Jüdische Friedhöfe

Hallo,
vor kurzem machte ich an einem Parkplatz mit schöner Aussicht Rast. Eine Bank rechts der Straße lud zum verweilen ein. Nachdem ich 10 Minuten die schöne Aussicht genoß gewahr ich auf der anderen Strassenseite, daß auf der Wiese Steine wie auf einem Friedhof aufgereiht waren. Es wirkte wie ein Klassenzimmer im Freien, denn an der Stelle wo sonst der Lehrer Steht überragt ein Mahnmalgroßer Stein die Szenerie. Neugierig ging ich über die Straße und erkannte einen Judenstern auf ebendiesem großen Stein. Und wie ich näher komme sehe ich daß diese in ihrer Form fast gleichen Steine in der Tat Grabsteine eines jüdischen Friedhofs sind, neben dem ich mich seit 20 Minuten anfangs völlig unbemerkt befand.
Ich gehe an des Tor.
Dort steht, daß dieser Friedhof ohne begründetes Interesse nicht betreten werden darf usw. Strafandrohungen beim drüberklettern etc.pp.
Ich Frage mich, welcher Impuls könnte von diesem Verbot auf eine Gruppe Halbstarker ausgehen, die sich gegenseitig ihren Mut beweisen wollen?
Ich frage mich weiter. So wie es den Anschein hat, ist der Friedhof nicht erst die letzten jahre entstanden. In Christlichen Friedhöfen ist die Verweildauer Gebeins in den Gräbern so was um 25 Jahre, wie ist selbige bei den Jüdischen?
Ich erinnere mich an ein in der Nähe befindliches ähnliches Gräberfeld, welches mir Aufgrund seiner aussergewöhnlich einmaligen schönen exponierten Lage in Erinnerung blieb, das ich jedoch nicht identifizierte, was ich zur Kontrolle prompt aufsuche.
Und die Vermutung ist richtig ein weiterer jüdischer Friedhof, dessen Betreten ebenfalls verboten ist…
Psychologisch gesehen sind das Einladungen an heranwachsende unzufriedene sich in Machtkämpfen gegenseitig überbieten wollende Jugendliche. Wenn man ein Haus beschmutz, gibt es einen Kläger aber man erntet keine deutschlandweite Schlagzeile. Nicht so bei einem Friedhof. So hege ich die Vermutung daß Friedhofsverschandelungen der Vergangenheit, vielmehr Mutproben harmloser Jugendlicher statt tatsächlich nazistisch verunreinigter Dumpfbacken gewesen sind.
Welche Prognose gibt man in diesem Zusammenhang dem im Zentrum der Hauptstadt gebauten Mahnmal? Wird es dort auch ein „Betreten Verboten“ Schild geben?
Fragt Torsten

Hallo zurück,

Dort steht, daß dieser Friedhof ohne begründetes Interesse
nicht betreten werden darf usw. Strafandrohungen beim
drüberklettern etc.pp.
Ich Frage mich, welcher Impuls könnte von diesem Verbot auf
eine Gruppe Halbstarker ausgehen, die sich gegenseitig ihren
Mut beweisen wollen?

Soweit ich weiss steht selbiges auch auf allen anderen Friedhofseingängen. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel. So gibt es durchaus Friedhöfe, deren Mittelwege als Durchgang genutzt wird. Aber auch alte jüdische Friedhöfe gibt es, die inzwischen offen sind (in Hannover sind mindestens drei).

Ich frage mich weiter. So wie es den Anschein hat, ist der
Friedhof nicht erst die letzten jahre entstanden. In
Christlichen Friedhöfen ist die Verweildauer Gebeins in den
Gräbern so was um 25 Jahre, wie ist selbige bei den Jüdischen?
Ich erinnere mich an ein in der Nähe befindliches ähnliches
Gräberfeld, welches mir Aufgrund seiner aussergewöhnlich
einmaligen schönen exponierten Lage in Erinnerung blieb, das
ich jedoch nicht identifizierte, was ich zur Kontrolle prompt
aufsuche.

Ich hab in einer Landtagsanhörung von Juden gehört, dass das Grab prinzipiell auf ewig dem Leichnam gehört. Es gibt keine Verweildauer. Wahrscheinlich sind deshalb die ältesten Gräber in Europa die jüdischen Gräber.

Und die Vermutung ist richtig ein weiterer jüdischer Friedhof,
dessen Betreten ebenfalls verboten ist…
Psychologisch gesehen sind das Einladungen an heranwachsende
unzufriedene sich in Machtkämpfen gegenseitig überbieten
wollende Jugendliche. Wenn man ein Haus beschmutz, gibt es
einen Kläger aber man erntet keine deutschlandweite
Schlagzeile. Nicht so bei einem Friedhof. So hege ich die
Vermutung daß Friedhofsverschandelungen der Vergangenheit,
vielmehr Mutproben harmloser Jugendlicher statt tatsächlich
nazistisch verunreinigter Dumpfbacken gewesen sind.
Welche Prognose gibt man in diesem Zusammenhang dem im Zentrum
der Hauptstadt gebauten Mahnmal? Wird es dort auch ein
„Betreten Verboten“ Schild geben?

Ein „Betreten Verboten“ ist eine Einladung zum Einbrechen? Das ist komisch! Es spielt meines Erachtens keine Rolle, wer einen Friedhof schändet, vielmehr geht es darum, diesen Leuten mal klarzumachen, dass es dafür Konsequenzen gibt!

Ich bin auf der einen Seite dagegen, dass solche Taten politisch missbraucht werden, auf der anderen Seite bleibt das eine Straftat, die geahndet werden müsste.

Gruss, Omar Abo-Namous

Hallo Torsten,

wie viele jüdische Friedhöfe bis heute erhalten sind, kannst Du beim Guhgel herausfinden. Wer sich um deren Erhaltung mehr kümmert und wer weniger, ist auch eine interessante Frage, aber ob diese Friedhöfe eine provozierende Wirkung haben, ist eine Frage, die mir zu heiß ist. Möglich wäre des weiteren die Frage, wie in den von Israel eroberten Gebieten z.B. mit Palästinenserfriedhöfen umgegangen wird.
Was ich auch gerne wüßte, ist, ob es stimmt, daß diese alten jüdischen Friedhöfe schon von den Nazis in Frieden gelassen worden sind, und wenn ja, warum (das kann ja nur böswillig gewesen sein). Wie wird in der BRD andererseits das Gedenken an die Millionen Opfer der Feinde des Nationalsozialismus praktiziert?

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

hallo Omar,
ich verstehe nur nicht, warum ich einen jüdischen Friedhof nicht betreten darf.
Die christlichen sind alle frei besuchbar.
Und wie ist es bei den Moslems?
Grüße
Raimund

ich verstehe nur nicht, warum ich einen jüdischen Friedhof
nicht betreten darf.
Die christlichen sind alle frei besuchbar.

Hallo Raimund,
und ich verstehe nicht, wie Du auf diese Idee kommst - natürlich darfst Du. Hier in Worms haben wir zwei Judenfriedhöfe - den ältesten Europas (der ‚Heilige Sand‘) mit Gräbern ab 1076/4837 und einen modernen (seit 1911). Beide können - wie der städtische Friedhof auch - während der Öffnungszeiten von jedem Interessierten besucht werden.

Da in Worms aus bekannten Gründen keine jüdische Gemeinde mehr existiert, wird der moderne jüdische Friedhof allerdings nur noch auf Anfrage / Voranmeldung für Besucher geöffnet. Das Interesse ist so gering, dass regelmäßige Öffnungszeiten nicht notwendig sind. Der ‚Heilige Sand‘ ist jeden Tag geöffnet.

Freundliche Grüße,
Ralf

Hallo Raimund,

ich verstehe nur nicht, warum ich einen jüdischen Friedhof
nicht betreten darf.

Ihre Sache (wenn es überhaupt stimmt, ich weiss es nicht). Ich hatte das so verstanden, dass man nur rein darf, wenn man etwas bestimmtes tun will. Möglicherweise darf man, wenn man beim Grab eines alten Bekannten vorbeischauen will ohne selber Jude zu sein??!

Die christlichen sind alle frei besuchbar.
Und wie ist es bei den Moslems?

Muss ich selbst nachfragen, weiss ich selbst nicht.

Bis dann,

Omar Abo-Namous

Hallo Ralf

und ich verstehe nicht, wie Du auf diese Idee kommst -

So habe ich das Posting oben verstanden.
Mich würde so ein jüdischer Friedhof mal interessieren. Es ist mir natürlich gänzlich klar, dass ich dort nicht „Fussballspielen“ kann (und das bei meiner „Adonisfigur“ *g*). Friedhöfe sind teilweise sehr interessante Anlagen. Es zeigt oft die lebensweise und Ansichten der Eigner.
Beim uns in der Gegend ist so ein jüdischer Friedhof. Muss mal dort hingehen. Ich würde auch gerne ein paar Steine mitnehmen und auf ein Grab legen.
Bin mir sicher, dass ich dort genau beobachtet werde. Doch dagegen habe ich nichts. Ich gehöre ja nicht zu den Grabsteinumwerfern.
Grüße
Raimund

Und wie ist es bei den Moslems?

Hallo Raimund,

nun habe ich nachgesehen und folgendes gefunden:
http://www.islamonline.net/fatwa/english/FatwaDispla…

Dort geht es um das Begräbnis eines Muslims und es wird gefragt, ob Nicht-Muslime (Verwandte, Bekannte…) bei der Beisetzung von verstorbenen Muslimen dabei sein können. Und ja, sie dürfen.

Das heisst auch, dass sie die muslimischen Friedhöfe betreten dürfen (solange sie nicht missbrauchen natürlich).

Gruss, Omar Abo-Namous

überragt ein Mahnmalgroßer Stein die Szenerie.

unüblich. welcher jude soll hier gemahnt werden?

Judenstern

davidstern. judenstern ist das gelbe stoffding…

neben dem
ich mich seit 20 Minuten anfangs völlig unbemerkt befand.

bscheidenheit ist das typische am jüdischen friedhof. monumente, grabmähler, blumen, schmuck usw. ist verpönt. totenkult ist verboten. selbst der größte held kriegt eine steinplatte und das wars.

In
Christlichen Friedhöfen ist die Verweildauer Gebeins in den
Gräbern so was um 25 Jahre, wie ist selbige bei den Jüdischen?

die ewigkeit. ein grab darf nicht zerstört werden.

Und die Vermutung ist richtig ein weiterer jüdischer Friedhof,
dessen Betreten ebenfalls verboten ist…

das ist schade aber wahrscheinlich notwendig.

vielmehr Mutproben harmloser Jugendlicher statt tatsächlich
nazistisch verunreinigter Dumpfbacken gewesen sind.

heute sind es andere, die hauptsächlich attacken auf juden machen.

Welche Prognose gibt man in diesem Zusammenhang dem im Zentrum
der Hauptstadt gebauten Mahnmal? Wird es dort auch ein
„Betreten Verboten“ Schild geben?

betreten verboten für die, für die es gebaut worden ist?

gruß
datafox

Möglich wäre des weiteren
die Frage, wie in den von Israel eroberten Gebieten z.B. mit
Palästinenserfriedhöfen umgegangen wird.

deine elende hetze fällt hier nicht auf fruchtbaren boden!

nur soviel zu den fakten: ein friedhof darf nicht kaputtgemacht werden. so ist jüdische religion. solltest du mal nach israel kommen (bitte nicht), kannst du dir, sogar antike, arabische friedhöfe anschauen. du versuchst hier aufrechnung zu betreiben, aber es gelingt nicht, denn israel hat keine naziverbrechen - wie das pflastern eines weges mit grabsteinen - begangen, auch wenn du dir das noch so sehr wünschst!!

grußlos
datafox

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ich verstehe nur nicht, warum ich einen jüdischen Friedhof
nicht betreten darf.

in israel kannst du das überall. das verbot in deutschland hat keine religiösen gründe.

datafox

Datafox
Es ist doch erschreckend wie du argumentierst, wenn jemand das verhalten der Israelis kretisiert sagst du immer man wolle hetzen aber selber immer wieder die Vergangenheit erwähnen.
Aber jetzt will ich dir eins sagen genau aus der Vergangenheit haben wir gelernt das so was nie wider sich wiederholt.
Doch kann ich es nicht dulden und ehrlich gesagt geht es mir auf die nerven wenn man die Vergangenheit immer erwähnt und selbst (Israel) Zuge annimmt die der Vergangenheit gleichen.
Statt immer über die Vergangenheit nachzudenken sollten wir die Gegenwart nicht vergessen und da muss man Israel kretisieren.
Kommt dir Enteignungen, Vertreibungen, keinen gleichen Rechte, Erdemütigungen, Ermordungen, Gettos nicht bekannt vor. Und das ist das was Israel zurzeit mit den Palästinenser machen. Sag mir nicht aber die machen Anschläge ich würde nicht an die Zivilisten denken.
Für dich gibt es wohl keinen Palästinensische Zivilisten sie sind ja keinen Menschenwürdige Menschen deren Tote sind es ja nicht werte sie zu erwähnen.
Willst du mir erzählen das es kein Rassismus ist.
Tüs
P.S: Es leben genügend Juden in Arabischen Ländern wie Marokko, Tunesien und andren sie haben die gleiche Rechte.

hat keine naziverbrechen - wie das pflastern eines weges mit
grabsteinen - begangen, auch wenn du dir das noch so sehr
wünschst!!

Hallo Datafox,

in der Schule habe ich gelernt, daß die Nazis die jüdischen Friedhöfe zerstört und die Grabsteine zum Pflastern im Straßenbau verwendet haben. Und Du schreibst jetzt nur noch vom „Pflastern eines (einzigen?) Weges“! Das ist strafrechtlich bedenkliches Relativieren, wenn ich mich nicht irre.

Im übrigen wünsche ich mir von den Israelis kein unanständiges Verhalten, überhaupt von niemandem; vielmehr freue mich ausdrücklich darüber, von Dir sinngemäß zu hören, daß Israel die Grabstätten vertriebener Palästinenser auf eigene Kosten pflegt und in Ehren hält. Das ist sehr nobel, nein, eine Selbstverständlichkeit, ähm, kommt drauf an…

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Mitnichten habe ich das Verhalten der Israelis kritisiert, sondern lediglich danach gefragt. Und ich habe eine Antwort bekommen, die so erfreulich ist, daß ich sie kaum glauben kann.

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger

Du warst ja damit nicht gemeint, sonder Datafox.
Mit frundlichen Grussen
Hicham Bekouri

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Herr Volksdeutscher Wolfgang Berger,

… bzw. unternehmen laecherliche ausweichversuche …

in der Schule habe ich gelernt, daß die Nazis die jüdischen
Friedhöfe zerstört und die Grabsteine zum Pflastern im
Straßenbau verwendet haben. Und Du schreibst jetzt nur noch
vom „Pflastern eines (einzigen?) Weges“! Das ist
strafrechtlich bedenkliches Relativieren, wenn ich mich nicht
irre.

Hoere doch auf mit Deinen laecherlichen Versuchen uns zu erzaehlen, wer hier was relativieren will, Datafox schrieb:

"… - wie das pflastern eines weges mit grabsteinen - …

Die Formulierung im Kontext wie „eines Weges“ sagt nichts ueber die Anzahl der Wege aus. Genauso wie die Aussage: Es gibt in Deutschland eine Kuh der Aussage, es gibt in Deutschland viele Kuehe nicht widerspricht.

Wohingegen „genau ein Weg“ oder wie Du Datafox ein „z“ unterschieben wolltest: „einziger Weg“ eben genau einen Weg meint.

restliches blabla gestrichen,

viele gruesse, peter

Mitnichten habe ich das Verhalten der Israelis kritisiert,
sondern lediglich danach gefragt. Und ich habe eine Antwort
bekommen, die so erfreulich ist, daß ich sie kaum glauben
kann.

manche allianzen haben eben eine jahrzehntelange tradition.

mit äußerst lieblichen grüßen
datafox

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Das ist
strafrechtlich bedenkliches Relativieren, wenn ich mich nicht
irre.

dann zeig mich doch an. wir werden sehen wer da den kürzeren zieht!

als besonders erfreulich beobachte ich, wie herr bikouri bei dir gehätschelt wird. ob es ihm gefällt? erklär ihm mal was du von so leuten wie ihm hältst, ein araber, der sich in deutschland breitmacht…

datafox

nur zur aufklärung lieber hicham:

du reihst dich mit dieser apologie in eine denkschiene ein, nach der leute wie du (direkt nach juden) auf der abschußliste stehen. du verteidigst hier eine ideologie, nach der du ein untermensch bist, der in deutschland ein fremdkörper und parasit ist.

aber das war schon dem obermufti von al kutz schnurz.

mit herzallerliebsten grüßen
datafox

Grabsteine im Straßenbau
Hallo Peter,

danke für Deine Zurechtweisung. Demnach hätten also tatsächlich die Nazis die jüdischen Friedhöfe allgemein in Deutschland zerstört und die Grabsteine im Straßenbau verwendet. Ich weiß es nicht, deswegen frage ich ja. Wie sieht denn die Verwertung von Grabsteinen aus aufgelassenen, nichtjüdischen Gräbern aus?

Allerdings habe ich gehört, daß in D etwa 2000 jüdische Friedhöfe erhalten geblieben sind. Ist das falsch, oder waren diese 2000 nur ein kleiner Teil der bis 1933 vorhanden gewesenen, jüdischen Friedhöfe oder sind sie erst nach der Kapitulation angelegt worden?

Mit herzlichem Gruß,

Wolfgang Berger