Kauf eines Chihuahuas

Hallo,

ich habe einige Fragen bezüglich der Anschaffung eines Chihuahuas. Natürlich findet man im Netz zahlreiche Informationen, jedoch lege ich sehr viel Wert auf direkte Erfahrungsberichte von Haltern und Kundigen.

Gibt es spezielle Dinge, auf die ich beim Kauf achten muss?

Wo am besten nach einem geeigneten Hund suchen?

Welchen seriösen preislichen Rahmen gibt es?

Woher die große preisliche Diskrepanz zwischen verschiedenen Welpen?

Ich muss dazu sagen, dass ich bisher keinerlei Erfahrung in der Hundehaltung habe. Ich weiss, es sind viele Fragen, eben die eines Unwissendsen.

Besten Dank und Grüße

Logan

Hallo Logan,

Gibt es spezielle Dinge, auf die ich beim Kauf achten muss?

Ja.

  1. Eigene Situation
  • ist meine eigene Lebenssituation (Wohnsituation, Arbeitszeiten, usw.) kompatibel mit der Haltung eines Hundes und im speziellen mit der gewünschten Rasse?
  • ist die finanzielle Versorgung voraussichtlich immer gewährleistet, auch bei evtl. teureren, anfallenden OPs?
  • bin ich vorbereitet hinsichtlich Kommunikation mit dem Hund, welches sind die Bedürfnisse eines Hundes und wie kann ich dem gerecht werden, etc.?
  1. Züchter (oder wo auch immer Du den Hund kaufst, dazu gleich mehr)
  • Wie gefallen mit die Elterntiere bzw. die Mutter, falls der Vater nicht dort lebt? Wie sind ihre Charaktereigenschaften, stimmt es mit der Rasse in etwa überein und passt das auch in meine Vorstellungen? Sind sie gesund?
  • Wie werden die Hunde gehalten?
  • Beantwortet der Züchter alle meine Fragen und stellt auch selbst welche? Ist er interessiert, wo seine Welpen landen?
  • Nach welchen Kriterien sucht der Züchter die Elterntiere aus? Gesundheit, Charakter, etc., oder sind einfach beide Elterntiere vor Ort und werden immer wieder miteinander verpaart?
  • Wie oft fallen Würfe?
  • Wie werden die Welpen aufgezogen?
  • Welche Erbkrankheiten liegen evtl. vor in der Zuchtlinie?
    (dazu z.B. http://www.chihuahua-zucht.com/german/infos/erbkrank…)
  1. Kaufvertrag

damit hab ich mich selber noch nicht ausführlich beschäftigt, muss es aber in nächster Zeit tun :wink:

Wo am besten nach einem geeigneten Hund suchen?

z.B. hier
http://www.vdh.de/zuechtersuche/rassedetail.php?rass…
Hier kannst Du auch den preislichen Rahmen erfragen, der für diese Rasse grob gilt.

Ich empfehle Dir, mehrere bis viele Züchter aufzusuchen, um Unterschiede kennenzulernen und den wirklich optimalen für Dich zu finden.

Woher die große preisliche Diskrepanz zwischen verschiedenen
Welpen?

Ich kann als Züchter/Vermehrer mit verschiedenen Mitteln Welpen billiger produzieren als meine Konkurrenz.

  • keine Gesundheitsüberwachung der Elterntiere und der Welpen
  • keine ausgesuchte Wahl der Elterntiere, um Erbkrankheiten, Charakterschwächen usw. vorzubeugen
  • Unterbringung von Mutter und Welpen im Zwinger/ Waschküche/ o.ä.
  • keine Investitionen in die Prägung und Sozialisierung der Welpen

Diese Liste lässt sich noch fortsetzen.
Die Folge davon: unter Umständen habe ich als Käufer dann einen billigen Welpen, der krank ist, ängstlich, nervös, etc., und ich habe mit meinem Geld auch die Haltungszustände der anderen Tiere unterstützt.

Lass Dir Zeit, den für Dich passenden Züchter zu finden. Das dauert unter Umständen (bei mir gut 4 Jahre…), aber es lohnt sich umso mehr!

Gruß,
Anna

Moin!

Eines vorweg: Ich habe keinen Chihuahua und daher keine Erfahrungen damit.
Aber ich möchte Dir ein paar Dinge mit auf den Weg geben, die Rasseunabhängig sind und für den Kauf eines Hundes generell gelten - jedenfalls meiner Überzeugung nach.

Gibt es spezielle Dinge, auf die ich beim Kauf achten muss?
Wo am besten nach einem geeigneten Hund suchen?
Welchen seriösen preislichen Rahmen gibt es?
Woher die große preisliche Diskrepanz zwischen verschiedenen
Welpen?

Ich muss dazu sagen, dass ich bisher keinerlei Erfahrung in
der Hundehaltung habe. Ich weiss, es sind viele Fragen, eben
die eines Unwissendsen.

Bevor Du Dich auf die Suche nach einem Hund machst, solltest Du für Dich selbst einige Fragen klären. Einige der wichtigsten Fragen schreib ich hier mal auf:

  1. Hast Du langfristig genug Zeit für Deinen Hund? Wenn Dein Hund täglich acht oder gar mehr Stunden allein sein müsste - dann lass es lieber.

  2. Kannst Du langfristig die Kosten für Impfungen, Wurmkuren, Hundesteuer, Hundehaltung, Hundefutter, Hundepflege, Hundehaftpflicht, Hundezubehör und evt. Summen für Operationen u.ä. aufbringen? Da kommen schnell Summen zusammen, gegen die der Kaufpreis für den Hund wie Peanuts erscheint.

  3. Bist Du bereit, bei jedem Wetter und an jedem Tag Deinem Hund ausreichend Auslauf zu gewähren? Hund müssen raus - immer! Nur mal eben Tür auf und gut - das ist Quälerei.

  4. Ein Hund macht Dreck. Jede Menge Haare, Sabber und Nasenabdrücke. Überall in der Wohnung. Und gerade Welpen sind am Anfang überhaupt nicht Stubenrein - da geht auch mal ordentlich Pipi oder auch Kacka in die Wohnung. Bist Du bereit, das in Kauf zu nehmen?

  5. Hast Du eine Lösung für Urlaubszeiten? Ein Hund kann nicht einfach mal zwei Wochen allein bleiben.

  6. Für den Fall, das Du in einer Mietwohnung wohnst - Erlaubt der Vermieter die Hundehaltung?

  7. Hast Du Dich über die Rassebedingten Eigenarten und Wesenzüge der von Dir angepeilten Rasse gut informiert? Passt das alles zu Dir und Deiner Lebensweise?

  8. Ein Hund kann locker 10-15 Jahre alt werden. Eine Lange Zeit. Bist Du bereit, für diese Lange Zeit die Verantwortung zu übernehmen?

Diese Fragen -und einige mehr- solltest Du für Dich selbst als erstes Beantworten. Hast Du immer ein Ja? Okay, dann weiter zum nächsten Teil Deiner Fragen.

Woher sollte der Hund kommen? Wenn Du einen Rassehund (wie einen Chihuahua) haben möchtest, dann ist zunächst zu empfehlen sich nach seriösen Züchtern umzusehen. Erste Anlaufstelle sollte der entsprechende Zuchtverband sein (http://www.chihuahua-klub.de/), dort wird man sich Zeit für Dich nehmen und Dir mit Sicherheit kontrollierte Züchter in Deiner Nähe nennen können.

Zum Thema Preis und Herkunft des Hundes möchte ich noch etwas ganz besonderes sagen. Leider gab und gibt es immer mehr Leute, die mit dem Verkauf von Hunden viel Geld verdienen. Nennt sich dann Hundehändler. Häufig sind diese auf den ersten Blick schwer zu erkennen. Empfehlen kann ich Dir da mal einen Blick auf diese Seite hier: http://www.kmdh.de.vu/
Ich weiß, das ein Welpe bei einem Hundezüchter viel Geld kostet. Aber das hat seinen Grund. Sehr empfehlenswerter Text dazu auch hier: http://www.bullymp.de/bull/modules/bulldoggen/index…

Eine sehr empfehlenswerte Checkliste bezüglich der Auswahl eines Züchters findest Du hier: http://www.zuechter.info/checkliste-zuechtersuche.html

Auf dieser Seite findest Du auch darüberhinaus jede Menge Interessantes und Wissenswertes!

Auch immer wieder gern gelesen:

_10 Bitten eines Hundes an den Menschen

  1. Mein Leben dauert 10 bis 15 Jahre. Jede Trennung von dir wird für mich Leiden bedeuten. Bedenke es, ehe du mich anschaffst.

  2. Gib mir Zeit zu verstehen, was du von mir verlangst.

  3. Pflanze Vertrauen in mich, ich lebe davon.

  4. Zürne mir nie lange und sperre mich nicht zur Strafe ein! Du hast deine Arbeit, dein Vergnügen und deine Freunde. Ich hab nur dich!

  5. Sprich mit mir. Wenn ich auch deine Worte nicht versteh, so Doch die Stimme, die sich an mich wendet.

  6. Wisse, wie immer an mir gehandelt wird, ich vergesse es nie.

  7. Bedenke, ehe du mich schlägst, das meine Kiefer mit Leichtigkeit die Knöchel deiner Hand zerquetschen könnten, das ich aber keinen Gebrauch davon mache.

  8. Ehe du mich bei der Arbeit „unwillig“ schildst, „bockig“ oder „faul“, bedenke: Vielleicht plagt mich ungeeignetes Futter, vielleicht war ich zu lange der Sonne ausgesetzt oder ich habe ein verbrauchtes Herz.

  9. Kümmere dich um mich, wenn ich alt werde auch du wirst einmal alt sein.

  10. Gehe jeden schweren Gang mit mir. Sage nie: „Ich kann so etwas nicht sehen“ Oder „es soll in meiner Abwesenheit geschehen“.

Alles ist leichter für mich mit dir._

So, und wenn ich Dich jetzt immer noch nicht völlig verschreckt habe und Du das alles gelesen und verarbeitet hast:
Super! Ich persönlich würde nie wieder ohne Hund sein wollen.

Wenn Du jetzt noch weitere Fragen hast : Immer her damit! Mal sehen, was wir für Dich tun können :smile:

Gruß vom

Dicken MD.

Hallo,

ergänzend zu den anderen

Woher die große preisliche Diskrepanz zwischen verschiedenen
Welpen?

Ich weiss nicht, wie hoch die Unterschiede bei den Hunden sind. Allgemein ist es aber so, dass eine gute Zucht und Aufzucht ordentlich Geld verschluckt. Es gab für Katzen diverse Aufstellungen im Internet die auch einen hohen Preis rechtfertigten, wahrscheinlich findest Du sowas auch. Vorsicht also bei allzu günstig erscheinenden Angeboten.

Ein weiteres Preisargument wird sehr wahrscheinlich der Stammbaum sein. Die Bedeckung von einem preisgekrönten und bewährten Tier ist teurer als von einem Nobody.

Speziell bei Hunden oder der Rasse kenne ich mich aber nicht aus, Du wirst aber sicher was im Internet finden.

So, und schreiben wollte ich übrigens das:
In der PM habe ich gerade einen Artikel gelesen, da wollen Wissenschaftler heraus gefunden haben, dass der Chihuahua ein „ausgesprochener Rabauke“ ist und im Schnitt dem Hundebesitzer 1300 EUR an zerstörten Eigentum bescherrt. Außerdem wurde er als einer der aggressivsten Hunderassen identifiziert. Ohne so einen Hund jemals gesehen und besessen zu haben, das klingt aber nicht wirklich nach einem Schoßhund bzw. Anfängerhund.

Viele Grüße
Monroe

Hallo Anna,

ich bin mir durchaus darüber im Klaren, dass ein Hund einen sehr großen Teil meiner Zeit beanspruchen würde, oder besser: einen Hauptbestandteil meines Lebens darstellen würde. Auch über stetige größere Kosten, die möglicherweise anfallen bin ich mir bewusst. Wie sieht es bei Hunden mit Krankenversicherungen aus?

Ich habe mich kürzlich erst von meiner Freundin getrennt, wohne jetzt wieder alleine. Es könnte sich tatsächlich etwas schwierig gestalten, vor allem da ich dank meines Berufes nur 12-Stunden-Schichten habe.

Ich nehme an, ein Welpe benötigt zu Beginn besonders viel Zuwendung. Ich strebe zwar noch eine berufliche Veränderung an, jedoch wäre das bei näherer Betrachtung wahrscheinlich unverantwortlich, mir im Moment einen Hund zuzulegen und ihm nicht die von ihm erwartete und auch zustehende und gebrauchte Zeit zu widmen. Ich möchte zwar unbedingt einen Hund, muss wie es aussieht noch etwas warten.

Danke für Deine ausführliche Darstellung!

Gruß
Logan

Servus Dicker,

erstmal auch an Dich ein dickes Dankeschön für Deine gehaltvolle Ausführung!

Das bereits angesprochene zeitliche Problem verbietet im Moment wie es aussieht die Anschaffung eines Hundes. Da ich jetzt wieder alleine wohne, müsste ich den Hund schon immer wieder mal längere Zeit alleine lassen. Mir fällt da leider auch keine Ausweichmöglichkeit ein.

Zusätzliche finanzielle Belastung ist natürlich durch einen Hund gegeben. Ich habe durchaus mit 100 - 150 Euro zusätzlich im Monat gerechnet. Bei größeren Hunden ist der Unterhalt vllt. noch teurer. Was, wenn ich Dich fragen darf, kostet Dich denn Deine treue Dogge im Monat?

Die geringsten Sorgen bereiten mir Dinge wie die mögliche Dreckproduktion und die geforderte Zuwendung. Aber ich sehe natürlich ein, dass ein Hund nicht häufig mal 12 Stunden allein zu Hause bleiben kann. Schade, ich muss das wohl noch etwas hinausschieben - aber irgendwann gibt’s bestimmt so einen kleinen Kerl!

Gruß
Logan

Hallo Monroe,

pflegeleicht sollen Chihuahuas wirklich nicht sein, nicht zuletzt wegen ihres übersteigerten Selbstbewusstseins. Davon, dass sie gerne viel demolieren, hatte ich allerdings noch nichts gehört.

Was den Preis angeht: es geht mir nicht darum, einen Hund zu erwerben, den ich von Ausstellung zu Ausstellung schleppe, um mit seinem maßgeschneiderten Stammbaum anzugeben. Was ich mir nur wünsche ist ein gesunder Hund ohne besondere genetische Disposition zu vielerlei Erkrankungen. Als ich manche Preise gesehen habe (tatsächlich wurde ein Welpe für 1500 Euro angeboten) wurde mir schon schlecht.

Danke + Gruß

Logan

Hallo Logan,

meine Mutter besaß einen Chihuahuarüden. Obwohl sie mehrere Jahrzehnte Hundeerfahrung hatte, fiel ihr die Erziehung des Hundes nicht leicht, Chihuahuas sind in der Tat sehr selbstbewußte, dynamische Tiere mit ausgeprägtem Willen.

Übrigens sind Chihuahuas robust, anders als ihr filigranes Äußeres vermuten lassen würde: Lange Spaziergänge bei Wind und Wetter machen ihm nichts aus, im Gegenteil.

Sie hatte den Hund vor 9 Jahren bei einem Züchter in der Nähe von Berlin erworben, der Welpe kostete seinerzeit ca. 1.700 DM, wenn ich das noch richtig erinnere.

Viele Grüße
Diana

hi,

also meine tante hat seit ihrem 18 lebensjahr chihuahuas…

ich würde sehr genau darauf achten dass er nicht überzüchtet ist…und auch nicht zuuu klein, zudem sollte kein rehpinscher „offensichtlich eingekreuzt sein“ - das wird manchmal gemacht.

die preise kommen von der zucht, die tiere sind teuer - an sich diese rasse war schon immer eher hochpreisig…und die züchter haben eben ihre preise unter denen sie nicht abgeben… du bekommst ja auch keine designerjeans (galiano, rock&republik etc) für 19.90 euro. so ist es hier eben auch…

die hunde werden „noch“ teurer wenn sie papiere mitbringen und je nachdem wie „gut“ der hund „gelungen“ ist, also den rassestandard erfüllt umso hochpreisiger wird das tier. die sehr sehr guten tiere geben die züchter in der regel gar nicht ab, da sie die wieder zum züchten benötigen.

rüden sind immer günstiger als weibchen!

vom wesen her, kenne ich nur einen chihuahua der komplett aus der bahn gelaufen ist, das ist der von meinem kumpel - der ist echt verhaltensgestört, das kommt aber zugegeben - von dem verhalten meines kumpels gegenüber dem hund…(oh der süsse kleine etc…)

die hunde meiner tante waren immer sehr wachsam, verspielt, aufgeweckt, wollten viel ansprache u. beschäftigung. sind sehr gut mal alleine geblieben u. haben sich mit anderen haustieren sehr gut verstanden- ich finde die rasse toll - ich habe jedoch einen pudel (gerettet) der hat neu - mit papiere 550 euro gekostet (das liegt wohl daran, dass der pudel aus der mode ist)

auf was du achten musst ist: wie sieht es bei dem züchter aus? alles verdreckt, die hunde machen hin wo sie wollen? sieht das alles eher ungepflegt chaotisch aus - oder sieht es aus - als hat jemand viele „haustiere“ u. da fährt halt mal ein spielzeug rum, oder da hat gerade! einer in die ecke gemacht?

sind die welpen bei der mama? darf man die eltern sehen? wenn ja, wie sehen die beiden aus( fell glänzend? hund ansprechbar, aufmerksam, verhaltensunfauffällig?)

dann die welpen, sind die fidel, „propper“ keine verklebten augen, verschnupfte nasen, verschmutzter hinern etc… pfoten intakt? alle zehen dran? fell glänzt? sieht man die rippen durch, schlecht wäre die wirbel oben an der wirbelsäule…-> welpe zu dünn

den welpen schaut man sich genau an - oder die anderen auch…

wenn das alles in ordnung ist, könnte man davon ausgehen, dass der züchter eher zu den seriösen gehört.

auch seriös ist wer im verband der dt. hundezüchter ist…überhaupt zuchtverbände - die kann man dann googlen u. nachlesen was das für eine verein ist …*g*

es ist schon ne umfangreiche geschichte, am besten du leihst oder kaufst dir mal ein buch, die mehrheit der bücher für anfänger beschäftigen sich auch mit - was tue ich vor dem kauf…etc…

viel glück u. erfolg!

bei fragen kannst mich gerne kontaktieren…

lg

Hallo Diana,

ich danke für Deine Antwort.

meine Mutter besaß einen Chihuahuarüden. Obwohl sie mehrere
Jahrzehnte Hundeerfahrung hatte, fiel ihr die Erziehung des
Hundes nicht leicht, Chihuahuas sind in der Tat sehr
selbstbewußte, dynamische Tiere mit ausgeprägtem Willen.

Würdest Du also Monroe zustimmen, der vermutet Chihuahuas seien keine geeigneten Hunde für Anfänger?

In der Tat hätte ich auch gemutmaßt, Chihuahuas seien allein schon nach ihrem äußeren Erscheinungsbild zu urteilen besonders anfällig.

Gruß
Logan

Hi Pudeline,

großartig, danke auch Dir für die zahlreichen Tipps.

Du hast gesagt, der Hund Deiner Tante sei auch immer wieder mal alleine in der Wohnung geblieben. Welche Zeiträume hast Du damit gemeint, und wie hat der Hund sich inzwischen und danach verhalten?

Kannst Du mir ein geeignetes Buch empfehlen?

Gruß
Logan

Auswahl der passenden Hunderasse
Hallo Logan,

sehe ich auch so, Chihuahuas sind für Hundeanfänger wegen ihres eigenwilligen Charakters nicht unbedingt geeignet, auch wenn sie physisch sicher leichter in den Griff zu kriegen sind als ein Rottweiler :wink:

Warum hast Du Dir eigentlich gerade Chihuahuas ausgesucht? Welche Eigenschaften sollte ein Hund für Dich haben? Was kannst Du einem Hund bieten? Evt. können Dir die Fachleute hier eine für Dich geeignete Rasse empfehlen.

Viele Grüße
Diana

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hi,

ich nochmal - die zähne hatte ich vergessen schauen ob über- o. unterbiss, das wäre „wertmindernd“…so sind züchter halt…

aber in den büchern z.b. vom gräfe u. unser verlag gibts zum teil checklisten…

ich glaube jetzt haben wirs im grossen u. ganzen…

Moin!

erstmal auch an Dich ein dickes Dankeschön für Deine
gehaltvolle Ausführung!

Jederzeit gern :smile:

Das bereits angesprochene zeitliche Problem verbietet im
Moment wie es aussieht die Anschaffung eines Hundes. Da ich
jetzt wieder alleine wohne, müsste ich den Hund schon immer
wieder mal längere Zeit alleine lassen. Mir fällt da leider
auch keine Ausweichmöglichkeit ein.

Dann solltest Du das meiner Ansicht nach doch eher noch verschieben. Dauerhaftes Alleinsein ist für einen Hund nichts. Hunde sind Gesellschaftstiere.

Zusätzliche finanzielle Belastung ist natürlich durch einen
Hund gegeben. Ich habe durchaus mit 100 - 150 Euro zusätzlich
im Monat gerechnet. Bei größeren Hunden ist der Unterhalt
vllt. noch teurer. Was, wenn ich Dich fragen darf, kostet Dich
denn Deine treue Dogge im Monat?

Keine Dogge, eine Bull dogge *g*
Das ist ein Riesenunterschied :smile:

Tja, was kostet uns der Don im Monat? Also rein die Verpflegung, Steuern und Haftpflichtversicherung (unverzichtbar für jeden Hundehalter!) so um die 100-130 Euro, da liegst Du mit Deinen Planungen schon ganz gut. Wobei so eine Zwergengestalt wie ein Chihuahua natürlich deutlich weniger Futter braucht, ich denke das Du da auch mit 50 bis 70 Euro hinkommen würdest.
Dabei steht aber eines noch nicht auf der Liste. Nämlich die in aller Regel ungeplanten Tierarztkosten, die ab und an auftreten. So eine Tierarztrechnung kann ganz schnell mal ein paar Hunderter betragen. Da empfiehlt es sich, immer eine kleine Reserve aufzubauen bzw. vorzuhalten. So machen wir das jedenfalls. Und wenn ich mal auf den Monat umrechne, was in den letzten zwölf Monaten so zusammengekommen ist, dann kommen da monatlich nochmal zweihundert Euro oben drauf. Okay, wir hatten in den letzten zwölf Monaten drei eher seltene Dinge, die aber eben auch kommen können. Leider meist ungeplant. Das muss nicht so sein, sollte aber vorsorglich eingeplant werden.

Die geringsten Sorgen bereiten mir Dinge wie die mögliche
Dreckproduktion und die geforderte Zuwendung. Aber ich sehe
natürlich ein, dass ein Hund nicht häufig mal 12 Stunden
allein zu Hause bleiben kann. Schade, ich muss das wohl noch
etwas hinausschieben - aber irgendwann gibt’s bestimmt so
einen kleinen Kerl!

Ist wohl besser noch etwas zu warten. Unabhängig davon kannst Du Dich ja schon genauestens imformieren und vor allem schonmal Kohle zur Seite schieben :smile:
Ob ein Chihuahua so für Dich als „Anfänger“ das richtige ist, dazu haben ja die anderen hier auch schon was geschrieben. Aber wer weiß, wenn Du Dich ein wenig umschaust und schlau machst, vielleicht ergibt sich ja auch noch etwas anderes :smile:

Gruß vom

Dicken MD.

Gruß
Logan

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Hallo nochmal!

Was den Preis angeht: es geht mir nicht darum, einen Hund zu
erwerben, den ich von Ausstellung zu Ausstellung schleppe, um
mit seinem maßgeschneiderten Stammbaum anzugeben.

Der Preis beim Züchter hat nicht nur was mit dem „massgeschneiderten“ Stammbaum zu tun, das ist ein Trugschluss. Es geht auch nicht darum, seinen Hund zu Ausstellungen zu schleppen, echt nicht!
Viel wichtiger ist die Verantwortung des Züchters für die sorgfältige Auswahl der Elterntiere. Dabei gibt es vieles zu beachten, das würde jetzt hier den Rahmen sprengen.
Und noch viel wichtiger ist die Mühe und Sorgfalt, die ein verantwortungsvoller Züchter bei der Pflege und Aufzucht seiner Welpen investiert! Nichts ist so wichtig wie eine gute Sozialisierung gerade in den ersten 8 bis 16 Wochen eines Hundelebens. Und von diesen 8 bis 16 Wochen verbringt ein Hundewelpe normalerweise etwa dreiviertel der Zeit beim Züchter. In dieser Zeit kann extrem viel versaut und verachlässigt werden. Auch die tiermedizinische Betreuung der Welpen in dieser Zeit ist immens wichtig.
Kurz gesagt: Ein verantwortungsvoller Züchter wird in diesen Wochen einen 24h-Job haben. Leicht ist das nicht. Und alles zusammengenommen -gerechnet über die gesamte Lebenszeit eines Zuchthundes - wird ein seriöser Züchter mit Hundezucht nicht reich. Dazu sind die Welpenpreise immer noch viel zu niedrig. Wenn’s jemanden interessiert, kann ich das gern mal ausführlich darstellen.

Was ich mir
nur wünsche ist ein gesunder Hund ohne besondere genetische
Disposition zu vielerlei Erkrankungen.

Genau darum solltest Du Dich nach seriösen Züchtern umsehen!
Eine Garantie auf die Gesundheit des Hundes wird Dir auch ein verantwortungsbewusster Züchter nicht geben. Das wäre hochgradig unseriös.
Aber der große Unterschied liegt in der Auswahl der Elterntiere. Im Gegensatz zum Hinterhofvermehrer oder Hundehändler legt der Züchter großen Wert auf die Selektion gesunder Vorfahren. Es wird regelmäßig versucht, gezielt Rassebedingte Nachteile bzw. Krankheiten auszusortieren. Leider gibt es (aus meiner Sicht) immer noch viel zu schwache Vorgaben bezüglich der Selektion bei bestimmten rassebedingten Krankheiten. Aber besser schwache als gar keine Vorgaben.

Ich kenne persönlich Fälle, bei denen einfach zwei optisch wunderschöne Geschwistertiere (Bruder und Schwester) miteinander verpaart wurde. Das Resultat waren zwar optisch ganz tolle Hunde. Aber die Gesundheit dieser Hunde ließ schwer zu wünschen übrig. Ein mir persönlich bekannter Nachkomme aus einer dieser Verpaarungen hat das dritte Lebensjahr nicht überstanden. Und bis dahin Tierarztkosten im mittleren vierstelligen Bereich gebraucht.

Wie gesagt, eine Garantie bekommst Du auch beim Züchter nicht. Aber die Wahrscheinlichkeit auf ein langes, gesundes Leben Deines Hundes steigt rapide an.

Als ich manche Preise
gesehen habe (tatsächlich wurde ein Welpe für 1500 Euro
angeboten) wurde mir schon schlecht.

Weißt Du, 1500 Euro ist nicht viel für einen Rassehund. Die Preise können je nach Rasse auch schnell mal die 3000 übersteigen.
Zur Rechtfertigung dieses Preises habe ich ja schon was geschrieben. Klar ist das teuer. Aber meiner Ansicht nach nicht teuer genug. Ich will das Thema jetzt nicht weiter ausdehnen. Wenn’s jemanden interessiert - gern im Detail. Schau einfach mal die Links aus meinem gestrigen Posting dazu durch. Vielleicht verstehst Du dann die Preise etwas besser.

Gruß vom

Dicken MD.

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Hallo Diana,

mag vllt. sein, dass Chihuahuas nicht geeignet für Hundeanfänger sind. Sie sind tatsächlich, wie schon sehr treffend gesagt, sehr dynamisch. Gerade das ist für mich auch ein Grund, weshalb ich dazu tendiere.

Ich möchte keinen Hund, der so behäbig ist, dass ich ihn immer ermuntern müsste, sich zu bewegen. Außerdem sollte er nicht so riesig sein, dass er mir die Haare vom Kopf frisst :smile:

Eine erntfernte Tante in Griechenland hatte einen Chihuahua, der aber vor einer Weile verstorben ist. Tatsächlich hat er sie wohl sehr auf Trab gehalten, und jetzt fehlt ihr der Hund nicht nur als treuer Freund, sondern auch als Ansporn, sich mehr zu bewegen.

Gruß
Logan

Hi Dicker,

Dann solltest Du das meiner Ansicht nach doch eher noch
verschieben. Dauerhaftes Alleinsein ist für einen Hund nichts.
Hunde sind Gesellschaftstiere.

Da hast Du mit Sicherheit Recht.

Zusätzliche finanzielle Belastung ist natürlich durch einen
Hund gegeben. Ich habe durchaus mit 100 - 150 Euro zusätzlich
im Monat gerechnet. Bei größeren Hunden ist der Unterhalt
vllt. noch teurer. Was, wenn ich Dich fragen darf, kostet Dich
denn Deine treue Dogge im Monat?

Keine Dogge, eine Bull dogge *g*
Das ist ein Riesenunterschied :smile:

Sorry, aber ich bin wie schon gesagt noch nicht so kundig :smile:

Tja, was kostet uns der Don im Monat? Also rein die
Verpflegung, Steuern und Haftpflichtversicherung
(unverzichtbar für jeden Hundehalter!) so um die
100-130 Euro, da liegst Du mit Deinen Planungen schon ganz
gut. Wobei so eine Zwergengestalt wie ein Chihuahua natürlich
deutlich weniger Futter braucht, ich denke das Du da auch mit
50 bis 70 Euro hinkommen würdest.
Dabei steht aber eines noch nicht auf der Liste. Nämlich die
in aller Regel ungeplanten Tierarztkosten, die ab und an
auftreten. So eine Tierarztrechnung kann ganz schnell mal ein
paar Hunderter betragen. Da empfiehlt es sich, immer eine
kleine Reserve aufzubauen bzw. vorzuhalten. So machen wir das
jedenfalls. Und wenn ich mal auf den Monat umrechne, was in
den letzten zwölf Monaten so zusammengekommen ist, dann kommen
da monatlich nochmal zweihundert Euro oben drauf. Okay, wir
hatten in den letzten zwölf Monaten drei eher seltene Dinge,
die aber eben auch kommen können. Leider meist ungeplant. Das
muss nicht so sein, sollte aber vorsorglich eingeplant werden.

Gut, das habe ich mir schon so gedacht. Aber man entscheidet sich ja auch nicht für einen Hund, wenn man dann an wichtigen Stellen nicht flüssig ist, oder? Es wäre natürlich nichts grausamer, als seinem Hund eine benötigte OP nicht bezahlen zu können.

Ist wohl besser noch etwas zu warten. Unabhängig davon kannst
Du Dich ja schon genauestens imformieren und vor allem
schonmal Kohle zur Seite schieben :smile:

Ja, ich werde es auf jden Fall langsam und überlegt angehen.

Ob ein Chihuahua so für Dich als „Anfänger“ das richtige ist,
dazu haben ja die anderen hier auch schon was geschrieben.
Aber wer weiß, wenn Du Dich ein wenig umschaust und schlau
machst, vielleicht ergibt sich ja auch noch etwas anderes :smile:

Die Zeit zum gründlichen Nachdenken werde ich mir nehmen.

Ich bedanke mich sehr!

Viele Grüße
Logan

Hi Pudeline,

ich werde mal nachsehen, danke.

Gruß
Logan

Hallo Logan,

mag vllt. sein, dass Chihuahuas nicht geeignet für
Hundeanfänger sind. Sie sind tatsächlich, wie schon sehr
treffend gesagt, sehr dynamisch. Gerade das ist für mich auch
ein Grund, weshalb ich dazu tendiere.

Mach dir keine zu großen Gedanken, wegen Anfängerhund, oder nicht.
Jede Hunderasse hat seine kleinen ‚Macken‘ :wink:

Du solltest dir genau das Tier aussuchen, was du für dich persönlich an geeignetsten hälst.
Schließlich kannst du dir nicht für 2-3 Jahre einen Probehund holen und diesen dann wieder abgeben, weil du dann genug Hundeerfahrungen hast.
Das wird eine Bindung auf (hoffentlich nur schöne) Jahre.

Und du wirst viel von und durch deinen Hund lernen, mit ihm auch ‚wachsen‘.

LG Nauraa