Jesus und Toleranz

Hallo Gollum,

eigentlich hast du einen guten Abschluß gefunden. Auf diesen letzten Satz möchte ich dennoch eingehen.

Obwohl selbst
mir als Zweifler die Formulierung : „Jesus ist/war intolerant“
nicht gefällt.

Der Gag ist ja, das Jesus in Punkten, die nicht die religiöse Reinheit berührten, in einem revolutionären Maß tolerant war (Man denke an seinen Umgang mit Huren und verhassten Steuereinnehmern). Selbst Petrus ging in diese Richtung, wenn er den Juden ein Jude und den Griechen ein Grieche war.
Diese Toleranz war aber ein andere Toleranz, als die, die heute auf Bannern durch die Gegend geschwenkt wird.

Kurz gesagt, mir ging es um Differenzierung.

Gruß
Carlos

Hallo Frank

Ich weiss von einem Richter, der einen Mörder verurteilte und
ich weiss von einem Polizisten, der einen Mörder, während er
gerade noch weitere morden wollte, erschoss. Diese beide
beiden wären nach Deiner Definition also Terroristen.

Sind sie auch.

Ach ja. Und warum? Welche Gewalt wendet der Richter an? Und verhindert nicht der Polizist weitere Gewalt? Stell Dir doch einfach vor, die weiteren, die hätten ermordet werden sollen, wären Deine Familie oder Freunde gewesen (so Du welche hast). Würdest Du ihn dann auch als Terroristen bezeichnen?

Wenn du das mit deinem Kind tätest und ich stünde daneben,
würde ich dir auch eine reinziehen. Wenn du dich widersetzt
gleich noch eine. Aber nicht, weil ich dich nicht mag, sondern
weils zum drüber nachdenken anregen soll. Dort fängt für mich
Terrorismusbekämpfung an.

Das finde ich interessant. Der Polizist, der Gewalt anwendet, um einen anderen von Körperverletzung/Tötung weiterer Personen abzuhalten, ist Deiner Meinung nach ein Terrorist. Wenn Du aber jemand zum Nachdenken anregen möchtest, darfst Du ihm eine „reinziehen“ und nennst das auch noch Terrorismusbekämpfung. Mein Vorschlag: Scheuer Dir selbst doch mal eine, und dann denk über Deine Logik nach.

Jesus hat doch eh nur die Leute verarscht.

Er hat nur die damals gutgläubigen
und nach einem Erlöser für ihr schlechtes Leben suchende
Menschen ausgenutzt, um sich als „Herr“ bzw dessen Vertreter
über sie zu stellen und somit die Möglichkeit zu erhalten,
bissl besser als als Zimmermann zu leben.

Nenn mir bitte ein Beispiel, wo Jesus lt. Bibel besser gelebt hat als als Zimmermann. Mir fällt da nur ein, daß er Fische und Brot vermehrte und Wasser in Wein verwandelte. Aber das sind ja Naturphänomene, für die uns noch die wissenschaftliche Erklärung fehlt, sie wären ihm auch als Zimmermann zupaß gekommen.

Es bleibt dabei, Religion Opium fürs Volk, genau wie ein
Zuhälter Heroin an seine Nutten verabreicht.

Ich habe es auch schon an anderer Stelle geschrieben: Es ist im Namen jeder Religion schon Schindluder getrieben worden. Allerdings gibt es auch genug Beispiele, wo in atheistischen Systemen die Bürger unterdrückt wurden. Religion darauf zu reduzieren ist so kurzsichtig, wie wenn man Tefal verklagen würde, bloß weil die Ehefrau einem die Bratpfanne über den Kopf gezogen hat.

Religion ist in allererster Linie der Glauben, den ein Mensch hat. Und den respektiere ich, auch wenn ich ihn nicht nachvollziehen kann. Falls ein Diktator sie für seine Zwecke ausnutzt, dann ist das seine Schuld, nicht die der Religion (siehe Pfannenbeispiel). Ich selbst schätze z.B. viele Werte der großen Religionen als Richtung für das menschliche Miteinander. Ich toleriere jeden Glauben, aber nicht unbedingt das, was in seinem Namen gemacht wird - für mich ein feiner Unterschied. Ich toleriere auch, daß Du offensichtlich nichtgläubig bist, aber nicht, daß Du mich und viele andere mit heroinsüchtigen Nutten vergleichst.

Schick, wie intolerant diejenigen sind, die am lautesten Toleranz für sich selbst einfordern!

Gruß
mowei

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Toleranz und Religion
Moin @all :smile:

ich hab mal so den Thread mit der Toleranz verfolgt. Wie ich schon ein paar Threads weiter unten geschrieben hab, ich bin nicht wirklich religiös. Und ich weiß auch, dass „Toleranz“ im schlimmsten Falle Gleichgültigkeit" bedeuten kann. Aber wenn ich mir mal ankucke, welche Opfer die einzelnen Religionen so fordern, sei es der 11. September in USA, das was nun in den islamischen Staaten passiert, die Judenverfolgung, die Hexenverbrennung, die Ausrottung der Indianer, die Kreuzzüge, die Verfolgung von Ketzern, dann kann ich mir nicht vorstellen, dass das von Jesus, von Allah oder von sonstwem so gewollt gewesen ist. Es gibt im Christentum einen Grundsatz: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“. Dies beinhaltet, dass man Menschen per se erst einmal respektieren sollte. Und dies beinhaltet auch, dass man die Nächstenliebe nicht von verschiedenen Meinungen abhängig machen soll. Da geht es nicht um Verfehlungen gegen soziale Gesetze wie Mord, Körperverletzung oder so.

Und wer mag heutzutage entscheiden, ob es eine einzige Wahrheit gibt? Wenn Jesus das Internet hätte nutzen können, hätte er vielleicht noch viel mehr schlaue Dinge predigen können, genauso wie Mohamed oder Buddha oder Konfuzius? Warum müssen Weisheiten anderer Völker und Religionen verdammt werden, wenn sie doch gar nicht sooo dumm sind? Jesus, Mohamed und Buddha und Konsorten waren für ihre damalige Zeit recht global, aber der Weisheit letzter Schluss kann es nicht gewesen sein, oder?

Dies meinte ich mit Toleranz.

Gruß

Heidrun :smile:

Nichteinmischung
Toleranz bedeutete ursprünglich erdulden, ertragen.
Jesus hat sehr viel erduldet und ertragen.

Heute wird Toleranz gleichgesetzt mit Nichteinmischung.

Gruss, Marco

Hallo mowei

Ach ja. Und warum? Welche Gewalt wendet der Richter an? Und
verhindert nicht der Polizist weitere Gewalt? Stell Dir doch
einfach vor, die weiteren, die hätten ermordet werden sollen,
wären Deine Familie oder Freunde gewesen (so Du welche hast).
Würdest Du ihn dann auch als Terroristen bezeichnen?

Richter vertreten ausschliesslich Staatsgewalt nach gegebenen Gesetzen. Diese müssen nicht zwingend „gefühltes Recht“ darstellen, sondern den Staat stabilisieren.
Polizisten müssen nicht zwingend jemand abschiessen, um ihn vor Gewalttaten zu bewahren. Auch hier ist wieder die Ursache interessant, was der Auslöer für den Gewaltakt war.

Wenn du das mit deinem Kind tätest und ich stünde daneben,
würde ich dir auch eine reinziehen. Wenn du dich widersetzt
gleich noch eine. Aber nicht, weil ich dich nicht mag, sondern
weils zum drüber nachdenken anregen soll. Dort fängt für mich
Terrorismusbekämpfung an.

Da ist schon ein Unterschied. Ich knalle ihn ja nicht ab.
Erkläre mir bitte, wozu man geghen Kinder Gewalt anwenden muss. Wenn man sein Gehirn bisl im Griff hat, findet man auch andere Wege.
ob ich das tatsächlich machen würde, sei dahingestellt. Ich hab mir Schärers vika angeschaut und konnte deshalb nicht von der Verbalattacke zurückhalten. Wieso haben dessen Kinder psychische Probleme?
Letztens hatte ich auch Besuch, ein Kind mit angeblich vermutetem Autismus war dabei. Eigenartiger Weise war während des Besuchs davon nix zu spüren, eher das Gegenteil.

Jesus hat doch eh nur die Leute verarscht.

Er hat nur die damals gutgläubigen
und nach einem Erlöser für ihr schlechtes Leben suchende
Menschen ausgenutzt, um sich als „Herr“ bzw dessen Vertreter
über sie zu stellen und somit die Möglichkeit zu erhalten,
bissl besser als als Zimmermann zu leben.

Nenn mir bitte ein Beispiel, wo Jesus lt. Bibel besser gelebt
hat als als Zimmermann.

Ich schrieb, dass er es wohl versucht hatte. Seine Beweggründe kann ich wohl schlecht kennen.

Mir fällt da nur ein, daß er Fische
und Brot vermehrte und Wasser in Wein verwandelte. Aber das
sind ja Naturphänomene, für die uns noch die wissenschaftliche
Erklärung fehlt, sie wären ihm auch als Zimmermann zupaß
gekommen.

Nein, das muss Verarsche gewesen sein. Es ist bislang nicht reproduziert worden.

Es bleibt dabei, Religion Opium fürs Volk, genau wie ein
Zuhälter Heroin an seine Nutten verabreicht.

Ich habe es auch schon an anderer Stelle geschrieben: Es ist
im Namen jeder Religion schon Schindluder getrieben worden.
Allerdings gibt es auch genug Beispiele, wo in atheistischen
Systemen die Bürger unterdrückt wurden. Religion darauf zu
reduzieren ist so kurzsichtig, wie wenn man Tefal verklagen
würde, bloß weil die Ehefrau einem die Bratpfanne über den
Kopf gezogen hat.

Schlechtes Beispiel.
Genau das ist ja das perfide an jeglicher Religion, dass die guten Seiten herausgestellt werden, um den Menschen damit einen Hoffnungsschimmer zugeben auf ein besseres Leben. Genau das ist Verarsche, denn bislang trat diese nie ein. Das Bewusstsein wird entäußert an einen Gott, damit verliert der Mensch aus den Augen, dass es nur einen einzigen geben kann, der für sein Leben verantwortlich ist - er selbst!

Religion ist in allererster Linie der Glauben, den ein Mensch
hat. Und den respektiere ich, auch wenn ich ihn nicht
nachvollziehen kann. Falls ein Diktator sie für seine Zwecke
ausnutzt, dann ist das seine Schuld, nicht die der Religion

Nix da, es ist die der Religion, die dem Diktatur die Ausnutzung ermöglicht. Das war im Mittelalter so, das war im real existierwenden Sozialismus so (Marx als Kultfetisch verzerrt, Stalin als sein Jünger…) und es ist heute so (Wirtschafts- und Warenfetischismus).

(siehe Pfannenbeispiel). Ich selbst schätze z.B. viele Werte
der großen Religionen als Richtung für das menschliche
Miteinander. Ich toleriere jeden Glauben, aber nicht unbedingt

Ich widerspreche dem nicht, dass in den Religionen auch viele Teilwahrheiten enthalten sind. Beispielsweise waren die zehn Gebote das damalige Grundgesetz und sind auch in dieser Weise heute noch ähnlich in den Gesetzen zu finden.

das, was in seinem Namen gemacht wird - für mich ein feiner
Unterschied. Ich toleriere auch, daß Du offensichtlich
nichtgläubig bist, aber nicht, daß Du mich und viele andere
mit heroinsüchtigen Nutten vergleichst.

Tut mir Leid, war wohl etwas krass das Beispiel, ändert aber nichts am Wahrheitsgehalt :smile:
In diesem Sinne ist tatsächlich hierzulande jegliche Wirtschaft mit einer Art Prostitution vergleichbar.

Schick, wie intolerant diejenigen sind, die am lautesten
Toleranz für sich selbst einfordern!

Du darfst gern glauben, was du willst. Ich werde dich daran deshalb nicht hindern und keinen anderen, solange die Glaubensausübung nicht persönliche Interessen verletzt (Beispiel Kirchglockenkrawall am Sonntagmorgen)

Gruß
Frank

Hallo,

Toleranz kommt von lat. toles (last) und bedeutet „aushalten“.
Toleriert werden Dinge, die man keinesfalls als gut
akzeptieren muß, sondern grade noch duldet und gewährenläßt.
So auch in der Technik. Fehler sind nie was Gutes, aber in
gewissem Maße duldet man sie eben. Man schreibt Toleranz btw
afaik nur im Italienischen mit zwei L.

Die Fehlertoleranz in der Technik ist anders zu betrachten. Da schon von Hegel belegt eine Idendität A=A unmöglich ist, ebenso damit das perfekte Werkstück, wird in der Technik stets nach einem Optimum von Aufwand und Nutzen gesucht. Der Fähler ist das entscheidende Qualitätsmerkmal. Manschmal ist er sogar gewollt, damit er ausgenutzt werden kann.

Gruß
Frank

hallo

Ich weiss von einem Richter, der einen Mörder verurteilte und
ich weiss von einem Polizisten, der einen Mörder, während er
gerade noch weitere morden wollte, erschoss. Diese beide
beiden wären nach Deiner Definition also Terroristen.

Sind sie auch.

dann bist du auch einer. zumindest nach meiner ganz persönlichen definition.

Von welcher „Wahrheit“ redest du? Es gab Naturvölker, die
einen Mörder nicht bestraft haben und es funktionierte besser
als heute. Eskimos laden dazu ein, mit ihren Frauen zu
schlafen und es hat einen tieferen Sinn. In Papua Neuguinea
isst man Maden, in Afrika Termiten. Moslems finden es
ekelerregend, Schwein zu essen. Es gibt viele andere Beispiele
noch. Ist das keine „Wahrheit“?

totaler werterelativismus ist schon was schönes. dann kann man nämlich über gar nichts mehr sinnvoll sprechen, weil man sich auf keinen rahmen geeinigt hat.

Wenn du das mit deinem Kind tätest und ich stünde daneben,
würde ich dir auch eine reinziehen. Wenn du dich widersetzt
gleich noch eine. Aber nicht, weil ich dich nicht mag, sondern
weils zum drüber nachdenken anregen soll. Dort fängt für mich
Terrorismusbekämpfung an.

definiere terrorismus.

Jesus hat doch eh nur die Leute verarscht.

beleidigung von religionsgemeinschaften ist halt auch werterelativ, gell.

gruß
datafox

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Einmal noch
Hallo Frank,

Richter vertreten ausschliesslich Staatsgewalt nach gegebenen
Gesetzen. Diese müssen nicht zwingend „gefühltes Recht“
darstellen, sondern den Staat stabilisieren.
Polizisten müssen nicht zwingend jemand abschiessen, um ihn
vor Gewalttaten zu bewahren. Auch hier ist wieder die Ursache
interessant, was der Auslöer für den Gewaltakt war.

Nach Deiner Argumentation sollten dann nicht die Richter, sondern Bundestag und Bundesrat als Legislative die Terroristen sein. Die erlassen nämlich die Gesetze, mit denen Du offenkundig ein Problem hast; der Richter legt sie nur aus und fällt Urteile (wir brauchen jetzt keine Diskussion über Justizirrtümer anzufangen!). Mir persönlich ist es ganz recht, daß es die deutschen Gesetze gibt, denn sie decken sich fast vollständig mit meinen Wertevorstellungen (und auch denen der meisten anderen, unterstelle ich mal), insbesondere was das Strafrecht angeht (über Strafmaße usw. kann man ebenfalls diskutieren). Sie schützen mich schließlich vor der Willkür und Herrschaft von Stärkeren. Möchtest Du ein Faustrecht hier haben? Dankeschön!

Was den Polizist angeht: Es wird ihm niemand ernsthaft zugestehen, daß er jemanden erschießt, wenn es noch andere Alternativen gibt. Wenn es diese aber nicht gibt oder das Risiko für das Leben anderer zu groß ist, dann muß ein Täter auch nötigenfalls mit Gewalt daran gehindert werden, noch mehr Schaden anzurichten. Oder sind seine Rechte höher einzuschätzen als die unbeteiligter Personen?

Und jetzt mal ganz ehrlich: Oft kotzt es mich an, daß endlos die schlechte Kindheit von Serienkillern und Kinderschändern ausgebreitet wird, während die Opfer oder deren Angehörige zusehen müssen, wie sie mit den Taten weiterleben.

Wenn du das mit deinem Kind tätest und ich stünde daneben,
würde ich dir auch eine reinziehen. Wenn du dich widersetzt
gleich noch eine. Aber nicht, weil ich dich nicht mag, sondern
weils zum drüber nachdenken anregen soll. Dort fängt für mich
Terrorismusbekämpfung an.

Da ist schon ein Unterschied. Ich knalle ihn ja nicht ab.

Sicher. Und bei welchen Verletzungen ziehst Du Deine Grenze?

Erkläre mir bitte, wozu man geghen Kinder Gewalt anwenden
muss. Wenn man sein Gehirn bisl im Griff hat, findet man auch
andere Wege.

Da stimme ich Dir zu. Ich wollte das auch nicht gutheißen, sondern habe mich mit Deiner Reaktion befaßt. Wenn Du jemanden nur mit Gewalt daran hindern kannst, einen anderen zu mißhandeln, ist das in Ordnung (wie beim Polizist). Ich könnte auch - rein menschlich - verstehen, wenn Du im Affekt, aus Wut ihm eine langst, weil er seine körperliche Überlegenheit ausnutzt und einen Schwächeren verletzt, der sich nicht wehren kann.

Wenn Du aber Gewalt als Denkanstoß als Terrorismusbekämpfung siehst, dann komme ich da nicht mit. Will ich auch gar nicht!

ob ich das tatsächlich machen würde, sei dahingestellt. Ich
hab mir Schärers vika angeschaut und konnte deshalb nicht von
der Verbalattacke zurückhalten. Wieso haben dessen Kinder
psychische Probleme?
Letztens hatte ich auch Besuch, ein Kind mit angeblich
vermutetem Autismus war dabei. Eigenartiger Weise war während
des Besuchs davon nix zu spüren, eher das Gegenteil.

Ich werde mich schwer hüten, aus den Informationen einer Visitenkarte ein Urteil über jemanden zu fällen. Wenn schon, dann tue ich es aus seinen Äußerungen, die etwas ausführlicher sind. Und auch dann kann ich mich noch täuschen.

Jesus hat doch eh nur die Leute verarscht.

Er hat nur die damals gutgläubigen
und nach einem Erlöser für ihr schlechtes Leben suchende
Menschen ausgenutzt, um sich als „Herr“ bzw dessen Vertreter
über sie zu stellen und somit die Möglichkeit zu erhalten,
bissl besser als als Zimmermann zu leben.

Nenn mir bitte ein Beispiel, wo Jesus lt. Bibel besser gelebt
hat als als Zimmermann.

Ich schrieb, dass er es wohl versucht hatte. Seine Beweggründe
kann ich wohl schlecht kennen.

Ich kann oben weder einen Konjunktiv noch das Wort „versuchen“ entdecken. Werd ich wohl nochmal zum Optiker müssen. Aber wie dem auch sei, wenn Du seine Beweggründe nicht kennst, dann kannst Du objektiv gesehen genausowenig Deine Interpretation über Jesus’ Motive begründen wie die Christen die ihre.

Mir fällt da nur ein, daß er Fische
und Brot vermehrte und Wasser in Wein verwandelte. Aber das
sind ja Naturphänomene, für die uns noch die wissenschaftliche
Erklärung fehlt, sie wären ihm auch als Zimmermann zupaß
gekommen.

Nein, das muss Verarsche gewesen sein. Es ist bislang nicht
reproduziert worden.

Für Dich ist es Verarsche, für andere Glauben. Ich war nicht dabei, also muß ich mich für das eine oder andere entscheiden. Das gestehe ich jedem zu.

Es bleibt dabei, Religion Opium fürs Volk, genau wie ein
Zuhälter Heroin an seine Nutten verabreicht.

Ich habe es auch schon an anderer Stelle geschrieben: Es ist
im Namen jeder Religion schon Schindluder getrieben worden.
Allerdings gibt es auch genug Beispiele, wo in atheistischen
Systemen die Bürger unterdrückt wurden. Religion darauf zu
reduzieren ist so kurzsichtig, wie wenn man Tefal verklagen
würde, bloß weil die Ehefrau einem die Bratpfanne über den
Kopf gezogen hat.

Schlechtes Beispiel.
Genau das ist ja das perfide an jeglicher Religion, dass die
guten Seiten herausgestellt werden, um den Menschen damit
einen Hoffnungsschimmer zugeben auf ein besseres Leben. Genau
das ist Verarsche, denn bislang trat diese nie ein. Das
Bewusstsein wird entäußert an einen Gott, damit verliert der
Mensch aus den Augen, dass es nur einen einzigen geben kann,
der für sein Leben verantwortlich ist - er selbst!

Damit reduzierst Du jeden Gläubigen auf die Bewußtseinsebene eines gut dressierten Hundes. Es ist leider richtig, daß Religion benutzt wurde und wird, um Menschen für ein System zu manipulieren, aber es ist eben nicht immer so. Die Religionen haben Gebote und Verbote, an die der Orthodoxe sich halten muß, aber in deren Rahmen ist er immer noch für die Gestaltung seines Lebens und sein Tun und Handeln selbst verantwortlich. Und ob das so perfide ist, Schicksalsschläge mit Hilfe des Glaubens bewältigen zu können? Ist es so schlimm, wenn z.B. ein Kind, dessen Oma gestorben ist, sich damit tröstet, daß sie im Himmel ist, anstatt damit abgefertigt zu werden, daß sie in einer Holzkiste unter der Erde vermodert, und das war’s?

Religion ist in allererster Linie der Glauben, den ein Mensch
hat. Und den respektiere ich, auch wenn ich ihn nicht
nachvollziehen kann. Falls ein Diktator sie für seine Zwecke
ausnutzt, dann ist das seine Schuld, nicht die der Religion

Nix da, es ist die der Religion, die dem Diktatur die
Ausnutzung ermöglicht. Das war im Mittelalter so, das war im
real existierwenden Sozialismus so (Marx als Kultfetisch
verzerrt, Stalin als sein Jünger…) und es ist heute so
(Wirtschafts- und Warenfetischismus).

Ah. Alles und jeder, das oder der Dir nicht paßt, wird - schwupp - zur Devotionalie erklärt, und dann stimmt es wieder.

(siehe Pfannenbeispiel). Ich selbst schätze z.B. viele Werte
der großen Religionen als Richtung für das menschliche
Miteinander. Ich toleriere jeden Glauben, aber nicht unbedingt

Ich widerspreche dem nicht, dass in den Religionen auch viele
Teilwahrheiten enthalten sind. Beispielsweise waren die zehn
Gebote das damalige Grundgesetz und sind auch in dieser Weise
heute noch ähnlich in den Gesetzen zu finden.

Richtig. Gläubige glauben eben, daß diese Werte und Normen von einem Gott oder einer höheren Macht gegeben wurden. Schlimm? Nur das, was man draus macht!

das, was in seinem Namen gemacht wird - für mich ein feiner
Unterschied. Ich toleriere auch, daß Du offensichtlich
nichtgläubig bist, aber nicht, daß Du mich und viele andere
mit heroinsüchtigen Nutten vergleichst.

Tut mir Leid, war wohl etwas krass das Beispiel, ändert aber
nichts am Wahrheitsgehalt :smile:
In diesem Sinne ist tatsächlich hierzulande jegliche
Wirtschaft mit einer Art Prostitution vergleichbar.

Stammtischparole.

Schick, wie intolerant diejenigen sind, die am lautesten
Toleranz für sich selbst einfordern!

Du darfst gern glauben, was du willst. Ich werde dich daran
deshalb nicht hindern und keinen anderen, solange die
Glaubensausübung nicht persönliche Interessen verletzt
(Beispiel Kirchglockenkrawall am Sonntagmorgen)

Wenn dies nach sieben Uhr morgens passiert (und das tut es), dann wirst Du die Kröte schlucken müssen, weil dann die gesetzliche Nachtruhe vorbei ist. Man kann sich auch einfach an Dinge gewöhnen, auch wenn man selbst nichts damit zu tun hat. Ich will ja auch niemand verbieten, mit seinem aufgemotzten Golf um die gleiche Zeit an meinem Schlafzimmerfenster vorbeizuhobeln. Oder die Kinder an ihrem Versteckspiel im Nachbarsgarten hindern. Oder die beiden älteren Damen anschnauzen, die sich über die samstägliche Hitparade der Volksmusik unterhalten.

Summa summarum: Wir werden auf keinen grünen Ast kommen. Du wirst meine Argumente wohl wieder mit Gegenargumenten beantworten, und das können wir fortführen, bis uns die anderen User und die Mods teeren und federn. Daher werde ich Deine weiteren Postings in dieser Sache kommentarlos tolerieren und mich freuen, daß es Richter, Polizisten, Kirchenglocken, Moscheen, Synagogen gibt.

Gruß
mowei

Wahrheit und Strafen
Hallo Beat !

Wenn es untolerant ist, wenn man klar zu der Wahrheit steht
und nichts das davon abweicht akzeptiert, dann war Jesus wie
der Richter untolerant und ich hoffe, dass es viele solche
Leute gibt.

Wahrheit ist ein tolles Wort. Welche Wahrheit meinst Du denn, die christliche - exakter die katholische, die evangelische, die orthodoxe, die einer der kleineren christlichen Splittergruppen -, die muslimische, die hinduistische, die buddhistische, die shintoistische, die jüdische, die von einer der Naturreligionen ? Die Wahrheit gibt es nicht !!

Wenn Dein Kind etwas tut, was es nicht darf, strafst Du es
vieleicht auch, auch wenn Du es liebst. Also strafst du sogar
nicht nur Feinde, rufst Ihre Schandtat in Ihr Gewissen,
sondern sogar enge liebende Familienmitglieder.

Beim Strafen kommt es immer auch auf das Wie an.

Der Link, mit der Anspielung ,schlagen = also keine Liebe, und
vielen anderen , neben den Verdrehungen, ist also völlig
daneben, sonst würde jedes Elternteil, dass einmal seinem Kind
einen Klaps gibt oder anders straft, sein kind nicht lieben,
was wirklich völliger Blödsinn ist.

Klaps klingt für mich nach einer Beschönigung des Wortes Ohrfeige. Die ist für mich völlig - und ich betons nochmal: völlig - inakzeptabel !! Jemand, der sein Kind ins Gesicht schlägt, liebt es tatsächlich nicht und zwar kein kleines bißchen. Eine ärgere Demütigung für ein Kind gibt es nämlich gar nicht.

Gruss
Beat

Grüße zurück
Wolkenstein

Hallo Wolkenstein!

Wahrheit ist ein tolles Wort. Welche Wahrheit meinst Du denn,
die christliche - exakter die katholische, die evangelische,
die orthodoxe, die einer der kleineren christlichen
Splittergruppen -, die muslimische, die hinduistische, die
buddhistische, die shintoistische, die jüdische, die von einer
der Naturreligionen ? Die Wahrheit gibt es nicht !!

da es sich im Ausgangsposting um Jesus handelt, wird wohl die jüdische Wahrheit gemeint sein.

Und Jesus sagt zu seinen Jüngern (Joh.14,6):
" Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater denn durch mich."

Wenn Du behauptest, dass es „die Wahrheit“ nicht gibt, würde das logisch zur Folge haben, dass es Jesus nicht gibt.

Wenn Du Dir den Ausspruch von Jesus auf der Zunge zergehen lässt, wirst Du feststellen, dass es hier mit der Toleranz nicht weit her ist. Sonst hätte Jesus gesagt, jeder kann auf seine Weise zum Vater kommen. Das ist ja die derzeit übliche Meinung.

Gruss Harald

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Hallo mowei,

Schlechtes Beispiel.
Genau das ist ja das perfide an jeglicher Religion, dass die
guten Seiten herausgestellt werden, um den Menschen damit
einen Hoffnungsschimmer zugeben auf ein besseres Leben. Genau
das ist Verarsche, denn bislang trat diese nie ein. Das
Bewusstsein wird entäußert an einen Gott, damit verliert der
Mensch aus den Augen, dass es nur einen einzigen geben kann,
der für sein Leben verantwortlich ist - er selbst!

Damit reduzierst Du jeden Gläubigen auf die Bewußtseinsebene
eines gut dressierten Hundes.

Du drückst es übnerspitzt aus, es ist aber tatsächlich so. Indem man glaubt, weiss man nicht oder negiert Wissen. Damit tritt man sein Bewusstsein an eine „höhere Instanz“ ab, entäußert es. Je nach Glaubensgrad bis zur vollständigen Selbstentfremdung.
Es ist das idealistische Weltbild, was dahintersteckt. Der grosse Unerschied zwischen idealistischer und materialistischer Dialektik ist der Zeitbegriff bzw der daraus resultierende Determinismus (oder dessen Nichterkennbarkeit) http://masei.kds-nano.com/physik/der%20antagonistisc…
und:
http://masei.kds-nano.com/physik/Zeitbegriff.htm

In meinem Weltbild hätte ein Gott nur „ausserhalb“ des Universums noch Platz. Ergo —> Jesus war ein Scharlatan.

Gruß
Frank

Ein Stück Wahrheit

Hallo Wolkenstein!

Hallo Harald,
folgende Geschichte hab ich von einem Jesuiten - zwar schon mal gepostet, aber nicht hier im Brett:

Der Teufel ging mit einem Freund spazieren. Plötzlich bückte sich ein vor ihnen Gehender und hob ein Stück Wahrheit vom Boden auf. Daraufhin fragte der Freund den Teufel: „Beunruhigt Dich das nicht, dass dieser ein Stück Wahrheit gefunden hat ?“ „Ganz im Gegenteil“, antwortete der Teufel,„ich werde ihm sogar gestatten, ein Religionsbekenntnis daraus zu machen“.

Soviel zum Thema „Die Wahrheit“.

Gruss Harald

Grüße zurück
Wolkenstein

Wenn Du behauptest, dass es „die Wahrheit“ nicht gibt, würde
das logisch zur Folge haben, dass es Jesus nicht gibt.

Hallo Harald,

warum ist so schwer einen Glauben als das was er ist anzuerkennen? Eine Glaubenswahrheit ist nichts das man beweisen kann. Sonst wäre es kein Glauben sondern eine wissenschaftliche Theorie, deren Gehalt sich durch Widerlegbarkeit und Beweisbarkeit zeigt.

Mit Beweisen kommt man nicht weit beim religiösen Glauben. Sie sehen dann immer irgendwie so aus:

Woher weißt du, daß es Gott gibt?

  • Weil es in der Bibel steht.
    Woher weißt du, daß das was in der Bibel steht, wahr ist?
  • Weil die Bibel Gottes Wort ist.

Hmmmmm…

Gruß
datafox

hallo,

idealistische Weltbild
materialistischer Dialektik

Ich dachte Missionierung sei hier unerwünscht?

Ergo —> Jesus war ein Scharlatan.

Die Existenz selbigen und die Tatsächlichkeit der Ereignisse, die das Urteil „Scharlatan“ zulassen würden, lassen sich ausschließlich aus den Evangelien ableiten. Wenn du also glaubst, daß er existiert hat und beobachtet worden ist z.B. Menschen auf wundersame Weise geheilt zu haben, dann glaubst du auch schon, daß diese Bücher zumindest keinen Unsinn enthalten. Somit ist der Satz „Jesus war ein Scharlatan“ ein Widerspruch. Entweder du räumst ein, daß diese Bücher Sinnvolles enthalten oder nicht. Im letzteren Fall gibt es aber auch keinen Scharlatan.

Gruß
datafox

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Hallo datafox,

Woher weißt du, daß es Gott gibt?

  • Weil es in der Bibel steht.

Woher wusste Mose, dass es Gott gibt?
Er hatte keine Bibel zur Hand :wink:

Woher weißt du, daß das was in der Bibel steht, wahr ist?

  • Weil die Bibel Gottes Wort ist.

das kann man aber auch logischer machen :wink:

Wenn das stimmt, dann muss…
Und siehe da, es ward…

Gruss Harald

Hallo Wolkenstein

Zu dem gesagten möchte ich noch folgendes hinfügen.
Es kann in jedem Bereich (zB auch in der Medizin) sehr viel verschiedene Auffassunge etc geben und es kann sogar sein, dass sich keine Beweisen lässt. Aber wenn sich die Auffassungen widersprechen, dann können nicht alle wahr sein.
Mit anderen Worten es gibt in vielen Dingen DIE Wahrheit, zB entweder ist Jesus Gottes Sohn, oder er ist es nicht. Da gibt es nichts Graues, sogar wenn man es nicht „beweisen“ kann oder könnte, ist es entweder wahr oder nicht!
Das man verschiedene Ansichten und verschieden glauben kann, tut dieser Aussage keinen Abbruch, aber Jesus kann nicht gleichzeitig Gottes Sohn sein, und gleichzeitig auch nicht.

Es ist heute üblich, zu sagen jeder hat recht, was schon aufgrund der Ausgangslage unmöglich ist (Widersprüche). Aber es ist angenehm, man muss nicht Stellung beziehen und sich nicht mit der Wahrheit beschäftigen, sie nicht suchen, mit anderen Worten eine Flucht.
Eine Flucht zB vor der Frage, ist Jesus Gottes Sohn, der Auferstandene.
Wenn man nicht weiss ob man Schwanger ist, klärt man dies ab, weil es das Leben derjenigen beeinflussen wird. Der erwähnte Frage geht man aber aus dem Weg, obwohl deren Antwort einen noch grösserern Einfluss auf das Leben hätte.

Gruss
beat

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Frank

Ich weiss von einem Richter, der einen Mörder verurteilte und
ich weiss von einem Polizisten, der einen Mörder, während er
gerade noch weitere morden wollte, erschoss. Diese beide
beiden wären nach Deiner Definition also Terroristen.

Sind sie auch.

Oh, wenn ich Deine Reaktion „dann würde ich Dir reine reinziehen“ weiter unten sehe, bist Du also auch ein Terrorist

Wenn es untolerant ist, wenn man klar zu der Wahrheit steht
und nichts das davon abweicht akzeptiert, dann war Jesus wie
der Richter untolerant und ich hoffe, dass es viele solche
Leute gibt.

Von welcher „Wahrheit“ redest du? Es gab Naturvölker, die
einen Mörder nicht bestraft haben und es funktionierte besser
als heute. Eskimos laden dazu ein, mit ihren Frauen zu
schlafen und es hat einen tieferen Sinn. In Papua Neuguinea
isst man Maden, in Afrika Termiten. Moslems finden es
ekelerregend, Schwein zu essen. Es gibt viele andere Beispiele
noch. Ist das keine „Wahrheit“?

Du schreibst von Sachen, die man verschiedener Meinung sein kann und alle nichts mit Waghhrheit zu tun haben.
Ist eine Frau schwanger ioder nicht, ist Jesus Gottes SDohn oder nicht, das hat mit Wahrheit zu tun, nicht was man davon hält, über Jesus oder die schwangere Frau.

Feindesliebe heisst übrigens nicht, alles schlechte was die
anderen tun zu akzeptieren.
Wenn Dein Kind etwas tut, was es nicht darf, strafst Du es
vieleicht auch, auch wenn Du es liebst. Also strafst du sogar
nicht nur Feinde, rufst Ihre Schandtat in Ihr Gewissen,
sondern sogar enge liebende Familienmitglieder.

Wenn du das mit deinem Kind tätest und ich stünde daneben,
würde ich dir auch eine reinziehen. Wenn du dich widersetzt
gleich noch eine. Aber nicht, weil ich dich nicht mag, sondern
weils zum drüber nachdenken anregen soll. Dort fängt für mich
Terrorismusbekämpfung an.

Siehe oben Terrorist… :smile:.
Gleichzeitig sagtst Du eben genau das was ich sagte, Du würdest mir eine hauen, obwohl Du mich magst. Du bestätigst also meien Aussage.

Der Link, mit der Anspielung ,schlagen = also keine Liebe, und
vielen anderen , neben den Verdrehungen, ist also völlig
daneben, sonst würde jedes Elternteil, dass einmal seinem Kind
einen Klaps gibt oder anders straft, sein kind nicht lieben,
was wirklich völliger Blödsinn ist.

Jesus hat doch eh nur die Leute verarscht. Es gibt heute
nichts, was nach genauerem hinsehen nicht durch Naturgesetze
erklärbar wäre, auch wenn es noch nicht so ist.

Lach, ein Naturgesetz ist, dass Energie nicht aus dem nichts entstehen kann, also kann gar nichts aus demm nichts entstehen. Nur dieses einzige gesetz widerspricht Deiner Aussage

Würdest du Jesus mit dem Hauptmann von Köpenick verglichen,
würde ich dir zustimmen. Er hat nur die damals gutgläubigen
und nach einem Erlöser für ihr schlechtes Leben suchende
Menschen ausgenutzt, um sich als „Herr“ bzw dessen Vertreter
über sie zu stellen und somit die Möglichkeit zu erhalten,
bissl besser als als Zimmermann zu leben. Auch heute gibts
noch Hütchenspieler…

Natürlich, er hat die Leute ausgenutzt, indem er ein hartes Leben führte, sich sogar der schlimmsten Tod mit jungen Jahren aussetzte, statt normal wohlbehütet zu Leben. Entschuldige so ein Blödsinn, als Zimmermann hätte er einfacher und länger gelebt.

Auch ein Gott wurde bislang ausschliesslich als
Machtinstrument benutzt.

Stimmt, Menmschen missbrauchen vieles sogar Gott

Damit stehen die Popen und Pfaffen auf der selben Stufe wie
die „Kommunisten“ in den Ostblockländern, die Marx und Stalin
in den Rang eines Götzen gestellt haben. Sie hatten dadurch
kurzzeitig eine Ideologie als Machtinstrument, hierzulande ist
es (auch!, u.a.) ein Gott.

Siehe oben, wenn jemand ein Mensch in Deinem Namen umbringt, liegt es auch nicht an Dir, oder?

Es bleibt dabei, Religion Opium fürs Volk, genau wie ein
Zuhälter Heroin an seine Nutten verabreicht.

Du verwechselst Religion und Glauben. Religion wurde von Menschen geschaffen und welch negatives daraus auch gemacht wurde, hast Du ja richtigerweise beschrieben.
Glauben an Jesus Christus ist aber keine Religion

Gruß

Beat

Hallo

Es gibt im Christentum einen Grundsatz:
„Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“. Dies beinhaltet, dass
man Menschen per se erst einmal respektieren sollte. Und dies
beinhaltet auch, dass man die Nächstenliebe nicht von
verschiedenen Meinungen abhängig machen soll. Da geht es nicht
um Verfehlungen gegen soziale Gesetze wie Mord,
Körperverletzung oder so.

Genau, stimme Dir voll wirklich voll zu, wortwörtlich wie Du es gesagt hast, dass hat aber nichts damit zu tun, nicht auf die Wahrheit zu beharren

Und wer mag heutzutage entscheiden, ob es eine einzige
Wahrheit gibt?

Eine Frau kann schwanger sein, oder nicht schwanger, unabhängig ob Du dies nun feststellen kannst, oder nicht, es gibt nur eine Wahrheit, sie ist es oder sie ist es nicht!
Die „Religionen“ widersprechen sich, also kann nicht jede wahr sein, auch wenn diese Aussage natürlich bequem ist, man muss sich dann nicht damit beschäftigen, jeder hat ja recht.

Wenn Jesus das Internet hätte nutzen können,

hätte er vielleicht noch viel mehr schlaue Dinge predigen
können, genauso wie Mohamed oder Buddha oder Konfuzius?

Welches wichtige Dinge stehen denn nicht in der Bibel? Nenne mir bitte 3

Warum

müssen Weisheiten anderer Völker und Religionen verdammt
werden, wenn sie doch gar nicht sooo dumm sind?

Oh es geht nicht um Weisheiten, Buddha zB war sehr weise

Jesus, Mohamed

und Buddha und Konsorten waren für ihre damalige Zeit recht
global, aber der Weisheit letzter Schluss kann es nicht
gewesen sein, oder?

Natürlich, weil sie nur Menschen waren

Dies meinte ich mit Toleranz.

Ob etwas weise ist oder nicht, hat nur beschränkt mit Wahrheit zu tun.
Ist Jesus Gottes Sohn oder nicht? ja, oder nein? Es gibt nur eine richtige Antwort, beides kann nicht stimmen. Aus sogenannter Toleranz beidem zuzustimmen ist nicht nur völlig unlogiosch sondern auch bequem, sich mit so einer Frage und dessen Einfluss auf sein Leben nicht beschäftigen zu müssen

Gruß
Beat :smile:

hallo,

idealistische Weltbild
materialistischer Dialektik

Ich dachte Missionierung sei hier unerwünscht?

Wo ist das Missionierung? Ich hab lediglich die Unterschiede herausgestellt, damit auch z.B. für meine Weltsicht, gottfrei, Verständnis entsteht. Jegliche Menschen mit Gottesglauben u.ä. haben nunmal zwangsläufig ihnen eigene idealistische Weltbilder.

Ergo —> Jesus war ein Scharlatan.

Die Existenz selbigen und die Tatsächlichkeit der Ereignisse,
die das Urteil „Scharlatan“ zulassen würden, lassen sich
ausschließlich aus den Evangelien ableiten.

Wieso sollten die Ereignisse Tatsächlichkeit sein? Weshalb keine Tricks? Auch heute kannst du gekonnt vorgeführt werden, man denke nur an Copperfield.

Wenn du also
glaubst, daß er existiert hat und beobachtet worden ist z.B.
Menschen auf wundersame Weise geheilt zu haben, dann glaubst
du auch schon, daß diese Bücher zumindest keinen Unsinn
enthalten. Somit ist der Satz „Jesus war ein Scharlatan“ ein
Widerspruch. Entweder du räumst ein, daß diese Bücher
Sinnvolles enthalten oder nicht. Im letzteren Fall gibt es
aber auch keinen Scharlatan.

Die Büchere weden sicherlich Teilwahrheiten aus der damaligen Zeit der Verfasser und deren Sicht enthalten. Erfunden hat das sicherlich keiner.
Ist es so fern liegend, Gott einfach als früheren, großen Herrscher anzusehen, dem viel Achtung beigemessen wurde? Später hat man dann mit Huldigung the one and only Mr. draus gemacht und ihm alles mögliche zugeschrieben. Sowas ist selbst aus jüngerer Zeit bekannt.

Gruß
Frank

Ein Bild
Hallo Beat, hallo Harald !

Ich nehm ein Bild, um veranschaulichen zu können, warum der Begriff „Wahrheit“ für mich derart problematisch ist. Da ich eine Schwäche für Italien habe, wähl ich eine italienische Stadt, nämlich Napoli, als geografische Umgebung, Ihr könnt das gerne durch schweizer, deutsche oder andere Städte oder Orte ersetzen; der Sinn bleibt der gleiche.

Nun gut. Ich befinde mich auf der Insel Ischia und suche einen Tafel, die mir die Richtung anzeigt, in der Napoli liegt. Hab ich diese Tafel gefunden, so werd ich feststellen, dass sie Richtung Nordosten weist. Szenenwechsel; jetzt steh ich auf der Insel Ponza, die betreffende Tafel zeigt Richtung Osten. In der Ortschaft Giugliano gibt die Napoli-Tafel eine südöstliche Richtung an; in Aversa zeigt der Richtungspfeil genau Richtung Süden. Ich begeb mich in die Stadt Acerra und finde dort einen südwestliche Pfeil vor. In Ottaviano ist die betreffende Richtung der Westen. Und weiter geht die Fahrt:in der Stadt Torre del Greco weist der Richtungspfeil nach Nordwesten. Zu guter Letzt nehme ich wiede das Schiff, das mich auf die Insel Capri bringt: Dort finde ich die letzte Himmelsrichtung vor - Napoli Richtung Norden.

Wir haben jetzt auf der Windrose einen Kreis rund um Napoli gemacht. Nehmen wir mal an, ich nehme den Richtungspfeil von Capri und stelle ihn genau so, wie er ist, nach Aversa. Dann komme ich nie im Leben nach Napoli. Der Pfeil weist Richtung Norden und ich werde, von Aversa ausgehend, in Rom landen. Der nördliche Pfeil hilft nur jemandem nach Napoli, der auf Capri steht; jedem anderen aber verunmöglicht der exakt gleiche Pfeil die Richtung nach Napoli. Diese Ortspfeile sind für mich wie religiöse Wahrheiten.

Sicher, und da geb ich Harald recht, ist der Pfeil vor mir auf Capri eine Wahrheit. Er steht ja da. Aber er gilt nur in Capri, überall sonst weist er in eine komplett verkehrte Richtung. „Die Wahrheit“, das heißt einen universell richtigen Pfeil - der unter allen Umständen die richtige Richtung anzeigt - gibt es nicht. Und; jeder Pfeil ist eine Wahrheit, aber eben nur (!!) dort, wo er steht. Die Richtungstafeln sind für mich wie Religionsbekenntnisse. Das hat nichts, aber auch überhaupt nichts, mit Unverbindlichkeit zu tun. Jede, und ich betone, jede (!) Tafel weist in die richtige Richtung und ist für den verbindlich (und zwar unbedingt), der am betreffenden Ort steht. An jedem anderen Ort ist die Tafel zwangsweise falsch.

Liebe Grüße
Wolkenstein