Jesus und Toleranz

Hallo,

Dazu möchte ich anmerken dass es im Original (meines wissens)
heisst:

„du wirst nicht …“ (im sinne von: wenn du an gott glaubst
wirst du das nicht machen)

Nein. Es heißt, „Tu es nicht!“ Es ist Imperativ, genau wie „Rauchen verboten!“ und „Nicht hinauslehnen!“ Und es gibt auch keine Bediungung wie „wenn du das und das glaubst“. Es ist ein Befehl.

Gruß
datafox

Ich habe wohl die Frage falsch verstande, ich dacht sie ginge um die Nächstenliebe! Verzeihung

Du sollst nicht… etc sind klare Gebote, hat nichts mit
Toleranz zu tun, eher im Gegenteil, würde heissen, dass man
Verstösse gegen das dort erwähnte eben nicht tolerieren soll.
Nächstenliebe etc und Toleranz ist etwas ganz anderes und
nicht vergleichbar

Aber die Farge ist natürlich berechtigt, wie wird tOLLERANZ
DEFINIERT’
dEFINIERE ES SO. Tolleranz ist eine Abweichung von einer
Vorgabe (Gebot, Gesetz, Norm etc) als gut zu akzeptieren, Bsp
technische Fehlertolleranz.

Hallo,

Toleranz kommt von lat. toles (last) und bedeutet „aushalten“. Toleriert werden Dinge, die man keinesfalls als gut akzeptieren muß, sondern grade noch duldet und gewährenläßt. So auch in der Technik. Fehler sind nie was Gutes, aber in gewissem Maße duldet man sie eben. Man schreibt Toleranz btw afaik nur im Italienischen mit zwei L.

Gruß
datafox

stimme Dir voll zu, dass heisst, die 10 Gebote sind nicht ein Zeichen von Tolleranz, sondern von nicht zu tolerierenden Vergehen

Beat

Hallo Gollum

OK, frage ist, wenn etwas nicht gut ist, bis zu welchem Grad
akzeptiert man es und schweigt zB?

Ob etwas gut ist oder nicht, ist doch vom Individuum abhängig.

Wirklich? Sobald es mehr als eine Person betrifft, kann es das nach meiner Ansicht nicht sein. Der 11.9 Terror, war aus der Sicht des Terroristen auch gut und trotzdem war er es nicht, oder?

Aber ich verstehe natürlich, was Du meinst.

Mord ist bereits

eine Intoleranz des Mörders gegenüber seinem Opfer.

Wenn jemand wegen des Geldes ermordet wird, hat dies nicht mit „nicht Tolleranz“ zu tun, finde ich

Mord ist nicht gut und
akzeptiert man wahrscheinlich nicht, bei anderen Sachen wirds
schon schwieriger, zB Ehebruch, wo Jesus zB nicht einfach
akzeptiert und auch nicht schweigt.

Aber er vergibt und deswegen halte ich Jesus Christus für
tolerant.

Hat nichts mit Tolleranz zu tun, er vergibt aus Liebe der Person, toleriert aber die Tat keinesfalls, deswegen „geh hin und sündifge fortan nicht mehr“

Im diesem Sinne fehlen mir Angaben, dass Jesus tollerant war,
aber ist eben Definitionsfrage

Damit hast Du vollkommen recht, aber Jesus als intolerant zu
bezeichnen ist ebenfalls übertrieben.

Intolleranz hat einen negativen Geschmack, in dem sinn hast Du recht.
Wenn Du es anders definirst, könnte man es durchasu als Intollerant bezeichenn (positiv): Bsp: „Niemand kommt zum Vater ausser durch mich!“ Klar, keine Tolleranz, weil es die Wahrheit ist. Kein, „wenn es für Dich stimmt gibt es auch andere Wege“ und so.

Ich glaube aber, daß es auch darauf ankommt, wie man seine
negative Meinung dazu äußert, wenn man sich als den einzigen
Inhaber der Wahrheit hinstellt, wirkt das nicht nur
überheblich, sondern auch intolerant.

Oh, siehe obiges Beispiel „niemand kommt zum Vater ausser durch mich“
Ist Jesuis also intollerant? Oft wird ein festhalten und nicht abweichen von der Wahrheit als Intollerant empfunden. Wer im 2. Weltkrieg die Wahrheit verkündete, dass Millionen Juden vergast werden sollen, galt auch als Intollerant, manchmal sogar als Lügner, wenn er andere Meinungen nicht gelten liess.

Frage wäre, wenn Jesus gegen Homosexualität ist/wäre, ob er im
konkreten Fall geschwiegen hätte, ich denke eben nein.

Und wenn er nicht geschwiegen hätte, wäre noch viel
interessanter was er gesagt hätte.

Das stimmt, obwohl man es sich grob denken kann, da er oft aus dem AT zitierte.

Daß ein Vater seinen Sohn liebt, egal, was er tut, sehe ich
noch ein, aber ob Du einen Mörder auch lieben kannst, der
nicht mit Dir verwandt oder bekannt ist, setzt IMHO schon
Toleranz voraus.

Nein, denke der Mörder hat ja etwas gemacht, dass man/ich nicht tollerieren kann, sogar wenn der Täter mein Sohn wäre. Ob ich ihn lieben kann, hat dann nicht mit Tolleranz zu tun, da ich bei beiden die Tat nicht tolleriere.

Damit Du mich nicht falsch verstehst: Ich kann es nicht.

Ich zumindest im Normalfall auch nicht :smile:

Also Liebe und Tolleranz ist einfach etwas ganz anderes

Und ich meine, Liebe setzt Toleranz voraus.

Kenne sehr sture, völlig intollerante Väter (auch gegen die eigenen Kinder), die Ihre Kinder sehr lieben. Trifft also nicht unbedingt zu.
Denke, dass wenn man grundsätzlich (die Menschen) liebt, ist man gegenüber Nebensächlichkeiten tolleranter, aber gegenüber wichtigen untoleranter. Bsp: Wenn mein Kind etwas leicht schlechtes tut, akzeptiere ich die Tat noch weniger als bei einem Fremden, weil ich mein Kind mehr liebe und noch weniger will, dass es so was macht.

Ich glaube auch, daß sich die Diskussion nicht darum dreht, ob
tolerant oder nicht, sondern daß es um den Grad der Toleranz
geht.

Denke ich auch. Denke, dass es aber noch mehr darum geht, wann ist man tolerant und wann nicht, nicht generell ob man mehr oder weniger ist.

Grüße
Beat

Finde diese Definition trifft zu, zumindest entspricht es meiner Definition.
Auf das Thema übertragen würde dies heissen, liess Jesus vieles nicht Gutes (vieles das vom Guten/Festgelegten abweicht) gerade noch gewähren, oder nicht?

Beat

Hallo,

Toleranz kommt von lat. toles (last) und bedeutet „aushalten“.
Toleriert werden Dinge, die man keinesfalls als gut
akzeptieren muß, sondern grade noch duldet und gewährenläßt.
So auch in der Technik. Fehler sind nie was Gutes, aber in
gewissem Maße duldet man sie eben. Man schreibt Toleranz btw
afaik nur im Italienischen mit zwei L.

Gruß
datafox

Hallo Gollum,

Ich glaube aber, daß es auch darauf ankommt, wie man seine
negative Meinung dazu äußert, wenn man sich als den einzigen
Inhaber der Wahrheit hinstellt, wirkt das nicht nur
überheblich, sondern auch intolerant. Wer die Meinungsfreiheit
und somit auch die Demokratie in Frage stellt, ist auch
intolerant.

Du drückst perfekt das aus, worauf ich hinaus wollte. Nimm deine Aussage und jetzt beantworte dir selbst die Frage, inwieweit Jesus Christus andere Meinungen als gleichwertig zu der seinen dargestellt hat. Oder, ob Jesus Christus seine „Wahrheiten“ über die anderer Menschen gestellt hat.

Gruß
Carlos

Hallo Daggi,

ich geh mal davon aus, dass du dich auf mich bezogen hast.

Niemand konnte sich seine Eltern aussuchen (damit fängts an)
und somit will ich auch niemand deswegen verurteilen.
Dann gehts weiter: Jeder Mensch macht mal etwas, was er
vielleicht besser nicht getan hätte, einem andern weh zu tun
z. B. Wenn mein Gegenüber bereut, dann sollte ich auch in der
Lage sein, zu verzeihen.

Ich weiss nicht mehr genau, auf welcher Artikel mich auf die Idee brachte diese Frage zu stellen. So weit ich mich erinnere war es ein männliches Mitglied der www-Gemeinde.
Deswegen steh ich jetzt völlig auf dem Schlauch, was du damit meinst.

Worum es mir geht, ist die häufige Vorstellung, dass Christentum und Toleranz so ziemlich das Gleiche sind. Das trifft genauwenig zu, wie das Christum bedeutet, einfach nur ein guter Mensch zu sein.

Leben und leben lassen.

Jesus ist aber damals mit seinen Jüngern durch die Gegend gereist und hat den Menschen erzählt, was gemäß seiner Meinung richtig und falsch ist. Gegenüber denen, die nicht auf ihn gehört haben, war sogar ziemlich intolerant (Lukas 10:13-15).

Gruß
Carlos

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Hallo Carlos!

Ich glaube aber, daß es auch darauf ankommt, wie man seine
negative Meinung dazu äußert, wenn man sich als den einzigen
Inhaber der Wahrheit hinstellt, wirkt das nicht nur
überheblich, sondern auch intolerant. Wer die Meinungsfreiheit
und somit auch die Demokratie in Frage stellt, ist auch
intolerant.

Du drückst perfekt das aus, worauf ich hinaus wollte. Nimm
deine Aussage und jetzt beantworte dir selbst die Frage,
inwieweit Jesus Christus andere Meinungen als gleichwertig zu
der seinen dargestellt hat. Oder, ob Jesus Christus seine
„Wahrheiten“ über die anderer Menschen gestellt hat.

Ob Jesus wirklich die Wahrheit verbreitet hat oder nicht, kann ich nicht sagen, ich weiß weder die Wahrheit, noch ob Jesus wirklich existiert hat.
Auch ob in der Bibel die Wahrheit steht, kann ich nicht sagen und somit auch nicht, ob die, die meinen die Bibel richtig zu interpretieren (denn derer gibt es ja zuhauf, obwohl alle von dem gleichen Buch sprechen, meinen nicht alle das Gleiche).

Gerade im Kontext mit Janine’s postings denke ich, daß sich jeder dessen besinnen sollte, was er ist: ein Staubkorn in einem unendlich großen Universum und kein Inhaber der Wahrheit.

So gesehen gibt es, außer dem Buddhismus vielleicht, keine tolerante Religion. Die Frage lautet nur: was ist die Wahrheit. Stelle diese einem Juden, einem Christen, einem Islamisten, einem Hindu usw
Jeder wird Dir etwas anderes sagen und jeder wird wird steif und fest behaupten, seine Wahrheit wäre die wahre Wahrheit und die anderen seien Ungläubige.
Insoferne sollten sich zumindest die Menschen darauf besinnen, daß sie im Irrtum sein könnten und nicht alles, was von ihrer „Wahrheit“ abweicht, verdammen.
Es gibt zwar nur eine Wahrheit, aber tausende Gruppierungen behaupten sie innezuhaben, somit müßten mindestens alle - 1 im Irrtum sein.
Oder vielleicht sind alle im Irrtum und es gibt gar keinen Gott, ich weiß es nicht, folglich toleriere ich alles, was anderen keinen Schaden zufügt.

Grüße

Gollum

Ich hoffe, ich bin hier niemandem zu nahe getreten.

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Hallo Taju,

wie wird Toleranz eigentlich in unserer Gesellschaft begriffen?
Meiner Meinung nach hat es Gollum auf den Punkt gebracht ->

Ich glaube aber, daß es auch darauf ankommt, wie man seine
negative Meinung dazu äußert, wenn man sich als den einzigen
Inhaber der Wahrheit hinstellt, wirkt das nicht nur
überheblich, sondern auch intolerant. Wer die Meinungsfreiheit
und somit auch die Demokratie in Frage stellt, ist auch
intolerant.,

Wenn man diese Ansicht auf Jesus Christus anwendet, war dieser ein höchst intoleranter Mensch.
Wenn man sich eng an die Lehren von Jesus Christus hält, wird man aber viele Intoleranzen dieser Welt meiden.
Fremdenhass, Klassendenken, Überheblichkeit, Parteilichkeit, und ähnliches, lassen sich mit dem Christentum nicht vereinbaren und das wirkt dann wie Toleranz.

Gruß
Carlos

Hallo Gollum,

Wie willst Du Nächstenliebe, Barmherzigkeit und Demut leben
ohne tolerant zu sein?

Es sieht oberflächlich wie Toleranz aus, ist aber was anderes. Datafox hat es schön erklärt. Ein Christ der die obigen Eigenschaften auslebt, wird seinen Mitmenschen nichts böses tun und ihnen mit Nächstenliebe ausüben. Er kann aber der festen Überzeugung sein, dass seine Mitmenschen verkehrt handeln. Somit wäre er nach deiner Difinition intolerant.
Du siehst es nur nicht an seinem Verhalten.

Gruß
Carlos

Hi Großer,

Ich weiss nicht mehr genau, auf welcher Artikel mich auf die
Idee brachte diese Frage zu stellen. So weit ich mich erinnere
war es ein männliches Mitglied der www-Gemeinde.

Ist ja auch egal…

Deswegen steh ich jetzt völlig auf dem Schlauch, was du damit
meinst.

sorry, wenn mein Posting dich so irritiert hat.

Worum es mir geht, ist die häufige Vorstellung, dass
Christentum und Toleranz so ziemlich das Gleiche sind.

Nein, auf keinen Fall.
Es war vielmehr ein Hinweis darauf, dass Christen auch tolerant
sein sollten, m. M. nach.

Das trifft genauwenig zu, wie das Christum bedeutet, einfach nur
ein guter Mensch zu sein.

Einer bestimmten Religion anzugehören heißt noch lange nicht,
dass man „ein guter Mensch“ ist.

Leben und leben lassen.

Jesus ist aber damals mit seinen Jüngern durch die Gegend
gereist und hat den Menschen erzählt, was gemäß seiner Meinung
richtig und falsch ist.

Seine Lehren waren ja so falsch nicht…

Gegenüber denen, die nicht auf ihn
gehört haben, war sogar ziemlich intolerant (Lukas 10:13-15).

… und daran sollten sich andere ein Beispiel nehmen,
ob Christ oder sonst was.
Was mich aufregt, ist, wie manche Katholiken mit dem Finger auf
andere zeigen (ohne zu bedenken, dass mindestens 3 Finger auf
sie selbst zurück zeigen).

Gruß

auch von mir (und an deine Süße)

Carlos

Daggi

Nein. Es heißt, „Tu es nicht!“ Es ist Imperativ, genau wie
„Rauchen verboten!“ und „Nicht hinauslehnen!“ Und es gibt auch
keine Bediungung wie „wenn du das und das glaubst“. Es ist ein
Befehl.

Gruß
datafox

weisst du das weil du die sprache selbst übersetzen kannst oder hat du das aus einer übersetzten bibel?

ein freund von mir hat das übersetzen nämlich gelernt und der hat gemeint es heisst (soweit ich mich erinnern kann) „du wirst“.
IMHO ein typischer übersetzungsfehler.

Hallo Carlos,

http://www.kreudenstein-online.de/Bibelkritik/Jesus_… Jesus die Feindesliebe praktiziert

Und „Gott“ (?) war ein ähnlicher Terrorist.

Gruß
Frank

hi,

weisst du das weil du die sprache selbst übersetzen kannst
oder hat du das aus einer übersetzten bibel?

das weiß ich aus dem original, das ich selber lesen kann.

„du wirst“.
IMHO ein typischer übersetzungsfehler.

ja, wörtlich stimmt das auf jeden fall. nur die bedeutung ist ein starker befehl. wie auch im deutschen, wenn eine mutter zu ihrem kind sagt: „wirst du wohl brav sein!“ wäre es eine zukunftsform, dann sähe das anders aus, zumindest im althebräischen.

gruß
datafox

Warum jeder Mensch irgendwo intolerant ist
Hallo Carlos,

So gesehen gibt es, außer dem Buddhismus vielleicht, keine
tolerante Religion. Die Frage lautet nur: was ist die
Wahrheit. Stelle diese einem Juden, einem Christen, einem
Islamisten, einem Hindu usw
Jeder wird Dir etwas anderes sagen und jeder wird wird steif
und fest behaupten, seine Wahrheit wäre die wahre Wahrheit und
die anderen seien Ungläubige.

Oder vielleicht sind alle im Irrtum und es gibt gar keinen
Gott, ich weiß es nicht, folglich toleriere ich alles, was
anderen keinen Schaden zufügt.

Ich sehe, dass wir uns perfekt verstehen, wenn wir auch aus zwei unterschiedlichen Richtungen zur gleichen Erkenntnis komme.
Vielleicht liege ich ganz falsch. Anderseits stellen die wenigsten Menschen ihre Grundwerte und heiligen Dinge in Frage.

Du sagst, dass du alles tolerierst, was anderen Menschen keinen Schaden zufügt. Du hast also den Grundwert, dass kein Mensch einem anderen Menschen Schaden zufügen darf. Alles was gegen diesen Grundwert verstößt, ist für dich nicht tolerierbar.
Ein Mensch dr andere Grundwerte als du hat, wird in deinen Augen irgendwo intolerant oder gleichgülig erscheinen. Solange die Diskrepanz der Grundwerte nicht zu groß ist, kann man das wiederum tolerieren. :wink:
Aber irgendwo kommt die Grenze, wo dann Schluß ist.

Gruß
Carlos

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Hallo Frank,

Ich weiss von einem Richter, der einen Mörder verurteilte und ich weiss von einem Polizisten, der einen Mörder, während er gerade noch weitere morden wollte, erschoss. Diese beide beiden wären nach Deiner Definition also Terroristen.

Wenn es untolerant ist, wenn man klar zu der Wahrheit steht und nichts das davon abweicht akzeptiert, dann war Jesus wie der Richter untolerant und ich hoffe, dass es viele solche Leute gibt.
Das Jesus erbarmen hat, gibt es viele Stellen in der Bibel, aber erbarmen ist nicht gleich Tolleranz.

Feindesliebe heisst übrigens nicht, alles schlechte was die anderen tun zu akzeptieren.
Wenn Dein Kind etwas tut, was es nicht darf, strafst Du es vieleicht auch, auch wenn Du es liebst. Also strafst du sogar nicht nur Feinde, rufst Ihre Schandtat in Ihr Gewissen, sondern sogar enge liebende Familienmitglieder.

Der Link, mit der Anspielung ,schlagen = also keine Liebe, und vielen anderen , neben den Verdrehungen, ist also völlig daneben, sonst würde jedes Elternteil, dass einmal seinem Kind einen Klaps gibt oder anders straft, sein kind nicht lieben, was wirklich völliger Blödsinn ist.

Gruss
Beat

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Hallo Frank,

Polemik kann recht unterhaltsam und manchmal richtig amüsant sein. Aber bei einer ernsthaften argumentativen Ausinandersetzung ist sie eher kontraproduktiv.

Gruß
Carlos

Hallo Schärer,

Ich weiss von einem Richter, der einen Mörder verurteilte und
ich weiss von einem Polizisten, der einen Mörder, während er
gerade noch weitere morden wollte, erschoss. Diese beide
beiden wären nach Deiner Definition also Terroristen.

Sind sie auch.

Wenn es untolerant ist, wenn man klar zu der Wahrheit steht
und nichts das davon abweicht akzeptiert, dann war Jesus wie
der Richter untolerant und ich hoffe, dass es viele solche
Leute gibt.

Von welcher „Wahrheit“ redest du? Es gab Naturvölker, die einen Mörder nicht bestraft haben und es funktionierte besser als heute. Eskimos laden dazu ein, mit ihren Frauen zu schlafen und es hat einen tieferen Sinn. In Papua Neuguinea isst man Maden, in Afrika Termiten. Moslems finden es ekelerregend, Schwein zu essen. Es gibt viele andere Beispiele noch. Ist das keine „Wahrheit“?

Feindesliebe heisst übrigens nicht, alles schlechte was die
anderen tun zu akzeptieren.
Wenn Dein Kind etwas tut, was es nicht darf, strafst Du es
vieleicht auch, auch wenn Du es liebst. Also strafst du sogar
nicht nur Feinde, rufst Ihre Schandtat in Ihr Gewissen,
sondern sogar enge liebende Familienmitglieder.

Wenn du das mit deinem Kind tätest und ich stünde daneben, würde ich dir auch eine reinziehen. Wenn du dich widersetzt gleich noch eine. Aber nicht, weil ich dich nicht mag, sondern weils zum drüber nachdenken anregen soll. Dort fängt für mich Terrorismusbekämpfung an.

Der Link, mit der Anspielung ,schlagen = also keine Liebe, und
vielen anderen , neben den Verdrehungen, ist also völlig
daneben, sonst würde jedes Elternteil, dass einmal seinem Kind
einen Klaps gibt oder anders straft, sein kind nicht lieben,
was wirklich völliger Blödsinn ist.

Jesus hat doch eh nur die Leute verarscht. Es gibt heute nichts, was nach genauerem hinsehen nicht durch Naturgesetze erklärbar wäre, auch wenn es noch nicht so ist.
Würdest du Jesus mit dem Hauptmann von Köpenick verglichen, würde ich dir zustimmen. Er hat nur die damals gutgläubigen und nach einem Erlöser für ihr schlechtes Leben suchende Menschen ausgenutzt, um sich als „Herr“ bzw dessen Vertreter über sie zu stellen und somit die Möglichkeit zu erhalten, bissl besser als als Zimmermann zu leben. Auch heute gibts noch Hütchenspieler…
Auch ein Gott wurde bislang ausschliesslich als Machtinstrument benutzt. Heute darf man noch nichtmal die Urknalltheorie widerlegen, so sehr hat man den Unsinn in den Köpfen eingebrannt.
Damit stehen die Popen und Pfaffen auf der selben Stufe wie die „Kommunisten“ in den Ostblockländern, die Marx und Stalin in den Rang eines Götzen gestellt haben. Sie hatten dadurch kurzzeitig eine Ideologie als Machtinstrument, hierzulande ist es (auch!, u.a.) ein Gott.
Es bleibt dabei, Religion Opium fürs Volk, genau wie ein Zuhälter Heroin an seine Nutten verabreicht.

Gruß
Frank

Genauso ist es
Hallo Carlos!

Ich sehe, dass wir uns perfekt verstehen,

Daran hatte ich keine Zweifel, ich habe schon einige Statements von Dir gelesen.

wenn wir auch aus
zwei unterschiedlichen Richtungen zur gleichen Erkenntnis
komme.

Solange Respekt auch eine Rolle spielt, ist die Richtung egal.

Vielleicht liege ich ganz falsch. Anderseits stellen die
wenigsten Menschen ihre Grundwerte und heiligen Dinge in
Frage.

Da liegt aber auch ein Problem darin, denn unterschiedliche Grundwerte waren bisher für alle Kriege verantwortlich (im Zuge dessen auch die unterschiedliche Auffassung, was heilig ist).

Du sagst, dass du alles tolerierst, was anderen Menschen
keinen Schaden zufügt. Du hast also den Grundwert, dass kein
Mensch einem anderen Menschen Schaden zufügen darf. Alles was
gegen diesen Grundwert verstößt, ist für dich nicht
tolerierbar.

Genau so ist es, das ist das mindeste, was man von allen Menschen, egal welcher Kultur, Religion, Nationalität usw sie angehören (OK, die Menschjenrechte wären auch nicht schlecht), erwarten können muß.

Ein Mensch dr andere Grundwerte als du hat, wird in deinen
Augen irgendwo intolerant oder gleichgülig erscheinen.

Ein Mensch der diesen Grundwert nicht akzeptiert und lebt hat IMHO auch durch Anwendung von Gewalt eines besseren belehrt zu werden.

Solange
die Diskrepanz der Grundwerte nicht zu groß ist, kann man das
wiederum tolerieren. :wink:

Genau

Aber irgendwo kommt die Grenze, wo dann Schluß ist.

Wo ist bei Dir die Grenze?

Ich danke Dir auf jeden Fall für die aufschlußreiche Diskussion, denn Du hast mich sehr zum Nachdenken angeregt. Nicht, daß ich sonst nicht nachdenke, aber über dieses Thema habe ich soo intensiv noch nicht nachgedacht. Obwohl selbst mir als Zweifler die Formulierung : „Jesus ist/war intolerant“ nicht gefällt.

liebe Grüße aus Österreich

Gollum