Kann man Schizophrenie mit medizinischen

Natürlich! Die Formulierung „nahezu wahnhaft hineinsteigern“
aus dem Munde eines Psychoanalytikers ist natürlich nicht
polemisch und nicht entwertend gemeint, sie dreht auch nichts
irgendwo im Munde herum. Und überhaupt zeichnest du dich ja
durch eine durchgängig sachliche, den anderen konsequent
respektierende Wortwahl aus.

Das war nun mein leicht gereiztes Echo auf deine entwertenden Angriffe.

Bemerkenswert finde ich aber, dass du den - zumindest in
meinen Augen - positiven Umstand, dass du wöchentlich in
Supervision gehst, im Rahmen einer Qualitätsdiskussion als
schützenswerte Information zurückhältst.

Warum schützenswert? Warum will jemand zunächst nicht, dass
solche eine Information nach außen geht? Ich finde, dass ist
eine erwähnenswerte Information. Spontan fällt mir dazu ein,
dass das jemand als Schwäche empfinden könnte oder zumindest
die Befürchtung hegt, dass das jemand als Schwäche auslegen
könnte. Das fände ich schade. Andere Gründe kann es natürlich
auch geben.

Ich bin etwas zurückhaltend hier mit der Kombination meiner beruflichen und persönlichen Informationen. Ich habe ja auch nicht meine Praxis-website in der ViKa genannt, sondern nur die unserer Music-Band.

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@ Denker + Janina

Genau das meine ich. Und wenn ich ergänzen darf: Woher weiß
ich als Patient, dass der Therapeut, der mir gegenüber sitzt,
zum einen oder zum anderen gehört.

Man kann im Leben nicht alles genau steuern un austariren un kontrollieren.
Ich sehe das Qualitätsmanagemnt, so wie es heute real existiert, auch recht kritisch. Es erschgöpft sich in Formalien und Regeln. Man kann gerade die Psychotherapie nicht so messen wie z.B. physikalische Methoden. Damit würde man sie nicht nur vergewaltigen, sondern auch verflachen.

*Das Arzt (bzw. Therapeuten bzw. gerade das
Therapeuten-)/Patientenverhältnis ist nun mal ein besonderes:
Es gibt immer eine besondere Vertrauensstellung und ein
gewisses Abhängigkeitsverhältnis.

Richtig. Und du wirst diese Situation nicht verbessern mit bürokratischen Einengungen.

In so vielen, z.T. weit weniger gefährlichen Bereichen sind
externe Kontrolle (inzwischen) und davor gelagert überhaupt
erst einmal transparente Richtwerte selbstverständlich

Und die kannst du schwer in den Bereich Psychotherapie übertragen.
Außerdem gibt es gar nicht genug kompetente „Prüfer“, weil ein guter Therapeut nicht als Prüfer arbeiten wird, sondern als Therapeut.

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Hallo Branden!

Außerdem gibt es gar nicht genug kompetente „Prüfer“

Und es bleibt die Frage, woran man einen kompetenten Prüfer erkennt … eine Urkunde alleine genügt wohl nicht, Therapeut und Prüfer müssen wohl menschlich ebenso zusammenpassen wie Klient und Therapeut. Aber wenn man sich einen „passenden“ Prüfer sucht, wer garantiert, daß man sich nicht einen sucht, der auch zur eigenen Inkompetenz passt? :smile: Und woran erkennt man, ob ein Konflikt zwischen Prüfer und Geprüften nun fruchtbar ist oder ein Zeichen dafür, daß man nicht zusammenpasst?

Das ist ähnlich wie mit der therapeutischen Beziehung. Wenn ein Klient sagt, er will die Therapie abbrechen, weil es ihm gerade damit nicht gut geht, kann es sein, daß der Theraopeut schlecht ist - oder hervorragend.

Die Notwendigkeit von Qualitätsüberprüfung in der Psychotherapie sehe ich ähnlich wie Janina, aber ich sehe da eine Menge ungelöste Probleme, wie man auf einem Gebiet, daß so sehr von Subjekltivität geprägt ist, Qualität objektiv messen soll. Was nicht heißt, daß man deswegen gleich ganz darauf verzichten sollte.

Gruß,
Max

Gruß,
Max

^^Hier bitte frage beantworten kwt
kwt

Die Frage ist zu unpräzise, um…
sie vernünftig beantworten zu können. Auf die Frage
„Wie siehst mit dem Arztgeheimnis aus?“ könnte ich antworten: „Gut!“
oder auch: „Was soll damit sein? Das Arztgeheimnis ist eine sinnvolle Angelegenheit, um Patienten zu schützen.“ usw usf.

Moin

Aber wenn man sich einen „passenden“
Prüfer sucht, wer garantiert, daß man sich nicht einen sucht,
der auch zur eigenen Inkompetenz passt?

Einen P r ü f e r kann sich gnausowenig aussuchen wie einen Gutachter - der wird immer von einer entspr. Stelle geschickt. Ein Supervisor hingegen ist der persönliche, selbst ausgesuchte „Coach“, wenn du so willst.
Gruß,
Branden

Hi Branden!

Einen P r ü f e r kann sich gnausowenig aussuchen wie einen
Gutachter - der wird immer von einer entspr. Stelle geschickt.
Ein Supervisor hingegen ist der persönliche, selbst
ausgesuchte „Coach“, wenn du so willst.

Ja, hast recht. :smile: Ich glaube, wir sind uns aber im Grund einig, daß man letztendlich nie endgültige Gewißheit erlangen kann … wenn der Prüfer mich durchfallen lässt, ich den Prüfer aber für inkompetent halte, wer gehört dann zu den einen und wer zu den anderen? :smile: Egal, wuie man es dreht und wendet: Am Ende wird man mE immer wieder auf das eigene Gewissen zurückgeworfen.

Gruß,
Max

Am Ende wird man mE immer wieder auf das eigene
Gewissen zurückgeworfen.

Du sagst es.
Gruß,
Branden

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Ist das eigentlich typische Akademikerarroganz, immer nur die Hälfte bzw. den bequemen Teil einer Frage zu beantworten? So war ja bei dem Torwart Enke sofort die Diagnose öffentlich.

Ist das eigentlich typische Akademikerarroganz, immer nur die
Hälfte bzw. den bequemen Teil einer Frage zu beantworten? So
war ja bei dem Torwart Enke sofort die Diagnose öffentlich.

Dr zweite Til einer vFrag war ja sehr allgemein gehalten. Wr von uns soll denn wissen, ob „man“ sich an das Arztgeheimnis bzw. die Schweigepflicht hält? Wenn es ich beruhigt: Ja, „man“ hält sich daran.
Und nun?

Widerspricht nur komischerweise dem Enke-Fall. Sieht wohl jeder Ihrer Zunft anders.

Und nein, sowas finde ich selbstverständlich nicht beruhigend.

Widerspricht nur komischerweise dem Enke-Fall.

Nein, tut es nicht. Enke wurde nicht von „man“ behandelt, sondern von einem ganz konkreten Arzt, und der hat möglicherweise ganz konkret dagegen verstoßen. Deine Frage ist in der Tat ziemlich unspezifisch.

Lg,
M.

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Nun, man weiß jetzt ja, was diese Schweigepflicht in der Realität wirklich wert ist. Nämlich nichts! Wenn dagegen verstoßen wird, ist es nicht mehr wiedergutzumachen.

Das Internet ist voll von Behandlungsfehlern. Einer Frau wurde z.B. mal das falsche Bein amputiert.

Das Internet ist voll von Behandlungsfehlern. Einer Frau wurde
z.B. mal das falsche Bein amputiert.

Wer eifrig nach Fehlern sucht, wird sie übrall finden.
Und Behandlungsfehler sind wiederum in anderes Thema als Schweigepflicht. Du solltest dich mal entscheiden, was du hier wirklich diskutieren willst.

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