Jesus der verheißene Messias?

Ich würde gerne wissen, wo überall in der Bibel die Prophezeiungen von Jesu stehen.

Spontan fällt mir da Jesaja 7,13 (?) ein, aber ich hätte gerne mal eine vollständige Liste aller Prophezeiungen.

Kann mir da jemand helfen?

Moin, moin, Vastitas,

Es ist Jesaja 7, 14 - minestens nach der Lutherbibel ( andere Übersetzungen haben manchmal andere Zählungen).
Es gilt aber zu unterscheiden zwischen den Messias-Erwartungen des jüdischen Volks und den Prophezeiungen der Propheten, die den kommenden Messias ankündigen, und den Aussagen des Neuen Testaments, die sich auf das Alte beziehen und diese messianischen Weissagungen in Jesus erfüllt sehen. Das ist nicht das Gleiche. Es werden auch nicht alle messianischen Weissagungen des Alten im Neuen Testament aufgenommen.
Hier aber eine Auswahl von Stellen aus dem AT, die sich auf den kommenden Messias beziehen:

  1. Mose 49, 8ff
  2. Mose 24, 15ff
    Amos 9, 11f
    Jesaja 7, 10ff; 8,23b-9,6; 11, 1-10
    Micha 5,1ff
    Jeremia 23,5ff
    Hesekiel 17,22f; 34,23f; 37,24f
    Haggai 2,20ff
    Sacharja 4,6ff; 9,9f

„Die traditionelle Messiaserwartung bezieht sich auf einen Davididen, der die Herrschaft des Gottesvolkes neu aufrichten soll; als solcher heißt er „Sohn“ oder „Sproß“ Davids“ (Religion in Geschichte und Gegenwart, 3. Aufl., Bd IV, Art. Messias, Spalte 904)
Die frühen Christen haben sich an vorgegebene Interpretationsmuster angelehnt und Jesus als „Sohn Davids“ bezeichnet: vgl. die beiden Stammbäume Jesu bei Matth. und Lukas, die beide Jesus - bei aller Verschiedenheit - von David abstammen lassen. Für sie war in Jesus der Messias gekommen.

Das in aller Kürze - dazu wäre noch viel mehr zu sagen; aber Du solltest schnell eine Antwort bekommen.

Liebe Grüße - Rolf

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Ich würde gerne wissen, wo überall in der Bibel die
Prophezeiungen von Jesu stehen.

Spontan fällt mir da Jesaja 7,13 (?)

Es ist Jesaja 7, 14 - minestens nach der Lutherbibel
Hier Auswahl von Stellen aus dem AT, :Liebe Grüße - Rolf

Schalom Vastitas, Schalom Rolf

Vorab lieber Rolf herzlich willkommen dass du bei w-w-w mitmachst;
da wir mittlerweile ein paar Rolf(e) dabei haben denke ich, dass
andere Teilnehmer uns bestimmt nicht miteinander verwechseln.

Zum Thema von Vastitas nur kurz:
In der TENACH (hebräischen „Bibel“) ist es der Vers 14 der von der
berühmten „JUNGFRAU“ redet.
Dort ist allerdings die Jungfrau keine Jungfrau, sondern ein junges,
heranwachsendes Mädchen.
Denn im Hebläischen steht dort in der Urschrift(und das bis heute)
A L M A !

Eine Jungfrau hingegen (wie es die Christen gern sehen) wäre eine
B A T U L A !!!

Dieser verderbliche Übersetzungsfehler zieht sich allerdings seit der
Erstellung der LXX (Septuadinta) bis heute durchs Christentum.

>Randbemerkung:dass im allgemeinen eine ALMA (heranwachsendes Mädchen)
auch meist eine Jungfrau war, muss jetzt nicht ausdiskutiert werden.interpolieren

Shalom, Rolf,

Du hast natürlich vollkommen recht in allem, was Du schreibst. Ich möchte das „Interpolieren“ oder „Hinbiegen“ nicht so negativ sehen wie Du das vielleicht tust (jedenfalls kam es atmosphärisch so bei mir an).
Deswegen sprach ich ja von Interpretationsmustern: in Jesus ist den Menschen, die an ihn glaubten (und nur die haben ja von ihm berichtet), etwas vollkommen Neues begegnet, was in ihrer bisherigen Erfahrung überhaupt nicht vorgekommen war. Um von ihm reden zu können, mußten sie Begriffe finden, Begriffe, die ihnen und ihren Hörern vertraut waren. Deswegen haben sie auf die messianischen Verheißungen zurückgegriffen. Daß die Propheten ganz gewiß nicht diesen konkreten Jesus von Nazareth gemeint und vorhergesagt haben, sollte keine Frage sein.
Auf der einen Seite hat also die Kirche (wer immer das ist; darüber müßten wir noch reden) sich schamlos aus dem jüdischen Erbe bedient, auf der anderen Seite hat sie Israel aus der Stellung des erwählten Gottesvolks vertrieben und beraubt und es (metaphorisch gesagt) in die Nacht der Verdammnis hinausgestoßen.
Nebenbei: die Christen beziehen ihre Kenntnis von Israel und dem Judentum weitesthin aus dem Neuen Testament und haben keine Ahnung davon, daß dies nur ein kleiner Ausschnitt aus dem überaus reichen Spektrum jüdischer Spiritualität ist und dau noch einer, der in einer ganz bestimmten Richtung und mit einem ganz bestimmten Interesse interpretiert worden ist. Das Judentum ist unendlich viel reicher und läßt sich nicht darauf reduzieren, daß es immer noch auf den Messias wartet, während die Christen den schon in Jesus von Nazareth erkannt haben.
Tut mir leid: ich schreibe immer sehr verdichtet, damit die Texte nicht zu lang werden. Ich denke, Ihr versteht’s dennoch.

Shalom - Rolf

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Ich würde gerne wissen, wo überall in der Bibel die
Prophezeiungen von Jesu stehen.

Spontan fällt mir da Jesaja 7,13 (?) ein, aber ich hätte gerne
mal eine vollständige Liste aller Prophezeiungen.

jesaias bezieht sich dabei nicht auf jesus.

das ist nur eine irrtümliche annahme seitens des matthäus.
wenn man von den prophezeihungen an maria, joseph oder dem zacharias
unmittelbar vor der ankunft jesu absieht,kann in der bibel an keiner stelle unzweifelhaft von einer prophezeihung jesu die rede sein.
zumal er nirgendwo namentlich erwähnt wurde .

hallo rudolf

was das „interpolieren“ wie du es nennst betrifft, hast du völlig recht.
dennoch kann man bei näherer betrachtun der umstände jesu seinem wirken
und sterben nicht umhin ihn als besonderen gottgesandten anzusehen.
unabhängig davon ob er prophezeit wurde oder nicht.
denn warum sollte ein erscheinen jesu’ seitens gott nicht als notwendig erachtet werden können,weil es sich aus der aktuellen situation der menschheitsentwicklung so ergeben haben könnte ,weshalb auch keine
größere ansage vorher nicht möglich war ?
es ist eine geschichtliche tatsache,daß der untergang des judenreiches
zeitlich nicht nur im zusammenhang mit jesu zu sehen ist,sondern daß er selbiges auch noch vorhergesagt hat.
ein christentum wie es im tatsächlichem sinne den aussagen christi
entsprechen würde gibt es leider nicht.da es dafür zum großen teil
am verständnis seitens der menschen fehlte und noch fehlt.
dazu sagte er aber selbst :

"es gibt noch so vieles was ich euch zu sagen hätte,
aber ihr könntet es nicht tragen(verstehen).
wenn ich euch aber einst den tröster sende,der wird euch in alle wahrheit leiten "

mit dem „tröster“ ist fraglos der erlöser,messias oder richter gemeint
der auch durch jesaia bzw in der apokalypse angekündigt wird.
dies berechtigt aber nicht zu der annahme,daß jesus deshalb kein gottgesandter gewesen sein soll.

es soll deshalb an dieser stelle kein vorwurf an das judentum ergehen.
aber es scheint mir sicher,daß wenn ihn jemand verstanden hätte,dann überwiegend die menschen im damaligen israel.das ist auch der einzig
logische grund warum er dort geboren wurde.

es ist deshalb nicht weiter verwunderlich,daß sich jüdische theologen
nicht im besonderen mit dem phänomen christus auseinandersetzen,da sie
,wenn sie ihn als gottgesandten anerkennen würden,dies einem ungeheueren schuldeingeständnis gleichkäme,denn ihr verständnis von den überlieferten gottgesetze war die grundlage für die ermordung jesu.

und doch kann man meiner meinung nach über die historischen ereignisse
hinweggehen.
sie besagen nicht nur die auflösung und die verstreuung in alle winde
des jüdischen volkes sondern es wurde auch von jesus selbst vorhergesagt .
womit eines klar sein dürfte :
die juden waren bis zum kommen jesu’ das auserwählte volk gottes .
danach jedoch nicht mehr.
im gegenteil sie waren überwiegend verfolgte und verstoßene und das 2000 jahre lang undes sieht bis heute nicht so aus als ob sie sich reibungslos in die weltgemeinschaft einfügen könnten,da sie immer noch nicht gelernt haben diesen anspruch des besonderen volkes abzulegen
obwohl sie ihn bereits vor 2000 jahren verloren haben,wie nicht zuletzt auch das erscheinen mohammeds und dessen aussagen und wirken beweist…natürlich wenn man sich ernsthaft damit beschäftigt.

und die logik gebietet festzustellen,daß sie daran nicht ganz unverantwortlich sind.
daran kann auch das künstliche politische gebilde genannt israel nichts ändern.
da man sich dabei irrtümlich und nicht ganz unfreiwillig auf ankündigung in ihren alten schriften beruft ,wonach gott sein volk
wieder zusammenführen wird.
da aber israel aufgehört hatte das volk gottes zu sein,kann in dieser
aussage nur von einem volk die rede sein welches als gesamtsumme aller wahrhaft gläubigen und gerechten zum "volk gottes " geworden ist und keineswegs ein bestimmtes sprachlich oder geographisch festgelegtes volk.
auch das ist nur eine logische konsequenz denn warum sollte gott an irgendwelchen anderen ein besonderes interesse haben ?zumal im besonderen die juden die weiterentwicklung ihres glaubens sowol durch
jesus wie auch durch mohammed nicht angenommen haben ?
jesus wollte nichts anderes als ihnen den tieferen sinn ihrer schriften und gebote offenbaren,da sie sie lediglich als dogmen übernommen hatten und eifrig darin heruminterpretierten ohne den wahren sinn darin zu begreifen.

damit will ich allerdings nicht sagen,daß die christen oder moslems
irgendetwas anderes tun.

das ist auch der grund warum das gericht für die ganze welt unabwendbar sein wird.
denn es gibt nur einen gott und nicht die menschen haben das recht ihm vorzuschreiben wann oder wie er es für nötig hält einen von ihm beauftragten zu entsenden. ihre aufgabe ist es allein ihn zu erkennen
wenn es soweit ist und in diesem erkennen beweist sich auch ob sie seiner würdig sind und das attribut „volk gottes“ zurecht tragen .

hallo rudolf

was das „interpolieren“ wie du es nennst betrifft, hast du
völlig recht.

Schalom Rolf, Schalom taothustra

es ist deshalb nicht weiter verwunderlich,daß sich jüdische
theologen
nicht im besonderen mit dem phänomen christus
auseinandersetzen,

Ich denke, dass keinem von uns das vergangene Jahrhundert am Auge
vorbeiging. Deshalb erinnere ich an namhafte jüdische Gelehrte, die
sich mehr mit dem Christentum / Jesus / sog. NT beschäftigten als
es manchen Christen und auch Juden lieb war: u.a. angefangen mit
Josef Klausner, Buber, Rosenzweig, Chaim Kohn, Schalom ben Chorin,
Pincas Lapide, (u.v.a.)
(möglicherweise ist die Literatur derer, vielen noch unbekannt)

wenn sie ihn als gottgesandten anerkennen würden,dies einem
ungeheueren schuldeingeständnis gleichkäme,denn ihr
verständnis von den überlieferten gottgesetze war die
grundlage für die ermordung jesu.

Juden, ob konservativ, orthodox, reformiert oder wie wir liberal,
müssen kein Schuldeingeständnis bekommen um Jesus als Gottgesandten
anzuerkennen (oder nicht anzuerkannen):

DENN
ermordet haben ihn die R Ö M E R
den Prozess wegen Anmaßung des Königstitels machten ihm die R Ö M E R
festgenommen haben ihn die R Ö M E R
(Einzelheiten seht im Archiv der lt. 3 Monate nach, da wart ihr noch
nicht in w-w-w)

Worin liegt nun die Schuld der JUDEN, die angefangen von einem nie-
mals stattgefunden VERRAT eines Judas Isch-Kariot bis zu dem wider-
sprüchlichsten PROZESS aller Zeiten, nichts mit der grausamen Hin-
richtung der RÖMER (also der späteren Christen) zu tun hatten ?

Im GEGENTEIL: Einflussreiche Gläubige (aus den verschiedenen relig-
iösen Teilen der Juden) wollten einen solchen PROZESS und eine daraus
mit Sicherheit resolutierenden HINRICHTUNG verhindern. Der bereits
erwähnte JUDAS leitete dies aufgrund seines zelotischen Hintergrund-
wissens ein. Doch der große (oder kleine) HOHE RAT der Juden konnte
Jesus von seiner Voreingenommenheit der Königsherrschaft für ISRAEL
nicht abbringen.
Das Zerreissen des Hohepriestergewandes war kein Schuldspruch wegen
Gotteslästerung; denn Jesus hatte nie GOTT, bzw. den Namen Gottes ge-
lästert, sondern es bedeutete Mitleid! Denn durch die Nichtzurücknahme
des „Königsanspruchs“ war dem HOHEN RAT (ob der große oder kleine)
klar, dass der Jude Jesus, ein Rabbi, vor den mörderischen römischen
Gerichtshof keine Chance mehr hatte.

die juden waren bis zum kommen jesu’ das auserwählte volk
gottes .
danach jedoch nicht mehr.

Entschuldige lieber taothustra, aber einen solche Behauptung kenne ich
nur von den Zeugen Jehovas. (aber egal jetzt)

Entgegengesetzt zitiere ich der Christen sog. Neues Testament aus dem
Brief an die Römer:

(an die Heiden-Christen): BEDENKET, DASS IHR NUR EINGEPFROPFTE ZWEIGE
SEID, NICHT DU TRÄGST DIE WURZEL, SONDERN DIE WURZEL TRÄGT DICH !!!
NIEMALS HAT GOTT S E I N V O L K VERSTOSSEN
>Für den Rest von Römer 11 empfehle ich eine g u t e Übersetzung

hallo rudolf

Ich denke, dass keinem von uns das vergangene Jahrhundert am
Auge
vorbeiging. Deshalb erinnere ich an namhafte jüdische
Gelehrte, die
sich mehr mit dem Christentum / Jesus / sog. NT beschäftigten
als
es manchen Christen und auch Juden lieb war: u.a. angefangen
mit
Josef Klausner, Buber, Rosenzweig, Chaim Kohn, Schalom ben
Chorin,
Pincas Lapide, (u.v.a.)
(möglicherweise ist die Literatur derer, vielen noch
unbekannt)

sorry,ich wußte nicht,daß die juden bereits zum christlichen glauben übergetreten sind.
oder willst du jetzt die ausnahme zur regel erheben ?
ich rede von den juden jüdischen glaubens und nicht von ein paar querdenkern unter ihnen .

Juden, ob konservativ, orthodox, reformiert oder wie wir
liberal,
müssen kein Schuldeingeständnis bekommen um Jesus als
Gottgesandten
anzuerkennen (oder nicht anzuerkannen):

DENN
ermordet haben ihn die R Ö M E R
den Prozess wegen Anmaßung des Königstitels machten ihm die R
Ö M E R
festgenommen haben ihn die R Ö M E R

aha,so habt ihr euch das ganze also hingedreht…
das ist schlichtweg lächerlich und erlogen.
nach römischen recht wäre jesus niemals ermordet worden,dafür
steht die eindeutige aussage von pilatus
„ich sehe an diesem manne keine schuld“
es waren eindeutig die juden angestachelt von ihrem oberpriester kaiphas - die da riefen > kreuzige ihn die schuld der juden mehrheit der juden die rede sein kann

Shalom, Rolf,

Du hast vollkommen recht. In Römer 11 gibt es ja auch noch die Verse 28 und 29: „…denn Gott kann seine Gnadenverheißungen und seine Berufung nicht bereuen“. (Diesmal zitiert nach der Zürcher Übersetzung; wörtlich: „Denn unbereut die Gnadengaben und die Berufung Gottes“ - Du siehst, ich hab mein Novum Testamentum Graece rausgeholt)
Paulus ist ja wie im „Fieberwahn“ (Das ist, glaub ich, ein Ausdruck von Ernst Käsemann)durch die Welt gehetzt, um so viele Heiden wie möglich zu bekehren, damit sie den Juden ein Beispiel seien und die Juden sich endlich auch zu Christus bekennen. Paulus hat niemals an der Berufung der Juden gezweifelt. Das hab ich taothustra alles in einer persönlichen email geschrieben, denn sonst wäre der öffentliche Text viel zu lang geworden.

Liebe Grüße - Rolf

Shalom, Rolf,

Du hast vollkommen recht. In Römer 11 gibt es ja auch noch die
Verse 28 und 29: „…denn Gott kann seine Gnadenverheißungen
und seine Berufung nicht bereuen“. (Diesmal zitiert nach der
Zürcher Übersetzung; wörtlich: „Denn unbereut die Gnadengaben
und die Berufung Gottes“ - Du siehst, ich hab mein Novum
Testamentum Graece rausgeholt)

das ist leider in vielerlei hinsicht interpretierbar.
aber selbst wenn es so gemeint sein sollte,wie es deiner vorstellung
gerecht wird,dann solltest du dabei nicht ausser acht lassen,daß du
bereits mit diesem folgenden satz :

Paulus ist ja wie im „Fieberwahn“

offensichtlich die geistige integrität der autoren nicht immer für gegeben ansiehst.
auf dieser basis zu argumentieren halte ich für fragwürdig.

(Das ist, glaub ich, ein

Ausdruck von Ernst Käsemann)durch die Welt gehetzt, um so
viele Heiden wie möglich zu bekehren, damit sie den Juden ein
Beispiel seien und die Juden sich endlich auch zu Christus
bekennen. Paulus hat niemals an der Berufung der Juden
gezweifelt.

ein fieberwahnsinniger ? nun,du bist es der seine argumente auf paulus
stützt.
vielleicht lässt sich der „fieberwahn“ aber dadurch besser erklären
in dem man ihn als eine aufsteigende panik des nicht wahrhabenwollens
einer aufsteigenden gewissheit ansieht,da dies zumindest schon mal
sein zwanghaftes verhalten erklären würde.

grundsätzlich sollte man nicht vergessen,daß paulus jesus nie zu gesicht bekommen hat.auch wenn viel wahres und begeisterung in seinen schriften sein mag, aber als unfehlbar würde ich ihn nicht ansehen.
obwohl die sorgen die er sich um die juden machte nicht ganz unbegründet waren,wie sich später herausstellen sollte.

Moin. moin, taothustra,

ich möchte jetzt keine Privatunterhaltung und schon gar keine Privatfehde in aller Öffentlichkeit anzetteln oder austragen.
Aber ich kann Dir mindestens einen Vorwurf nicht ersparen: Du liest nicht genau, was ich geschrieben habe. Ich schrieb „wie im Fieberwahn“; wenn Du daraus einen psychischen Defekt ableiten willst, ist das neben der Sache.
Wenn ich jemandem sage: 'Du benimmst dich wie ein … (hier magt Du einsetzen, was Du willst), dann qualifiziere ich sein Verhalten in einem bestimmten Augenblick, aber ich fälle kein Urteil über ihn als Menschen oder über seine geistige Gesundheit. Er benimmt sich eben nur in dieser Zeit wie ein …
Du darfst mich beim Wort nehmen, aber nur bei dem, das ich gesagt oder geschrieben habe. Laß mich also an dieser Stelle mal Pilatus zitieren: „Was ich geschrieben habe, habe ich geschrieben.“

Selbstverständlich sind viele Dinge in der Bibel interpretierbar, das ist in allen Texten so. Es gibt aber wissenschaftliche Methoden, mit deren Hilfe ein Text aufgeschlüsselt werden kann. Manche Interpretationen haben größere Wahrscheinlichkeit für sich als andere; das muß dann aber auf der Ebene dieser Methoden diskutiert werden. Du kannst natürlich auch die Methode für fragwürdig halten; das solltest Du dann aber erstens sagen, zweitens begründen und drittens - wenn’s geht - beweisen. Einer fundierten Aussage gegenüber ist die Erwiderung „Ich meine aber…“ kein eben überzeugendes Argument.

Es geht auch nicht darum, daß ein Satz so zu verstehen wäre, daß er „meiner Vorstellung gerecht wird“. Damit ziehst Du jede Interpretation auf die subjektive Ebene (nämlich meine Vorstellung); die Wissenschaft - auch die Wissenschaft der Theologie - dient ja gerade dazu, eine Interpretation von der subjektiven Ebene wegzubekommen und auf eine überprüfbare Basis zu stellen.

Freundliche Grüße - Rolf

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,wenn sie ihn als gottgesandten anerkennen würden,dies einem
ungeheueren schuldeingeständnis gleichkäme,denn ihr
verständnis von den überlieferten gottgesetze war die
grundlage für die ermordung jesu.

die christusmörder?

im gegenteil sie waren überwiegend verfolgte und verstoßene
und das 2000 jahre lang undes sieht bis heute nicht so aus als
ob sie sich reibungslos in die weltgemeinschaft einfügen
könnten,da sie immer noch nicht gelernt haben diesen anspruch
des besonderen volkes abzulegen

juden schuld an der verfolgung?

daran kann auch das künstliche politische gebilde genannt
israel nichts ändern.

schwenk auf die nahostpolitik?

ich lese hier übelste hetze mittelalterlich-antijudaistischer prägung. aber komisch daß darauf aus vorgeblich jüdischer sicht eingegangen wird und munter diese „thesen“ diskutiert werden. ich habe dazu nichts weiter zu sagen, außer daß das haßerfüllter müll ist, der hier nicht unwidersprochen bleibt.

datafox

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hallo datafox

das scheint wohl nicht dein themenbereich zu sein.
sonst müßtest du nicht mit derart oberflächlichen und polemischen
argumenten um dich werfen.
wie du selbst gesagt hast,wird seitens juden darauf eingegangen.
das sollte eigentlich grund genug für dich sein um den post genau durchzulesen bevor du deinen unqualifizierten kommentar dazu abgibst.
oder wie „dieter nuhr“ so schön sagt:

„wenn man keine ahnung hat,einfach mal die fresse halten“

du wirst mich hier weder als rechtsradikalen noch
als antisemit hinstellen .
da ich selbst derartigem denken feindlich gegenüberstehe.
es entspringt der gleichen aggressiven oberflächlichkeit die sich
ausschließlich an worthülsen orientiert wie dein antwortpost an mich.

ich habe keinerlei interesse an kindischen streitereien und möchte dich deshalb in diesem sinne bitten,in zukunft die post’s auf die du
antwortest genau durchzulesen um zu vermeiden,daß du dem verfasser
falsche intentionen unterstellst.

ich hoffe,ich liege nicht falsch,wenn ich davon ausgehe,daß auch du an friedlichen,sachlichen und anregenden diskussionen interessiert bist.

das scheint wohl nicht dein themenbereich zu sein.

die geistigen vorläufer des antisemitismus sind zuweilen „mein“ themenbereich. dafür interessiere ich mich.

sonst müßtest du nicht mit derart oberflächlichen und
polemischen
argumenten um dich werfen.

das waren keine argumente, sondern eine feststellung. du produzierst die klassischen aussagen des mittelalterlichen antijudaismus. damit beleidigst du nicht nur juden, sondern auch jene millionen von christen, die sich davon dezidiert distanzieren. du bringst das heutige christentum in mißkredit. daran schon gedacht?

wie du selbst gesagt hast,wird seitens juden darauf
eingegangen.

ja, auf mittelalterlichen antijudaismus wird auch von juden eingegangen.

oder wie „dieter nuhr“ so schön sagt:

ist mir leider nicht bekannt.

„wenn man keine ahnung hat,einfach mal die fresse halten“

bist du sicher, daß du in aussagen über das judentum kompetent bist?

du wirst mich hier weder als rechtsradikalen noch
als antisemit hinstellen .

das habe ich nicht getan. was du gesagt hast, ist weder rechtsradikal noch antisemitisch. was es ist, habe ich weiter oben ausgeführt.

ich hoffe,ich liege nicht falsch,wenn ich davon ausgehe,daß
auch du an friedlichen,sachlichen und anregenden diskussionen
interessiert bist.

das bin ich. solche auswürfe wie deine haben IMHO hier nichts zu suchen.

gruß
datafox

Schalom Taothustra,

deinen Bemerkungen und der Ausdrucksform zufolge :

sorry,ich wußte nicht,daß die juden bereits zum christlichen
glauben übergetreten sind.

aha,so habt ihr euch das ganze also hingedreht…
das ist schlichtweg lächerlich und erlogen.

könnte ich fast vermuten, dass sich seit dem 10.6.04 ein mir nicht
ganz wohlgesinnter TROLL hinter der unbeschriebenen Visitenkarte
des TAOTHUSTRA verbirgt !? - doch egal -

Deine kritischen Bemerkungen zu meinen Antwortbeiträgen nehme ich als
frei Meinungsäußerung wie gewohnt zur Kenntnis.
SACHLICH lehne ich sie jedoch komplett als inkompetent ab.

  • (Das war meine freie Meinungsäußerung) -

VASTITAS wollte eigentlich NUR wissen,wo Jesus-Messianische-Prophe-
zeihungen im sog.AT stehen.
Ich denke Rolf und ich konnten ihm aus unserer Sicht ein Stück weiter-
helfen, obwohl uns Glaubenswelten trennen, weil wir es total unter-
schiedlich sehen.
Eines haben jedoch Rolf und Rolf wahrscheinlich gemeinsam:
Wir glauben, dass der Messias kommt !!! (egal wie), sonst wäre er kein
Christ und ich kein Jude!

Scholem Rolf Schroth

hallo
also ich streite mich oft mit datafox, aber hier muss ich ihr absolut Recht geben.

  1. gibt es keine echten Beweise, dass es Jesus überhaupt gab,
  2. sollten diese erbaulichen Geschichten im NT stimmen (was sehr zu bezweifeln ist) so habe nicht die Juden ihn umgebracht, sondern einige der Mächtigrn, die ihre Macht angekrazt sahen und den Gegner ausschalteten.
    Das NT ist eine immer wieder neue Interpretation einer Sage, die evtl. geschichtliche Wurzeln hatte. Doch steckt sie voller Fehler. Als Philosophie sehr gut, als Geschichtswerk: setzen, Note 6!
    Übrigens: auch da AT steckt voller Fehler. z.B. war die Stadt Jericho schon lange eine Ruine, als die Juden sie „eroberten“.
    Aber die Juden als Gottesmörder hinzustellen ist nicht mal Hitler eingefallen. Und das will was heißen1
    grüße
    Raimund
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Hallo Taothustra.

dennoch kann man bei näherer betrachtun der umstände jesu
seinem wirken und sterben nicht umhin ihn als besonderen
gottgesandten anzusehen.

Dagegen spricht erst einmal nichts.

es ist eine geschichtliche tatsache,daß der untergang des
judenreiches
zeitlich nicht nur im zusammenhang mit jesu zu sehen
ist,sondern daß er selbiges auch noch vorhergesagt hat.

Geschichtliche Tatsache? Oh, gibt es neue Belege?

mit dem „tröster“ ist fraglos der erlöser,messias oder richter
gemeint der auch durch jesaia bzw in der apokalypse angekündigt
wird.

Wobei mir nicht bekannt ist, dass durch Jesus eine der offenen Fragen geklärt wurde, aber das liegt vielleicht auch daran, dass ich weiss, auf welche Fragen sich hier bezogen wird. Ohne dieses jüdische Wissen, kann man es natürlich allgemeiner verstehen und damit auch auf Jesus anwenden. Grundsätzlich scheint mir dieses das Problem zu sein, dass viele diese Stelle in einem jüdischen Kontext stehen, aber genau dieses Wissen oft fehlt und somit es zu Missdeutungen kommen muss.

,wenn sie ihn als gottgesandten anerkennen würden,dies einem
ungeheueren schuldeingeständnis gleichkäme,denn ihr
verständnis von den überlieferten gottgesetze war die
grundlage für die ermordung jesu.

Das Thema hatten wir hier vor einigen Wochen schon einmal und ich halte nach wie vor diese Deutung für unzulässig.

sie besagen nicht nur die auflösung und die verstreuung in
alle winde
des jüdischen volkes sondern es wurde auch von jesus selbst
vorhergesagt .

Dabei hat er sich ja nur auf die Propheten vor ihm beziehen müssen. Viele haben das getan und eine besondere Prophezeiung von ihm in diesem Kontext ist mir nicht bekannt.

womit eines klar sein dürfte :
die juden waren bis zum kommen jesu’ das auserwählte volk
gottes .
danach jedoch nicht mehr.

Das ist klar? Damit wäre ja G’tt auf einmal ein Wesen in der Zeit?!

im gegenteil sie waren überwiegend verfolgte und verstoßene
und das 2000 jahre lang undes sieht bis heute nicht so aus als
ob sie sich reibungslos in die weltgemeinschaft einfügen
könnten,da sie immer noch nicht gelernt haben diesen anspruch
des besonderen volkes abzulegen

LOL, jetzt wird es doch wieder etwas absurd. Auf der einen Seite beziehst Du dich auf Prophezeiungen und dann wieder nicht, je nach dem wie es die Situation verlangt. Na ja, und in jüdischer Geschichte scheinst Du dich auch nicht gross auszukennen, wenn du hier diese Reduktion auf die 2.000 Jahre anbringst, welche so einfach falsch ist.

und die logik gebietet festzustellen,daß sie daran nicht ganz
unverantwortlich sind.

Sicherlich, ist ja auch gemein, dass sie weiterhin an G’tt als den Einzigen festgehalten haben und darum einen Aufstand gegen die Römer durchführten. So etwas macht man einfach nicht :wink:

da man sich dabei irrtümlich und nicht ganz unfreiwillig auf
ankündigung in ihren alten schriften beruft ,wonach gott sein
volk wieder zusammenführen wird.

Ich kenne eigentlich nur Kritiker und Ungläubige welche sich in der Form darauf beziehen, nur um dann das ganze als Unsinn abzutun. Wie dem auch sei, kein mir bekannter jüdischer Gelehrter bezieht dieses in der Form auf Israel.

da aber israel aufgehört hatte das volk gottes zu sein,kann in
dieser
aussage nur von einem volk die rede sein welches als
gesamtsumme aller wahrhaft gläubigen und gerechten zum "volk
gottes " geworden ist und keineswegs ein bestimmtes sprachlich
oder geographisch festgelegtes volk.

Logischer Zirkelschluss?

auch das ist nur eine logische konsequenz denn warum sollte
gott an irgendwelchen anderen ein besonderes interesse haben
?zumal im besonderen die juden die weiterentwicklung ihres
glaubens sowol durch
jesus wie auch durch mohammed nicht angenommen haben ?

Weiterentwicklung? In welcher Form den genau?

jesus wollte nichts anderes als ihnen den tieferen sinn ihrer
schriften und gebote offenbaren,da sie sie lediglich als
dogmen übernommen hatten und eifrig darin heruminterpretierten
ohne den wahren sinn darin zu begreifen.

Ich nehme einfach einmal an, nach allem was ich bisher gelesen habe, dass du diese Lehren kaum kennst? Wie kannst Du dir dann ein Urteil darüber erlauben?

das ist auch der grund warum das gericht für die ganze welt
unabwendbar sein wird.

Sicher und?

[…] und in diesem erkennen beweist sich auch ob
sie seiner würdig sind und das attribut „volk gottes“ zurecht
tragen .

Dieses Attribut ist doch keine Auszeichnung, die man gewonnen hat und sich darauf etwas einbilden kann. Oh man. Damit ist nicht mehr oder weniger gemeint, als dass G’tt aus allen Völkern das geringste ausgewählt hat, damit dieses seine Lehre durch die Welt trägt. Und da wir dieses immer noch tun, sehe ich nicht wo wir in dieser Beziehung gescheitert sind?

Woran wir alle gescheitert sind, ist das Kommen des Moschiach durch unser gerechtes Handeln zu erreichen, aber daran können wir alle arbeiten. Der erste Schritt wäre hier sicherlich, nicht den anderen zu kritisieren, sondern sich selber zu erkennen. Danke.

Scholem,
Eli

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Hallo Taothustra.

sorry,ich wußte nicht,daß die juden bereits zum christlichen
glauben übergetreten sind.

Was hat das damit zu tun, dass einige sich näher mit dem Juden Jesus beschäfitgt haben?

aha,so habt ihr euch das ganze also hingedreht…

Ihr? Sprichst Du mit Rolf in der dritten Person? *g*

das ist schlichtweg lächerlich und erlogen.
nach römischen recht wäre jesus niemals ermordet worden,dafür
steht die eindeutige aussage von pilatus
„ich sehe an diesem manne keine schuld“

So und nach jüdischem Recht wäre es nicht einmal zu einer Anklage, geschweige denn zu einer solchen Verurteilung gekommen. Vor allem da nach römischen Recht bei der Anklage Juden überhaupt nicht zuständig gewesen wären.

es waren eindeutig die juden angestachelt von ihrem
oberpriester kaiphas - die da riefen > kreuzige ihn die schuld der juden
mehrheit der juden die rede sein kann

Ich erinnere mich, dass Jesus zuerst anders heißen sollte: Immanuel (Gott ist mit uns) alle nannten ihn so, aber Gott wollte (durch seine Engel), dass Maria ihren Sohn Jesus nennt, daher sein Name…

„Darum wird euch der HERR selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird sie nennen Immanuel.“ (Jes 7,14)

„Das ist aber alles geschehen, damit erfüllt würde, was der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht (Jesaja 7,14): «Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden ihm den Namen Immanuel geben», das heißt übersetzt: Gott mit uns.“ (Matt 1,22+23)

„Und als acht Tage um waren und man das Kind beschneiden mußte, gab man ihm den Namen Jesus, wie er genannt war von dem Engel, ehe er im Mutterleib empfangen war.“ (Luk 2,21)

(siehe auch: Jes 9,6)

Du siehst, es gibt schon einige Hinweise, die auf die Geburt Jesu hindeuten…

Vielen Dank
ich schau mir gleich mal die Textstellen an…