Kann man die Qualität des Fachanwaltes prüfen ?

Könnte dieses Szenario unter Umständen möglich sein, oder hat so etwas Ähnliches schon jemand erlebt ?

Wenn ein Fachanwalt seine Mandanten für juristisch unwissend hält, dass er dann unter Umständen den Ablauf des Verfahrens durch unterlassen, wie zum Beispiel unzureichende Zeugenbefragungen der Zeugen der Gegenseite oder andere Unterlassungen, damit das Ergebnis des Verfahrens negativ zu beeinflussen, so dass damit unter Umständigen ein ungünstigeres Urteil gefällt wird, und mit dem dann der Mandant nicht zufrieden ist, und dieser Fachanwalt dieses Urteil dann komischerweise auch nicht versteht und es dann auf die Richterliche Entscheidung schiebt aber dann vorschlägt, man kann ja in Berufung gehen, und damit eine weitere Instanz mit erheblichen Kosten für den Mandanten geführt würde und damit weiteren wirtschaftlichen Umsatz erzielt wird ?

Warum sollte der Anwalt versuchen, das Ergebnis negativ zu beeinflussen? Welches Interesse hätte ein Anwalt daran? - Man kann die Erfolgsaussichten einer Berufung von einem anderen Anwalt prüfen lassen, wenn man dem Anwalt der ersten Instanz kein Vertrauen entgegenbringt.

Warum sollte der Anwalt versuchen, das Ergebnis negativ zu
beeinflussen? Welches Interesse hätte ein Anwalt daran? […]

Weil er dann die Möglichkeit hat, seinem Mandanten die nächste Instanz zu empfehlen. Oder habe ich da etwas falsch verstanden? Müsste der Anwalt da kostenneutral arbeiten?

Wenn in seinen Schriftsätzen solche elend langen Sätze auftauchen: Finger weg!

Weil der Anwalt sein Geld so oder so bekommt, warum sich dann Arbeit machen? Abgesehen von den Anwälten, die täglich gewissenhaft ihrem Mandat nachgehen und die hoffentlich auch die Mehrheit stellen, habe ich Sachen in Gerichtssälen erlebt, es graust die Sau. 500 € dafür kassieren, das man sich eine schwarze Robe (siehe hierzu Spitzbuben-Erlass) überzieht und dann im günstigsten Fall keinen Schaden anrichtet, schneller kann man legal kaum zu Geld kommen.
Der Höhepunkt war ein Anwalt, der sich offenbar mehr als moralische denn juristische Stütze verstand und dem ich daraufhin während meiner eigenen Haftprüfung noch im Amtszimmer des Richters das Mandat entzog.
Vor diesem Hintergrund klingt ein Fall wie der geschilderte durchaus glaubhaft.

Hallo!

Das ist insoferne Quatsch, als im Erfolgsfalle immer noch die andere Seite ein Rechtsmittel machen kann und dann ist man auch im Berufungsverfahren.

Ich meine natürlich gibt es Fälle, wo Anwälte Fehler machen oder die Arbeit wirklich nicht in Ordnung ist. Das ist keine Frage.

Nur so generell sind die Verschwörungstheorien, die man hier so liest, weit entfernt von der Realität im Alltag. Viele Mandanten, oder sagen wir mal so die problematischeren…, verlangen halt oft irgendwelche Wunder, die wir vollbringen sollen.

Gruß
Tom

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…und der nächste beschwert sich dann, dass der Anwalt alles juristisch sieht und zu wenig moralische Unterstützung bietet.

Man zahlt Anwälte für das Know How und dazu gehört auch zu wissen, wann man am besten nix sagt.

Gruß
Tom

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