Kampfsport: Unfall

Hi,

in dem jetzigen Verein hoere ich immer wieder, wenn was passiert, das kann vorkommen (Unfall). Ist das richtig, das es vorkommen kann, wenn beim Training einer dem anderen beispielsweise so dermassen einen vor die Ruebe droehnt, dass dieser dann ausfaellt fuer einige Tage oder zumindest den Rest des Trainings? Vorkommen kann das, schon richtg, aber darf das auch? Darf ich meinem Trainingspartner beim Training ko schlagen und dann behaupten, kann vorkommen. Kann ich mir nicht denken, ich muss doch auch aufpassen, dass dem anderen nix passiert, oder? Also statt voll durchzuziehen lieber eine Gang kleiner, meine ich.

Wenn schonmal Zaehne fliegen oder was anderes ernstes, wie verhaelt man sich ab besten? Grade in Bezug auf Schotter, wenn es fuer den entstehenden Behandlungskosten, Schmerzensgeld, etc. geht.

Li

Hallo Li,

in dem jetzigen Verein hoere ich immer wieder, wenn was
passiert, das kann vorkommen (Unfall). Ist das richtig, das es
vorkommen kann, wenn beim Training einer dem anderen
beispielsweise so dermassen einen vor die Ruebe droehnt, dass
dieser dann ausfaellt fuer einige Tage oder zumindest den Rest
des Trainings? Vorkommen kann das, schon richtg, aber darf das
auch? Darf ich meinem Trainingspartner beim Training ko
schlagen und dann behaupten, kann vorkommen. Kann ich mir
nicht denken, ich muss doch auch aufpassen, dass dem anderen
nix passiert, oder? Also statt voll durchzuziehen lieber eine
Gang kleiner, meine ich.

Unfälle können vorkommen, man kann sich auch auf ebenem Gelände ein Bein brechen.

Bei Kampfsportarten ist das potenzielle Risiko etwas höher, als beim Skat. Allerdings muss man deshalb auch etwas mehr auspassen, das gilt besonders für den Trainer. Als Meister sollte er erkennen wenn jemand zu agressiv vorgeht und einschreiten oder ihn erst gar nicht als Schüler annehmen, bevor etwas passiert, ansonsten taugt er schlicht nichts !!

Ich habe vor bald 30 Jahren mal Judo gemacht, beim damaligen Trainer der schweizer Nationalmanschaft. Bei ihm gab es, vor allem für Karate und Jiutsitsu einige fixe Regeln welche er auch eisern durchsetzte.
Zuerst hatte er eine Altersgrenze, war so bei 14 Jahren glaub ich, zweitens konnte es vorkommen, dass er jemanden mitten in der Stunde nach Hause schickte wenn der trotz Ermahnung gefährliche Dachen machte und er hat bei Wiederholung Leute auch ganz vom Unterricht ausgeschlossen.

Grundsätzlich gehört zum asiatischen „Kampfsport“ eine ganze Weltanschauung, es geht nicht darum einfach besser als der Andere zuschlagen zu können, sondern darum gelassener zu sein und geduldiger zu sein, da man dem Anderen genüber eigentlich im Vorteil ist.

Wenn schonmal Zaehne fliegen oder was anderes ernstes, wie
verhaelt man sich ab besten? Grade in Bezug auf Schotter, wenn
es fuer den entstehenden Behandlungskosten, Schmerzensgeld,
etc. geht.

Zuerst müsste da mal die eigene Unfallversicherung ran. Allerdings muss man aufpassen, da die Versicherung hier Klauseln haben kann und man sollte das vorher mit der Versicherung klären was noch abgedeckt ist und was evtl. durch Zusatzversicherungen abgedekt werden muss.

Schmerzensgeld ist grundsätzlich mal nicht, da sich beide freiwillig in diese „Gefahr“ begeben haben und das erhöhte Risiko bekannt war, ausgenommen es war nicht ein Unfall sondern eine Bösartike Attake.

MfG Peter(TOO)

Hallo!
Ich denke, dass es auch sehr abhängig von der Sportart ist. D.h. werden Boxhandschuhe (oder Handschützer) benutzt? Wieviel Kontakt ist gewünscht (Wirkung am Körper, Kopf wird vorsichtig behandelt)? usw.
Grundsätzlich sollte man immer mit auf den Trainingspartner aufpassen. Manchmal ist aber auch notwendig gewisse Grenzen aufzuzeigen. Das muss natürlich nicht mit einem KO enden, kann aber. Unbeabsichtigte, harte Treffer kommen vor! Unfälle sind unvermeidbar. Schließlich ist Kampfsport keine Schwangerschaftsgymnastik. Trotzdem sollte jeder bemüht sein das Risiko für den Partner so gering wie möglich zu halten.
Häufen sich aber solch Unfälle sollte man überprüfen ob man in der richtigen Gruppe trainiert (Wie verhält sich der Trainer? Sind es immer die gleichen Leute die Unfälle verursachen?).
Zur Frage des Schmerzensgeldes denke ich auch, das geht zuweit. Ich würde mit niemandem trainieren dem ich im Falle eines Unfalls etwas zahlen müßte.
Gruß

Holger

Unfälle
Hi!

Beim Training habe ich mir mal das handgelenk angebrochen!
Nach unserem Kumite-Training sind wir ein wenig gelaufen ich bin ausgerutscht und blödes aufgekommen!

Ein Fingerbruch kam dadurch zu Stande, dass jemand beim Training im umgekrempelten Ärmel des Gis hängen blieb (Merke: Immer nach innen umkrämpeln)

Und der einzige Nasenbeinbruch resultierte aus einem Ausrutscher unter der Dusche…

Du siehst: Unfälle passieren - auch beim Üben einer Kampfkunst :wink:

LG
Guido

Hi,

Hallo Li!

in dem jetzigen Verein hoere ich immer wieder, wenn was
passiert, das kann vorkommen (Unfall). Ist das richtig, das es
vorkommen kann, wenn beim Training einer dem anderen
beispielsweise so dermassen einen vor die Ruebe droehnt, dass
dieser dann ausfaellt fuer einige Tage oder zumindest den Rest
des Trainings?

Das kann vorkommen, beim Boxen, Kickboxen, Taekwondo, Kyokushinkai, usw. Halt überall wo versucht wird den Gegner mit harten Schlägen zu besiegen. Die Verletzung kann das ganze Training lang sein, ein paar Wochen, Monate usw. je nach dem wie doll und unglücklich der Treffer gesessen hat!

Vorkommen kann das, schon richtg, aber darf das
auch?

Das kann vorkommen und dürfen kommt auf die Sportart drauf an, zB wo es drauf angelegt ist mit leichtem Kontakt (Semi Konkakt) den Gegner zu treffen, dürfte es eigentlich nicht vorkommen. Dennoch bei Vollkontakt kann und darf es vorkommen. Im Wettkampf gibt es dafür auch Regelungen und im Training die Schutzausrüstung.

Darf ich meinem Trainingspartner beim Training ko
schlagen und dann behaupten, kann vorkommen. Kann ich mir
nicht denken, ich muss doch auch aufpassen, dass dem anderen
nix passiert, oder?

Ja, das kommt auf die TRainingsstätte drauf an, es gibt auf jeden Fall die die auf vergehen kämpfen und nur der stärkere gewinnt. Dennoch sollte es die Regel sein, dass man mit Schutzausrüstung und etwa gleichstarken Trainingspartner kämpft.

Also statt voll durchzuziehen lieber eine
Gang kleiner, meine ich.

Das ist ein Zusammenspiel aus „Vereinsphilosophie“, Kampfsportart, deinem Können und deinem Trainingspartner.

Wenn schonmal Zaehne fliegen oder was anderes ernstes, wie
verhaelt man sich ab besten? Grade in Bezug auf Schotter, wenn
es fuer den entstehenden Behandlungskosten, Schmerzensgeld,
etc. geht.

Da sollte darauf geachtet werden, dass du im Verein versichert bist, falls das dann irgendwie doch nicht der Fall war, bist halt gegen eine Laterne gerannt. Behandlungskosten also die abgeschlossene Versicherung und Schmerzensgeld sollte nicht der Fall sein, da sich dein Partner bewusst in die sportliche Auseinandersetzung begibt.

Li

Robert vom fighters-board.de