Kampfsportarten

Äpfel und Birnen
Hi!

Damit bin ich einverstanden, wenn du die Wahl eines bestimmten
Ziels als Teil einer Schlagtechnik voraussetzt.

Natürlich tue ich das.
Auch Boxer hauen nur sehr unfreiwillig auf den Bauchnabel, da es nichts bringt…

Es wird aber kein zufall sein, daß in der Praxis der auch
gegen ungeeignete Stellen zielende, aber gut trainierte
(Kick-)Boxer den technisch hervorragenden, aber körperlich
nicht so gut trainierten Karateka in aller Regel umhaut.

Warum vergleichst Du Äpfel mit Birnen?
Wenn Du vergleichst, solltest Du auch einen körperlich gut trainierten Karateka als Beispiel nehmen (Schau mal K1, und dann sage mir, dass Sammy Schield, Glaube Feitoz(?)a oder damals Andy Hug in aller Regel umgehauen werden/wurden).

Es wird in den seltensten Fällen gelingen, rechtzeitig einen
oder mehrere Schläge gegen empfindliche Ziele anzubringen. In
den weitaus meisten Fällen entscheidet die Frage, wer härter
schlagen und schneller reagieren kann. Deshalb meine
entsprechende Antwort an den Ursprungsfragesteller.

In den meisten Fällen entscheiden überhaupt keine Schläge, in den meisten Fällen findet man sich auf dem Boden wieder.
WENN man schon so etwas wie Effizienz auf der Straße vergleichen will, dann sollte man das nicht ignorieren.

Vielleicht sprechen wir wirklich von verschiedenen Sachen.

Kläre mich bitte auf, in welcher seriösen Kampfkunst Hebeltechniken mit eigenem Kraftaufwand und ohne die Mithilfe des Gegners gelehrt werden.
Ich KENNE wirklich keine (was nur bedingt etwas heißen muss)

VG
Guido

Es wird aber kein zufall sein, daß in der Praxis der auch
gegen ungeeignete Stellen zielende, aber gut trainierte
(Kick-)Boxer den technisch hervorragenden, aber körperlich
nicht so gut trainierten Karateka in aller Regel umhaut.

Warum vergleichst Du Äpfel mit Birnen?
Wenn Du vergleichst, solltest Du auch einen körperlich gut
trainierten Karateka als Beispiel nehmen

Das ist i.e.L. kein Vergleich zwischen Karate und Boxen, sondern zwischen körperlicher Verfassung und technischem Können - ich ging davon aus, daß das durch meinen ersten Beitrag schon eindeutig sei. Da habe ich geschrieben, daß ich körperliches Training für bedeutender als technisches Können halte. Der Vergleich muß deshalb notwendigerweise zwischen einem technisch guten und schlecht trainierten und einem körperlich gut trainierten und technisch nicht so guten Kämpfer stattfinden.
Den Boxer und den Karateka habe ich aber natürlich nicht zufällig für den Verlgiehc herangezogen, weil im Boxen und Kickbocen immer erhöhter Wert auf Konditionstraining gelegt wird, während das bei Karate, soweit ich beobachten konnte, nicht der Fall ist.

(Schau mal K1, und

dann sage mir, dass Sammy Schield, Glaube Feitoz(?)a oder
damals Andy Hug in aller Regel umgehauen werden/wurden).

Das halte ich für kein gutes Beispiel, weil diese Wettkämpfer eher so trainieren, wie es im Boxen und Kickboxen der Fall ist, in den meisten Karatevereinen (ich beziehe mich übrigens hauptsächlich auf Shotokan Karate) scheint man dagegen weit davon entfernt zu sein.

In den meisten Fällen entscheiden überhaupt keine Schläge, in
den meisten Fällen findet man sich auf dem Boden wieder.
WENN man schon so etwas wie Effizienz auf der Straße
vergleichen will, dann sollte man das nicht ignorieren.

Das ignoriere ich nicht. Zunächst einmal ist ein schwerer, starker Gegner grundsätzlich nicht so einfach auf den Boden zu bringen wie ein leichter, schwacher. Außerdem entscheidet am Boden auch wieder meistens die Kraft, es sei denn, einer von beiden ist technisch wesentlich besser und der andere dabei nicht zu viel stärker.

Ein Stier wird jeden noch so perfekten Aikido- Jiu-Jitsu- und Karateka und auch jeden Kickboxer einfach gegen die Wand drücken. Vielelicht macht dieses übertriebene Beispiel deutlich, was ich mit dem Stellenwert von körperlichen Voraussetzungen gegenüber technischem Können ausdrücken wollte.

Vielleicht sprechen wir wirklich von verschiedenen Sachen.

Kläre mich bitte auf, in welcher seriösen Kampfkunst
Hebeltechniken mit eigenem Kraftaufwand und ohne die Mithilfe
des Gegners gelehrt werden.
Ich KENNE wirklich keine (was nur bedingt etwas heißen muss)

Ich kann nicht sagen, welche Kampfkunst seriös ist, denke aber unter anderem an die Fixier- und Transportgriffe, die die Polizei anwendet und die z. T. auch im Jiu-Jitsu vorkommen.

Ostlandreiter

Hi!

Da habe ich geschrieben, daß ich
körperliches Training für bedeutender als technisches Können
halte.

Überspitzt wäre also ein Zehnkämpfer besser dran als ein Karateka?

Der Vergleich muß deshalb notwendigerweise zwischen
einem technisch guten und schlecht trainierten und einem
körperlich gut trainierten und technisch nicht so guten
Kämpfer stattfinden.

Du, der einzig sinnvolle Vergleich ist der zwischen einem Boxer, der 10 Jahre trainert und einem Karateka, der mit gleicher Intensität 10 Jahre trainiert - alles andere halte ich für - sorry - Schwachsinn.

Den Boxer und den Karateka habe ich aber natürlich nicht
zufällig für den Verlgiehc herangezogen, weil im Boxen und
Kickbocen immer erhöhter Wert auf Konditionstraining gelegt
wird, während das bei Karate, soweit ich beobachten konnte,
nicht der Fall ist.

Was bringt es, wenn ich 10 km laufen kann aber nicht schlagen?
Der Ansatz ist ein völlig anderer. Boxer müssen lernen, sich im Zweifel 12 x 3 Minuten (Frauen 10 x 2 Minuten) mit Puffern (Handschuhe) zu bearbeiten.
Was ich jetzt nicht verstehe, ist der von Dir vermittelte Eindruck, Boxer haben keine gute Technik!

Die _ideale_ Shotokantechnik (im Goyu Ryu bspw. sieht das völlig anders aus) beendet einen Kampf.

Boxen wurde als Sport entwickelt (wir hauen uns reglementiert so lange auf die Umme, bis einer umfällt).
Karate wurde entwickelt, um einen Gegner OHNE sportlichen Hintergrund zu besiegen, im Zweifel also mit schweren oder gar tödlichen Verletzungen - das Ganze völlig OHNE Regeln.
Jetzt kann man darüber streiten, ob Shotokan eine reine SPORTart ist (was ich verneinen würde) - das ganze Paket Karate ist es nicht.

Wenn Du Leute aus beiden Künsten vergleichst, die beide erst 2 jahre trainieren, bin ich voll bei Dir - da haben Boxer in der Regel enorme Vorteile.

Das halte ich für kein gutes Beispiel, weil diese Wettkämpfer
eher so trainieren, wie es im Boxen und Kickboxen der Fall
ist, in den meisten Karatevereinen (ich beziehe mich übrigens
hauptsächlich auf Shotokan Karate) scheint man dagegen weit
davon entfernt zu sein.

Ich habe bislang nur mit Stefan Leko trainiert, sooo anders war das Training nicht - nur halt spezialisierter (er hat übrigens bei uns trainiert, um eine bessere Technik zu erlangen - bei einem Bekannten lernte er gesprungene Tritte und bei Uli Wegner und G. Rocchigiani Boxtechniken).
Klar trainierte er wesentlich härter - er ist (war?) Profi!

Das ignoriere ich nicht. Zunächst einmal ist ein schwerer,
starker Gegner grundsätzlich nicht so einfach auf den Boden zu
bringen wie ein leichter, schwacher.

Meine Erfahrung ist, dass der Gegner schneller fällt, wenn er schwerer ist, da man als Leichtgewicht in der Regel schneller ist (habe BEIDES am eigenen Leib erlebt)

Außerdem entscheidet am
Boden auch wieder meistens die Kraft,

Das sehe ich anders.

Ein Stier wird jeden noch so perfekten Aikido- Jiu-Jitsu- und
Karateka und auch jeden Kickboxer einfach gegen die Wand
drücken.

Im Idealfall rennt der Stier vorbei, da die Jungs ausweichen *g*
Für den Stier gibt es Toreros, Kampfkünste wurden entwickelt, um gegen Menschen zu kämpfen.

Vielelicht macht dieses übertriebene Beispiel
deutlich, was ich mit dem Stellenwert von körperlichen
Voraussetzungen gegenüber technischem Können ausdrücken
wollte.

Ich glaube so langsam zu erkennen, was Du genau meinst.
Ich stimme Dir auch bei „Anfängern“ zu. Bei Meistern der Fächer sehe ich es allerdings völlig anders, da die meisten Künste von der Philosophie keine Kondition erfordern.

Ich kann nicht sagen, welche Kampfkunst seriös ist,

Och - mir fallen da ein paar UNseriöse ein, aber von denen sprach hier niemand, also egal. :smile:

denke aber
unter anderem an die Fixier- und Transportgriffe, die die
Polizei anwendet

Unter anderem EIN Grund, warum Polizisten i.d.R. nich alleine auftreten, wenn sie Festnahmen tätigen.

und die z. T. auch im Jiu-Jitsu vorkommen.

Ich habe im JJ nicht derartiges gesehen…

VG
Guido

Da habe ich geschrieben, daß ich
körperliches Training für bedeutender als technisches Können
halte.

Überspitzt wäre also ein Zehnkämpfer besser dran als ein
Karateka?

Ungefähr darauf läuft es hinaus.
Natürlich kann aber auch ein Karateka in guter körperlicher Verfassung sein, und dann ist seine Technik sicher sehr von Vorteil.

Der Vergleich muß deshalb notwendigerweise zwischen
einem technisch guten und schlecht trainierten und einem
körperlich gut trainierten und technisch nicht so guten
Kämpfer stattfinden.

Du, der einzig sinnvolle Vergleich ist der zwischen einem
Boxer, der 10 Jahre trainert und einem Karateka, der mit
gleicher Intensität 10 Jahre trainiert - alles andere halte
ich für - sorry - Schwachsinn.

Vielleicht halten wir endlich einmal fest, daß dies kein Vergleich zwischen Boxern und Karatekämpfern, sondern zwischen körperlich gut und technisch nicht so gut trainierten und umgekehrten Kämpfern sein soll.
Den Boxer und den Karateka habe ich als Beispiele ausgewählt, weil ich beobachtet zu haben glaube, daß die Trainingsmethoden jeweils diese Fähigkeiten fördern.

Was bringt es, wenn ich 10 km laufen kann aber nicht schlagen?
Der Ansatz ist ein völlig anderer. Boxer müssen lernen, sich
im Zweifel 12 x 3 Minuten (Frauen 10 x 2 Minuten) mit Puffern
(Handschuhe) zu bearbeiten.
Was ich jetzt nicht verstehe, ist der von Dir vermittelte
Eindruck, Boxer haben keine gute Technik!

Haben sie natürlich, aber sie haben vergleichsweise grobere, ungenauere Ziele (was wegen der Handschuhe auch übehraupt nicht anders möglich ist). Dafür können sie ohne Handschuhe einen Gegner meist auch mit einem Schlag gegen den Wangenknochen oder den Bauch ausschalten.

Die _ideale_ Shotokantechnik (im Goyu Ryu bspw. sieht das
völlig anders aus) beendet einen Kampf.

Dem wollte ich nicht widersprechen.

Karate wurde entwickelt, um einen Gegner OHNE sportlichen
Hintergrund zu besiegen, im Zweifel also mit schweren oder gar
tödlichen Verletzungen - das Ganze völlig OHNE Regeln.
Jetzt kann man darüber streiten, ob Shotokan eine reine
SPORTart ist (was ich verneinen würde) - das ganze Paket
Karate ist es nicht.

Vielleicht ist der falsche Eindruck entstanden, ich wolle Karate oder Shotokan-Karate als kampfuntauglich ausweisen.
Mein Anliegen war, die meiner Meinung nach vorhandene hohe Bedeutung von Körperkraft und Kondition gegenüber gekonnter Technik zu verdeutlichen.

Im Shotokan-Karate wird zumindest in deutschen Vereinen beim Training in aller Regel hoher Wert auf das Erlernen der Techniken gelegt, während Grundlagentraining kaum oder überhaupt nicht betrieben wird, bzw. sich in ein paar Minuten Laufen und ein paar Liegestützen zum Trainingsanfang erschöpft. Das habe ich selbst erlebt, es deckt sich mit Erzählungen anderer. Ähnliches wurde mir vom Taekwondo berichtet, entsprechendes habe ich auch schon vielfach gelesen.

In 99 von 100 Fällen wird es einem technisch guten, aber körperlich schwachen Kämpfer nicht gelingen, einen verheerenden Gyaku-Tsuki ins Zwerchfell des Gegners zu rammen. Als nächstes schlägt der starke, technisch nicht so gute Gegner eine eisenharte Gerade gegen den Kopf des ersten, die statt der Schläfe nur die Wange trifft, aber dennoch ist das Jochbein im Arsch.

Das ignoriere ich nicht. Zunächst einmal ist ein schwerer,
starker Gegner grundsätzlich nicht so einfach auf den Boden zu
bringen wie ein leichter, schwacher.

Meine Erfahrung ist, dass der Gegner schneller fällt, wenn er
schwerer ist, da man als Leichtgewicht in der Regel schneller
ist (habe BEIDES am eigenen Leib erlebt)

Eivverstanden, ich sagte ja zu Anfang auch, daß nicht nur Kraft, sondern auch Kondition und Geschwindigkeit von Bedeutung seien.
Wenn beide gleich gewandt sind, wird aber der leichtere eher fallen.

Außerdem entscheidet am
Boden auch wieder meistens die Kraft,

Das sehe ich anders.

Der Satz war noch nicht zuende, das solltest du nicht unterschlagen.

Ein Stier wird jeden noch so perfekten Aikido- Jiu-Jitsu- und
Karateka und auch jeden Kickboxer einfach gegen die Wand
drücken.

Im Idealfall rennt der Stier vorbei, da die Jungs ausweichen
*g*
Für den Stier gibt es Toreros, Kampfkünste wurden entwickelt,
um gegen Menschen zu kämpfen.

Das ist geschenkt. Weiter unten schreibst du ja, daß du den Sinn des Vergleichs verstanden hast.

Vielelicht macht dieses übertriebene Beispiel
deutlich, was ich mit dem Stellenwert von körperlichen
Voraussetzungen gegenüber technischem Können ausdrücken
wollte.

Ich glaube so langsam zu erkennen, was Du genau meinst.
Ich stimme Dir auch bei „Anfängern“ zu. Bei Meistern der
Fächer sehe ich es allerdings völlig anders, da die meisten
Künste von der Philosophie keine Kondition erfordern.

Da ich die Philosophien nicht kenne, kann ich hierzu nichts schreiben. Es wäre aber interessant zu wissen, wie diese Meister mangelnde athletische Voraussetzungn ausgleichen.

denke aber
unter anderem an die Fixier- und Transportgriffe, die die
Polizei anwendet

Unter anderem EIN Grund, warum Polizisten i.d.R. nich alleine
auftreten, wenn sie Festnahmen tätigen.

Das widerspricht aber nicht meiner Aussage, daß es nämlich Hebeltechniken sind, die nicht aus der Bewegung und auch nicht zwingend unter Ausnutzung gegnerischer Kraft stattfinden.

Ich habe im JJ nicht derartiges gesehen…

Jiu-Jitsu gilt als eine Grundlage für die Nahkampfschule der Polizei, so in etwa habe ich es von Polizisten schon gehört.

Ostlandreiter

Athletik vs. Kondition
Hi!

Nach einer ellenlangen Diskussion haben wir uns endlich weitestgenhend verstanden *g*

In 99 von 100 Fällen wird es einem technisch guten, aber
körperlich schwachen Kämpfer nicht gelingen, einen
verheerenden Gyaku-Tsuki ins Zwerchfell des Gegners zu rammen.

Wie gesagt: Jemand, der nicht nur die Techniken sondern auch ein wenig den Hintergrund lernt, wird im Zweifel nicht den am schwierigsten zu erreichenden empfindlichen Punkt wählen.
Man KANN dahin prügeln, wenn man die Fähigkeit hat, wirklich stark zu schlagen - dann KANN es den Gegenüber beeindrucken. Allerdings wäre mir das zu riskant.

Als nächstes schlägt der starke, technisch nicht so gute
Gegner eine eisenharte Gerade gegen den Kopf des ersten, die
statt der Schläfe nur die Wange trifft,

…wobei seine Hand dann bricht, weil er nicht gewohnt ist, unbandagiert zu schlagen
(sorry, das habe ich EINmal erlebt, seitdem ist das Bild allgegenwärtig)

aber dennoch ist das
Jochbein im Arsch.

Dann muss er aber VERDAMMT hart zuschlagen :smile:

Das ist geschenkt. Weiter unten schreibst du ja, daß du den
Sinn des Vergleichs verstanden hast.

Deshalb ja auch mein „*g*“

Da ich die Philosophien nicht kenne, kann ich hierzu nichts
schreiben. Es wäre aber interessant zu wissen, wie diese
Meister mangelnde athletische Voraussetzungn ausgleichen.

OK, hier wollte ich ansetzen.
Wie ich schon schrieb, ist Boxen eine völlig auf den sportlichen Aspekt „reduzierte“ Kunst.
Es gibt 12 (oder 10) Runden, die man konditionell überstehen können muss, weshalb natürlich auch eine enorme Menge an Kondition gebolzt wird.
Ich persönlich fand mein einziges Boxtraining konditionell unnatürlich hart, obgleich ich damals ganz gut im Training war. Und das war „nur“ ein Amateurclub in Duisburg…

Witzig fand ich, dass die Boxer totale Probleme hatten, als sie bei uns trainierten, wenn sie lange Zeit tief stehen sollten.

Aber ich schweife schon wieder ab.
Eigentlich alle asiatischen Künste haben das primäre Ziel, den Gegner nicht sportlich zu besiegen, sie haben das ursprüngliche Ziel, ihn auf dem Schlachtfeld zu töten.
Das muss schnell gehen, weshalb Kondition nicht wirklich notwendig ist (zumindest nicht so sehr wie beim Boxen).
Kickboxtraining fand ich immer ganz witzig, aber es war nicht wirklich anstrengender als Karate oder Chuang-Fa (was die beiden Dinge sind, die ich lange praktiziert habe).

Ich setze Athletik aber nicht mit Kondition gleich. Ein Marathonläufer hat eine Bombenkondition, wird aber meist nicht wirklich mit Schlagkraft (nur als Beispiel) gesegnet sein.

Das widerspricht aber nicht meiner Aussage, daß es nämlich
Hebeltechniken sind, die nicht aus der Bewegung und auch nicht
zwingend unter Ausnutzung gegnerischer Kraft stattfinden.

Kein Thema - aber es ist nun mal NICHT das, was man lernen sollte.

Jiu-Jitsu gilt als eine Grundlage für die Nahkampfschule der
Polizei, so in etwa habe ich es von Polizisten schon gehört.

Kann es sein, das der expoteintiell hohe Polizistenanteil in guten Kampkunstschulen damit zu erklären ist, dass die Nahkampfausbildung unserer Gesetzehüter ähnlich unbrauchbar ist wie die Schießausbildung?

VG
Guido

Nach einer ellenlangen Diskussion haben wir uns endlich
weitestgenhend verstanden *g*

Gut, dann können wir es hiermit abschließen.

Als nächstes schlägt der starke, technisch nicht so gute
Gegner eine eisenharte Gerade gegen den Kopf des ersten, die
statt der Schläfe nur die Wange trifft,

…wobei seine Hand dann bricht, weil er nicht gewohnt ist,
unbandagiert zu schlagen
(sorry, das habe ich EINmal erlebt, seitdem ist das Bild
allgegenwärtig)

aber dennoch ist das
Jochbein im Arsch.

Dann muss er aber VERDAMMT hart zuschlagen :smile:

Ich habe eben ein paar Boxer und Kickboxer (flüchtig) gekannt, bei denen das der Fall war, und zwar ohne daß sie sich die Finger brachen.
Einmal sah ich es selbst, in den anderen Fällen weiß ich es nur aus Berichten, möglicherweise ist es da nur eine Legende.

Da ich die Philosophien nicht kenne, kann ich hierzu nichts
schreiben. Es wäre aber interessant zu wissen, wie diese
Meister mangelnde athletische Voraussetzungn ausgleichen.

OK, hier wollte ich ansetzen.
Wie ich schon schrieb, ist Boxen eine völlig auf den
sportlichen Aspekt „reduzierte“ Kunst.

Eigentlich alle asiatischen Künste haben das primäre Ziel, den
Gegner nicht sportlich zu besiegen, sie haben das
ursprüngliche Ziel, ihn auf dem Schlachtfeld zu töten.
Das muss schnell gehen, weshalb Kondition nicht wirklich
notwendig ist (zumindest nicht so sehr wie beim Boxen).

Kondition wohl nicht, Schagkraft, Geschwindigkeit und Reaktionsvermögen als körperliche Voraussetzungen meinem Verständnis nach schon.
Vielleicht können diese Asiaten das irgendwie ohne allgemeines körperliches Training erlangen, ich habe dazu keine Beziehung und kann es deshalb nicht nachvollziehen.

Jiu-Jitsu gilt als eine Grundlage für die Nahkampfschule der
Polizei, so in etwa habe ich es von Polizisten schon gehört.

Kann es sein, das der expoteintiell hohe Polizistenanteil in
guten Kampkunstschulen damit zu erklären ist, dass die
Nahkampfausbildung unserer Gesetzehüter ähnlich unbrauchbar
ist wie die Schießausbildung?

Soweit ich weiß, ist Jiu-Jitsu Teil der Nahkampfausbildung bei der Polizei, deshalb sind Polizisten oft in Jiu-Jitsu-Vereinen tätig und wird Jiu-Jitsu oft in Polizeisportvereinen betrieben.
Die Polizisten, die hier bei wer-weiss-was aktiv sind, werden Genaueres dazu schreiben können.

Ostlandreiter

Hi!

Ich habe eben ein paar Boxer und Kickboxer (flüchtig) gekannt,
bei denen das der Fall war, und zwar ohne daß sie sich die
Finger brachen.

Durch den Magen-Darm-Trakt? *lol*

Kondition wohl nicht,

Genau

Schagkraft, Geschwindigkeit und
Reaktionsvermögen als körperliche Voraussetzungen meinem
Verständnis nach schon.

Anders kenne ich es nicht

LG
Guido

Bei Hebeln nutze ich keine eigene Kraft, sondern die des
Gegners.

Von welchem Hebel sprichst du? Es mag Hebeltechniken geben,
die besser oder schon eher wirken, wenn der Gegner
dagegendrückt (Fingerhebel).
Wemn du aber mangels eigener Kraft gegenüber dem Gegner etwa
dessen Handgelenk nicht umbiegen oder den Arm nicht drehen
kannst, funktionieren schon einmal viele Armhebel auch nicht.

könnte schon was dran sein, aber Hebel werden auch häufig in Verbindung mit Schocks eingesetzt, dann müssten sie funktionieren.

Gruß