Kachelofen kann nicht genutzt werden,muß ich trotzdem den Schornsteinfeger bezahlen?

Wir sind zur Miete in ein Haus gezogen, daß zusätzlich zur Gasheizung auch einen schönen Kachelofen hat.
Diesen hatte der Vormieter eingebaut.
Nach Einzug stellten wir fest, das der Ofen nicht richtig zieht und somit unbrauchbar ist.
Der Schornsteinfeger sah ihn sich an und meinte, die Züge müßten gereinigt werden. Er würde das machen, Kosten ca. 60 Euro.
Das habe ich dem Vermieter mitgeteilt. Da wir die Kosten nicht übernehmen wollten, er sie aber auch nicht übernimmt, können wir den Kachelofen nicht nutzen.
Müssen wir nun trotzdem die Kosten für die Schornsteinreinigung übernehmen?

Ohne Gruß

aha und ihr habt diesen übernommen, oder hat der Vermieter diesen übernommen?

Falsch.
Ihr könntet ihn nutzten, ihr wollt aber nicht weil er nichts taugt.
Somit ist der Schorni am Zug (im wahrsten Sinne des Wortes).

Eine Wartung des Schornsteins gehört zu dem, was der Vermieter bezahlen muss. Er darf es dann auf die Betriebskosten umlegen. Ihr könnt dann auch gleich selber bezahlen.

Eine besondere Reinigung könnte aber den Charakter einer Reparatur haben. Dann zahlt der Vermieter, darf die Kosten aber nicht umlegen.

Hallo!

Wichtig für die Kosten ist doch ob der Kachelofen Bestandteil der Mietsache ist oder geworden ist.
Also, entweder der Vormieter hat ihn mit oder ohne Zustimmung einbauen lassen und der Vermieter hat es geduldet.
und damit ist er im neuen Mietvertrag als Bestandteil der Wohnung anzusehen und muss auch funktionsfähig und nutzbar sein.

Ausnahmen könnten im Mietvertrag geltend gemacht sein, Dort müsste aber sinngemäß stehen „Kachelofen ist nicht Teil des Mietvertrages, Nutzung ist dem Mieter auf eigene Kosten freigestellt“ oder etwas in der Art.

Übrigens, ich bezweifele es handelt sich überhaupt um einen Kachelofen, eher um einen verkachelten Kaminofen.
Denn Kachelofen, vor Ort aufgemauert wäre eine extrem aufwändige und kostspielige Sache. Die baut kein Mieter „einfach mal so“ ein.
Egal.

Und die Schornikosten beziehen sich doch auf alle Schornsteine im Haus und sonstige Arbeiten am Heizkessel. Das ist umlagefähig. Selbst dein nicht benutzter Kaminzug zum Kachelofen.

Schau deinen Vertrag an und handele entsprechend. Wenn nichts gegenteiliges vereinbart war, dann muss der Vermieter den Ofen reinigen lassen damit ihr ihn nutzen könnt. Er müsste auch ggf. Reparaturen machen lassen. auf seine Kosten !
Das kann man notfalls auch rechtlich durchsetzen .

MfG
duck313

Habt ihr euch schon mal erklären lassen, wie das Ding zu betreiben ist? Ein Ofen, der nicht zieht bekommt heutzutage gar keine Zulassung, das kann also eigentlich nicht sein.

Der Vermieter

Gut, nun stellt sich die Frage, ob dieser das ganze im rahmen der Nebenkosten umlegen darf,

leider ist bei deiner Fragestellung nicht ganz klar um was für eine Verschmutzung des Schornstein es sich handelt und durch was oder wem sie verursacht wurde.

Regelmäßige Reinigungsarbeiten sind auf jeden Fall umlegbar. Gibt es andere Gründe der Verschmutzung, wie unsachgemäße Benutzung, dann fällt dies unter Instandsetzung, diese ist nciht umlegbar.

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