Kampfkunst

Da ich vor ein paar Tagen nach einer Ninjitsu-Schule gefragt habe, und niemand was wußte, habe ich jetzt nochmal ne Frage.

Gibt es Internetseiten, die Erklären, wie man Angriffe abblockt?
Egal mit welcher Kampfkunst.

Ich hoffe ihr wißt was ich meine.
Also so ne DO-IT-YOURSELF Erklärung
Mit Bildern und so.
So in der Art: Wie baue ich eine Steckdose ein.

Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

Gruß
Jonathan

Hi Jonathan!

Gibt es Internetseiten, die Erklären, wie man Angriffe
abblockt?
Egal mit welcher Kampfkunst.

Ja, schau mal auf:
http://home.germany.net/100-118318/sdefense.html

Ich hoffe ihr wißt was ich meine.
Also so ne DO-IT-YOURSELF Erklärung
Mit Bildern und so.

Mit Bildern sieht es auf der Seite schlecht aus, aber ich denke, man versteht die Beschreibung der einzelnen Techniken ganz gut.

Falls Du Dich aber auf den Ernstfall vorbereiten möchtest, solltest Du Dich doch besser nach einer geeigneten Kampfkunst-Schule umsehen.

Bei Blocktechniken, nach denen Du ja speziell gefragt hast, ist zu bedenken, daß *harte* Blocks gegen stärkere Gegenr (und meistens greift einen jemand an, der stärker ist) problematisch sind.

Gruß
Michael

Na ja
Hallo!

Da ich vor ein paar Tagen nach einer Ninjitsu-Schule gefragt
habe, und niemand was wußte, habe ich jetzt nochmal ne Frage.

Schade - ich hatte gehofft, die Links wären hilfreich—

Gibt es Internetseiten, die Erklären, wie man Angriffe
abblockt?
Egal mit welcher Kampfkunst.

Ich hoffe ihr wißt was ich meine.
Also so ne DO-IT-YOURSELF Erklärung
Mit Bildern und so.
So in der Art: Wie baue ich eine Steckdose ein.

VORSICHT!
Der Prozess des Lernens gliedert sich in verschiedene Stufen. Man kann Dir zwar erklären, wie etwas gemacht wird, allerdings hat die Sache einen Pferdefuß.
Wie oft muss man Andre Agassi beim Tennis beobachten, bis man so gut spielt? Was ich damit sagen will: Man muss üben, trainieren und nochmal üben und nochmal trainieren (und zwar ganz schön lange bis es gut wird!).

Es gibt bestimmt I-Net-Seiten, auf denen Dir irgendwas erläutert wird. Es gibt auch dieses Kä…blatt namens „Karate Budo Journal“, in dem regelmäßig eine SV-Technikserie mit Bildern abgedruckt wird. Aber das sind alles eher Appetizer um Dich auf diverse Sachen neugierig zu machen (zumindest sollten sie es sein).

Ich selbst habe 8 Jahre Shaolin Chuang Fa, 1 Jahr Aikido und drei Jahre Shotokan Karate hinter mir. Es war in keiner Kampfkunst irgendetwas mal eben leicht zu erlernen. Selbst wenn man Bücher auswendig lernt, fehlt der Trainer (Lehrer, Meister - wie auch immer) um kleine Fehler zu erkennen und Dich darauf aufmerksam zu machen.

Du erwähntest den Block - ein Block kann unglaublich gefährlich sein. Wenn Du eine Energie mit einer Gegenenergie blockst (das gibt es durchaus), dann kann es schon mal zu Verletzungen kommen. Mir wurde mal gesagt, die einfachste Art, einen Angriff abzuwehren ist, wenn man zum Zeitpunkt des Angriffs nicht da ist. Das kann heißen, man weicht aus (schau Dir mal Prince Naseem Hamed beim Boxen an), oder aber: Man nimmt die Beine in die Hand und geht rennen.

Suche Dir einen Verein (wenn Du keinen Ninjutsu-Club findest, schnupper mal wo anders rein)! Da Dir der Selbstverteidigungsaspekt sehr wichtig zu sein scheint, empfehle ich Dir Wing Tsun oder Aikido (Aikido ist nicht so sehr auf’s niederschlagen des Gegners aus, sondern viel mehr auf die Fixierung). Sollte bei Euch ein gut geführter Shaolin Chuang Fa (Kempo) - Verein sein (den erkennst Du in der Regel daran, dass das Kickboxen im Hintergrund steht), ist auch dieser zu empfehlen.

Viel Erfolg
Guido

Danke Guido für Deine Antwort.

Es stimmt, das man ohne Training und Trainer nie was auf die Beine stellen kann.
Aber: Ich denke, wenn man im Kopf hat, wie man auf bestimmte Angriffe oder Würgegriffe reagieren kann, gerät man nicht so schnell in Panik.
Aber wie du sagst, ist es eh immer besser abzuhauen.

Gruß
Jonathan

Hi Guido!

[…]

Suche Dir einen Verein (wenn Du keinen Ninjutsu-Club findest,
schnupper mal wo anders rein)! Da Dir der
Selbstverteidigungsaspekt sehr wichtig zu sein scheint,
empfehle ich Dir Wing Tsun oder Aikido (Aikido ist nicht so
sehr auf’s niederschlagen des Gegners aus, sondern viel mehr
auf die Fixierung).

WT ist ja nun rein auf Selbstverteidigung aus, aber bei Aikido habe ich da so meine Bedenken, ob es wirklich so gut für SV geeignet ist. Ich weiß z.B. von einem Aikidoka, der schon einige Jahre trainiert, und gegen gerade, ansatzlos geschlagene Kettenfauststöße eines WTler, ziemliche Probleme hatte. Wie siehst Du die Chancen hier beim Aikido? Gerade z.B. gegen einen, der was vom Boxen versteht und die Faust ja sofort wieder nach dem Schlag zurückzieht, um die nächste hinterherzuschicken, dürfte es doch mit Aikido recht schwierig sein. Sicherlich lernt man vielleicht auch das irgendwann, aber ich denke, dazu benötigt man doch sehr viel mehr Zeit als mit SV-spezifischeren Stilen wie WT, JKD etc.

Gruß
Michael

Hi Michael

Thank you very much.

Der Link hat wirklich weitergeholfen.

Gruß
Jonathan

Ich weiß z.B. von einem Aikidoka, der schon

einige Jahre trainiert, und gegen gerade, ansatzlos
geschlagene Kettenfauststöße eines WTler, ziemliche Probleme
hatte. Wie siehst Du die Chancen hier beim Aikido? Gerade z.B.
gegen einen, der was vom Boxen versteht und die Faust ja
sofort wieder nach dem Schlag zurückzieht, um die nächste
hinterherzuschicken, dürfte es doch mit Aikido recht schwierig
sein.

Wenn Du schon Profi-Boxer als Maß nimmst, nimm auch Dan-Träger Aikido als Vergleich. Die bewegen sich nämlich auch selbst, und ständen im Falle eines Falles schon bei den ersten Schlägen neben oder hinter dem Boxer statt davor und hätten keine Probleme, sich was einfallen zu lassen.

Generell gilt doch: Sind beide kampfsport-erfahren, wird in der Regel der gewinnen, der seine Techniken besser beherrscht.

Gruß, Kubi

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Nenn mich naiv…
Hi!

…aber ich gehe davon aus, dass sich Kampfsportler im allgemeinen zurückhalten und keine Schlägerei anfangen.

Ein erfahrener WTler wird selten eine Schlägerei anfangen. Bei allen Boxern, die ich kenne ist es ähnlich.

Auch ein Karateka hat Probleme mit schnell nacheinander geschlagenen Techniken - ist halt eher eine Distanzsportart.

Ich meinte mit meiner Empfehlung halt Stilrichtungen gegen den normalen Durchschnittsprügler…

Gruß
guido

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ho

wurde zwar schon vieles und verschiedenes geschrieben auf deine frage, aber eines vermisse ich noch: schau dich mal nach jiu-jitsu-websites um. ist so ziemlich die vielseitigste art von selbstverteidigung und meiner meinung nach ziemlich praxisorientiert. gerade wenn es darum geht, „richtig“ auf rempeleien zu reagieren (d. h. wenn davonrennen oder defensives verhalten nicht mehr möglich) scheint mir jiu-jitsu angemessene mittel zur verfügung zu stellen, die nicht gleich in schlägen, tritten o. ä. ausarten und den opponenten ziemlich wirkungsvoll kontrollieren helfen. ist ja auch das, was die in der regel bei der polizei lernen und anwenden.
einige grundlegende jiu-techniken wären vielleicht auch anhand von nur theoretischen quellen einfach zu erlernen, müssen aber zwingend mit einem partner geübt werden.
aber auch hier gilt: wenn das gelernte im ernstfall helfen soll, muss es reflexmässig beherrscht werden. dies ist nur auf einem wege zu erreichen: üben, üben, üben! repetition und wiederholungen der selben technik ist, wage ich zu sagen, bei jeder kampfkunst das a und o.
dass es nicht jedermanns sache ist, gleich in einen bruce-lee-trainingsplan einzusteigen, ist mir klar. aber wenn du dich selbstsicherer fühlen willst, was deine fähigkeiten dich selber zu verteidigen anbelangt, dann konzentriere dich auf ein paar wenige, einfache und wirksame techniken und repetiere diese bis sie dir zum halse raushängen.
alles andere schadet zwar keinesfalls, kann aber eventuell zu einer trügerischen und gefährlichen selbstsicherheit führen.
zuletzt gilt halt doch: kein konventionelles kampfkunst-training kann dich hundertprozentig auf eine reelle gewaltsame auseinandersetzung vorbereiten. im sinne von: learning by doing. und meist ist halt der, der die rempelei anfängt, derjenige, welcher grad ein bisschen stärker oder erfahrener in solchen dingen ist.
ich meine: je länger du eine kampfkunst praktizierst, desto mehr wirst du es vermeiden, es überhaupt zu mehr als einem wortwechsel kommen zu lassen. wo ein ausweichen aber nicht möglich ist, kann dir das gelernte vielleicht helfen…
ein guter grundsatz ist etwa der: jeder und jede der/die dir gegenübersteht kann grundsätzlich kampftraining gehabt haben. und dann gibt es für beide nichts mehr als sehr, sehr viel zu verlieren…

gruss

tom

Aikido? Sorry, nur was fuer Perfektionisten.
Hi Michael!

WT ist ja nun rein auf Selbstverteidigung aus, aber bei Aikido
habe ich da so meine Bedenken, ob es wirklich so gut für SV
geeignet ist.

Aikido ist nur selten wirklich gut fuer die Selbstverteidigung, weil es eine rein passive Selbstverteidigung ist. Man muss schnell sein und die entsprechenden Reflexe besitzen. Die kann man nur zu einem bestimmten Mass antrainieren. Zur SV kann ich deshalb von Aikido nur abraten.

Ich weiß z.B. von einem Aikidoka, der schon
einige Jahre trainiert, und gegen gerade, ansatzlos
geschlagene Kettenfauststöße eines WTler, ziemliche Probleme
hatte. Wie siehst Du die Chancen hier beim Aikido? Gerade z.B.
gegen einen, der was vom Boxen versteht und die Faust ja
sofort wieder nach dem Schlag zurückzieht, um die nächste
hinterherzuschicken, dürfte es doch mit Aikido recht schwierig
sein. Sicherlich lernt man vielleicht auch das irgendwann,
aber ich denke, dazu benötigt man doch sehr viel mehr Zeit als
mit SV-spezifischeren Stilen wie WT, JKD etc.

Wie gesagt Schnelligkeit ist das Problem. Ist man einmal wirklich fortgeschritten, bin ich mir ziemlich sicher, dass man es mit so ziemlich jedem aufnehmen kann, diese Perfektion tatsaechlich erreichen aber nur die Wenigsten.

JKD ist in meinen Augen auch alles andere als SV-spezifisch, bzw. was verstehst Du darunter?
Ich gebe zu, dass WT wirkungsvoll ist, aber ob es der richtige Weg fuer Dich ist, musst Du selber herausfinden. Fakt ist, dass mir viele Aspekte im WT gefallen, dafuer aber auch sehr viele missfallen und letztere ueberwiegen leider.

Ausserdem geht es immer noch um SV. Du wirst es unter normalen Umstaenden selten erleben, dass sich zwei erfahrene und gut ausgebildete Kampfkuenstler sich auf der Strasse begegnen und eine Schlaegerei anfangen.

MfG

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DO-IT-YOURSELF? Ein ganz klares NEIN!
Hi Jonathan!

Da hier einige Leute schon sehr qualifizierte Kommentare abgegeben haben, will ich dem eigentlich nicht mehr viel hinzufuegen ausser meinen Standpunkt.

Ich hoffe ihr wißt was ich meine.
Also so ne DO-IT-YOURSELF Erklärung
Mit Bildern und so.
So in der Art: Wie baue ich eine Steckdose ein.

Also, alleine von der Idee halte ich ueberhaupt nichts. Reine Bilderklaerungen, ja selbst Videos sind zum Erlernen von Selbstverteidigung gaenzlich ungeeignet.
Es gibt massenhaft Buecher, Bildbaende, Videos, CD-ROMs, Internet-Seiten etc., aber nur im seltensten Fall werden sie Dir irgendetwas vermitteln koennen.

Eine Schritt-fuer-Schritt Anweisung, wie Du etwas zu tun hast hilft Dir vielleicht weitere Feinheiten zu erkennen, aber wie ein anderer Kollege hier schon an anderer Stelle erwaehnte fehlt Dir einfach die Praxis. Du erlernst Praktiken (Schlaege, Tritte, Bloecke, Wuerfe, Hebel etc.) zwangslaeufig falsch, bzw. Du hast einfach kein Gefuehl dafuer, wann, was, wie einzusetzen.

Mein Rat an Dich, lies Dir nochmal die anderen Artikel durch. Solltest Du tatsaechlich zu dem Schluss kommen, es auf diese ARt zu lernen, kann Dich niemand davon abhalten. Aber ein guter Sensei, Sifu (und wie sie alle heissen) ist nicht durch Bildmaterial zu ersetzen. Da er erklaeren kann, wenn Du etwas nicht verstehst oder falsch machst.

Sei es Dir wert, zahl die paar Mark fuenfzig und lern es vernuenftig.

MfG

eclipze

Sorry, dass ich jetzt erst antworte…
Hi

WT ist ja nun rein auf Selbstverteidigung aus, aber bei Aikido
habe ich da so meine Bedenken, ob es wirklich so gut für SV
geeignet ist. Ich weiß z.B. von einem Aikidoka, der schon
einige Jahre trainiert, und gegen gerade, ansatzlos
geschlagene Kettenfauststöße eines WTler, ziemliche Probleme
hatte. Wie siehst Du die Chancen hier beim Aikido? Gerade z.B.
gegen einen, der was vom Boxen versteht und die Faust ja
sofort wieder nach dem Schlag zurückzieht, um die nächste
hinterherzuschicken, dürfte es doch mit Aikido recht schwierig
sein. Sicherlich lernt man vielleicht auch das irgendwann,
aber ich denke, dazu benötigt man doch sehr viel mehr Zeit als
mit SV-spezifischeren Stilen wie WT, JKD etc.

Ich habe nie behauptet, dass Aikido leicht zu lernen sei (deshalb habe ich es recht schnell aufgegeben - ich wollte aber auch hauen und treten und schreien, wie vorher :smile: ). Ich denke jedoch, dass Aikido sich sehr gut zur SV eignet - wenn man es halt lange und intensiv genug betreibt…

Über JKD kann ich nicht viel sagen - kenne ich halt nicht! Ich verehre zwar Bruce Lee, aber den Draht zum JKD habe ich bisher nicht.

Bei WT habe ich persönlich das Problem, dass es mir zu viele Stümper gibt. Ich behaupte nicht, dass es nicht mindestens genau so viele wirklich gute Clubs gibt. Aber - wie willst Du das als Laie feststellen? Du könntest jetzt einwenden, dass es sich mit jeder anderen (ich nenne sie mal) BUDO-Disziplin ähnlich verhält, allerdings wird Wing Tsun schon seit einiger Zeit ziemlich gehypet, und somit ist das Angebot schon fast unerträglich groß.

Ich weiß auch nicht, wie sehr ich einen Freizeitschläger zum Lachen bringe, wenn ich ihn nach kurzer Trainingszeit meine WT-Punches vor die Glocke haue - viel und schnell ist am Anfang nämlich meist auch ziemlich kraftlos…

Gruß
Guido, der nach drei Jahren Abstinenz wohl endlich wieder einen Verein gefunden hat…

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Was ist schlecht an Perfektion?
Huhu!

Nur mal kurz!

Aikido ist nur selten wirklich gut fuer die
Selbstverteidigung, weil es eine rein passive
Selbstverteidigung ist.

Du hast entweder nie Aikido gemacht, oder nie mit dem richtigen Trainer (ich verzichte mal auf das Wort Sensei, da ich an den meinen denken muß, und den kenne ich zu lange).
Man kann Aikido sehr wohl im Verteidigungsfall AKTIV anwenden (aber wer will sich schon hauen?)

Man muss schnell sein und die
entsprechenden Reflexe besitzen. Die kann man nur zu einem
bestimmten Mass antrainieren.

Das musst Du für JEDE Kampfkunst, oder?

Zur SV kann ich deshalb von
Aikido nur abraten.

Ich nicht - ABER: Schnellen Erfolg gibbet weniger als in den meisten anderen Kampfkünsten!

Ich weiß z.B. von einem Aikidoka, der schon
einige Jahre trainiert, und gegen gerade, ansatzlos
geschlagene Kettenfauststöße eines WTler, ziemliche Probleme
hatte. Wie siehst Du die Chancen hier beim Aikido? Gerade z.B.
gegen einen, der was vom Boxen versteht und die Faust ja
sofort wieder nach dem Schlag zurückzieht, um die nächste
hinterherzuschicken, dürfte es doch mit Aikido recht schwierig
sein. Sicherlich lernt man vielleicht auch das irgendwann,
aber ich denke, dazu benötigt man doch sehr viel mehr Zeit als
mit SV-spezifischeren Stilen wie WT, JKD etc.

Wie gesagt Schnelligkeit ist das Problem. Ist man einmal
wirklich fortgeschritten, bin ich mir ziemlich sicher, dass
man es mit so ziemlich jedem aufnehmen kann, diese Perfektion
tatsaechlich erreichen aber nur die Wenigsten.

Weil ihnen die Geduld fehlt (wie mir)???

JKD ist in meinen Augen auch alles andere als SV-spezifisch,
bzw. was verstehst Du darunter?
Ich gebe zu, dass WT wirkungsvoll ist, aber ob es der richtige
Weg fuer Dich ist, musst Du selber herausfinden. Fakt ist,
dass mir viele Aspekte im WT gefallen, dafuer aber auch sehr
viele missfallen und letztere ueberwiegen leider.

Ausserdem geht es immer noch um SV. Du wirst es unter normalen
Umstaenden selten erleben, dass sich zwei erfahrene und gut
ausgebildete Kampfkuenstler sich auf der Strasse begegnen und
eine Schlaegerei anfangen.

Meine Rede! Ich trinke lieber ein Bier mit denen…

Gruß
Guido

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Oops
Hi!

Du hast recht - da hätte man eigentlich dran denken MÜSSEN!

Ich habe mal in meinem letzten Karate-Verein ein wenig Jiu-Jitsu beschnuppert. Da der Jürgen Hatzky (schreibt er sich so?) uns ab und an mal besuchte und das anbot, dachte ich mir, mach doch mal mit. Mir war nach Trainingsstunden selten so schwindelig, wie nach diesen. Diese „Im-Kreis-aus-dem-Gleichgewicht-Bringerei“ war mir dann doch etwas zu heftig. Mag aber daran liegen, dass ich grundsätzlich sein Vorführobjekt (weil am Dicksten) war!

Gruß
Guido

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Hi Guido!

Ich habe nie behauptet, dass Aikido leicht zu lernen sei
(deshalb habe ich es recht schnell aufgegeben - ich wollte
aber auch hauen und treten und schreien, wie vorher :smile: ). Ich
denke jedoch, dass Aikido sich sehr gut zur SV eignet - wenn
man es halt lange und intensiv genug betreibt…

Ja, das mag sein. Aber im Vergleich zu so manch anderen Kampfsportarten, dauert es eben deutlich länger, bis man einigermaßen SV-fähig ist.

Über JKD kann ich nicht viel sagen - kenne ich halt nicht! Ich
verehre zwar Bruce Lee, aber den Draht zum JKD habe ich bisher
nicht.

Ich habe Ving Chun gemacht, bevor ich JKD (genauer gesagt PFS nach Paul Vunak) anfing und muß sagen, daß ich JKD für sehr realistisch halte und das System darauf aus ist, daß man sich möglichst schnell einigermaßen damit verteidigen kann.

Bei WT habe ich persönlich das Problem, dass es mir zu viele
Stümper gibt. Ich behaupte nicht, dass es nicht mindestens
genau so viele wirklich gute Clubs gibt. Aber - wie willst Du
das als Laie feststellen?

Da muß ich Dir recht geben. Bei einigen Wing Chun-Stilen ist es auch relativ schnell möglich, selbst eine Schule aufzumachen. Ein paar Intensivseminare und Prüfungen und schon darf man anderen etwas beibringen. :frowning:

Du könntest jetzt einwenden, dass es
sich mit jeder anderen (ich nenne sie mal) BUDO-Disziplin
ähnlich verhält, allerdings wird Wing Tsun schon seit einiger
Zeit ziemlich gehypet, und somit ist das Angebot schon fast
unerträglich groß.

Jep. Solche Moderscheinungen gab es schon immer. Das legt sich auch irgendwann wieder. Das Marketing ist halt zur Zeit sehr erfolgreich bei diversen Wing Chunlern.

Ich weiß auch nicht, wie sehr ich einen Freizeitschläger zum
Lachen bringe, wenn ich ihn nach kurzer Trainingszeit meine
WT-Punches vor die Glocke haue - viel und schnell ist am
Anfang nämlich meist auch ziemlich kraftlos…

Im WT hat man ja deshalb jetzt auch das Anfängerprogramm umgestellt, wie ich gelesen habe. Man lernt wohl jetzt erstmal einen kräftigen Fauststoß, um schon mal was im Ernstfall parat zu haben, bevor man dann später die Kettenfauststöße einigermaßen perfektioniert hat.

Gruß
Michael

Hallo!

Du hast entweder nie Aikido gemacht, oder nie mit dem
richtigen Trainer (ich verzichte mal auf das Wort Sensei, da
ich an den meinen denken muß, und den kenne ich zu lange).
Man kann Aikido sehr wohl im Verteidigungsfall AKTIV anwenden
(aber wer will sich schon hauen?)

Ich schätze mal, das hängt davon ab, was man als aktiv oder passiv bezeichnet. Fest steht, daß man im Aikido generell nie den „ersten Schritt“ macht. Man reagiert auf Angriffe. Insofermn ist es passiv. Diese „Reaktionen“ können allerdings auch durchaus „proaktiv“ sein, also den Gegner unschädlich machen, bevor dieser seinen Schlag/Tritt, was auch immer, ausführen kann. Insofern ist es aktiv.
Ich tendiere auch mehr zur Bezeichnung passiv, aber eher auf Grund der dahinter stehenden Philosophie.

Zur SV kann ich deshalb von
Aikido nur abraten.

Ich nicht - ABER: Schnellen Erfolg gibbet weniger als in den
meisten anderen Kampfkünsten!

Das unterschreibe ich sofort. Ich mach’s jetzt schon relativ lange, aber fühle mich manchmal immer noch wie ein Anfänger.

Ausserdem geht es immer noch um SV. Du wirst es unter normalen
Umstaenden selten erleben, dass sich zwei erfahrene und gut
ausgebildete Kampfkuenstler sich auf der Strasse begegnen und
eine Schlaegerei anfangen.

Meine Rede! Ich trinke lieber ein Bier mit denen…

Dazu sag’ ich nur: prost.

Gruß, Kubi

Gruess Dich, Guido!

Du hast entweder nie Aikido gemacht, oder nie mit dem
richtigen Trainer
Man kann Aikido sehr wohl im Verteidigungsfall AKTIV anwenden
(aber wer will sich schon hauen?)

Ich gebe zu, ich habe mich etwas unklar ausgedrueckt. Trotzdem sind Wirkungstreffer im Sinne von Schlaegen nicht tatsaechlicher Bestandteil des Aikidos.

Man muss schnell sein und die
entsprechenden Reflexe besitzen. Die kann man nur zu einem
bestimmten Mass antrainieren.

Das musst Du für JEDE Kampfkunst, oder?

Stimmt aber nicht in dem Masse, das man braucht, um sich mit Aikido erfolgreich verteidigen zu koennen. Das geht mit allen anderen SV-Systemen schneller. Da bin ich mir ziemlich sicher.

Zur SV kann ich deshalb von
Aikido nur abraten.

Ich nicht - ABER: Schnellen Erfolg gibbet weniger als in den
meisten anderen Kampfkünsten!

Du hast es mal wieder erfasst, Guido. :0)
s.o.

Wie gesagt Schnelligkeit ist das Problem. Ist man einmal
wirklich fortgeschritten, bin ich mir ziemlich sicher, dass
man es mit so ziemlich jedem aufnehmen kann, diese Perfektion
tatsaechlich erreichen aber nur die Wenigsten.

Weil ihnen die Geduld fehlt (wie mir)???

Zum Beispiel auch. Wenn diese Perfektion nun aber notwendig ist, um sich mit Aikido selber zu verteidigen, dann kann ich doch eigentlich nur davon abraten es zu lernen.

JKD ist in meinen Augen auch alles andere als SV-spezifisch,
bzw. was verstehst Du darunter?
Ich gebe zu, dass WT wirkungsvoll ist, aber ob es der richtige
Weg fuer Dich ist, musst Du selber herausfinden. Fakt ist,
dass mir viele Aspekte im WT gefallen, dafuer aber auch sehr
viele missfallen und letztere ueberwiegen leider.

Ausserdem geht es immer noch um SV. Du wirst es unter normalen
Umstaenden selten erleben, dass sich zwei erfahrene und gut
ausgebildete Kampfkuenstler sich auf der Strasse begegnen und
eine Schlaegerei anfangen.

Meine Rede! Ich trinke lieber ein Bier mit denen…

Tja wenn das immer so leicht waere…, dann gaeb’s aber auch keine SV-Systeme mehr.

Und leider lassen nicht alle Leute mit sich reden.

MfG

eclipze

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OK - ich bin halt ein Haarspalter :wink:
Huhu, schon wieder!

Ich gebe zu, ich habe mich etwas unklar ausgedrueckt. Trotzdem
sind Wirkungstreffer im Sinne von Schlaegen nicht
tatsaechlicher Bestandteil des Aikidos.

Da hast Du wohl recht! Obwohl jeder Aikidoka vielleicht ganz gut beraten wäre, mal einen Grundkurs in einer „Hau-und-tret-Sportart“ zu machen. Es erleichtert das Verständnis dessen, was man abwehren soll enorm!

Stimmt aber nicht in dem Masse, das man braucht, um sich mit
Aikido erfolgreich verteidigen zu koennen. Das geht mit allen
anderen SV-Systemen schneller. Da bin ich mir ziemlich sicher.

Mit allen würde ich nur bedingt unterschreiben - aber bei den meisten geht es wohl schneller. Obwohl es einige Techniken gibt, die auch nicht perfekt ausgeführt sehr wirkungsvoll sind (Ich habe irgendwie Irimi Nage im Kopf - ist schon so verdammt lange her…)

Zum Beispiel auch. Wenn diese Perfektion nun aber notwendig
ist, um sich mit Aikido selber zu verteidigen, dann kann ich
doch eigentlich nur davon abraten es zu lernen.

Hier wurden immer die Beispiele angesprochen. Ich hätte da auch eins: Ein netter Endzwanziger, der seit drei Jahren Aikido macht (also fortgeschrittener Anfänger), wird von drei unbewaffneten Typen ziemlich eindeutig und derbe angemacht. Abhauen ist nicht, da er im Dreieck steht. Der erste Typ versucht ihm eine aufs Maul zu hauen. Nachdem sein Handgelenk gebrochen ist (tja, die Leute fliegen bei Aikidovorführungen nicht umsonst so elegant durch die Gegend), und er wie am Spieß schreit, gehen die anderen beiden rennen (was wohl nicht allzu selten vorkommt).

Ich glaube, das Talent spielt auch eine sehr wichtige Rolle im Aikido…

Meine Rede! Ich trinke lieber ein Bier mit denen…

Tja wenn das immer so leicht waere…, dann gaeb’s aber auch
keine SV-Systeme mehr.

Na ja - die meisten Systeme wurden vom oder gegen das Militär entwickelt. Und die wenigsten Budokas (ich nenne sie mal so) wollen damit in den Krieg ziehen:wink:

Ich denke, dass bei vielen Leuten zuerst der SV-Aspekt im Vordergrund steht. Bei den meisten rückt dieser aber doch nach Jahren immer mehr in den Hintergrund. Ich zum Bleistift freue mich jedesmal, wenn ich einen Fauststoß oder einen Block (für vernünftige Tritte bin ich eh zu steif :wink: ) hinbekommen habe, wie ein Schneekönig. Mir ist es einfach nur wichtig, meine Techniken zu verbessern - im Idealfall vielleicht eine von denen zu perfektionieren (habe halt große Ziele)

Und leider lassen nicht alle Leute mit sich reden.

Wie schon erwähnt - unter seriösen Budokas (ich nenne die mal wieder so) wirst Du nur sehr selten körperliche Auseinandersetzungen auf der Straße erleben.

Bis bald
Guido

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Hallo!

Ich schätze mal, das hängt davon ab, was man als aktiv oder
passiv bezeichnet. Fest steht, daß man im Aikido generell nie
den „ersten Schritt“ macht. Man reagiert auf Angriffe.
Insofermn ist es passiv. Diese „Reaktionen“ können allerdings
auch durchaus „proaktiv“ sein, also den Gegner unschädlich
machen, bevor dieser seinen Schlag/Tritt, was auch immer,
ausführen kann. Insofern ist es aktiv.
Ich tendiere auch mehr zur Bezeichnung passiv, aber eher auf
Grund der dahinter stehenden Philosophie.

OK - ich habe die Sache schon verstanden und kann mich dem auch anschliessen.

Aber - da Du die Philosophie erwähnst. Sollte demnach nicht JEDE Kampfsportart als passiv bezeichnet werden (von wegen: Nur wehren oder anderen helfen)?

Das unterschreibe ich sofort. Ich mach’s jetzt schon relativ
lange, aber fühle mich manchmal immer noch wie ein Anfänger.

Frage mich mal im Januar, wie ich mich nach 3,5 Jahren Faulenzerei fühle…

Gruß
Guido

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Aber - da Du die Philosophie erwähnst. Sollte demnach nicht
JEDE Kampfsportart als passiv bezeichnet werden (von wegen:
Nur wehren oder anderen helfen)?

Schon wahr. Ich habe aber das Gefühl (!), daß diese Philosophie beim Aikido stärker betont wird als bei „agressiveren“ Kampfsportarten. Kann mich aber auch irren…

Gruß, Kubi