vielleicht war mein Posting etwas hart geschrieben, aber das hast du ja gut gekontert.
Ich habe an mir und auch an meinem Umfeld gesehen, dass speziell Mütter dazu neigen allzu besorgt, bemutternd, (nenne es wie du willst) zu sein. Auch behinderte Kinder brauchen Motivation, diese ganz besonders. In meinem Posting habe ich auch von Motivation geschrieben, nicht vom Tritt in den Arsch. Der bringt nichts.
Ich bin schon seit Geburt meiner Tochter Abonnent der Zeitschrift „Eltern“. Dort stand einmal ein Artikel über ein Kind (von dem inzwischen erwachsenen Kind selbst geschrieben) welches querschnittgelähmt oder aus einem anderen Grund seine Füße nicht gebrauchen konnte. Die Mutter hat das Kind gezwungen sich an seine Milchflasche zu robben, sonst gab es eben nichts. Als ich diesen Artikel las, war ich erstmal geschockt. Das ist doch brutal! Aber anscheinend doch nicht: Das (erwachsene) Kind war voller Dankbarkeit für die Mutter. Ohne diese harte Schule wäre das Kind heute ein Vollpflegefall. So (ich glaube es war ein Mädchen) kann sie sich zumindest begrenzt selbst versorgen. Tja und wenn das nicht gut ist für das Selbstwertgefühl?!
nein nein nein - sorry - wie ich auch schon geschrieben hab ich habe leider dummerweise den eingangspost nicht fertig gelesen und somit den wichtigen teil von wegen das der junge epilepsie hat uebersprungen
damit is es ja eine andere sache und ich entschuldige mich hiermit !
gruss manuel!
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Öhm, ich konnte auch erst mit 12 oder 13 Radfahren, während mein Schwesterchen das mit 5 oder 6 völlig ohne Hilfe geschafft hat - sie hat sich halt aufs Rad gesetzt, und konnte fahren.
Wobei mir einfällt, das sie zu der Zeit Antikonvulsiva genommen hat, und wenn ich mich richtig erinnere, ich auch, als ich Radfahren gelernt habe.
(Und heute bin ich keineswegs zurückgeblieben, danke der Nachfrage.
Ich habe Abi, studiere, und fahre regelmäßig mit dem Rad zur Uni.)
Wenn er nicht Radfahren WILL, warum ihn dazu zwingen?
Heute ist mein Schwesterchen auch die einzige von uns drei Kindern, die nur extrem wenig Rad fährt.
(Jepp, ich würde sagen, das du dir zuviele Sorgen machst.)
Wenn ich das so lese fällt mir auch noch etwas ein. Es ist eine Übung die sich für Kinder wie Erwachsene gleichermaßen eignet.
Kennengelernt habe diese übrigens in einem Kurs für Übungsleiter. Diese Übung ist gedacht für Orientierungssinn, Selbstvertrauen, „Sich auf den anderen Verlassen können …“
Also hier die Beschreibung:
Du benötigst eine ebene Fläche ( ruhige Strasse, abgelegener Parkplatz, Turnhalle …) und wenigstens 7 Kinder. Das leztere sollte das geringste Problem sein ( ich denke nur daran wie oft bei uns entweder das Telefon klingelt oder es an der Tür läutet )
Angenommen du hast sieben Kinder:
Sechs Kinder stellen sich als Gasse auf, das siebte ( bitte nicht dein Sohn als erster ) steht mit etwas Abstand davor auf der Stirnseite. Du stehst am anderen Ende der Gasse. Nun soll das Kind mit geschlossenen Augen durch die Gasse laufen und deine Hand abklatschen. Die anderen Kinder müssen absolut ruhig sein, um keine Orientierung zu ermöglichen. Du selbst gehst dem Kind entgegen wenn es total schief läuft. Die meisten sind entweder erstaunt wie schief sie gelaufen sind, oder heben bereits mitten in der Strecke die Hand um abzuklatschen und wundern sich, dass sie noch nicht da sind.
Es ist wirlich schwer diese Übung zu beschreiben. Probier es einfach aus. Das Wichtigste ist eigentlich, dass du den Kinder versicherst du fängst sie auf, egal wo.
Viel Spaß
Katrin
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Die Grobmotorischen Probleme könnten auch organische ursachen haben.
Kann Dir einen fragebogen senden, aufgrund dessen die Wahrscheinlichkeit einer die allfälligen betroffenheit abgeschätzt werden kann.
Leider bin ich mit meiner Antwort ziemlich spät dran, weil ich erst heute wieder mal das Forum durchgeguggt habe, sorry… aber ich antworte trotzdem mal! :o)
Unser Dennis (ein ehemaliges Frühchen, 26.08.94, 27.SSW ) hat erst letzten Sommer das Fahrradfahren gelernt, weil er vorher einfach nicht wollte. Er hatte andere Interessen… rumlaufen, Ball spielen, usw…
Wir haben es immer wieder versucht, die ganzen Jahre… aber er schaffte es einfach nicht, das Gleichgewicht zu halten. Wir haben ihn nicht gezwungen, immer wenn er keine Lust mehr hatte, durfte er aufhören. Natürlich hab ich mir auch Sorgen gemacht, er wurde älter und älter, ein Sommer nach dem anderen verging und er konnte immer noch nicht Fahrrad fahren.
Und letzten Sommer hats dann „geschnackelt“… plötzlich konnte er erst ein kleines Stück alleine fahren… und dann immer längere Stücke… bis er es am 2. oder 3. Tag super ganz allein schaffte, wegzufahren… rumzufahren und wieder alleine zu bremsen…
Ja, das war letzten Sommer und da war er 10!!! :o)
Also… mach dich mal nicht verrückt. Und ich finde auch, dass ein Arzt ´nicht notwendig ist.
Er lernt es schon noch, aber halt, wenn ER will und sich bereit dazu fühlt! :o)
So, ich hoffe, du liest meine Antwort noch und ich konnte dir ein wenig helfen!
Liebe Grüße
Mare
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Ich war eins von diesen Kindern, die sehr spät Radfahren gelernt haben. meine Eltern sind fast an mir verzweifelt. Ich bin insgesamt ein sehr unsportliches Kind gewesen.
ch bekam mit 5 mein erstes Fahrrad geschenkt. Ich habe mich einmal draufgesetzt, bekam furchtbare Angst-das wars für die nächsten zwei Jahre. Zweiter Versuch mit 7. Ich hatte einen ungenehmen Sturz-wieder 2Jahre Pause. Nun wurde es langsam brenzlig. Ab der vierten Klasse unternahmen wir Fahrradtouren von der Schule aus.
Also das Projekt Radfahren mußte klappen. Mein Vater hat das dann mit viel Zeit und Geduld hinbekommen. Er hat mir erzählt, daß er auch erst mit 11 radfahren gelernt hat.
Ich war ein Kind, daß geistig anderen voraus war motorisch, aber eher hinterher, außerdem furchtbar ungeduldig.
Da ich zum Radfahrenlernen länger brauchte als die meisten, hatte ich irgendwann keine Lust mehr, außerdem hatte ich angst, ohne jemals einen großen Sturz gebaut zu haben.
Es hat ewig gedauert bis ich radfahren konnte. Vor allem war es auch noch bis zum sicheren Fahren auf der Straße ein weiter weg, anfänglich sprang ich bei jedem Auto was vorbeikam vom Fahrrad.
Ich glaube ich war schon 10 als es einigermaßen ging.
Mit den Jahren hat sich mein Verhältnis zum Radfahren normalisiert, als Teenager habe ich sogar große Fahrradurlaube gemacht.