Jesus und Toleranz

Hallo Allerseits,

in einem Artikel wurde wieder mal darauf hingewiesen, dass Toleranz eine Ureigenschaft des Christentums ist und das sie Jesus gepredigt hat.
Ich persönlich sehe aber nicht, dass Jesus irgendwo Toleranz geprdigt hat. Was er gepredigt hat, waren solche Dinge wie Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Demut.
Aber Toleranz war nicht dabei.

Wie seht ihr das?

Gruß
Carlos

Hallo, Carlos,
was ist mit Matth 5,39 / Luk 6/29 ?
Grüße
Eckard.

Hallo Carlos,

ich stimme Eckard zu. Ob das Wort „Toleranz“ wirklich dort steht ist wohl auch abhängig davon, welche Übersetzung du wählst.

Mal ganz davon abgesehen: wie definierst du denn „Toleranz“?

Hi Großer,
ich geh mal davon aus, dass du dich auf mich bezogen hast.
Mir ist es egal, wie du es nennst, es ist ein Gefühl (für mich).
Niemand konnte sich seine Eltern aussuchen (damit fängts an) und somit will ich auch niemand deswegen verurteilen.
Dann gehts weiter: Jeder Mensch macht mal etwas, was er vielleicht besser nicht getan hätte, einem andern weh zu tun z. B. Wenn mein Gegenüber bereut, dann sollte ich auch in der Lage sein, zu verzeihen.

Ich leb nach dem Motto:
Nur wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein.
Leben und leben lassen.
Wer das erkennt und versucht, der lebt in meinen Augen Toleranz.
Und ich denke, das ist doch ein Wert, der uns vermittelt
werden sollte.
Und ich denke, das ist etwas, das
-egal, um welche Religion es sich handelt-
zählt.
Ich kenn die Bibel nicht auswendig,
will sie auch nicht auswendig kennen.

Gruß *wink* Daggi

Man darf nicht vergessen, dass in der Gesellschaft vor 2000 Jahren noch andere Regeln gegolten haben als heute. Dort gab es sehr eng gesteckte Grenzen, und wer die überschritten hat, wurde eben ausgeschlossen oder getötet. Da war es schon extrem mutig, wenn jemand öffentlich gesagt hat, wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein. Für mich ist das ein Beispiel von gepredigter Toleranz.

Ich finde dass Jesus sehr wohl (und besonders für damalige Verhältnisse) Nächstenliebe und Toleranz gepredigt hat, ganz im Gegensatz zur Auslegung der Bibel durch die katholische Kirche. Ein Jesus der Neuzeit hätte sicherlich nicht Kondome und Homosexualität verdammt.

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Man darf nicht vergessen, dass in der Gesellschaft vor 2000
Jahren noch andere Regeln gegolten haben als heute. Dort gab
es sehr eng gesteckte Grenzen, und wer die überschritten hat,
wurde eben ausgeschlossen oder getötet. Da war es schon extrem
mutig, wenn jemand öffentlich gesagt hat, wer ohne Sünde ist
werfe den ersten Stein. Für mich ist das ein Beispiel von
gepredigter Toleranz.

Denke das ist kein Beispiel dafür, den er sagte danach zu der frau, „geh hin und sündige nicht mehr“ also nicht Tollerenaz sondern Gnade oder erbarmen oder so wie Carlos es gesagt hat.

Ich finde dass Jesus sehr wohl (und besonders für damalige
Verhältnisse) Nächstenliebe und Toleranz gepredigt hat,

interessant ist eben die Frage, ob dies stimmt, wo (Stellen) hat er dies den gelernt, gepredigt oder gelebt?

russ
Beat

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Hi Großer,
ich geh mal davon aus, dass du dich auf mich bezogen hast.
Mir ist es egal, wie du es nennst, es ist ein Gefühl (für
mich).
Niemand konnte sich seine Eltern aussuchen (damit fängts an)
und somit will ich auch niemand deswegen verurteilen.
Dann gehts weiter: Jeder Mensch macht mal etwas, was er
vielleicht besser nicht getan hätte, einem andern weh zu tun
z. B. Wenn mein Gegenüber bereut, dann sollte ich auch in der
Lage sein, zu verzeihen.

Da stimme ich Dir zu, dass hat aber nichts mit Toleranz zu tun

Ich leb nach dem Motto:
Nur wer ohne Sünde ist werfe den ersten Stein.

und danach sagte er aber auch „geh hin und sündige von nun an nicht mehr“ also hat er die Tat nicht toleriert.

Gruss
Beat

Ich finde dass Jesus sehr wohl (und besonders für damalige
Verhältnisse) Nächstenliebe und Toleranz gepredigt hat,

interessant ist eben die Frage, ob dies stimmt, wo (Stellen)
hat er dies den gelernt, gepredigt oder gelebt?

10 Gebote sind ein Beispiel

Hallo,

in einem Artikel wurde wieder mal darauf hingewiesen, dass
Toleranz eine Ureigenschaft des Christentums ist und das sie
Jesus gepredigt hat.
Ich persönlich sehe aber nicht, dass Jesus irgendwo Toleranz
geprdigt hat. Was er gepredigt hat, waren solche Dinge wie
Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Demut.

Der Begriff „Toleranz“ ist seit dem 16.Jh. belegt und kommt von tolerare = erdulden. Damit kann man kaum bei Jesus dieses Wort erwarten, ebensowenig wie „Kraftfahrzeug“. Es ist hier schon zur Genüge deutlich geworden, daß der heutige Leser Jesus als Prediger der Toleranz verstehen kann, auch wenn er ja ganz intolerant werden kann:wink:
Demut ist tatsächlich eine sehr christliche Tugend, mit der ihre heidnische Umwelt zunächst absolut nichts anfangen konnte. Demut, die ein Wissen um die eigene Fehlerhaftigkeit voraussetzt, halte ich zumindest für eine (mögliche) Grundvoraussetzung für Toleranz, Indifferenz ist etwas anderes. Wer wirklich demütig seinem Herrn gegenüber ist, kann doch eigentlich nicht mehr intolerant seinen Mitmenschen gegenüber sein, oder?

Grüße,
Taju

Hallo Carlos!

in einem Artikel wurde wieder mal darauf hingewiesen, dass
Toleranz eine Ureigenschaft des Christentums ist und das sie
Jesus gepredigt hat.

Zitat dazu:
Toleranz ist der Verdacht, daß der andere Recht hat.
Intoleranz ist die Angst, daß der andere Recht hat.

(unbekannt)

Ich persönlich sehe aber nicht, dass Jesus irgendwo Toleranz
geprdigt hat. Was er gepredigt hat, waren solche Dinge wie
Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Demut.
Aber Toleranz war nicht dabei.

Wie willst Du Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Demut leben ohne tolerant zu sein?

Wie seht ihr das?

Ich sehe das so:

Was die Kirchen über die Bibel lehren, sind menschliche Interpretationen dessen. Es steht auch nirgendwo in der Bibel, das Priester nicht heiraten dürfen, aber die katholische Kirche interpretiert sie so, während die evangelische Kirche dies nicht tut. Petrus war ja eigentlich der erste Papst und er war verheiratet.
Wenn wir Menschen uns unserer Unzulänglichkeit bewußt wären, müßten wir tolerant sein, denn wir können immer irren.

Es gibt nur eine akzeptable Form der Intoleranz und zwar die gegenüber der Intoleranz.
(ich glaube Tucholsky)

Gruß

Gollum

Hallo Carlos,

Ich sehe es so, dass Jesus die Toleranz in unserem heutigen Sinne zwar nicht geprädigt aber durchaus gelebt hat. Er nahm sich jeden an: ob reich oder arm, ob Steuereintreiber oder Leprakranken. Er hat die menschlichen Schwächen toleriert: Judas war er meines Empfindens für seinen Verrat nicht nachtragend, und zu Petrus sagte er in etwa: bevor der Hahn drei Mal kräht, wirst du dich von mir abwenden. Und zu gleicher Zeit hat er gerade Petrus zu seinem Nachfolger erwählt.

Ungefähr so.

Du sollst nicht… etc sind klare Gebote, hat nichts mit Toleranz zu tun, eher im Gegenteil, würde heissen, dass man Verstösse gegen das dort erwähnte eben nicht tolerieren soll.
Nächstenliebe etc und Toleranz ist etwas ganz anderes und nicht vergleichbar

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Hallo zusammen

Die erwähnte Textstelle hat klar mit Nächstenliebe zu tun nicht mit Toleranz

Aber die Farge ist natürlich berechtigt, wie wird tOLLERANZ DEFINIERT’
dEFINIERE ES SO. Tolleranz ist eine Abweichung von einer Vorgabe (Gebot, Gesetz, Norm etc) als gut zu akzeptieren, Bsp technische Fehlertolleranz.
Da Jesus relativ oft klare Worte sprach, „ich bin das Licht und das Leben, niemand kommt zum Vater ausser durch mich“, Liebe Deinen nächsten wie dich selbst" (nicht nur liebe Deinen nächsten auch ziemlich, sonder hart formuliert, wie Dich selbst), fehlt mir ein Beispiel wo Jesus Toleranz predigte.

Gruss
Beat

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Beat!

Die erwähnte Textstelle hat klar mit Nächstenliebe zu tun
nicht mit Toleranz

Aber die Farge ist natürlich berechtigt, wie wird tOLLERANZ
DEFINIERT’
dEFINIERE ES SO. Tolleranz ist eine Abweichung von einer
Vorgabe (Gebot, Gesetz, Norm etc) als gut zu akzeptieren, Bsp
technische Fehlertolleranz.

„als gut“ finde ich gehört nicht dazu, sondern „zu akzeptieren, hinnehmen“, reicht IMHO.

Ich kann akzeptieren, daß es Schwule gibt (ohne etwas dagegen zu unternehmen), aber ich muß es nicht für gut befinden.

Da Jesus relativ oft klare Worte sprach, „ich bin das Licht
und das Leben, niemand kommt zum Vater ausser durch mich“,
Liebe Deinen nächsten wie dich selbst" (nicht nur liebe Deinen
nächsten auch ziemlich, sonder hart formuliert, wie Dich
selbst), fehlt mir ein Beispiel wo Jesus Toleranz predigte.

Wenn Du jemanden lieben kannst, der Deinen Wertvorstellungen widerspricht, bist Du schon tolerant.

Grüße

Gollum

Hallo Beat!

Die erwähnte Textstelle hat klar mit Nächstenliebe zu tun
nicht mit Toleranz

Aber die Farge ist natürlich berechtigt, wie wird tOLLERANZ
DEFINIERT’
dEFINIERE ES SO. Tolleranz ist eine Abweichung von einer
Vorgabe (Gebot, Gesetz, Norm etc) als gut zu akzeptieren, Bsp
technische Fehlertolleranz.

„als gut“ finde ich gehört nicht dazu, sondern „zu
akzeptieren, hinnehmen“, reicht IMHO.

OK, frage ist, wenn etwas nicht gut ist, bis zu welchem Grad akzeptiert man es und schweigt zB? Mord ist nicht gut und akzeptiert man wahrscheinlich nicht, bei anderen Sachen wirds schon schwieriger, zB Ehebruch, wo Jesus zB nicht einfach akzeptiert und auch nicht schweigt.
Im diesem Sinne fehlen mir Angaben, dass Jesus tollerant war, aber ist eben Definitionsfrage

Ich kann akzeptieren, daß es Schwule gibt (ohne etwas dagegen
zu unternehmen), aber ich muß es nicht für gut befinden.

Klar, ist Fakts musst Du akzeptieren, da es so ist, das ist nicht eine Frage der Toleranz.
Wenn jemand zB seine negative Meinung dazu äussert, wird er als nicht tollerant angesehen, dabei ist oft die Reaktion auf seine Meinung nicht tolerant.
Frage wäre, wenn Jesus gegen Homosexualität ist/wäre, ob er im konkreten Fall geschwiegen hätte, ich denke eben nein.

Wenn Du jemanden lieben kannst, der Deinen Wertvorstellungen
widerspricht, bist Du schon tolerant.

Nein nicht unbedingt, dann wäre es zumindest bei mir Nächstenliebe, Würde zB meinen Sohn lieben, auch wenn er jemanden umbringen würde,
was ich aber keinesfalls verniedlichen oder tolerieren würde. Also Liebe und Tolleranz ist einfach etwas ganz anderes

Grüße

Beat

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Hallo Beat!

Aber die Farge ist natürlich berechtigt, wie wird tOLLERANZ
DEFINIERT’
dEFINIERE ES SO. Tolleranz ist eine Abweichung von einer
Vorgabe (Gebot, Gesetz, Norm etc) als gut zu akzeptieren, Bsp
technische Fehlertolleranz.

„als gut“ finde ich gehört nicht dazu, sondern „zu
akzeptieren, hinnehmen“, reicht IMHO.

OK, frage ist, wenn etwas nicht gut ist, bis zu welchem Grad
akzeptiert man es und schweigt zB?

Ob etwas gut ist oder nicht, ist doch vom Individuum abhängig. Aber ich verstehe natürlich, was Du meinst.
Wenn sich ein Mann in einen anderen Mann verliebt, kann ich das deswegen akzeptieren, weil ich mich für außerstande halte, zu beurteilen, ob das gut ist oder nicht. Mord ist bereits eine Intoleranz des Mörders gegenüber seinem Opfer.

Mord ist nicht gut und
akzeptiert man wahrscheinlich nicht, bei anderen Sachen wirds
schon schwieriger, zB Ehebruch, wo Jesus zB nicht einfach
akzeptiert und auch nicht schweigt.

Aber er vergibt und deswegen halte ich Jesus Christus für tolerant.

Im diesem Sinne fehlen mir Angaben, dass Jesus tollerant war,
aber ist eben Definitionsfrage

Damit hast Du vollkommen recht, aber Jesus als intolerant zu bezeichnen ist ebenfalls übertrieben.

Ich kann akzeptieren, daß es Schwule gibt (ohne etwas dagegen
zu unternehmen), aber ich muß es nicht für gut befinden.

Klar, ist Fakts musst Du akzeptieren, da es so ist, das ist
nicht eine Frage der Toleranz.
Wenn jemand zB seine negative Meinung dazu äussert, wird er
als nicht tollerant angesehen, dabei ist oft die Reaktion auf
seine Meinung nicht tolerant.

Ich glaube aber, daß es auch darauf ankommt, wie man seine negative Meinung dazu äußert, wenn man sich als den einzigen Inhaber der Wahrheit hinstellt, wirkt das nicht nur überheblich, sondern auch intolerant. Wer die Meinungsfreiheit und somit auch die Demokratie in Frage stellt, ist auch intolerant.

Frage wäre, wenn Jesus gegen Homosexualität ist/wäre, ob er im
konkreten Fall geschwiegen hätte, ich denke eben nein.

Und wenn er nicht geschwiegen hätte, wäre noch viel interessanter was er gesagt hätte.

Wenn Du jemanden lieben kannst, der Deinen Wertvorstellungen
widerspricht, bist Du schon tolerant.

Nein nicht unbedingt, dann wäre es zumindest bei mir
Nächstenliebe, Würde zB meinen Sohn lieben, auch wenn er
jemanden umbringen würde,
was ich aber keinesfalls verniedlichen oder tolerieren würde.

Daß ein Vater seinen Sohn liebt, egal, was er tut, sehe ich noch ein, aber ob Du einen Mörder auch lieben kannst, der nicht mit Dir verwandt oder bekannt ist, setzt IMHO schon Toleranz voraus.
Damit Du mich nicht falsch verstehst: Ich kann es nicht.

Also Liebe und Tolleranz ist einfach etwas ganz anderes

Und ich meine, Liebe setzt Toleranz voraus.
Ich glaube auch, daß sich die Diskussion nicht darum dreht, ob tolerant oder nicht, sondern daß es um den Grad der Toleranz geht.

Grüße

Gollum

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@Carlos
Hi Großer,
ich konnte mir vor kurzem nicht vorstellen,
dass gerade hier im Reli-Brett so scharf
geschossen wird.
Langsam wird mir klar, wieso dann andere noch hitziger
reagieren können.
Aber man hatte mich ja gewarnt. Bin geschockt.
Naja…
Bleib ich wohl bei den Leuten, bei denen ich war;
die mich so akzeptieren, wie ich bin…
Und so was nennt sich Christen…
Danke Dir
Gruß *wink* Daggi

Hallo,

Toleranz ist der Verdacht, daß der andere Recht hat.

Das trifft eher auf Akzeptanz zu. Tolerieren bedeutet „dulden“ des anderen und keinesfalls der Verdacht, daß der andere Recht hat. Das Gegenteil von Toleranz ist aktives Bekämpfen des anderen, aus der Überzeugung, daß der andere nicht Unrecht haben darf. Was ein demokratischer Rechtsstaat garantiert, das ist Toleranz. Jeder ist per Gesetz dazu verpflichtet, den anderen zu dulden, auch wenn man überzeugt davon ist, daß der andere Unrecht hat. Das nenne ich Freiheit - Redefreiheit, Religionsfreiheit, Pressefreiheit, Meinungsfreiheit. Die Grenze dieser Freiheit wird durch das Recht der anderen markiert. Aber Akzeptanz kann von niemandem erwartet werden, denn es bedeutet die eigene Meinung zugunsten einer anderen aufgeben bzw. anzweifeln zu müssen, was wiederum der Gesinnungsfreiheit widerspricht.

Gruß
datafox

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Du sollst nicht… etc sind klare Gebote, hat nichts mit
Toleranz zu tun, eher im Gegenteil, würde heissen, dass man
Verstösse gegen das dort erwähnte eben nicht tolerieren soll.
Nächstenliebe etc und Toleranz ist etwas ganz anderes und
nicht vergleichbar

Dazu möchte ich anmerken dass es im Original (meines wissens) heisst:

„du wirst nicht …“ (im sinne von: wenn du an gott glaubst wirst du das nicht machen)

mfg

10 Gebote sind ein Beispiel

Du sollst nicht… etc sind klare Gebote, hat nichts mit
Toleranz zu tun, eher im Gegenteil, würde heissen, dass man
Verstösse gegen das dort erwähnte eben nicht tolerieren soll.

Nein! Verstöße gegen elementare *Rechte* wie das Recht zu leben (Nr. 6), das Recht auf Eigentum (Nr. 8), das Recht auf Ehre (Nr. 5), das Recht auf sexuelle Selbstbestimmung (Nr. 7) und das Recht auf einen fairen Prozeß (Nr. 9) *dürfen* weder toleriert noch akzeptiert werden. Wer das toleriert, das propagiert Anarchie, Lynchjustiz und Rechtlosigkeit, eine Gesellschaft, in der sich niemand sicher fühlen kann. Die „10 Gebote“ oder andere Minimalethiken sind die Dämmerung des modernen Rechsstaates, der nicht mehr im geringsten toleriert, daß einem anderen willkürlich ein Recht genommen wird (=Verbrechen). Natürlich sind diese Gebote absolut begründet. Aber das sind sie auch heute noch, wenn wir von der „Unveräußerlichkeit“ bestimmter Rechte und der „unantastbaren Würde des Menschen“ sprechen.

datafox

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