„Hier zieht es wie Hechtsuppe“, heißt es, wenn ein starker Luftzug durchs Zimmer geht. Die Redensart beruht vielleicht auf dem Wortspiel: Hechtsuppe muss lange ziehen! Wahrscheinlich jedoch ist die Eindeutschung aus dem jiddischen „hech supha = wie Sturmwind“.
Zur Klarstellung: die ‚supha‘-Zicke bin ich. Im Community-Chat hat mir ein Jude ebenfalls vor ein paar Minuten bestätigt, daß ‚supha‘ die richtige Variante ist. Dummerweise habe ich hier weder den Röhrich noch den Krüger-Lorenzen zur Hand; egal - ich habe ja das w-w-w.
Liebe Tessa,
Ein anderes Expertenteam führt den Ausdruck auf +supa+ zurück. http://www.gfds.de/beratung_archiv.html
Telefonische Sprachberatung
Eine merkwürdig anmutende Redensart interessiert mich: „Es zieht wie Hechtsuppe.“ Ich kann mir kaum vorstellen, dass sie tatsächlich etwas mit einer Suppe aus besagtem Fisch zu tun haben soll.
[GfdS] Über die Herkunft dieser Redensart ist man sich in der Forschung noch nicht einig. Die einen meinen, sie rühre wirklich von der Hechtsuppe her, die lange ziehen muss, um wohlschmeckend zu werden. Einige Autoren nehmen dagegen an, dass der Ausdruck auf das Jiddische zurückzuführen ist: hech supa – ›wie eine Windsbraut, ein Orkan, ein Sturm‹. [M]
auch Dir lieben Dank für Deinen Beitrag ‚für die gute Sache‘. *g* GfdS ist allerdings - wie der Name schon sagt - nicht gerade die erste Adresse, wenn es um die korrekte Schreibweise von ausländischen Termini angeht. Ein Jude wird uns heute eh keine Auskunft geben können; heute ist ja Jom Kipur, da würde es mir nicht einmal im Traum einfallen, den Feiertag zu stören.
eine Windsbraut
Windsbraut hat nichts mit dem Judaismus zu tun. In der germanischen (gab es aber auch schon in der griechischen) Mythologie war es ein weiblicher Wind-Dämon.