OK - ich bin halt ein Haarspalter 
Huhu, schon wieder!
Ich gebe zu, ich habe mich etwas unklar ausgedrueckt. Trotzdem
sind Wirkungstreffer im Sinne von Schlaegen nicht
tatsaechlicher Bestandteil des Aikidos.
Da hast Du wohl recht! Obwohl jeder Aikidoka vielleicht ganz gut beraten wäre, mal einen Grundkurs in einer „Hau-und-tret-Sportart“ zu machen. Es erleichtert das Verständnis dessen, was man abwehren soll enorm!
Stimmt aber nicht in dem Masse, das man braucht, um sich mit
Aikido erfolgreich verteidigen zu koennen. Das geht mit allen
anderen SV-Systemen schneller. Da bin ich mir ziemlich sicher.
Mit allen würde ich nur bedingt unterschreiben - aber bei den meisten geht es wohl schneller. Obwohl es einige Techniken gibt, die auch nicht perfekt ausgeführt sehr wirkungsvoll sind (Ich habe irgendwie Irimi Nage im Kopf - ist schon so verdammt lange her…)
Zum Beispiel auch. Wenn diese Perfektion nun aber notwendig
ist, um sich mit Aikido selber zu verteidigen, dann kann ich
doch eigentlich nur davon abraten es zu lernen.
Hier wurden immer die Beispiele angesprochen. Ich hätte da auch eins: Ein netter Endzwanziger, der seit drei Jahren Aikido macht (also fortgeschrittener Anfänger), wird von drei unbewaffneten Typen ziemlich eindeutig und derbe angemacht. Abhauen ist nicht, da er im Dreieck steht. Der erste Typ versucht ihm eine aufs Maul zu hauen. Nachdem sein Handgelenk gebrochen ist (tja, die Leute fliegen bei Aikidovorführungen nicht umsonst so elegant durch die Gegend), und er wie am Spieß schreit, gehen die anderen beiden rennen (was wohl nicht allzu selten vorkommt).
Ich glaube, das Talent spielt auch eine sehr wichtige Rolle im Aikido…
Meine Rede! Ich trinke lieber ein Bier mit denen…
Tja wenn das immer so leicht waere…, dann gaeb’s aber auch
keine SV-Systeme mehr.
Na ja - die meisten Systeme wurden vom oder gegen das Militär entwickelt. Und die wenigsten Budokas (ich nenne sie mal so) wollen damit in den Krieg ziehen:wink:
Ich denke, dass bei vielen Leuten zuerst der SV-Aspekt im Vordergrund steht. Bei den meisten rückt dieser aber doch nach Jahren immer mehr in den Hintergrund. Ich zum Bleistift freue mich jedesmal, wenn ich einen Fauststoß oder einen Block (für vernünftige Tritte bin ich eh zu steif
) hinbekommen habe, wie ein Schneekönig. Mir ist es einfach nur wichtig, meine Techniken zu verbessern - im Idealfall vielleicht eine von denen zu perfektionieren (habe halt große Ziele)
Und leider lassen nicht alle Leute mit sich reden.
Wie schon erwähnt - unter seriösen Budokas (ich nenne die mal wieder so) wirst Du nur sehr selten körperliche Auseinandersetzungen auf der Straße erleben.
Bis bald
Guido