… Tests 100% nachweisen?
In meinem Bekanntenkreis ist jemand betroffen, der meint, das
da nur Fragen gestellt wurden für diese Diagnose. Gibt es einen
Nachweis, der dies bezeugt und auch nur diese Diagnose eindeutig als Schlußfolgerung hat.
… Tests 100% nachweisen?
In meinem Bekanntenkreis ist jemand betroffen, der meint, das
da nur Fragen gestellt wurden für diese Diagnose. Gibt es einen
Nachweis, der dies bezeugt und auch nur diese Diagnose eindeutig als Schlußfolgerung hat.
Medizin erschöpft sich nicht in Laborparametern
oder Testverfahren. Die Psychiatrie ist ein über mhr als hundert Jahre gewachsenes medizinisches Fach und hat inzwischen auch die Gedanken der sogenannten Anti-Psychiatrie mit verarbeitet, ebenso wie die Erkenntnisse der Psychoanalyse. Nicht umsonst gibt es seit Anfang der 90er Jahre einen neuen Psychiatrie-Facharzt, der da heißt „Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie“ und den alten Nervenarzt (glücklicherweise) abgelöst hat. Die früher bestehende Feindschaft zwischen dem Denken der Psychotherapeuten und dem Denken der modernen Psychiater gibt es also nicht mehr.
Gruß,
Branden
Hallo,
die Antwort ist kurz und bündig: Bis heute gibt es keine Tests, mit denen man eindeutig auf Schizophrenie schließen kann.
Beste Grüße
Oliver
Und was ist mit Dopamin-Werten?
Weisst du, auf welche Frage du geantwortet hast? Auf die hier gestellte jedenfalls nicht.
Weisst du, auf welche Frage du geantwortet hast? Auf die hier
gestellte jedenfalls nicht.
Aber selbstverständlich habe ich auf die oben gestellte Frage geantwortet. Nochmal anrs ausgedrückt: Vieles in der Medizin kann man nicht mit T e s t s diagnostizieren, sonrn muss sich mit anderen Vorgehensweisen beschäftigen. Dies betrifft einige Fächer, so z.B. die Psychiatrie. Psychiatrische Erkrankungen wi z.B. di Schizophrenie werden anders diagnostiziert.
Gruß,
B
Hallo,
das liegt auch daran, dass es kaum irgendein Test (in der Psychologie oder Medizin) gibt, der fehlerfrei ist. Je mehr Menschen eine Eigenschaft haben, desto sicherer wird er. So wird ein Blutgruppentest „sicherer“ (aber nicht fehlerfrei) sein als ein Test auf Schizophrenie. Das hat aber noch mehr Gründe als nur die Anzahl der Vergleichsgruppe (1% der Bevölkerung ist nicht gerade viel), sondern hängt auch damit zusammen, dass hier nicht physikalisch gemessen wird.
Viele Grüße
Das ist jetzt eine Antwort auf die Frage. Das davor war ziemlich unspezifisches Geschwurbel.
noch präziser…
… wäre deine Antwort, wenn du sagen würdest, WIE in der Psychiatrie eine Schizophrenie diagnostiziert wird.
Eine solche Antwort hätte den enormen Vorteil, dass der Psychiatrie diese elitäre, nebulöse, künstliche Wolke genommen würde, von der böse Zungen behaupten, dass sich dahinter nichts verbirgt.
Nicht, dass ich der Auffassung wäre, dass sich dahinter tatsächlich nichts verbirgt. Ich weiß, dass das anders ist. Aber gerade deshalb geht mir geht ungemein auf den Keks, dass es so viele „Studierte“ gibt, die ihre Profession überflüssig hinter solchen Nebelschwaden verbergen.
… wäre deine Antwort, wenn du sagen würdest, WIE in der
Psychiatrie eine Schizophrenie diagnostiziert wird.
Ich hatte dies kurz erwogen, aber da ich hier nicht eine Abhandlung schreiben wollte, die man in jedem guten Psychiatri-Lehrbuch findet, ließ ich es dabei bewenden.
Natürlich liegt nicht jedem das psychiatrische Erfassen, gnauso wie nicht jeder ein Talent zur Chirurgie hat. Ich wäre sicherlich ein lausiger Chirurg geworen, aber ich merke meistens innerhalb der ersten Viertelstunde bei einem neuen Patienten, ob er psychotisch, neurotisch, persönlichkeitsgestört oder psychosomatisch erkrankt ist.
Die Differenzierung zwischen einer Schizophrenie und einer anderen Psychose braucht vielleicht noch eine weitere Viertelstunde.
Wiegesagt, es gehört Erfahrung, Wissen und Intuition dazu - wie fast bei jedem anderen Beruf auch.
Gruß,
Branden
es gehört Erfahrung, Wissen und Intuition dazu -
wie fast bei jedem anderen Beruf auch.
Keine Frage. Aber:
ich merke
meistens innerhalb der ersten Viertelstunde bei einem neuen
Patienten, ob er psychotisch, neurotisch,
persönlichkeitsgestört oder psychosomatisch erkrankt ist.
Die Differenzierung zwischen einer Schizophrenie und einer
anderen Psychose braucht vielleicht noch eine weitere
Viertelstunde.
Das mit der Viertelstunde lasse ich als ersten Eindruck durchgehen, nicht jedoch als feste Diagnose. Die spannende Frage ist: Wie selbstkritisch bist du, wie offen hältst du dich, dass du an einem solchen ersten Eindruck nicht festklammerst und korrekturfähig bleibst?
Wie fehlbar schätzt du dich selber ein und wie gehst du damit um?
Moin nochmal
Die spannende
Frage ist: Wie selbstkritisch bist du, wie offen hältst du
dich, dass du an einem solchen ersten Eindruck nicht
festklammerst und korrekturfähig bleibst?
Nun ja, was willst du hören? Natürlich halte ich mich für offen und wandelbar in meiner Einschätzung, ist ja klar. 
Nun könnte ein Mensch mit Vorurteilen gegen Psychiater dialektisch mit mir und gegen mich argumentieren: Ja, der Branden ist ja auch ein Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, die sind ja sowieso flexibler und offener als die Psychiater.
Das träfe aber nur auf die alten Psychiater zu, die noch keine Psychothrapie-Ausbildung hatten und die sterben ja bekanntlich aus.
Also wäre das auch hinfällig.
Wie fehlbar schätzt du dich selber ein und wie gehst du damit
um?
Wiegesagt, ich halte mich grundsätzlich für ähnlich fehlbar wie z.B. ein Internist oder ein Gynäkologe. In dn 80er Jahren war ich als Praktischer Arzt niedergelassen und könnte dir auch aus dieser Zit brichten, aber die ist so lange her und für mich selbst auch uninteressant geworden.
Gruß,
Branden
Hallo!
Nun ja, was willst du hören? Natürlich halte ich mich für
offen und wandelbar in meiner Einschätzung, ist ja klar.
Wie hältst Du’s mit der Supervision? 
Gruß,
Max
Na wenn du in den 80ern schon praktiziert hast, kannst du ja selbst nicht so jung sein. 55J. oder älter?
Was sind denn die vorgeschriebenen medizinischen/neurolog. Untersuchungen, auf was muß geprüft werden beim Blut-/Urintest?
Wie hältst Du’s mit der Supervision?
Er ist Supervisor B-)
Natürlich halte ich mich für
offen und wandelbar in meiner Einschätzung, ist ja klar.
Ich bin schwer enttäuscht. Natürlich hatte ich erwartet, dass du jetzt zugibst, dass du dich für unfehlbar hältst 
Wiegesagt, ich halte mich grundsätzlich für ähnlich fehlbar wie z.B. ein Internist oder ein Gynäkologe.
Das hältst du jetzt ernsthaft für ein gutes Beispiel?
Er ist Supervisor B-)
Ich dachte immer, Superweiser?
Ich kenne es eigentlich so, daß sich auch altgediente Therapeuten mit Kollegen austauschen, um nicht die Bodenhaftung zu verlieren.
M.
Na wenn du in den 80ern schon praktiziert hast, kannst du ja
selbst nicht so jung sein. 55J. oder älter?
Ein einfacher Klick auf meine ViKa könnte dir zeigen, dass ich meinen 60. Geb. schon feiern durfte.
Was sind denn die vorgeschriebenen medizinischen/neurolog.
Untersuchungen, auf was muß geprüft werden beim
Blut-/Urintest?
Die Diagnose „Schizophrenie“ erfolgt nicht übr Blut- oder Urintests, wie ich schon erläuterte.
Moin Max
Wie hältst Du’s mit der Supervision?
Was soll ich als Lehrtherapeut und Supervisor dazu jetzt sagen?
Hast du mal „Die rote Couch“ von Yalom gelesen? Falls ja, dann weißt du ja, worum es da geht. 
Aber ich kann dich beruhigen: Auch ein Supervisor geht kollegial in Supervision.
Gruß,
Branden
Ich kenne es eigentlich so, daß sich auch altgediente
Therapeuten mit Kollegen austauschen, um nicht die
Bodenhaftung zu verlieren.
So ist es ja dann auch. Siehe meine Antwort an dich darüber.