Sehr geehrter Levi-Chaot,
soweit zur namentlichen Anrede, womit wohl klargestellt sein
dürfte, worum es geht.
Es ist eine Gemeinheit sondergleichen, von Ihnen unterstellt
zu bekommen, daß das Toldoth-Jeschu ein Bestandteil religiöser
Schriften ist. Das habe ich niemals behauptet. Jüdische Schriften
und jüdische religiöse Schriften sind, bisher ging ich davon aus,
und habe nicht den Eindruck des Gegenteils bisher zu vermitteln
versucht, zwei verschiedene Paar Schuhe. Aber, wenn Sie das so
sehen zu müssen glauben …
Wahrscheinlich sind Sie mit jüdischen Geschichtchen aber auch
jüdischer Geschichte im allgemeinen wenig erfahren bzw. gebildet.
Meine Bekannten, sowohl Juden als auch Nichtjuden, kennen diese
Lektüre, zumal sie sogar in jüdischen Bibliotheken in Deutschland
im Bestand steht. Man sollte solche Bibliotheken kennen bzw. in
ihnen ab und an auch mal quer lesen.Ich jedenfalls tue das gerne.
… jesus ist nicht bestandteil jüdischer religiöser schriften.
Also nochmal: das habe ich auch niemals behauptet. Darum ging es
auch gar nicht, daß dies Bestandteil religiöser Schriften sei!
du und ich wissen, daß es unsinn ist. antijudaismus ist keine
behauptung sondern eine tatsache.
Das glaube ich gar nicht! Weder Deutsche, nicht einmal der
bekannte Braunauer aus Österreich, noch Araber sind gegen Juden.
Selbst der von den Palästinensern frei gewählte Präsident Arafat hat das klargemacht und sogar einen Religionsbeauftragten für Juden in Palästina, gegen deren freie Religionsausübung in einem Freien Palästina er gar nichts hat, ernannt. Er ist der rechtmäßig dort geborene, andere sind Zugereiste, die sich einzufügen oder wieder zu gehen haben, falls ihnen die vorhandene Ordnung nicht gefällt.
Was weltweit Menschen stört, ist gar nicht die Religion. Niemand hat da etwas dagegen, gar keiner. Wogegen allerdings sehr, sehr viele Menschen, auch Araber sind, das ist der mitgeschleppte Anspruch von einigen Juden, Macht und Geldmacht gegenüber anderen Menschen zu deren Lasten auszuüben. Davor haben viele Menschen Angst. Daher erklären sich auch die Pogrome in fast jedem europäischen Land der letzten Jahrhunderte. Bis zu einer
bestimmten Menge eingewanderter Juden geht und ging es in jedem
Land lange Zeit gut. Bis eben ein Punkt erreicht war, wo sich die ursprüngliche seßhafte Bevölkerung bevormundet und unterdrückt, wenn nicht gar ausgepreßt und ausgenommen fühlte. Dann ging regelmäßig irgendwo ein Pogrom los, bis wieder mal die kritische Menge eines bestimmten oben aufgeführten Verhaltens auftrat. Ob das nun Religion ist oder Zionismus, darüber können sich die Gelehrten streiten.
Christen genießen weder den gleichen Schutz in Israel wie jüdische Staatsbürger, noch genießen den Schutz arabischstäm-
mige Israelis gegenüber den jüdischen Israelis. Kommen Sie bitte
nicht mit Unwahrheiten, die erwiesenermaßen nachprüfbar sind,
in und durch die tägliche Praxis. Eine nicht vorhandene Verfas-
sung erlaubt eine Menge Gemauschel zu diesem diffusen Punkt.
Was auch in der Praxis genau so gemauschelt wird, wie oft be-
fürchtet. Das sind nun mal Tatsachen. Und staatliche Organe
Israels mischen bei derartig unlauterem Treiben fleißig aktiv mit
Ob Arafat wen ausnutzt oder nicht, ist hier piepegal. Sie versuchen, auf Nebenkriegsschauplätze auszuweichen. Israel ist
und bleibt ein nicht auf einer sauberen Verfassung gegründetes
Provisorium. Und eigentlich, da niemand mehr Religion verfolgt,
müßte es längst von der UNO rechtlich wieder aufgehoben werden.
Bzw. die strikte Multikulturalität energisch und mit Druck durch-
gesetzt werden. Weder das eine noch das andere geschieht. Alles
dümpelt im Moder der Zeiten vor sich hin und wartet auf eine
saubere, ordentliche Lösung.
juden sind an ALLEN GELDERN interessiert …
Sage ich doch. Palästinenser übrigens auch, leider kommen kaum
noch Touristen zu denen durch und keiner kauft momentan deren
kitschige Devotionalien, mit denen sie ihre kinderreichen Groß-
familien ernähren müssen. Aber der massive Geburtenüberschuß der
Palästinenser wird das Problem in Palästina schon multikulturell
entsprechend vorantreiben, ist nicht nur die Hoffnung der Palä-
stinenser.
Soweit zur Verfälschung von Tatsachen, die wir doch lieber gar
nicht erst anfangen lassen wollen, durchgehen zu lassen.
Rosi.