Kampfhandlungen nach dem 8 Mai 1945

Gab es in Deutschland nach der Kapitulation am 8 Mai 1945 noch Kampfhandlungen, und waren dies von versprengten Soldaten geführte, oder gab es noch strukturierte Kampfhandlungen von verbohrten zu allem entschlossenen Verbänden?

Hallo Meiko

Soweit ich informiert bin, gab es in Dresden (Südvorstadt/Nähe Nossener Brücke und Reichsbahngelände bis zum TU-Gelände) nach dem 8.Mai noch Kämpfe mit Wlassow-Verbänden (sogenannte Beutedeutsche), welche erst mit dem Marsch der Sowjetarmee auf Prag ca. 10 Tage später entgültig beendet wurden. Das Dresdener Stadtmuseum wird da sicher bessere Auskunft geben können.

der Hinterwäldler

Gab es in Deutschland nach der Kapitulation am 8 Mai 1945 noch
Kampfhandlungen, und waren dies von versprengten Soldaten
geführte, oder gab es noch strukturierte Kampfhandlungen von
verbohrten zu allem entschlossenen Verbänden?

Gab es in Deutschland nach der Kapitulation am 8 Mai 1945 noch
Kampfhandlungen, und waren dies von versprengten Soldaten
geführte, oder gab es noch strukturierte Kampfhandlungen von
verbohrten zu allem entschlossenen Verbänden

hallöchen, soweit ich weiss, kämpften französische ss-angehörige der division charlemagne noch tage nach offizieller beendigung der kampfhandlungen in der reichskanzlei, da sie keinesfalls gefangengenommen und nach frankreich ausgeliefert werden wollten.
mfg goetz

Hi,

Gab es in Deutschland nach der Kapitulation am 8 Mai 1945 noch
Kampfhandlungen, und waren dies von versprengten Soldaten
geführte, oder gab es noch strukturierte Kampfhandlungen von
verbohrten zu allem entschlossenen Verbänden

hallöchen, soweit ich weiss, kämpften französische
ss-angehörige der division charlemagne noch tage nach
offizieller beendigung der kampfhandlungen in der
reichskanzlei, da sie keinesfalls gefangengenommen und nach
frankreich ausgeliefert werden wollten.

Wo steht das? Das würde mich interessieren. IIRC
kämpften die Reste von „Charlemagne“ eingegliedert
in die 11.SS „Nordland“ in Berlin bis zum 1. oder 2.Mai.

IMHO gab es nach dem 8. Mai - und in Berlin praktisch
nach dem 5. Mai - keine Kämpfe regulärer Einheiten
mehr (afaik!). Was es gab, war der Versuch von ehem.
Eliteeiheiten, sich nach Westen durchzuschlagen, ins-
besondere von Berlin aus. Und im Zweifelsfalle ist der
Russe, der sich in den Weg stellt, ein toter Russe.

Denn von den Russen aufgegriffene SS- und Waffen-SS-
Truppen wurden auf der Stelle erschossen.

Grüße

CMБ

Wo steht das? Das würde mich interessieren. IIRC
kämpften die Reste von „Charlemagne“ eingegliedert
in die 11.SS „Nordland“ in Berlin bis zum 1. oder 2.Mai.

IMHO gab es nach dem 8. Mai - und in Berlin praktisch
nach dem 5. Mai - keine Kämpfe regulärer Einheiten
mehr (afaik!). Was es gab, war der Versuch von ehem.
Eliteeiheiten, sich nach Westen durchzuschlagen, ins-
besondere von Berlin aus. Und im Zweifelsfalle ist der
Russe, der sich in den Weg stellt, ein toter Russe.

Denn von den Russen aufgegriffene SS- und Waffen-SS-
Truppen wurden auf der Stelle erschossen.

Grüße

CMБ

ich hatte das mal in irgendeiner doku aufgeschnappt und fand das erstmal irgendwie schlüssig. falls das falsch ist, lasse ich mich gerne belehren. aber gestatte noch noch fragen nach einigen abkürzungen, z.b. IIRC, IMHO und was ist afaik? danke im vorraus gruss goetz

Hallo Goetz,

ich hatte das mal in irgendeiner doku aufgeschnappt und fand
das erstmal irgendwie schlüssig. falls das falsch ist, lasse
ich mich gerne belehren.

Ich denke nicht, dass es für Angehörige „westlicher“
Elitetruppen etwas schlimmeres gibt, als den Russen in
die Hände zu fallen. Nach der Schlacht um Berlin ist
eine „Haftstrafe“ in Frankreich wahrscheinlich eine
willkommene Erholung.

aber gestatte noch noch fragen nach
einigen abkürzungen, z.b. IIRC, IMHO und was ist afaik?

IIRC – if i remember correctly – wenn ich mich recht entsinne
IMHO – in my humble opinion – meiner Ansicht nach
AFAIK – as far as i know – soweit mir bekannt ist

Grüße

CMБ

Gab es in Deutschland nach der Kapitulation am 8 Mai 1945 noch
Kampfhandlungen, und waren dies von versprengten Soldaten
geführte, oder gab es noch strukturierte Kampfhandlungen von
verbohrten zu allem entschlossenen Verbänden?

Ich habe gerade nochmal nachgesehen.

Die 10.SS „Frundsberg“ kämpfte vom 7. bis zum 12. Mai 1945
im Raum Moritzburg/Brüx(Most)/Klingenthal gegen die
Sowjets, bevor sie sich zu den Amerikanern (Tangermünde)
durchschlug.

vgl. ISBN: 0921991436 Buch anschauen (leider nicht mehr gelistet)
dafür:
http://www.amazon.com/exec/obidos/tg/detail/-/092199…

CMБ

Hallo Meiko,

ja es gab noch Kampfhandlungen…
Die Deutsche Kriegsmarine z.B. versuchte auch noch nach dem 08.Mai 1945
Flüchtlinge und Soldaten aus dem Ostseeraum (Baltische Staaten und Ostpreußen) in das „westlich“ besetzte Deutschland zu bringen.
Denn am 01 Mai 1945 hatte Großadmiral Dönitz als „neuer“ Reichspräsident
die deutschen Truppen im Osten zur Fortsetzung des Krieges aufgefordert.
Formal is Dönitz der Vertreter des Deutschen Reiches und die Kapitulationen von Generaloberst Alfred Jodl, Generaladmiral Hans-Georg von Friedeburg (1895-1945) und General Wilhelm Oxenius am 07.Mai 1945 in Reims (F) sowie am 08.Mai 1945 von Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel, im Beisein des sowjetischen Marschalls Georgi K. Schukow im sowjetischen Hauptquartier in Berlin-Karlshorst binden nicht das Reich.
Erst mit der Verhaftung Dönitz am 23.Juni 1945 in Flensburg durch Britische Truppen wird ein „de Facto“-Ende unter das Deutsche Reich gesetzt.
Nicht jedoch Juristisch…dieses sollten die West-Allierten schon bald bedauern…
Denn das Deutsche Reich „existierte“ zumnindest in Berlin bis 1994 fort…
Aufgrund der Zoneneinteilung,über die sich die 4 Allierten auf Jalta
geinigt hatten,unterlag der Sowjetunion der Eisenbahnbetrieb in ihrem
Sektor (und somit auch für ganz Berlin).
Damit hatten die „Russen“ einen „Fuß“ im Westen…und deswegen behielt auch die Eisenbahn der DDR den Namen „Deutsche Reichsbahn“ bei.Erstens hatte dadurch die UdSSR immer einen Fuß im Westen und zweitens,was noch viel wichtiger war,man konnte von den zahlreichen
Einnahmen der DR im Westteil der Stadt profitieren…
Diesen Zustand wurde erst mit dem Mauerbau 1961 einhalt geboten,
von da an wurden sämtlich Einnahmen aus Grundstückspachten und Geschäftsbetrieben von einer Verwaltungsstelle treuhänderisch verwaltet und die DR (DDR) musste auf diese verzichten.
Im Gegenzug wurde daraufhin natürlich der Verkerh eingeschränkt bis zum Verkauf der S-Bahn an den Senat der Stadt Berlin (West).
Alles übrigens auf Weisung von Moskau,denn die eigentliche Reichsbahnverwaltung in Berlin (Ost) hatte eigentlich ganz andere Pläne,da sie als Beförderungsunternehmen natürlich lieber „lukrative“
Nahverkehrslinien im Zusammenhang bereiben wollte.

mfg

Frank

hallo semjon,

Ich denke nicht, dass es für Angehörige „westlicher“
Elitetruppen etwas schlimmeres gibt, als den Russen in
die Hände zu fallen. Nach der Schlacht um Berlin ist
eine „Haftstrafe“ in Frankreich wahrscheinlich eine
willkommene Erholung.

ich glaube, genau die hätten sie nicht erhalten, sondern wären als kollaborateure, mit denen die resistance keinen allzu humanen umgang pflegte, hingerichtet worden.natürlich nicht ohne vorher tagelang misshandelt und gedemütigt sein zu worden. da erschien der tod im gefecht mit der roten armee vielen sicher als das „kleinere übel“.

gruss goetz

Hi Meiko!

Ich hab hier etwas zum Seekrieg gefunden:

Am Nachmittag des 8.Mai 1945 verlässt der Ex-Bäder-Dampfer RUGARD mit ca. 600 den kleinen Hafen von Hela, gefolgt von Räumbooten und dem F-Boot der 9.Sicherungdivision.
Man will versuchen, entlang der schwedischen Hoheitsgewässer die Kieler Bucht zu erreichen.
Gegen 18.00 Uhr am 9.Mai werden vier anlaufende sowjetische S-Boote gemeldet.
Die russischen Boote fahren zunächst in 200m Abstand vorbei und versuchen dem Geleit den Weg abzuschneiden.
Eines der Boote legt an der Bordwand der RUGARD an und fordert die Rückkehr unter Androhung von Gewalt. Danach legt das Boot ab und wartet darauf, dass das Geleit den Kurs ändert.
Der kommandoführende Offizier der RUGARD befielt aber äusserste Kraft voraus, da in der Ferne schon die schwedische Küste zu sehen ist.
Die R-Boote können die Russen abschütteln, die RUGARD ist aber zu langsam und bleibt zurück.
Die RUGARD kann zwei Torpedos der Russen entgehen, woraufhin die russischen S-Boote mit Maschinenwaffen das Feuer eröffnen.
Die Deutschen wehren sich mit dem einzig zur Verfügung stehenden Geschütz (eine alte französische Oberdeckkanone, Kaliber 7,5cm).
Schon der zweite und dritte Schuss treffen eines der russischen Boote, wobei dieses in Rauch gehüllt abdreht und die restlichen Boote schliesslich auch das Weite suchen.
Die RUGARD läuft danach am 10.Mai 1945 in die Strander Bucht bei Kiel ein.

Hier noch was zum Luftkrieg:
Am 9.Mai unternehmen amerikanische und russische Schlachtflugzeuge gemeinsam einen letzten Einsatz (also nach der Kapitulation). Amerikanische P-38L und russische Il-2M (951. Flieger-Sturmregiment) greifen eine deutsche Panzerkolonne in der Nähe von St. Pölten in Österreich an.

Verschiedene Verbände kapitulieren erst nach der Kapitulation vom 8.Mai:

  • Am 10. Mai kapituliert die Heeresgruppe Kurland – 208.000 Man gehen in Gefangenschaft.

  • Am 14.Mai um 12.00 Uhr kapitulieren die letzten Grossverbände – ca. 150.000 Mann – der deutschen Armee Ostpreussen auf der Halbinsel Hela vor der 2. Weissrussischen Front.

Ob und inwiefern hier noch Kampfhandlungen nach dem 8.Mai stattfanden, kann ich mit den mir zur Verfügung stehenden Büchern leider nicht nachvollziehen.
Vielleicht hat noch jemand genauere Angaben dazu.

Als letzte deutsche Einheit kapituliert übrigens der Wettertrupp „Haudegen“ auf der Insel Nordostland (Spitzbergen) am 4.September 1945 gegenüber dem Kapitän eines norwegischen Robbenschlägers – man konnte die Leute vorher nicht aus dem Eis holen.

Quellen: J. Piekalkiewicz – „Der Zweite Weltkrieg“ sowie „Seekrieg 1939-1945“

Gruss

Tom

Tach

ich glaube, genau die hätten sie nicht erhalten, sondern wären
als kollaborateure, mit denen die resistance keinen allzu
humanen umgang pflegte, hingerichtet worden.natürlich nicht
ohne vorher tagelang misshandelt und gedemütigt sein zu
worden. da erschien der tod im gefecht mit der roten armee
vielen sicher als das „kleinere übel“.

gruss goetz

Was bitte soll die Resistance da zu melden haben? Die waren ein brauchbarer Partner im Krieg, aber man lieferte ihnen sicher keine Kriegsgefangenen aus. Ausserdem kämpften auch viele Holländer, Skandinavier usw in SS Verbänden, die man kaum als Kolaborateure bezeichnen kann bzw irgendwas mit der französischen Widerstandsbewegung am Hut haben…

Gruß

Christoph

Hallo,
auf der holländischen Insel Texel gab es gegen Kriegsende einen Aufstand von aus sowjet. Kriegsgefangen (Georgier?) rekrutierten Einheiten (die also gegen die Rote Armee kämpften bzw. kämpfen sollten) gegen die dt. Truppen.
Die Kämpfe zogen sich bis ca. 10. Mai hin.
Habe ich kürzlich im Geschichtteil eines Reiseführers gelesen.

Gruss
Albert

Tach

Was bitte soll die Resistance da zu melden haben? Die waren
ein brauchbarer Partner im Krieg, aber man lieferte ihnen
sicher keine Kriegsgefangenen aus. Ausserdem kämpften auch
viele Holländer, Skandinavier usw in SS Verbänden, die man
kaum als Kolaborateure bezeichnen kann bzw irgendwas mit der
französischen Widerstandsbewegung am Hut haben…

Gruß

Christoph

hallo christoph

es ging im fraglichen posting explizit um französische ss-angehörige der division charlemagne, die den tod im gefecht der gefangennahme durch die rote armee und anschliessenden überstellung an frankreich wohl vorgezogen hätten. insbesondere nach abzug der wehrmacht übte die resistance oftmals blutige rache an allen, die mit den verhassten besatzern zusammengearbeitet hatten. die holländer und skandinavier, die in der waffen-ss dienten waren in ihren heimatländern auch nicht unbedingt beliebt.

mfg goetz

es ging im fraglichen posting explizit um französische
ss-angehörige der division charlemagne, die den tod im gefecht
der gefangennahme durch die rote armee und anschliessenden
überstellung an frankreich wohl vorgezogen hätten.
insbesondere nach abzug der wehrmacht übte die resistance
oftmals blutige rache an allen, die mit den verhassten
besatzern zusammengearbeitet hatten. die holländer und
skandinavier, die in der waffen-ss dienten waren in ihren
heimatländern auch nicht unbedingt beliebt.

-> Ja gut, Frauen die sich mit Deutschen eingelassen hatten, wie das
hieß, waren auch nicht beliebt, doch der entscheidene Punkt ist doch
der, daß die Russen gar keinen überstellt, sondern wohl auf der
Stelle erschossen hätten, wenn er klar zur SS gehörte.
Selbst Dietrich übrigens hat sich gegen Kriegsende ausdrücklich mit
seinen Leuten(kämpften nach Ardennenoffensive II noch irgendwo in
Ungarn oder so) den Amis ausgeliefert, um nicht den Russen in die
Hände zu fallen.

off topic
Hallo Frank,

Nicht jedoch Juristisch…dieses sollten die West-Allierten
schon bald bedauern…
Denn das Deutsche Reich „existierte“ zumnindest in Berlin bis
1994 fort…

???
Ich dachte immer ganz naiv, Westberlin wäre Teil der BRD und Ostberlin Teil der DDR gewesen. Wie kann daneben das Deutsche Reich juristisch weiter bestanden haben?

Aufgrund der Zoneneinteilung,über die sich die 4 Allierten auf
Jalta
geinigt hatten,unterlag der Sowjetunion der Eisenbahnbetrieb
in ihrem
Sektor (und somit auch für ganz Berlin).
Damit hatten die „Russen“ einen „Fuß“ im Westen…und
deswegen behielt auch die Eisenbahn der DDR den Namen
„Deutsche Reichsbahn“ bei.

Was genau meinst Du damit? Die Russen hatten den Fuß im Westen durch die Eisenbahn, aber inwiefern spielte dabei eine Rolle, ob das Reich juristisch gesehen noch existierte?

ehrlich neugierig
F.

Hallo Fredun,

nein,bis 1994 war West-Berlin kein Bestandteil der Bundesrepublik Deutschland sondern alle Gesetze und Verordnungen wurden aufgrund sogenannter „Überleitvorschriften“ von den drei Westallierten Besatzungsmächten auch in den Westsektoren zur Geltung gebracht.
Das war zum B. der Grund dafür,das Westberliner (und Leute,die sich vor ihrer Musterung nach Westberlin aus der BRD begaben) keinen Dienst in der Bundeswehr leisten mussten.
Deutschland war nämlich bis 1994 in seiner Gesamtheit ein „besetztes Land“…das wurde jedoch hier in der BRD und in der DDR nicht mehr so deutlich sichtbar,da sich die „Besatzer“ weitgehend aus dem Tagesgeschehen des jeweiligen Landes heraushielten.Denn hier im Westen wurde z.B. schon relativ früh wieder aus den Britischen,Französischen und Amerikanischen „Sektoren“ ein „Staatsgebilde“,im Sowjetischen Sektor erst in den 1950er Jahren,nur das in der „Ostzone“ der Einfluß der Sowjets viel stärker bestehen blieb.Während sich in den „Westzonen“ schon relativ früh die „Besatzer“ auf den rein Militärischen Einflußbereich zurückzogen.

Nun zu Berlin und der DR:

Auf der Konferenz von Jalta wurde die Einteilung des Deutschen Reiches
in 4 Besatzungszonen sowie die ebenfalls die Teilung der Deutschen Reichshaupstadt Berlin in 4 Besatzungszonen beschlossen
(US-Präsidenten Franklin D. Roosevelt,britischen Premierminister Winston Churchill, sowjetischen Staatschef Jossif Stalin)
Da Berlin allseits von der sowjetischen Besatzungszone umschlossen
wurde,vereinbarte man,das die sowjetischen Besatzungszone auch für den
Gesamteisenbahnbetrieb in Berlin zuständig sei.
Hier war er nun,der „Pferdefuß“…an den niemand dachte…
Da am 8.Mai 1945 zwar die kommandierenden Offiziere der Deutschen
Wehrmacht kapitulierten,nicht jedoch die Deutsche Reichsregierung,bestand also das Deutsche Reich weiterhin fort.
Diesen Umstand machte sich die Sowjetarmee zu nutze und „vereinnahmte“
kurzerhand mit Begründung auf das Teilungsabkommen von Jalta die
Anlagen und Grundsücke der Deutschen Reichsbahn in den Westsektoren.
Eine „bittere Pille“ für die Westallierten…
Denn schließlich gehörte die DR zu einem der größten Grundbesitzern in
Berlin.Neben den Miet-und Pachteinahmen für Grundstücke und Immobilien
hatte damit die Sowjetarmee auch noch ungehinderten Zugang zu weiten Teilen der Westsektoren…
Deswegen behält die Deutsche Reichsbahn im sowjetischen Sektor auch ihren Namen bei…

Außerdem kommt es nun zu interessanten Völkerrechtlichen Problemen…
Denn die alten „Reichsbahner“ in den Westsektoren arbeiten nun für
eine „Kommunistische Organisation im Osten“…
Außerdem werden sie bis 1994 nach Osttarifen und in DDR-Mark bezahlt,obwohl sie im Westen wohnen…

mfg

Frank

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Irre, vielen Dank (Stern dafür), davon wusste ich nichts! Ist manchmal erstaunlich, wie wenig man über die jüngste Geschichte des eigenen Landes weiß(1994 war ich 21, habe also den Großteil meines Lebens in einem Land verbracht, dessen juristischen Status ich nicht kannte)
lg
F.