Jobwechsel? Was würdet ihr tun?

Hallo liebe w-w-w’ler,

ich brauch unbedingt eueren Rat. Ich weiß echt nicht, was ich machen soll. Folgende Situation: Ich arbeite als Technische Zeichnerin in einem mittelständischen Unternehmen. Da ich hier auch schon meine Ausbildung gemacht hab, bin ich jetzt seit ca. 7,5 Jahren hier. Mittlerweile hab ich auch schon recht viel Verantwortung (zwei Technische Zeichner und zwei Azubis „unter mir“) und meine Arbeit macht mir eigentlich immer noch Spaß und es gibt immer wieder neue Herausforderungen.

Jetzt hat mich ein ehemaliger Kollege angerufen, der seit ein paar Monaten in einer anderen Firma arbeitet. Die suchen da Technische Zeichner und haben ihn gefragt, ob er nicht jemanden wüsste. Im aller ersten Moment dachte ich mir: „Na und, was interessiert mich das? Ich hab doch einen Job.“ Aber gleich darauf kamen auch so Gedanken, wie: „Da würde ich sicher mehr verdienen. Das wäre doch mal eine wirklich neue Herausforderung. Dann würde ich auch mal was anderes sehen, als immer nur die gleiche Firma. So eine Chance kommt so schnell nicht wieder.“ Also hab ich eine Bewerbung abgeschickt, mit den Gedanken: „Wahrscheinlich wollen die mich eh nicht. Und wenn doch, kann ich’s mir immer noch überlegen. Probieren kann man es ja mal.“

Na ja, und jetzt haben wir den Salat. Die haben mich zum Vorstellungsgespräch eingeladen. Seit dem Anruf meines Kollegen vor 1,5 Wochen überleg ich ständig hin und her. Es gibt Gründe, die dafür sprechen hier zu bleiben:

  • Mir gefällt das Arbeitsklima recht gut
  • Ich hab hier einen relativ sicheren Job
  • Ich kann das machen, was mir Spaß macht
    und Gründe, die für die neue Firma sprechen:
  • Ich würde mehr verdienen
  • Ich würde mal sehen, wie es in anderen Firmen läuft (Erfahrungen sammeln)
  • Ich würde ein ganz neues Aufgabengebiet kennen lernen
    Die Entfernung zum Arbeitsplatz wäre ungefähr gleich.

Eigentlich tendiere ich eher dazu, bei meiner alten Firma zu bleiben. Ich befürchte aber, das hängt vor allem damit zusammen, das ich ein Feigling bin, was Veränderungen angeht. Ich bin schon immer der Typ, der lieber alles beim Alten belässt, auch wenn das vielleicht nicht das Optimum ist. Ich hab halt immer Angst, vor dem, was Veränderungen mit sich bringen.

Bitte sagt mir einfach, was ihr an meiner Stelle tun würdet und ob ich vielleicht noch ein paar Aspekte, vergessen habe.

Gruß
Michaela

Hallo Michaela,

sieh Dir doch mal tief in die Augen und frage Dich, warum Du die Bewerbung eingereicht hast. Irgendetwas muss Dich doch bewogen haben, diesen Schritt zu tun.
Du musst wissen, ich bin auch so ein Typ wie Du, was Veränderungen betrifft. Deswegen kann es passieren, dass ich mit meiner Antwort in Deine schon geschlagene Kerbe haue.
Ich schildere das jetzt mal aus meiner Sicht:
Mehr Geld ist klasse! Ist für mich echt ein schlagendes Argument.
Sich einer Herausforderung stellen und neue Aufgaben übernehmen ist sehr reizvoll, gerade wenn man sich dann in der neuen Firma auch noch durchsetzen kann. Das baut mächtig auf. Und einen Kollegen zumindest würde ich auch schon kennen. Ich wäre dort nicht der ewige Lehrling (passiert manchmal, wenn man bei seinem Lehrherrn bleibt).Alles gut.
Wenn ich mir dann jedoch die Argumente FÜR die alte Firma ansehe, wäre die Frage, ob Wechsel oder nicht, beantwortet.
Wer jemals morgens schon mit einem Kloß im Hals aufgestanden ist im Gedanken an die Arbeit, der weiß nichts so sehr zu schätzen wie ein gutes Arbeitsklima, nette Kollegen und berufliche Anerkennung.
Interessante Aufgaben sind das Sahnehäubchen oben drauf.
Und dann muss man sich auch fragen, warum die neue Firma so dringend sucht. Ist es eventuell gar nicht so attraktiv dort zu arbeiten? Ich will Deinem Ex-Kollegen nicht zu nahe treten, doch was ist seine Motivation, Dich abzuwerben? Wäre Dein Arbeitsvertrag unbefristet?

Ich weiß, jeder muss das selbst entscheiden, doch ich lehne mich jetzt ganz ganz weit aus dem Fenster und sage: Tu es nicht!

Allerdings gibt mir noch die Sache mit Deiner Bewerbung zu denken. Da steckt doch eine Motivation hinter. Wenn Du eine Veränderung suchst nur weil Du glaubst, Du klebst zu sehr am Alten und MUSST mal langsam etwas verändern, dann mach Dir klar, was Du hast.

Viel Glück bei Deiner letztendlichen Entscheidung,

Susanne

Einige spontane Fragen, die mir durch den Kopf geschossen sind:

  • Was bist du für ein Typ? Eher sicherheitsorientiert? Eher karriereorientiert?
  • Du hast dir in deiner Firma einen gewissen Status erarbeitet. Hast du noch Aufstiegschancen, oder hast du dort schon das „Ende der Fahnenstange“ erreicht? Und wo würdest du in der neuen Firma einsteigen - auf gleicher Höhe, höher, oder müsstest du erst wieder von unten anfangen?
  • Ich vermute, dass das neue Unternehmen größer ist. Wärest du dort nur „eine unter vielen“? Bist du derzeit an deinem Platz „die einzige deiner Art“? Was bedeuten dir deine sozialen Kontakte am alten Arbeitsplatz? Lernst du gern neue Menschen kennen?
  • Wie gesund sind beide Firmen? Was weißt du über deren Zukunftsaussichten?
  • Hast du noch weitere Bekannte in der neuen Firma? Lade sie auf eine Flasche Wein oder ein Glas Erdbeertee ein und lass sie einfach mal einen Abend lang plaudern.

Die Entscheidung kannst nur du allein treffen. Mein Vorschlag wäre: Geh zum Vorstellungsgespräch. Sprich mit den Leuten und schau sie dir gut an. Du kommst schließlich nicht als jemand, der absolut jeden Job annehmen muss, koste es, was es wolle. Überlege, ob dir die Menschen, mt denen du redest, sympathisch sind. Und achte auch auf die Leute, denen du auf dem Weg durch die Firma begegnest. Gefallen dir ihre Kleidung, ihr Lächeln, ihr Tonfall beim Grüßen? Wirken sie zufrieden oder wie verhuschte Mobbingopfer? Und dann geh langsam nach Hause, unternimm einen zweistündigen Waldspaziergang oder ähnliches. Und lass dann einzig und allein deinen Bauch entscheiden. Der kann das. Und zwar als einziger :wink:

Alles Gute!

Hallo Susanne,

danke erstmal für deine Meinung.

sieh Dir doch mal tief in die Augen und frage Dich, warum Du
die Bewerbung eingereicht hast. Irgendetwas muss Dich doch
bewogen haben, diesen Schritt zu tun.

Gründe waren wohl hauptsächlich die Aussicht auf mehr Geld, und schlicht und ergreifend Neugier, ob ich überhaupt ne Chance hätte.

Sich einer Herausforderung stellen und neue Aufgaben
übernehmen ist sehr reizvoll, gerade wenn man sich dann in der
neuen Firma auch noch durchsetzen kann. Das baut mächtig auf.

Na ja, ob ich mich in der neuen Firma durchsetzten kann, weiß ich ja noch nicht. Ich weiß gar nicht, ob ich der Aufgabe wirklich gewachsen wäre. Ich müsste da ganz andere Sachen konstruieren als ich das jetzt mache. Und da ich eben sonst nichts kenne, kann ich so gut wie gar nicht einschätzen, wie schwer diese Umstellung sein würde.

Und einen Kollegen zumindest würde ich auch schon kennen.

Na ja, dieser Kollege wär nicht in meiner Abteilung.

Ich
wäre dort nicht der ewige Lehrling (passiert manchmal, wenn
man bei seinem Lehrherrn bleibt).Alles gut.
Wenn ich mir dann jedoch die Argumente FÜR die alte Firma
ansehe, wäre die Frage, ob Wechsel oder nicht, beantwortet.
Wer jemals morgens schon mit einem Kloß im Hals aufgestanden
ist im Gedanken an die Arbeit, der weiß nichts so sehr zu
schätzen wie ein gutes Arbeitsklima, nette Kollegen und
berufliche Anerkennung.
Interessante Aufgaben sind das Sahnehäubchen oben drauf.

Ja, da hast du recht. Es gibt aber natürlich schon auch Sachen, die mich an der alten Firma stören. Das sind aber allgemeine Sachen, wie die Firmenphilosopie und Firmenstruktur.

Und dann muss man sich auch fragen, warum die neue Firma so
dringend sucht. Ist es eventuell gar nicht so attraktiv dort
zu arbeiten?

So wie ich das sehe, ist die Firma ziemlich am wachsen.

Ich will Deinem Ex-Kollegen nicht zu nahe treten,
doch was ist seine Motivation, Dich abzuwerben?

Da bin ich mir eigentlich schon sicher, dass er es gut meint. Er sieht die Firma, bei der ich bin, auf keinen Fall so positiv wie ich. Und es gibt viele andere hier, die auch sehr viel murren. Ich weiß nicht, warum ich hier so zufrieden bin, im Gegensatz zu anderen…

Wäre Dein
Arbeitsvertrag unbefristet?

Keine Ahnung. Erstmal sicher Probezeit. Wie es danach aussieht, muss ich erst im Vorstellungsgespräch erfragen.

Ich weiß, jeder muss das selbst entscheiden, doch ich lehne
mich jetzt ganz ganz weit aus dem Fenster und sage: Tu es
nicht!

Danke für deine Meinung. Ich weiß ich muss mir selber den Kopf zerbrechen.

Allerdings gibt mir noch die Sache mit Deiner Bewerbung zu
denken. Da steckt doch eine Motivation hinter. Wenn Du eine
Veränderung suchst nur weil Du glaubst, Du klebst zu sehr am
Alten und MUSST mal langsam etwas verändern, dann mach Dir
klar, was Du hast.

Ich versteh schon. Du meinst, eine Veränderung um der Veränderung Willen ist Quatsch. Vielleicht hast du recht.

Viel Glück bei Deiner letztendlichen Entscheidung,

Susanne

Vielen Dank!

Gruß
Michaela

Hallo Petra,

danke für deine Anregungen.

  • Was bist du für ein Typ? Eher sicherheitsorientiert? Eher
    karriereorientiert?

Auf jeden Fall eher sicherheitsorienetiert.

  • Du hast dir in deiner Firma einen gewissen Status
    erarbeitet. Hast du noch Aufstiegschancen, oder hast du dort
    schon das „Ende der Fahnenstange“ erreicht?

Ich glaub ich bin hier jetzt so ziemlich am für mich höchstmöglichen Posten angelangt. Das Gehalt würde wohl langsam noch ein bisschen steigen, so mit Firmenzugehörigkeit. Aber große Sprünge sind sicher nicht drin.

Und wo würdest du
in der neuen Firma einsteigen - auf gleicher Höhe, höher, oder
müsstest du erst wieder von unten anfangen?

Ich müsste eher wieder von unten anfangen. Ich hätte auf jeden Fall keine Führungsposition. Und auch keinen Ausbilderposten (gerade das Ausbilden macht mir hier sehr viel Spaß)

  • Ich vermute, dass das neue Unternehmen größer ist.

Nein, in etwa gleiche Größe. Hab ich vergessen zu schreiben.

Wärest du dort nur „eine unter vielen“?

In der Konstruktionsabteilung der neuen Firma wären sicher mehr Leute, als in der aktuellen. So gesehen, wär ich dort schon „eine unter vielen“.

Bist du derzeit an deinem Platz „die einzige deiner Art“?

Ja schon ziemlich. Es gibt noch zwei Technische Zeichner, die aber zum größten Teil ein anderes Aufgabengebiet haben.

Was bedeuten dir deine sozialen Kontakte am alten Arbeitsplatz?

Ich mag die Leute sehr gern. Und würde einige sicher erstmal vermissen.

Lernst du gern neue Menschen kennen?

Hm, na ja, ich bin schon eher schüchtern in dieser Hinsicht. Es würde sicher ne Weile dauern, bis ich mit den neuen Kollegen warm werden würde.

  • Wie gesund sind beide Firmen? Was weißt du über deren
    Zukunftsaussichten?

So wie ich das einschätze, geht es beiden Firmen recht gut. Der neuen Firma vielleicht sogar etwas besser (aber von außen siehts wohl oft anders aus, als von innen)

  • Hast du noch weitere Bekannte in der neuen Firma? Lade sie
    auf eine Flasche Wein oder ein Glas Erdbeertee ein und lass
    sie einfach mal einen Abend lang plaudern.

Ja ich kenn schon noch jemanden da. Der ist aber auch in einem ganz anderen Bereich.

Die Entscheidung kannst nur du allein treffen.

Ja ich weiß. *seufz*

Mein Vorschlag
wäre: Geh zum Vorstellungsgespräch. Sprich mit den Leuten und
schau sie dir gut an. Du kommst schließlich nicht als jemand,
der absolut jeden Job annehmen muss, koste es, was es wolle.
Überlege, ob dir die Menschen, mt denen du redest, sympathisch
sind. Und achte auch auf die Leute, denen du auf dem Weg durch
die Firma begegnest. Gefallen dir ihre Kleidung, ihr Lächeln,
ihr Tonfall beim Grüßen? Wirken sie zufrieden oder wie
verhuschte Mobbingopfer?

Ja, genau das hatte ich vor. Mir die Firma beim Vorstellungsgespräch möglichst genau anzuschauen.
Was meinst du, Sollte ich das direkt sagen, dass ich mir nicht sicher bin, ob ich überhaupt wechseln will?

Und dann geh langsam nach Hause,
unternimm einen zweistündigen Waldspaziergang oder ähnliches.
Und lass dann einzig und allein deinen Bauch entscheiden. Der
kann das. Und zwar als einziger :wink:

Oh je, der Bauch, ich befürchte, der ist ein Feigling.

Alles Gute!

Danke

Gruß
Michaela

hallo michaela,

vor so ziemlich derselben entscheidung stand ich vor ein paar jahren auch mal, nur dass ich nicht technische zeichnerin sondern bauzeichnerin bin und schon 10 jahre in meinem alten büro war (wo ich auch die ausbildung gemacht habe und ein sehr familiäres klima herrschte).

die entscheidung ist mir wahrlich auch nicht leicht gefallen und es ist die ein oder andere träne geflossen. aber schliesslich habe ich mich FÜR den neuen job entschieden und habe es bislang noch kein einziges mal bereut! nittlerweile bin ich auch dort schon im 6. jahr und sehr glücklich. es war gut über den tellerrand hinaus zu schauen, neue arbeitsweisen, neue kollegen, neue aufgabengebiete kennenzulernen.

zum alten büro habe ich nach wie vor freundschaftlichen kontakt und könnte auch jederzeit zurück wenn ich wollte, aber ich will es gar nicht mehr. ;o)

die entscheidung bleibt nur dir selbst überlassen, höre auf dein bauchgefühl und lass dir nicht von anderen so reinreden. du musst da jeden tag hin und dich auch wohlfühlen. es kann eine gute oder auch eine schlechte entscheidung sein, aber du wirst es nie rausfinden wenn du es nicht probierst.

viel glück!
whitby

Hally Whitby,

super, danke, dass du mir von deinen Erfahrungen erzählst!

vor so ziemlich derselben entscheidung stand ich vor ein paar
jahren auch mal,

die entscheidung ist mir wahrlich auch nicht leicht gefallen
und es ist die ein oder andere träne geflossen. aber
schliesslich habe ich mich FÜR den neuen job entschieden und
habe es bislang noch kein einziges mal bereut!

Mich würde vor allem noch deine Gründe interessieren. Was war ausschlaggebend, dass du die für die neue und gegen die alte Firma entschieden hast?

nittlerweile
bin ich auch dort schon im 6. jahr und sehr glücklich. es war
gut über den tellerrand hinaus zu schauen, neue arbeitsweisen,
neue kollegen, neue aufgabengebiete kennenzulernen.

Ja, genau das ist es, was mein Kopf mir sagt, dass wichtig für mich wäre. Aber alle raten mir ja, auf meine Bauch zu hören

zum alten büro habe ich nach wie vor freundschaftlichen
kontakt und könnte auch jederzeit zurück wenn ich wollte,
aber ich will es gar nicht mehr. ;o)

Na ja, das freundschaftliche Verhältnis würde zu den Kollegen wohl schon bestehen. Zurückzugehen, wär aber bestimmt nicht so leicht. Ich denke, dass ich bei den Vorgesetzten ziemlich unten durch wäre.

Mich würde noch interessieren, wie für dich die Anfangszeit in der neuen Firma war. War die neue Firma größer? Hattest du dort einen ähnlich hohen Posten wie vorher? Wie bist du mit den neuen Kollegen und Aufgaben zurecht gekommen?

die entscheidung bleibt nur dir selbst überlassen, höre auf
dein bauchgefühl und lass dir nicht von anderen so reinreden.
du musst da jeden tag hin und dich auch wohlfühlen. es kann
eine gute oder auch eine schlechte entscheidung sein, aber du
wirst es nie rausfinden wenn du es nicht probierst.

viel glück!
whitby

Danke und Gruß
Michaela

Hallo Michaela,

Jetzt hat mich ein ehemaliger Kollege angerufen, der seit ein
paar Monaten in einer anderen Firma arbeitet. Die suchen da
Technische Zeichner und haben ihn gefragt, ob er nicht
jemanden wüsste. Im aller ersten Moment dachte ich mir:
„Na und, was interessiert mich das? Ich hab doch einen
Job.“ Aber gleich darauf kamen auch so Gedanken, wie:
„Da würde ich sicher mehr verdienen. Das wäre doch mal
eine wirklich neue Herausforderung. Dann würde ich auch mal
was anderes sehen, als immer nur die gleiche Firma. So eine
Chance kommt so schnell nicht wieder.“

ich verstehe Deine Bedenken gut, stand ich doch vor 7 Jahren vor einer ähnlichen Entscheidung. Dazu kam bei mir, dass ich mit damals 47 Jahren auch eigentlich nicht mehr soo wechselwillig war (Firmenzugehörigkeit ist in meinem Alter doch ein guter Zusatz zu sonstigem Kündigungsschutz).

Aber: Du musst ja jetzt noch gar nicht sagen, ob Du wechseln willst. Du musst Dir erst mal richtig gut anschauen, was die anderen zu bieten haben.

Na ja, und jetzt haben wir den Salat. Die haben mich zum
Vorstellungsgespräch eingeladen.

Das ist doch erstmal schön: Du bist auch für andere Firmen interessant. Gut, zur Zeit ist der Arbeitsmarkt mal wieder eher ein Arbeitnehmer-Markt, aber gerade deswegen sollte man solche Chancen, zumindestens zur Einschätzung des eigenen Wertes, nutzen.

Seit dem Anruf meines
Kollegen vor 1,5 Wochen überleg ich ständig hin und her. Es
gibt Gründe, die dafür sprechen hier zu bleiben:

  • Mir gefällt das Arbeitsklima recht gut
  • Ich hab hier einen relativ sicheren Job
  • Ich kann das machen, was mir Spaß macht
    und Gründe, die für die neue Firma sprechen:
  • Ich würde mehr verdienen
  • Ich würde mal sehen, wie es in anderen Firmen läuft
    (Erfahrungen sammeln)
  • Ich würde ein ganz neues Aufgabengebiet kennen lernen
    Die Entfernung zum Arbeitsplatz wäre ungefähr gleich.

Gerade in Deinem Alter würde ich das Argument „mal sehen, wie es in anderen Firmen läuft“ sehr hoch hängen. Ich kenne aus meiner früheren Firma Kollegen, die nach dem Studium dort angefangen haben und noch (fast) ein Arbeitsleben beim gleichen Arbeitgeber verbracht haben. Die scheinen mir (mehrfacher Wechsel des Arbeitsplatzes) in mancher Hinsicht doch eine etwas eingeschränkte Sicht auf die Arbeitswelt zu haben.

Ich hab halt immer Angst, vor dem, was Veränderungen mit sich
bringen.

Gerade das wäre auch ein Grund, mal die Möglichkeiten der Veränderungen auszuloten.

Bitte sagt mir einfach, was ihr an meiner Stelle tun würdet
und ob ich vielleicht noch ein paar Aspekte, vergessen habe.

Weiter unten schreibst Du, dass Du in einem komplett neuen Gebiet zu arbeiten hättest. Dies kannst Du in Deiner Position aus dem sicheren Job heraus auch offen thematisieren: Wird das für den zukünftigen Arbeitgeber ein Problem? Bieten sie Dir eine gute Einarbeitung, ggf. mit speziellen Kursen, wo nötig, an? Oder gehen sie mit dem Problem eher nachlässig um?

Und wenn Du Dich speziell für diese Firma nicht entscheidest, würde ich an Deiner Stelle trotzdem Dich weiter umsehen. Ich für meinen Teil wäre mir zu jung dafür, ein Arbeitsleben in nur einer Firma anzustreben. Und: Einen freiwilligen Wechsel üben trainiert auch für die unfreiwilligen, die das Leben manchmal für einen bereit hält.

Gruß, Karin

Hallo Michaela,

ich möchte noch einen kleinen Hinweis geben. Du mußt ja nicht wirklich den neuen Job annehmen. Also kannst Du, meiner Meinung nach, auch Forderungen stellen und schauen, wie die drauf reagieren. Also bei dem Punkt, würde ich beim Vorstellungsgespräch auf jeden Fall nachhaken:

Ich müsste eher wieder von unten anfangen. Ich hätte auf jeden
Fall keine Führungsposition. Und auch keinen Ausbilderposten
(gerade das Ausbilden macht mir hier sehr viel Spaß)

Was spricht dagegen, daß Du beim neuen Arbeitgeber auch wieder mit dem Azubis arbeitest? Haben die keine? Wenn Dir das so viel Spaß macht, dann versuche, das auch in der neuen Firma zu übernehmen.

Das nur so als Tip. Und generell: Überleg Dir, was genau Du sonst noch willst. Sprich es beim Gespräch an und versuche, bestimmte, Dir wichtige Sachen, durchzusetzen. Du hast ja nix zu verlieren. Du kannst im Endeffekt nur gewinnen!

Viel Erfolg und viele Grüße,
Dana

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Hallo Karin,

Aber: Du musst ja jetzt noch gar nicht sagen, ob Du wechseln
willst. Du musst Dir erst mal richtig gut anschauen, was die
anderen zu bieten haben.

Ja, das hab ich auch vor. Nur befürchte ich, dass die Entscheidung dadurch nicht wirklich leichter wird. Selbst wenn die Firma noch so einen guten Eindruck macht, hätte ich noch Bedenken. Umgekehrt wär die Entscheidung höchstens leichter. Wenn die neue Firma einen so schlechten Eindruck macht, dass ich da sicher nicht hin will. Das glaub ich aber nicht.

Na ja, und jetzt haben wir den Salat. Die haben mich zum
Vorstellungsgespräch eingeladen.

Das ist doch erstmal schön: Du bist auch für andere Firmen
interessant. Gut, zur Zeit ist der Arbeitsmarkt mal wieder
eher ein Arbeitnehmer-Markt, aber gerade deswegen sollte man
solche Chancen, zumindestens zur Einschätzung des eigenen
Wertes, nutzen.

Ja, das ist es auch, was mich gereizt hat, mich zu bewerben. Ich wollte auch wissen, wie ich ankomme.

Gerade in Deinem Alter würde ich das Argument „mal sehen, wie
es in anderen Firmen läuft“ sehr hoch hängen. Ich kenne aus
meiner früheren Firma Kollegen, die nach dem Studium dort
angefangen haben und noch (fast) ein Arbeitsleben beim
gleichen Arbeitgeber verbracht haben. Die scheinen mir
(mehrfacher Wechsel des Arbeitsplatzes) in mancher Hinsicht
doch eine etwas eingeschränkte Sicht auf die Arbeitswelt zu
haben.

Ja, genau der Gedanke ist es, der mich umtreibt.

Ich hab halt immer Angst, vor dem, was Veränderungen mit sich
bringen.

Gerade das wäre auch ein Grund, mal die Möglichkeiten der
Veränderungen auszuloten.

Das hab ich auch vor. Ich will auf jeden Fall im Vorstellungsgespräch so viel wie möglich erfahren.

Weiter unten schreibst Du, dass Du in einem komplett neuen
Gebiet zu arbeiten hättest. Dies kannst Du in Deiner Position
aus dem sicheren Job heraus auch offen thematisieren: Wird das
für den zukünftigen Arbeitgeber ein Problem? Bieten sie Dir
eine gute Einarbeitung, ggf. mit speziellen Kursen, wo nötig,
an? Oder gehen sie mit dem Problem eher nachlässig um?

Ja, da werd ich auf jeden Fall genau nachfragen

Und wenn Du Dich speziell für diese Firma nicht entscheidest,
würde ich an Deiner Stelle trotzdem Dich weiter umsehen. Ich
für meinen Teil wäre mir zu jung dafür, ein Arbeitsleben in
nur einer Firma anzustreben. Und: Einen freiwilligen Wechsel
üben trainiert auch für die unfreiwilligen, die das Leben
manchmal für einen bereit hält.

Das werd ich mir auf jeden Fall mal durch den Kopf gehen lassen.

Danke für deine Meinung.

Gruß
Michaela

Hallo Dana,

Du mußt ja nicht
wirklich den neuen Job annehmen. Also kannst Du, meiner
Meinung nach, auch Forderungen stellen und schauen, wie die
drauf reagieren.

Ja, das mach ich auf jeden Fall. Ich weiß nur noch nicht genau, wie offensiv ich da ran gehen soll.

Was spricht dagegen, daß Du beim neuen Arbeitgeber auch wieder
mit dem Azubis arbeitest? Haben die keine? Wenn Dir das so
viel Spaß macht, dann versuche, das auch in der neuen Firma zu
übernehmen.

Doch, soviel ich weiß, haben die schon Azubis. Aber die haben bestimmt auch schon einen Ausbilder, der dafür zuständig ist. Aber ich werd auf jeden Fall mal nachfragen, wie die Chancen stehen, dass ich trotzdem ein bisschen was mit den Azubis mach.

Das nur so als Tip. Und generell: Überleg Dir, was genau Du
sonst noch willst. Sprich es beim Gespräch an und versuche,
bestimmte, Dir wichtige Sachen, durchzusetzen. Du hast ja nix
zu verlieren. Du kannst im Endeffekt nur gewinnen!

Eigentlich hast du ja recht. Aber da hab ich halt dann die Befürchtung, wenn ich hartnäckig versuche da was durchzusetzen. Dass dann doch nix draus wird. Und ich mich im nachhinein ärgere, weil ich denke, es wär doch nicht so schlimm gewesen.

Auch dir Danke, für dein Posting.

Gruß
Michaela

hallo michaela,

eigentlich hast du dir die antwort doch schon selbst gegeben: du bist derzeit zufrieden mit dem was du hast - was du bekommst weisst du nicht.

warum also den job, der spass macht gegen einen austauschen, von dem du nicht weisst was dich erwartet?

stand gegen jahresende vor ähnlicher entscheidung: zeitvertrag lief aus, obs verlängerung gibt, war nicht bekannt. beworben, stelle bekommen, vertrag unterschrieben.

alter vertrag konnte verlängert werden - entscheidung war fällig.

habe mit meiner alten/jetzigen chefin gesprochen, sie hat das geld was ich bei der neuen firma hätte drauf gelegt und ich bin geblieben.

viellecht sprichst du mal mit dem chef ob ne gehaltserhöhung möglich ist?

gute entscheidungsfindung!

gruss
Paragraphenmaus

Hallo!

Na ja, und jetzt haben wir den Salat. Die haben mich zum
Vorstellungsgespräch eingeladen.

Bitte sagt mir einfach, was ihr an meiner Stelle tun würdet
und ob ich vielleicht noch ein paar Aspekte, vergessen habe.

Ich würde zum Vorstellungsgespräch gehen und mir den Laden in Ruhe
anschauen. Welche Perspektiven bieten Sie, wie sehen die Arbeitsplätze
aus, welche Kompetenz erhälst du, was für Weiterbildungsmöglichkeiten
gibt es, wie könnte deine möglich Karriere dort aussehen, wieviel
Geld wollen sie springen lassen und und und und …

Ein Vorstellungsgespräch dient dazu, beiden Seiten die
Möglichkeit zu geben den anderen kennen zu lernen, danach kannst du
dir immer noch den Kopf zermartern.

Du darfst danach übrigens durchaus sagen „Nein danke das Stellenangbot
ist nicht das was ich mir vorstelle“ oder „Ich bitte um 1-2 Tage
Bedenkzeit“.

Gruß
Stefan

hallo michaela,

Mich würde vor allem noch deine Gründe interessieren. Was war
ausschlaggebend, dass du die für die neue und gegen die alte
Firma entschieden hast?

ausschlaggebend war nachher wirklich der reiz nach was neuem. zudem hatte ich irgendwann in der alten firma ständig das gefühl, dass alles was man leistet selbstverständlich ist und man irgendwie nur noch funktioniert aber keine wirklich anerkennung mehr erfährt. (vielleicht auch das leid wenn man auch da in der ausbildung war?)

o.k., ein wenig anreiz war auch der höhere verdienst, aber dafür habe ich auch 700 m arbeitsweg gegen 35 km getauscht.

Ja, genau das ist es, was mein Kopf mir sagt, dass wichtig für
mich wäre. Aber alle raten mir ja, auf meine Bauch zu hören

also mir hat mein bauch nachher gesagt dass es wichtig und gut für mich wäre. ;o)

Na ja, das freundschaftliche Verhältnis würde zu den Kollegen
wohl schon bestehen. Zurückzugehen, wär aber bestimmt nicht so
leicht. Ich denke, dass ich bei den Vorgesetzten ziemlich
unten durch wäre.

ich habe auch heute noch regelmässigen kontakt zu den meisten. und ob man bei vorgesetzten dann unten durch ist oder nicht, kommt bestimmt auch drauf an wie man seinen weggang begründet und wie man „abdankt“.
bei mir wurde sogar versucht mich zu halten. firmenwagen, gehaltserhöhung, arbeitserweiterung in die bauleitung, alles wurde mir angeboten. aber eben erst als mein entschluss feststand. aber da hatte ich sofort das gefühl, dass das eben nur aus dem grund geschah mich zu halten und nicht „freiwillig“ geschah. die sahen halt ihre felle davonschwimmen.

Mich würde noch interessieren, wie für dich die Anfangszeit in
der neuen Firma war.

die anfangszeit war recht hart, weil da ja wirklich alles ganz anders strukturiert und organisiert war. anfangs war ich auch am grübeln ob es die richtige entscheidung war, aber nachdem man auch da wusste wo der hase lang läuft, hab ich mich rundherum wohl gefühlt. es ist halt was anderes neues und man war den alten trott gewohnt.

War die neue Firma größer?

ja, die neue firma war um einiges grösser.

hattest du dort einen ähnlich hohen Posten wie vorher?

ich war in beiden büros auch für die administration des cad-programms verantwortlich. nur im neuen büro halt mit ein paar mehr arbeitsplätzen.

Wie bist du mit den neuen Kollegen und Aufgaben zurecht gekommen?

die neuen kollegen waren alle super nett und haben einen den einstieg so gut wie möglich gestaltet!
die aufgaben: anfangs habe ich mich sogar etwas unterfordert gefühlt, aber nachdem dort alle mitbekommen haben dass sie mir durchaus mehr zutrauen können … ;o)
ich bin selbstständiges arbeiten und mitdenken gewohnt, das scheint auch nicht immer selbstverständlich zu sein in meinem beruf.

und? hat dir das nochmals ein wenig licht ins dunkel gebracht?

viele grüsse
whitby

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Hi Michaela,

gut ist schon mal, dass du dir eine Liste gemacht hast. Jetzt kannst du die entweder gewichten und dann schauen, was dabei rauskommt oder dich fragen, ob du IMMER in derselben Firma arbeiten willst. Denn wenn du jetzt den Sprung nicht schaffst, wirst du ihn frühestens schaffen, wenn deine jetzige Firma dann doch mal pleite macht.
Wichtig ist aber auch: Was ist mit Freund/Mann/Kind? Wenn da keine Bindungen bestehen, würde ich es machen.
Was soll denn schon passieren?
Viel Glück,
Tyll

Hallo Whitby,

danke nochmal für deine ausführlichen Antworten. Ich kann mich sehr gut reinversetzen in das was du schreibst. Aber obs dann bei mir auch so ähnlich laufen würde, kann man natürlich vorher nie sicher sagen. Na ja, mal sehen, was beim Vorstellungsgespräch nächste Woche rauskommt.

Gruß
Michaela

Hallo Michaela,

mir ging es letztes Jahr ganz ähnlich: Ich hatte sogar schon fast bei der neuen Firma unterschrieben. Mehr Geld, Firmenwagen, Handy zur Privatnutzung, neue Herausforderungen… Ich habe genau wie du hin und her überlegt. Ich mochte zwar meine alte Firma sehr gerne, hatte aber immer wieder Stress mit dem Chef, da seine und meine Arbeitsweise oft auseinanderdriften, und mein Aufgabengebiet sagte mir nicht 100%ig zu.

Anyway, nach stundenlangen Beratungen mit Freunden, Verwandten etc. habe ich gekündigt, und mein Chef wollte mich nicht gehen lassen. Sein Angebot: Gehaltserhöhung, anderes Aufgabengebiet… und ich habe den neuen Job sausen lassen. Die Zeit war noch nicht reif für mich für einen Wechsel. Mein Bauch war noch nicht soweit. Aber er hatte schonmal in die weite Welt geschaut :smile:

Was ich sagen will: In einem Jahr kann es bei Dir ganz anders aussehen. Vielleicht ist es ein zartes Pflänzchen, was keimt… und du kannst dich heute noch nicht richtig durchringen. Das finde ich auch ok. Sowas muss reifen, gerade wenn man so lange in einer Firma war. Ich kann mich aber den anderen nur anschließen: Triff die Entscheidung zu bleiben, wenn du sie jetzt triffst, nicht für immer. Jemand sagte es schon: Manchmal wird man arbeitslos, ohne es zu wollen und vorherzusehen. Über den Tellerrand hinaus gesehen zu haben und aktiv sein Leben durch einen Wechsel gestaltet zu haben, kommt dann immer gut an. Das Wichtigste ist, dass du dich dabei wohlfühlst.

Also vielleicht gießt du das Pflänzchen ein bißchen und topfst es nächstes Jahr um? :smile:

Gruß, Yvi

Hallo paragraphenmaus,

eigentlich hast du dir die antwort doch schon selbst gegeben:
du bist derzeit zufrieden mit dem was du hast - was du
bekommst weisst du nicht.

warum also den job, der spass macht gegen einen austauschen,
von dem du nicht weisst was dich erwartet?

du bist die erste hier, die mir so klar davon abrät. Na ja, weißt du es gibt schon Momente, wo ich mir denke, ich muss total verrückt sein, überhaupt nur dran zu denken, meinen Job aufzugeben. Aber andererseits denk ich mir, dass es grad in meinem Alter und in meiner Situation wichtig wäre, mal was anderes zu sehen, was neues zu lernen. Wenn ich jetzt nicht geh… ich weiß nicht. Es wird wohl immer schwieriger je länger ich bleibe.

habe mit meiner alten/jetzigen chefin gesprochen, sie hat das
geld was ich bei der neuen firma hätte drauf gelegt und ich
bin geblieben.

Bist du denn „schon immer“ in dieser Firma? Wie schwär wärs dir gefallen, wenn du nicht bleiben hättest können?

viellecht sprichst du mal mit dem chef ob ne gehaltserhöhung
möglich ist?

Ne kleine Gehaltserhöhung wär wahrscheinlich schon drin. Aber dann wär sicher erstmal Ende für die nächsten paar Jahre. Da würd ich schon recht hoch einsteigen und es würde dann sicher noch höher gehen.

gute entscheidungsfindung!

Danke!

Gruß
Michaela

Hallo Stefan,

Ich würde zum Vorstellungsgespräch gehen und mir den Laden in
Ruhe
anschauen. Welche Perspektiven bieten Sie, wie sehen die
Arbeitsplätze
aus, welche Kompetenz erhälst du, was für
Weiterbildungsmöglichkeiten
gibt es, wie könnte deine möglich Karriere dort aussehen,
wieviel
Geld wollen sie springen lassen und und und und …

genau das hab ich auf jeden Fall vor. Ich befürchte aber trotzdem, dass die Entscheidung dann nicht wirklich leichter wird. Außer die „neue“ Firma würde einen sehr schlechten Einduck machen. Kann ich mir aber nicht vorstellen.

Ein Vorstellungsgespräch dient dazu, beiden
Seiten die
Möglichkeit zu geben den anderen kennen zu lernen, danach
kannst du
dir immer noch den Kopf zermartern.

Ja, da hast du natürlich recht. Trotzdem mach ich mir halt auch schon jetzt meine Gedanken.

Du darfst danach übrigens durchaus sagen „Nein danke das
Stellenangbot
ist nicht das was ich mir vorstelle“ oder „Ich bitte um 1-2
Tage
Bedenkzeit“.

Ja klar. Ich denke auch, das die Firma Bedenkzeit braucht. Ich glaub kaum, dass die mir am Ende vom Vorstellungsgespräch den Vertrag zum Unterschreiben hinlegen.

Danke für deine Tipps.

Gruß
Michaela

Hallo Tyll,

danke für deine Antwort.

gut ist schon mal, dass du dir eine Liste gemacht hast. Jetzt
kannst du die entweder gewichten und dann schauen, was dabei
rauskommt oder dich fragen, ob du IMMER in derselben Firma
arbeiten willst. Denn wenn du jetzt den Sprung nicht schaffst,
wirst du ihn frühestens schaffen, wenn deine jetzige Firma
dann doch mal pleite macht.

Ja, das befürchte ich auch. Je länge ich bleibe, desto schwerer wird der Absprung werden.

Wichtig ist aber auch: Was ist mit Freund/Mann/Kind? Wenn da
keine Bindungen bestehen, würde ich es machen.

Nö, das ist kein Problem. Wie gesagt, die neue Firma wäre genau so weit entfernt wie die alte, nur in die andere Richtung. Mein Freund steht hinter mir, egal wie ich mich entscheide.

Was soll denn schon passieren?

Na ja, es könnte sein, dass ich der neuen Aufgabe nicht gewachsen bin. Oder, dass ich mit den neuen Kollegen nicht gut auskomme. Oder das die mich in der Probezeit gleich wieder rausschmeißen. Dann steh ich ohne Job da. Es könnte auch sein, dass mir die Arbeit nicht recht Spaß macht. Oder ich mich unterfordert fühle.

Viel Glück,

Danke!

Gruß
Michaela