Ist es möglich, unser „gesichertes“ Wissen in Frage zu
stellen?.
Natürlich, das Problem bei Illig ist nur das er gewaltig rumpfuschen muss um sein gewünschtes Ergebnis zu erreichen.
Gregor der XIII. führte den Gregorianischen Kalender ein und
glich damit die
jährlich aufgelaufenen 11 Minuten und 14 Sek. seit Julius
Cäsar (45 v.Chr.) aus.
Es geschah ein Wunder: Gregor hätte 13 Tage ausfallen lassen
müssen. Er ließ nur
zehn Tage ausfallen und erreichte damit doch die
Übereinstimmung mit den
astronomischen Daten.
Die gregorianische Kalenderreform hatte absolut nichts mit Cäsar zu tun sondern bezog sich auf das Konzil von Nicäa.
Ein genauer Blick auf „inter gravissimas“, das Dokument der Gregorianischen Reform ergibt:
„…primum, certam verni aequinoctii sedem; deinde rectam positionem XIV lunae primi mensis, quae vel in ipsum aequinoctii diem incidit, vel ei proxime succedit; postremo primum quemque diem dominicum, qui eamdem XIV lunam sequitur; curavimus non solum aequinoctium vernum in pristinam sedem, a qua iam a concilio Nicaeno decem circiter diebus recessit, restituendum, et XIV paschalem suo in loco, a quo quatuor et eo amplius dies hoc tempore distat, reponendam,sed viam quoque tradendam et rationem, qua cavetur, ut in posterum aequinoctium et XIV luna a propriis sedibus nunquam dimoveantur. …“
Deutsch:
… zuerst setzen wir das exakte Datum des Frühlings- Äquinoktiums fest; dann das genaue Datum des vierzehnten Tages des Mondes (Vollmond), der dieses Alter am selben Tag wie das Äquinoktium oder sofort danach erreicht, schließlich den ersten Sonntag, der diesem vierzehnten Tag des Mondes (Vollmond) folgt. Folglich wendeten wir diese Sorgfalt nicht nur an, damit es das Frühlings- Äquinoktium auf sein ehemaliges Datum zurückbringt, von dem es bereits ungefähr 10 Tage seit dem Konzil von Nicäa abgewichen ist, sondern damit dem vierzehnten Tag des Oster- (Voll-) Mondes sein rechtmäßiger Platz gegeben wird, von dem er jetzt vier und mehr Tage entfernt ist, aber auch, damit dort ein methodisches und rationales System gegründet wird, das zukünftig sicherstellt, dass das Äquinoktium und der vierzehnte Tag des Mondes (Vollmond) sich nicht von ihren passenden Positionen bewegen.
Die päpstliche Bulle stellt in der Folge noch zusätzlich klar, dass dieser Tag des Frühlingsäquinoktiums der „XII Kalendas Aprilis“ ist, dem der heutige 21. März entspricht:
…„Deinde, ne in posterum a XII kalendas aprilis aequinoctium recedat, statuimus bissextum quarto quoque anno (uti mos est) continuari debere, praeterquam in centesimis annis…“
Wie sich aus Quellen und auch aus modernen Berechnungen des Erdenlaufs ergibt, war der Frühlingsbeginn damals, beim Konzil zu Nicäa, tatsächlich am 21. März.
Wie sich leicht errechnen lässt, ergibt die Diskrepanz zwischen der Julianischen Kalenderformel und dem wirklichem Erdenlauf in den 1258 Jahren zwischen Nicäa (325) und 1583 tatsächlich ca. 10 Tage.
(1583 - 325 = 1258; 365,25 x 1258 = 459484,5; 365.2422 x 1258 = 459474,69; 459484,5 - 459474,69 = 9,81 Tage).
Gruss
Armin