Jugendliche und Alkohol

Hallo,

ich bin gerade etwas geschockt.

Gerade ist mein Patenkind (16) mit ihren Eltern und ihrer Schwester (14) bei uns zu Besuch. Als wir so ins Gespräch kamen, wurde erklärt, dass es ganz normal ist, dass Jugendliche in dem Alter auf Partys Alkohol trinken.

Heute waren wir dann auf dem Oktoberfest, sowohl mein Patenkind als auch deren Schwester haben je 3 Maß Radler unter Aufsicht der Eltern getrunken. Ich war (milde gesagt)etwas entsetzt

Bin ich jetzt engstirnig, lebe ich hinterm Mond oder muss ich mir da Gedanken machen.

GAlaktische Gruesse

Hallo

Was mich richtig schockt ist die Tatsache, dass sowohl Dein Patenkind als auch deren Schwester jeder 3 Mass Radler getrunken haben. Radler ist zwar (zumindest kenn ich das so) Bier mit Fanta aber ich finde 3 Mass davon doch sehr viel, vor allem fuer die 14jaehrige.

Ich glaube nicht, dass Du hinterm Mond lebst oder engstirnig bist, aber ich denke Jugendliche sind heutzutage einfach anders als zu dem Zeitpunkt an dem wir so alt waren. Ich bin echt geschockt ueber die Eltern…

Steffi

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo Ufonet,

laut dem Drogenbeauftragten unserer Stadt sind es nicht selten die Eltern, die ihren Kindern die Süchte beibringen - nämlich die Abhängigkeit von Alkohol. „jetzt brauche ich einen zur Entspannung“ „mein Großvater ist 90 geworden und hat jeden Tag Alkohol getrunken“ „was ist eine Party ohne Rausch“…

So ein Schmarrn von wegen „heutzutage sind Jugendliche anders“ oder „hinterm Mond leben“. Ab einer bestimmten Menge ist Alkohol schädlich (boah, nach 3 Halbe Bier bin ich betrunken!), und von der Regelmäßigkeit und Alkohol muss ich ja wohl nichts schreiben.

Alles in allem bleibt dir nur der Schock im Stillen, und der Beschluß es bei deinen Kindern besser zu machen.

viele Grüße
grilla

ich bin gerade etwas geschockt.

…mein Patenkind (16) mit ihren Eltern…

Heute waren wir dann auf dem Oktoberfest, sowohl mein
Patenkind als auch deren Schwester haben je 3 Maß Radler unter
Aufsicht der Eltern getrunken. Ich war (milde gesagt) etwas
entsetzt.

Guten Abend,

trotz Deines galaktisch vorgetragenem Entsetzens schilderst Du die Situation derart, dass man meinen könnte, Du wärest Deinem 16-jährigen Patenkind samt Erziehungsberechtigten heute zum ersten Mal begegnet.

Auf die Gefahr hin, dass dieses Posting in allerkürzester Zeit verschwindet, weil ich jetzt von Paul (meinem fast vierjährigen Patensohn) berichte:

Es gab da bereits mehrere Situationen, in denen sich das Patenkind, dessen Eltern und der Patenonkel in weinseliger Feierstimmung begegnet sind. Beim ersten Mal hat der Patenonkel einigermaßen irritiert zur Kenntnis genommen, dass der Kleine beim Papa am Sektglas naschen durfte (Finger eintauchen und ablecken).

Nach dem zweiten Mal hat der Patenonkel den Vater angesprochen - und da war der Papa plötzlich ganz verdattert. - Na ja, „verdattert“ ist das falsche Wort. Genervt war er, weil ich mich in den „kleinen Spass“ eingemischt hatte. War ein Scheiss-Nachmittag - auf die Stimmung hätte ich gut verzichten können.

Ein drittes Mal hat es bisher nicht gegeben, denn Mutter, Vater und Patenonkel haben sich vorher ausgesprochen.

Zugegeben, das klingt jetzt sehr besserwisserisch und ist nicht einfach auf die Situation mit einer 16-jährigen und ihrer Eltern zu übertragen. Aber „etwas milde gesagt entsetzt und geschockt sein“ reicht leider trotzdem nicht.

Wenn Dich Dein Patenkind und seine Eltern interessieren, wirst Du reden müssen.

Entschuldige den simplen Ansatz!

Gruss,
Andreas

3 Maß = 3 Liter ?!
Hallo ufonet,

,dass es ganz normal ist, dass :Jugendliche in dem Alter auf Partys Alkohol trinken:, habe ich auch schon mitgekriegt. ABER :je 3 Maß Radler unter Aufsicht der Eltern: das ist dann doch etwas zu viel. Und mit 14 auch schon ?

Mit spießigen Grüßen: Martin

Moin,

Bin ich jetzt engstirnig, lebe ich hinterm Mond oder muss ich
mir da Gedanken machen.

Naja, was heißt Gedanken machen…
Ich bin Hobbymäßig sehr viel mit Kindern & Jugendlichen ab 7 Jahren aufwärts unterwegs. Da bekommt man ja viel mit, wenn die sich so untereinander unterhalten.

Wenn die Kids zusammenhocken - und dann flaschenweise Wodka, und andere harte Sachen wegputzen - dann wundern mich die drei Liter Radler nicht mehr. (So ab 14 geht das los)
Das sind ja wenn man mal die Limo wegrechnet - drei Flaschen Bier. Da würden unsere Jungs und Mädels locker drüber lachen…

Nicht das ich das gutheißen würde - ich war früher selber nicht immer brav.
Aber die Gesellschaft ansich ist dran schuld… Würde nicht die Mehrheit das saufen tolerieren (Eltern schauen zu, Geschäfte verkaufen aufgrund Geldgeilheit etc) dann gäbe es nicht diese offensichtlichen Probleme.
Auch ist das allgemeine Lebensgefühl der Kids mit dran schuld, seine Sorgen im Suff zu vergessen. Ob Stress und Druck in der Schule, keine Zukunftsperspektiven etc…

Man könnte hier noch stundenlang Punkte finden warum und weshalb dat ganze so is. Allertdings bezweifle ich sehr das sich das nochmal jemals ändern wird. LEIDER…

CU - Dominik

Hi!

Ich kann aus Deiner ViKa leider Dein Alter nicht entnehmen…

Mit 16 habe ich zugegeben schon mal etwas mehr als drei Liter Radler zu mir genommen…

Was ich entsetzlich finde ist die 14-jährige Schwester!
Aber beim 16-jährigen… Was erwartest Du? Er könnte sich Bier in dieser Menge auch ohne Begleitung seiner Eltern reintun!

Grüße
Guido

Hallo Dominik,

Grundschüler, die flaschenweise Wodka saufen, also hör mal! Man kann und sollte ja Alkoholerziehung machen, aber was Du da schilderst, ist wohl eher ein Fall für Polizei und Jugendamt. Erzähl mal, in was für Slums Du da Deine Beobachtungen machst.

Jedenfalls ein himmelweiter Unterschied ist das, wenn ein 14-jähriger auf dem Oktoberfest seinen ersten Schwips hat.

mit freundlichem Gruß,

Wolfgang Berger

1 „Gefällt mir“

Hallo Andreas,

ich sehe mein Patenkind (Mädchen) tatsächlich nur einmal im Jahr, deshalb war es für mich sehr erschreckend. Ich habe selbst einen Sohn mit 15 und der trinkt keinen Schluck Alkohol.

Mit den Eltern habe ich darüber geredet, die finden es ganz normal, dass Jugendliche Alkohol trinken, sonst sind sie aussen vor. Sie mussten ihre Tochter bereits einmal von einer Party volltrunken abholen. Sie ist dort „selbstverständlich“ abgefüllt worden und wenn man essen geht ist es doch ganz klar, dass sie ein Glas Wein trinkt.

Ich meine ich kann es schlecht nachvollziehen, denn ich habe bis 18 keinen Alkohol getrunken, es hat mir gar nicht geschmeckt.

Gruss UFONET

Hi Martin,

3 Maß sind drei Liter, wobei man etwas für die Limo abziehen muss :wink:

Ich glaube ich bin genauso spießig wie du :wink:)

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hi,

aber da der Alkohol auf das Körpergewicht zu rechnen ist, haben die Mädels genausoviel intus, wie wenn ich 6 Flaschen getrunken hätte. Da wäre ich wohl schon ziemlich „straff“…Frauen vertragen ja Alkohol physiologisch gesehen auch noch schlechter.

Wenn ein Kind also 3 Maß ohne größere Ausfallerscheinungen trinkt, kann man schon davon ausgehen, das es durch regelmäßiges Training bereits eine erhöhte Alkoholtoleranz hat. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht schädlich für den Organismus ist, imGegenteil ist regelmäßiges trinken schädlicher als ab und zu mal eine größere Menge.

Soweit ich das kenne, ist es in Bayern in manchen Gegegenden üblich, dass auch größere Kinder Bier zum Essen bekommen, so wie in den Weingegenden Wein für alle zum Essen gibt. Das war dann aber eher Dünnbier wie auf der Wiesn, der Wein wurde mit Wasser verdünnt und nur in geringen Mengen getrunken.

Gruss Andreas

Hallo erst einmal :smile:,

…werde ich mal meine Meinung dazu sagen! Sie mag nicht so ganz richtig sein, aber macht euch selbst ein Bild davon:

3 Maß Radler…hm ich denke mal das es dann ehr ein Fanta Gemisch mit etwas Bier war, denn wer läge dann nicht unterm Tisch…

Ich gehe jetzt mal von den 3 Maß weg und rede nur von Alkohol und Jugendlichen:
Es ist doch besser wenn die Kids im beisein der Eltern was trinken, als heimlich auf irgendeiner Parkbank. Oder wo auch immer. Das belegt doch das Vertrauen da ist, oder sehe ich das falsch?
Ich habe früher mit 16 auch schon Alkohol getrunken! Auf mein späteres Leben hat sich das nicht ausgewirkt, denn ich trinke heute so gut wie gar nichts, höchstens mal ein Gläschen Sekt und das kommt zweimal im Jahr vor!
Würde mein Sohn (ist ja erst knapp 10) mit 16 ständig betrunken nach Hause kommen, klar, da würd ich dann auch Theater machen, aber solange es sich in Grenzen hält und nur „mal“ was getrunken wurde, dann wäre das okay! Über die Risiken sollte man die Kids natürlich aufklären!

Außerdem sollten Eltern nicht Vorbilder sein? Leben Eltern den Kindern nichts vor?

Grübelnde Grüße
Nicole

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

böse antwort?

3 Maß Radler…hm ich denke mal das es dann ehr ein Fanta
Gemisch mit etwas Bier war, denn wer läge dann nicht unterm
Tisch…

der, der gewöhnt ist, das zu trinken. 1 maß radler = 1 1-liter-glas halb bier, halb sprudel. das heißt: die patenkinder trinken das öfter.

Es ist doch besser wenn die Kids im beisein der Eltern was
trinken, als heimlich auf irgendeiner Parkbank.

heimlich trinkt oder raucht man dann, wenn man weiß, daß die eltern damit nicht einverstanden sind. mag sein, daß etwas verbotenes erst richtig interessant wird. sicher trinkt oder raucht ein jugendlicher jedoch weniger, wenn er dies heimlich tut als mit dem einverständnis seiner eltern.

ohne einverständnis der eltern:
alk trinken auf parties

mit einverständnis der eltern:
alk trinken auf parties + alk trinken zu den mahlzeiten/ vor dem fernseher etc.

Das belegt doch das Vertrauen da ist, oder sehe ich das
falsch?

für mich belegt es, daß die eltern sich keinerlei gedanken machen über die auswirkungen von alkohol auf ihre kinder. von dieser menge werden kinder normalerweise betrunken. ich finde es nicht in ordnung, daß eltern es zulassen, daß sich ihre kinder in ihrer anwesenheit betrinken.

Ich habe früher mit 16 auch schon Alkohol getrunken! Auf mein
späteres Leben hat sich das nicht ausgewirkt, denn ich trinke
heute so gut wie gar nichts, höchstens mal ein Gläschen Sekt
und das kommt zweimal im Jahr vor!

ein jugendlicher, der sich mal betrinkt, wird nicht gleich zum alkoholiker. ein dermaßen sorgloser umgang mit alkohol, wie er geschildert wurde, gibt aber denkbar schlechte signale an die kinder. sie werden sicher auch radler bestellen, wenn sie mit ihren freunden unterwegs sind etc. - wenn kinder nicht nur ausnahmsweise, sondern gewohnheitsmäßig trinken, sind sie suchtgefährdet.

Über die Risiken sollte man die Kids natürlich aufklären!

es scheint nicht so, als ob die genannten eltern sich der risiken selbst bewußt wären! die menge, um die es hier geht, hat, wenn sie täglich getrunken wird, suchtpotential. wie die kinder die 3 radler vertragen haben, trinken sie das wohl öfter. daher halte ich die kinder für gefährdet.

Außerdem sollten Eltern nicht Vorbilder sein? Leben Eltern den
Kindern nichts vor?

diese speziellen eltern leben ihren kinder einen sorglosen umgang mit alkohol vor. alkohol sollte etwas besonderes sein, daß man nicht wie limo trinkt. wenn ein kind einen anderen eindruck hat, wird es mit alkohol zu sorglos umgehen.

2 „Gefällt mir“

das Problem beim Relativieren
Hallo Nicole,

was mich an der Geschichte nachdenklich stimmte, ist die Tatsache, dass die Jugendlichen, die vom Alter her eigentlich wenig Alkohol vertragen könnten, 3 Liter Bier-Limo-Gemisch schaffen. Da muß der Körper aber schon sehr geübt sein, dass er sich dann auf zwei Beinen halten kann.

Es ist doch besser wenn die Kids im beisein der Eltern was
trinken, als heimlich auf irgendeiner Parkbank. Oder wo auch
immer. Das belegt doch das Vertrauen da ist, oder sehe ich das
falsch?

Sagen wir mal so. Irgendwann müßte man als Eltern seine Kids soweit haben, dass man sie auch mal ein Wochenende oder eine Party lang unbeaufsichtig lassen kann. In Gottes-namen, ich würde mich deswegen nicht hinter´m Zug schmeißen, wenn ich eines der Meinen dabei beobachte wie eine Flasche Sangria cliquenmäßig auf einer Parkbank herumgereicht wird (ich bin nicht immer alt und vernünftig gewesen :wink:) ).

Ich habe früher mit 16 auch schon Alkohol getrunken! Auf mein
späteres Leben hat sich das nicht ausgewirkt, denn ich trinke
heute so gut wie gar nichts, höchstens mal ein Gläschen Sekt
und das kommt zweimal im Jahr vor!

Ohja, und einen Rausch hatte ich mit 17-18 auch schon - Kirschlikör, grausam, nie wieder. Auch wenn es nicht gut ist, Alkohol gehört immer irgendwie in unser Leben, mehr oder weniger. Gefährlich wird es da, wo Alkohol keine Ausnahme sondern die Regel ist. Und noch schlimmer wird es, wenn Alkohol etwas ausgleichen muss: Unzufriedenheit, Anspannung, mangelnde Ausgelassenheit… Darauf müssen wir Eltern als erstes darauf achten, wenn wir beobachten, dass der Ableger immer mal gerne einen kippt, oder mit seinen/ihren Kumpels nie ein Treffen ohne Bier möglich ist. Es gilt auch sich selbst an die Nase zu fassen: wie oft gibt es Alkohol (Bier, Wein, Schnaps, Sekt…) im täglichen Familieneinerlei. Was können Kinder dabei beobachten und erfahren? Wie gehen Eltern mit Frust oder Unbehagen um.

Würde mein Sohn (ist ja erst knapp 10) mit 16 ständig
betrunken nach Hause kommen, klar, da würd ich dann auch
Theater machen, aber solange es sich in Grenzen hält und nur
„mal“ was getrunken wurde, dann wäre das okay! Über die
Risiken sollte man die Kids natürlich aufklären!

Als meine Große in eine höhere Schule kam, hörte ich mir einen Vortrag von einem Drogenbeauftragten (ein Angebot der Schule) an. Er erzählte nicht vom Rauschgift, sondern von der Volksseuche Alkoholismus. Dabei meinte er, dass das ein Thema der Gradwanderungen sei. Es geht darum seine Kinder in die Erwachsenenwelt und damit in die Eigenverantwortlichkeit zu überlassen, aber bitte nicht wegsehen, sondern die Kids dennoch im Auge behalten. Gerade sie sind gefährdet ob ihrer Freiheiten die Suchtgefahren falsch einzuschätzen. Eventuell sollte man sich auch an Beratungsstellen wenden, wenn Verdacht auf gewohnheitsmäßiges Trinken besteht.

Außerdem sollten Eltern nicht Vorbilder sein? Leben Eltern den
Kindern nichts vor?

Ist das nicht am schwersten bei der ganzen Erzieherei?

viele Grüße
grilla

5 „Gefällt mir“

Gerade ist mein Patenkind (16) mit ihren Eltern und ihrer
Schwester (14) bei uns zu Besuch. Als wir so ins Gespräch
kamen, wurde erklärt, dass es ganz normal ist, dass
Jugendliche in dem Alter auf Partys Alkohol trinken.

Mit 16 ja, denn in diesem Alter können laut Gesetz die Jugendlichen ja auch bereits Alkohol und Zigaretten käuflich erwerben und somit auch konsumieren. Mit 14 hätte ich allerdings Bedenken, den Konsum von Alkohol als „normal“ zu bezeichnen. Sicherlich erlebt man, dass Schüler auf Schulparties Alkohol trinken, und dies geschieht ja meist unkontrolliert, ohne die elterliche Aufsicht.

Heute waren wir dann auf dem Oktoberfest, sowohl mein
Patenkind als auch deren Schwester haben je 3 Maß Radler unter
Aufsicht der Eltern getrunken. Ich war (milde gesagt)etwas
entsetzt

3 Mass Radler halte ich für die 14-Jährige schon für etwas übertrieben, bei der Menge würde sogar ich unter den Tisch kippen. Allerdings würde ich mir da nicht unbedingt Gedanken machen. Das Oktoberfest ist ein besonderes Ereignis, vielleicht haben die Eltern den Alkoholkonsum daher - ausnahmsweise! - erlaubt. Wenn nicht, halte ich deine sorgenvollen Gedanken schon für berechtigt. Kindern sollten Genussmittel schließlich als etwas Besonderes vorgelebt und dargestellt werden, die nur ab und zu konsumiert werden sollten und nicht zum Dauerkonsum geeignet sind (–> Abhängigkeit!).

Was den Alkoholkonsum in diesem Alter generell betrifft, so ist meine Auffassung, dass man Jugendlichen den Kontakt nicht gänzlich verbieten sollte, denn dadurch erreicht man erfahrungsgemäß nur das Gegenteil. Das Verbotene hat schließlich einen enormen Reiz! Ich durfte z.B. mit 13 / 14 Jahren zu Hause auch hin und wieder ein Glas Sekt oder Wein, auch mal einen Schnaps, trinken und bin deshalb auch nicht zum Alkoholiker geworden. Ebenso hat mich mein Vater mit 14 beim Rauchen erwischt. Er sagte nur, dass er das nicht gut fände. Und? Ich habs dann ganz von alleine sein lassen, weil ich gemerkt habe, dass er Recht hatte und das Zeug eigentlich gar nicht schmeckt. Hätte er es mir in diesem Augenblick verboten, hätte ich wohl heimlich weiter geraucht.

Ich meine also, dass es nicht schadet, Jugendliche in Sachen Genussmittel nicht allzu autoritär zu erziehen, sondern ihnen den Wert dieser Konsumgüter aufzuzeigen und diese als etwas Besonderes darzustellen. Wie immer sollten Eltern auch hier als Vorbild dienen!!

Beste Grüße

Anna,
die trotz ihrer „wilden“ Jugendzeit seit 15 Jahren keine Zigarette mehr angerührt hat und auch nur selten Alk trinkt!

Hi!

Grundschüler, die flaschenweise Wodka saufen, also hör mal!

Schrieb er nicht: ab 14 geht das los?

Man kann und sollte ja Alkoholerziehung machen, aber was Du da
schilderst, ist wohl eher ein Fall für Polizei und Jugendamt.
Erzähl mal, in was für Slums Du da Deine Beobachtungen machst.

Wahrscheinlich in den gleichen Slums in denen du lebst. Stockbesoffene Jugendliche sind heute wirklich keine Seltenheit mehr. Du triffst sie in Parks oder ganz normal in Innenstadtkneipen. Solange da nicht stärker kontrolliert wird und höhere Strafen ausgesprochen werden ist es den Wirten scheissegal.

Jedenfalls ein himmelweiter Unterschied ist das, wenn ein
14-jähriger auf dem Oktoberfest seinen ersten Schwips hat.

Ich find es ist ziemlich egal wo und warum ein 14jähriger einen Rausch hat. Schlimm find ich, daß die Eltern das unterstützen.

Grüße Dusan

Moin,

Grundschüler, die flaschenweise Wodka saufen, also hör mal!

Schrieb er nicht: ab 14 geht das los?

Gut gelesen :wink: Genau das hab ich geschrieben. Die 7 bezog sich auf das Alter derer mit denen ich auch zu tun hab - die Besäufnisse gehen eben so mit 14 los (im Durchnitt) - Kenne aber auch welche die wesentlich früher loslegen und nicht nur einen Schwips haben.

Wahrscheinlich in den gleichen Slums in denen du lebst.
Stockbesoffene Jugendliche sind heute wirklich keine
Seltenheit mehr. Du triffst sie in Parks oder ganz normal in
Innenstadtkneipen. Solange da nicht stärker kontrolliert wird
und höhere Strafen ausgesprochen werden ist es den Wirten
scheissegal.

Das ist genau der Punkt - sie sind überall und nehmen jeden Anlaß zum Grund zur Flasche zu greifen… :frowning:

Ich find es ist ziemlich egal wo und warum ein 14jähriger
einen Rausch hat. Schlimm find ich, daß die Eltern das
unterstützen.

Aber wennste mal versuchst mit den Eltern zu sprechen, wird abgewiegelt „Mein Kind macht sowas nicht“ etc…

CU - Dominik

Als mein Sohn diesen Sommer seinen 16. Geburtstag feierte, fragte ich ihn (der auf Parties mit einem anderen Kumpel zusammen immer den Außenseiter gibt, weil sie nix trinken), ob er jetzt einen Kasten Bier bereithalten müsse. Nein, sagte er entrüstet, ich will kein Besäufnis. Tage später fragte er recht kleinlaut an, ob wir nicht doch eine Kiste Kölsch besorgen könnten, die Jungs (die meisten ein Jahr älter als er) hätten schon angefragt, ob sie sich ihr Bier selber mitbringen müßten. Wir waren schon froh, daß sich keiner Schnaps mitgebracht hat, denn im allgemeinen ist das das Problem auf solchen Parties.

Viel mehr erschreckt hat mich, daß meine gerade 14jährige Tochter neulich auf einer Party war und vorher gefragt wurde, ob sie wohl Smirnoff auf Eis möge. Das arme Kind wußte gar nicht, was das ist. So wie ihre Freundinnen auch nicht. Es war auch niemand betrunken, sagte sie später, aber die Feier wird wiederholt - ohne uns. Die wollen sich nochmal richtig besaufen. Mit Einverständnis der Eltern übrigens, die ihrem Töchterchen auch sonst alles erlauben. (Meine Tochter steht da übrigens nicht drüber, sie fühlt sich ausgegrenzt…)

Gruß
Aia

Hi Aia *freu*

ja ich kann mir vorstellen, dass sie sich ausgegrenzt fühlt.
Ich habe mich beim lesen der ganzen Postings an meine Junged (iss ja schon länger her) erinnert.

Es gab immer welche (14J), die vor dem Bäcker standen und rauchten. Und dann irgendwann auch Alkohol getrunken haben. Ich habe mich damals auch ausgegrenzt gefühlt, war ich doch immer die „Brave“. Heute bin ich froh, dass ich ausgegrenzt war, denn 60 % von denen sind heute alkoholabhängig.

Auf der anderen Seite fanden meine Freundinnen und ich es auch immer cool, dass wir mit 18 immer noch keinen Alkohol getrunken haben. Wir haben uns als etwas Besonderes gefühlt, weil wir nicht mit der Masse gerannt sind. Ich weiß echt nicht, was besser ist…

Ich mein es muss nicht zwangsläufig zur Abhängigkeit kommen, aber die Gradwanderung ist doch sehr schwierig.

Sicher hätte ich meinen Töchtern/Söhnen, nach dem 1.Radler erstmal ein Spezi „verpasst“ :wink: und nicht gesagt, ach iss ja nur Radler (O-Ton der Mutter). Ich denke soviel Einfluss sollte man schon noch haben.

Gruss UFONET

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]