bei unserem (Wohnungs-)Kater (3 Jahre alt) wurde vor 4 Wochen festgestellt, dass er „massenhaft“ (genauso stands im Laborbefund) Kristalle im Urin.
Seit 4 Wochen bekommt er Antibiotika. Schmerzmittel gab es zwischendurch auch, aber davon gibt mir die Tierärztin immer nur für wenige Tage mit und meint, das muss reichen. Täglich (!) pinkelt uns der Süße täglich in die Wohnung
Wir schimpfen eh nicht mit ihm, denn er tut dies ja nur, um uns zu zeigen, dass er Schmerzen hat. Und das sieht man ihm auch an. Er tut uns sooo leid!
Er will auch das Spezialfutter nicht essen und hat schon ordentlich abgenommen (was ihm aber bis jetzt nicht geschadet hat.) Auch rohes Rindfleisch wurde uns empfohlen- weil es wohl den Harn ansäuert- aber er schaut es nicht mal an.
Ist es normal, dass sich so etwas dermaßen lange hinzieht?
Hallo,
das hatte meine Katze auch - sie hat sogar Blut gepinkelt. Der Tierarzt hat ‚Cystease‘ empfohlen kein Medikament, sondern rezeptfrei als Futterzusatz alle zwei Tage eine halbe Tablette. Seitdem ich das füttere ist alles ok. Ausserdem habe ich auf 100% Fleischfütterung umgestellt - leider als Dosenfutter, weil ich Frischfleisch nicht an die Katze bringen konnte.
Gute Besserung…lux
über Cystease hatten wir gesprochen, aber die Tierärztin meinte, dafür ist es mittlerweile zu schlimm. Kann man dann langfristig machen, zum Vorbeugen.
Danke und liebe Grüße,
Annika
zur Vorbeugung solltest du kein Trockenfutter mehr füttern. Es entzieht dem Katzenkörper zuviel Flüssigkeit.
Der Kater sollte viel trinken, wässere zusätzlich sein Feuchtfutter.
Empfehlen kann ich dir zusätzlich Cantharis D 12. es ist ein homöopathisches Mittel, zur Unterstützung des Säure-Basenhaushaltes und der Blase,
in Form von Globulis. Zweimal täglich 3 Globulis, 3 Wochen lang.
Hauptsache ist, das er viel trinkt damit er die Kristalle ausschwemmen kann.
Dass er viel Flüssigkeit braucht war natürlich der erste „Rat“ der Tierärztin, ist klar.
Die TÄ ist was Homöopathie betrifft sehr versiert und rät auch immer eher dazu. In unserem Fall ist es aber schon zu schlimm für sowas.
(abgesehen davon, dass ich es für totalen Humbug halte. Habe genug Erfahrung. Nein, bitte keine Links zu irgendwelchen „aber das Tier kann doch gar keinen Effekt vortäuschen“-Seiten usw.)
Kein herkömmliches Trockenfutter mehr füttern, diätisches TROFU nur als Beigabe oder Leckerlie (eventuell muss eine langsame Umstellung erfolgen) und schauen, dass die Katze mehr trinkt (Trinkbrunnen besorgen und etwas abseits vom normalen Futterplatz aufstellen)
Das Futter versuchen schmackhaft zu machen zB mit etwas ungesalzener Brühe, Thunfisch aus der Dose im eigenen Saft, etwas gek. Hähnchenfleisch…
Weitere geeignete Diätfuttermittel ausprobieren.
Schau Dich mal im gut sortierten Zoofachgeschäft um.
Wurde denn seine Blase schonmal gespült?
Guck auch bitte mal hier rein: http://www.tierarzt-berstadt.de/Info-FLUTD.html
Da heisst es:"…Neuere Untersuchungen haben gezeigt, daß bestimmte Präparate, die dem Gelenk bei Arthrosen helfen, auch die Blasenschleimhaut stabilisieren und so chronischen Blasenentzündungen vorbeugen. Diese Präparate, die aus den Inhaltsstoffen (Chondroitin und Glucosamin) der „Neuseeländischen Grünlippigen Muschel“ hergestellt sind, gibt es als leckere Paste speziell für Katzen, oder als Tabs für Hunde und Katzen."
Vielleicht wäre der Hinweis mit dem Arthrosemittel ja was für Dich?
Da letztlich auch entzündliche Prozesse hinter der Kristallbildung stecken können, wäre das doch vielleicht einen Versuch wert.
Ist es normal, dass sich so etwas dermaßen lange hinzieht?
das Ganze kann durchaus auch chronisch werden. :o(
Dass er viel Flüssigkeit braucht war natürlich der erste „Rat“
der Tierärztin, ist klar.
Die TÄ ist was Homöopathie betrifft sehr versiert und rät auch
immer eher dazu. In unserem Fall ist es aber schon zu schlimm
für sowas.
Solange es nicht zu einem Urinstau in der Blase und somit zu einer Nierenentzündung führt, ist noch nicht der schlimmste Fall.
(abgesehen davon, dass ich es für totalen Humbug halte. Habe
genug Erfahrung. Nein, bitte keine Links zu irgendwelchen
„aber das Tier kann doch gar keinen Effekt vortäuschen“-Seiten
usw.)
Humbug hin oder her, ich habe damals alles versucht um meiner Katze zu helfen.
Aber ok, dann lassen wir den „Humbug“ außen vor. Frage deine Tierärztin was sie davon hält, die Ausschwemmung dadurch zu begünstigen, Flüssigkeit unter die Haut zu spritzen (wurde bei meiner Katze so gemacht)und ihm täglich 5 ml Bier einzuflößen, was den Harndrang und die Ausschwemmung der Kristalle unterstützt.
Deinem Kater wird das nicht gefallen, hat es meiner Katze auch nicht, aber sie ist genesen.
Solange es nicht zu einem Urinstau in der Blase und somit zu
einer Nierenentzündung führt, ist noch nicht der schlimmste
Fall.
„schlimm“ reicht, der schlimmste Fall soll ja nicht auftreten.
Frage Deine
Tierärztin was sie davon hält, die Ausschwemmung dadurch zu
begünstigen, Flüssigkeit unter die Haut zu spritzen (wurde bei
meiner Katze so gemacht)und ihm täglich 5 ml Bier einzuflößen,
was den Harndrang und die Ausschwemmung der Kristalle
unterstützt.
interessant. Ja, das werde ich tun, habe heute noch einen Termin!
Danke!!
bei Katern ist es leider häufig schwieriger in den Griff zu bekommen als bei Katzen.
Evtl. muss da zu noch anderen Massnahmen gegriffen werden, lies Dir das mal in Ruhe durch:
Also Ultraschall wäre schon gut um zu sehen wieviel ( wie voll) die Blase ist und ob evtl. ein Rückstau in die Nieren geht.
Der Ultraschall tut ihm garnicht weh, er muss nur auf dem Rücken liegen bleiben um das genau zu sehen. Macht er das ? Ob die auch im Stehen schallt, weiß ich nicht…man muss es halt können und ein entsprechendes Gerät haben.
ja, ich glaub, das macht er schon. Muss ihn halt bißchen festhalten. 60-90€ soll das kosten… Puh, ganz schön teuer :-/
aber was tut man nicht alles für die geliebten Tiere!
Lieben Gruß,
Annika
Das ist richtig. Aber wenn man ein Tier anschafft, muss man ( leider) auch mit Tierarztkosten rechnen. Notfalls eine OP Kosten Versicherung machen…oder ein Konto, wo man wirklich jeden Monat einen Betrag zurücklegt.
es hat sich gelohnt!
laut Ultraschall ist fast nix mehr da, was ihm Schmerzen bereiten könnte. Trotzdem soll er noch bis nächsten Mittwoch die Tabletten bekommen und beim Diätfutter sollen wir möglichst bleiben. Werde mich aber nach einer günstigeren Alternative umschauen.
Du kannst auch Trockenfutter mal versuchen einzuweichen, zunächst Nassfutter was er bisher bekam, unterzumischen. Vielleicht frisst er das ja eingeweicht.
Futter
momentan füttern wir das Royal Canin Urinary S/O.
Oder zwischendurch auch mal s/d Urinary von Hills.
Eine günstigere Alternative haben wir noch nicht gefunden…