Kann man G8 Krawallmacher erziehen?

Hi

Falsch. Jeder muss für seine Taten gerade stehen. Wenn meine
Kinder oder mein Mann nach reichlichen Alkoholgenuss das
Badezimmer mit dem Wohnzimmer verwechseln würden, erwarte ich
(stell dir mal vor!) das ganze selbst in Ordnung zu bringen
und dazu eine Entschuldigung für deren Verhalten. Ist das
unmenschlich?

Ja, und das passiert doch auch. Aber, und hier liegt der Hase im Pfeffer, individuelle Schuld muss nachgewiesen werden. Wenn ein Autonomer auf einer verbotenen Demo mitläuft, keine Steine wirft und aufgegriffen wird, dann hat er Landfriedensbruch begangen - und so wird auch die Anklage lauten. Hat er nachweisbar auch Steine geworfen, dann ist es eben schwerer Landfriedensbruch und Körperverletung - und dafür wird er angeklagt werden. Wieso soll er als einzelner für einen Schaden gerade stehen den nicht er alleine, sondern 2000 Menschen angerichtet haben? Nochmal: Es gibt keine Kollektivstrafe in Deutschland und darf sie auch nie geben.
Oder was hieltest Du davon, wenn man als überführter Falschparker dazu verdonnert würde anteilig auch die nichteintreibbaren Parkgebühren der säumigen Kollegen zu bezahlen? Entspräche das Deinem Rechtsverständnis?

Was ist schwierig zu glauben? Dass es Menschen gibt die anders
denken? Das ist bei uns am Schwarzen Meer sogar während des
Sozialismus üblich gewesen, in den Bergen nicht?..

Dann solltest Du bitte Kollektivbestrafung und Sippenhaft auch in dieser Zeit belassen. Zu einem modernen Rechtsstaat passt das einfach nicht.

wie willst Du individuelle Schuld in diesen

Fällen definieren?

Kosten für Mehraufwand des Staates für Sicherung von
gewalttätigen Demonstranten im Vergleich zu Kosten bei nicht
gewalttätigen Demonstrationen ( haben wir nicht mittlerweile
Statistik für alles?) + Kosten für die Behandlung der
verletzten Polizisten, geteilt durch Anzahl der erwischten
Krawallmacher = persönliche Schuldkosten des Einzelnden.

Oh ja. Pass auf ich hab’ ne bessere Idee: Wir nehmen einfach den internationalen Terrorismus als eigentlichen Grund für die hohen Sicherungskosten. Irgendwo sitzen noch die beiden erwischten Kofferbomber von Köln ein. Wir teilen die Kosten einfach durch zwei und drücken sie auf die beiden ab. Wie wäre das?

Jetzt mal im ernst Julia: Deine Rechnung ist aus oben genannten Gründen einfach eine Milchmädchenrechnug und eigentlich sollten wir froh darüber sin, daß es so ist.

Gruß
Tom

Hallo!

Kann man G8 Krawallmacher erziehen?

Aber ja!
Wenn die Barrikaden brennen, stell so einen G8-Krawallmacher
mitten rein.

Dann ab mit Bush, Blair und Merkel nach Afghanistan und Irak. Knarre in die Hand und dann für zwei Monate nach Hadhida oder Mossul zum Streife laufen. Wenn Sie daß überleben dann dürfen wir bei allen weiteren ihrer Entscheidungen auf eine friedlichere Welt hoffen.

Gruss
Tom

Hi,

dann sollen auch die bezahlen, welche (meines erachtens) friedlich demonstrieren und z.B. eine Sitzblockade machen oder weil sie z.b. den Arm eines Polizisten beseite geschoben habe als der versuchte jemanden da herauszuholen(Widerstand gegen die Staatsgewalt)?

Gruß B.

Verstehst Du eigentlich was Du liest? :smile: owt

.

schon weit oT
Hi,

In früheren Jahrhunderten ging es nicht friedlicher zu, das
war damals allerdings der „Normalfall“ und keiner besonderen
Erwähnung wert.

Ach?
Gab es in früheren Zeiten Phänomene systematischer Vernichtung von Menschenleben auch nur annähernd in der Größenordnung und vor allem der Rationalität der Ausführung des Holocausts und des Gulags?

Ich denke: Nein.

Gab es vor dem 20. Jahrhundert standardmäßig „Volkskriege“, allgemeine Mobilmachungen, große den Krieg begleitende „Volks-Ideologisierungswellen“?

Auch das wäre mir neu!

Auch individuelle Grausamkeiten, die den
heutigen in nichts nachstehen, sind überliefert.
Wer verurteilt die Kriegsverbrechen Karls des Großen?

Sorry, aber was interessieren mich Deutschen des 21. Jahrhunderts die Kriegsverbrechen von Karl dem Großen allzu unmittelbar für meine politische Willensbildung?

Ich will hier eigentlich keine „Verfallsgeschichte“ erzählen (die war v.a. dem Umstand geschildet, dass ich auf Julias Aussage eingegangen bin), aber einen historischen Relativismus à la „alles schon mal dagewesen“ finde ich angesichts der Erfahrungen des 20. Jahrhunderts ziemlich absurd;
ob nun aber das 20. Jhdt. das „grausamste“ war oder nicht, darüber lässt sich natürlich lange streiten, ist aber (für diesen Thread) sowieso eher müßig, darum als oT gekennzeichnet.

Viele Grüße
Franz

Hi Mathias

Du vergleichst also ein paar autonome Kleinterroristen, die
vermutlich kein einzige politisches Ziel haben, geschweige
denn ein solches in einem zusammenhängenden Satz formulieren
könnten, mit mutigen, ehrenvollen Freiheitskämpfern, die ein
echtes Risiko für ihre Ideale eingegangen sind…?

„Das heißt in der aktuellen Organisierungsphase steht der Aufbau und die anschließende strukturelle Festigung einer militanten Plattform im Mittelpunkt der sukzessiven inhaltlichen Formulierung und praktischer Einarbeitung einer politisch-militärischen Strategie“
(Zitat aus dem „Interim“ Nr. 567, S. 16)

„Militanz ist in unseren Augen notwendiger Bestandteil linksradikaler Politik, sowohl im allgemeinen Sinn der konsequenten, kämpferischen Haltung an sich, als auch im engeren Sinne von politischer Gewalt. Dass dies ein höheres Maß an Verantwortung erfordert als das Bilden von Lichterketten ist selbstverständlich. Doch wer auf die Option der Militanz verzichtet, beraubt sich selbst der notwendigen Mittel gegen ein System der Herrschaft, dem allein mit den besseren Argumenten nicht beizukommen ist“
(Zitat A. Grauwacke in „Autonome in Bewegung“, o.J., S. 380)

„Wir wissen um unsere eigene Ohnmacht. Aber wir haben noch so viel Wut und Hoffnung auf bessere Verhältnisse, genau diese nicht zu akzeptieren. Sofortige Entwaffnung der staatlichen Kriegsmaschinerien! Kein Friede mit Deutschland, Patriarchat, Militarismus! Weltweit angreifen“
(Selbstbezichtigung nach einem Brandanschlag der „feministischen antiimperialistischen Zelle“ 2002)

Nur drei Beispiele aus drei aufgeschlagenen Seiten hier in meinem Lesezimmer.

Diese Sätze stammen von den Jungs die dort in Rostock Steine werfen. Sie scheinen also durchaus in der Lage zu sein zusammenhängende Sätze zu formulieren und verfügen wohl ebenso über ein politisches Weltbild das deutlich differenzierter ist als Du glaubst.

Gruss
Tom

Und dass wiederspricht für mich der Sinn einer
Demokratie.

Dann bin ich ehrlich erleichtert, daß nicht Du über Sinn und Unsinn von Staatsformen entscheiden kannst und Deine Meinung genau so irrelevant ist wie die meine.

Gruss
Tom

Lieber Franz,
genau daran denken hier alle:
Was haben wir verbrochen, außer hier friedlich zu leben?
Wir ahnen nun, wie es sich anfühlt, in Afrika, Afganistan …
Niemand befürweortet mehr den G-8-Gipfel: Merkel und Co reiten hier ein, wir dürfen wie in Trinwillershagen (private Einladung!!! Unser Ministerpräsident durfte deshalb nicht kommen) bezahlen, Schulen bekommen deshalb weniger Geld. Die Merkel ist hier bei allen, wirklich bei allen, auch den Konservativen unten durch.

Auf der anderen Seite die Autonomen: Sie haben die linke Solidarität längst und gründlich verspielt. Ich fürchte aber, es nützt der NPD. Das währe verherend. Das errinnert an die Machtergreifung Hitlers.

Schuldzuweisungen? Kindergarten! Hätte …? Hätte meine Tante 2 Eier, wäre sie mein Onkel. Deshalb schreibe ich persönliche Eindrücke aus unserem Szeneviertel.

Rostock ist eine schöne, friedliche, lebendige alte Stadt an der Ostsee. Nur im Moment nicht. Vergesst es bitte nicht. Noch immer hängt uns Lichtenhagen an, weltweit, wohin ich komme. Man kann hier normalerweise unbesorgt nachts durch die Straßen feiern. Vergesst das nicht über die Bilder.

Die schlimmsten Autonomen kommen aus Holland und Frankreich (Das wir persönlich lieben). Nicht aus Rostock. Ich kenne sie, die in der Niklotstraße. Da ist es ruhig, aber auch sie werden wieder verantwortlich gemacht werden.

Ich kenne viele Menschen auch in der Rostocker Polizei. Die Armen!

Unser Szene-Viertel ist ein kleines Dorf. Man kennt sich: die Kleinhändler, der Bücherladen, die Polizisten, die Autonomen, die Punks, die Alkis, die Spießbürger, die Arbeitslosen, die Journalisten, die Schauspieler, die Künstler und wir akzeptieren uns alle hier: Mit gegenseitigem Respekt, Toleranz ist das falsche Wort.

Man ist hier bei uns eingeritten, wie Hunnen. Die Fernsehjounalisten, deren Bilder Ihr seht, sagen: „Für die Polizeiführung (nicht Rostocker), das Bundeskanzleramt wie für die Autonomen scheinen wir Feinde zu sein.“ Ich habe Angst um meinen Freund, der Kameramann und Vater meines eingeheirateten Sohnes ist. Die Fernsehjournalisten sagen auch: „Die Sender kaufen nur Bilder, auf denen es mindestens brennt.“

So war das auch in Lichtenhagen. Jeder denkt hier daran. Es bringt uns wieder in Verruf. Der ZDF-Kommentar heute dazu war falsch. Ich weiß, wie es damals war.

Was bleibt?
Wir werden hier benutzt! Für Medien, für Schäuble, Christiansen, die aus der Ferne beurteilen, ohne zu wissen, wie es sich anfühlt.
Auch von Autonomen, all dem Pack hier. Wir haben schon genug andere Probleme, aber daraus soll bald ein Roman werden.

Ich habe bei „Auslanspolitik“ ausführlicher gepostet. Nun schreibe ich ein „G-8-Tagebuch“ auf meiner Seite www.tischler-ole-welzel.de .
Vor dem hochladen muss ich unsere Kleine, das Baby beruhigen. Sie schläft nicht mehr durch. niemand mehr hier.

Bis 23°°Uhr stand der Hubschrauber wieder über uns. Was heute war?
Jetzt lade ich hoch:

http://www.tischler-ole-welzel.de/G8Tagebuch.htm

Herzlichst aus Rostock

Ole

hi,
der alte Tischler postet normalerweise bei „Hauswirtschaft und Handwerk“, gibt Ratschläge zu Pilzbefall, Holzauswahl, Dachdämmung.

Nach einer Rundmail an Freunde bekam ich die Bitte, meine Mail weiterleiten zu dürfen:

„Sie erfahren darin mehr als in allen Sondersendungen und Kommentaren, denn deren Macher haben bei ihrer Berichterstattung auch immer Auflagenhöhe und Quoten im Blick statt unsere Information. Oder noch schlimmer, Verleger und Entscheider sind Mitglied desselben Golfclubs oder so. Achja…“

Ich bin durch den Hubschrauberlärm krank geworden und habe etwas Zeit. Nun schreibe ich ein G-8-Tagebuch aus Sicht der Menschen im Szeneviertel am Rostocker Stadthafen:

http://www.tischler-ole-welzel.de/G8Tagebuch.htm

herzlichst
der olle Tischler

Lach mich weg :smile:
da springen ein paar Tage ein paar Chaoten rum, die sind in einer Woche wieder weg*

Wenn wir Zustände hätten wie 1933 oder 1961 kannst du dir sicher sein würde ich auch ein Krawallmacher werden.
Freiheit und Demokratie muss geschützt werden.

Einen tollen vergleich ziehst du da und eine spitze These für momemntane Krawallmacher.

Ich finde es moemntan sehr Interessant wie sich Politiker in den Medien äussern. Verhaftunegn auf Verdacht. Verwahrungen auf Vermutungen etc.
Die denken ja gar nicht bevor sie in die Medien reden.
Für solche Äusserungen und Forderungen sollte es keien Wahlunterstützung mehr geben.

Hallo Ole,

Respekt - für das Durchhaltevermögen aber auch deinen Schreibstil! Hast Du vielleicht Verwandte, die etwas entfernt wohnen? Oder vielleicht findet sich eine kleine Pension oder Freunde? Hauptsache weg aus diesem Irrenhaus…

Alles Gute und haltet durch, irgendwie.

MecFleih

Gab es in früheren Zeiten Phänomene systematischer
Vernichtung von Menschenleben auch nur annähernd in der
Größenordnung und vor allem der Rationalität der Ausführung
des Holocausts und des Gulags?

In der Größenordnung wohl nicht, sinngemäß aber wohl dassselbe - Vöker wurden ausgerottet, versklavt, öffentlich und grausam ermordet.
Sicher nicht in derart industrieller Art und Weise, aber die Industrie war auch eine Erfindung des 19.Jahrhunderts.

Die Tat macht die Tat und nicht das Werkzeug.

Gab es vor dem 20. Jahrhundert standardmäßig „Volkskriege“,
allgemeine Mobilmachungen, große den Krieg begleitende
„Volks-Ideologisierungswellen“?

Ja klar - damals waren viele Kriege per definitionem „Volkskriege“, weil es die Bevölkerung war, die die Haupztlast trug: Das Stellen von Soldaten ebenso wie die Verpflegung und Unterhaltung der kämpfenden Truppe. Ja, und einige werden auch noch an ihre „gute Sache“ gegelaubt haben - das liegt in der menschlichen Natur (kognitive Dissonanz).

Sorry, aber was interessieren mich Deutschen des 21.
Jahrhunderts die Kriegsverbrechen von Karl dem Großen allzu
unmittelbar für meine politische Willensbildung?

Nicht für die unmittelbare politische Willensbildung, sehr wohl aber zum Entlarven kulturpessimistischer Platitüden.

Ich will hier eigentlich keine „Verfallsgeschichte“ erzählen

Das hast Du aber getan - ob Du es nun wolltest, oder nicht.

aber einen historischen
Relativismus à la „alles schon mal dagewesen“ finde ich
angesichts der Erfahrungen des 20. Jahrhunderts ziemlich
absurd;

Nicht alles ist schonmal dagewesen, die Fähigkeit und der Wille dazu stecken aber schon immer im Menschen - die Wahl der Mittel wandelt sich mit der verfügbaren Technologie.

LG
Stuffi

Dann ab mit Bush, Blair und Merkel nach Afghanistan und Irak.
Knarre in die Hand und dann für zwei Monate nach Hadhida oder
Mossul zum Streife laufen. Wenn Sie daß überleben dann dürfen
wir bei allen weiteren ihrer Entscheidungen auf eine
friedlichere Welt hoffen.

Inwiefern hilft das bei dem Problem der gewaltbereiten Autonomen?

Hi,

keine Möglichkeit da raus zu kommen? Urlaub nehmen und in ein Hotel gehen?

Grüße B

Inwiefern hilft das bei dem Problem der gewaltbereiten
Autonomen?

Es hilft bei gewaltbereiten Politikern…

"Militanz ist in unseren Augen notwendiger Bestandteil
linksradikaler Politik,

Oh ja, linksradikale militärische gewaltbejahende Politik - wie toll

Gulags (wahlweise KZs)
Mauerschießbefehl (wahlweise Standrecht)
Stasi (wahlweise GeStaPo)
hatten wir in Deutschland schon zweimal, einmal mit „national“ davor, einmal ohne. Hatte die Welt schonmal zigmal in der UdSSR (linksradikaler UND militaristischer als alle Anderen zusammen), in Angola und Mocambique, gibts in der Welt noch zigfach in Nordkorea, Kuba, Venezuela und und und.

ehrlich gesagt - DAS braucht kein Mensch! und weil DAS so ist, gehört es bekämpft! mit friedlichen Mitteln!

Hallo Ole,

Rostock ist eine schöne, friedliche, lebendige alte Stadt an
der Ostsee. Nur im Moment nicht. Vergesst es bitte nicht. Noch

Das ist sie nicht. Die Bilder der Naziaufmärsche sind wohl schon vergessen. Ich habe da ein halbes Jahr an der Uni verbracht und ich kann mich an keinen Tag erinnern, wo ich keine Nazis gesehen habe. Die Schweriner Polizei war ständig präsent.

Vergessen sind wohl auch die Zeiten, wenn im Ostseestadion gespielt wird. Wie war das mit den rassistischen Äußerungen gegen Gerald Asamoah? Und wie sich die Rostocker Fans aufführen, ist legendär. Wenn im Ostseestadion gespielt wird, ist das Verhältnis Fans:stuck_out_tongue:olizei ca. 1:1, so hat es den Eindruck.

Auf der Strasse habe ich ca. 12-jährige gesehen, in schwarzer Kleidung, Springerstiefeln, Bierbüchse in der Hand. Was haben diese Kinder für Eltern, die sowas zulassen? In der S-Bahn hatte einer dieser Kinder einen Schüler einfach so angegriffen. Vermutlich hat dieses ihn nur angeschaut. Die Gewaltbereitschaft ist äußerst hoch. Möchtest du nachts alleine durch Dierkow oder Toitenwinkel gehen?

Ohne Zweifel ist Rostock-Altstadt eine schöne Stadt. Die hohe Arbeitslosigkeit führt aber nicht gerade zu einem friedlichen Umfeld. Deshalb ist es für mich unverständlich, warum gerade dort den G8-Gipfel abhalten möchte.

Hallo,

republikgefaehrdender aufruhr niedergeknueppelt werden, dann
koennen wir am besten gleich das ganze demonstrationsrecht
begraben.

Es kommt darauf an, ob jemand sein Demonstrationsrecht gebraucht oder missbraucht. Ich denke nicht, dass im Recht auf Demonstration etwas von Steinewerfen oder Gewaltanwendung steht.

Ich habe nur dargestellt, dass die politischen Gegner nicht zwangsläufig prügelnde Idioten sind sondern dass man sich auch intelektuell mit ihnen auseinandersetzen sollte. Sonst erreicht man gar nichts.

Ich habe nur dargestellt, dass die politischen Gegner nicht
zwangsläufig prügelnde Idioten sind sondern dass man sich auch
intelektuell mit ihnen auseinandersetzen sollte. Sonst
erreicht man gar nichts.

KONSENZ!!!

ohne jeden Zweifel richtig!

aber: wie kann / soll ich mich auf eine Kommunikationsebene begeben (ggf. mit dem politischen „Gegner“), wenn diese ausschließliche Sprache die Sprache der Gewalt ist? es ist mir schlichtweg unmöglich, mich mit einem Mollischwingenden Messerattacisten über die Kindergartenplatzmisere in SierraLeone zu unterhalten. und eben die Kommunikation wird von Seiten der Polizei (De-Eskalation) gesucht und wird von den Horden (es fällt mir schwer, Menschen eine Intelligenz zu unterstellen, die einem fremden Anderen nach dem Leben trachten) als Aufforderung zur Gewalt verstanden wird … wer Wind säät …

Ich betone nochmals!, dass ich die friedlichen Demos zwar inhaltlich nicht unterstütze, das Recht auf diese FRIEDLICHEN Demos aber ohne Zweifel bejahe.

und was ich unter keinen Umständen toleriere, ist der Versuch der Relativierung und Rechtfertigung der Gewalt - es gibt KEINE Rechtfertigung für Gewalt - nie und nimmer! nirgendwo! insbesondere nicht in einem von Terroristenherrschern bereits zweimal innerhalb von 60 Jahren heimgesuchten Land wie Deutschland.