hallo,
in einem bewerbungsgespräch wird person x danach gefragt,
wie sie mit der situation umgehen würde, nach einer beförderung plötzlich
seinen ehemals gleichgestellten kollegen anweisungen zu geben und
wie man seine neue position gegenüber den kollegen (auch gegen eventuelle widerstände) durchsetzen würde.
was kann man am besten darauf antworten?
was kann man am besten darauf antworten?
Hallo Brewster, ich weiß nicht,ob dich hier paar Leute persönlich kennen (ich vermute mal nein). Wie soll man denn bitte wissen wie du darauf reagierst? Was bist du denn für ein Mensch? Ruhig? Impusiv? Kontaktfreudig oder eher -scheu? Analytisch veranlagt? Lieber im Team arbeitend oder alleine?
Das sind nur ein paar Fragen, die mir spontan dazu einfallen, aber eine pauschale Antwort gibt es - meines Erachtens - auf deine angesprochene Frage nicht. Das hängt von der Person ab, die gefragt wird.
(Hilft dir jetzt zwar vermutlich nicht weiter, aber vielleicht ist es wenigstens ein Denkanstoß)
MfG
Hallo,
ich vermute daß folgende Antwort einem Interviewer am besten in Verzückung setzt: Du bleibst ein angenehmer Kollege, machst aber klar daß Du nun Vorgesetzter bist und setzt Dich im Zweifelsfall auch durch.
Auf die Arbeit geht man nicht weil man mit Gleichgesinnten und gleichberechtigten Kumpelz am Stammtisch schwadroniert, sondern weil man dort in einem festgefügten Hierarchiesystem seine Aufgaben erfüllt um den Erfolg des Unternehmens zu sichern. Also erfüllt man weiter engagiert seine Aufgaben, auch wenn man aufsteigt…
Ich hab’ mir diese Antwort nicht lange überlegt und als Kollege wünsche ich mir einen solchen karrieregeilen Deppen auch nicht. Wenn ein Interviewer aber schon solche blöden Fragen stellt um Deine Motivation zu testen würde ich dem auch das erzählen, was er gerne hören will.
Ein Interviewer sucht letztlich Gründe warum er Dich einstellen kann und warum Du besser bist als die anderen Kandidaten. Hier ist Werbung in eigener Sache gefragt. Ob Du nachher wirklich so bist interessiert kaum noch, und jeder weiß ja auch daß es in jedem Unternehmen genauso viele fähige Leute wie Deppen gibt. Im Vorstellungsgespräch müssen die aber alle mal ganz toll und engagiert geredet haben, weil sonst hätte man sie ja nicht eingestellt.
Insofern bringt es nix solche blöden Fragen ehrlich zu beantworten und über schwierige Kompetenzgefälle zu labern, weil das will niemand hören. Man will nur hören daß Du im Brustton der Überzeugung versicherst in jeder Situation immer voll für den Firmenerfolg zu kämpfen.
Liefere dem Interviewer die Gründe, die es ihm leicht machen sich für Dich zu entscheiden.
Gruß,
MecFleih
Hi Brewster!
Ich würde vermutlich etwas in die Richtung antworten: Es wird sich nichts ändern. Denn ich werde mit meinen (gleichgestellten) Kollegen genauso sachlich umgehen, wie als Vorgesetzter. Nur weil ich eine höhere Position hab, hab ich ja nicht die besseren Argumente.
Und wenn es einmal nicht um sachliche Dinge geht, sondern „persönliche“ Widerstände, dann würde ich auch nicht anders handeln, nur weil ich „aufgestiegen“ bin. Persönliche Differenzen gibt es immer und die sollten immer geklärt werden. Eine höhere Position versetzt einen nicht in die Lage über Untergeordnete richten zu dürfen. Persönliche Differenzen dürfen die Arbeit nicht beeinträchtigen. In keiner Situation. Vor notwendigen Maßnahmen darf man nie zurückschrecken.
Nic
Hallo,
was man im Bewerbungsgespräch sagen sollte: keine Ahnung.
Allerdings war ich in genau dieser Situation. Deshalb will ich Dir folgende Gedanken auf den Weg geben:
- Problematisch waren nicht die Widerstände. Mit sachlicher Argumentation liess sich das immer regeln.
- Schwieriger: Die geänderte Erwartungshaltung der Ex-Kollegen. Der Chef hat den Überblick zu halten und keine Fehler bei der Planung zu machen. Und genau diese Erwartungen sollte man weitgehend erfüllen (zumindest sollten Entscheidungen zu vertreten sein), sonst ist die natürliche Autorität weg. Also: Keine unüberlegten Aktionen.
- Deligieren nicht vergessen. Du kennst ja genau die Stärken und Schwächen des Teams.
- Andere Klamotten anziehen (nicht von heute auf morgen dafür aber konsequent).
- Dringend den eigenen Führungsstil überdenken. Wer mit „Anweisungen“ „Widerstände“ überwinden will, hat schon halb verloren („Dampfplauderer“). In so einer Situation fängt man als „Teammanager“ an und erarbeitet sich die Autorität erst durch Leistung.
- Womit wir beim den wichtigsten Punkte sind:
Ab diesem Zeitpunkt bist Du das Vorbild. Wie der Volksmund so schön sagt: Wie der Herr, so das Gescherr. Deshalb:
-> Leistung zeigen. Als erster kommen, als letzter gehen.
-> Disziplin zeigen. Ein Termin um 15:15 ist ein Termin
um 15:15 und nicht um 15:20.
Ciao R.