Junge 9 und Mädchen 11 teilen auch ein bett

Hallo Community,

ich habe eine etwas seltsame Frage und bin auf der Suche nach unvoreingenommen Meinungen.

Ich lebe von den Vater meines Sohnes (9) getrennt.
Regelmäßig besucht er seinen Papa an den Wochenenden und den Ferien.
Vor 4 Wochen wollte mein Sohn überhaupt nicht zu Papa, was völlig überraschend war, denn eigentlich geht er gerne hin.
Also ließen wir ein Wochenende in Absprache mit dem Papa ausfallen.

Auf Nachfrage was los ist, sagte er nur, dass der 5 Jährige Sohn der neuen Freundin nerven würde.
Mir persönlich war es eigentlich kein ausreichender Grund, aber ich beließ es dabei. Jedoch nicht ohne meinen Sohn zu sagen, dass er mit allem zu mir kommen kann und wir auch nicht mit irgendjemanden sonst darüber sprechen müssen.

Er war das vergangene Wochenende dann ganz regulär bei Papa. Ich holte ihn ab, mein Sohn war sehr verpennt.
Es stellte sich heraus, das in seinem Zimmer was er bei Papa im Keller hatte vor 7 Wochen vom Regen heimgesucht wurde. Nun musste mein Sohn bei der Tochter (11) der neuen Lebensgefährtin im Bett schlafen - zusammen mit der Tochter.

Nun stellt sich mir hier die Frage, ob das moralisch vertretbar ist?

Mein Sohn sagt es würde ihm nichts ausmachen, aber das klärt nun nicht die Frage der Moral.

Diese Tochter hat eine weitere Schwester (14), einen weiteren Bruder (12) und mein Sohn und die Kinder teilen sich noch einen Bruder (2).
Somit wären auf jeden Fall alternativen geboten.

Also lange Rede kurzer Frage:
Moralisch vertretbar ja oder nein?

Das ist ja ein Gewirr aus Bruderschaften?

Kann es sein, dass du damit sagen willst, dass dein Sohn einen 2-jährigen Halbbruder hat, den sein Vater mit seiner neuen Lebensgefährtin bekam?

Was nützt dir die Moral, wenn du kein gutes Gefühl bei der Sache hast?

„Lieber Ex-Mann, kläre bitte die Übernachtungsgegebenheiten; ich möchte nicht, dass mein Sohn mit seiner Stiefschwester, beide an der Schwelle zur Pubertät stehend, in einem Bette schlafen.“

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Die neue Lebensgefährtin brachte 4 Kinder mit in die Beziehung, plus ein gemeinsames (der 2 jährige / Halbbruder meines Sohnes).

Vielen Dank für den sehr passenden Text. Den werde ich ihn genau so sagen. Manchmal ist man etwas blind wenn man direkt in der Angelegenheit steckt.

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Und daß man, falls das weiterhin so stattfindet, eine vollständige Ausarbeitung über alle Verwandschaftsverhältnisse innerhalb der Familie für den Fall erwartet, daß die beiden Kinder ein gemeinsames Kind in die Welt setzen. Allein das dürfte als Abschreckung reichen.

SCNR

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Ich erweitere um:

Dingsteils Sohn zeugt mit der Tochter der Lebensgefährtin seines Vaters eine/n Sohn/Tochter (m/w/d) und mit der Lebensgefährtin des eigenen Vaters nachher, weil ein Sturm auch noch das Schlafzimmer abdeckt und die gemeinsame Nächtigung in dieser Konstellation vonnöten ist, abermals ein weiteres Kind (m/w/d).

Hallo,
boah Leute, macht doch alles nicht so kompliziert. Wenn der Sohn (9) und Stiefschwester (11) damit kein Problem haben ist doch alles in Butter. In dem Alter laufen da ganz gewiss keine Orgien Nachts, bei denen ungewollte Enkel entstehen. Ich spreche da aus Erfahrung.
Gruß

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Habe schon von Mädels gehört, die mit 9 schwanger wurden

Aber gewiss nicht in geregelten Verhältnissen, bzw in „normalen“ Familien, auch wenn es Patchwork ist

Ich sehe da kein Problem. Und so ein Wasserschaden ist ja auch eine außergewöhnliche Situation, die eine Notlösung notwendig und vertretbar macht. Und den beiden macht es anscheinend nichts aus.

Gruß,
Max

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Geht es wirklich darum, daß da ein Kind gezeugt wird? Oder geht es darum, daß Kinder in dem Alter auch ein Recht auf Privat- und Intimsphäre haben und sich aussuchen können sollten, wer bei Ihnen im Bett schlafen darf? Was meinst Du? Falls Du Dir nicht sicher bist, kannst Du ja vielleicht noch einmal die Frage lesen, um die es hier geht bzw. gehen sollte.

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Ich hab die Frage sehr wohl gelesen. Dass der Junge verpennt war, lag vielleicht daran, dass sie die halbe nacht gequatscht haben, War bei meinen Kindern nicht anders

Dürfte ich noch kurz anmerken, dass es vielleicht mehr Sinn ergibt wenn hier nur Leute Ratschläge geben, die auch schon Kinder großgezogen haben? Also meine sind (m)19 und (w) 22. Weise Ratschläge von Kinderlosen Leuten sind einfach nur müßig zu begrinsen. Habt ihr gewiss schon erlebt.
Gruß

Ganz genau:

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Leute ganz ruhig.
Wie ich sehe gibt es tatsächlich geteilte Meinungen dazu.
Natürlich glaube ich nicht das dabei ein Enkel entsteht. Mir ging es dennoch um den moralischen Punkt und ob ich es vielleicht zu eng sehe.

Ein Update habe ich noch für interessierte:
Mein Sohn störte es wohl doch (habe ich mir fast gedacht). Er hat heute seinen Papa angerufen, zuerst ein wenig geplaudert und dann fragte mein Sohn seinen Papa in sein Zimmer wieder in Ordnung ist damit er in Ruhe schlafen kann wenn er das nächste mal da ist.

Um vorzubeugen möchte ich an dieser Stelle sagen, dass ich meinen Sohn nicht gesagt habe, ob ich die Situation welche gegeben war gut oder schlecht finde. Wohl habe ich ihm gesagt, dass er immer mit Papa oder mir reden kann wenn ihn was stört.
Ich bin nicht die Art von Mensch die den Papa des gemeinsamen Kindes vor dem Kind schlecht macht oder versucht Keile zu treiben.

Vielen Dank für die wirklich hilfreichen und Richtungsweisenden Antworten :slightly_smiling_face:

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Gern geschehen.Jederzeit wieder

Wenn ich an meine zehn Jahre alte Tochter denke, habe ich ernsthafte Zweifel daran, daß man in einem solchen Zusammenhang auf’s erste Anfragen eine ehrliche Antwort in dem Sinne bekommt, daß a) die tatsächlichen Gefühle dem Kinde klar sind und b) diese dann auch offen geäußert werden. Gerade bei Scheidungskindern ist der Wunsch oft sehr stark ausgeprägt, den Erwachsenen das zu sagen, was sie mutmaßlich hören wolle und sie sind erstaunlich gut darin, das auch zu erspüren. Erst recht bei einem so heiklen Thema, das dem Kind im Zweifel auch noch selber unangenehm ist und bei dem es den Wunsch verspürt, Diskussionen - wenn sie denn schon aufkommen - möglichst schnell zu beenden.

Den tatsächlichen Gefühlszustand des Kindes zu ergründen, dürfte etwas Arbeit, sehr viel Einfühlungsvermögen und einen ruhigen Moment erfordern.

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Ah kuck:

Alles andere hätte mich auch gewundert. Kinder in dem Alter wollen im Regelfall keinen anderen Menschen in ihrem Bett haben (allerhöchstens mal ein Elternteil), erst recht keinen des anderen Geschlechts, der in diesem Fall auch nicht „echtes“ Geschwister ist.

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Tatsächlich ist es so, dass wir hier nur das haben, was uns gesagt wird und es gab zunächst(!) keinen Grund, daran zu zweifeln, zumal die Mutter sehr differenziert geschildert hat.
Es war klar so formuliert, dass es um eine Moralfrage der Mutter ging, nicht um ein Unwohlsein des Kindes.

Das ist übrigens gar nicht meine Erfahrung mit den KIndern, dieses Alters, die ich beobachtet habe.

Das auch nicht.

Es gibt sicherlich unterschiedliche Verhältnisse, unterschiedliche Kinder und unterschiedliche Bewertungen solcher Situationen, und wenn Deine Aufforderung an P., auf die ich reagiert habe

aus dem UP nicht wirklich nicht herleitbar gewesen wäre, denn dort ging es zunächst ausschliesslich um die Moralthematik der Mutter- und da war nichts, was man in deinem Sinne noch herbei lesen hätte können- hätte ich ja auch gar nichts weiter gesagt.

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Doch, einen Grund gab es: die Frage. Wenn sie überzeugt davon gewesen wäre, daß es ihrem Sohn nichts ausmacht, hätte sie nicht gefragt.

Zum Rest möchte ich eigentlich nichts mehr schreiben.

Ich finde das immer noch sehr weit her geholt. Die Frage war sehr eindeutig die nach der moralischen Einschätzung.
Wie dem auch sei, die richtige Antwort für alle Fälle wurde ja auch gegeben:

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