Hallo Gollum
OK, frage ist, wenn etwas nicht gut ist, bis zu welchem Grad
akzeptiert man es und schweigt zB?
Ob etwas gut ist oder nicht, ist doch vom Individuum abhängig.
Wirklich? Sobald es mehr als eine Person betrifft, kann es das nach meiner Ansicht nicht sein. Der 11.9 Terror, war aus der Sicht des Terroristen auch gut und trotzdem war er es nicht, oder?
Aber ich verstehe natürlich, was Du meinst.
Mord ist bereits
eine Intoleranz des Mörders gegenüber seinem Opfer.
Wenn jemand wegen des Geldes ermordet wird, hat dies nicht mit „nicht Tolleranz“ zu tun, finde ich
Mord ist nicht gut und
akzeptiert man wahrscheinlich nicht, bei anderen Sachen wirds
schon schwieriger, zB Ehebruch, wo Jesus zB nicht einfach
akzeptiert und auch nicht schweigt.
Aber er vergibt und deswegen halte ich Jesus Christus für
tolerant.
Hat nichts mit Tolleranz zu tun, er vergibt aus Liebe der Person, toleriert aber die Tat keinesfalls, deswegen „geh hin und sündifge fortan nicht mehr“
Im diesem Sinne fehlen mir Angaben, dass Jesus tollerant war,
aber ist eben Definitionsfrage
Damit hast Du vollkommen recht, aber Jesus als intolerant zu
bezeichnen ist ebenfalls übertrieben.
Intolleranz hat einen negativen Geschmack, in dem sinn hast Du recht.
Wenn Du es anders definirst, könnte man es durchasu als Intollerant bezeichenn (positiv): Bsp: „Niemand kommt zum Vater ausser durch mich!“ Klar, keine Tolleranz, weil es die Wahrheit ist. Kein, „wenn es für Dich stimmt gibt es auch andere Wege“ und so.
Ich glaube aber, daß es auch darauf ankommt, wie man seine
negative Meinung dazu äußert, wenn man sich als den einzigen
Inhaber der Wahrheit hinstellt, wirkt das nicht nur
überheblich, sondern auch intolerant.
Oh, siehe obiges Beispiel „niemand kommt zum Vater ausser durch mich“
Ist Jesuis also intollerant? Oft wird ein festhalten und nicht abweichen von der Wahrheit als Intollerant empfunden. Wer im 2. Weltkrieg die Wahrheit verkündete, dass Millionen Juden vergast werden sollen, galt auch als Intollerant, manchmal sogar als Lügner, wenn er andere Meinungen nicht gelten liess.
Frage wäre, wenn Jesus gegen Homosexualität ist/wäre, ob er im
konkreten Fall geschwiegen hätte, ich denke eben nein.
Und wenn er nicht geschwiegen hätte, wäre noch viel
interessanter was er gesagt hätte.
Das stimmt, obwohl man es sich grob denken kann, da er oft aus dem AT zitierte.
Daß ein Vater seinen Sohn liebt, egal, was er tut, sehe ich
noch ein, aber ob Du einen Mörder auch lieben kannst, der
nicht mit Dir verwandt oder bekannt ist, setzt IMHO schon
Toleranz voraus.
Nein, denke der Mörder hat ja etwas gemacht, dass man/ich nicht tollerieren kann, sogar wenn der Täter mein Sohn wäre. Ob ich ihn lieben kann, hat dann nicht mit Tolleranz zu tun, da ich bei beiden die Tat nicht tolleriere.
Damit Du mich nicht falsch verstehst: Ich kann es nicht.
Ich zumindest im Normalfall auch nicht 
Also Liebe und Tolleranz ist einfach etwas ganz anderes
Und ich meine, Liebe setzt Toleranz voraus.
Kenne sehr sture, völlig intollerante Väter (auch gegen die eigenen Kinder), die Ihre Kinder sehr lieben. Trifft also nicht unbedingt zu.
Denke, dass wenn man grundsätzlich (die Menschen) liebt, ist man gegenüber Nebensächlichkeiten tolleranter, aber gegenüber wichtigen untoleranter. Bsp: Wenn mein Kind etwas leicht schlechtes tut, akzeptiere ich die Tat noch weniger als bei einem Fremden, weil ich mein Kind mehr liebe und noch weniger will, dass es so was macht.
Ich glaube auch, daß sich die Diskussion nicht darum dreht, ob
tolerant oder nicht, sondern daß es um den Grad der Toleranz
geht.
Denke ich auch. Denke, dass es aber noch mehr darum geht, wann ist man tolerant und wann nicht, nicht generell ob man mehr oder weniger ist.
Grüße
Beat