Mein Sohn Moritz wird in wenigen Tagen 8 Jahre alt und kann noch immer nicht Fahrradfahren. Bisher habe ich diese Entwicklungsverzögerung recht gelassen gesehen, mache mir aber inzwischen doch Sorgen darüber. Wegen seiner grobmotorischen Probleme hat er in den letzten 2 Jahren Physiotherapie bekommen, was jedoch keine nennenswerten Erfolge brachte - allgemein betrachtet. Seine Motivation ist nun auf Null gesunken, so nach dem Motto „das kann ich sowieso nicht“. Das neue Fahrrad liegt in der Ecke und wird überhaupt nicht beachtet. Er geht dann lieber zu Fuß, egal wie weit der Weg ist.
Als Info wäre evtl. noch hilfreich, dass er seit Anfang des Jahres epileptische Anfälle hat, ist aber durch Medikamente konstant anfallsfrei. Moritz ist das mittlere von 3 Kindern.
Wie kann ich ihm helfen? Oder mache ich mir einfach zu viel Sorgen?
Evtl kann Dein Sohn mit so einem Ding das Gefühl für „Fahren“ bekommen. Vielleicht ist es ihm dann möglich, den Mut für einen Versuch auf 2 Rädern zu bekommen?
Evtl kann Dein Sohn mit so einem Ding das Gefühl für „Fahren“
bekommen. Vielleicht ist es ihm dann möglich, den Mut für
einen Versuch auf 2 Rädern zu bekommen?
ein Dreirad ist ausgesprochen kontraproduktiv, wenn es um das Erlernen des Zweiradfahrens geht. Bewegungsabläufe, notwendige Reflexe sind fundamental verschieden.
Das ist genauso blödsinnig wie Stützräder am Kinderfahrad… Damit macht es Kindern nur schwerer.
wenn ich dich richtig verstanden habe ist Moritz von drei Kindern das Sorgenkind. Lass mich raten: du gibst dir besonders viel Mühe mit ihm (mehr als mit den anderen beiden) um ihm gewisse Dinge beizubringen.
Ich denke mal es ist so, denn kaum eine Mutter kann es sehen, wenn ein Kind Probleme hat. Und genau da liegt der Fehler. Nimm dir für Moritz nicht mehr oder weniger Zeit wie für die anderen beiden. Vor allem keine Extrawürste wegen seiner Behinderung! ( Ich bitte im Voraus für das Wort Behinderung um Entschuldigung, aber ich glaube dies trifft die Situation am besten. )
Woher soll er die Motivation nehmen etwas an seiner Situation zu ändern, wenn Mama immer hilft? Genau das Gegenteil tritt ein: „Mama hilft mir, Mama hat Zeit für mich, Mamas Aufmersamkeit ist mir sicher, solange ich mich blöd anstelle.“
Das mag jetzt übertrieben klingen, ist aber Realität, auch wenn die Kinder dies halb bewußt halb unbewußt tun.
Ich kann noch hinzufügen:
Ich habe zwei Kinder Melanie 14, Manuel 12.
Manuel leidet von Geburt an unter Neurodermitis. Schlimm für mich (!) war die Zeit im Kindergarten: z.B. „Der Nikolaus weiß nicht, dass ich schwarze Schokolade nicht essen darf.“ …
Klaro hat Mama dafür gesorgt, dass das nächste Mal der Nikolaus weiße Schokolade gebracht hat. Bis zu dem Punkt war es ja auch noch ok. Aber umso älter er wurde, umso mehr Vergünstigungen hat er sich erschlichen. Bis ich irgendwann mal zu mir selbst sagte: so nicht!
Die Folgen der zu großen Aufmerksamkeit, Zeit, und Vergünstigungen die er bis Ende des Kindergartenalter bekommen hat spüre ich noch heute. Er ist einfach verwöhnt und faul.
Ich lasse ihn schon seit langem ins „offene Messer“ rennen wenn es not tut. Er darf oder sollte zum Beispiel nur sehr begrenzt Schokolade essen, Nutella ist fast Gift für ihn. Früher habe ich so etwas nie im Hause gehabt, seit er bei Bekannten ein halbes Glas Nutella auf einmal gegessen hat ist so etwas auch bei uns zu finden. Seine Haut juckt, nicht meine! Dann soll er liebe bei uns zu Hause seinen Süßigkeitenhunger stillen, als bei Bekannten. Wenn er zuviel Nutella und Co genascht hat und die Haut dadurch unerträglich juckt hört er von selber auf.
Also sei mit deinem Sohn gelassener.
Seine Motivation ist nun auf Null
gesunken, so nach dem Motto „das kann ich sowieso nicht“.
„Kein Problem, dann lass es.“ wäre meine Antwort. Und dies gilt nicht nur für das Fahrradfahren.
Die Leiden eines Neurodermitis Kindes sind natürlich noch viel schlimmer als von mir beschrieben.(bzw. die der mitleidenden Mutter) Genauso wird es dir auch gehen. Dennoch gilt: abhärten zählt!
Hallo Daniel,
ohne wirklich die große Ahnung zu haben …
Bei unserem kleinen (zugegebenermaßen war er jünger) hat ein Laufrad geholfen.
Das ist ein Fahrrad ohne Pedale.
Das Kind hat eine recht gute Kontrolle, kann jederzeit stehenbleiben ohne umzufallen, da die Füße sich jederzeit am Boden abstützen können. Man kann damit auch ein recht hohes Tempo erreichen.
Ich denke, so ein Ding kann helfen, den Gleichgewichtssinn zu trainieren.
du solltest vielleicht erstmal mit eurem Neurologen abklären, ob das Problem organische Ursachen hat oder eine Nebenwirkung des Epilepsie-Medikaments sein kann (Störung des Gleichgewichtssinns).
Sollte dem so sein solltest du dies auch deinem Sohn vermitteln, also dass es nicht „seine Unfähigkeit“ ist, sondern das Problem woanders liegt. Ansonsten besprich das Problem mit seinem Physiotherapeuten, der sollte da eigentlich weiterhelfen können.
Hallo,
ich hätte jetzt auch ein Laufrad vorgeschlagen, vielleicht auch eionen Roller, um erstmal das Gleichgewicht-halten zu erlernen. Du könntest auch andere Gleichgewichtsübungen mit ihm machen, z. B. auf einem Bein stehen, erst mit offenen, später dann mit geschlossenen Augen, über ein am Boden liegendes Seil laufen (hört sich blöd an, aber wir machen das gerade im Kinderturnen, und dabei bin sogar ich unsicher geworden). Aber sag ihm nicht, dass du ihn damit aufs Fahrradfahren vorbereiten willst, das setzt ihn nur unter Druck.
Gruß, Miriam
Wegen seiner grobmotorischen
Probleme hat er in den letzten 2 Jahren Physiotherapie
bekommen, was jedoch keine nennenswerten Erfolge brachte -
allgemein betrachtet. Seine Motivation ist nun auf Null
gesunken, so nach dem Motto „das kann ich sowieso nicht“. Das
neue Fahrrad liegt in der Ecke und wird überhaupt nicht
beachtet. Er geht dann lieber zu Fuß, egal wie weit der Weg
ist.
vieles ist schon geschrieben worden, was ich auch gesagt hätte. Nur zum Thema Laufrad für größere Kinder möchte ich Dir noch einen Link zukommen lassen:
finde ich jetzt eigentlich noch nicht so schlimm und auffällig. Wie lange steht ihm denn schon ein Fahrrad zur Verfügung bzw. wie lange versucht er es denn schon/wird mit ihm/übt er es selbst?
Hat er erst spät damit angefangen, kann es einfach sein, dass es jetzt länger braucht als bei einem jüngeren Kind. Erinnere mich da an mich selbst. Wir wohnten zu meiner Kindergartenzeit an einer sehr abschüssigen Straße, die auf eine vielbefahrene Bundesstraße mündete. Nachdem ein Kind aus der Nachbarschaft beim Üben mit dem Fahrrad nicht mehr bremsen konnte und dann auf die Bundesstraße geriet und dort tödlich verunglückte, war für einige Zeit Schluss mit dem Verschenken/Erwerb von Fahrrädern und ich habe damit die vermutlich günstigste Phase zum Erlernen verpasst. Nach einem Umzug gab es dann endlich Räder für uns drei Kinder und ich tat mich mit dem Erlernen deutlich schwerer als meine jüngeren Geschwister.
Gruß vom Wiz
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Die sind ja ganz schön teuer *puh*.
Würde es nicht gehen, wenn man von einem „normalen“ Kinderfahrrad einfach die Pedalen abschraubt ? Oder ist das irgendwie sicherheitstechnisch bedenklich ?
Woher soll er die Motivation nehmen etwas an seiner Situation
zu ändern, wenn Mama immer hilft?
Sag mal, WAS SOLL DAS DENN ???
Vielleicht liest du dir das Ausgangsposting nochmal durch. Wenn der Junge aus organischen Gründen oder als Nebenwirkungen eines Medikaments Gleichgewichtsstörungen hat, dann nützt das hier:
Dennoch gilt: abhärten
zählt!
Genau so viel wie jeden Tag 1 Stunde lang Tritte in den Arsch.
Sorry über meine etwas derbe Ausdrucksweise. Betrachte es als Abhärtung.
Mein Sohn Moritz wird in wenigen Tagen 8 Jahre alt und kann
noch immer nicht Fahrradfahren. :Viele Grüße
Manu
Hallo Manu,
Als meine Kinder klein waren, kann ich mich noch gut entsinnen, dass es zwei Kinder gab, die auch lange nicht fahrradfahren konnten.Die haben das noch mit 10 und 12 gelernt.
Ich würde dem Kind ein Kickboard kaufen. Das ist auch „in“ und fährt schnell. Außerdem schult es das Gleichgewicht und ist viel billiger als ein Laufrad.
OHOHOH!
ach so ein quack - gleich immer zum arzt - kann s ja ned sein oder?
diese schwarzmalerei immer!
mit dieser arztgeherei gibt man doch dem kind noch verstaerkt das gefuehl das es „anders“ ist!
lasst doch die kinder einmal kinder sein - wenn er ned mag mag er einfach ned! basta!
schau - mein sohn (6 jahre) kann lesen schreiben rechnen fahradfahren etc - aber die nase selber putzen kann er ned - und nu? hm - soll ich ihn deshalb in die sonderschule schicken? eher ned oder?
hunderprozentig kann er dafuer was anderes was kinder in seinem alter ned koennen!
da kann ich mich aber aufregen echt!
gruss manuel!
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nun ja, sie sind nach den Fahrradpreis-Kriterien eher im untern Bereich angesiedelt, was aber auch daran liegt, dass keine teuren Tretlager und Schaltungen dranmüssen.
Außerdem haben Sonderfahrräder immer ihren Preis.
Würde es nicht gehen, wenn man von einem „normalen“
Kinderfahrrad einfach die Pedalen abschraubt ? Oder ist das
irgendwie sicherheitstechnisch bedenklich ?
Ein „normales“ Kinderrad, das ordentliche Bremsen hat, wird nicht sehr viel billiger sein. Dur darfst nicht vergessen, dass ein „normales“ Kinderrad keine HInterradbremse mehr hat, wenn der Rücktritt mangels Pedalen nicht mehr bedient werden kann.
moechte auch noch einen Link hinzufuegen
Hallo
Ich haette noch einen Link fuer Roller in allen Groessen und Ausfuehrungen: http://www.tretrollershop.de/
Billig sind sie nicht, aber die Qualitaet ist echt gut. Meinen Downhill Roller hab ich vor 2 Jahren zum halben Preis bei Ebay gefunden, also Augen auf
Gruss Claudia
ein Dreirad ist ausgesprochen kontraproduktiv, wenn es um das
Erlernen des Zweiradfahrens geht. Bewegungsabläufe, notwendige
Reflexe sind fundamental verschieden.
klar, so leuchtet mir das natürlich ein. Ich glaub, wenn ich selbst mal Nachwuchs hab, werd ich euch hier im Forum zuschwallen ^^
und da gibt es garnichts zum entspannen wenn der erste weg
gleich der zum arzt sein soll!
lies doch die vorherigen Postings, bevor du dich aufregst. Es ist eben nicht der erste Weg, denn das Kind hat epileptische Anfälle. Hierfür verschriebene Medikamente können Gleichgewichtsstörungen als Nebenwirkung haben. Das aollte der Arzt klären können.