Jede neue Nachricht von Merz lässt mich daran zweifeln, dass dieser Mann auch nur die geringste Eignung zum Bundeskanzler hat. Auch heute wieder:
Wie kann es sein, dass eine große und traditionsreiche Partei wie die CDU von einem offensichtlich unfähigen Mann geführt wird? Reicht es wirklich, dass mann sich einfach als genau das Gegenteil von Merkel präsentiert?
Zunächst einmal sind die Ämter des Parteivorsitzenden und des Bundeskanzlers zwei völlig verschiedene. Blöd halt nur, dass sich die Partei nach dem 2. Weltkrieg in den Kopf setzte, die Ämter in Personalunion führen zu lassen. Wenn man mal darüber nachdächte, dass die Aufgaben - wenn man sie denn ernstnähme - grundverschiedene sind, käme man vielleicht darauf, dass sie auch von zwei verschiedenen Personen ausgeübt werden könnten bzw. sollten. Will sagen: der Schaden wäre deutlich kleiner, wenn Merz nur Parteivorsitzender wäre und jemand anders Bundeskanzler.
Aber sei es drum: Merz ist ein Populist und wie das bei Populisten so ist, so erreichen sie am meisten nach einer Niederlage bzw. in einer Schwächephase. Das war die entscheidende Voraussetzung, dass er zum Nachfolger von Armin Laschet werden konnte. Zuvor war Merz ja schon zweimal mit seiner Kandidatur um den Parteivorsitz gescheitert und das gegen Granaten wie Spahn, Kramp-Karrenbauer und Laschet (erste Runde 2018) bzw. Laschet (zweite Runde 2021).
Die Mitglieder (denn Merz wurde ja tatsächlich (wenn auch nicht formal) durch die Mitglieder gewählt und nicht durch einen Parteitag) fanden wohl angesichts der Niederlage ausgerechnet gegen Scholz & Co., dass die CDU mal ganz dringend was anderes brauchte als Sachlichkeit, Nüchternheit und Seriosität und so wurde es dann Merz.
Ich kann Schnieder überhaupt nicht einschätzen, aber vielleicht hatte er zumindest eine gewisse Kompetenz? Er wäre dann für das Amt völlig ungeeignet, denn die Bevölkerung ist seit langem gewohnt, dass der Bundesverkehrsminister ein kompletter Volltrottel ist.