Judentum als Religion ODER Ethnie?

In unseren politisch korrekten Medien und von unseren politisch korrekten Politikern ist ja häufig zu hören, die Juden seien kein Volk, sondern eine Religionsgemeinschaft. Die sei der einzige Unterschied zu den Nichtjuden , also dem restlichen Deutschen Volk.

Das diese Aussage an der Realität vorbeigeht, da ein Großteil der heute in Deutschland lebenden Juden seit dem Mauerfall aus Osteuropa eingewandert ist, leuchtet wohl jedem ein.

Jedoch fällt einem bei Betrachtung von Lea Rosh, Charlotte Knobloch, Paul Spiegel auf, dass auch diese nicht Eingewanderten eine andere Physiognomie anzufinden ist als bei der Mehrheitsbevölkerung (Gesichtsform, Augenfarbe, Haarfarbe, Teint). Wie ist die Hauptmeinung, eigene semitische Ethie (natürlich seit Ewigkeiten im Mitteleuropa integriert), oder nicht? Diese Anfrage ist ausdrücklich OHNE Wertung gemeint!

Bei Lea Rosh handelt es sich imho wohl eher um eine sog. Ansippung.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Hi,

(Anrede und Gruß sind in deinen politisch nicht-korrekten Kreisen wohl nicht mehr up to date, was?)

Ansonsten: da scheinst du falsch informiert zu sein, diese Diskussion hatten wir vor gar nicht langer Zeit im Religion Ethikbrett:

http://www.wer-weiss-was.de/cgi-bin/forum/showarchiv…

(mit vielen informativen Linkhinweisen). Jude sein ist mehr als Religion. (womit ich impliziere, dass wir hier eine politisch-korrekte Diskussion lesen können)

Jedoch fällt einem bei Betrachtung von Lea Rosh, Charlotte
Knobloch, Paul Spiegel auf,

Naja, das zum Thema Rassenkrampf der Nazis :smiley:(womit ich dir nicht zu nahe treten will, aber die hatten’s ja auch mit arischen Nasen nachmessen und so) - Lea Rosh wäre vielleicht gerne Jüdin, sie ist es aber nicht.

…und sehr viele reinrassig blonde hellhäutige Germanen findest du im restlichen deutschen Volk auch nicht mehr, die dann auch nasenmäßig dem entsprechen, was sich der ein oder andere unter einer deutschen Nase vorstellt:smile:.

naseweise grüße,

barbara

Klasse! Gib’s ihm, Babsi!

Jedoch fällt einem bei Betrachtung von Lea Rosh, Charlotte
Knobloch, Paul Spiegel auf, dass auch diese nicht
Eingewanderten eine andere Physiognomie anzufinden ist als bei
der Mehrheitsbevölkerung (Gesichtsform, Augenfarbe, Haarfarbe,
Teint). Wie ist die Hauptmeinung, eigene semitische Ethie
(natürlich seit Ewigkeiten im Mitteleuropa integriert), oder
nicht? Diese Anfrage ist ausdrücklich OHNE Wertung gemeint!

Vorurteilsbehaftetes Gelaber, würdest du nicht wissen das es Juden sind, könntest du das gar nicht entscheiden. Mit diesem Problem hatten die Nazis auch schon zu kämpfen.

Gruss
Armin

Wertfrei

Bei Lea Rosh handelt es sich imho wohl eher um eine sog.
Ansippung.

Das war das Einzige, was du an diesem rassistischen Beitrag zu bemängeln hattest.

Schlammwerfende Grüße

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Hallo Seb,

In unseren politisch korrekten Medien und von unseren
politisch korrekten Politikern ist ja häufig zu hören, die

„unsere politisch korrekten …“ *prust*

Juden seien kein Volk, sondern eine Religionsgemeinschaft. Die
sei der einzige Unterschied zu den Nichtjuden , also dem
restlichen Deutschen Volk.

Sie sind schon einmal voellig inkorrekt, „Deine“ hiesigen politisch „korrekten Medien“ und „Politiker“.

Judentum und damit Juden sind sowohl eine Religionsgemeinschaft als auch ein Volk. Dabei aber beruht der Begriff „Volk“ auf einer Binnendefinition und damit gibt es quasi zwei Begriffe fuer eigentlich die selbe Sache, die Details und Gruende sind komplizierter. „Volk“ versteht sich im Judentum NICHT als Ethnie. Wenn also eine Aussage A ist: „Eine Banane ist gelb“ und eine Aussage B lautet: „Eine Banane ist krumm“, dann ist die Aussage C: „Aussage A widerspricht Aussage B“ schlichtweg falsch, hast Du das Analagon verstanden? Weiter gibt es nicht nur nichtjuedische Deutsche, sondern auch nichtjuedische Japaner, soviel zu Deinen Worten: „… sei der einzige Unterschied zu den Nichtjuden , also dem restlichen Deutschen Volk. …“ . Nur wenn von ausserhalb Judentum und damit Juden als faelschlicherweise Ethnie verstanden wird, wird es vollkommen falsch und dies kann zu tagespolitisch und geschichtlich fatalen Fehlern fuehren. Die Antwort auf die Frage in Deinem Betreff lautet also: Judentum ist eine Religion und niemals nie eine Ethnie.

Das diese Aussage an der Realität vorbeigeht, da ein Großteil
der heute in Deutschland lebenden Juden seit dem Mauerfall aus
Osteuropa eingewandert ist, leuchtet wohl jedem ein.

Was voelliger Unsinn ist, siehe meine Worte oben. Es gibt japanische Juden, juedisch Deutsche russischer Abstammung, brasilianische Juden, sie sich nicht als Juden verstehen,

Jedoch fällt einem bei Betrachtung von Lea Rosh,

Besagte Frau Gedenkdomina Edith (jetzt Lea) Rosh ist nicht juedisch und leidet am deutschem Geschichtsmasochismus mit dem Symptom A. Es gibt dabei auch das Symptom B. Prominente Beispiele fuer B sind beispielsweise …, Leute der Kategorie A und der Kategorie B halten einander gegenseitig auf Trapp. Ist Dir das politisch unkorrekt genug? *g*

Charlotte
Knobloch, Paul Spiegel auf, dass auch diese nicht
Eingewanderten eine andere Physiognomie anzufinden ist als bei
der Mehrheitsbevölkerung (Gesichtsform, Augenfarbe, Haarfarbe,
Teint).

An 3 Leuten (ach, es sind ja wegen edith nur noch 2) willst Du ethnische Unterschiede festmachen? Oh Du armer Tor! Aber nehmen wir an, Du haettest eine statistisch signikante Anzahl von Leuten und immer noch Deine Torheit, auf statistisch signifikante aeusserlich-ethnische Unterschiede ueberhaupt zu achten. Dann ist es nur natuerlich, dass man einen Unterschied aus einer Ansammlung von hunderten Schweden von einer Ansammlung hunderter Briten unterscheiden kann. Da braucht sich niemand zu wundern. Aehnlich verhaelt es sich auch mit Deutschen und Russen. Indische Juden aber sehen aus wie Inder, im Mittel, Du Tor.

Wie ist die Hauptmeinung, eigene semitische Ethie
(natürlich seit Ewigkeiten im Mitteleuropa integriert), oder
nicht?

Semitisch ist bei allen Juden nur die „Religionssprache“ und bei vielen Juden noch nicht einmal das. Von Integration kann man hingegen wohl kaum sprechen, ihre Versuche sich zu integrieren wurden jahrhundertelang mehr als torpediert.

Diese Anfrage ist ausdrücklich OHNE Wertung gemeint!

Klar, ich aber werte diese Anfrage als Anfrage auf Unwissen und Torheit beruhend, auf NICHT MEHR *G*. Wegen dem Unwissen wird Dir geholfen, dazu ist das Forum ja da. Die Torheit musst/kannst Du anschliessend selbst ablegen.

viele gruesse, peter

Hallo,

In unseren politisch korrekten Medien und von unseren
politisch korrekten Politikern ist ja häufig zu hören, die
Juden seien kein Volk, sondern eine Religionsgemeinschaft. Die
sei der einzige Unterschied zu den Nichtjuden , also dem
restlichen Deutschen Volk.

Judentum ist Ausdruck für Volk, Kultur und Religionsgemeinschaft zusammen. Eine Reduzierung rein auf die Religion greift zu kurz, aber es spielt doch eigentlich KEINE Rolle, ob Jude sein mehr bedeutet, als nur die jüdische Religion zu besitzen. Sie sind genauso Menschen wie du und ich. Was ist denn ein Deutscher? Oder ein Türke? Oder ein Franzose? Solche Sachen lassen sich auch weder auf die Rasse noch auf die Religion begrenzen. Und es spielt auch keine Rolle…

Das diese Aussage an der Realität vorbeigeht, da ein Großteil
der heute in Deutschland lebenden Juden seit dem Mauerfall aus
Osteuropa eingewandert ist, leuchtet wohl jedem ein.

Was zum Geier hat das damit zu tun? Erstens ist kein „Großteil“ eingewandert, sondern nur etwa 25.000, und zweitens hat das doch überhaupt keine Aussage und schon gleich dreimal keinen Zusammenhang mit der Frage nach der Definition was ein Jude ist.

Jedoch fällt einem bei Betrachtung von Lea Rosh, Charlotte
Knobloch, Paul Spiegel auf, dass auch diese nicht
Eingewanderten eine andere Physiognomie anzufinden ist als bei
der Mehrheitsbevölkerung (Gesichtsform, Augenfarbe, Haarfarbe,
Teint).

Was? Erstens ist Lea Rosh kein Jüdin, und Juden an der Physiognomie erkennen zu wollen ist so was von schwachsinnig. Das hatten die Nazis schon mal versucht, und es hat nicht geklappt. Die Juden sind keine Rasse. Allein schon die Tatsache, dass Juden seit 2000 Jahren überall auf der Welt durch Verfolgung verstreut wurden widerspricht einer gemeinsamen Rasse.

Diese Anfrage ist ausdrücklich OHNE Wertung gemeint!

Naja, das bezweifle ich irgendwie…

mfg
deconstruct

Hallo deconstruct

Nur so nebenbei:
Dein Beitrag wurde 11:37 geschrieben und
wurde bis 11:38 ein Mal gelesen und hat
bereits ein Sternchen :wink:

Nicht schlecht! Wie hast Du das hinbekommen?
Bis jetzt (11:38) wurde er natürlich 2 x gelesen
(einmal von mir).

Euer CMБ

offtopic-Sternchen
Hallo Semjon,

wir wollen hier aber bitte keine Sternchen-Diskussion anfangen, gelle:smile:? Btw: Bei meinem Beitrag in diesem THREAD war das genauso (erstes * kam superschnell mit den ersten beiden Lesern), was mich ob der Uhrzeit auch verwunderte. Manche lesen eben sehr fix und viel und zu allen möglichen Tageszeiten.

grüßle,

barbara

Hallo,

Nur so nebenbei:
Dein Beitrag wurde 11:37 geschrieben und
wurde bis 11:38 ein Mal gelesen und hat
bereits ein Sternchen :wink:

Nicht schlecht! Wie hast Du das hinbekommen?

Frag doch den, der das Sternchen vergeben hat. Woher soll ich wissen, wer das ist? Kannst ja eine Umfrage starten, vielleicht meldet sich jemand. Ich sehe hier wirklich nichts ungewöhnliches, weil sich schließlich viele Leute bei w-w-w rumtreiben.

mfg
deconstruct

Ah bissl OT
Minderwertiges Erbgut attestierte der Professor dem großdeutschen Reichsführer in spe: „Gesicht und Kopf schlechte Rasse, Mischling. Niedere, fliehende Stirn, unschöne Nase, breite Backenknochen“, notierte sich 1923 Deutschlands führender Rassenbiologe Max von Gruber, nachdem er Hitler zum erstenmal begegnet war. Der Gesichtsausdruck des NSDAP-Anführers erwecke, konstatierte der Forscher hellsichtig, den Eindruck „eines wahnwitzig Erregten“.
Das dürfte einer der wenigen Fälle gewesen sein, wo die Rassetheoretiker mal richtig lagen. Und das auch nur durch Zufall.

Gruss
Armin

Hallo Seb!

Jedoch fällt einem bei Betrachtung von Lea Rosh, Charlotte
Knobloch, Paul Spiegel auf, dass auch diese nicht
Eingewanderten eine andere Physiognomie anzufinden ist als bei
der Mehrheitsbevölkerung (Gesichtsform, Augenfarbe, Haarfarbe,
Teint).

Wenn dem so einfach wäre, dann hätte man sich im Dritten Reich den Ariernachweis sparen können und die Juden einfach von der Strasse weg, nachdem man sie ja an ihrer auffallend „anderen Physiognomie“ sofort erkannt hat, direkt in die Gaskammern schicken können.

Es scheint da also doch ein Problem bei der Unterscheidung zu geben, wenn sogar die selbsternannten Profis daran scheitern und erst mal auf einem Ausweis nachlesen müssen.

Diese Anfrage ist ausdrücklich OHNE Wertung gemeint!

…was dir wohl keiner abnimmt. Die Wertung nimmst du nämlich implizit mit dem Nachplappern saublöder und nachweislich falscher Vorurteile schon vor - das beweist nämlich, dass dir das Thema noch nicht mal wert ist, dich ausreichend zu informieren, bevor du irgendwelchen Senf von dir gibst.

Politisch korrekte Grüsse (und nein, es ist trotz der derzeit scheinbar vorherrschendwen Meinung kein Fehler politisch korrekt zu sein),
Martin

P.S.: Die Ausdrucksweise in meiner Antwort mag vielleicht einigen etwas zu nonchalant erscheinen. Bitte diejenigen sich nicht auf den Schlips getreten zu fühlen. Danke.

die deutsche Rasse

Jedoch fällt einem bei Betrachtung von Lea Rosh, Charlotte
Knobloch, Paul Spiegel auf, dass auch diese nicht
Eingewanderten eine andere Physiognomie anzufinden ist als bei
der Mehrheitsbevölkerung (Gesichtsform, Augenfarbe, Haarfarbe,
Teint). Wie ist die Hauptmeinung, eigene semitische Ethie
(natürlich seit Ewigkeiten im Mitteleuropa integriert), oder
nicht? Diese Anfrage ist ausdrücklich OHNE Wertung gemeint!

Glauben Sie an den reinrassigen Deutschen?

„Und jetzt stellen Sie sich doch mal Ihre Ahnenreihe vor - seit Christi Geburt. Da war ein römischer Feldhauptmann, ein schwarzer Kerl, braun wie ne reife Olive, der hat einem blonden Mädchen Latein beigebracht. Und dann kam ein jüdischer Gewürzhändler in die Familie, das war ein ernster Mensch, der ist noch vor der Heirat Christ geworden und hat die katholische Haustradition begründet. Und dann kam ein griechischer Arzt dazu, oder ein keltischer Legionär, ein Graubündner Landsknecht, ein schwedischer Reiter, ein Soldat Napoleons, ein desertierter Kosak, ein Schwarzwälder Flözer, ein wandernder Müllerbursch vom Elsaß, ein dicker Schiffer aus Holland, ein Magyar, ein Pandur, ein Offizier aus Wien, ein französischer Schauspieler, ein böhmischer Musikant - das hat alles am Rhein gelebt, gerauft, gesoffen und gesungen und Kinder gezeugt - und - und der der Goethe, der kam aus demselben topf, und der Beethoven und der Gutenberg, und der Matthias Grünewald und - ach was, schau im Lexikon nach. Es waren die Besten, mein Lieber! Die Besten der Welt! Und warum? Weil sich die Völker dort vermischt haben. Vermischt - wie die Wasser aus Quellen und Bächen und Flüssen, damit sie zu einem großen, lebendigen Strom zusammenrinnen. Vom Rhein - das heißt: vom Abendland. Das ist natürlicher Adel. Das ist Rasse. seien Sie stolz darauf, Hartmann - und hängen Sie die Papiere Ihrer Großmutter in den Abtritt. Prost.“

Carl Zuckmayer, Des Teufels General

In unseren politisch korrekten Medien und von unseren
politisch korrekten Politikern ist ja häufig zu hören, die
Juden seien kein Volk, sondern eine Religionsgemeinschaft. Die
sei der einzige Unterschied zu den Nichtjuden , also dem
restlichen Deutschen Volk.

Hallo Seb!

Die Juden sind weder ein Volk noch eine ethnische Gruppe sondern eine Religionsgemeinschaft. Der Begriff Volk beinhaltet eine gemeinsame Sprache, eine gemeinsame historisch fundierte Kultur und ein in den meisten Fällen klar abgegrenztes Siedlungsgebiet (die Ausnahme stellen hier Nomadenvölker). Alle drei Faktoren treffen aber nicht zu. Denn wie jeder weiß leben Juden in unterschiedlichsten Gebieten, so z.B. in den USA, Russland, Mittel- und Westeuropa und natürlich in Israel, und besitzen dadurch eine unterschiedliche Kultur und Sprache. Das einzige was sie verbindet ist also ihr Glaube. Es würde auch keiner auf die Idee kommen, Muslime oder Buddhisten als Volk zu bezeichnen.

Und Leute, trennt euch endlich von diesem Rassedenken. Es gibt keine Menschenrassen.
Gruß

Dirk

Hallo Dirk,

Die Juden sind weder ein Volk noch eine ethnische Gruppe
sondern eine Religionsgemeinschaft.

So ganz einfach ist es nicht. Die Juden sind schon so eine Art „Volk“ und sie sehen sich schließlich auch selbst so, nämlich als die Nachfahren der zwölf Stämme Israels. Natürlich haben sie kein abgegrenztes Territorium, aber sie haben sehr wohl eine gemeinsame Kultur, auch wenn natürlich das meiste davon durch die Religion bestimmt wird. Das Judentum ist schon eine sehr verzwickte Vermischung von Religion, Kultur und gemeinsamer Geschichte. Auch haben sie so etwas wie eine gemeinsame Sprache, z.b. jiddisch und hebräisch. Auch im tiefsten Russland sprechen die Juden zu einem großen Teil jiddisch. In der Tradition der Juden werden in der Regel nur die Kinder einer jüdischen Mutter Juden. Einen jüdischen Vater und eine christliche Mutter ist da schon zu unterscheiden, auch wenn man natürlich auch so zum jüdischen Glauben konvertieren kann.

Den „typischen“ Juden gibts aber nicht, dazu sind die Schicksale der verschiedenen Judengruppen in aller Welt viel zu unterschiedlich. Eine recht gelungene Definition finde ich ist die aus Wikipedia:

Ein Jude ist in erster Line ein Angehöriger des jüdischen 
Glaubens und der Kultur des Judentums. Aufgrund der Verwobenheit von 
jüdischem Volk, jüdischem Glaube und jüdischer Tradition und 
Geschichte greifen ethnische, nationalstaatsorientierte oder religiöse
Ansatzpunkte zu kurz, um eine Begriffsdefinition zu versuchen.

Aber im Prinzip ist es auch total egal, wie man das definiert. Ein Jude ist von einem Christen oder einem Deutschen nicht durch Außerlichkeiten zu unterscheiden. Menschen sind wir schließlich alle, und welche Religion jemand hat, sollte nun wirklich egal sein.

Alle drei Faktoren treffen aber nicht zu. Denn
wie jeder weiß leben Juden in unterschiedlichsten Gebieten, so
z.B. in den USA, Russland, Mittel- und Westeuropa und
natürlich in Israel, und besitzen dadurch eine
unterschiedliche Kultur und Sprache. Das einzige was sie
verbindet ist also ihr Glaube.

Das ist eben so nicht richtig. V.a. die europäischen Juden haben eine gemeinsame Kultur und eine gemeinsame Sprache, auch wenn sie in Russland oder Frankreich leben sollten.

Es würde auch keiner auf die
Idee kommen, Muslime oder Buddhisten als Volk zu bezeichnen.

Nein, weil bei diesen die Verwobenheit zwischen Volk, Kultur und Religion nicht so groß ist, wie beim Judentum.

Und Leute, trennt euch endlich von diesem Rassedenken. Es gibt
keine Menschenrassen.

Da stimme ich aber bedingungslos zu.

mfg
deconstruct

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Das war das Einzige, was du an diesem rassistischen Beitrag zu
bemängeln hattest.

Woher willst Du das denn wissen, Du kleiner Hellseher? Es war das einzige, was ich meinem sehr kurzen Beitrag hingeschrieben habe.

Ich denke mir öfter mal was und schreib es hier nicht ins Forum. Daß das bei Dir offenbar anders ist, wundert mich nicht.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

etwas offtopic - Menschenrassen?!
Hallo, Ihr heiß Diskutierenden!

Und Leute, trennt euch endlich von diesem Rassedenken. Es gibt
keine Menschenrassen.

Es gibt bei uns Menschen keine geographischen Unterschiede in Haut-, Augen-, Haarstruktur?! Das meinst Du/meint Ihr doch nicht im Ernst, oder wird das noch so Offensichtliche durch seinen Mißbrauch falsifiziert?
Diese Holzhammer-Moral war es dann wohl auch, die der etwas flappsig formulierende Kollege, der diese Diskussion angestoßen hat, mit „political correctness“ umschrieben hat.
Menschen sind selbstverständlich nie „reinrassig“, wie etwa gezüchtete Lebewesen, denn wir sind in der Partnerwahl (relativ) frei - im Gegensatz zu Hunden z.B., deren Stammbäume alles andere als natürlich sind und die über Generationen hinweg auf bestimmte Merkmale gezüchtet werden. Deswegen sind Menschenrassen auch nicht mit einem fest umrissenen Rassetyp, wie bei Hunden, fassbar, sondern lassen sich durch einen Mittelpunkt, d.h. eine konkrete Kombination verschiedener Merkmale beschreiben, um den die individuellen Merkmalsausprägungen streuen. Man kann den Begriff „Menschenrasse“ in diesem Sinne als nomenklatorischen Unschärfe ablehnen, die Tatsache verliert deswegen jedoch nicht an Gültigkeit.

Wie schwer dennoch gerade die deutsche „politisch korrekte“ Öffentlichkeit an diesem Umstand trägt, zeigen die Angriffe gegen die Neuauflage des Lehrbuches zur Humanbiologie (Knußmann 1996) - das kulminierte damals in einem Spiegel-Artikel, den ich auf die schnelle leider nicht finde (Sekundärzitat z.B.: http://www.osborne-conant.org/posts/anthro.htm )

viele Grüße,
Jörg

Hallo!

Es gibt bei uns Menschen keine geographischen Unterschiede in
Haut-, Augen-, Haarstruktur?!

Wer lesen kann ist klar im Vorteil, denn das hat so explizit keiner gesagt.

Gut, die biologische Definition des Rassebegriffs ist folgende: Rassen sind Populationen, die sich zwar mit anderen Populationen der selben Art unbegrenzt fortpflanzen können, sich aber untereinander durch die konstante Vererbung spezifischer Merkmale (z.B. Phänotyp) unterscheiden.
Betrachtet man es streng unter diesem Gesichtspunkt, so ist es durchaus möglich ‚Menschenrassen‘ zu definieren. Tatsache ist jedoch, wenn man jetzt die Genetik ins Spiel bringt, dass in diesen sogenannten ‚Rassen‘ die genetischen Unterschiede so groß sind, dass sie einer Einteilung entgegenstehen. So sind zum Beispiel die genetischen Unterschiede in einer Gruppe von Chinesen wesentlich größer, als die relativen Unterschiede zwischen dieser Gruppe und uns Europäern. Ursache dafür ist, dass die den Phänotyp bestimmenden Gene nur ~0.01% des menschlichen Genoms ausmachen, andere Eigenschaften wie Begabung oder Intelligenz jedoch wesentlich mehr Gene beanspruchen. Unter Umständen bedeutet dies, dass ich mit Liu Bei aus der Provinz Hunan mehr gemein habe, als mit meinem Nachbarn Hr. Meier.
Geht man strikt nach den Ergebnissen der Genetik vor, so könnte man Millionen von Menschenrassen definieren.
Gruß

Dirk

Hallo Jörg,

Es gibt bei uns Menschen keine geographischen Unterschiede in
Haut-, Augen-, Haarstruktur?! Das meinst Du/meint Ihr doch
nicht im Ernst, oder wird das noch so Offensichtliche durch
seinen Mißbrauch falsifiziert?

Mir scheint, Du hast eine etwas unreflektierte Auffassung von dem Begriff „Rasse“. Natürliche gibt es solche statistisch signifikanten Unterschiede - z.B. zwischen Bayern und Ostfriesen. Eine andere Frage ist, ob solche Unterschiede einen Begriff wie „Rasse“ ausreichend rechtfertigen.

Diese Holzhammer-Moral war es dann wohl auch, die der etwas
flappsig formulierende Kollege, der diese Diskussion
angestoßen hat, mit „political correctness“ umschrieben hat.

Es geht hier keineswegs um Moral, sondern es geht Rassismus und dessen pseudowissenschaftliche Begründungen.

sondern lassen sich durch einen
Mittelpunkt, d.h. eine konkrete Kombination verschiedener
Merkmale beschreiben, um den die individuellen
Merkmalsausprägungen streuen. Man kann den Begriff
„Menschenrasse“ in diesem Sinne als nomenklatorischen
Unschärfe ablehnen, die Tatsache verliert deswegen jedoch
nicht an Gültigkeit.

Also hier wird’s wirklich merkwürdig - was sollen diese „Mittelpunkte“ sein? Deine persönliche Vorstellung von einem rassischen Idealtyp? Würdest Du evt. mal so eins, zwei „konkrete Kombinationen verschiedener Merkmale beschreiben, um den die individuellen Merkmalsausprägungen streuen“? Welche Kombination auch immer Du wählst, ist ganz allein Deine eigene Entscheidung. Du wählst eine Kombination und ich kann mit derselben Berechtigung eine andere wählen - und prompt haben wir zwei unterschiedliche Rassentypologien. Genau wegen dieser willkürlichen Voraussetzungen ist der Rassenbegriff hier unwissenschaftlich.

Nähern wir uns dem Problem doch mal von dem biologischen Begriff „Rasse“ her:

Ich zitiere nach AVEnz (vgl. http://www.avenz.de/definition/art.htm):

„Art:
Gesamtheit aller Lebewesen, die untereinander bei Verschiedengeschlechtlichkeit und Gesundheit unbegrenzt fortpflanzungsfähig sind (diese entscheidende Voraussetzung heißt »Panmixie«).

Arten mit einem großen Verbreitungsgebiet zerfallen oft infolge geographischer Barrieren in relativ geschlossene Fortpflanzungsgruppen, innerhalb derer sich der größte Teil der Paarungen vollzieht, während Paarungen zwischen Angehörigen verschiedener dieser Fortpflanzungsgruppen selten sind. Diese Gruppen heißen Populationen. Bilden sie stabile separate Merkmale aus, welche alle ihre Angehörigen aufweisen, diejenigen anderer Populationen aber nicht oder nur in einer abweichenden stabilen Kombination mit anderen stabilen Merkmalen, so heißen sie Unterarten oder Rassen. Jede Unterart hat also als Population angefangen, jede Art als Unterart, vorausgesetzt, wir erkennen jeden dauerhaften Mechanismus, der zur Paarungsverhinderung führt, neben dem geographischen (der auf jeden Fall der häufigste ist), als gleichwertig mit diesem an.“

Diese Definition macht deutlich, wie problematisch eine halbwegs wissenschaftliche Anwendung des Rassenbegriffs im Bereich der Anthropologie ist. Es gab und gibt nun einmal keinen dauerhaften Mechanismus der Paarungsverhinderung in der Menschheitsgeschichte. Entsprechend variierte die Anzahl und die Abgrenzung menschlicher Rassen bei denjenigen, die mit diesem Begriff arbeiteten, ganz erheblich (zwischen 3 und 29) - die Merkmale zur Einteilung in menschliche Rassen waren und sind immer willkürlich.

Der Homo sapiens als Art ist - wie genetische Untersuchungen bewiesen haben - monophyletisch, d.h. alle Menschen stammen aus einem gemeinsamen Ursprungsgebiet und von einer gemeinsamen Stammform ab. Generell lässt sich sagen, dass es auf Grund der hohen Mobilität des Homo sapiens zu einer Ausbildung verschiedener Unterarten (Rassen) allenfalls in Ansätzen kam. Die Variabilität (d.h. das Auftreten von Organismen mit unterschiedlichem äußeren Erscheinungsbild innerhalb der selben Population) innerhalb der postulierten Rassen ist kaum (wenn überhaupt) geringer als die Unterschiede zwischen typischen Vetretern zweier sog. Rassen.

Einen guten Einstieg in die aktuelle Diskussion und einen Überblick über die verhängnisvolle Rolle, die der Rassenbegriff historisch gespielt hat, findet man z.B. hier:

http://www.verwaltung.uni-mainz.de/archiv/html/bresl…

Freundliche Grüße,
Ralf

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