Hallo Saskia.
Er ist am 01.04. geboren, also fast 4 Monate alt.
nach meiner Rechnung ist er damit fast 5 Monate alt und damit schon eher als Junghund zu bezeichnen (ergo kein Baby, wie ich weiter unten gelesen habe).
Sein
bisheriges leben hat er bei seienn Züchtern verbracht, die
ersten vier Wochen wohl in einer Wurfkiste im Haus, seit der
5. Woche in einem Gartenauslauf mit Gartenhaus.
Das heißt, dass hier keine Erziehung zur Stubenreinheit stattfand?
Und er klebt an mir. Nicht an meinem Mann, an mir. Was immer
ich hier im Haus tu- er folgt mir auf Schritt und Tritt, wenn
ich auf Toilette gehe steht er vor der Tür und jault, wenn ich
kurz nach oben gehe (da darf er nicht mit hin- jault er
ebenfalls.
Dass Du „Tabu-Zonen“ aufbaust, finde ich sehr gut! Wo befindet er sich denn nachts/wie verlaufen die Nächte?
Das Hinterherrennen ist „normal“ und erst einmal gar nicht so negativ zu bewerten (wie schon erwähnt). Das Jaulen ebenfalls - aber hier hilft nur ignorieren - und bloß nicht:
Außerdem zerreißt es mir das Herz, wenn er ständig jault und
mich anschaut, als würde er verprügelt…
Damit bestätigst (wenn auch unbewusst) nur seine Unsicherheit. Ich weiß, es fällt schwer, aber versuch es so zu sehen: „Das ist normal - da muss er durch!“ Gib ihm das Gefühl, dass trotz aller Veränderung alles „sicher“ und unter Kontrolle ist in seiner Umgebung.
Ich habe hier auch so einen „Schattenhund“, der mir von der ersten Minute an hinterherlief. Dies hat sich bis heute nicht geändert - bloß hat er schnell gelernt, dass ich es nicht grundsätzlich durchgehen lasse (sprich, dass er auf seinem Platz bleiben muss). Außerdem habe ich ihn konsequent von der ersten Nacht an „weggesperrt“ (und er war wahrlich noch ein „Baby“).
Da bei mir das gesamte Erdgeschoss „offen“ ist (ins OG darf mein Hund auch nicht), habe ich mit ihm vorerst trainiert, dass er auf seinem Platz bleibt, wenn ich mich (für ihn in Sichtweite) bewege. Das hat ihm (meine ich) die Sicherheit gegeben: „Aha, sie ist ja noch da, ist also alles ok, aber ich muss eben hier liegen bleiben!“
Das hat relativ schnell geklappt, und der nächste Schritt („außer Sichtweite“) war dann auch leichter (als wenn ich diesen zweiten Schritt zuerst gemacht hätte).
Er jault sowieso sehr viel, er schleicht oft winselnd hinter
mir her- und ich weiß nicht, was ich tun soll.
Das finde ich allerdings etwas eigenartig. Es könnte natürlich auch daran liegen, dass der Hund Deine Hilflosigkeit spürt. Trotzdem eine andere Frage: Wurde der Hund vor Abgabe noch einmal einem Tierarzt vorgestellt?
Er will nicht raus- selbst, wenn er eigentlich Pinkeln muss,
muss ich ihn aus dem Haus schleifen oder tragen.
Das heißt, er läuft Dir nicht in den Garten hinterher, sondern bleibt an der Tür stehen und winselt? Was macht er denn, wenn Du für ihn draußen außer Sichtweite bist?
Er will nicht spielen, da schaut er mich nur doof an. Ich weiß
nicht was er will.
Was hat er denn bei dem Züchter für Eindrücke sammeln können? Sind sie nicht mit ihm „Gassi-gegangen“? Hatten die Welpen kein Spielzeug? War Dein Hund vom Verhalten her „anders“ als seine Geschwister (zurückhaltender, ängstlicher)?
Hat der Züchter Euch kein Spielzeug mitgegeben (meiner hat damals so ein Spieltau mitbekommen, das so hervorragend nach „Mama“ und „Geschwinstern“ roch)?
Ich habe das Gefühl, ihm ist langweilig- aber wenn er nicht
spielen will, was soll ich tun?
Lässt er sich denn zu nichts motivieren? Auch kein Raufen, wenn Du Dich auf den Boden setzt und den „Affen“ machst?
Aber ab nächste Woche muss ich wieder arbeiten und ich sehe
jetzt noch nicht, wie er da alleine bleiben soll, wenn er
schon 2 Minuten nicht aushält.
Da sehe ich allerdings auch ein Problem. Nicht wegen des Alters (mit fast 5 Monaten sollte dies weniger ein Problem darstellen), aber weil er erst so kurz bei Dir ist und von seinem Charakter her anscheinend nicht gerade zu den „starken Persönlichkeiten“ gehört. Deine Abwesenheit könnte dann schon fast traumatisch für ihn werden, so dass es sein könnte, dass Du dauerhaft Probleme mit ihm bekommst.
Kann mir irgendjemand Tipps geben? Biite!
Mehr Fragen als Tipps! 
Liebe Grüße
Kathleen