Ähm, Hunde berühren die Person nicht mit irgendwelchen Teilen,
wenn sie Schnuppern. Noch nie gesehen?
Ich hoffe mal für Dich, daß Du das nicht wirklich selber glaubst. Natürlich berührt ein Hund gelegentlich beim Schnüffeln und bei einigen Hunden trieft der Sabber fröhlich vor sich hin, da braucht das Tierchen nur seinen Kopf zu bewegen oder über den Fuß zu halten. Ansonsten bewegt sich auch ein Mensch gelegentlich (oder gehst Du davon aus, daß ein Mensch sofort in Totenstarre fallen muß, wenn sich ein Hund nähert?) und wenn er das nicht macht, bewegt sich die Hose auch im Wind. Ist aber auch vollkommen gleichgültig, schließlich weiß ich nicht, ob er nur Schnüffeln, an mir hochspringen oder einen kurzen Happen nehmen will. Außer seinem Partner läßt man auch keinen Menschen auf Zentimeterentfernung an sich heran, warum soll ich das einem Tier gestatten, von dem ich nicht weiß, in welchen Sauereien er vorher herumgeschnüffelt oder gebuddelt hat. Seltsamerweise putzen einige Menschen bei Regenwetter bei Rückkehr den Hunden die Pfoten ab. Warum schont ein Hundebesitzer seinen eigenen Teppich mehr, als die Hosen fremder Menschen?
Ähmmmm…Mein Hund schleckt mich nicht ab und kommt auch
nicht ins Bett. Bei uns herrscht Rangordnung, falls dir das
was sagt.
Woher weiß ich das, wenn ich Euch auf der Straße treffe?
Beim Schnuppern wird die Person nicht berührt. Nur zur Info.
Das anspringen und anderes ist Erziehungssache. Aber
sicherlich hast du auch mal Hunde getroffen, die gut erzogen
waren?!
Wenige. Gerade die Hunde, die angeblich so gut erzogen waren, legten beim Essen gerne mal ihren Kopf auf den Tisch oder kauten an meinen Schuhen herum.
Oder kennst du nur die schlechten, miesen Typen die ihren
kleinen Hund nicht im Griff haben? Das ist seeehhhrrrr
traurig.
Das waren keine schlechten, miesen Menschen. Die haben ihren Hund schon im Griff, aber die vermeintlichen Kleinigkeiten bemerken sie nun mal nicht mehr. Das ist es, wovon ich hier die ganze Zeit rede: Viele Hundebesitzer meinen, jeder Mensch müßte die Verhaltensweise des Hundes genauso tolerieren, wie sie es selber auch tun.
Deine Narbe tut mir leid und was dir sonst noch so
wiederfahren ist. Aber…du darfst das nicht verallgemeinern.
Ich verallgemeinere nicht. Ich will nur darauf hinaus, daß ICH nicht weiß, ob der sich näherende Hund beißt. Und der Hund, der mich biß, hatte vorher niemanden gebissen und hat es m.W. auch nie wieder getan.
Das ist nicht fair. Es gibt gute und böse, genau wie bei den
Menschen. Und ich traue eher den Hunden als den Menschen.
Was ist für ein Unfug? Es geht doch nicht darum, ob ich einen Hund während meines Urlaubes eher zum Blumengießen in die Wohnung lassen würde als einen Menschen, sondern darum, ob mich ein mir unbekannter Hund einsaut oder verletzt. Zu beidem neigen Menschen nicht allzu sehr in der Öffentlichkeit.
Ähmm…Menschen sind auch unberechenbar. Woher will ich
wissen, das du nicht auf mich los gehst, nur weil ich einen
Hund neben mir herlaufen habe? Wenn du doch so einen hass auf
die Menschen hast, sorry, Hundebesitzern hast? Achja, du
hättest dann wohl Angst vor dem Hund…*g*
Ich habe keine Angst vor Hunden. Ich will sie aus den genannten Gründen nur nicht in meiner Nähe haben. Den Rest des Absatzes ignoriere ich mal.
Mich stört es, das du jeden, aber auch jeden
Hundebesitzer für absolut unfähig hälst.
Hab ich nie behauptet. Ich weiß nur nicht, welcher Hundebesitzer unfähig ist und welcher nicht und ich habe auch kein Interesse daran, es auf Kosten meiner Klamotten oder meiner Gesundheit herauszufinden.
Ich habe verständis für deine Einstellung. Aber findest du
nicht auch, das du in keinster Weise kompromisbereit mir
gegenüber bist? Wir kennen uns nicht, aber trotzdem meinst du,
ich hätte null Ahnung, wie deine anderen Hundebesitzern, bei
denen du schlechter Erfahrungen gemacht hast.
Ich bin in einem Punkt nicht kompromißbereit: Das Recht zu entscheiden, wer oder was sich mir nähert, liegt ganz allein bei mir. Wie Du mit Deinem Hund umgehst ist für diesen Standpunkt vollkommen unerheblich. Was ich bei Dir kritisiere ist, daß Du nicht einsehen willst, daß das vorgenannte Recht jeder Mensch hat. Die Einschätzung des Hundebesitzers bzgl. der Friedfertigkeit seines Hundes und der eigenen Qualitäten als Hundebesitzer spielen dabei auch keine Rolle.
Was meinste, mit wievielen Leuten wie dir ich mich jeden Tag
rumschlagen muß, nur weil sie keine Hunde leiden können? Es
kotzt mich an, das ich mir immer den gleichen Kram anhören
muß, obwohl ich wirklich alles gelernt, alles mache, um die
Menschen zufieden zu stellen. Nur weil der Hund auf einem
engen Weg etwas zu dicht vorbei geht!
Was andere Menschen zu Dir sagen ist nicht mein Problem. „Etwas zu dicht“ ist eine Definitionssache. Wenn ich einen Hundebesitzer mit seinem Hund kommen sehe, mache ich einen Bogen um das glückliche Paar. Bereits dieses sollte dem Hundeführer Zeichen genug sein, daß ich keinen näheren Kontakt mit dem Hund haben will. Ich erwarte, daß der Hund dann eben nicht noch ein paar Meter Leine bekommt, sondern beide einfach weitermarschieren.
Ihr seit diese Leute, die uns dazu nötigen, die Tiere mit
Maulkörben zu bepacken und an die Leine zu nehmen. Das aber
dadurch die Tiere sauer und böse werden, wollt ihr nicht wahr
haben. (Das ist aber Tierquälerei!)
Hahaha. Die Tierqäulerei fängt da an, wo das Tier in einer Stadt mit minimalem Auslauf gehalten wird. Daß der Hund an der Leine gehalten wird, wenn er durch die Stadt oder den Stadtpark geführt wird, dient einerseits zum Schutz der Menschen und andererseits zu seinem eigenen Schutz (Stichwort Autos).
Irgendwie müssen wir den Tieren genug Auslauf geben, um sie
tiergerecht zu halten. Mach das mal, wenn du als Frau immer
fertig gemacht wirst. Mein Tier scheißt nicht auf den Weg,
mein Tier pisst nicht irgendwo wo sie nicht darf. Aber wenn
ich auf dem FELDWEG bin, haben auch die normalen Menschen zu
kapieren, das ich hier meinen Hund frei laufen lasse um meinem
Tier die Möglichkeit zu geben, sich mal auszutoben. Auf den
Feldern zu rennen ist für die Tiere was ganz tolles.
Ja, ganz toll, und wenn ein freilaufender Hund auf einmal über einem steht, während man sich auf eine Wiese mal hingelegt hat, ist das auch was feines. Sich dann noch dafür anbrüllen zu lassen, wenn man den Besitzer bittet, seinen Hund zurückzurufen, macht dann noch zusätzlich glücklich. Erkundige Dich mal, inwiefern bei Euch eine Anleinpflicht gilt und am besten schaust Du auch gleich mal, was in den Bedingungen Deiner Tierhaftpflichtversicherung für den Fall steht, daß er doch mal jemanden verletzt und dabei nicht angeleint war. Oder hast Du vielleicht gar keine Tierhaftpflichtversicherung?
Ich frage mich auch, was Du als Mutter denken würdest, wenn Du Deine Kinder auf einem Feldweg/einer Wiese spielen lassen würdest und sich auf einmal ein unangeleinter Hund nähern würde. Da würde sich Deine Einschätzung in Bezug auf Tierrechte wohl sehr schnell ändern, mutmaße ich mal. In der Natur (Du hast ja vorher die Natur des Hundes angeführt) eines Kleinkindes liegt auch, daß es alles mal anfaßt und daran rumzieht. Kannst Du mit Gewißheit sagen, daß Dein Hund auch dann nicht zuschnappt, wenn ihm an den Ohren oder am Schwanz gezogen oder in die Augen gefaßt wird?
Da denke ich schon, das diese Menschen dann mal den Schnabel
halten sollten. Mein Hund rennt keine Menschen an oder
sonstwas. Also darf er laufen wie er will.
Du scheinst es nicht verstehen zu wollen: Es geht nicht darum, was Dein Tier macht, oder was Du glaubst, was es macht, sondern darum, daß das ein Außenstehender einfach vorher nicht wissen kann. Und im Zweifel weißt Du das nämlich auch nicht mit absoluter Gewißheit.
Da haben die mal Rücksicht zu nehmen, das sie den Hund nicht
umfahren und umrennen. Kinder dürfen ja auch frei laufen,
oder?
Natürlich dürfen Kinder nicht unkontrolliert rumlaufen. Das nennt man Aufsichtspflicht, um mal den Schlenker zum Thema Recht wieder zu bekommen. Man vgl. dazu § 832 BGB: Wer Kraft Gesetzes oder Vertrag zur Aufsicht über eine Person verpflichtet ist, ist zum Ersatze des Schadens verpflichtet, den diese Person einem Dritten widerrechtlich zufügt. Die Ersatzpflicht tritt nicht ein, wenn er seiner Aufsichtspflicht genügt oder wenn der Schaden auch bei gehöriger Aufsichtsführung entstanden wäre.
Ui!
Die sind doch auch nervig, oder?
Stimmt, aber im Gegensatz zu Hunden gehören Kinder wirklich zur Gesellschaft.
Sowas beruht auf Gegenseitigkeit, weißt du?
Also schere nicht alle über einen Kamm, das kann ich nicht
leiden.
Achtung Wiederholung: Ich schere nichts und niemanden. Ich will aber das Recht über mein Hoheitsgebiet alleine ausüben. Punktum.
Also ich persönlich habe in all den Jahren einiges gelernt und
nehme Rücksicht auf die Menschen, aber wer nimmt denn
Rücksicht auf mich?
Du hast durch Bezahlung der Hundesteuer das Recht erhalten, ein Tier halten zu dürfen, das muß eigentlich reichen. Das ist beim KfZ nicht anders. Rücksicht hat der Stärkere zu nehmen, nicht der Schwächere.
Gruß
Christian