Kann man seine Kinder nie wieder los werden?

Und somit schließt sich der Kreis.
Eine Mutter, die ihr Kind zur Adoption gibt, die wird nie wieder angegriffen.Auch eine Frau, die ihr Kind abtreibt, davon wird nie wieder geredet.
Aber, wenn jemand sagt, ich musste das Kind zurücklassen, das ist ja das Schlimmste, was es gibt.Warum eigentlich?
Hätte ich mich halbtot schlagen sollen. Wem hätte das Genützt?
Hätte ich mich weiterhin foltern lassen sollen und so tun, als wäre alles in Ordnung?
Und bin ich wirklich so grauenvoll, nur weil ich wollte, das dieses Kind auf die Welt kommt?
Dann dürften alle Kinder, die zur falschen Zeit auf die Welt kommen wollen,ja gar nicht geboren werden.
Ausserdem ist man ja nicht gleich Mutter, nur weil man ein Kind geboren hat. Man muss schon die Möglichkeit haben, in seine Rolle hineinzuwachsen. Vor allem, wenn es das erste Kind ist.
Das der Junge mich vielleicht mal kennenlernen will, war zu erwarten und das das Verhältnis nicht berauschend sein wird, war auch zu erwarten.Damit kann ich Leben.
Was mich hier allerdings auch wieder verblüfft, ist die Tatsache, das mit einem 36jährigen immer wieder Mitleid gezeigt wird und von einem Mädchen mit 17 wird erwartet, daß sie vorbildlich ist.Wer hatte mit mir Mitleid?
Mein Sohn hatte kein schlechtes Leben, im Gegenteil, ihm sind keine Grenzen aufgesetzt worden.
Ich habe mit 18 auf der Strasse gestanden, ohne irgendeinen Rückhalt und habe auch nicht angefangen, Drogen zu konsumieren.
Ich bin arbeiten gegangen und habe dafür gesorgt, das ich keinem zur Last falle.
Und meine Tochter habe ich alleine gross gezogen und die ist in jeder Weise vorbildlich geworden.
Also denke ich mir, kann ich als Mutter so schlecht auch nicht sein.

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Moralische Keule wegpacken
Hallo,

die Reaktionen auf meinem Artikel war natürlich so, wie ich es erwartet habe.

… Du schreibst einen Artikel genau so, dass eine bestimmte Form von Antworten kommen wird, und genau die kommt dann auch. Darüber brauchst Du dich nicht wundern.

Sie hatte doch gerade geschrieben, dass sie sich eben nicht darüber wundert. Was soll das dann?

Aber vielleicht ein Fachmann, mit dem Du mal deine Geschichte etwas aufarbeiten könntest.

Und was soll das sein? Ein hilfreicher Ratschlag? :-/

Einmal der Ex-Freund/Mann und dann der Sohn.

Da sind ja auch noch ihre eigenen Eltern. Vielleicht sind die das Hauptproblem damals gewesen.

Du projezierst hier aber ganz massiv aus der Geschichte mit Ex-Freund/Mann in die Geschichte mit dem Sohn hinein, und das ganz massiv zum Nachteil deines Sohnes.

Und dann geh mal davon aus, dass der Sohn mit nicht geringer Wahrscheinlichkeit sein Leben lang indokriniert wurde gegen die Mutter. Entsprechend verhält er sich (vermutlich) ihr gegenüber, was sicher nicht zur gegenseitigen Akzeptanz beiträgt.

Da sind wir doch an einem interessanten Punkt: Du wolltest deinen Sohn unter genau den dir bekannten Bedingungen, und damit ist das Thema doch eigentlich schon erledigt.

Also wirklich!

D.h. Du musst dann auch für diese Entscheidung die Verantwortung übernehmen. Statt dessen versuchst Du diese aber auf deine Eltern abzuschieben.

Ich verstehe es so, dass sie das Kind wohl zur Adoption freigegeben hätte, dass das aber nicht ging, weil sie damals nicht volljährig war, und die Eltern nicht einverstanden gewesen wären. Wieso sollten denn die Eltern nicht dafür verantwortlich sein?

Es ist nicht die Schuld deines Sohnes, dass er unter dramatischen Umständen geboren wurde, …

Das hat sie doch weiter oben gerade selber geschrieben. Ich finde solche Sätze besserwisserisch.

Und die Jugendamtsgeschichte finde ich ehrlich gesagt auch nicht so ganz plausibel.

Du hast aber verstanden, dass das schon eine Weile (ca. 36 Jahre) her sein muss? Vor 36 Jahren hatten wir 1972, und in der Ehe waren Mann und Frau erst seit einer großen Familienrechtsreform 1976 gleichberechtigt. Ich weiß es natürlich jetzt nicht genau, aber ich halte es für sehr unwahrscheinlich, dass damals eine Frau, die den Mann („böswillig“ oder „aus freien Stücken“) verlassen hat, das Aufenthaltsbestimmungsrecht für ihren Sohn gekriegt hätte. Damals wurde man (frau) unter solchen Umständen schuldig geschieden und hatte gar keine Rechte.

Klingt nicht gerade danach, als ob Du um/für deinen Sohn gekämpft hättest.

Das ist wahr, aber wie ich die Zeit in Erinnerung habe, hätte es wohl auch nicht viel Sinn gehabt.

Ich hab es übrigens auch eher so verstanden, als habe sie sich nicht in der Lage gefühlt, dem Kind gerecht zu werden. Was wohl nicht ganz ungewöhnlich ist bei Kindern (insbesondere Jungs), die aus einer Vergewaltigung hervorgehen.

Ja, das ist doch der springende Punkt. Dein Sohn war auch Opfer und zwar Opfer beider Elternteile! Du hast doch deine Verantwortung ihm gegenüber auch nicht wahrgenommen. Sicherlich ist deine Flucht verständlich, aber die dabei in Kauf genommenen Kollateralschäden sind zu Lasten deines Sohnes gegangen.

Dann sag doch mal konkret, was sie hätte machen sollen. Aber bitte unter den damaligen Umständen und herrschenden Gesetzen, nicht unter heutigen! Und wenn du die Zeit nicht erlebt hast oder nichts von ihr weißt, dann solltest du auch einsehen, dass du ihr Verhalten gar nicht beurteilen kannst.

Es klingt leider nicht so, dass Du bereit wärst diese Verantwortung zu übernehmen, sondern erneut versuchst zu fliehen. Hat ja einmal auch - abgesehen von den Kollateralschäden - fast geklappt.

Ich krieg echt zu viel, du kennst die Frau nicht, du hast gerade mal 3 Postings von ihr gelesen, und dann diese moralische Keule! Und natürlich jede Menge Sternchen, weil das freut die lieben Mitmenschen, wenn man einer Hexe mal ordentlich die Meinung geigt.

Ich selber würde hier gar keine Stellung beziehen, weil ich es nicht beurteilen kann, jedenfalls nicht die entscheidenden Punkte. Und im übrigen weiß ich auch nicht, wieso ich da überhaupt eine Stellung beziehung sollte.

Viele Grüße
Simsy

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Hallo Wiz
schön das Du dich geoutet hast.
So einen Artikel kann nur ein Mann schreiben.
In der Schule hätte man gesagt: setzen 6!! Thema nicht verstanden.
schönen Tag

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Hallo,

die Reaktionen auf meinem Artikel war natürlich so, wie ich es erwartet habe.

… Du schreibst einen Artikel genau so, dass eine bestimmte Form von Antworten kommen wird, und genau die kommt dann auch. Darüber brauchst Du dich nicht wundern.

Sie hatte doch gerade geschrieben, dass sie sich eben nicht
darüber wundert. Was soll das dann?

Du hast diesen Punkt offenbar nicht wirklich verstanden.

Aber vielleicht ein Fachmann, mit dem Du mal deine Geschichte etwas aufarbeiten könntest.

Und was soll das sein? Ein hilfreicher Ratschlag? :-/

Hast Du einen besseren? Wer von uns hier könnte sich anmaßen einen Fachmann zu ersetzen?

Einmal der Ex-Freund/Mann und dann der Sohn.

Da sind ja auch noch ihre eigenen Eltern. Vielleicht sind die
das Hauptproblem damals gewesen.

Du projezierst hier aber ganz massiv aus der Geschichte mit Ex-Freund/Mann in die Geschichte mit dem Sohn hinein, und das ganz massiv zum Nachteil deines Sohnes.

Und dann geh mal davon aus, dass der Sohn mit nicht geringer
Wahrscheinlichkeit sein Leben lang indokriniert wurde gegen
die Mutter. Entsprechend verhält er sich (vermutlich) ihr
gegenüber, was sicher nicht zur gegenseitigen Akzeptanz
beiträgt.

Ja, aber unsere Fragerin schein genau dies noch nicht erkannt zu haben, sonst würde sie anders mit ihrem Sohn umgehen.

Da sind wir doch an einem interessanten Punkt: Du wolltest deinen Sohn unter genau den dir bekannten Bedingungen, und damit ist das Thema doch eigentlich schon erledigt.

Also wirklich!

D.h. Du musst dann auch für diese Entscheidung die Verantwortung übernehmen. Statt dessen versuchst Du diese aber auf deine Eltern abzuschieben.

Ich verstehe es so, dass sie das Kind wohl zur Adoption
freigegeben hätte, dass das aber nicht ging, weil sie damals
nicht volljährig war, und die Eltern nicht einverstanden
gewesen wären. Wieso sollten denn die Eltern nicht dafür
verantwortlich sein?

Es geht nicht darum, dass die Eltern nicht auch mitverantwortlich sind, sondern darum, dass hier ständig jegliche eigene Verantwortung abgelehnt, und diese ausschließlich bei anderen gesehen wird.

Es ist nicht die Schuld deines Sohnes, dass er unter dramatischen Umständen geboren wurde, …

Das hat sie doch weiter oben gerade selber geschrieben. Ich
finde solche Sätze besserwisserisch.

Was Du findest, sei Dir unbenommen, nur finden anderen Menschen Dinge eben anders. Für mich wird hierdurch ganz klar, dass auch damit wieder Schuld und Verantwortung anderen zugewiesen wird. Für eine dramatische Geburt kann normalerweise niemand etwas, umso bemerkenswerter, dass hier ausgerechnet dem Kind dafür die Schuld gegeben wird. Wenn gewolltes und gesteuertes Verhalten eines Kindes zu bewerten ist, dann hat doch dessen schwere Geburt dabei einfach überhaupt nichts verloren.

Und die Jugendamtsgeschichte finde ich ehrlich gesagt auch nicht so ganz plausibel.

Du hast aber verstanden, dass das schon eine Weile (ca. 36
Jahre) her sein muss? Vor 36 Jahren hatten wir 1972, und in
der Ehe waren Mann und Frau erst seit einer großen
Familienrechtsreform 1976 gleichberechtigt. Ich weiß es
natürlich jetzt nicht genau, aber ich halte es für sehr
unwahrscheinlich, dass damals eine Frau, die den Mann
(„böswillig“ oder „aus freien Stücken“) verlassen hat, das
Aufenthaltsbestimmungsrecht für ihren Sohn gekriegt hätte.
Damals wurde man (frau) unter solchen Umständen schuldig
geschieden und hatte gar keine Rechte.

Sorry, aber da muss ich jetzt mal als Fachmann einhaken. Das ist alles ziemlicher Unsinn und Halbwissen. Belassen wir es aber einmal dabei, dass das neue Eherecht ab 77 auch auf Altfälle anwendbar ist, und daher selbst wenn - was ich unter den geschilderten Umständen nicht glaube - 72 noch Entscheidungen gegen die Mutter getroffen worden wären, sie ab 77 die besten Chancen gehabt hätte diese innerhalb der noch verbleibenden 13 Jahre bis zur Volljährigkeit des Sohnes zu ändern. Dies hätte aber mehr Interesse und Engagement vorausgesetzt, als es hier offensichtlich an den Tag gelegt wurde.

Klingt nicht gerade danach, als ob Du um/für deinen Sohn gekämpft hättest.

Das ist wahr, aber wie ich die Zeit in Erinnerung habe, hätte
es wohl auch nicht viel Sinn gehabt.

s.o. spätestens ab 77 hätte es da alle Möglichkeiten gegeben, und wir wollen ja auch nicht vergessen, dass es da einen älter werdenden Sohn gab, der mit zunehmendem Alter auch etwas mitzureden gehabt hätte. Das hätte er aber nur tun können, wenn die Mutter mehr Engagement in der Sache gezeigt hätte.

Ich hab es übrigens auch eher so verstanden, als habe sie sich
nicht in der Lage gefühlt, dem Kind gerecht zu werden. Was
wohl nicht ganz ungewöhnlich ist bei Kindern (insbesondere
Jungs), die aus einer Vergewaltigung hervorgehen.

Von Vergewaltigung im strafrechtlichen Sinn war hier bislang nicht die Rede. Ich habe aber auch nie behauptet, dass es unter den geschilderten Umständen einfach war/gewesen wäre, eine anständige Beziehung zu dem Kind aufzubauen. Aber was nicht war, kann man ja ggf. nachholen - zum beiderseitigen Nutzen.

Ja, das ist doch der springende Punkt. Dein Sohn war auch Opfer und zwar Opfer beider Elternteile! Du hast doch deine Verantwortung ihm gegenüber auch nicht wahrgenommen. Sicherlich ist deine Flucht verständlich, aber die dabei in Kauf genommenen Kollateralschäden sind zu Lasten deines Sohnes gegangen.

Dann sag doch mal konkret, was sie hätte machen sollen. Aber
bitte unter den damaligen Umständen und herrschenden Gesetzen,
nicht unter heutigen! Und wenn du die Zeit nicht erlebt hast
oder nichts von ihr weißt, dann solltest du auch einsehen,
dass du ihr Verhalten gar nicht beurteilen kannst.

s.o. und als Jurist kann ich das vielleicht einfach fachlich besser einordnen, als der juristische Laie. Deine Meinung bleibt Dir aber natürlich unbenommen.

Es klingt leider nicht so, dass Du bereit wärst diese Verantwortung zu übernehmen, sondern erneut versuchst zu fliehen. Hat ja einmal auch - abgesehen von den Kollateralschäden - fast geklappt.

Ich krieg echt zu viel, du kennst die Frau nicht, du hast
gerade mal 3 Postings von ihr gelesen, und dann diese
moralische Keule! Und natürlich jede Menge Sternchen, weil das
freut die lieben Mitmenschen, wenn man einer Hexe mal
ordentlich die Meinung geigt.

Ich weiß nicht, warum bestimmte Menschen Moral immer im Zusammenhang mit Keule sehen müssen? Und es geht hier auch ganz sicher nicht darum „einer Hexe“ die Meinung zu sagen. Ganz im Gegenteil. Es geht mir hier darum, jemandem der Schuld und Verantwortung nur bei anderen sieht zu zeigen, dass er auch selbst seinen Anteil hat, und es notwendig ist, diesen zunächst einmal zu akzeptieren, um zu einer vernünftigen Lösung zu kommen. Statt dessen wird hier aber wohl eine Generalabsolution erwartet, die keiner von uns hier wirksam erteilen kann, und die der Fragerin auf Dauer auch in keiner Weise helfen wird ihre Probleme zu lösen.

Ich selber würde hier gar keine Stellung beziehen, weil ich es
nicht beurteilen kann, jedenfalls nicht die entscheidenden
Punkte. Und im übrigen weiß ich auch nicht, wieso ich da
überhaupt eine Stellung beziehung sollte.

Nun ja, es steht hier eine Fragestellung im Raum und jeder kann und darf - so gut er es vor seinem menschlichen und fachlichen Hintergurnd kann - antworten. Das diese Antworten dann nicht unbedingt auf dem gewünschten Blümchenpapier daherkommen, ist ein Risiko, was jeder tragen muss, der hier fragt. Aber genau wie derjenige, der hier verantwortungslos an seiner Elektrik rumspielt entsprechende Antworten bekommt, ist es auch in diesem Fall. Und vielleicht ist gerade diese Antwort die beste.

Gruß vom Wiz

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