt, was es
nicht gibt.

ist damit auch vollkommen überflüssiges Gejaule, wobei es über dies sicherlich auch nicht Deine Aufgabe ist, hier festzustellen, welche Fragen gestellt werden dürfen und wie diese bitte zu formulieren seien. Da ich selbst ein Moderator bin, kann ich Dir daher den Tipp geben, daß auch dieses Brett einen Moderator hat, an den Du Dich mit Deinen Problemen gerne wenden kannst und der dann entsprechend entscheiden wird. Ihm diese Entscheidungsvollmacht jedoch abzunehmen, ist jedenfalls Deine Aufgabe nicht. Sorry.

Soweit ich weiss, wird z. B. - und nicht nur - durch die
Zeugen Jehovas die Göttlichkeit Jesu in Abrede gestellt. Was
steckt dahinter und was ist dran an dieser Theorie?

Ach - da gibt es ganze Bibliotheken voller Literatur. Deshalb
fang ich - und schon gleich gar nicht um diese Nachtzeit - gar
nicht damit an. Wer sucht, der findet auch zu diesem Thema
genug im Netz.

Das ist die hilfreichste Antwort des Jahrhunderts: „Ich habe jetzt kein Bock, dir zu antworten; geh’ selbst suchen!“ So läuft’s halt in einem Expertenforum, oder? Bevor Du nochmals das Verlangen hast, andere auf die Netiquette dieser Bretter hinzuweisen, wirf’ noch einen Blick auf die Eingangsseite von www, wo gleich eingangs steht „wer-weiss-was ist ein kostenloses Netzwerk zum Austausch von Wissen. Bei uns kannst du Fachleute aller Bereiche finden und um Rat fragen.“
Wie passt das zu Deiner Antwort auf Barkley? Das, liebe Iris, ist für mich der hinreichende Beweis, daß es Dir lediglich darum ging, jemandem auf die Füße zu treten, der eine wohl aus Deiner Sicht lästige Frage gestellt hat.

Und um es gleich vorweg zu nehmen, ich bin gerne damit einverstanden, wenn der Moderator dieses Brettes diesen Beitrag löschen möchte. Dennoch nervt es mich tierisch an, wenn hier gleich mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird, und dann auch noch in die falsche Richtung.

Gruß
tigger

4 „Gefällt mir“

Glauben…
Hallo,

die Antwort ist recht einfach, mein Religionslehrer hat sie schon vor 30 Jahren gewusst:

Glauben heißt nicht Wissen !

Dein Glaube ist deine persönliche Angelegenheit. Anderer Leute Glaube (oder auch Nichtglaube) ist Ihre persönliche Angelegenheit - und Ende der Debatte.

Alles Andere führt ganz schnell in intolerante Richtungen.

&Tschüß

Wolfgang

das sehe ich anders, weil beide Seiten (eine geht davon aus,
die andere bestreitet es) zumindest in irgendeiner Weise an
Jesus Christus oder an Jesus von Nazareth glauben.

LOL das ist feinste Inquisitionslogik, aber leider ist die falsch. Wenn jemand eine bestimmmte Aussage (genauer: einen Glaubensinhalt!) für nicht richtig hält, dann kann das zwei Ursachen haben: 1. Das Gegenteil ist wahr oder 2. Die Aussage ist sinnlos. Im Falle von unserer Aussagen „Jesus ist der Sohn Gottes“ kann eine Verneinung also zweierlei bedeuten: „Jesus ist nicht der Sohn Gottes“ (sondern beispielsweise eine Prophet) oder „Die Aussage hat keinen Gehalt/ist unbeantwortbar/irrelevant“. Letzteres gilt in allen Religionen außer dem Christentum und dem Islam als banale „Wahrheit“, da dort Jesus in deren Glaubenshorizont gar nicht vorkommt bzw. erst nach deren Entstehung ins Spiel kam.

Gruß
dataf0x

BS"D

Hallo tigger.

das sehe ich anders, weil beide Seiten (eine geht davon aus,
die andere bestreitet es) zumindest in irgendeiner Weise an
Jesus Christus oder an Jesus von Nazareth glauben.

Es scheint schon schwer akzeptierbar zu sein, dass für viele diese Figur überhaupt keine Bedeutung hat oder?

Wenn jemand aufgrund der vorhandenen Evangelien und Briefe den
Glauben gewonnen hat, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist,
dann darf derjenige, der das - schließlich abseits der
Evangelien - bestreitet, auch gerne mal untermauern und
darlegen, welche stärkeren Quellen ihm denn aus jener Zeit zur
Verfügung stehen.

Hierzu muss man als Jude nichts belegen, da die Idee das ein Mensch der Sohn G’ttes sein soll, einfach undenkbar ist. Dieses widerspricht völlig jeglicher jüdischer Lehre.

Denn meiner Meinung nach ist es eher schlechter Stil, entgegen
vorhandener Zeugnisse eine Gegendarstellung zu erheben, ohne
dafür Belege liefern zu können, daß die eigenen Quellen
stärker als, naja z. B., die vier Evangelien sind, in
denen immerhin verschiedene Leute dasselbe behaupten, ohne
sich teilweise zuvor jemals begegnet zu sein.

Es muss hier keine Gegendarstellung erhoben werden, da der Fall nicht einmal Bedeutung hat.

Kol tuw,
Eli

BS"D

Hallo Tom.

Warum wird vielerseits eigentlich behauptet, dass dem nicht so
sei?

Dafür wird es viele Gründe geben. Für mich ist das einfach so, weil dieses für mich undenkbar ist und durch nichts in den jüdischen Quellen zu rechtfertigen wäre.

Was steckt dahinter

Nu, es steckt einfach dahinter, dass die von dir aufgestellte These für mich irrelevant ist. Mehr steckt nicht dahinter.

und was ist dran an dieser Theorie?

Du meinst, dass G’tt nur einer und einzig ist? Nu, lies doch dazu das AT.

Kol tuw,
Eli

[MOD] Ich frage mich auch …
Hallo tigger,

da du Iris einen Moderator anempfiehlst, kann ich als einer von ebendiesen versichern, daß ich die Ausführungen von Iris voll unterstütze.

ich frage mich eher, warum Du hier einem Fragenden gleich das
Ausleben missionarischer Impulse unterstellst?

Weil Iris lesen kann.

Abseits davon, habe ich zudem die Phantasie, daß es ohnehin
immer wieder dieselben Leute und Gruppen sind, die auf die Frage nach :dem Gott und Mensch Christus Jesus sehr, schon fast übertrieben
empfindlich reagieren

Das hat eine ganz einfachen Grund, der auch in der Brettbeschreibung deklariert ist: Dieses Brett ist jeder Religion gleichermaßen gewidmet. Auf keinen Fall hat Christliches hier einen apriorischen Bonus, ebensowenig wie antireligiöse Hetze x-beliebiger Art.

Wenn Du darauf so gezielt
eingehst, warum schießt Du dann schon allein an dem Versuch
vorbei, wenigstens halbwegs eine hilfreiche Antwort zu geben?

Was für eine Art von Antwort schwebt dir denn so vor? Kannst du mal ein lehrreiches Beispiel geben?

Warum wird vielerseits eigentlich behauptet, dass dem nicht so
sei?

Aha - Umkehr der „Beweis“-Last. Warum sollen diejenigen, die
nicht an Jesus als-was-auch-immer glauben, irgendwas beweisen
müssen?

Er fragt hier nicht nach einem Beweis, sondern nur,
warum andere Menschen etwas anderes glauben.

Wie oben erwähnt, empfiehlt es sich, zu lesen, was jemand schreibt, besonders, wenn man es zitiert: Er fragte nicht, warum andere Menschen etwas anderes glauben , sondern, warum andere Menschen etwas anderes behaupten. Und elementare Logik genügt, um zu wissen, daß die Unterstellung einer Behauptung einer Forderung nach einem Beweis gleichkommt.

In der Netiquette ist klar festgelegt,
dass Missionieren hier nicht erwünscht ist.

ist damit auch vollkommen überflüssiges Gejaule, wobei es über
dies sicherlich auch nicht Deine Aufgabe ist, hier
festzustellen, welche Fragen gestellt werden dürfen und wie
diese bitte zu formulieren seien.

Da du selbst Moderator bist, solltest du eigentlich wissen, daß die Bezeichnung „Gejaule“ für einen völlig korrekten Hinweis auf die w-w-w-Netiqutte (bzw. hier auf die Brettbeschreibung) einen erheblichen Verstoß gegen die w-w-w-Netiquette bedeutet!

Da ich selbst ein Moderator
bin, kann ich Dir daher den Tipp geben, daß auch dieses Brett
einen Moderator hat, an den Du Dich mit Deinen Problemen gerne
wenden kannst und der dann entsprechend entscheiden wird. Ihm
diese Entscheidungsvollmacht jedoch abzunehmen, ist jedenfalls
Deine Aufgabe nicht. Sorry.

Du bist dir über die Moderationsaufgaben offenbar nicht im Klaren: Einen Hinweis auf Netiquette-Verstöße gibt jeder, der sie findet. Iris hat in keiner Weise uns eine Entscheidungsvollmacht abgenommen, ganz im Gegenteil.

Bevor Du nochmals
das Verlangen hast, andere auf die Netiquette dieser Bretter
hinzuweisen, wirf’ noch einen Blick auf die Eingangsseite von
www, wo gleich eingangs steht „wer-weiss-was ist ein
kostenloses Netzwerk zum Austausch von Wissen. Bei uns kannst
du Fachleute aller Bereiche finden und um Rat fragen.“

In der Eingangsseite steht jedenfalls nicht, daß ein Anhänger z.B. jüdischen oder wasauchimmeranderen Glaubens sich genötigt fühlen muß, seine „Behauptung“ (im interreligiösaen Dialog allein schon ein unsäglich ignorant-aggressives Wort), Jesus sei nicht „Gottes Sohn“, zu begründen.

Dennoch nervt es mich tierisch an,
wenn hier gleich mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird, und
dann auch noch in die falsche Richtung.

Und was ist deiner Meinung nach die richtige Richtung?

Alles klar jetzt?

Metapher [MOD]

4 „Gefällt mir“

Hi!

Jesus ist der Mensch gewordene Gott. Ofder ein Teil von ihm, die materialisierte Variante - nenn es, wie Du willst. Sohn und Vater sind meines Erachtens Bilder, die das Unbegreifliche begreiflich machen sollen, wie überhaupt die mir sehr oft viel zu sehr vermenschlichte Darstellung Gottes.

Meine persönliche Überzeugung ist, daß sämtliche Religionen der Versuch sind, Gott, den/die/das wir mit unsren simplen menschlichen Sinnen einfach nicht begreifen und erfassen können.
Das hindert mich nicht daran, an die Existenz diese Gottes zu glauen und mich in der angestammten römisch-katholischen Kirche zuhause zu fühlen.

alien

Deswegen
ist es intellektuell unredlich, von jenen, die sie nicht
teilen, zu verlangen, das auch noch zu begründen.

Die Behauptung des Gegenteils muss natürlich ebenso bewiesen werden. Nur wenn man überhaupt keine Aussage macht, muss man nichts begründen.

Gruß
Oliver

Hallo Barkley,

Warum wird vielerseits eigentlich behauptet, dass dem nicht so
sei? Soweit ich weiss, wird z. B. - und nicht nur - durch die
Zeugen Jehovas die Göttlichkeit Jesu in Abrede gestellt. Was
steckt dahinter und was ist dran an dieser Theorie?

http://de.wikipedia.org/wiki/Unitarier

Ganz einfach, die Dreieinigkeit ist keine Theorie, die klar aus den Evangelien hervorgeht. Du wirst die Begriffe Dreieinigkeit, Dreifaltigkeit oder Sinnverwandtes nirgendwo in der Bibel finden.
Würde eine unvoreingenomme Person, z.B. ein Hindu ohne Kenntnisse vom Christentum, die Bibel sorgfältig lesen, käme er auch nicht auf eine Theorie wie die Dreieinigkeit.
Die Dreieinigkeit, wie sie heute in den Kirchen gelehrt wird, ist das Ergebnis eines theologischen Prozesses.
http://de.wikipedia.org/wiki/Dreieinigkeit

Bei Diskussionen zu dem Thema werden dir heir die Verfechter die Bibelstellen, die die Dreieinigkeit belegen, nur so um die Ohren werfen. Ich meinerseits kann genauso mit Bibelstellen um mich werfen, die das Gegenteil belegen.
Kurzum, die Dreieinigkeit ist ein Punkt um den sich wunderbar theologisch streiten lässt. Und wer meint, diese Lehre ist völlig fundiert und unstreitig, hat sich nur noch nicht wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt.

Gruß
Carlos

Die Behauptung des Gegenteils muss natürlich ebenso bewiesen
werden.

Es war der Ausgangsposter, der hier mit „Beweis“ daherkam, was in einer Glaubensfrage eigentlich ohnehin unstatthaft ist. Aber jetzt muß ER sich auch das Argument gefallen lassen, daß er sich selber an diese wissenschaftliche Diskussionsweise halten muß. Für die Zurückweisung einer Behauptung Beweise zu fordern widerspricht jeglicher Diskussionskultur. Wenn ich sage „hinter dem Mond befinden sich zwei rosa Elefanten“ und du sagst „nein“, dann mußt du das nicht begründen. ICH muß Beweise auffahren - du brauchst nichts zu tun.

Gruß
dataf0x

Ich glaube, das war mein erster und durchaus auch letzter Auftritt in diesem Brett. Ich danke für die einigen guten Antworten, u. a. von Eli, Gernot, Carlos u. a., zeige mich aber dennoch etwas verwirrt über den Krach, den manche Fragen vom Zaune brechen.

Nur, um es einmal klar und deutlich zu formulieren:

Ich fordere nicht einen Beweis für die Behauptungen, die Andersgläubige aufstellen, sondern habe lediglich die Frage gestellt, was hinter ihren Behauptungen steckt…welche Theorien, welche theologischen Unterschiede.
Es wurde z. B. ein Hinweis auf die Arianiker geleistet, auch Hinweise auf
das jüdische Glaubensgut und andere Ursprünge dieses Denkens. Also…darum ging’s mir, weil ich halt nicht wusste, warum andere Menschen so denken.
Ich werde aber, sollte ich versehentlich doch noch jemals in dieses Brett geraten, nachhaltig Sorge dafür tragen, dass ich meine Fragen genauestens begründen und mit der höflichen Bitte um Verständnis für meine religiöse Laienhaftigkeit versehen werde. Andererseits wäre es vielleicht auch mal eine Möglichkeit gewesen, nicht gleich hinter meiner Frage eine böse Absicht zu vermuten, sondern einfach mal nur mal normal zu antworten. Nur weil es gewiss andere Leute gibt, die mit ihren Fragen subtile Botschaften verbreiten wollen, muss das ja nicht gleich in jedem Falle so sein.

Mir hier unterschwellige Missionsarbeit zu unterstellen, empfinde ich, mal mässig formuliert, als absurden Blödsinn. Gerade dann, wenn, wie tigger schon richtig anmerkte, es von Leuten kommt, die mich überhaupt nicht kennen und daher eigentlich wissen müssten, dass es sich hier um meinen Erstauftritt in diesem Brett handelt. Wirft man mal einen Blick in meine Vita, dann könnte man sich doch vielleicht mal fragen, ob hier tatsächlich missionarisch gewirkt werden sollte, wenn jemand, der nun doch schon ein paar Jahre dabei ist, eigentlich nie in diesem Brett war und dann zwischendurch mal eine Frage stellt.

Jedenfalls hat mich dieser Faden gelehrt, dass sprachliche Erbsenzählerei
(Unterpunkt 1.1. auf den genauen Ausruck kommt es an, damit auch niemand zum Nachdenken bemüht werden muss, wie was gemeint sein könnte) und das religiös motivierte Gekeife scheinbar auch in unseren Gesellschaftsbreiten einigermassen gut im Saft steht, wenn man nur irgendwo die Gelegenheit finden kann, jemanden wegen einer - aus meiner Sicht - ganz normalen und b e t o n t nicht bös oder hinterhältig gemeinten Frage oder Äussage anzugreifen.

Ich möchte hier deshalb jetzt erneut unterstreichen: Ich habe keinen Beweis gesucht, sondern eine Antwort auf die Frage, was der Hintergrund, die erwachsene Ursache eines Glaubens an eine Nichtgöttlichkeit Jesu ist. Und weiterhin emphatisiere ich, dass ich mit meiner Frage keine subtilen Botschaften verbreiten, sondern einfach nur eine Frage stellen wollte.

Aber davon abgesehen, bin ich an weiteren Antworten ehrlich nicht mehr interessiert, da mir hier schon genug „geholfen“ wurde.

Tom

Hallo,

Es war der Ausgangsposter, der hier mit „Beweis“ daherkam, was
in einer Glaubensfrage eigentlich ohnehin unstatthaft ist.

Nö. Wo steht in meinem Ausgangsposting was von „Beweis“?

Zitat:
+++
Warum wird vielerseits eigentlich behauptet, dass dem nicht so sei? Soweit ich weiss, wird z. B. - und nicht nur - durch die Zeugen Jehovas die Göttlichkeit Jesu in Abrede gestellt.
+++

Und weiter:

+++
Was steckt dahinter und was ist dran an dieser Theorie?
+++

Wo fordere ich den von Dir zitierten „Beweis“? Ich stellte die Frage, was steckt dahinter (also, welche theologischen Ideen gibt es dazu?) und was ist an ihnen dran (gibt es z. B. wissenschaftliche Arbeiten, die sich mit der Ernsthaftigkeit und Herkunft jener Ideen befasst haben?) Und die Frage nach der Ernsthaftigkeit und der Herkunft einer Theorie muss wohl erlaubt sein. Ansonsten könnte ich auch, meinetwegen, Seite 13 aus der ZDv 10/5 „Leben in der militärischen Gemeinschaft“ in die Bibel kleben und behaupten, diese Vorschriften kämen von einem Propheten und deshalb muss um 22.00 Uhr in jedem christlichen und jüdischen Haushalt so leise gesprochen werden, dass andere nicht beim Schlafen gestört werden.

Aber jetzt muß ER sich auch das Argument gefallen lassen, daß
er sich selber an diese wissenschaftliche Diskussionsweise
halten muß.

Unstatthaft ist es, über einen Dritten mit „ER“ zu sprechen. „ER“, mein liebes Fräulein, steht im Stall.

Für die Zurückweisung einer Behauptung Beweise zu
fordern widerspricht jeglicher Diskussionskultur. Wenn ich
sage „hinter dem Mond befinden sich zwei rosa Elefanten“ und
du sagst „nein“, dann mußt du das nicht begründen. ICH muß
Beweise auffahren - du brauchst nichts zu tun.

Die „Glaubensbeweise“ werden z. B. durch die evangelischen Gemeinden und die röm-kath. Kirche öffentlich nachlesbar ausgestellt. Daher hätte man die Sache mit den „rosa Elefanten“ aus eigener Sicht erklärt und darf nun auf die Begründung des „Nein“ hoffen. Einfach abwinken und weggehen…das wäre schlechter Stil.

Tom

1 „Gefällt mir“