Katzenallergie

Huhuuu,

Ich habe eine krasse Allergie gegen Katzen und wohne mit einem Katzenfreak zusammen.
Die Katzen sind im Haus unten in der Küche und im Flur, mein Zimmer ist oben. Ich meide die Küche so gut es geht, trotzdem habe ich aber immer Husten. Das nervt mich total und es schadet ja auch den Lungen.
Es ist übrigens sicher, dass der Husten von den Katzen kommt, ich habe mich beim HA mal generell durchchecken lassen inklusive ausgiebigem Allergietest. Was soll man machen, die Katzenhaare schwirren durch die Luft, ich kann dem Allergiefaktor Katze einfach nicht ausweichen.
Mein HA sagt, die einzige Lösung wäre, den Kontakt zu Katzen ganz zu vermeiden. Aber das geht einfach nicht.
Was meint ihr, kann man da nicht doch noch irgendwas machen? Desensibilisierung - habe ich mal gehört, aber ich weiß eigentlich gar nichts darüber.

LG Marona

Ich habe eine krasse Allergie gegen Katzen und wohne mit einem
Katzenfreak zusammen.
Die Katzen sind im Haus unten in der Küche und im Flur, mein
Zimmer ist oben. Ich meide die Küche so gut es geht, trotzdem
habe ich aber immer Husten. Das nervt mich total und es
schadet ja auch den Lungen.
Es ist übrigens sicher, dass der Husten von den Katzen kommt,
ich habe mich beim HA mal generell durchchecken lassen
inklusive ausgiebigem Allergietest. Was soll man machen, die
Katzenhaare schwirren durch die Luft, ich kann dem
Allergiefaktor Katze einfach nicht ausweichen.
Mein HA sagt, die einzige Lösung wäre, den Kontakt zu Katzen
ganz zu vermeiden. Aber das geht einfach nicht.
Was meint ihr, kann man da nicht doch noch irgendwas machen?
Desensibilisierung - habe ich mal gehört, aber ich weiß
eigentlich gar nichts darüber.

Jöö, Allergie, mein Spezialgebiet :wink:)

Also: Ich gehe mal davon aus, dass der Allergietest die Allergie gegen Katzenhaare bestätigt hat. Genau genommen sind es nicht die Haare, sondern ein Eiweiß in der Spucke der Katze, aber dieser wird über feinste Härchen verteilt und eben auch in Nase und Lunge vertragen. Dadurch, dass diese Härchen so fein sind nutzt ausweichen in andere Räume nur wenig (das gleiche gilt übrigens für zigarettenrauch! Wer wegen des Babies nur in der Küche raucht, meint es zwar gut, aber der rauch und seine Schadstoffe sind trotzdem in der ganzen Wohnung und also auch in der Babylunge. - sorry, kleiner exkurs, den ich mir nicht verkneifen konnte.)

Desensibilisierung (Hyposensibilisierung): Die Methode funktioniert im Grunde so, dass du minimale Dosen des Allergens bekommst, damit sich der Körper daran gewöhnt und nicht mehr mit unnötig heftiger Abwehr reagiert. Das geht natürlich nicht so gut, wenn du permanent zu Hause „bombardiert“ wirst. Deswegen wird der Hyposensibilisierung gegen katzenallergie eine wesentlich geringere Wirkung zugesprochen.

Natürlich kannst du es trotzdem versuchen. So genau kennt niemand die Vorgänge im Immunsystem, obwohl schon ewig daran herumgeforscht wird. Das Gebiet ist unglaublich kompliziert und vertrackt.

Gibt es bei dir in der Nähe ein Allergieambulatorium oder einen auf Allergien spezialisierten Arzt? Dann red mal mit dem darüber. Der wird zwar auch als erstes sagen: „Weg mit den Katzen“, aber wenn du ihn weiterlöcherst findet er vielleicht auch noch andere Möglichkeiten, und er kann dir genauer auskunft darüber geben, welche Chancen eine Hyposensibilisierung in deinem Fall haben würde.

Letztendlich meine ich aber, deine Gesundheit ist wichtiger als die Katzen. Ich selbst habe meine zwei Monster schweren Herzens weggegeben, denn als ich sie bekam war ich noch nicht auf Katzen allergisch, aber in gut zwei Jahren Zusammenlebens hat sich die Allergie entwickelt. Ist halt so, dass Allergiker sehr oft immer neue Allergien entwickeln gegen die Dinge, mit denen sie intensiver in Berührung kommen.

Mag wer eine Abhandlung über Allergien im Allgemeinen? Ich habe (buchstäblich) ein Buch darüber geschrieben: „So besiegen Sie Ihre Allergie“ (Wolfgang Exel/Livia Rohrmoser, Kneipp Verlag, Jahreszahl weiß ich nicht - vor mittleren Ewigkeiten).

hth
Livia

Hi
sebstverständlich kann man den Kontakt meiden - ausziehen.

ml abgesehen von allen anderen Dingen.
HH

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Kurzfristig eine Besserung kann ein Luftreiniger bringen. Wenn du den in dem Raum aufstellst in welchem du „lebst“ dann kannst du damit wirklich sehr gute Erfolge eriehlen.

Jedoch ist ein kurzer Allergenkontakt oft recht lange nachwirkend - insofern dann aber keine Katzen streicheln :smile:

Ansonsten das Übliche - peinlich auf Sauberkeit achten (Katzenhaare) usw.

Eine wirkliche 100%tige „Allergiefreiheit“ bringt aber nur eine Entscheidung -> Katze weg :frowning:

FF,
Wolfgang

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Symptombekämpfung
Hallo Marona,

Wie du selber richtig schreibst, schadet das dauernde Husten den Lungen. Beziehungsweise: ein unbehandelter allergischer Husten kann sich mit der Zeit zu Asthma auswachsen. Kurzfristig gilt darum: Besuch beim Arzt und ein Antihistaminikum (Tabletten) und, da das gegen Husten meist nichts nützt, allenfalls einen lokal wirkenden Spray verschreiben lassen. Klar sollten natürlich entweder die Katzen oder du aus dem Haus, aber die Theorie ist ja oft etwas anders als die Praxis… Meine Mutter war mal in einer ähnlichen Situation und wollte auf gar keinen Fall die Katze weggeben, da meinte ihr Arzt nur trocken: „Ich weigere mich ja auch nicht, einen Raucher zu behandeln, nur weil er nicht mit Rauchen aufhören will“ und schob ihr anstandslos die Medikamente rüber.

Längerfristig ist das natürlich keine Lösung. Ihr werdet das Problem Zusammenleben ja = ohne Katzen oder nein = der Katzenfreak kann seine Katzenliebe voll ausleben irgendwann ausdiskutieren müssen, da führt wohl kaum ein Weg daran vorbei.

Liebe Grüsse
Ursu

Mag wer eine Abhandlung über Allergien im Allgemeinen? Ich
habe (buchstäblich) ein Buch darüber geschrieben: „So besiegen
Sie Ihre Allergie“ (Wolfgang Exel/Livia Rohrmoser, Kneipp
Verlag, Jahreszahl weiß ich nicht - vor mittleren Ewigkeiten).

Nein Danke,
Solange die nichts besseres einfällt als die wenig Erfolg verprechende Hyposensibilisierung, kann ich darauf gut verzichten.
KH

Hallo Marona,
Die Allergiebehandlung ist mein Praxisschwerpunkt und Katzenhaarallergien habe ich auch schon mit gutem Erfolg behandelt. Ich habe aber so meine Zweifel, ob ich jemand behandeln würde, der sich permanent den Allergenen (Katzenhaaren) aussetzt, da dadurch jeglich Art von Behandlung stark erschwert wird oder gar unmöglich ist.
Du schreibst, dass du mit einem Katzenfreak zusammenlebst. Nun ist mir nicht klar, ob es sich um eine Wohngemeinschaft handelt, oder ob es dein Freund oder Ehemann ist.
Im ersten Fall hilft wahrscheinlich nur ausziehen.
Im zweiten Fall würde ich an der Zuneigung zu dir zweifeln, wenn ihm die Katzen wichtiger sind als deine Gesundheit.
Also erst mal Allergenkarenz herbeiführen, wie auch immer.
Gruß
KH

Hi
die hyposensibilisierung funzt bei vielen schon, bei mir z.B. sogar prächtig :smile:
HH

p.s.
aber auch:
ich hatte mit anfang 20 eine höllische Katzenallergie. 1 Stunde in einer Wohnung mit dem Viezeug und ich hatte 2 tage atembeschwerden, juckende augen etc.

ich hatte dann eine freundin mit 2 Katzen. Ich hab halt versucht mit den dreien zusammenzuleben, die ersten 3 Monate waren die Hölle. Kratze schwollen zu Striemen an, ich hab kaum noch luft bekommen… interessanter Weise besserte sich das nach den drei Monaten rapide. ich hatte dann bald Zero Reaktionen mehr - bei DIESEN 2 Katzen. auf jede andere Katze in anderen Behausungen hab ich genaiuso reagiert wie bisher. Vielleicht auch ne art Hyposensibilisierung? Jedenfalls hab ich Jahre später ne Hyposensibilisierung gemacht, halbherzig, nur ein Durchgang, und hab seither sogut wie null Probleme mit etwa 12 meibner 17 Allergieauslösern. Nur die Lebensmittel und ihre Kreuzallergien sind über, Walnüsse, Apfel und soweiter verursachen mir schleimhautreizungen. Bäume und gräser machen mich gar nicht mehr an :smile:
HH

Hallo K.H.

Ich wohne im Haus meines Freundes.
Am ANfang dachte ich, alles ist ok, solange ich die Katzen nicht anfasse. Dann hatte ich ein halbes Jahr Husten - ich wusste aber erst nicht, dass das von den Katzen kommt. Mein Hausarzt hat es mir dann gesagt, nachdem ich gründlich durchgecheckt worden war und mir gar nichts fehlte ausser dieser Allergie.
Ausziehen ist nicht so die tollste Lösung. Dann geht meine Beziehung den Bach runter.
Zu verlangen, dass mein Freund die Katzen weggeben muss, ist sehr radikal, denn er liebt sie schon sehr. (Wenn mir jemand meine Hasis wegnehmen wollte, würde ich aber auch bockig werden!)
Wir haben uns inzwischen so geeinigt: Die Katzen kommen nicht mehr ins Haus (wir leben auf dem Bauernhof, sie können also auch in den Stall oder draussen bleiben). Außerdem herrscht nun eine strenge Kleider- und Hygieneverordnung. Mein Freund darf mit den „katzenverseuchten“ Klamotten nur raus und in sein „Kabuff“ zum Umziehen. Das Auto wird einer strengen Reinigung unterzogen, insgesamt wird sich öfter umgezogen, die teppiche wandern regelmässig in die Waschmaschine und es wird mehr geputzt als vorher.
K.H., meinst du, ich bin somit reif für irgendeine Behandlung?
Was soll ich denn als nächstes machen? Zu was für einem Arzt soll ich gehen? Eventuell kennst du jemanden in Freiburg, den du mir empfehlen kannst?

Liebe Grüße
Marona

Hallo Marona,
Leider kenne ich niemand in Freiburg, der dir weiterhelfen könnte.
Da du große Anstrengungen unternimmst,dich möglichst wenig den Allergenen auszusetzen, ist eine Behandlung durchaus möglich.
Du hast aber generell 3 Möglichkeiten:

  1. Du gehst zu einem Allergologen und machst eine Hyposensibilisierung. Das dauert sehr lange, ist nicht ganz ungefährlich und hilft oft nicht.
  2. Du gehst zu einem Arzt für Naturheilkunde der
    auch Allergiebehandlungen macht. Je nach der Art der Therapie, die er macht, musst du mehr oder weniger selbst zahlen.
  3. Du gehst zu einem Heilpraktiker, der sich auf Allergiebehandlungen spezialisiert hat. Hier musst du alles selbst bezahlen wenn du gesetzlich versichert bist und keine entsprechende Zusatzversicherung hast.
    Das ist aber meist preiswerter als beim Arzt für Naturheilverfahren.
    Das größte Problem sehe ich darin, jemand zu finden, der es auch kann und wirklich gut macht.
    Da ist es immer zu empfehlen, sich umzuhören, ob da jemand empfohlen werden kann.
    Ich wünsche dir, dass du den richtigen Behandler findest und dann bald diese lästige Allergie los wirst.
    mit besten Grüßen
    KH

Hi
die hyposensibilisierung funzt bei vielen schon, bei mir z.B.
sogar prächtig :smile:
HH

Hallo,
ich würde die Allergie an der Wurzel packen und den Darm sanieren, da kommt die Allergie her, alles andere hat keinen sinn, mit Medikamenten oder Impfungen wird nur alles unterdrückt und taucht wieder durch eine andere Krankheit auf.
m.reitner