Kampfsportarten

Willst Du richtig fit werden?

  • Das schon, aber vllt sollte es nicht nur auf Fitness beruhen, da meine Kondition nicht wirklich toll is und auch gesundheitlichen Gründen wohl auch nie toll werden kann.
    Also bisschen Fitness dabei gerne nur net zuviel^^

Willst Du Wettkämpfe machen?

  • Fänd ich schon schön, is aber kein absolutes Muss, geht locker auch ohne

Willst Du „schnelle“ Erfolge?

  • Gute Frage, also das will ich eigentlich auf jeden Fall, allerdings schließt das die nachfolgende Frage nicht aus, denn es wäre schön wenn man am Anfang ruhig schon den ein oder anderen ERfolg verbuchen kann, das stärkt die Motivation, aber ich will auch langfristig was von haben. Nicht dass es nach paar Monaten immer nur die Wiederholung von irgendwas ist.

Willst Du langfristig lernen?

  • Siehe oben

Darf es länger dauern, bis sich erste Erfolge einstellen?

  • Länger ja, aber auch nicht allzulange, also realtiv schnell was zu sehen und was zu merken, dass sich was ändert soltle schon der Fall sein

Spielt Tradition eine Rolle?
-Ja, aber eine eher untergeordnete. Es macht also nichts wenn ich mir einen Kampfsport aussuchen sollte, der jetzt keine lange Traditon hat auf die er zurückblicken kann.

Willst Du hauen und treten oder Dich „im Dreck“ wälzen? *g*
-Dreck hat was, aber ich wäre eher für hauen und treten wie du so schön sagst, die ein oder ander Technik für den Bodenkampf macht auch nix sollte aber eher seltenheit sein.

Hoffe dass mir das vllt ein paar direktere Tipps einbringt.
Durchgelesen hab ich mich auch schon, aber irgendwie wirken alle Arten irgendwie doch ziemlich identisch, deswegen frag ich ja hier nach, ob mir jemand was über einzelne Kamsportarten sagen kann und mir sie vllt näher bringen kann, vllt ist ja die richtige dabei.

Hi!

Vorab: Es gibt einen „Antworten“-Button - das wäre einfacher :smile:

Also bisschen Fitness dabei gerne nur net zuviel^^

Karate
Judo
Tae Kwon Do
Kung Fu
Jiu Jitsu
Viet Vo Dao
Arnis / Eskrima / Kali (wenn’s mit nem Knüppel / Messer sein darf)
Pencak Silat
Krav Maga

Boxen, Kickboxen, Muay Thai lasse ich mal weg wegen des Konditionstrainings

Willst Du Wettkämpfe machen?

  • Fänd ich schon schön, is aber kein absolutes Muss, geht
    locker auch ohne

Passt alles von oben

Willst Du „schnelle“ Erfolge?

  • Gute Frage, also das will ich eigentlich auf jeden Fall,
    allerdings schließt das die nachfolgende Frage nicht aus, denn
    es wäre schön wenn man am Anfang ruhig schon den ein oder
    anderen ERfolg verbuchen kann, das stärkt die Motivation, aber
    ich will auch langfristig was von haben. Nicht dass es nach
    paar Monaten immer nur die Wiederholung von irgendwas ist.

OK, deshalb habe ich Aikido direkt weggelassen, da dort wirklich nur „Erfolge“ sichtbar sind, wenn die Techniken passen.
Ich LIEBE Aikido als Kampfkunst, nicht, dass mich da jemand missversteht!

Allerdings solltest Du Dich von der Vorstellung verabschieden, dass man irgendwo eben NICHT immer wieder Wiederholungen macht, völlig unabhängig von der Kunst.
Eine alte Regel sagt:
Mache eine Technik 1000 mal, und Du kEnnst sie, mache sie 5000 mal, und Du kAnnst sie.
Von Perfektion rede ich mal nicht - nach knappen 6 Jahren bekam ich den ersten Fauststoß im Karate hin (Gyaku Tsuki), den ich als PERFEKT bezeichnet hätte…

Darf es länger dauern, bis sich erste Erfolge einstellen?

  • Länger ja, aber auch nicht allzulange, also realtiv schnell
    was zu sehen und was zu merken, dass sich was ändert soltle
    schon der Fall sein

Was ist relativ?
Mir fiel es sehr viel leichter, Schläge, Abwehrtechniken, Stände und Tritte (und zwar genau in dieser Reihenfolge) zu lernen als Würfe und Hebel.
Aber das ist MEINE eigene Erfahrung, die bei anderen Leuten völlig anders aussehen kann (und vermutlich wird).

Spielt Tradition eine Rolle?
-Ja, aber eine eher untergeordnete. Es macht also nichts wenn
ich mir einen Kampfsport aussuchen sollte, der jetzt keine
lange Traditon hat auf die er zurückblicken kann.

Ich meinte auch nicht „lang“.
Es gibt relativ frische Künste (Aikido, Shotokan-Te), die sehr traditionell betrieben werden, und es gibt relativ alte Dinge (Arnis), wo es ziemlich „locker“ zugeht.

Meine ganz persönliche Erfahrung ist jedoch, dass das Klientel bei den alten Künsten deutlich angenehmer ist…

Willst Du hauen und treten oder Dich „im Dreck“ wälzen? *g*
-Dreck hat was, aber ich wäre eher für hauen und treten wie du
so schön sagst, die ein oder ander Technik für den Bodenkampf
macht auch nix sollte aber eher seltenheit sein.

Dann streiche Judo und Jiu Jitsu, ebenso streiche Kali.

Hoffe dass mir das vllt ein paar direktere Tipps einbringt.
Durchgelesen hab ich mich auch schon, aber irgendwie wirken
alle Arten irgendwie doch ziemlich identisch, deswegen frag
ich ja hier nach, ob mir jemand was über einzelne
Kamsportarten sagen kann und mir sie vllt näher bringen kann,
vllt ist ja die richtige dabei.

Das Problem ist einfach, dass jeder, der hier antwortet, nur aus seinen Erfahrungen berichten kann (zumindest sollte man das).
Alles, was ich genannt habe, ist mir schon mal aktiv begegnet (und sei es nur durch gemeinsames Üben).
Viele Kampfkünstler neigen auch dazu, ihre eigene Kunst als das Non-Plus-Ultra anzupreisen, was natürlich völliger Blödsinn ist.
Jede (der alten) Künste hat ihre Daseinsberechtigung, und jemand, der seine Kunst ernsthaft betreibt, sollte auch die Schwächen kennen.
WT-ler haben sehr oft ein Problem damit, Leute, die eine Künst (oder mehrere) lange Zeit üben, sind in der Regel eher begeistert von der Vielseitigkeit…

Eine vernünftige Idee ist da wirklich nur: Probiere Verschiedene aus!
Denn das Allerwichtigste ist: Es muss DIR Spaß machen!

LG
Guido

Hallo Kevin,

allein die Betrachtung aller Kampfsportarten wäre ein Thema für eine Diplomarbeit. Interessanter ist die Frage, was in deiner Umgebung angeboten werden.
Interessanter als der eigentliche Stil sind häufig das Klima, Ort, Trainingszeiten und Kosten. Schau dir die verschiedenen Gruppen in deiner Umgebung an, Schnupper rein, frag Bekannte.
Wenn du eine Weile Kampfsport gemacht hast, hast du eine Basis um dich in andere Richtungen weiterzuentwickeln.

Gruß
Carlos

Willst Du richtig fit werden?

  • Das schon, aber vllt sollte es nicht nur auf Fitness
    beruhen, da meine Kondition nicht wirklich toll is und auch
    gesundheitlichen Gründen wohl auch nie toll werden kann.
    Also bisschen Fitness dabei gerne nur net zuviel^^

Willst Du „schnelle“ Erfolge?

  • Gute Frage, also das will ich eigentlich auf jeden Fall,
    allerdings schließt das die nachfolgende Frage nicht aus, denn
    es wäre schön wenn man am Anfang ruhig schon den ein oder
    anderen ERfolg verbuchen kann, das stärkt die Motivation, aber
    ich will auch langfristig was von haben. Nicht dass es nach
    paar Monaten immer nur die Wiederholung von irgendwas ist.

Darf es länger dauern, bis sich erste Erfolge einstellen?

  • Länger ja, aber auch nicht allzulange, also realtiv schnell
    was zu sehen und was zu merken, dass sich was ändert soltle
    schon der Fall sein

Diese Erwartungen dürften schwer vereinbar sein. Letztendlich sind Kraft, Geschwindigkeit und Durchhaltevermögen die entscheidenden Fähigkeiten eines guten Kämpfers.
In meinem eigenen Umfeld habe ich beobachtet, es fast immer Boxer und Kickboxer gewesen sind, die als berühmt-berüchtigte Kämpfer galten. Nicht zufällig wird bei diesen Sportarten gesteigerter Wert auf Konditions- und Krafttraining gelegt, was ich für bedeutender halte als das Kampftraining selbst.
Schläge, Tritte und Hebel technisch einwandfrei zu beherrschein ist nutzlos, wenn sie zu langsam oder nicht mit genügend Kraft angebracht werden.

Wie geht das?
Hi!

Schläge, Tritte und Hebel technisch einwandfrei zu
beherrschein ist nutzlos, wenn sie zu langsam oder nicht mit
genügend Kraft angebracht werden.

Wenn man Schläge, Tritte und Hebel _einwandfrei_ beherrscht, können sie nicht kraftlos oder zu langsam sein :smile:

Nebenbei: Wer für Hebel Kraft aufwenden muss, macht etwas falsch - deshalb heißen die Dinger HEBEL.

LG
Guido

Hallo Ostlandreiter,

Schläge, Tritte und Hebel technisch einwandfrei zu
beherrschein ist nutzlos, wenn sie zu langsam oder nicht mit
genügend Kraft angebracht werden.

wenn ich Schläge und Tritte einwandfrei beherrsche, brauche ich nur sehr wenig Kraft und dann sind sie auch nicht zu lngsam, sonst wären sie nicht einwandfrei.
Bei Hebeln nutze ich keine eigene Kraft, sondern die des Gegners.

Gandalf

wenn ich Schläge und Tritte einwandfrei beherrsche, brauche
ich nur sehr wenig Kraft und dann sind sie auch nicht zu
lngsam, sonst wären sie nicht einwandfrei.

Dann mußt du aber auch schon genügend Schnellkraft besitzen, um den Schlag überhaupt zu beherrschen. Technisch einwandfrei sollte hier heißen, den Bewegungsablauf richtig ausführen zu können.
Vielleicht sollte hierzu ein aktiver Boxer etwas schreiben.

Bei Hebeln nutze ich keine eigene Kraft, sondern die des
Gegners.

Von welchem Hebel sprichst du? Es mag Hebeltechniken geben, die besser oder schon eher wirken, wenn der Gegner dagegendrückt (Fingerhebel).
Wemn du aber mangels eigener Kraft gegenüber dem Gegner etwa dessen Handgelenk nicht umbiegen oder den Arm nicht drehen kannst, funktionieren schon einmal viele Armhebel auch nicht.

Ostlandreiter

Hallo Ostlandreiter,

Von welchem Hebel sprichst du?

von solchen, die beim Aikido und bei (gutem) Jiu Jitsu eingesetzt werden.
Solche Hebel kann man nur einsetzen, wenn der Gegner es zuläßt, sprich, wenn er mit seiner! Kraft mir die Möglichkeit gibt sie einzusetzen.

Gandalf

Wenn man Schläge, Tritte und Hebel _einwandfrei_ beherrscht,
können sie nicht kraftlos oder zu langsam sein :smile:

Technisch einwandfrei, d. h. den Bewegungsablauf genau zu kennen und ausführen zu können. Das muß dann noch nicht zwingend schnell und kraftvoll sein - schnell noch eher als kraftvoll.

Nebenbei: Wer für Hebel Kraft aufwenden muss, macht etwas
falsch - deshalb heißen die Dinger HEBEL.

Ich kenne schon das Hebelgesetz mit dem Kraft- und dem Lastarm. Bei einem gleich starken oder unwesentlich stärkeren Gegner funktionieren die Hebel natürlich auch. Wenn der Gegner aber weitaus stärker ist, versagt die Theorie, weil der Kraftarm nicht lang genug ist, um die auf den Lastarm wirkende Gegenkraft auszugleichen. Ich denke hierbei vor allem an die berühmten Handgelenkhebel.

Ostlandreiter

Hi!

Technisch einwandfrei, d. h. den Bewegungsablauf genau zu
kennen und ausführen zu können. Das muß dann noch nicht
zwingend schnell und kraftvoll sein - schnell noch eher als
kraftvoll.

Nö - sorry, aber „einwandfrei“ in Verbindung mit „beherrschen“ ist jede Technik zwingend ausrecihend kraftvoll und ausreichend schnell.

Ansonsten ist eine Technik nicht einwandfrei, von deren Beherrschung kann schon gar keine Rede sein.

Ich kenne schon das Hebelgesetz mit dem Kraft- und dem
Lastarm. Bei einem gleich starken oder unwesentlich stärkeren
Gegner funktionieren die Hebel natürlich auch. Wenn der Gegner
aber weitaus stärker ist, versagt die Theorie, weil der
Kraftarm nicht lang genug ist, um die auf den Lastarm wirkende
Gegenkraft auszugleichen.

Hebel aus Kampfkünsten haben die dumme Eigenschaft, dass sie eigentlich nur dann funktionieren, wenn der Gegner sich bewegt - also die notwendige Kraft zum größten Teil selbst aufbringt.
(Gehe mal in einen guten Aikido-Verein und lass es Dir von zierlichen kleinen Mädchen zeigen, die Dir körperlich gnadenlos unterlegen sind *g*)

Ich denke hierbei vor allem an die
berühmten Handgelenkhebel.

Meinst Du „nur mit den eigenen Händen die Hand des Gegners halten und hebeln“?
Sowas macht man doch eigentlich nur kurz und ruckartig, damit anschließend kein Haltehebel mehr notwendig ist…

VG
Guido

Nö - sorry, aber „einwandfrei“ in Verbindung mit „beherrschen“
ist jede Technik zwingend ausrecihend kraftvoll und
ausreichend schnell.

Ansonsten ist eine Technik nicht einwandfrei, von deren
Beherrschung kann schon gar keine Rede sein

Das hängt wohl von der Frage ab, wie man technisches Beherrschein versteht.
Meiner Meinung nach kann auch ein 10jähriger einen Schlag technisch einwandfrei beherrschen und ausführen, und dennoch verliert er sich am Bierbauch seines Onkels ins Nichts.

Ich kenne schon das Hebelgesetz mit dem Kraft- und dem
Lastarm. Bei einem gleich starken oder unwesentlich stärkeren
Gegner funktionieren die Hebel natürlich auch. Wenn der Gegner
aber weitaus stärker ist, versagt die Theorie, weil der
Kraftarm nicht lang genug ist, um die auf den Lastarm wirkende
Gegenkraft auszugleichen.

Hebel aus Kampfkünsten haben die dumme Eigenschaft, dass sie
eigentlich nur dann funktionieren, wenn der Gegner sich bewegt

  • also die notwendige Kraft zum größten Teil selbst aufbring
    (Gehe mal in einen guten Aikido-Verein und lass es Dir von
    zierlichen kleinen Mädchen zeigen, die Dir körperlich
    gnadenlos unterlegen sind *g*)

Du hast hier, soweit ich es verstehe, irgendwelche dynamischen Hebel-Wurf-Kombinationen im Kopf. Dafür mag das zutreffen.

Ich denke hierbei vor allem an die
berühmten Handgelenkhebel.

Meinst Du „nur mit den eigenen Händen die Hand des Gegners
halten und hebeln“?
Sowas macht man doch eigentlich nur kurz und ruckartig, damit
anschließend kein Haltehebel mehr notwendig ist…

Ja und? Auch dafür ist ein bestimmter Kraftaufwand notwendig. Ebenso bei den Haltehebeln. Stell dir etwa den Armstreckhebel vor, bei dem eine Hand gegen das Ellenbogengelenk drückt, die andere das Handgelenk umbiegt. Das funkitioniert nicht, wenn der Gegner stak genug ist, sein Handgelenk auch gegen den Hebeldruck in gerade Stellung zu bringen und den Arm anzuwinkeln. Wahrscheinlicher aber ist, daß man den Arm überhaupt nicht erst in die Position bekommt.

Ostlandreiter

Hallo Ostlandreiter,

ich habe die Befürchtung, daß Du an Guido und mir bzw. Guido und ich an Dir haarscharf aneinander vorbei reden.

Guido und ich haben eine ganz spezielle Kampfkunst im Kopf, bei der man dann und nur dann eine Technik anwenden kann, wenn der Gegner einem dazu die Gelegenheit gibt.
Es kommt nur dann zum Kampf, wenn man mich angreift. Tun man das nicht, kommt es zu keinem Kampf. Greift er mich an, muß ich das nehmen, was er mir bietet. Etwas anderes kriege ich nicht.
Greift er mich mit einem Schlag an, parriere ich mit einer anderen Technik, als wenn er micht tritt oder versucht mich zu würgen. Ich kann den Angriff nur mit einer angepassten Technik beantworten und nicht erzwingen, eine mir scheinbar besser passende Technik anzuwenden, weil ich die eben anwenden möchte.
Ich bin also sogesehen in einer Zwangssituation, daß ich etwas tun muß, ob ich nun möchte oder nicht.
Dieses Tun ist bei wirklichen Könnern kein bewustes tun, sondern eine Art Automatismus. Ein Meister meinte mal, ein Könner hat vor dem Kampf als letzten bewusten Gedanken ‚ich muß kämpfen‘ und als nächsten bewusten Gedanken ‚der Kampf ist vorbei‘ Alles dazwischen verläuft mehr oder weniger automatisch, denn bewustes Denken wäre viel zu langsam.

Gandalf

Hi,

meines Erachtens ist Dynamik für jegliche Hebeltechnik unabdingbar notwendig, denn isoliert und statisch ausgeführt würde tatsächlich nur Kraft gegen Kraft agieren. Die Dynamik kann, muß jedoch nicht zwingend ausschliesslich vom Gegner herrühren, sondern kann auch vom Verteidiger gesetzt werden. So kann man beispielsweise durch Bewegung des eigenen Körpers oder gerne auch durch eine gepflegte Atemi-Technik den Gegner durchaus dazu motivieren, eine stabile Position zumindest kurzzeitig zu verlassen. Bei mir wird also selbst beim Handbeugehebel erst mal „angeklopft und eingetreten“, um iVm Bewegungsformen die Gegnerbewegung zu schaffen, die ich brauche.
Dass natürlich manches auch nicht immer und in jeder Situation funktioniert, ist selbstverständlich klar, doch ist es meines Erachtens dann auch ein wenig ein Frage der Erfahrung, was wann geht. Bei „Hoss Cartwright“ mache ich keinen Hebel und mit ´nem Messer geh´ich nicht zu ´ner Schiesserei.

Übrigens würde ich beim Armstreckhebel den gegnerischen Ellenbogen nicht mit der Hand, sondern mit dm Unterarm kontrollieren, da so bei Gegenreaktion der Wechsel zum Armbeugehebel oder Handdrehhebel einfacher ist. Ausserdem lässt sich dann auch gut zum Wake-Gatame weiterführen. Es ist meines Erachtens beim Hebeltraining übrigens ebenso wichtig, entsprechende Weiterführungen zu kennen, da gerde eben nicht immer alles so läuft, wie man es sich wünscht.

Cleaner

Von welchen Künsten redest Du?
Hi!

Sorry, aber Du bietest so viele Steilvorlagen :smile:

Meiner Meinung nach kann auch ein 10jähriger einen Schlag
technisch einwandfrei beherrschen und ausführen, und dennoch
verliert er sich am Bierbauch seines Onkels ins Nichts.

KEIN Schlag zeilt auf den Bierbauch - jeder Schlag oder Tritt dorthin ist technisch mangelhaft, da er keinen brauchbaren Punkt trifft.
Wenn der Knirps auf den Kehlkopf oder an die Schläfe zielt, wird nicht von Verpuffung zu merken sein.

Du hast hier, soweit ich es verstehe, irgendwelche dynamischen
Hebel-Wurf-Kombinationen im Kopf. Dafür mag das zutreffen.

Ja, weil ich KEINE Kampfkunst kenne, in der das anders ist!

Ja und? Auch dafür ist ein bestimmter Kraftaufwand notwendig.

…den mir der Angreifer liefert. Es dauert dann einen (sehr!) kurzen Augenblick bis zur Fraktur, und ein Haltehebel ist flüssiger als Wasser.

Ebenso bei den Haltehebeln. Stell dir etwa den Armstreckhebel
vor, bei dem eine Hand gegen das Ellenbogengelenk drückt, die
andere das Handgelenk umbiegt. Das funkitioniert nicht, wenn
der Gegner stak genug ist, sein Handgelenk auch gegen den
Hebeldruck in gerade Stellung zu bringen und den Arm
anzuwinkeln. Wahrscheinlicher aber ist, daß man den Arm
überhaupt nicht erst in die Position bekommt.

Wie gesagt: In welcher seriösen Kunst werden kraftraubende Hebel gelehrt?
Ich kenne das nur, wenn ich mal spät abends beim Zappen bei der Wrestlemania (heißt das so?) hängen bleibe - und das ist nicht wirklich das, was ich unter Kampfkunst verstehe…

VG
Guido

:smile:
Hi!

Guido und ich haben eine ganz spezielle Kampfkunst im Kopf,
bei der man dann und nur dann eine Technik anwenden kann, wenn
der Gegner einem dazu die Gelegenheit gibt.

Nö, ich denke nicht nur an Aikido - ich KENNE schlicht nichts, wo es auf einen Kräftevergleich hinausläuft (mal über den rein sportlichen Aspekt - Ringen z.B - hinaus).
Ich KÖNNTE mir vorstellen, dass es im Jodo schon mal zum „ich habe den längerenstärkeren“-Vergleich kommt, allerdings ist Judo ja irgendwo ein Jiu Jitsu-Ableger - und da isses ja dann wieder anders…

LG
Guido

Hi Guido,

Nö, ich denke nicht nur an Aikido

ich auch nicht, daher habe ich auch keine spezielle Kampfkunst beim Namen genannt.

allerdings ist Judo ja irgendwo ein Jiu Jitsu-Ableger

jepp, Jiu Jitsu wo man etliche Techniken außen vor gelassen hat :wink:

und da isses ja dann wieder anders…

Eigentlich nicht.
Bei ‚richtigem‘ Jiu Jitsu hat man sehr viele Ähnlichkeiten zum Aikido, nur wollen das beide Seiten nicht so recht wahr haben :wink:

Gandalf

Hi,

allerdings kann man, je nach Sichtweise, auch zu der Ansicht gelangen, Aikido sei ähnlich wie Judo eine „Ausgründung“ aus dem Jiu-Jitsu. Sieht man sämtliche (ca. fünfhunderterbsendreißig) Ryu als „das Jiu-Jitsu“ (Tenshin chin, Asaymaychiden, Kodokan als paradigmatisch), so ist auch das Daito (Daito-Ryu-Aiki-Jitsu), eben auch eine Jiu-Jitsu-Form. Eben dieser bedient sich das Aikido.

Jedoch ist das alles dann doch eher eine akademische Frage, denn letzten Endes läuft es doch darauf hinaus ,dass der Trainer in Klein-Hinterwaldhausen genau so sein eigenes Ding durchzieht wie derjenige in Groß-Langweilingen.

Cleaner

Hi Gandalf,

allerdings ist Judo ja irgendwo ein Jiu Jitsu-Ableger

jepp, Jiu Jitsu wo man etliche Techniken außen vor gelassen
hat :wink:

…irgendwo las ich das mal - Judo war aber nie meine Welt…

und da isses ja dann wieder anders…

Eigentlich nicht.

Naja - wenn ich mir Judo anschaue, dann sehe ich zumindest im Wettkampf doch sehr viele Dinge, mit denen sich die Wettkämpfer abmühen, die man so im „echten“ Kampf nie machen würde (oder sollte).

Das habe ich beim Jiu Jitsu (zugegeben sind meine „Erfahrungen“ da echt mau) noch nicht gesehen.

Bei ‚richtigem‘ Jiu Jitsu hat man sehr viele Ähnlichkeiten zum
Aikido, nur wollen das beide Seiten nicht so recht wahr haben
:wink:

Wir haben damals zu meinen aktiven Shotokanzeiten mal mit irgendeinem Jürgen (frag mich nicht nach dem Nachnamen - was mit „y“ am Ende) aussem Pott ein wenig „gespielt“ (ich zeige Dir meins, Du zeigst mir Deins), da fand ich es schon sehr ähnlich dem Tendo Ryu, das ich „kannte“.
Da gab es aber auch keine Berührunsängste, als ich das ansprach. :smile:

VG
Guido

Meiner Meinung nach kann auch ein 10jähriger einen Schlag
technisch einwandfrei beherrschen und ausführen, und dennoch
verliert er sich am Bierbauch seines Onkels ins Nichts.

KEIN Schlag zeilt auf den Bierbauch - jeder Schlag oder Tritt
dorthin ist technisch mangelhaft, da er keinen brauchbaren
Punkt trifft

Damit bin ich einverstanden, wenn du die Wahl eines bestimmten Ziels als Teil einer Schlagtechnik voraussetzt.
Es wird aber kein zufall sein, daß in der Praxis der auch gegen ungeeignete Stellen zielende, aber gut trainierte (Kick-)Boxer den technisch hervorragenden, aber körperlich nicht so gut trainierten Karateka in aller Regel umhaut.
Es wird in den seltensten Fällen gelingen, rechtzeitig einen oder mehrere Schläge gegen empfindliche Ziele anzubringen. In den weitaus meisten Fällen entscheidet die Frage, wer härter schlagen und schneller reagieren kann. Deshalb meine entsprechende Antwort an den Ursprungsfragesteller.

Du hast hier, soweit ich es verstehe, irgendwelche dynamischen
Hebel-Wurf-Kombinationen im Kopf. Dafür mag das zutreffen.

Ja, weil ich KEINE Kampfkunst kenne, in der das anders ist!

Ja und? Auch dafür ist ein bestimmter Kraftaufwand notwendig.

…den mir der Angreifer liefert. Es dauert dann einen (sehr!)
kurzen Augenblick bis zur Fraktur, und ein Haltehebel ist
flüssiger als Wasser.

Vielleicht sprechen wir wirklich von verschiedenen Sachen.

Ostlandreiter

Nachtrag

Der Armstreckhebel sollte übrigens ohnehin nur als Technik dazu dienen, den Gegner kontrolliert zu Boden zu führen, wo man ihn dann beispielsweise im Kreuzfesselgriff oder meinetwegen auch mit der Eisen-Acht (was aber nicht jeder darf) vollständig fixieren kann.

Cleaner