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Ja, haben wir es nicht alle gewußt! Deutschland steht kurz vor dem Rückfall in die Nazi-Zeit. Denn auch der schwarze Ex-Minister Blüm (wie sein Chef Helmut 16 Jahre im Amt) bedient „antisemitische Klischees“. Der Zentralratsvorsitzende Spiegel ist außer sich!
t-online berichtet:
"Scharfe Kritik an Ex-CDU-Minister Blüm
Mit scharfer Kritik hat der Zentralrat der Juden die Behauptung des CDU-Politikers Norbert Blüm zurückgewiesen, in Deutschland werde der Antisemitismus-Vorwurf teilweise als „Knüppel“ gegen Israel-Kritiker eingesetzt. Zentralrats-Präsident Paul Spiegel nannte Blüms Äußerungen ungeheuerlich. Blüm warf in einem Interview mit dem Magazin „Stern“ der israelischen Regierung bei ihrem Vorgehen gegen die Palästinenser erneut auch Missachtung des Völkerrechts vor. Der CDU-Vize Jürgen Rüttgers widersprach seinem Parteifreund energisch.
Blüm spricht von „Vernichtung“
Der Vorwurf des Antisemitismus werde „auch als Knüppel benutzt, um jeden Hinweis auf die Missachtung der Menschenrechte totzumachen“, sagte Blüm im „Stern“. „Ich kann in den Aktionen der israelischen Militärs keinen Abwehrkampf gegen den Terrorismus sehen - sondern nur Vernichtung.“ Zugleich verurteilte der frühere Bundesarbeitsminister die palästinensischen Anschläge gegen Israel.
Spiegel wirft Blüm Realitätsverlust vor
Spiegel sagte, wer angesichts des jüngsten Selbstmordanschlags in Jerusalem mit vielen Toten und Verletzten in den Aktionen des israelischen Militärs keinen Abwehrkampf gegen den Terrorismus sehe, „der hat jeglichen Realitätssinn verloren“. Entschiedene Kritik am israelischen Vorgehen sei akzeptabel und wichtig. „Wer aber die Grausamkeiten und den Terror der palästinensischen Seite sowie Ursache und Wirkung in diesem Konflikt hartnäckig übersieht, der beweist damit eine beispiellose Doppelmoral.“ Blüms Darstellung Israels als einzigem Übeltäter sei „Rassismus pur“. Wenn Blüm erneut von „Vernichtung“ spreche, sei das eine „Beleidigung sämtlicher Holocaust-Opfer“."
Interessant an dieser „Debatte“ ist, daß Blüm dasjenige aufgreift, was bereits Walser vor Jahren bei der Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels kritisierte: das Ausschwitz und der Holocaust sich nicht als „Drohroutine“ und „Moralkeule“ (Blüm spricht von „Knüppel“) eigne.
Diese neuerliche Kritik an der „Instrumentalisierung des Holocaust für gegenwärtige Zwecke“ (Walser) durch Blüm dürfte wohl endgültig denjenigen den pseudoargumentatorischen Boden unter den Füßen entziehen, die meinten, das Möllemann-Zitat sei Teil einer Strategie „am rechten Rand“ gewesen. Selbst der ehemalige SPD-Vorsitzende, Ministerpräsident des Saarlandes und Bundesfinanzminister, Oskar Lafontaine, erklärte zur so genannten Antisemitismus-Debatte um Möllemann und Friedman, daß es auch für einen Polit-Profi nicht möglich sei, zu steuern, was die Medien aus bestimmten Sätzen machen. Prof. Baring hielt die Debatte ebenfalls für einen „hochtrabenden Unsinn“.
Nur Herr Spiegel, der Blüm „jeglichen Realitätssinn“ (damit unterstellt er Blüm eine Geisteskrankheit!) abspricht, ist noch nicht auf den Gedanken gekommen, daß seine Position an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten ist.
Kopfschüttelnd,
Oliver
, wobei hier nur das sprichwort gemeint ist, und in der ganzen debatte religion an sich keine rolle spielte.
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